JF-TVDie Migrationswaffe

On March 14, 2020, in Junge Freiheit, by admin

Es ist ein Wort, das man in deutschen Leitmedien in den letzten Jahren nicht gehört oder gelesen hätte: die Migrationswaffe. Doch wenige Tage haben dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan gereicht, der Weltöffentlichkeit vorzuführen, daß dieses Wort durchaus seinen geopolitischen Sinn und Zweck hat.

Für die JUNGE FREIHEIT waren Hinrich Rohbohm und Marco Pino im griechisch-türkischen Grenzgebiet unterwegs. Hier berichten sie über ihre Eindrücke: Wie viele Migranten sind eigentlich in die EU gekommen? Was machen diejenigen, die auf türkischer Seite festsitzen? Wie sind Berichterstattung und Debatte in Deutschland zu bewerten? Und was bedeutet Erdoğans Grenzöffnung für die alljährliche Hochsaison der Massenmigration, die bekanntlich erst noch bevor steht?

Ein Gespräch über ein Ereignis, das immer noch andauert – und möglicherweise doch nur das Vorspiel einer neuen Asylkrise ist: Die Migrationswaffe – ein JF-TV Interview mit Hinrich Rohbohm.

 

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Das ging schnell. Nur wenige Stunden nachdem im Netz ein Video aufgetaucht war, in dem der Mannheimer Soulsänger Xavier Naidoo ein als migrationskritisch interpretiertes Lied anstimmte, hat ihn sein Arbeitgeber RTL aus der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) gefeuert. Der Privatsender, bei dem so intellektuell und ethisch wertvolle Formate laufen, wie die biblisch inspirierte Nackedei-Show „Adam sucht Eva, der Pärchen-Treutest“, „Temptation Island“ oder „Der Bachelor“, war eben schon immer die höchste moralische Instanz im Land.

So war es auch kein Wunder, daß sich ausgerechnet Micky Beisenherz, Witzschreiber für „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ – RTL’s Dschungelcamp der Menschlichkeit – zum obersten Scharfrichter über den Sänger und seine Fans erhob. Auch seine „Brüder“ von den Söhnen Mannheims, jener Musikgruppe, die ihren musikalischen Erfolg in den vergangenen Jahrzehnten vor allem Naidoo zu verdanken hat, distanzierten sich von ihrem prominentesten Bandmitglied.

ProSieben verlangt das „Sie“ zurück

Zuvor hatte bereits ProSieben, ein weiterer TV-Sender, dem der populäre Querkopf in der Vergangenheit hohe Einschaltquoten bescherte, via Twitter strenge Worte an seinen ehemaligen Partner gerichtet. „Lieber Xavier #Naidoo“, hieß es in dem Tweet, „mit Haß, Hetze und alternativen Fakten hat noch niemand eine Gesellschaft besser gemacht. Sie auch nicht.“ Interessant an der Internet-Botschaft an den einstigen Kollegen war für mich als jemanden, der das TV-Geschäft von Innen kennt, vor allem die Anrede „Sie“.

Gehört das Fernsehen doch zu jenen hippen Branchen, in denen man sich eigentlich grundsätzlich duzt. Auch wenn man sich noch so haßt. Selbst ein Rausschmiß wird einem da in der Regel noch mit einem kumpelhaften „Du“ serviert. Wie gesagt, ich weiß wovon ich rede. Um in der Mainstream-Medienwelt, noch dazu im Internet, nicht mehr geduzt zu werden, muß jemand schon einen schier unaussprechlichen Sündenfall begangen haben.

Nicht mehr Teil der Gemeinschaft der guten Deutschen

Bisher hatten weder seine alten Freunde von den Söhnen Mannheims, noch seine verschiedenen Fernsehsender und Medienpartner sonderlich große Probleme mit dem, was Xavier Naidoo so zu sagen hatte. Genauso wenig wie all die Künstlerkollegen, die jetzt über ihn herfallen. Dabei hatte er in der Vergangenheit schon so einiges von sich gegeben, das deutlich radikaler klang und rational für viele weniger nachzuvollziehen war, als die Verurteilung von Morden durch Gäste an ihren Gastgebern.

Aber es waren eben Thesen, die völlig unabhängig von ihrer Rationalität oder Irrationalität, quer durch die politischen Fronten anklang fanden. Vor allem auch in dem Milieu, in dem der Künstler sich schon von Berufswegen her bewegen muß. Dort war er bislang eben nur ein weiterer Musiker, der seine Stimme gegen den Kapitalismus erhoben hatte, was grundsätzlich gerne gehört wird, egal mit welchen Unterklängen.

Gegen Antiamerikanismus haben die meisten Kulturschaffenden schon zweimal nichts. Wenn einer jedoch nur „fast alle Menschen lieb“ hat, aber nicht „seelenruhig nebendran stehen“ will, wenn ihre „Töchter“, ihre „Kinder leiden“ und „ein Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt“, dann kann er nun mal nicht mehr Teil der Gemeinschaft der guten Deutschen sein.

Woody Allen gerät ebenfalls ins Visier

Naidoo war nicht der einzige, der in den vergangenen Tagen die stets diskriminierungsbereite Antidiskriminierungsmeute gegen sich aufbrachte. In den USA hat ein Verlag die Veröffentlichung der Autobiografie von Woody Allen zurückgezogen. Nach Protesten aus dessen Familie und von ehemaligen Mitarbeitern war den Entscheidungsträgern bei Hachette, wo die Memoiren des Filmemachers publiziert werden sollten, offenbar aufgefallen, daß sich der Regisseur, der einst seine eigene Adoptivtochter geheiratet hat, in seinem Leben moralisch nicht immer ganz einwandfrei verhalten hat.

Nach der Entscheidung zu Ungunsten des alten weißen, wenn auch immerhin jüdischen Mannes, hatten auch in Deutschland einige Blut geleckt. Die hatten zwar, anders als jene, die in den Vereinigten Staaten gegen das Buch sturmgelaufen sind, nichts mit Woody Allen zu tun, dürfen ihre Schreibübungen aber immerhin im gleichen deutschen Verlagshaus veröffentlichen, wie die Regielegende aus Hollywood. Auf dieses Privileg wollen sie nun aber gerne und öffentlichkeitswirksam verzichten.

Einige der Autoren, darunter solch Geistesgrößen wie Sascha Lobo, Margarete Stokowski und etliche Damen und Herren, von denen vermutlich kaum ein intelligenter Mensch je etwas gehört geschweige denn gelesen hat, wollten die Veröffentlichung des Buches der Regielegende auch in Deutschland verhindern und schrieben einen offen Brief an den Rowohlt-Verlag. Bisher war dieser aber immerhin ebenso erfolglos, wie die meisten seiner Verfasser.

Politisch korrekte Krümelmonster vs. Bahlsen

Selbst Schokoladenkekse können in Deutschland gar nicht so süß sein, daß sie die Millennial-Internetblase vom Sauerwerden abhalten könnten. Das mußte jetzt auch der Knusper-Süßwarenfabrikant Bahlsen feststellen. Der machte den Fehler, eines seiner klassischen Produkte in den sogenannten Sozialen Medien zu posten. Das Foto der Kekspackung löste einen Sturm der Entrüstung aus. Grund: Die Schoko-Plätzchen trugen doch tatsächlich den Namen „Afrika“!

Ein solch rassistischer Aussetzer einer deutschen Backwarenfirma, die offensichtlich aus der Geschichte nichts gelernt hat, konnten die Krieger für die totale Gerechtigkeit natürlich nicht durchgehen lassen. Schlimm genug, daß Mama und Papa ihnen die Kekse ihr Leben lang aufgetischt haben, ohne ihnen je etwas von dessen dunklen Geheimnis zu erzählen. Essen können die sozialen Krümelmonster die Kekse aber wohl weiterhin. Bahlsen will dem Afrika-Keks nach Jahrzehnten nun einen neuen Namen geben. Über möglichst zahlreiche Vorschläge für die Neubenennung wird sich der eingeknickte Konzern sicherlich freuen.

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Die deutsche Kanzelbrunzerin Merkel hat lange das Coronavirus ignoriert, um dann um so heftiger mit ihrer Aussage über die Infizierungsrate wie eine Bombe einzuschlagen. Sie sagte bei einer Pressekonferenz zusammen mit Krankheitsminister Jens Spahn am vergangenen Donnerstag, 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung Deutschlands könnten infiziert werden.

Wenn laut Experten es eine Sterblichkeitsrate von 3,4 Prozent gibt, dann müssten demnach rechnerisch bei 83 Millionen Einwohner fast 2 Millionen Menschen alleine in Deutschland an den Folgen des Coronavirus sterben, eine schockieren hohe Zahl.

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Im Luftreich des Traums besitzen wir Deutschen die Herrschaft unbestritten. Was Heinrich Heine in seinem „Wintermärchen“ notierte, gilt zumindest für deutsche Politiker heute genauso wie vor gut 175 Jahren. Die Mühsal, auf dem Land und auf dem Meer die Grenzen Europas zu verteidigen, überlassen wir gerne den anderen und rümpfen die Nase, wenn es unfein wird; der deutsche Diskurs dreht sich um nichts Geringeres als die Rettung der Menschheit.

Wer sich allein aus „Tagesschau“, „heute“ und den etablierten Leitmedien der deutschen Tages- und Wochenpresse informiert, wer zudem die Einordnung des Geschehens deren Leitartiklern und den Gesprächsrundenformaten der Öffentlich-Rechtlichen überläßt, der kann in der Tat glauben, daß an den griechischen Grenzen vor allem Frauen und Kinder Einlaß begehren und in den griechischen Migrantenlagern Mütter und Kinder, Alte und Schwache hungern, frieren, Not leiden und auf Erlösung durch Frau Merkel warten.

In Endlosschleife reflektieren die linksgrünen Echokammern das Mantra, daß allein die Aufnahme und Versorgung im deutschen Sozialstaat das Leid der durchweg als „Flüchtlinge“ und „Schutzsuchende“ fehletikettierten Migrantenscharen abstellen könne; daß im „reichen“ Deutschland noch immer genug „Platz“ und Geld vorhanden sei, und daß die legitimen und konsequenten Grenzsicherungsmaßnahmen der griechischen Behörden und Sicherheitskräfte sich irgendwo zwischen fragwürdig und völkerrechtswidrig bewegten.

Süßes Lockmittel

Wer nachdenkt und rechnet, dem muß schon aufgrund des schier unerschöpflichen Nachschubs an Migrationswilligen aufgehen, daß „Grenzen auf“ keine Lösung für die aktuelle wie für künftige Migrationskrisen sein kann. Doch wo diese Haltung herrscht, sind selbst Zahlen und Fakten schon potentiell rechtsextrem, steht eine auf sie gegründete Politik a priori unter Gesinnungsverdacht.

Und das mitunter selbst dort, wo politische Fehlentscheidungen die Bürger spürbar und unmittelbar treffen: in den Kommunen. Etwa 140 deutsche Städte, darunter auch einige bayerische wie die Unterfranken-Metropole Würzburg, haben sich einem von der NGO „Seebrücke“ initiierten Städtebündnis „Sicherer Häfen“ angeschlossen, das Migranten aus Griechenland aufnehmen will. Die Oberbürgermeister von sieben Städten haben einen entsprechenden Appell an die Bundesregierung gerichtet.

Angesichts dieses hypermoralischen Propaganda-Trommelfeuers hat die Bundesregierung, schneller als sogar von Pessimisten erwartet, die ursprünglichen Beteuerungen, man stehe zur Sicherung der europäischen Grenzen und der Kontrollverlust von 2015 dürfe sich nicht wiederholen, ausgehöhlt und mit einem fatalen Beschluß die Tür zum nächsten Asylansturm nach Deutschland geöffnet.

Heraus kam ein süßes Lockmittel: Nur 1.500 Personen sollten aufgenommen werden, und nur Minderjährige unter 14 Jahren, und nur besonders Schutz- und Behandlungsbedürftige und vor allem Mädchen. Dabei wird es natürlich nicht bleiben. Nimmt man Minderjährige auf – es wird sich weisen, wie viele davon dann doch vollbärtig ankommen –, ist der Nachzug von Eltern und Geschwistern der nächste logische Schritt. Den Ankerkindern folgen die Familien, den Ankerfamilien Sippen und Familienverbände.

Gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung

Jeder verantwortungsbewußte Bürgermeister sollte diesen Mechanismus kennen, der Sozialausgaben und Integrationslasten rasch zum Explodieren bringen kann. Das Beispiel Rendsburg ist noch frisch: Erst erklärte sich die schleswig-holsteinische Stadt mit großer Moralgeste zum „Sicheren Hafen“, dann mußte sie um einen Stopp der Zuweisung neuer Migranten bitten, weil der Bevölkerungsanteil der Einwanderer aus den Hauptasylländern in den vergangenen fünf Jahren von einem auf zehn Prozent hochgeschnellt war.

Der Beschluß der Bundesregierung entspricht auch nicht dem Mehrheitswillen der Bevölkerung. Die Stimmung hat sich geändert seit dem Willkommensrausch von 2015. Ein Indiz: Der Verein „Seebrücke“ kann trotz der konzertierten Werbung linker Parteien, Kirchen, Lobbyisten und Verbände für seine „Wir haben Platz!“-Kundgebungen in mehreren Städten jeweils nur einen harten Kern von einigen hundert bis wenigen tausend Teilnehmern mobilisieren.

Einer aktuellen Umfrage zufolge lehnen 51 Prozent die Aufnahme sogenannter „Flüchtlingskinder“ ab, nur 39 Prozent befürworten sie. Eindeutig dagegen sind 71 Prozent der Unionsanhänger, 75 Prozent der FDP- und 96 Prozent der AfD-Wähler. Klare Befürworter sind dagegen Parteigänger von Grünen (69 Prozent) und SPD (59 Prozent).

Hypermoralisches Luxusdenken

Es gibt in dieser Frage also eine klare bürgerliche Mehrheit gegen das lautstarke grünlinke Lager. Statt auf die eigenen Wähler zu hören – „die Leute wollen keine Flüchtlinge“, hielt Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus Kanzlerin und Innenminister zu Recht entgegen –, beugen sich CDU, CSU und FDP dem Druck der grün-linken Meinungshegemone und der Macht der mit ihnen verbundenen Lobby der Einwanderungsprofiteure und verstecken sich hinter Kompromissen.

Im Ergebnis ermutigt die Bundesregierung Sozialmigranten mit falschen Signalen und fällt den Verteidigern der Festung Europa in den Rücken, statt ihnen politisch, personell und materiell zu Hilfe zu eilen, die eigenen Grenzen zu sichern und das löchrig gewordene deutsche Asylrecht zu suspendieren und zu reformieren.

Das hypermoralische Luxusdenken der deutschen Politik ist ein Spiel mit dem Feuer. Die vom türkischen Staatschef Erdoğan in Gang gesetzte Migrantenwelle 2020 könnte noch dramatischer werden als der Asylansturm 2015, der Europa bereits in seinen Grundfesten erschüttert hat. Es ist höchste Zeit, daß die Deutschen sich aus dem Luftreich der Illusionen wieder herab auf den Boden der Tatsachen begeben.

JF 12/20

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