Nach der TV-Debatte sind die Medien hüben und drüben des Atlantiks völlig aufgebracht, weil Präsident Trump sich nicht von den “Proud Boys” distanzierte, die als weisse rechtsextreme bezeichnet werden. Der Moderator der Debatte, Chris Wallace, und Joe Biden forderten Trump auf es zu tun.

Der Ober-Schmierfink des Schmiergel mit den roten Haarschnitt, Sascha Lobo, hat die “Proud Boys” als Trumps “bewaffnete, rassistische Schlägertruppe” in seinem neuesten Auswurf bezeichnet. “Trump rekrutiert die Truppen für seinen letzten Ausweg”.

Schaut euch aber an, wer der Chef der “Proud Boys” ist und welche Hautfarbe er hat:  

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„Cancel Culture“ und Redeverbote gibt’s nicht, alles nur eine Erfindung von „rechten“ Miesmachern? Von wegen: Wenn einer der eigenen Leute aus der Reihe tanzt, saust das linke Gesinnungs-Fallbeil sogar noch schneller herunter als bei allzu forschen Tabuverletzern von der anderen Feldpostnummer.

Diese Erfahrung durfte jetzt auch der saarländische Linken-Fraktionsvorsitzende und Ex-Parteichef Oskar Lafontaine machen: Einmal auf einer Veranstaltung mit dem von der SPD verstoßenen Gottseibeiuns Thilo Sarrazin auf dem Podium gesessen, schon treten prominente Genossen Seit‘ an Seit’ mit dem linksextremen Parteiflügel zum rituellen Scherbengericht an und fordern seinen Rücktritt von allen nur möglichen Ämtern.

Linke Redefreiheit gilt nur für Gleichgesinnte und nur in einem schmalen Korridor, der jederzeit noch enger gezogen werden kann. So weit, so bekannt. Mehr noch als die begangene Kontaktschuld scheint die linken Gesinnungsrichter zu ergrimmen, daß Lafontaine so unerwünschte wie offenkundige Tatsachen angesprochen hat: Man gebe zu viel Geld für zu wenige „Notleidende“ aus; daß der Staat für einen „minderjährigen Flüchtling“ 5.000 Euro im Monat aufwende, könne man einer einfachen Rentnerin – die oft mit einem Bruchteil dieses Geldes auskommen muß – nicht vermitteln.

Linke Heuchler verabschieden sich ins Sektierertum

„Ekelhaft“ findet das eine Linken-Bundestagsabgeordnete. Man könne doch nicht die einen Armen gegen die anderen ausspielen. Linke, für die die Welt nur aus Betreuungssubjekten besteht, tun allerdings genau das routinemäßig: Sie umhegen die einen, Migranten, Randgruppen, Minderheiten, weil das Pluspunkte in der eigenen Filterblase bringt, und ignorieren dafür andere – eben jene „kleinen Leute“, für deren Recht und Würde zu kämpfen sie mal angetreten waren.

Auch der Staat kann nämlich jeden Euro nur einmal ausgeben. Dieses simple Faktum kann linker Ideologieglaube auf Dauer genau so wenig außer Kraft setzen wie die Tatsache, daß jede Solidargemeinschaft ihre Grenzen definieren muß, um funktionieren zu können.

Bei Heuchelei und Realitätsverweigerung erwischt zu werden tut natürlich weh, besonders wenn man von den eigenen Leuten dabei gestellt wird. Ohne ihre Lafontaines und Sarrazins werden SPD und Linke sich noch schneller und gründlicher in Sektierertum und Bedeutungslosigkeit verabschieden. Traurig muß man darüber nicht unbedingt sein.

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STADTALLENDORF. Begleitet von Protesten radikaler Umweltschützer haben am Donnerstag die Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst in Hessen begonnen. Die Polizei schützte die Abholzung mit mehreren Hundertschaften vor möglichen Angriffen, berichtet die „Hessenschau“.

Seit Wochen halten sich Personen in dem Waldgebiet auf, um zu verhindern, daß Flächen für den Weiterbau der A49 abgeholzt werden. Laut Polizei haben die Umweltschützer mindestens sieben Baumhäuser errichtet, in denen sich zeitweise bis zu 40 Personen aufhielten. Spezialeinsatzkräfte versuchten, die Unterkünfte in mehreren Metern Höhe zu räumen. Die Sicherheitskräfte stellten sich auf einen längeren Einsatz ein.

Als Polizisten eine Sitzblockade im Wald auflösten, sei es zu „handfesten Auseinandersetzungen“ gekommen. Einige Personen sollen Messer und Rasierklingen bei sich gehabt haben.

Carola Rackete unterstützt Waldbesetzer

Zeitgleich besetzten Unterstützer der Waldbesetzer ein Stück der Autobahn 5 bei Alsfeld. Sie seilten sich von einer Brücke ab und blockierten die Fahrbahn.

Die Flüchtlingskapitänin Carola Rackete schloß sich den Protestlern an. Gegenüber dem Nachrichtenportal Osthessen News zeigte sie sich überzeugt, daß es „sehr großen Widerstand“ gegen die Rodung geben werde, der mehrere Monate anhalten könne. Den geplanten Weiterbau der Autobahn durch den Wald bezeichnete sie als „absolutes Unding“.

Die Situation erinnert an die Vorgänge rund um den Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen. Dort waren im vergangenen Jahr Baumhäuser von Waldbesetzern nach monatelangen Auseinandersetzungen zwischenzeitlich geräumt worden. Zuvor hatte es wiederholt Angriffe der linksradikalen Umweltschützer auf Arbeiter des Energieunternehmens RWE und Polizisten gegeben. Die Proteste sollen die Abholzung für den dortigen Braunkohletagebau verhindern. (ag)

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Am gestrigen Mittwoch kamen zum wiederholten Mal Migranten aus Griechenland nach Deutschland. Das Bundesinnenministerium überschrieb eine entsprechende Pressemitteilung wie folgt: „Weiterer Flug mit kranken Kindern und unbegleiteten Minderjährigen aus Griechenland in Hannover gelandet.“

Weiter hieß es, insgesamt seien 139 Personen in dem Flugzeug gewesen. Neben den 51 unbegleiteten Minderjährigen noch 17 kranke Kinder samt ihren Kernfamilien. So weit, so klar. Weniger deutlich wird die Lage, wenn man wissen möchte, wie alt diese 51 unbegleiteten, minderjährigen Einwanderer sind, welches Geschlecht und welche Nationalität sie haben.

Schließlich möchte man meinen, deutsche Steuerzahler hätten ein Recht darauf zu erfahren, für wen Hunderttausende ihrer erwirtschafteten Euro ausgegeben werden. Denn minderjährige und unbegleitete Asylsuchende kosten in der Unterbringung mit rund 5.000 Euro monatlich besonders viel. Die JUNGE FREIHEIT fragte also beim Bundesinnenministerium nach Geschlecht, Alter und Nationalität. Die Antwort fiel knapp aus: „Aus datenschutzrechtlichen Gründen können wir keine näheren Angaben zu den heute in Hannover eingetroffenen Personen machen.“

Mädchen sind die Ausnahme

Dabei ist die Frage, welches Geschlecht minderjährige und unbegleitete Migranten haben, allerspätestens seit April im öffentlichen Interesse. Damals hatte die Bundesregierung angekündigt, schwer erkrankte oder unbegleitete und unter 14 Jahre alte Einwanderer einfliegen zu lassen – in erster Linie Mädchen. Am Ende waren unter den 47 Migranten lediglich vier Mädchen. Selbst in der CDU kam Unmut auf.

Niedersachsens Sozialsekretär Heiger Scholz (SPD) teilte laut der Nachrichtenagentur dpa immerhin mit, die Gruppe der von seinem Bundesland untergebrachten Minderjährigen bestehe aus zwei Mädchen und neun Jungen aus Afghanistan und Pakistan. Fotos zeigen, daß der Anteil der Mädchen auch insgesamt sehr gering war.

Doch auch die zweite Gruppe der Personen, die am Mittwoch in Hannover landete, könnte in Zukunft große Relevanz dafür erhalten, wie viele Einwanderer Deutschland gemäß dem EU-Asyl- und Migrationspakt aufnehmen muß. In den Vorschlägen der EU-Kommission ist nämlich von einem erweiterten Familienbegriff die Rede.

Die Zahl wird nicht weniger

Sollte der Pakt angenommen werden, würden nicht nur wie bisher Eltern und minderjährige Kinder in Deutschland zusammengeführt, sondern auch jene Personen, die einen volljährigen Geschwisterteil in der Bundesrepublik haben. Wie der CDU-Migrationsexperte Thorsten Frei jüngst warnte, wäre Deutschland mit mehr als 800.000 vergebener Schutztitel davon besonders stark betroffen.

Diese Zahl wird nicht weniger werden, da Deutschland bereits die Aufnahme von mehreren tausend Migranten aus den griechischen Flüchtlingslagern zugesagt hat.

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KASSEL. Linksextreme haben sich zu dem Anschlag auf das Ehrenmal im Kasseler Auepark bekannt, das unter anderem an die Wehrmachtsdivision „Großdeutschland“ erinnert. „Zu der direkten Aktion haben wir uns gezwungen gesehen, da die Stadt Kassel nicht nur eine Gedenkstätte für Faschisten und Mörder aufrecht erhält, sondern diese sogar noch renoviert. Gerade vor dem Hintergrund des Erstarkens der neuen Rechten und ihrem verschwörungstheoretischen Beifang ist es umso wichtiger, der Geschichte zu gedenken“, heißt es in einem Bekennerschreiben, das auf dem linksextremen Szeneportal „Indymedia“ veröffentlich wurde.

Die Täter hatten das Denkmal bereits Mitte September mit Gipsmasse beschmiert und Parolen wie „Deutschland muß sterben, damit wir leben können“ angebracht, berichtete die Hessische Niedersächsische Allgemeine. Der Schaden belaufe sich auf rund 30.000 Euro. In den vergangenen sechs Jahren war die Anlage für 3,3 Millionen Euro saniert worden.

Der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), Martin Eberle, äußerte gegenüber dem Blatt, er habe in gewisser Weise Verständnis für das Ansinnen der Täter. Allerdings ärgere ihn, daß die Verantwortlichen das Ehrenmal beschädigten, bevor es fertig saniert worden sei. Denn es würden noch Schilder angebracht werden, die das Denkmal kommentieren sollen. Das Ehrenmal sei eine „heikle Sache“, betonte er.

Denkmal erinnert auch an Deserteure

MHK-Sprecherin Lena Pralle sagte der JUNGEN FREIHEIT am Donnerstag, auf den Tafeln werde die Geschichte des Denkmals vermittelt. Errichtet nach dem Ersten Weltkrieg habe es zunächst als Platz der Trauer gedient und nicht, um die Soldaten zu ehren. Es handele sich um einen „kritischen Ort“.

Die Anlage in der Karlsaue wurde während des 20. Jahrhunderts mehrmals erweitert. Neben der Tafel für die Division „Großdeutschland“ erinnert seit 1985 eine Gedenktafel zudem an Deserteure.

Die Division „Großdeutschland“ war während des Zweiten Weltkriegs seit dem Frankreichfeldzug 1940 im Einsatz. Sie kämpfte unter andere auf dem Balkan und in der Sowjetunion. Sie soll an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein. Soldatendenkmäler und Mahnmale für die deutschen Opfer des Bombenkrieges werden immer wieder zum Ziel von Farbanschlägen. (ag)

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BERLIN. CSU-Chef Markus Söder hat seine 2018 geäußerte Kritik an der Asylpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Fehler bezeichnet. Durch die erbitterte Auseinandersetzung mit Merkel sei der Eindruck entstanden, er stehe auf der „dunklen Seite der Macht“. Er habe damit zwar zu einer Verschärfung des Streits beigetragen, sich aber anschließend korrigiert, sagte Söder laut der Nachrichtenagentur dpa zwei Journalisten der Süddeutschen Zeitung, die am Donnerstag eine Biografie über den CSU-Chef veröffentlicht haben.

Er sei damals einer „falschen Strategie“ gefolgt und habe versucht, Wähler von der AfD zurückzuholen. „Es war eine Fehleinschätzung, die AfD nicht schon früher hart anzugreifen“, verdeutlichte der bayrische Ministerpräsident.

Zudem bereue er den „Kreuzerlaß“ vom April 2018, nach dem im Eingangsbereich jeder Landesbehörde künftig ein Kruzifix hängen sollte. Bayern sei ein „liberal-konservatives“ Land, betonte Söder. Die CSU dürfe sich nicht „auf das Konservative verengen“. (zit)

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KÖLN. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, hat ein „Hinweisgebersystem“ zur Meldung rechtsextremer Vorfälle in der Polizei gefordert. „Wir brauchen Hinweisgebersysteme an deren Ende eine Stelle sitzt, die ich mir außerhalb der Polizeiorganisation wünschen würde, Profis, die in der Lage sind, solche Hinweise zu bewerten“, sagte er am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“.

Beamte, die Vorfälle wie rechte Äußerungen in Chatgruppen meldeten, müßten geschützt werden. In dem Zusammenhang dürfe das Thema Gruppenzwang nicht unterschätzt werden, mahnte Fiedler.

Der BDK-Vorsitzende schloß sich ebenfalls der Forderung nach einer Studie über Rassismus in den Sicherheitskräften an. Zugleich betonte er, es brauche ein ganzes Bündel verschiedener Maßnahmen.

Rechte Vorfälle auch bei Sicherheitskräften in Berlin und Nordrhein-Westfalen

Fiedler warnte außerdem vor „bewußten Strategien von Rechtsextremen und Rechtspopulisten“, die die Sicherheitskräfte destabilisierten. Indem Rechte Narrative über besonders kriminelle Ausländer verbreiteten, bemühten sie sich zugleich, die Polizei „zu umarmen“.

Unterdessen berichtete die Rheinische Post über rechtsextreme Äußerungen von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes in Nordrhein-Westfalen. Die drei Personen sollen durch entsprechende Inhalte in sozialen Medien aufgefallen sein. In einem weiteren Fall habe ein Angestellter in der Polizeiabteilung des Innenministeriums Facebook-Kontakte in die rechtsextreme Szene. Das NRW-Innenministerium habe disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet.

Auch in Berlin sollen 25 Polizisten in einer Chatgruppe rassistische Inhalte ausgetauscht und sich abwertend über Moslems und Migranten geäußert haben. Die Aussagen, die in den vergangenen drei Jahren gefallen seien, liegen demnach dem ARD-Magazin „Monitor“ vor. (ag)

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BERLIN. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat den Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg dafür kritisiert, den Einsatz der Bundeswehr im Kampf gegen die Corona-Pandemie abzulehnen. Indem sich der rot-rot-grün regierte Bezirk gegen die Hilfe der Truppe stelle, riskiere er „eine Verschärfung der Lage für ganz Berlin“, sagte Kramp-Karrenbauer am Donnerstag dem Tagesspiegel.

Ihr fehle jedes Verständnis dafür, daß der Bezirk trotz steigender Fallzahlen, Infektionsketten lieber nicht nachverfolge, statt die Unterstützung der Bundeswehr in Anspruch zu nehmen. „Und das ausschließlich aus ideologischen Gründen“, machte sie deutlich. Dennoch dränge sie die Hilfe der Soldaten nicht auf, die „überall sonst“ dankbar angenommen werde.

Jeder, der sich gegen den Einsatz der Bundeswehr in Friedrichshain-Kreuzberg ausspreche, müsse sich dann aber auch „dafür verantworten, wenn Patienten nicht mehr behandelt werden können, weil etwa Beatmungsplätze in Krankenhäusern fehlen, wenn deshalb Kinder nicht in die Schule gehen können und Ihre Eltern möglicherweise den Arbeitsplatz verlieren“, führte die CDU-Politikerin aus.

Berliner Linkspartei-Chefin verweist auf deutsche NS-Vergangenheit

Sie habe gemeinsam mit der Bundeswehr ein 15.000 Mann starkes Kontingent zur Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Krise aufgestellt, betonte Kramp Karrenbauer. „Wo immer wir gefordert sind und sich das mit unserer Gesetzeslage vereinbaren läßt, helfen wir.“

In elf Berliner Bezirken ist die Truppe bereits bei der telefonischen beziehungsweise IT-gestützten Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten im Einsatz. Nur Friedrichshain-Kreuzberg lehnt dies ab. Grund dafür sei der Wunsch nach einer strikten Trennung von Zivilem und Militärischem, sagte die Berliner Linkspartei-Chefin Katina Schubert der Welt. „Das gehört zu den vielen Lehren, die die Bundesrepublik aus der NS-Geschichte gezogen hat“, führte sie aus. (zit)

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BERLIN. Der frühere Linksparteivorsitzende Oskar Lafontaine hat seine Teilnahme an einer Veranstaltung mit dem Publizisten Thilo Sarrazin verteidigt. „Wo kommen wir denn hin, wenn wir nicht mehr mit Politikern diskutieren, die völlig konträre Auffassungen haben, solange sie keine Nazis sind“, sagte Lafontaine dem Neuen Deutschland (ND).

Der Fraktionschef der Linkspartei im saarländischen Landtag hatte am Montag in München auf Einladung von Sarrazins Verlag an einer Diskussion über dessen neues Buch „Der Staat an seinen Grenzen teilgenommen. Über Wirkung von Einwanderung in Geschichte und Gegenwart“. Auch der frühere CSU-Vizechef Peter Gauweiler beteiligte sich daran. Lafontaine hatte dabei unter anderem die Kosten für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling mit den Bezügen einer deutschen Rentnerin verglichen, berichtete der Bayerische Rundfunk.

Er erklärte, ein solches Einwandererkind koste rund 5.000 Euro im Monat. Das könne er einer Sozialrentnerin nicht erklären. Deutschland gebe zu viel Geld für zu wenige Notleidende aus. Für den Auftritt hatte Lafontaine harsche Kritik von Parteifreunden erhalten. „Jemand, der sich mit Rassisten wie Sarrazin ein Podium teilt und die Interessen Geflüchteter gegen deutsche Rentner ausspielt, darf kein öffentliches Amt für die Linke bekleiden“, forderte das Mitglied im Linken-Vorstand, Lucy Redler gegenüber dem Spiegel.

Linksextreme Parteivereinigung fordert Konsequenzen

Die vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestufte Parteivereinigung „Antikapitalistische Linke“ (AKL) rief Lafontaine ebenso zum Rücktritt auf. „Die AKL fordert, daß Oskar Lafontaine unverzüglich alle politischen Ämter niederlegt, in denen er die Politik der Linken vertreten müßte.“

Lafontaine erklärte gegenüber dem ND, er sei im Gegensatz zu Sarrazins Thesen der Meinung, „daß die Mittelschichten profitieren, während die Ärmsten Nachteile haben – in den Herkunftsländern durch die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte und in den Aufnahmeländern durch den entstehenden Lohndruck im Niedriglohnbereich und die steigenden Mieten“.

Auch andere Linken-Politiker kritisierten Lafontaine scharf. Die Bundestagsabgeordnete Niema Movassat schrieb auf Twitter: „Ekelhafter geht es wirklich nicht mehr. Da tritt Oskar Lafontaine zusammen mit dem Rassisten Sarrazin auf und erzählt, daß geflüchtete Kinder zu viel kosten. Ein solches drauftreten auf die Ärmsten und ausspielen gegen andere Arme ist inakzeptabel.“

„Ich hatte bei Lafontaine immer ein sehr ungutes Gefühl“

Sarrazin: „Der Staat an seinen Grenzen“
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Der stellvertretende Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt, Wulff Gallert, sagte: „Ich hatte bei Lafontaine spätestens ab 2007 immer ein sehr ungutes Gefühl. Sein Auftritt zusammen mit Sarrazin bestätigt mich im Nachhinein auf eine Art, die ich mir nicht gewünscht habe.“

Sarrazin war unter anderem wegen seiner islam- und einwanderungskritischen Äußerungen von der SPD ausgeschlossen worden. In seinem jüngst veröffentlichten Buch beleuchtet der frühere Berliner Finanzsenator die Geschichte der Einwanderung und kritisiert die Ansicht, wonach es einen moralischen Anspruch auf Einwanderung gebe. (ls)

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Vor sechs Jahren kam die Verfilmung des Romans „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ in die Kinos – die Geschichte eines Jungen, der todkrank ist und sich unsterblich verliebt. Es war die Geburtsstunde eines neuen Genres, das man „Love Story“ fürs Digitalzeitalter nennen könnte: moderne Variationen der zeitlos schönen Tragödie mit Ali MacGraw und Ryan O‘Neal von 1970.

Der deutsche Filmstar Til Schweiger und die einstige Musikkanal-Moderatorin Heike Makatsch spielen die Eltern von Steffi (Sinje Irslinger), einem 16jährigen Springinsfeld, das nach der mittleren Reife eine Ausbildung bei der Polizei beginnen möchte. Doch Steffi besteht den Gesundheitstest nicht. Der Grund: unheilbarer Krebs!

Eine in mehrfacher Hinsicht vernichtende Diagnose: Steffi muß sich nicht nur von ihrem gesamten Karriereplan verabschieden, sondern auch von der höchst originellen Idee, während der letzten gemeinsamen Klassenfahrt in einem Pariser Hotel mit ihrem langjährigen Freund zum ersten Mal geschlechtlich zu verkehren.

Das Klischee prägt die Handlung

Statt der Abschlußfahrt steht ihr nun die Achterbahnfahrt aggressiver Chemotherapien bevor. Auf dem Weg dorthin trifft sie den Artisten Steve (Max Hubacher), der als „Person im Gleis“ ihren Zug zum Stehen bringt. Der Selbstmörder und das Landei, wie sie fortan einander spöttisch nennen, beschließen spontan, der Abschlußklasse hinterherzureisen. Davon bekommen Steffis Eltern Wind und machen sich ebenfalls auf den Weg nach Paris.

Man kann nicht behaupten, daß André Erkau (Regie) die Todsünde unterläuft, sein Publikum zu langweilen. Die Handlung ist aber einfach zu klischeehaft und oberflächlich, um aus der Fülle inhaltlich ähnlich gelagerter Filme herauszuragen. Das war zuletzt der US-Produktion „I Still Believe“ gelungen, die im Sommer in die Kinos kam und das Thema ‚tragischer Schicksalsschlag zerstört Bilderbuchromanze‘ mit mehr Tiefgang behandelte und mutig genug war, den Glauben an Gott als Kraftquelle im Leid zu zeigen.

Für Deutschlands säkulare Filmemacher mit ihren kulturmarxistischen Leitbildern ein viel zu pietistischer Ansatz. Sie ziehen Zeitgeist-Plattitüden als Sinnstifter vor. Das epikureische carpe diem wird, dank einer Klapperkiste mit Steve am Steuer, vierrädrig, bleibt aber ein Akt metaphysischer Hoffnungslosigkeit.

Til Schweiger gibt dem Film einen Lerneffekt

Dabei ist Steffis Vater Frank Pape Pastor. Der Autor der Buchvorlage mit dem Untertitel „Stefanies letzte 296 Tage“ hätte also mehr mitzuteilen gehabt als die indianische Kalenderweisheit über Liebe und Verzicht, die zur modischen Moral der Tragikomödie avanciert. Das wird kongenial ergänzt durch Steffis Besuch im Tätowierladen, wo sie sich nach dem Vorbild archaischer Heidenvölker ihr Credo unter die Haut spritzen läßt: „Gott, du kannst ein A… sein!“ So drückt sich wohl ein deutscher Teenager aus, dessen Vater Pastor ist, wenn er sagen möchte: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“.

Verraten fühlt sich offenbar auch der Pastor selbst. Man sieht ihn unterwegs in einer Kirche sitzen und bilanzieren: „Glauben reicht mir nicht mehr.“ Aber war sein Glaube je mehr als nur übergestreift wie ein Talar für die Sonntagspredigt?

Schweiger tut sich schwer in der Rolle des Seelsorgers. Trotzdem ist ihm der größte Lerneffekt des Films zu verdanken: eine Erklärung für Deutschlands leere Kirchen. Geistliche, die in ihrem Amt nicht glaubwürdiger sind als Til Schweiger als Pastor Pape, sind Werbung für den Austritt.

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