Trotz des Verkaufsverbots für Böller wurde zu Silvester dank Material aus dem Ausland ausgiebig geknallt. Die deutsche Feuerwerksindustrie steht aber kurz vor dem Aus. Und auch andere Branchen sind nach zwei Jahren Regulierungswut am Ende. Die deutsche Presse schießt sich indes auf einen der wenigen nicht-linken Silicon-Valley-Milliardäre ein. Boris T. Kaiser blickt zurück.

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Silvester, Corona-Maßnahmen-Opfer, Peter Thiel

Kaisers royaler Wochenrückblick

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Weil Deutschland nicht an einer EU-Außengrenze liegt, wären für die meisten Asylbewerber andere EU-Länder zuständig. Doch neue Zahlen zeigen, daß ein großer Teil der in Deutschland ankommenden Migranten nicht in der zentralen EU-Datenbank registriert ist.

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Dublin- und Eurodac-Regelung

Viele Asylbewerber in Deutschland nicht in EU-Datenbank registriert

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Der emeritierte Staats- und Verwaltungsrechtler Gunnar Folke Schuppert attestiert der Demokratie nicht nur ein Schwächeln, sondern unmittelbar vor dem Ableben zu stehen. Die Krise bestehe im Verfall der politischen Kultur. Zunehmend zeichne sich ein Trend hin zu einem postdemokratischen System ab.

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„Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für die großen Volkswirtschaften des Westens (und idealerweise der Welt), sich zusammenzusetzen und eine neue internationale Währungsordnung zu erarbeiten“, heißt es in einem Bericht der Financial Times.

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Die EU-Kommission will Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter bestimmten Bedingungen als klimafreundlich einstufen.

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Die Luft für die deutschen Kleinsparer wird immer dünner. Im Verlauf des Jahres 2021 verschärften 90 Institute ihre bestehenden Negativzinskonditionen. EZB-Chefin Christine Lagarde sagte zuvor, dass die Ersparnisse der Bürger nicht geschützt werden sollen.

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Kann der Mensch eines Tages über sich selbst hinauswachsen und die Grenzen seiner Spezies überwinden? Forscher und Programmierer der Tech-Giganten arbeiten im Silicon Valley an der Verknüpfung von Mensch, Maschine und Computer, um genau das zu erreichen.

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7,5 Mikrometer – das ist nicht viel größer als Feinstaub: So winzig sind die wichtigsten Waffen unseres Immunsystems, jene T-Lymphozyten oder kurz T-Zellen. Die sorgen dafür, dass wir gesund bleiben, indem sie uns vor noch kleineren Angreifern schützen, etwa Viren.

von Holger Douglas

Skelett, Muskeln, Gliedmaßen, Organe – das sind die Bestandteile unseres Körpers, die wir sehen, mit denen wir uns bewegen und ohne die wir keine Nahrung aufnehmen könnten. Doch das sind noch längst nicht alle wichtigen Teile unseres Körpers. Mindestens ebenso wichtig sind diese viel kleineren Partikel, die wir nicht sehen können. Die sind so klein, dass man sie mit dem normalen Lichtmikroskop nicht mehr unterscheiden kann; das geht erst mit dem erheblich stärker vergrößernden Elektronenmikroskop.

Denen wird im Augenblick gern der Krieg erklärt wie den Coronaviren. Es tobt tatsächlich auch im Mikrokosmos unseres Körpers ständig ein Kampf zwischen Viren, den viel größeren Bakterien und unserem Abwehrsystem. Die Eindringlinge bedrohen einerseits, doch sie sorgen auf der anderen Seite auch dafür, dass sich Leben weiter entwickeln kann. Die Virologin Karin Mölling sorgt für eine erweiterte Sichtweise: »In diesem Ökosystem herrscht kein permanenter Krieg, kein Wettrüsten, sondern eine Balance, eine Koevolution, die zu Anpassungen geführt hat.« Viren sind auch, wie Mölling immer wieder betont, der Motor des Lebens. Eine Virusinfektion sei für das Erbgut ein großer Innovationsschub und treibe Veränderungen voran.

Galten sie bisher als Krankmacher und gefährliche Killer, wird mittlerweile ihre wichtige Rolle in der Evolution immer deutlicher. „Seit etwa einem Jahrzehnt ändert sich unser Bild von den Mikroben. Es gibt neue methodische Ansätze und Nachweisverfahren, experimentelle Techniken, die zeigen, dass Viren und Mikroorganismen keineswegs nur Krankheitskeime sind,“ schreibt Karin Mölling in ihrem sehr lesenswerten Buch „Supermacht des Lebens“. Daher lohnt gerade in Zeiten von Corona, in denen bisher geltende Kenntnisse anscheinend auf den Kopf gestellt werden, ein Blick auf die wichtigen Waffen unseres Immunsystems und was bisher geholfen hat.

Sind Viren eingedrungen, treten zunächst sogenannte Antikörper auf den Plan. Das sind Proteine, relativ große Moleküle, die sich an die Eindringlinge anheften und sie so neutralisieren. Allerdings sinkt die Zahl dieser Antikörper zumal nach einer leichten Erkrankung bald ab. Dann kommt die Stunde der T-Zellen. Jene unscheinbaren Zellen bilden mit 70 Prozent die Mehrheit unter den ungefähr einer Billion Lymphozyten, die in unserem Organismus ständig Krankheitserreger aufspüren wollen.

Covid-Erreger SARS-Cov-2 beispielsweise sehen in einer Aufnahme mit einem Rasterelektronenmikroskop wie kleine kugelförmige Zellen aus, auf deren Oberfläche winzige Fähnchen montiert sind. Das sind jene Rezeptoren, mit denen jede T-Zelle einen eingedrungenen Erreger genau erkennen und identifizieren kann. Neben den Antikörpern sind sie die wichtigste Säule des Immunsystems und geraten auch jetzt während der Corona-Pandemie vermehrt ins Blickfeld.

Geburtsstätte dieser Zellen ist das Knochenmark. Im Blutstrom reisen sie in den Thymus und das lymphatische System. Im Thymus, in jenem kleinen Organ zwischen den Lungen oberhalb des Herzens, werden die T-Zellen ausgebildet und prägen das Immunsystem. Entscheidende Schritte bei der Ausprägung des Immunsystems geschehen übrigens in jungen Jahren, deswegen sind jene Kinder im Vorteil, die früh in »Schlamm und Dreck« spielen durften.

Die T-Zellen durchlaufen eine rigide Auslese: Sie lernen, nur körperfremde Antigene zu erkennen. Fehlentwickelte Zellen, die gewissermaßen aus Versehen auf körpereigene Zellen reagieren, werden gnadenlos ausgesiebt und noch in der Thymusdrüse zur Apoptose »überredet«, zum programmierten Zelltod. Denn genauso entscheidend ist, dass nicht körpereigene Zellen angegriffen werden. Manchmal passiert das dennoch – zum Beispiel bei Autoimmunkrankheiten.

Sehr ausgefeilt also geht das Immunsystem vor; kein Wunder, hängt doch von ihm das Leben ab. Es ist die stärkste Waffe, die unserem Organismus zur Verfügung steht. Sie ist entscheidend für das Überleben bei allen Organismen, von Pflanzen angefangen über Tiere bis hin zum Menschen. Das Immunsystem ist lediglich unterschiedlich ausgeprägt, so verfügen Pflanzen über keine T-Zellen oder Antikörper.

Während Sie diesen Text lesen, prasseln ununterbrochen alle möglichen Erreger auf Sie ein. Je nach Aufenthaltsort mal mehr, wenn Sie dicht gedrängt in einer U-Bahn oder Bus stehen, oder weniger bei einem Spaziergang durch einen Wald. T-Zellen sind wesentlich dafür verantwortlich, eingedrungene Bakterien oder Viren zu entdecken und zu bekämpfen. Dabei stehen sie vor der schwierigen Aufgabe, dass nicht infiziertes, also gesundes Gewebe nicht angegriffen werden darf.

Noch immer ist das komplizierte Wechselspiel nicht vollständig verstanden, Wissenschaftler entdecken immer neue Winkelzüge und Tricks. Kein Wunder, das System ist unvorstellbar alt. Die ersten Anfänge eines Immunsystems liegen bereits 500 bis 600 Millionen Jahre zurück. Verblüffend ebenfalls, dass der Thymus als zentrales Organ des Immunsystems bereits vor 500 Millionen Jahren entstand. In ihrer vollen Ausdifferenzierung allerdings entstanden T-Zellen erst später in Wirbeltieren.

Anfangs waren es einfache Eiweiße, die nur fremde Erreger beschädigen konnten. Im Laufe der Jahrmillionen entwickelte es sich immer weiter und reifte zu jenem raffinierten, aber auch komplizierten System heran, das uns erstaunlich gut und zuverlässig vor fremden Erregern schützt. Vor etwa 300 Millionen Jahren entwickelten sich Abwehrzellen, die fremde Strukturen sehr spezifisch erkennen und bekämpfen können.

Und fast genauso wichtig: Das Wunderwerk kann sich heute auch Feinde merken. Es kann ein sogenanntes immunologisches Gedächtnis heranbilden und so besser auf eine neue Invasion bekannter Erreger vorbereitet sein und effektiver reagieren. Bei einem erneuten Kontakt mit einem Virus werden sogenannte »Gedächtnis-T-Zellen« aktiviert, um Abwehrprozesse des Immunsystems anzustoßen. Das hofft man auch bei der jetzigen Coronavirus-Welle.

Eine erste Abwehrfront liefert eine unspezifische Immunabwehr, die auf alle eingedrungenen Erreger reagiert. Das geht sehr schnell, innerhalb von ein paar Minuten. Deutlich langsamer reagiert das adaptive Immunsystem mit unseren T-Zellen an der Spitze, das sehr gezielt auf feindliche Erreger losgehen kann. Es benötigt allerdings dafür etwas mehr Zeit als das angeborene unspezifische Immunsystem. Zeit, in der Viren sich wiederum gegen die Armee des Immunsystems wehren und sich rasch vermehren können.

Tarnen und Täuschen sind häufig genug Spezialitäten der Viren – auch des Coronavirus. Das hat eine Reihe von bemerkenswerten biochemischen Tricks auf Lager, um gegen anstürmende T-Zellen und Antikörper vorzugehen. Jene berühmten Stacheln auf der Oberfläche, die Spikes, halten die T-Zellen des Körpers gewissermaßen wie ein Schutzschild vom Leibe. Sie bestehen nämlich aus Ketten von Zuckermolekülen, die auch im menschlichen Organismus weitverbreitet sind. Die werden dann nicht von T-Zellen und Antikörpern angegriffen.

Ein ziemlich fieser Trick des Coronavirus, dieselben Bausteine zu benutzen, wie sie auch im Organismus vorhanden sind. Das kann weiterhin auch die Produktion von Botenstoffen wie Interferonen in der Zelle stören, weil es die Rezeptoren verwirrt, die Muster eingedrungener Erreger erkennen sollen. Die gut eingespielten Alarmketten des Immunsystems werden so erheblich behindert.

Auch nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 verbleiben spezifische T-Zellen und Antikörper im Organismus und haben die Merkmale dieses Erregers gespeichert. Doch noch ist unklar, ob das Immunsystem weitere Infektionen verhindern kann, vor allem wenn sich Antikörper als zu schwach erweisen. Deren Zahl nimmt später nach einer Infektion häufig ab, doch T-Gedächtniszellen fanden Forscher bei fast allen auch leicht Erkrankten. Sie helfen vermutlich bei nachfolgenden Infektionen.

Nun weiß man: Auch das Immunsystem muss trainiert werden. Es wird durch das zentrale Nervensystem angeregt. Dabei spielt das Cortisol, das viele Stoffwechselreaktionen beeinflusst, eine sehr wichtige Rolle. Ein kurzzeitiger Stress kann positiv auf das Immunsystem wirken. Chronischer Stress allerdings hemmt es. Äußerst kritisch wird es, gerät das Immunsystem unter dauerhaften Stress. So ist bekannt, dass der Aufenthalt im Freien, der Spaziergang im Sonnenlicht oder die Wanderung durch den Wald das Beste sind, was man seinem Immunsystem antun kann. Vitamin D scheint eine wichtige Rolle bei der Aktivierung des Immunsystems zu spielen. Vor allem in der ersten Phase der Aktivierung der T-Zellen ist das Vitamin entscheidend. Wenn die T-Zelle nicht ausreichend Vitamin D im Blut findet, wird sie auch nicht mobilisiert.

Wichtigste Quelle für Vitamin D: das Sonnenlicht. Lockdowns und Einsperrungen bewirken genau das Gegenteil. Zudem ist gut belegt, dass lang anhaltender Stress schwere Schäden im Immunsystem verursachen kann. Eine Politik, die darauf ausgerichtet ist, gezielt und systematisch Panik zu erzeugen, sorgt zielsicher dafür, dass das Immunsystem genau in jenen Bereichen behindert und geschwächt wird, in denen es darauf ankommt, es zu stärken. Auch so kann man auf biochemische Weise die Resilienz einer Gesellschaft zerstören. Mit einer lang anhaltenden, künstlich geschürten Panik haben Immunsystem und T-Zellen in ihrer Jahrmillionen alten Geschichte nämlich nicht gelernt umzugehen.


Der Milliardenmarkt der Krankheitsbranche wächst und wächst – und damit auch die von ihr verursachten Verheerungen. Nach Krebs und Herzinfarkten stehen auf Platz drei der Exitus-Liste die von Ärzten und durch Medikamente verursachten Todesfälle. Bestsellerautor Sven Böttcher räumt in seinem Buch „Rette sich, wer kann. Das Krankensystem meiden und gesund bleiben“ gründlich auf mit unseren falschen Prämissen, korrigiert tödliche Wahrnehmungsfehler und zieht die Konsequenzen: Gesundheit und ein langes Leben sind jederzeit möglich. ist

“Sven Böttcher hat als aktiver und informierter Patient in den Jahren seiner Krankheit mehr von der Medizin verstanden als die Mehrzahl der Ärzte in einem Berufsleben.” (Dr. med. Gerd Reuther, Autor des Bestsellers “Der betrogene Patient”). Das Buch ist hier direkt über den J. K. Fischer Verlag bestellbar.

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Selbstbetrug: Elf deutsche Lebenslügen

On January 2, 2022, in Endzeit, by admin

Es ist nicht nur ein Problem schwieriger Zeitgenossen: Selbstbild und Fremdbild fallen auch im gesellschaftlichen Rahmen auseinander. Und mancher Realitätsverlust ist so dramatisch, dass er zum Nährboden für gravierende Fehlentwicklungen wird.

Von Laszlo Trankovits

Es gibt auch Wahrheiten, die zur Lüge werden. Noch vor Kurzem beteuerten Deutschlands Politiker – von Ex-Kanzlerin Angela Merkel bis zu Bayerns Ministerpräsident Markus Söder –, es werde wegen Covid-19 keine Impfpflicht geben. Vermutlich waren diese Aussagen ganz ehrlich gemeint, nun ist aber doch alles anders, und jedermann sieht es. Aber es gibt auch Lügen, die Jahre und Jahrzehnte Bestand haben und immer weiter genährt werden, Narrative, wie man heute sagt, aber gefährlich falsche.

Ein Mensch kann sein ganzes Leben lang damit leben, aber wehe diese Lebenslügen entweichen der Blase von Illusion und Schein und prallen auf eine Wirklichkeit, die alles infrage stellt. Denn Lebenslügen sind der Nährboden für Krisen und Katastrophen. Auch heute prägen falsche und absurde Narrative das politische und gesellschaftliche Leben. Sie alle haben mehr oder minder gravierende Folgen – aber alle sind negativ.

Deutsche Klimapolitik hat Auswirkungen auf das globale Klima

Kanzlerin Angela Merkel bringt es auf den Punkt: Deutschland stellt ein Prozent der Weltbevölkerung und ist für zwei Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich (genau genommen nur für 1,8 Prozent). Würden die Deutschen mit ihren Fabriken, Autos und Haustieren von einem Tag auf den andern Zuflucht auf einem anderen Planeten finden, gäbe es nur noch 98 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes. Unseligerweise planen Chinesen und andere Staaten bis 2040 noch so viele Kohlekraftwerke, dass selbst dieser deutsche Effekt gänzlich verpuffen würde.

Sogar wenn sich alle anderen 26 EU-Nationen dem deutschen Exodus anschließen würden, hätte das nur einen sehr begrenzten Effekt: Die EU ist für 18 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Die Behauptung der Grünen im Wahlkampf 2021, Deutschland entscheide nun auch darüber, ob die Pariser Klimaziele eingehalten werden könnten, ist blanker Unsinn. Wenn man nicht von Lüge sprechen möchte.

Andere Länder nehmen sich Deutschland zum Vorbild

Gelingt Deutschland als hoch industrialisiertem Land rasch und ohne großen Schaden der Abschied von fossilen Energieträgern, werden andere Staaten diesem Beispiel folgen. So argumentieren fast alle Parteien in Deutschland. Schon auf anderen Feldern wollte Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen – aber kaum jemand folgte. 2011 verkündete Kanzlerin Merkel nach der Tsunami-Katastrophe in Japan, die zur Katastrophe des Kernkraftwerks Fukushima führte, das Ende der Atomkraft in Deutschland. 2022 soll nun das letzte AKW abgeschaltet werden. In Europa nutzen derweil weiterhin 17 Staaten Kernkraftwerke, in acht Staaten werden gerade insgesamt 14 neue Atommeiler errichtet.

Ähnliches gilt für die Flüchtlings- und Migrationspolitik: Kein einziges EU-Land ist dem deutschen Beispiel weitgehend offener Grenzen seit 2015 gefolgt – bis heute gibt es den viel beschworenen EU-Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge nicht. Viele EU-Länder errichten an den Grenzen Befestigungsanlagen mit Stacheldraht und Mauern.

Die Deutschen sind beliebt

Immer wieder sollen Umfragen belegen, wie beliebt die Deutschen sind. Wer genau hinschaut, entdeckt die meist dünne Faktenlage dieser schmei­chelhaften Berichte. Sicher werden die relativ reichen, ordentlichen Deut­schen vielerorts als Touristen und Kun­den geschätzt; in Wirtschaftskreisen gilt der Respekt deutscher Wertarbeit und Zuverlässigkeit. In der arabischen Welt schwärmt man noch immer er­staunlich oft von der Stärke Deutsch­lands, gerne dann auch von Hitler.

In den europäischen Nachbarlän­dern erkennt man, wenn nicht gerade als Tourist unterwegs, schnell, wie viel Misstrauen es allerdings noch gibt. Ganz zu schweigen von Polen, Ungarn, Tschechien oder Österreich, wo sehr schnell die „deutsche Arroganz“ ein Thema ist.

Zudem fassen sich überall in Euro­pa sehr viele Menschen angesichts der deutschen „Willkommenskultur“ an den Kopf. In englischen oder amerika­nischen Talkshows und Comedyserien gelten als „typisch deutsch“ glück­licherweise nicht mehr Aggressivität und Rassenwahn, aber dafür Humor­losigkeit und oft eine gewisse Ver­klemmtheit. Deutsche werden als steif und unbeholfen charakterisiert.

Frauen sind benachteiligt

Niemals zuvor waren die Frauen eman­zipierter als heute – nicht selten sind sie heute eher privilegiert. Die Biolo­gie von Mann und Frau determiniert Unterschiede wie Körperstärke, Gebär­fähigkeit oder Lebenserwartung. Aber strukturelle Benachteiligungen sind so gut wie verschwunden. Wo Traditionen oder Lebensentscheidungen alte Rollenbilder reprodu­zieren, ist kaum der gesellschaftliche oder gesetzliche Rahmen verantwort­lich.

Frauen stehen alle Berufe, Ämter und Rollen offen. Dank Quoten und professioneller Frauenlobbyisten wie Frauenbeauftragten und „Genderwis­senschaftlern“ wird überall versucht, vom Leistungsprinzip abzuweichen und geschlechtliche Identitätskriterien anzuwenden. Die angeblichen Unter­schiede bei der Bezahlung von Frau und Mann halten keiner wissenschaftlichen Überprüfung stand.

Die Kämpfe der großartigen Frauen­bewegung haben in über 100 Jahren die Unterdrückung der Frau weitgehend beseitigt. Heute allerdings bedrohen ideologiegetriebene Feministinnen den Zusammenhalt in der Gesellschaft und das Leistungsprinzip in allen ge­sellschaftlichen Bereichen. Die Grünen haben bei der Bundestagswaghl 2021 ziemlich sicher einen historischen Wahlsieg verdad­delt, weil sie nicht auf die Kompetenzen des Kandidaten, sondern vor allem auf sein Geschlecht fixiert waren.

Die Meinungs- und Pressefreiheit ist real und garantiert

Die Furcht der Menschen in Deutsch­land, ihre Meinung zu sagen, wächst. Umfragen und Studien belegen, dass in den vergangenen Jahren die Menschen zunehmend vorsichtig geworden sind, ihre Meinung offen zu sagen. Das gilt für den Alltag der Menschen ebenso wie in Wissenschaft und Kultur. Wäh­rend die Angriffe auf die Freiheit durch vermeintlich rechtsradikale Hassreden ein sehr beliebtes Thema in Medien und Politik sind, wird die sehr viel wirkungsvolle­re Bedrohung durch linke Ideologien meist verharmlost.

Eine moderne Identitätspolitik, eine neue Auffassung von Wissenschaft durch gendergetriebene, postimperiale und postkoloniale Ansätze haben nach einer Phase heftiger Kampagnen für Political Correctness und Genderspra­che im öffentlichen Raum längst in eine neue Phase geführt: Wir erleben eine Blüte der Cancel Culture. Missliebige Sichtweisen und Themen, unbequeme Wissenschaftler, Künstler und Autoren werden diskreditiert, diffamiert, ver­schwiegen, verdrängt. Die Meinungsfreiheit wird damit massiv infrage gestellt. Dabei spielen hoch subventionierte Politikinstitute und „Fakten­checker“ mit enormen Finanzmitteln eine unrühmliche Rolle.

Im Namen einer angeblichen Objekti­vität oder gar „der Wissenschaft“ sowie eines Kampfes gegen Hass und „gegen rechts“ wird auf vielen Ebenen massiv, einseitig und oft genug zensierend und diskriminierend in den gesellschaft­lichen Diskurs eingegriffen. Unter­stützt werden diese staatlich und privat (George Soros, Bill Gates) finanzierten, angeblichen Hüter von Demokratie und Wahrheit dabei von vielen Medien, die von überwiegend linken Journalisten geprägt sind, insbesondere in den öf­fentlich­-rechtlichen Sendern.

Die deutsche Integrationspolitik hat versagt

In Parteien, Gewerkschaften, Verbän­den und Kirchen kreist die Mär vom Versagen der deutschen Integrations­politik – zur Erklärung von Ghetto­bildung und Parallelgesellschaften, Kriminalität, Extremismus, Unterdrü­ckung der Frauen und hoher Arbeits­losigkeit für viele Einwanderer oder Deutsche mit Migrationshintergrund. Dabei hat sich Deutschland – neben Schweden vielleicht – zum Weltmeis­ter bei der bedingungslosen Hilfe für Fremde, Flüchtlinge und Einwande­rer gemausert. Nur das erklärt, dass scheinbar die halbe Welt von einem Le­ben in Deutschland träumt.

Seit den 70er­Jahren gibt es Integra­tionsprogramme, damals vor allem für Millionen Türken, die als „Gastarbei­ter“ kamen, zunehmend aber mit ihren Familien im Land blieben. Mit den Jah­ren kamen Millionen anderer Migran­ten und Flüchtlinge hinzu, allein seit 2015 etwa zwei Millionen Menschen, die hier Asyl beantragten. Maßnahmen zur Integration zielen meist auf Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten so­ wie aus Afrika, für andere Einwanderer war das nur begrenzt nötig.

Heftig wird über die wirklichen Kos­ten (im Sozial­-, Gesundheits-­ und Bil­dungsbereich sowie in der Arbeitswelt) dieser gewaltigen Kraftanstrengung gestritten. Unbestritten aber ist, dass es hier um gigantische Summen geht. Allein als Folge der Flüchtlingskrise seit 2015 wurden nach Regierungsan­gaben jeweils etwa 22 Milliarden Euro in den Folgejahren ausgegeben. Nicht Deutschland hat bei der Integration versagt – objektiv scheint die Integrati­on vieler Menschen aus der islamischen Welt oder aus Afrika unrealistisch. Wie die Realität in Ländern wie Großbritan­nien, Frankreich oder Schweden de­monstriert.

Deutschland ist ein sehr reiches Land

Zweifellos gehört Deutschland seit Jahrhunderten zum reichen Teil der Welt. Die Bundesregierung verweist bei ihrem großzügigen Auftreten in der EU und international zu Recht auf die Be­deutung eines globalen Engagements für das Exportland Deutschland. Aller­dings lohnt sich ein näherer Blick: Für die Deutschen sieht es nämlich nicht mehr ganz so rosig aus. Zwar zeugen vielerorts restaurierte Altstädte, Pres­tigebauten, Parkanlagen, Schwimm­bäder, Stadien, Opern oder Theater vom enormen öffentlichen Reichtum. Deutschlands Bürger zahlen aber auch mit die höchsten Steuern, Abgaben und Energiepreise weltweit.

Arbeitnehmer müssen in der Regel bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Viele Staaten in Europa mit heute deutlich niedrigerem Rentenalter streben auch künftig einen Renteneintritt mit höchs­tens 65 Jahren an – darunter Frank­reich, Österreich, Spanien oder Schwe­den. Das Rentenniveau ist in vielen Ländern wie Österreich und Frankreich deutlich höher als in Deutschland.

Der „Medianwert“ (der Zentralwert) des geldwerten Vermögens für die Deut­schen lag 2018 laut dem Credit Suis­se Research Institute bei 47.000 US­-Dollar. Niederländer besitzen dem­nach 94.000 Dollar, Dänen 87.000 Dol­lar, Belgier 168.000 Dollar, Franzosen 120.000 Dollar, Italiener 125.000 Dollar und Schweizer 229.000 Dollar. Eine we­sentliche Ursache ist, dass in Deutsch­land nicht einmal jeder Zweite Wohneigentum besitzt, in anderen Ländern sind es bis zu 90 Prozent der Bürger.

Migration hat kaum eine Auswirkung auf den Wohlstand

Der SPD­-Politiker Heiko Maas wagte angesichts der Milliarden Euro teuren Kosten für Flüchtlinge und Migranten die absurde These, dem Bundesbürger werde ja „nichts weggenommen“. An­geblich könnten Einwanderer langfris­tig sogar den dramatischen Mangel an Fachkräften und Einzahlern in die Ren­tenkassen beseitigen helfen.

Die Fakten sprechen eine andere Sprache, auch wenn sie oft sorgsam verborgen oder verschwiegen werden. Der Steuerzahler in Deutschland muss riesige Beträge für die Flüchtlingspoli­tik Berlins finanzieren. Die Integration eines großen Teils der Migranten in den Arbeitsmarkt ist bisher gescheitert – das belastet dauerhaft die Sozialkassen. Der Kinderreichtum besonders pro­blematischer Familien in diesem Mi­lieu verheißt wenig Gutes. Gesund­heits­- und Bildungssystem werden vermutlich dauerhaft enorm zusätz­lich belastet – spürbar in fast jedem Krankenhaus oder in Kindergärten und Schulen. Von den Herausforderungen für Polizei und Gefängnisse gar nicht zu sprechen.

Der ohnehin schon ex­trem angespannte Wohnungsmarkt vor allem in Großstädten muss nun auch mit Millionen Neubürgern fertig wer­den. Manche Innenstädte haben vor allem dank Einwanderern völlig ihren Charakter verändert. Die Migration der jüngsten Vergangenheit hat sehr wohl indirekt Wohlstand und Sicherheit in Deutschland geschmälert.

Rassismus und Diskriminierungen belasten Deutschland

Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten gibt es, ebenso wie Kriminalität und Gewalt, in jeder Gesellschaft. Entscheidend sind zwei Aspekte: das Ausmaß und systemische Ursachen. Im schlimmsten Fall – in einem Apartheidstaat oder im Faschismus – sind sowohl der Alltag als auch das politische System geprägt von menschenverachtenden Regeln.

Deutschland muss heute im weltweiten Vergleich als eine der ausländerfreundlichsten, tolerantesten Gesellschaften überhaupt angesehen werden. Deutlich wird das beispielsweise bei den Rechten der Nichtdeutschen, die im Land eine soziale Fürsorge erhalten wie kaum anderswo in der Welt, die bei Kommunalwahlen vielerorts sogar wählen dürfen. Die neue Regierung will das ohnehin weitgehende Ausmaß der Toleranz für Minderheiten – die beispielsweise in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer absurden Überbetonung der Interessen sogenannter „nicht binär“ definierter Geschlechterzugehörigkeit geführt hat – noch ausbauen.

Für Rassismus in Deutschland sind in erster Linie muslimische Migrantenkreise verantwortlich, die sowohl Juden als auch Homosexuelle hassen. Viele Organisationen, Institute und Beauftragte wachen hier über die Rechte von Minderheiten aller Art; jeder rassistische Vorfall wird umgehend angeprangert. Systemischer Rassismus, systemische Benachteiligung von Minderheiten existieren nicht: Der hiesigen Justiz wird eher zu große Nachsicht mit (gewalttätigen) Kriminellen aus anderen Kulturkreisen vorgeworfen. In Deutschland dominiert – sehr ehrenwert – nach wie vor die Angst, „nichts aus der Geschichte gelernt zu haben“.

Wissenschafts- und Industriestandort Deutschland bleibt führend

Wäre der Einfluss der Grünen stärker, gäbe es in Deutschland keinen Covid-Impfstoff. Denn dieser basiert auf der seit Langem – nicht nur von den Grünen – verteufelten Gentechnik. Auch auf einem anderen Feld befindet sich die deutsche Wissenschaft in einer fast hoffnungslosen Defensive: Während weltweit Dutzende von neuen, modernen Kernkraftwerken gebaut werden, die teilweise ein in Deutschland neu entwickeltes, hochmodernes Verfahren einsetzen, hat die Kernkraft hierzulande keine Zukunft mehr. Gentechnik und Kernkraft sind nur zwei Felder, auf denen es Wissenschaft und Industrie in Deutschland zunehmend schwer haben. Zwar ist Deutschland noch vielfach führend – die deutsche Wirtschaft spricht von mehr als 1400 Weltmarktführern im Land, Nobelpreise in Physik und Chemie 2021 signalisieren die Spitzenqualität deutscher Forschung, auch bei der Zahl der Patente und technischer Veröffentlichungen gehört Deutschland international zur Spitze. Dennoch gibt es alarmierende Entwicklungen.

Unter den 50 weltweit angesehensten Universitäten befinden sich nur noch drei in Deutschland. An der deutschen Innovationskraft gibt es berechtigte Zweifel: Allein im Umfeld der amerikanischen Stanford University wurden in den vergangenen Jahren mehr Start-ups mit Bewertungen von über einer Milliarde US-Dollar gegründet als in ganz Deutschland.

Die PISA-Studien zeigen, dass das deutsche Bildungssystem bestenfalls Mittelmaß hat, der Zustand und die Ausstattung deutscher Schulen gelten als miserabel. Universitäten und Wirtschaft beklagen das geringe Bildungsniveau von Schulabgängern. Der Fachkräftemangel bedroht massiv gesunde Firmen. Die Infrastruktur – nicht nur bei der Digitalisierung – gilt schon lange nicht mehr als beispielhaft.

Heimat und Nation sind altmodische Vorstellungen

In vielen Ländern gibt es noch immer Begeisterung für ein einiges Europa, auch für die EU. Allerdings wird kaum ein Italiener, Pole, Franzose, Däne oder Lette auf die Idee kommen, nicht mehr Angehöriger seiner Nation sein zu wollen. Nationalstolz wird in kaum einem Land als rechtsradikal wahrgenommen.

Viele Linke und Grüne meinen das deutsche Dilemma mit der eigenen Geschichte dadurch zu überwinden, dass sie den Begriff der Nation für überholt erklären. Besonders drastisch formulierte das Grünen-Chef Robert Habeck: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ Kaum ein Spitzenpolitiker in einem anderen europäischen Land könnte sich solch einen Selbsthass leisten. In Deutschland wird so ein Politiker Vizekanzler.


Grüner Wahrheitsanspruch, Welterlösungsfantasien, Verbote und Ächtungen im Namen des Klimas spalten unsere Gesellschaft wie selten zuvor. Der Irrsinn der Ökoapokalyptiker ist kaum noch zu überbieten. Für Bestsellerautor Michael Grandt Grund genug die wahren Hintergründe des Klimawahns zu beleuchten.

Die Ergebnisse der zugrundeliegenden Recherchen werden durch mehr als 1300 Quellenangaben belegt und verdeutlichen eindrucksvoll, wie skrupellos die Öffentlichkeit in Sachen Klima belogen und getäuscht wird. Das Buch ist hier direkt über den J. K. Fischer Verlag bestellbar.

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