Wie ich vergangene Woche bei meinem ersten Bericht darüber vermutete habe, haben sich die Proteste wegen der Tötung von George Floyd durch den Polizisten Derek Chauvin in Minneapolis zu einem Flächenbrand über ganz Amerika ausgebreitet. In Dutzenden von US-Grossstädten kam es am Samstagabend zu einer Nacht weit verbreiteter sozialer Unruhen. Es kam zu gewalttätigen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizei, Polizeifahrzeuge und Regierungsgebäude wurden in Brand gesteckt, Geschäfte wurden geplündert und angezündet. Ein Opfer der Plünderung war ein Supermarkt von Target Minneapolis und deshalb hat der Konzern beschlossen, 175 Läden in 13 Bundesstaaten zu schliessen.

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WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag abend angekündigt, die Regierung werde die linksextreme „Antifa“ als Terrororganisation einstufen. „Die Vereinigten Staaten von Amerika werden die Antifa zur terroristischen Organisation erklären“, teilte der Republikaner auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Kritikern zufolge sei ein solcher Schritt nicht möglich, da die „Antifa“ keine Organisation sei, sondern ein Begriff für bestimmte Linksextremisten sind.

In einem weiteren Twitter-Eintrag bedankte er sich bei der Nationalgarde für ihre „großartige Arbeit“, die sie bei den Ausschreitungen in mehreren Bundesstaaten leiste. Die militärische Reserve habe unmittelbar nach ihrer Ankunft in Minneapolis „die von der Antifa geführten Anarchisten schnell ausgeschaltet“. Der Bürgermeister der Stadt im Bundestaat Minnesota hätten dies schon in der ersten Nacht der Ausschreitungen tun sollen, dann „hätte es keinen Ärger gegeben“.

Trump lobt Nationalgarde

Die Nationalgarde solle nun auch in anderen Bundesstaaten und Städten eingesetzt werden, „bevor es zu spät ist“, schrieb Trump weiter. Außerdem kritisierte er etablierte Medien, die alles in ihrer Macht stehende täten, um Haß und Anarchie zu schüren. „Solange alle verstehen, daß sie Fake-News verbreiten und wirklich böse Menschen mit einer kranken Agenda sind, können wir an ihnen vorbei zur Großartigkeit.“ Er spielte damit auf seinen Wahlkampf-Slogan von 2016 an: „Make America great again“.

Seit mehreren Tagen gibt es heftige Proteste in mehreren US-Staaten. Hintergrund ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd, der bei einem Polizeieinsatz getötet wurde. Trotz verhängter Ausgangssperren gingen bereits in der fünften Nacht in Folge Demonstranten auf die Straße. Teilweise attackierten sie die Polizei, plünderten Läden oder zündeten Gebäude an. Trump verdächtigt auch Linksextremisten, die sich maßgeblich an den Ausschreitungen beteiligt hätten.

Auch US-Justizminister William Barr sagte dies. Die Gewalt gehe auf das Konto von „anarchistischen Linksextremisten“. Barr kündigte an, die Justiz werde die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Trump hatte bereits in der Vergangenheit Linksextremisten gedroht. „Diese Leute von der Antifa sollten besser hoffen, daß die Gegenseite nicht mal mobilisiert“, sagte Trump 2018 in einem Interview mit dem Daily Caller. (ls)

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Das Unheil kündigte sich am Abend des 30. Mai 1945 an. Gruppen bewaffneter Tschechen zogen in Brünn von Haus zu Haus. Alle Deutschen wurden aufgefordert, sich an bestimmten Plätzen der alten mährischen Hauptstadt einzufinden. Manchen blieben nur zwei Stunden Zeit zum Packen, bis zu 15 Kilo waren erlaubt. Andere mußten binnen Minuten ihre Wohnungen verlassen. Zentraler Sammelpunkt: der Mendelplatz beim Augustinerkloster in Altbrünn. Von dort aus setzte sich am nächsten Morgen ein Zug von etwa 30.000 Menschen, vor allem alte Männer, Frauen und Kinder, bewacht von „Revolutionären Garden“ und Soldaten, auf der Landstraße in Richtung österreichische Grenze in Bewegung.

Es war ein drückend heißer, früh-sommerlicher Tag. Um neun Uhr läuteten die Glocken zum Fronleichnamsfest. Viele der „Hinausgeführten“ (die amtliche, verniedlichende Bezeichnung für die ihrer Heimat Beraubten) waren bereits erschöpft, sie hatten die Nacht im Freien verbringen müssen. Wer zu langsam ging, wurde mit Gewehrkolbenstößen oder Peitschenhieben vorangetrieben. Es gab die ersten Toten. Wasser für die Durstigen wurde in Jauchefässern gebracht. Eine Frau schrieb in ihren Erinnerungen: „Als ich auf der Polizeidirektion einen Beamten bat, mich nach Hause gehen zu lassen, um mir wenigstens ein Stück Brot zu holen, bekam ich zur Antwort: ‘Wenn Sie kein Brot haben, wird der Weg zum Tode kürzer sein’.“

Tschechische Kollaborateure bewiesen besonderen Eifer

Der Tag endete in Pohrlitz (Pohořelice), 25 Kilometer von Brünn entfernt. Hier begann, wie sich Zeugen erinnerten, das große Sterben. Typhus und Ruhr setzten den Erschöpften zu. Wer sich nicht mehr weiterschleppen konnte, wurde erschossen und in den Straßengraben gestoßen. Etwa 10.000 Menschen konnte man nach Österreich „abschieben“, die anderen wurden in Scheunen, Baracken oder Fabrikhallen gepfercht. Der tschechische Historiker Tomáš Stan?k zitierte die Darstellung des Prager Ministeriums des Innern vom Dezember 1947. Danach verstarben in Pohrlitz insgesamt 408 namentlich belegte Personen. „Darüber hinaus wurden 77 Tote ausgewiesen, deren Identität nicht festgestellt werden konnte.“ Also 485 Opfer? Das dürfte gewaltig untertrieben sein. Andere Zählungen kommen auf etwa 5.200 Tote.

Gedenkstein im Augustinerkloster in Brünn Foto: wikimedia.org/ios

Am 6. Juni gab es noch einen weiteren Todesmarsch, über den aber kaum etwas überliefert ist. Massengräber säumten die Straßen in Richtung Wien. Der spätere österreichische Finanzminister und Vizekanzler Hannes Androsch (SPÖ) wurde als Kind Zeuge der Vertreibung seiner Verwandten aus ihrem mährischen Ort Piesling: „Sie gingen in ihrem schwarzen Sonntagsstaat. Zum Abschied sind sie niedergekniet und haben die Türschwelle geküßt.“ Mutter Lisa Androsch stellte den Siebenjährigen ans Fenster und sagte: „Schau dir an, was hier passiert. Du darfst es dein ganzes Leben nicht vergessen.“

Zu denen, die die „Ausweisung“ der Deutschen gefordert hatten, gehörten nachweislich Arbeiter aus den Brünner Rüstungsbetrieben, in denen bis fast zum letzten Kriegstag ohne Murren Granaten für die Wehrmacht produziert worden waren. Offenbar hatte sie ihr schlechtes Gewissen als Kollaborateure dazu getrieben, sich durch die Vertreibung der Deutschen reinzuwaschen. Als Hauptorganisator der Verbrechen gilt der Stabskapitän Bed?ich Pokorný. Der Mann unterhielt während der Protektoratszeit diverse Kontakte zur SS. Er machte nach 1945, inzwischen Mitglied der Kommunistischen Partei, Karriere im tschechischen Nachrichtendienst. 1968, im Jahr des Prager Frühlings, begeht er Selbstmord.

Die Vorgänge während des Todesmarschs sind ohne die blutrünstigen Reden des aus dem Exil zurückgekehrten Präsidenten Edvard Beneš nicht zu erklären. Am 12. Mai hatte er in Brünn an seine berüchtigte Londoner Rundfunkansprache vom 27. Oktober 1943 angeknüpft, die zu Massakern an den Sudetendeutschen geradezu ermunterte: „Wir haben uns gesagt, daß wir das deutsche Problem in der Republik völlig liquidieren.“ Vier Tage später putschte er seine Zuhörer auf dem Altstädter Ring auf: „Es wird notwendig sein (…), insbesondere kompromißlos die Deutschen in den tschechischen Ländern und die Ungarn in der Slowakei völlig zu liquidieren.“

Auch NS-Gegner wurden nicht verschont

Siebzig Jahre später, am 20. Mai 2015, beschloß der Stadtrat der mährischen Metropole Brünn (Brno) eine Entschließung, die an das Leid der Vertriebenen erinnerte: „Wir als Mitglieder der gegenwärtigen politischen Repräsentanz der Stadt wollen uns der Tatsache, daß wir politische Nachfolger derjenigen sind, die den Anstoß oder die stille Zustimmung zur Vertreibung von Familien aus ihrem Zuhause gaben, nicht entziehen. Damit wollen wir zum Prozeß des Ausgleichs mit dem Unrecht beitragen, welches einen beachtlichen Teil der Brünner Bevölkerung getroffen hat. Es liegt uns sehr an einer Versöhnung und gemeinsamen Zukunft.“ Gegen diese Erklärung stimmten die Kommunisten, die heute in Prag indirekt mitregieren. Einige Sozialdemokraten enthielten sich der Stimme ebenso wie Konservative aus dem damaligen Umfeld von Václav Klaus, der als Staatspräsident 1997 die umstrittene deutsch-tschechische Deklaration unterschrieben hatte.

„Der Todesmarsch war bei weitem kein spontaner Ausbruch während der Okkupation angesammelten Hasses, sondern eine gezielt geplante und organisierte Aktion“, befand die tschechische Initiative „Jugend für internationale Verständigung. „Da tobte der Mob“, erinnerte sich der ehemalige Parlamentspräsident Milan Uhde. Es sei nicht mehr unterschieden worden zwischen „mörderischen Herrenmenschen, Mitläufern oder Nazi-Gegnern“. An einem Versöhnungsmarsch beteiligen sich seit Jahren im Mai Sudetendeutsche und Tschechen. Wegen der Einschränkungen als Folge der Corona-Epidemie ist dieser Marsch in diesem Jahr am 12. September vorgesehen.

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Die EU legt ein Billionen-Programm auf – von dem das meiste Geld in die Sanierung der morschen Staatshaushalte fließt, während die notleidende Wirtschaft fast leer ausgeht.

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August Thyssen galt als „Rockefeller des Ruhrgebiets”. Keinem Deutschen vor und nach ihm gelang es, unter schwersten Bedingungen ein industrielles Firmenimperium aufzubauen. Er steht für den alten deutschen Arbeitsethos, der mittlerweile verloren gegangen ist.

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Die DWN listet detailliert auf, welche – teilweise bemerkenswerten – Waffen sich im Inventar der Armee von Chalifa Haftar befinden. Lesen Sie in unserem Spezialbericht auch, welche europäischen Staaten dem libyschen Söldner-General nachrichtendienstliche Unterstützung gewähren.

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Die Pharmaindustrie hat im Jahr 2017 die Pandemie-Forschung behindert.

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Nach Informationen des Branchenverbandes der Maschinenbauer ist China der weltweit größte Plagiator beim Maschinenbau. Das geht aus einer brisanten Studie hervor.

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Der Berliner Medienwissenschaftler und Philosoph Norbert Bolz, bekannt für scharfzüngige Debatteneinwürfe, sagt es auf seine Weise: „Das dröhnende Schweigen der Kirchen steigt zum Himmel!“ Bolz ist nicht der einzige, der an der Haltung der Bischöfe beider großer Konfessionen in der Corona-Krise Anstoß nimmt, sie gar als zu staatshörig empfindet. Kirchenvertreter, die meist zu allen Themen fix eine Meinung äußern, verhielten sich auf einmal merkwürdig still – das wurde im gläubigen Volk und weit darüber hinaus als befremdlich empfunden.

„Je länger die Zeit der Pandemie dauert, um so stärker beunruhigt mich die Sprachlosigkeit unserer Kirchenoberen“, schrieb am 13. Mai in der Frankfurter Allgemeinen der ehemalige evangelische Militärbischof Hartmut Löwe. „Auf der Ebene der Gemeinden geschieht viel und Erstaunliches. Das ist nicht genug zu loben. Aber diejenigen, die sich sonst an Stellungnahmen zu allem und jedem überbieten, finden kein geistliches Wort.“ Kulturprotestantische Belanglosigkeiten versagten in der Krise, hier müsse theologisch und geistlich „tiefer gegraben“ werden. „Vermögen das unsere Kirchenoberen in ihrer Geschäftigkeit noch?

Zweifel plagen auch andere. „Kirche im Abseits“ titelte selbst der sozialdemokratische Vorwärts. Seit Anfang März habe sie sich den staatlichen Anordnungen mehr oder weniger bedingungslos gebeugt, klagte dort der evangelische Theologe Christian Wolff. „Ein einzigartiger Vorgang!“ Welche Signale habe eigentlich die Kirche dem Staat gegeben? Wieso warte sie wie ein Befehlsempfänger darauf, was der Staat zulasse und ihr auftrage? „Wir sind doch als Landeskirche kein Oberschulamt!“ Kommentar eines Lesers: Das Kirchenvolk müsse sich engagieren und den Kirchenoberen den Weg weisen. „Offenbar meinen die Kirchenfürsten, solange die Kirchensteuer fließt, sei alles okay. Und wo sind eigentlich die ach so heldenhaften DDR-Bürgerrechtler geblieben?“

Polizeilich überwachtes Gottesdienstverbot

Kritik an den Kirchen äußerte auch Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Es sei nicht zwingend notwendig gewesen, die Gotteshäuser zu schließen, sagte die evangelische Theologin in einem Interview mit der Welt. Die Kirchen hätten in der Corona-Krise „Hunderttausende Menschen alleingelassen, darunter Alte, Kranke und Sterbende“.

Auch wenn die Kirche dabei staatliche Maßnahmen umgesetzt habe, sei sie keine „zivilgesellschaftliche Organisation“, sondern den Menschen verpflichtet. „Sie meldet sich bei gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen immer zu Wort. Aber in der Corona-Krise war dazu nur Schweigen“, beklagte Lieberknecht.

Der schnelle Rückzug aus dem öffentlichen Leben deute darauf hin, daß man nicht über die Frage der eigenen „Systemrelevanz“ nachgedacht habe und „wie Sportvereine und Einzelhändler auf analoge Tauchstationen gegangen ist“, bemängelte auch der evangelische Theologieprofessor Arnulf von Scheliha (Münster). „Digitale Angebote schön und gut. So erreicht man allenfalls die Kerngemeinden. Aber der Transfer der Deutungsangebote in die anderen sozialen Sphären ist verstellt, denn die digitale Kirche erreicht die Menschen jenseits der festgefügten Kerngemeinden kaum.“

Beim Blick in leere Kirchenbänke wunderte sich im April der katholische Dogmatiker und Liturgieexperte Helmut Hoping, daß die Hirten der Kirche das polizeilich überwachte Gottesdienstverbot „nicht einmal im Ansatz“ hinterfragten: „Wollen die Bischöfe auch noch an Pfingsten erklären, das staatliche Verbot öffentlicher Gottesdienste sei verhältnismäßig?“

Seelsorge lebt von Nähe

Einige von ihnen hatten kurz und knapp entschieden: „Wir feiern in dieser Situation keine Eucharistie.“ Fronleichnamsprozessionen wurden abgesagt. Von „Geistermessen“ und einem „Retrokatholizismus“ sprachen Mitglieder der Erfurter Theologischen Fakultät. Er merke schon, daß es auf manche gespenstisch wirke, räumte der Münchner Jesuitenpater Andreas Batlogg ein: 80 Gläubige statt 800 in der Michaelskirche zwischen Marienplatz und Stachus. Menschen, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen, und ein gummibehandschuhter Priester, der die Kommunion reicht.

Seelsorge lebt von Nähe, Corona erzwingt Distanz. Sind die Kirchen wirklich noch „systemrelevant“, wird ihr Sinnangebot noch gebraucht? Der Jesuit Batlogg drückt sich im Deutschlandfunk verhalten aus: „Natürlich ist Liturgie, Zusammenkommen, Glauben teilen ein Anliegen. Aber auf der Prioritätenliste der ersten zehn wichtigen Geschichten geht es um Grenzen, die wieder zu öffnen sind, um Gaststätten, um Sportclubs und was auch immer. Es ist auch eine Chance, einen realistischeren Blick auf Glauben und Christentum zu gewinnen. Wir sind ja längst eine Minderheit, und wir werden es immer mehr werden.“

Nicht von ungefähr zitiert Batlogg den Prager Soziologen und theologischen Denker Tomas Halik, den schon lange verschiedene Formen der Kirche an „kühle und prachtvolle Grabsteine eines toten Gottes erinnern“. Da wirkt der Optimismus des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, wie aus der Zeit gefallen. Bätzing: Die Krise könne zu einem „Glücksfall der Geschichte“ werden.

Schwerwiegender Eingriff in die Religionsfreiheit

„Wir wissen nicht, über welche zukunftsprognostischen Fähigkeiten der Limburger Oberhirte verfügt“, kommentierte kopfschüttelnd Professor Hoping. Eine geschlossene Gesellschaft lasse sich auf längere Zeit selbst bei einer Pandemie nicht rechtfertigen, schrieb er in der Tagespost (Würzburg).

„Und wenn die Experten recht haben, wird die nächste Pandemie nicht lange auf sich warten lassen. Wird die Gesellschaft, und die Kirche ist ein Teil davon, dann erneut bereit sein, die schwerwiegenden Eingriffe in die Freiheitsrechte, einschließlich der Religions- und Kultfreiheit, in Kauf zu nehmen, die wir in den letzten Wochen gesehen haben?“ Und Hoping unterließ auch nicht den Hinweis: „Selbst in Pestzeiten und in den beiden Weltkriegen hat es ein flächendeckendes Verbot öffentlicher Gottesdienste nicht gegeben.“

Das Problem wird das Kirchenvolk weiter beschäftigen, auch wenn inzwischen einige Erleichterungen eingetreten sind. Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße ist sich sicher: „Corona wird die Kirche verändern.“ Er zitiert den Religionsphilosophen Romano Guardini: „Die Kirche erwacht in den Seelen.“ Begriffe wie „Hauskirche“ und „Hausliturgie“ würden künftig wieder an Bedeutung gewinnen.

Damit dürfte Heße nicht unrecht haben. Ob das allerdings ausreicht, die Kritiker des Schweigens der Kirchen-oberen zu den staatlichen Anordnungen zu besänftigen, muß nach all dem, was an Unmut und Enttäuschung bekannt geworden ist, bezweifelt werden.

JF 23/20

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Das Kürzel „Wuhan“ und eine mutmaßliche Ausbreitung des Coronavirus aus dem Umfeld des dortigen Hochsicherheitslabors für biomedizinische Forschung hält sich hartnäckig in Wissenschaftler- und Geheimdienstkreisen. Dass eine bewusste Freisetzung des Virus erfolgt sein soll, wollen die meisten Protagonisten offiziell nicht diskutieren. Solche Diskussionen über den Covid-19-Usprung werden sogar als „Verschwörungstheorie“ weltweit medial abgewürgt.

Es sollen sogenannte „Gain-of-function-Experimente“ stattgefunden haben, eine unter Laborbedingungen herbeigeführte Art der Erregermanipulation, bei der es darum geht, neue Erreger zu schaffen, um sich so in Sachen Biosicherheit auf künftige Herausforderungen in Medizin und Forschung vorzubereiten.

Vogelgrippevirus-Experimente in den Niederlanden 2011

Bereits 2011 gab es in der Fachwelt eine heftige Diskussion über die im Labor von Ron Fouchier am Erasmus Medical Center in Rotterdam (Niederlande) stattgefundenen Experimente mit dem Vogelgrippevirus H5N1.

In weitreichenden Experimenten entwickelte H5N1 solche aggressiven Eigenschaften, dass sogar ein Moratorium über diese Art der Forschung stattgefunden hat.

Herstellung eines chimären Sars-Virus in Wuhan-Institut?

Bereits vor fünf Jahren kam es nach Berichten in der Fachzeitschrift Nature Medicine zur Herstellung eines sogenannten „chimären Sars-Virus“ aus einem Fledermausvirus und einem künstlich ins Erbgut eingepflanzten Gens.

Dieser im Labor „erschaffene“ Erreger soll schwere Erkrankungen in Versuchstieren ausgelöst und sogar menschliche Lungenzellen befallen haben. Zu den Autoren zählten auch Virologen des Wuhan-Instituts. Die Ergebnisse der Laborversuche zeigten damals, dass eine weitere Sars-Pandemie aus Fledermaus-Coronaviren für die Zukunft möglich wäre.

Vermehrungsbedingungen können Mutationen befördern

Ein Ergebnis dieser weltweiten Forschungen lassen den fatalen Schluss zu, dass auch ideale Vermehrungsbedingungen natürliche Virus-Mutationen befördern können. Das heißt, auch wenn das aktuelle Coronavirus keine bewusste Neukonstruktion unter Laborbedingungen ist, können gewisse Rahmenbedingungen zu aggressiven neuen Virenstämmen führen.

Somit könnte die These, dass Virenstämme durch eine Sicherheitslücke aus dem Wuhan-Institut unbewusst freigesetzt worden sind und diese dann eine weitere Entwicklung genommen haben, ein Erklärungsmuster sein.

Medizinisches Labor

Der Beitrag Verdacht: Labor-Experimente in Wuhan begünstigten das Entstehen des Coronavirus erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

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