Es ist ein Ereignis, das alles verändert: die Pandemie, ausgelöst durch das Virus SARS-COV2. Was wir derzeit erleben, ist vor allem eine medizinische Krise. Doch auf die wird unweigerlich ein ökonomischer Crash folgen.

Der Ökonom, Risikomanger und Buchautor Markus Krall warnt seit langem vor einer neuen Finanzkrise – und sieht in Corona nun den Auslöser, der das „planwirtschaftliche, geldsozialistische System“ der Merkel-Ära endgültig zum Einsturz bringen wird.

Im exklusiven JF-TV Interview schildert Krall, womit nun zu rechnen ist: „mit einer Stagflation resultierend aus riesiger Geldmenge und einbrechender Produktion“.

Regierung weiß seit 2012 von der Gefahr

Mit weiterem Gelddrucken wird sich dieses Problem laut Krall nicht mehr lösen lassen: „Es hat sich ausgebazookat“. Im Ergebnis rechnet der Ökonom mit „dem Ende dieser Währung“, dem Euro.

Auch am Umgang der Bundesregierung mit der Corona-Krise lässt Krall kein gutes Haar: „Die Regierung weiß mindestens seit 2012 von der Gefahr eines neuen SARS-Virus“, habe aber lieber Geld für Migranten ausgegeben, statt für den Schutz der Bevölkerung.

Was jetzt passiert, was uns demnächst droht und was jeder von uns nun am besten tun sollte: Das JF-TV Interview mit Dr. Markus Krall.

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> Ein ausführliches Interview mit dem Volkswirt und Risikomanager Markus Krall erscheint am Freitag in der JUNGEN FREIHEIT (Nr. 13/20).

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Dieter Nuhr, Jürgen von der Lippe, Harald Schmidt, Xavier Naidoo, Michel Houellebecq oder Batmans Joker – die Liste derer, die als Anhänger beziehungsweise Verbreiter und Wegbereiter reaktionär-konservativen respektive neurechten Gedankenguts gelten, ist vielseitig und wird praktisch täglich länger. Vor allem alte weiße Männer stehen hier quasi unter Generalverdacht.

Dies führt dazu, daß der Vorwurf immer häufiger auch Leute trifft, bei denen man als unbeteiligter Beobachter nicht so schnell darauf gekommen wäre und die es selbst wohl am allerwenigsten erwartet hätten. Es genügt bereits ein unbedachtes Wort über Feminismus, ein Gender-Gaga-Scherz im Karneval oder ein kritischer Satz über Greta Thunberg, schon gerät man in die Schußlinie der Grenzsoldaten des Sagbaren.

Neuster Betroffener oder besser Getroffener dieser rigorosen intellektuellen Grenzpolitik ist der Liedermacher Reinhard Mey. In dessen Werken sieht der Schriftsteller Michael Ebmeyer „erschreckend viele“ Ressentiments aus der Gedankenwelt der „Neuen Rechten“.

Co-Autor von Heiko Maas‘ Wühltischklassiker

Ebmeyer ist kein Unbekannter oder Anfänger. Er hat bereits mehrere Bücher auf den Markt gebracht. So ist er unter anderem der Verfasser des Werkes „Das Spiel mit Schwarz-Rot-Gold: Über Fußball und Flaggenfieber“ sowie der Co-Autor von Heiko Maas‘ Wühltischklassikers „Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts“.

In seinem Artikel „Der bashende Barde“, der zunächst auf der Zeit Online-Schriftstellerplattform „Freitext“ erschienen ist, dann aber von der Redaktion offenbar für so gut und wichtig empfunden wurde, daß sie ihn auch auf ihre Hauptseite gehievt hat, betont er zwar, daß der deutschsprachigen Chansonnier selbst kein Rechter sei, läßt sich dabei listige Wortspiele, wie „Ja, der Reinhard. Er hat das Herz eben doch auf dem rechten Fleck“, aber dennoch nicht entgehen.

Ebmeyers Mey-Kritik ist vor allem eine Kritik an der gesellschaftlichen Mitte. Diese ist für den kongenialen literarischen Partner von Bundesminister Heiko Maas nämlich „ein gefährlicher Ort“. Warum? Ganz einfach: „Wer in Deutschland die ‘Mitte der Gesellschaft’ für sich beansprucht, der will herrschen“, schreibt der Schriftsteller und macht damit zumindest eindeutig klar, wessen Geistes Kind und Kopfgeburt seine Zeilen sind.

Die tonangebenden Ideologien sind längst andere

An May stört den knallroten Autor vor allem, daß dieser „kein linker Agitator, kein Degenhardt, kein Süverkrüp“ ist. Auch wenn er zur Entlastung des Liedermachers positiv anmerkt, daß dieser immerhin ein Kumpel von Hannes Wader und Konstantin Wecker und damit „irgendwie doch links“ sei. Irgendwie ist heutzutage natürlich nicht mehr links genug.

Vor allem, da die einstige Antiherrschafts-Ideologie längst in so ziemlich allen Bereichen die Herrschaft übernommen hat. Das „Bashing“, das der ehemalige Kolumnist des mittlerweile eingestellten Stern-Ablegers Neon dem Sänger vorwirft, besteht daher auch wenig überraschend in dessen musikalisch verpackter Kritik an den derzeit Mächtigen und den heute tonangebenden Ideologien.

Diese sind zwar inzwischen längst andere als damals, als May die meisten seiner Liedtexte geschrieben hat, was Ebmeyer aber nicht davon abhält, in seiner Beweisführung ganz weit zurückzugehen. Vielleicht auch deshalb, weil viele dieser Texte heute aktueller klingen denn je. „Ob schwarz, gelb, grün oder rot: Sie sind gleich farblos und gleich schal. / Wenn sie weg sind, merkt man ihre Abwesenheit nicht einmal“, sang der Berliner Populärsänger bereits 1985 über die von ihm wahrgenommene Parteieneinfalt.

Im Song „Was in der Zeitung steht“(1983), in dem May „den beiläufigen Rufmord durch selbstgefällige und gewissenlose Schreiberlinge“ kritisiert, sieht der Journalist bereits die Grundlange für das heutige „Lügenpresse“-Narrativ und den Zorn der „Wutbürger“. Die Begriffe selbst hat der Liedermacher damals natürlich noch nicht verwendet.

Die Macht im „Wir sind mehr“-Staat ist breit verteilt

Er hätte sie aber wahrscheinlich durchaus gebrauchen dürfen, wenn er gewollt und sie bereits gekannt hätte; erstanden all diese Texte doch in einer Zeit, in der es die Mächtigen in Politik und Medien gewohnt waren, von Künstlern kritisiert zu werden und auch damit leben und umgehen konnten. Auch dann, wenn diese Kritik mal sehr scharf oder sogar unfair formuliert wurde. Die heutigen Meinungshoheiten sind bei solcherlei Majestätsbeleidigung wesentlich empfindlicher. Sie wollen nicht nur bestimmen, wer sie kritisieren darf, sondern vor allem auch in welcher Form das erlaubt sein soll. Nämlich am besten überhaupt nicht.

Durch erfolgreiches Framing von Begriffen wie „Lügenpresse“, „Zwangsgebühren“ oder auch „großer Austausch“, ist es jenen, die mit diesen Worten kritisiert werden sollen, gelungen, diese so sehr zu brandmarken, daß ihre Verwendung den Kritikern weit mehr schadet als den damit Kritisierten. Dies konnte vor allem deshalb so gut gelingen, weil die Macht im „Wahrheitssystem“ des „Wir sind mehr“-Staates zwar ideologisch völlig einseitig, dafür gesellschaftlich aber ziemlich breit verteilt ist.

So breit, daß die eigene Dominanz für viele Linksliberale Meinungsmacher inzwischen so selbstverständlich geworden ist, daß sie sich offenbar nicht einmal mehr vorstellen können, daß es auch einmal andere Zeiten gegeben haben könnte. Anders läßt es sich kaum erklären, daß heute ein sehr linker Meinungsmacher einen ziemlich linken Liedermacher für seine Kritik an den Mächtigen seiner musikalischen Sturm-und-Drang-Zeit attackiert, obwohl dieser die Eliten von damals doch für all die Dinge beschimpft hat, wegen der linke Meinungsmacher wie er heute regelmäßig zum Shitstorm blasen.

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BERLIN. Deutschland hat wegen der Coronakrise die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Türkei ausgesetzt. „Angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie“ habe das Innenministerium das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) angewiesen, das Resettlement-Verfahren „bis auf Weiteres auszusetzen“, sagte ein Ministeriumssprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Bundesrepublik nimmt seit 2012 im Zuge des Resettlement-Programms jährlich 5.000 Flüchtlinge aus der Türkei auf.

Am Dienstag hatten demnach bereits die Internationale Organisation für Migration und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen ihre Aufnahmeprogramme ausgesetzt. Wegen Reisebeschränkungen in anderen europäischen Staaten seien die Verfahren auch in Deutschland seit Freitag bereits zum Erliegen gekommen.

Jedoch sollen Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen bislang nicht abgewiesen werden. Asylanträge würden derzeit als Ausnahmetatbestand gewertet. (ag)

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DÜSSELDORF. Der Landesvorstand der AfD Nordrhein-Westfalen drängt auf eine vollständige Auflösung der parteiinternen Organisation der „Flügel“. Dies sei notwendig, um „wieder Ruhe in unsere Partei einkehren zu lassen und die bereits begonnene Austrittswelle zu stoppen“, schreibt der Landesvorsitzende Rüdiger Lucassen in einem Brief an die beiden Parteichefs, Jörg Meuthen und Tino Chrupalla.

In dem Schreiben, das der JUNGEN FREIHEIT vorliegt, fordert Lucassen den Bundesvorstand zudem auf, auf seiner kommenden Sitzung am Freitag oder Sonnabend Veranstaltungen von AfD-Mitgliedern unter dem Logo des „Flügels“ zu verbieten. Drittens heißt es: „Die Protagonisten des ‘Flügels’ haben sich vorbehaltlos in Diktion und Duktus den Zielen und der Programmatik der AfD unterzuordnen.“

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hatte in der vergangenen Woche den „Flügel“ offiziell als Beobachtungsobjekt eingestuft. Laut der Behörde sei der Verdacht bestätigt, daß der parteiinterne Zusammenschluß rechtsextreme Bestrebungen verfolge. Die führenden Vertreter des „Flügels“, Thüringens AfD-Chef Björn Höcke und Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz, bezeichnete der Präsident des Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, als „Rechtsextremisten“.

Lucassen warnt vor „innerparteilicher Zerreißprobe“

Laut Lucassen sei der NRW-AfD klar, daß diese Einstufung des Verfassungsschutzes lediglich dem Zweck dienen solle, der „Gesamtpartei zu schaden und sie als ernst zu nehmende Oppositionspartei für immer aus dem Rennen zu nehmen“. Allerdings seien die Bestrebungen des Flügels in Nordrhein-Westfalen ein „steter Quell von Streit und personellen und organisatorischen Auseinandersetzungen“ gewesen.

In einem weiteren Schreiben an die Mitglieder der AfD-NRW erläutert Lucassen die Forderungen des Landesvorstands. „Ein ‘Weiter so’ kann es nicht geben. Wir müssen die eigenen Fehler analysieren, erkennen und daraus entschiedene Konsequenzen ziehen.“ Der „Flügel“ habe in seiner Fähigkeit zur Mobilisierung und in der Nähe zu Vorfeldorganisationen zwar seine politische Berechtigung. „Allerdings führte seine Verselbständigung auch ohne die jetzige Beobachtung durch das BfV zunehmend zu einer innerparteilichen Zerreißprobe.“

Dann wird Lucassen deutlich: „Der ‘Flügel’ ist in seiner Art der Organisation und der Gestaltung von Prozessen nicht in unsere Partei integrierbar. Diktion und Duktus von bekannten Protagonisten des ‘Flügel’ machen erfolgsversprechende Wahlergebnisse in unserem Bundesland zunichte. Leider diskreditiert sein Wirken auch zunehmend die für unsere AfD so wertvollen ostdeutschen Wahlergebnisse. Ein wesentlicher Teil der Mitglieder der AfD NRW sieht bei weiterer Duldung des ‘Flügel’ den Zusammenhalt unserer Partei in Gefahr und in letzter Konsequenz deren Existenz bedroht.“ (krk)

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BERLIN. Führende deutsche Ökonomen haben sich gegen sogenanntes Helikoptergeld im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen in der Coronakrise ausgesprochen. „Jetzt brauchen spezielle Gruppen liquide Mittel, zum Beispiel Einzelunternehmer, Gastwirte, kleine Firmen“, sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, laut der Nachrichtenagentur Reuters. Diesen müsse gezielt geholfen werden.

Beim Helikoptergeld, einer pauschalen Geldauszahlung an alle Bürger, würden die Mittel hingegen auch an Personen vergeben, die gar kein Geld brauchten, ergänzte Felbermayr. Ähnliche sieht das das gewerkschaftsnahe Institut für Markoökonomie und Konjunkturforschung. „Wir müssen gezielt den besonders betroffenen Gruppen helfen, also Kurzarbeitern und Arbeitslosen“, kommentierte dessen Wissenschaftlicher Direktor Sebastian Dullien.

Die US-amerikanische Regierung kündigte in der Nacht zu Mittwoch ein 1,2 Billionen Dollar schweres Hilfspaket an. Mehreren Finanzportalen zufolge soll eine der Maßnahmen die Verteilung von Konsumschecks sein. Laut den Plänen sollen US-Bürger diese demnächst über die Steuerbehörde erhalten. Über die Höhe war zunächst nichts bekannt. Zuvor hatte bereits die Regierung in Hong Kong beschlossen, seinen Bürgern umgerechnet jeweils rund 1.200 Euro zu schenken.

Scholz: „Es wird heftige Verwerfungen geben“

Daß es in den kommenden Monaten auch in Deutschland zu einer deutlichen Konjunkturabschwächung kommen wird, davon ist auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) überzeugt. „Sicher ist: Es wird heftige Verwerfungen geben. Aber wir wollen den Schaden so gering wie möglich halten und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützen“, sagte Scholz der Zeit.

Neben dem erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld habe er zusammen mit Wirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) ein Kreditprogramm auf den Weg gebracht, um die Liquidität von Unternehmen zu sichern. Weil dies möglicherweise nicht ausreichen könnte, überlege das Kabinett gerade, wie bestimmte Firmen und Betriebe direkt gefördert werden können.

„Wenn also zum Beispiel Miete gezahlt werden muß für Geschäftsräume, die aber wegen des Coronavirus nicht geöffnet werden dürfen, dann wird es nötig sein, daß wir helfen können. Wir diskutieren gerade darüber, wie sich das möglichst unbürokratisch umsetzen läßt“, verdeutlichte der SPD-Politiker. Auch schloß er Verstaatlichungen von Betrieben nicht aus. Überdies werde über eine Lockerung der Grundsicherung für Selbständige sowie über eine Unterstützung für Eltern nachgedacht, die wegen der Coronakrise zu Hause bei ihren Kindern bleiben müssen.

Ökonomen sagen schwerere Rezession als nach der Finanzkrise voraus

Wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, plant das Bundeskabinett auch für den Haushalt 2021 keine neuen Schulden zu machen. Das Haushaltsvolumen steige von 362 Milliarden auf etwas über 370 Milliarden Euro. Neben Investitionen in den Breitbandausbau und den Verkehr seien auch mehr Ausgabe für den Klimaschutz und die Verteidigung geplant.

In den Plänen nicht mit eingerechnet sind allerdings die Folgen und Kosten der Coronakrise, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Diese seien derzeit nicht seriös bezifferbar. Viele Ökonomen sagen eine Rezession voraus. Der Bankenverband BdB rechnet mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um vier bis fünf Prozent. Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung geht von einer schwereren Rezession aus als nach der Finanzkrise 2008. Damals war die deutsche Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent eingebrochen. (ls)

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SUHL. Um die Quarantäne in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber im thüringischen Suhl durchzusetzen, haben die Behörden 22 Randalierer verlegt. Die Männer sind laut Polizei in eine leerstehende Jugendarrestanstalt gebracht worden. Rund 200 Polizisten waren im Einsatz. Wegen der Ansteckungsgefahr trugen sie zusätzliche Schutzkleidung.

#RefugeesWelcome #Suhl #Merkel #Fachkräfte #Migrantenheim Aufwachen Liebe Bürger! Aufwachen! Das ist #Deutschland 2020 – Wilkommen in der Realität 🙃 pic.twitter.com/mfSdBmLbxY

— Black Dog (@BlackDo04913777) March 18, 2020

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré sagte der JUNGEN FREIHEIT, die Migranten seien eine Risikogruppe, die sich nicht einfügen könne. Es sei zu befürchten, daß auch in anderen Unterkünften Gefahrenherde entstehen würden. Menschen mit unklarem Gesundheitszustand sollten nicht so einfach in das Land kommen. Der Bundesregierung warf er eine „vorsätzliche Gefährdung“ der Bürger vor.

Dolmetscher sollen Asylbewerber über Virus informieren

Seit Freitag war die Unterkunft isoliert worden, nachdem ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Wiederholt hatte eine Gruppe von Männern aus Georgien und den Maghreb-Staaten versucht, das Gelände zu verlassen. Sicherheitskräfte hinderten sie daran und wurden daraufhin mit Gegenständen beworfen. Die Migranten drohten, das Gebäude anzuzünden und benutzten Kinder als Schutzschilde.

Suhls Polizeichef Wolfgang Nicolai sagte dem MDR: „Uns war von vornherein klar, daß es zu Problemen kommen wird. Wir hoffen, daß so wieder etwas mehr Ruhe einkehrt.“

Nun sollen die Bewohner der Einrichtung besser über die Gefahr durch die Krankheit informiert werden. „Ein großes Problem ist, daß viele über das Coronavirus so gut wie gar nichts wissen“, erklärte Amtsärztin Marion Peterka. Um das zu ändern, sollen nun mehrere Dolmetscher helfen. (ag)

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Banknoten kann man keimfrei machen

On March 18, 2020, in Schall und Rauch, by admin

Habe einen sehr interessanten Bericht von einem Leser bekommen, wie man Banknoten oder überhaupt alle Oberflächen keimfrei machen kann, sogar dauerhaft. Super, jetzt kommt das ABER …

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MÜNCHEN. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Bedeutung von Journalisten in der Coronakrise betont. Er stufe die Medien daher als „kritische Infrastruktur“ ein, verriet Söder dem Sender Antenne Bayern. Dies ist eine Voraussetzung, damit deren Kinder in die Notbetreuung an Schulen und Kitas aufgenommen werden.

Bislang galt das vor allem für Eltern, die in der Gesundheitsversorgung, in Rettungsdiensten und der Pflege tätig oder für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der Gefahrenabwehr sowie für die Sicherung wichtiger Infrastruktur (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung) zuständig sind. „Die Medien spielen jetzt eine ganz wichtige Rolle, ernsthaft aufzuklären, aber auch ein bißchen Mut zu machen“, betonte Söder.

Slomka: Politiker erhalten zu wenig gesellschaftliche Anerkennung

Zuvor hatte bereits der Deutsche Journalistenverband (DJV) die Wichtigkeit der eigenen Zunft angemahnt. Journalisten sollten deshalb in die Liste der systemrelevanten Berufsgruppen aufgenommen werden, forderte der DJV. „Die Kinder von Journalistinnen und Journalisten müssen betreut werden, damit ihre Eltern recherchieren und berichten können“, sagte DJV-Chef Frank Überall. „Das ist in Krisenzeiten wichtiger denn je.“ Die Menschen hätten ein Anrecht auf Informationen, die so nur von Presse und Rundfunk kommen könnten. Die Behörden dürften Journalisten nicht allein lassen.

Unterdessen sorgt sich die Moderatorin des ZDF-heute-journal, Marietta Slomka, daß Politiker zu wenig Wertschätzung für ihre Arbeit erhielten. Sie finde, „daß der stressige Job, Politiker zu sein, in der Gesellschaft nicht die Anerkennung findet, die er verdient“, sagte Slomka der Zeit. Gleichzeitig verwahrte sich die Moderatorin gegen Bezeichnungen wie „Systemmedien“, „Lügenpresse“ oder „Meinungsdiktatur“. Zwar wolle sie solche „Phrasen“ nicht verbieten, „aber angesichts der propagandistischen Systemkritik, die dahintersteht, bin ich eine besorgte Bürgerin“. (krk)

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Der Appell kam von ganz oben: In Deutschland solle „wo immer es möglich ist, auf Sozialkontakte verzichtet werden“, forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vergangene Woche und schwor die Bürger auf die Bewältigung der Coronakrise ein. „Das ist alles andere als irgendwie eine kleine Facette in einem Lauf der Geschichte, sondern es ist ein Einschnitt, der uns sehr viel abverlangt.“

Von Verzicht war dieser Tage viel zu hören, vor allem von Politikern in Regierungsverantwortung. Man solle die nächsten Wochen aufhören, seine Freunde in größeren Gruppen zu treffen; Konzerte, Sportveranstaltungen und -einrichtungen sowie Museen und Ausstellungen sind ohnehin schon untersagt oder geschlossen. Folgt man Merkels Appell, scheint es nur logisch, öffentliche Verkehrsmittel, wo sich viele Menschen auf engstem Raum befinden, zu meiden und aufs Auto umzusteigen.

Das haben Politiker in anderen Ländern bereits erkannt. In Österreich etwa sind die sogenannten Kurzparkzonen seit dieser Woche in mehreren großen Städten ausgesetzt, heißt: Parken ist gratis. Neben Innsbruck, Graz und Salzburg entschied sich auch das rot-grün regierte Wien zu diesem Schritt. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) begründete dies explizit mit dem Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

„Für Pendler mit dem Auto ändert sich nichts“

Wie sieht es in Deutschland aus? Die Regierung in der Hauptstadt Berlin will von solchen Vorschlägen nichts wissen. Eine Absicht, die sogenannte Parkraumbewirtschaftung während der Coronakrise auszusetzen, „gibt es nicht“, sagt ein Sprecher der Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr der JUNGEN FREIHEIT. „Für Pendlerinnen und Pendler, die das Auto für ihren Berufsweg nutzen und weiterhin zur Arbeit erscheinen müssen, ändert sich insofern nichts.“

Eine schlechte Entscheidung, findet die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Denn der öffentliche Nahverkehr in Berlin soll demnächst weiter zurückgefahren werden. Das bedeutet: Die Fahrgäste müssen in weniger Bahnen und Bussen zur Arbeit pendeln, was wiederum dazu führt, daß die Abteile voller sind und es zwangsläufig mehr Kontakte und damit mehr potentielle Virusübertragungen gibt.

„Wer aktuell noch 15 Euro verlangt, hat den Gong nicht gehört“

Die GdP argumentiert deswegen folgerichtig mit der Gesundheit der Beamten. Damit sich Polizisten und Feuerwehrleute auf dem Weg zur Arbeit in Bus und Bahn nicht anstecken, müssen sie mit dem Auto fahren – und kostenlos parken dürfen. „Wer bei den aktuellen Zuständen ernsthaft noch 15 Euro verlangt, hat den Gong nicht gehört“, kritisiert GdP-Landeschef Norbert Cioma.

In Deutschland müssen die Bürger die Coronakrise auch weiterhin mit dem Widerspruch leben, daß ihre Regierungen zwar viel von ihnen fordern, aber wenig zurückgeben und schon gar nicht auf Knöllchengelder verzichten wollen. Wenn die Nachbarländer Deutschland mal wieder ermahnen, es müsse mehr gegen die Ausbreitung der Pandemie tun, wird es wohl wieder einen neuen Appell der Kanzlerin oder eines Ministerpräsidenten geben mit dem Motto: Liebe Bürger, bitte verzichtet noch mehr.

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Bitte die vollständigen Anschriften der Unterzeichner veröffentlichen und alle „Migranten“ dort gleichmässig verteilen.

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