Das ist der Hammer und bestätigt meine Vermutung. Der Direktor eines Krankenhauses in Genua sagt im folgendem Interview, keiner ist am Coronavirus gestorben, sondern an der saisonalen Grippe. Die Eindämmungsmassnahmen wären völlig übertrieben und die Medien würden Angst verbreiten.

Warum sind sie der einzige Chef eines Krankenhauses der das sagt?” Seine Antwort: “Weil die meisten Ärzte Angst vor den Medien haben“, also von ihnen zerrissen zu werden und ihren Job zu verlieren.

Der Fehler ist, sagt der Klinkchef, zu viele Leute gehen unnötig in die Krankenhäuser und füllen diese, statt zu Hause die Grippe auszustehen.

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BERLIN. Die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, hat die Abriegelung von Asylunterkünften bei Verdachtsfällen auf eine Coronainfektion beklagt. „Flüchtlingsunterkünfte werden teilweise barsch abgeriegelt, wer sich drinnen infiziert, hat Pech gehabt. Der Unterricht für Kinder in solchen Heimen, die keine Computer haben, fällt eben einfach aus“, schrieb sie in einem Beitrag für die Frankfurter Rundschau. Das sei ein Rückfall in alte Muster von „wir“ und „die“.

Kahane forderte, die Menschen sollten in der Krise zusammenhalten. Dabei müßten auch die eingeschlossen werden, die keine „Volksdeutschen“ seien. „Das ist nicht selbstverständlich. Rassismus geht nicht weg durch Hände waschen.“ In dem Zusammenhang kritisierte sie, die öffentliche Wahrnehmung konzentriere sich nur auf die Folgen durch die Ausgangssperren für Deutsche. „Lagerkoller gibt es nur für Deutsche. Unter anderem in Ermangelung von Klopapier.“

Asylbewerber randalieren wegen Quarantäne 

„Rechtsextremen“ warf die ehemalige Stasi-IM vor, durch Verschwörungstheorien in den sozialen Medien Unsicherheit und Panik zu verbreiten. Sie phantasierten über das Ende des Systems und gäben an allem den Juden die Schuld.

Im thüringischen Suhl war es in den vergangenen Wochen in einer Unterkunft für Asylbewerbern zu Randale wegen Quarantänemaßnahmen gekommen. Zuvor war bei einem Bewohner das Coronavirus nachgewiesen worden. Rund 20 Männer versuchten daraufhin, das Gelände zu verlassen und attackierten Polizisten. Den Sicherheitskräften gelang es, die Situation durch die Verlegung der Verantwortlichen aus Georgien und den Maghreb-Staaten zu beruhigen. (ag)

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Serien und Filme, die alternative Geschichtsverläufe zum Thema haben, erfreuen sich großer Beliebtheit. So war „The Man in the High Castle“ ein Erfolg. In der Serie werden die USA der 1960er Jahre dargestellt, wie sie nach einem Sieg Deutschlands im Zweiten Weltkrieg und der Besetzung durch deutsche und japanische Truppen ausgesehen haben könnten. Ebenfalls um die Themen Zweiter Weltkrieg, USA und Nationalsozialismus dreht sich die neue Serie des Senders HBO „The Plot against America“.

Die Produktion, die seit dem 16. März in Deutschland über den Streamingdienst Sky läuft, spielt im Jahr 1940. Für die Republikaner tritt der Flieger und Nationalheld Charles Lindbergh im Präsidentschaftswahlkampf an. Er propagiert einen isolationistischen Kurs, will die Vereinigten Staaten aus dem Krieg in Europa heraushalten und warnt davor, daß „die Juden“ hingegen das Land in den Krieg treiben wollen.

Die Exil-Deutschen mögen Bier und Frauen im Dirndl

Der Zuschauer verfolgt die damit einhergehenden Vorgänge der US-Gesellschaft aus der Perspektive der jüdischen Familie Levin in Newark, im Bundesstaat New Jersey. Die Zeichnung der Figuren ist jedoch recht holzschnittartig und klischeehaft. Neben dem liebevollen und verantwortungsbewußten Familienvater gibt es unter anderem noch einen künstlerisch begabten Sohn und den draufgängerischen Cousin. Dieser bekommt in der ersten Folge noch seine „Punch a Nazi“-Szene, als er mit einem Mitstreiter zwei betrunkene deutsche Nazi-Anhänger verprügelt.

Die Darstellung der deutschen Auswanderer, die auch in der neuen Heimat treu zum nationalsozialistischen Regime stehen, ist so klischeehaft geraten, daß die Einfallslosigkeit der Drehbuchautoren betroffen macht. So sitzen die Exil-Teutonen biertrinkend vor ihrem Lokal, hören wahlweise Propagandalieder oder tanzen bierselig zu Volksmusik mit den Dirndl-tragenden Bedienungen. Der auch in den USA damals präsente Antisemitismus wird dem Publikum plakativ präsentiert und gipfelt in Sätzen wie „Faschisten mögen keine Juden, weil Juden Juden sind“.

Die Warnung vor Trump schwingt latent mit

Die Serie will zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger ihre Warnung vor Faschismus und Antisemitismus vermitteln, daß die Unterhaltung auf der Strecke bleibt. So verspielen die Macher dieser großartig und detailliert ausgestatteten Serie die Chance, ein Gedankenexperiment über diese alternative Geschichte packend zu erzählen. Daran ändert auch die hochkarätige Besetzung nichts. So versammelt „The Plot“ neben Winona Ryder eine ganze Reihe weiterer Darsteller, die man aus Hollywood-Produktionen kennt.

Offensichtlich stand bei den Verantwortlichen zu sehr der Wunsch im Vordergrund, im Jahr der US-Präsidentenwahl mehr oder weniger subtil Stimmung gegen Amtsinhaber Donald Trump zu machen. Nicht nur die Erinnerung an die Parole „America First“, die damals von Isolationisten verwendet und später von Trump aufgegriffen wurde, zeigt, worum es den Serienmachern geht. Die Versuche, durch derartiges Winken mit dem Zaunpfahl Parallelen zu Trump zu ziehen, um ihn so indirekt in eine Reihe mit historischen Antisemiten zu stellen, ist schlicht hanebüchend.

Der historische Lindbergh, der als Angehöriger der US-Luftwaffe vor dem Zweiten Weltkrieg mehrmals Deutschland besuchte, trat übrigens nicht als Präsidentschaftskandidat an. Vom deutschen Luftwaffenchef Herman Göring wurde der Amerikaner, der als erstes allein von New York nach Paris flog, mit dem Großkreuz des Deutschen Adlerordens ausgezeichnet. Wegen seiner antisemitischen Reden sank sein Stern in den USA ab 1941 jedoch.

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Wie ist das Gesundheitssystem auf die Corona-Krise vorbereitet? Die JF sprach mit Michael Z.* aus Berlin. Er ist ein sogenannter „Verdachtsfall“, da bei seiner Freundin, die in einem Krankenhaus arbeitet, das Covid-19-Virus entdeckt wurde. Doch trotz einer Odyssee durch Warteschleifen und -schlangen wurde Z. immer noch nicht getestet. Den Behörden der Hauptstadt macht er schwere Vorwürfe.

Herr Z., Sie vermuten, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. Woran machen Sie das fest?

Meine Freundin erhielt ein positives Testergebnis. Sie ist an einem Krankenhaus tätig und die Belegschaft wurde getestet. In der Zwischenzeit habe ich sie gesehen und natürlich keinen Abstand gehalten.

Warum wurde Ihre Freundin nicht früher getestet und in Quarantäne geschickt?  

Meine Freundin und ich waren vor über einer Woche noch im Urlaub und entwickelten plötzlich beide im Urlaub Erkältungssymptome. Ein Test wurde bei ihr nach dem Urlaub nicht durchgeführt, da wir nicht in einem Risikogebiet, also etwa in China, dem Iran oder Italien waren. Dabei hatte sie ihre Vorgesetzten vor Dienstbeginn extra nochmal auf ihre Symptome hingewiesen. Da sie kein Fieber hatte oder in einem Risikogebiet war, sollte sie ausdrücklich zur Arbeit im Krankenhaus erscheinen.

Daten wurden nicht aufgenommen

Demnach ist ihre Freundin sehr wahrscheinlich infiziert noch im Krankenhaus arbeiten gewesen …

Das könnte gut sein, da ihr ja ein Test nach dem Urlaub verweigert wurde. Sie wurde erst Tage später aufgrund eines anderen Verdachtsfalls getestet.

Warum haben da bei keinem in diesem empfindlichen Bereich die Alarmglocken geklingelt?

Ich vermute aus Gesprächen mit Ärzten und Pflegekräften aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, daß das System hat, da die Krankenhäuser personell massiv unterbesetzt sind. Ähnliche Geschichten höre ich auch aus anderen Gegenden Deutschlands.

Weisen Sie selbst denn Symptome auf und wenn ja, welche? 

Mich plagt seit Tagen Hustenreiz, zwischendurch hatte ich etwas Fieber. Meine Freundin hatte ebenfalls Symptome, die man allerdings ebenso nur auf eine Erkältung zurückführen kann. Ob das auf Corona zurückzuführen ist oder eine normale Erkältung war, kann ich natürlich nicht sagen.

Haben Sie sich beim Gesundheitsamt oder einer anderen Stelle gemeldet? Wie haben die Ärzte dort reagiert?

Nach dem Test mußte das Ergebnis meiner Freundin an die zuständige Behörde und das Krankenhaus gemeldet werden. Sie befindet sich nun in Quarantäne. Sie hat mich dann sofort angerufen, sodaß ich die offizielle Hotline der Berliner Senatsverwaltung angerufen habe.

Nach etwa 40 Minuten in der Warteschleife teilte mir die Mitarbeiterin mit, ich solle die Gesundheitsverwaltung meines zuständigen Bezirks kontaktieren oder zu einer der zuständigen Teststellen der Berliner Krankenhäuser gehen – meine genauen Daten oder ähnliches wurden nicht aufgenommen.

Zweifel an Statistiken

Aber um Gewißheit zu haben …

Ich ging dann zur Teststelle des in meinem Bezirk zuständigen Krankenhauses. In der dortigen Schlange wurde außerhalb des Gebäudes nicht von Mitarbeitern selektiert, ob die Wartenden einen begründeten Verdacht haben oder nicht. Das hätte sicherlich die Wartezeit und die Arbeit für das Personal reduziert.

Irgendwann kam ein Mitarbeiter in Schutzbekleidung raus, um Zettel an die Wartenden zu verteilen, anhand derer man feststellen solle, ob man dort richtigerweise warten würde oder nicht. Ich sagte ihm, daß das bei mir der Fall sei, da ich mit einer nachweislich Infizierten direkten Kontakt hatte. Daraufhin meinte er, ich könne direkt nach Hause gehen und mich für zwei Wochen in Quarantäne begeben.

Es sei ja klar, daß ich das Virus hätte und dann müsse ich nicht drei Stunden in der Schlange für ein positives Testergebnis warten. Daraufhin ging ich nach Hause. Allerdings hatte niemand meine Daten zu diesem Zeitpunkt erfaßt. Daher zweifle ich die erhobenen Statistiken mittlerweile stark an, ich werde wohl kein Einzelfall gewesen sein.

Also wurden Sie gar nicht getestet?

Ich habe mich daraufhin beim für mich zuständigen Gesundheitsamt gemeldet und konnte noch am gleichen Tag mit einer Mitarbeiterin telefonieren, die eine Quarantäne für zwei Wochen für mich ausgesprochen hat. Ich gehöre ja zur Risikogruppe, da ich Kontakt zu einer Infizierten hatte. Jetzt heißt es abwarten.

Welchen Eindruck haben Sie von der Aufstellung Berlins für diesen Krisenfall?

Ich habe überhaupt keinen guten Eindruck. Es wirkte alles sehr unkoordiniert und wenn potenzielle Patienten ohne Erfassung der Daten aus der Warteschlange nach Hause geschickt werden, frage ich mich, wie die statistischen Erhebungen funktionieren sollen?

Diese sollen ja eine der Grundlagen für die Beobachtung der Pandemie bilden, um dann entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Hätte ich nach 40 Minuten in der Warteschleife mich nicht mehr beim zuständigen Gesundheitsamt gemeldet, würde keiner wissen, daß ich jetzt ein Verdachtsfall bin.

Dauer ungewiß

Aber stehen Sie nicht auch selbst in der Verantwortung? Es werden bereits seit Wochen größere Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Warum sind Sie dennoch verreist?

Zum jetzigen Zeitpunkt mit meinem heutigen Wissen würde ich auch nicht mehr verreisen. Zum Zeitpunkt des Reiseantritts war das noch nicht absehbar und wir waren auch nicht in einem Risikogebiet. Im Nachgang hätte man aus meiner Sicht nicht nur für Risikogebiete Reisewarnungen aussprechen sollen. Außerdem könnte es sein, daß wir uns schon vor dem Urlaub angesteckt haben.

Wie lange sollen Sie nun zu Hause in Quarantäne bleiben und wie wird das kontrolliert?

Ich soll mindestens zwei Wochen in Quarantäne bleiben, sollte ich krank sein und weiterhin Symptome haben, kann diese verlängert werden. Wie das kontrolliert wird, kann ich gar nicht sagen. So wie ich die Berliner Behörden kennengelernt habe, rechne ich nicht mit täglichen Kontrollen an meiner Haustür. Allerdings werde ich natürlich schon aus Verantwortung gegenüber meinen Mitmenschen zu Hause bleiben und nicht ausprobieren, die Quarantäne zu umgehen.

Wie haben Sie und Ihre Freundin diese Lage mit Ihren Arbeitgebern geregelt? Ist der für eine solche Situation vorbereitet oder gibt es da Probleme? 

Bei meinem Arbeitgeber wurde aufgrund der aktuellen Situation eh bereits Home Office eingeführt, für mich ändert sich also nicht viel. Meine Freundin kann natürlich nicht im Krankenhaus arbeiten.

Soziale Kontakte fehlen

Haben Sie bereits im Vorfeld Lebensmittel eingekauft oder wie organisieren Sie nun Ihre Versorgung?

Das habe ich eh, um in der aktuellen Situation nicht zu oft auf die Straße gehen zu müssen. Ansonsten haben mir Freunde Hilfe angeboten, daß sie mir Lebensmittel vor die Tür stellen.

Fällt Ihnen die Decke schon auf den Kopf oder wie nutzen Sie diese verordnete Entschleunigung?

Die sozialen Kontakte fehlen mir wirklich sehr. Es ist traurig, wenn man seine Freunde nicht einfach treffen kann. Wir versuchen jetzt eher auf das Telefon oder soziale Medien auszuweichen. Das ist aber natürlich etwas völlig anderes als der direkte Kontakt. Aber besser als nichts. Ansonsten werde ich nun vermutlich einige Bücher lesen, die ich bisher noch nicht lesen konnte.

*(Name geändert, Anm. d. Redaktion)

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BERLIN. Die Union kann in der Coronakrise offenbar verlorenes Vertrauen der Bürger zurückgewinnen. Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der Bild-Zeitung kommen CDU und CSU derzeit auf 33,5 Prozent. Dies entspricht einem Plus von fünf Punkten im Vergleich zur Vorwoche.

Die CDU stellt mit Angela Merkel nicht nur die Bundeskanzlerin, sondern auch Gesundheitsminister Jens Spahn sowie Wirtschaftsminister Peter Altmaier.  Auch an der Spitze des Verteidigungsministeriums steht mit Annegret Kramp-Karrenbauer eine CDU-Politikern.

Daneben präsentieren sich mit den Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU), ebenfalls zwei Unions-Politiker als treibende politische Kräfte in der Krise. Die SPD, die das Finanzministerium und das Arbeitsministerium besetzt, kann hingegen offenbar nicht von der Situation politisch profitieren. Sie gewinnt einen halben Punkt dazu und liegt bei 15 Prozent.

Trend bestätigt sich

Die Opposition hingegen büßt an Zustimmung ein. Die AfD verliert einen Punkt und kommt auf zwölf Prozent. Deutlich stärker verlieren die Grünen und die Linkspartei. Sie erhalten 20 (minus 3) beziehungsweise sieben Prozent (minus 2,5). Die FDP verharrt bei 6,5 Prozent.

Eine ähnliche Entwicklung hatten in den vergangenen Tagen bereits andere Meinungsforschungsinstitute festgestellt. In einer Forsa-Umfrage vom Sonnabend wurde die Union mit 32 Prozent (plus 3) deutlich stärkste Kraft vor den Grünen, die zwei Punkte verloren und auf 20 Prozent kamen. Der Wert der AfD verringerte sich hier ebenfalls um zwei Punkte auf neun Prozent.

Kantar (Emnid) vermeldete auch Zugewinne für die Union. Allerdings fielen diese nicht so stark aus wie bei INSA. CDU und CSU lagen bei 28 Prozent (plus 2), die Grünen verharrten bei 21 Prozent und die AfD sank um einen Punkt auf 13 Prozent. (krk)

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NEW YORK. Nach erneuten Attacken illegaler Einwanderer an der türkisch-griechischen Grenze haben die Vereinten Nationen (UN) Griechenland kritisiert. Asylsuchende und Migranten nicht durchzulassen, verstoße gegen das Verbot kollektiver Zurückweisung, sagte der unabhängige UN-Berichterstatter für die Rechte von Migranten, Felipe González Morales, am Montag.

Wie Nachrichtenagenturen berichteten, hatten am Sonntag abend rund 200 illegale Einwanderer einen Baum gefällt und damit den griechischen Grenzzaun beschädigt. Sicherheitskräfte setzten daraufhin Tränengas ein und riegelten die betroffene Stelle ab.

Die Türkei hatte Ende Februar die Grenzen zur EU für Migranten geöffnet. Daraufhin machten sich Tausende von ihnen auf den Weg, um aus der Türkei nach Griechenland und damit in die EU zu gelangen. Griechenland verteidigte die EU-Außengrenze jedoch – teilweise auch mit Hochdruckventilatoren. Gleichzeitig setzte das Land das Recht auf Asyl zeitweise aus.

Seehofer will junge Einwanderer trotz Einreisesperre aufnehmen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) steht indes auch während der Coronakrise zur Aufnahme junger Einwanderer aus Griechenland. Trotz der Einreisesperren werde Deutschland eine begrenzte Zahl minderjähriger Migranten aufnehmen. „Wir haben zugesagt, daß wir uns bei der Aufnahme beteiligen“, sagte Seehofer dem Spiegel. „Dazu stehen wir.“

Wie berichtet, dürfen jedoch auch Personen, die an Deutschlands Grenzen um Asyl bitten, einreisen, obwohl selbst EU-Bürger derzeit kein Recht besitzen, nach Deutschland zu gelangen, sofern sie dort keinen dauerhaften Wohnsitz haben. (ls)

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DRESDEN. Sachsen hat mehrere an Covid-19 erkrankte Italiener aufgenommen, um sie hierzulande zu behandeln. Zunächst seien sechs Italiener per Flugzeug nach Sachsen gebracht worden, berichtete der Zeit-Journalist Martin Machowecz auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Sie würden an den Unikliniken in Dresden und Leipzig sowie in der Helios-Klinik Leipzig behandelt.

„Ich bin sehr dankbar“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) demnach. Dies sei „ein ganz wichtiges Zeichen, daß wir zusammenhalten“. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) verwies auf die europäische Solidarität. „Wir sind hier in der EU, wir sind hier in Europa und das gebietet es, daß wir solidarisch miteinander sind.“

Vor allem in der oberitalienischen Region Lombardei sprachen Ärzte in den vergangenen Tagen von Ausnahmezuständen, die an Kriegssituationen erinnerten. Italienische Medien berichteten, daß teilweise nur noch Patienten mit guten Überlebenschancen auf die Intensivstation dürften, da die Betten knapp seien.

Rheinland-Pfalz nimmt zehn Patienten auf

In Deutschland hatten sich Bund und Länder vorige Woche auf einen Notfallplan für Krankenhäuser geeinigt. Oberstes Ziel sei es, mehr Plätze für Corona-Patienten zu schaffen, die mit einem leichteren Verlauf der Krankheit zu kämpfen hätten. Allerdings reiche auch die Zahl der 25.000 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit nicht aus, weshalb sie schnellstmöglich erhöht werden müsse. Zudem wurden Krankenhäuser angewiesen, medizinisch nicht dringende Operationen und Eingriffe zu verschieben.

Ungeachtet dessen hatten bereits am Sonntag das Saarland und Rheinland-Pfalz angekündigt, mehrere schwererkrankte Corona-Patienten aus Frankreich aufzunehmen. Hierfür sollen Intensivbetten mit Beatmungsgeräten zur Verfügung gestellt werden.

Der Kampf gegen das Virus sei nur gemeinsam zu gewinnen, betonte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), sagte ebenfalls zehn Intensivbetten für Patienten aus Frankreich zu. Zuvor waren schon zwei Erkrankte aus dem Elsaß an der Uniklinik in Freiburg aufgenommen worden. Sieben weitere sollen an die Unikliniken in Heidelberg, Mannheim und Ulm verlegt werden. (ls/krk)

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BERLIN. Linksextreme Demonstranten haben am Freitag abend in der Rigaer Straße in Berlin einen Polizeieinsatz verursacht und die Beamten attackiert. Während der Kundgebung vermummten sich einige Teilnehmer und zündeten eine Rauchbombe, berichtete die B.Z.

Nach der Kundgebung bewarfen Unbekannte von einem Hausdach die Beamten mit Fischstücken. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Zuvor war die Polizei bereits wegen eines Feuers in die Straße, die als Treffpunkt der linksextremen Szene gilt, gerufen worden. Von einem brennenden Karton waren die Flammen auf ein geparktes Auto übergegriffen und beschädigten das Fahrzeug.

Brandanschlag in Leipzig

In einem Bekennerschreiben auf der Plattform „Indymedia“ wurde die Demonstration als Protest gegen die Polizeipräsenz vor Ort gerechtfertigt. Die anonymen Verfasser betonten, der Stadtteil Friedrichshain werde „ein Ort widerständiger, nicht isolierbarer Kämpfe“ bleiben.

Auch in Leipzig hielten Linksextreme am vergangenen Wochenende die Sicherheitskräfte in Atem. In der Nacht zum Sonnabend zündeten Unbekannte ein Firmenfahrzeug an. Auf „Indymedia“ tauchte kurz darauf ein Bekennerschreiben auf. Die Täter begründeten ihre Tat damit, daß das betroffene Unternehmen Sicherheitstechnik für Gefängnisse herstelle. Bereits Anfang vergangener Woche hatten Linksextreme ebenfalls auf „Indymedia“ dazu aufgerufen, in der Coronakrise Geschäfte zu plündern. (ag)

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BERLIN. Die Bundesregierung hat vor einer ausländischen Übernahmen deutscher Infrastruktur- und Mobilitätsfirmen gewarnt. „Wir haben nicht nur einen viralen Angriff. Wir könnten auch einen Wirtschaftsangriff danach erleben“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) der Süddeutschen Zeitung. Durch die Coronakrise finanziell geschwächte Firmen könnten ins Visier internationaler Investoren geraten.

„Es gibt weltweites Interesse an erfolgreichen deutschen Unternehmen auch in der Mobilität und der Infrastruktur“, begründete Scheuer seine Warnung. Er sei bereits im Gespräch mit anderen Ministerien und kündigte Gegenmaßnahmen an. „Wir wollen dafür sorgen, daß wir diese Pläne von außen abwehren. Es geht darum, Wirtschaftskraft in Deutschland nach der Krise zu sichern.“

Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte bereits vor einem „Ausverkauf“ deutscher Wirtschafts- und Industrieinteressen gewarnt. Um dies zu verhindern, hatte er „vorübergehende und zeitlich begrenzte Staatshilfen“ in Aussicht gestellt – „bis hin zu Beteiligungen und Übernahmen“.

Kabinett beschließt milliardenschweres Rettungspaket

Das Bundeskabinett beschloß am Montag, ein milliardenschweres Rettungsprogramm für kleine Firmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler auf den Weg bringen. Diese erhielten in der Regel keine Kredite und verfügten über keine Sicherheiten oder weitere Einnahmen. Hierfür will der Bund nun bis zu 50 Milliarden Euro bereitstellen, die ab April fließen können.

Zudem eröffnete die Regierung einen Rettungsfonds, der auch Beteiligungen des Staates an Konzernen ermöglichen soll. Außerdem wurden Nachbesserungen bei den Haftungsregelungen für Kreditprogramme für klein- und mittelständische Firmen beschlossen. Insgesamt verschuldete sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro.

Wirtschaftsinistituten gehen von drastischen Konjunktureinbrüchen aus

Mehrere deutsche Wirtschaftsinstitute gehen von drastischen Konjunktureinbrüchen aus. Nach Ansicht des Münchner Ifo-Instituts wird die Wirtschaft in eine Rezession stürzen. Wie schwer diese ausfallen werde, sei jedoch unsicher, teilte Ifo-Chef Clemens Fuest mit. Falls der Höhepunkt der Pandemie relativ schnell überschritten werde und die Wirtschaft ab Mai wieder in Gang komme, werde die Leistung in diesem Jahr um 1,5 Prozent schrumpfen. Falls die Virusausbreitung noch länger andauere, halte er auch ein Minus von sechs Prozent für möglich.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht von einem härteren Einbruch aus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) falle um 4,5 Prozent, sofern die Coronakrise bis Ende April dauere. „Dies wäre ein Rückgang der Wertschöpfung von 150 Milliarden Euro“, teilte das IfW mit. Setze die Erholung erst drei Monate später ein, würde das BIP um 8,7 Prozent fallen. (ls)

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China verliert 21 Mio Handy-Nutzer

On March 23, 2020, in Schall und Rauch, by admin

Chinas Mobilfunkanbieter berichten von einem Rückgang der Nutzerzahlen, da die Coronavirus-Krise die Geschäftsaktivitäten einschränkt. China Mobile Ltd. ist der weltweit grösste Anbieter und berichtet den ersten Nettorückgang seit Beginn der monatlichen Datenmeldung im Jahr 2000.

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