BRÜSSEL. Mehrere EU-Staaten haben sich zur Aufnahme von 1.600 Migranten von den griechischen Inseln bereit erklärt. Es handelt sich um unbegleitete Minderjährige und andere besonders Schutzbedürftige aus Griechenland, sagte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson, wie die Tagesschau berichtet. Aufnahmebereit sind demnach Deutschland, Frankreich, Irland, Finnland, Portugal, Luxemburg und Kroatien. „Das ist ein guter Start“, sagte Johansson mit Blick auf die „Koalition der Willigen“.

Rund 5.500 der 42.000 Migranten, die derzeit auf den griechischen Inseln in Lagern leben, sind nach Angaben der EU-Kommission unbegleitete Minderjährige. 90 Prozent von ihnen sind den griechischen Behörden zufolge 14 Jahre oder älter.

Zudem plant die EU finanzielle Anreize zur Rückkehr für die Migranten. Bis zu 5.000 Personen, die vor dem 1. Januar kamen, sollen für eine freiwillige Rückkehr in ihr Heimatland 2.000 Euro erhalten. Das Angebot gelte für einen Zeitraum von einem Monat. (tb)

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WIEN. Nach Italien hat auch Österreich zur Eindämmung des Coronavirus massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens verfügt. Ab Montag sollen alle Geschäfte geschlossen bleiben, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag. Geöffnet bleiben demnach Lebensmittelläden, Banken, Apotheken, Drogeriemärkte, Läden für Tierfutter und Postfilialen. Bars und Restaurants müssen ab kommender Woche dann um 15 Uhr schließen. Auch appellierte Kurz abermals an Arbeitgeber, auf Home-Office umzustellen, sodaß Arbeitnehmer von zuhause arbeiten können.

Zudem stellt die österreichische Regierung besonders vom Coronavirus gebeutelte Gebiete unter Quarantäne. Davon betroffen ist derzeit das Paznauntal und die Gemeinde St. Anton am Arlberg in Tirol. „Diese Gebiete werden ab sofort isoliert“, sagte Kurz. Ausländische Gäste dürften aber noch ausreisen. Die Quarantäne ist zunächst auf 14 Tage angesetzt. Des weiteren kündigte Kurz an, die Flugverbindungen nach Spanien, Frankreich und in die Schweiz auszusetzen. Weiterhin gilt ein Einreisestopp für Personen aus Italien ohne ärztliches Attest.

Am Mittwoch hatte Italien seine Maßnahmen zur Eindämmung des Virus weiter verschärft. Geschäfte sind – mit Ausnahme von Apotheken und Supermärkten – geschlossen. Dies betrifft auch Bars und Restaurants. Selbst Spaziergänge im Freien und Joggen in Parks ist verboten. Öffentliche Verkehrsmittel bleiben hingegen weiterhin in Betrieb. Hochzeiten und Beerdigungen sind untersagt. (tb)

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Was dieser Tage an den Weltbörsen passiert, ist schon ziemlich spektakulär. Der deutsche Aktienindex Dax, der noch Mitte Februar Kurs auf 14.000 Punkte und damit einen historischen Höchststand genommen hatte, ist binnen zweier Wochen auf knapp über 9.000 Zähler gefallen und hat damit 34 Prozent seines Wertes eingebüßt. Nicht anders sieht es beim amerikanischen Dow-Jones-Index aus, der vor zwei Wochen kurz davor war, die ebenfalls historische Marke von 30.000 Punkten zu knacken, inzwischen aber um ein Drittel gefallen ist und aktuell hart an der Marke von 20.000 Punkten notiert.

Auch wenn jetzt noch keiner weiß, ob die Börsenkurse so tief wie in der Finanzkrise von 2007-09 fallen werden – so viel ist inzwischen klar: Die sich im Moment anbahnende Weltwirtschaftskrise kann es, auch wenn ihre Ursachen ganz andere sind, mit der von vor zwölf Jahren absolut aufnehmen.

Nun besitzen ja nur vier Millionen Deutsche Aktien oder Aktienfonds, was gerade einmal 15 Prozent der Bevölkerung darstellt. Und im Gegensatz zu Amerikanern und Briten bekommen die meisten Rentner in Deutschland ihre Rente von der staatlichen Rentenversicherung und müssen im Ruhentstand nicht von Privatrenten leben, die in Aktien angespart wurden.

Weltbörsen und Realwirtschaft hängen eng zusammen

Prima Sache, könnte man sich also denken, die Talfahrt an den Börsen geht kaum jemanden etwas an, weshalb die Schreckensschreie der gequälten Börsenhändler und der wenigen Aktienbesitzer, die genau jetzt verkaufen müssen, in Deutschland weitgehend ungehört verhallen. Könnte man meinen, ist aber nicht so, denn die Entwicklung an den Weltbörsen hängt mit der realen Wirtschaft aufs Engste zusammen. Und die echte Wirtschaft geht jeden etwas an, auch wenn er davon nicht viel versteht und eigentlich nie darüber nachdenkt.

Die nachvollziehbarsten Auswirkungen sind natürlich die auf die Reise- und Tourismusindustrie, und zwar nicht nur auf den Kanaren und Mallorca, wo 60 oder 70 Prozent aller Arbeitsplätze am Tourismus hängen, sondern auch bei uns. Hoteliers, Restaurant-, Café- und Kneipenbetreiber, aber auch Konzertveranstalter, Messebauer, Caterer und Reiseveranstalter haben bereits jetzt enorme Ausfälle zu verzeichnen – und ein Ende ist noch gar nicht abzusehen.

Das ist allein deshalb schlimm, weil das eine Industrie ist, in der viele Menschen mit Zeitverträgen, als Leiharbeiter oder als Mindestlohnempfänger beschäftigt sind, Arbeitsverhältnisse, die jetzt reihenweise beendet oder mindestens beschränkt werden.

Eine Liquiditätskrise auf zwei Ebenen

Genauso problematisch ist die Lage der Unternehmen in Tourismus, Gastgewerbe und der Freizeitwirtschaft, Branchen, die schon in den besten Zeiten als nicht besonders stabil gelten. Selbstverständlich nicht alle, aber viele Wirte, Reiseveranstalter oder Hotelbetreiber verdienen auch in guten Zeiten nicht besonders viel, verfügen also über keine großen Kapitalreserven und haben bei Ihren Banken kaum Möglichkeiten, genau dann zusätzliche Liquidität zu bekommen, wenn sie diese am meisten bräuchten, nämlich jetzt.

Und genau da sind wir am Knackpunkt: Wirtschaftskrisen, die sich oberflächlich gesehen nur auf den Monitoren der Weltbörsen abspielen, haben im echten Leben höchst spürbare Auswirkungen, weil ein Aktiencrash immer eine Liquiditätskrise auf zwei Ebenen einleitet: Zuerst einmal nehmen Unternehmen plötzlich weniger ein, müssen aber ihre laufenden Kosten, die man auch als Fixkosten bezeichnet, weiter stemmen. Ein Hotelbetreiber, dessen Hotel wegen der Corona-Krise plötzlich nur noch zu einem Viertel gebucht ist, muß weiter Köche, Kellner und Zimmermädchen, Autos, Strom Gas, Wasser und die Darlehensraten bei der Kreissparkasse bezahlen.

Nun gibt es ja genau in Situationen, in denen Einnahmen ausbleiben, für Unternehmen das sogenannten Kontokorrent. Ein Kontokorrent ist ein Einlagenkonto für Unternehmen, das an einen Überziehungsrahmen gekoppelt ist, der bis zu einem festgelegten Höchstbetrag beliebig oft in Anspruch genommen werden kann. Das Kontokorrent, das man auch KK-Linie nennt, ist der mit Abstand wichtigste Kredit für mittelständische Unternehmen überhaupt. Ohne ihn läuft gar nichts. Über das Firmenkonto und den dazugehörigen Kontokorrent werden im Mittelstand alle laufenden Zahlungen abgewickelt und teilweise vorfinanziert.

2021 wird es eine Welle von Insolvenzen geben

Jetzt kommen wir zum zweiten Faktor in jeder Wirtschaftskrise, die immer auch eine Liquiditätskrise darstellt, zur Frage, ob ein Unternehmer das Kontokorrent hat, das er jetzt braucht. Die Erfahrung zeigt, daß viele Unternehmen in den jetzt gefährdeten Branchen nicht über die KK-Linien verfügen, die sie bräuchten, um die Krise zu überstehen.

Das liegt hauptsächlich an den Kreditsicherheiten. Banken verlangen im unternehmerischen Mittelstand so gut wie immer Kreditsicherheiten, hauptsächlich Grundschulden auf unbelastete Immobilien. Die hat aber nicht jeder, also kommt es zu ungenehmigten Überziehungen des Kontokorrents.

Das kann ein Unternehmer eine Zeitlang durchaus machen, und Banken haben dafür im Moment auch ein gewisses Verständnis, aber irgendwann ist Schluß, dann wird die KK-Linie gekündigt – und das, und nicht die so oft beschworene bilanzielle Überschuldung, ist so gut wie immer der Auslöser einer Insolvenz im Mittelstand.

Bis so ein Prozeß abgeschlossen ist, vergeht ein Jahr, manchmal auch zwei. Und auch wenn es keine Statistiken gibt, wo gerade so etwas passiert, ist es klar, daß die Umsatzeinbußen, die tausende deutsche Unternehmen im Moment erleiden, zu massiven wirtschaftlichen Problemen und im Jahr 2021 zu einer Welle von Insolvenzen führen werden. Das wird in der Konsequenz zu einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums und zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen.

Ein Silberstreifen am Horizont

Wenn dies alles heute schon klar ist, dann stellt sich die Frage: Kann man dagegen etwas tun? Antwort: Die Möglichkeiten sind sehr begrenzt. Die durch die Corona-Krise ausgelösten massiven Nachfrageeinbußen in Tourismus, Handel, Import und Export können durch staatlichen Maßnahmen – oder gar Verstaatlichungen, von denen die Linke in solchen Situationen ja stets träumt – keinesfalls ausgeglichen werden.

Der einzige Ansatzpunkt bietet sich bei der Geldpolitik: EZB, Bundesbank und im Durchgriff die üblichen Banken des Mittelstands können vermehrt Liquidität zur Verfügung stellen, was sie durch die Nullzinspolitik allerdings seit Jahren bereits tun. Doch viel ist hier nicht zu erhoffen. Jetzt zeigt sich schön, daß diese einstmals scharfe Waffe inzwischen fast vollkommen stumpf geworden ist. Zinssenkungen allein werden diese Krise weder lindern noch verkürzen, geschweige denn beenden, weil man tiefer als Null nicht gehen kann.

Bei all diesen schlechten Nachrichten gibt es allerdings auch einen Silberstreifen am Horizont: Da die Zinsen auf Jahrzehnte hinaus nicht mehr steigen können, werden die Immobilienpreise ihre hohes Niveau halten, was die alte Wahrheit, die sich schon nach den beiden Weltkriegen gezeigt hat, wieder einmal untermauert: Grund und Boden ist Gold wert. Die Aktienmärkte werden weiter nach unten gehen, aber nach einem oder eineinhalb Jahren werden sie wieder steigen, weil sie das nach Krisen immer tun.

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Mit seinem Buch „Deutschlands freiwilliger Untergang“ sorgt Salahdin Koban seit Wochen für Schlagzeilen. Im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT beklagt er, daß die politische Linke nicht zwischen Patriotismus und Nationalismus unterscheide. Den Deutschen bescheinigt das CDU-Mitglied, aus ihren Fehlern gelernt zu haben. Die deutsche Kultur habe sich seit dem 20. Jahrhundert weiterentwickelt.

 

Herr Koban, Sie haben vor kurzem der „Welt“ im Zuge ihrer Buchveröffentlichung ein Interview gegeben, in dem Sie deutschen Selbsthaß und Multi-Kulti-Politik gegeißelt haben. Wie waren die Reaktionen darauf?

Salahdin Koban: Ich habe viel positiven Zuspruch aus den unterschiedlichen politischen Lagern bekommen, aber auch aus der deutsch-migrantischen Community. Ich habe außerdem die Multi-Kulti-Politik nicht gegeißelt, sondern sie in ihrer derzeitigen Form für gescheitert erklärt.

Wie kommt es, daß ein Sohn von Migranten sich ausgerechnet in der CDU engagiert und nicht bei linken Parteien? 

Koban: Weshalb sollte ich es nicht? Die CDU ist eine Volkspartei, die einen wirtschaftsliberalen, sozialen und konservativen Flügel vereint. Die CDU muß, wenn sie dem Anspruch der Volkspartei gerecht werden möchte, die Gesellschaft in all ihrer Vielfalt widerspiegeln. Ich denke diesem Auftrag wird die Partei gerecht. Ich fühle mich jedenfalls in der Partei zuhause. Die Linke betrachtet Minderheiten als Opfer. Sie versteht sich als kostenloser Rechtsanwalt dieser und es wird nicht gefragt, ob diese Gruppen überhaupt diese Art der Solidarisierung wollen. Des Weiteren herrscht ein Demo-Kult. Bei jeder Kleinigkeit sind sie auf der Straße. Das ist heute nur noch ein „Selfie“ und ein paar „Likes“ für die eigene Basis, damit erreicht man sonst niemanden.

Umbenennung der Nationalmannschaft ist skandalös

Worin äußert sich für Sie deutscher Selbsthaß und wie kann ihm begegnet werden?

Koban: Es fehlt an Patriotismus, wir sehen das immer wieder gerne an Nationalfeiertagen, deutsche oder europäische Flaggen sind Fehlanzeige. Die politische Linke unterscheidet nicht zwischen Patriotismus und Nationalismus. Allein das die Nationalmannschaft in „Die Mannschaft“ unbenannt wurde, ist skandalös.

Was läuft Ihrer Meinung nach in der deutschen Integrationspolitik falsch?

Koban: Es gibt keinen wirklichen Ansatz: Wer sind wir im Jahr 2020? Wie ist Deutschland zu einem Einwanderungsland geworden? Was lehren wir an den Schulen? Warum trennen wir nicht zwischen Flüchtlingen und Einwanderern? Weshalb führen wir keine offene Debatte über Leitkultur? Ich möchte keine Leitkultur, die die Fünfzigerjahre zum Vorbild nimmt, aber die offene Debatte darüber möchte ich. Bis Mitte der 2000er Jahre wurde der Umstand, daß wir ein Einwanderungsland sind, geleugnet. Stattdessen werden zu viele Scheindebatten geführt. Ich nehme immer gerne die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, als Beispiel: Österreich hat mit dem Islamgesetz die Deutungshoheit über den Islam als Nation faktisch beansprucht. Das betrifft sowohl die Lehre als auch die Seelsorge, aber beispielsweise auch die Friedhofsregelungen. Damit wurde die Auslandsfinanzierung von Moscheen beendet. Das ist lösungsorientiert. Ich möchte aber erwähnen, daß es gute Integrationspolitiker gibt, Frau Serap Güler beispielsweise leistet in NRW herausragende Arbeit als Staatssekretärin für Integration.

AfD spielt mit den Ängsten der Bürger

Thilo Sarrazin hat vor zehn Jahren gewarnt: Deutschland schafft sich ab. Teilen Sie seine Befürchtungen?

Koban: Nein, der Personenkult um Sarrazin liegt am Titel des Buches und an den Äußerungen der Bundeskanzlerin, ansonsten wäre sein Buch maximal als Fußnote in die deutsche Geschichte eingegangen. Ich nehme ihn zudem seit dem SPD-Parteiausschluß-Verfahren und seinen wilden Aussagen zu angeblichen Erbgut-Theorien nicht mehr ernst. Ich glaube auch, daß die Mehrheit seiner Käufer seine Bücher nie gelesen hat. Wichtig bleibt, daß er die Debatte angestoßen hat. Er hat ansonsten zur integrationspolitischen Debatte keinen sinnvollen Beitrag geleistet.

Sie schreiben in Ihrem Buch von der Hoffnung, daß Heimatliebe über kulturelle Grenzen hinweg als Gemeinsamkeit wahrgenommen wird. Ist es nicht genau das, was in Allianzen sogenannter Rechtspopulisten von AfD über Front National bis Lega politisch verwirklicht wird? Ein Patriotismus/Nationalismus, der nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander funktioniert?

Koban: Nein, ich lehne Nationalismus in jeglicher Form ab. Zumal diese Parteien mit Ängsten der Bürger spielen. Zur AfD: Die radikale Rhetorik und die Herabsetzung von Minderheiten hat für viel Unfrieden in der Gesellschaft gesorgt. Diese Partei schadet dem Ansehen und dem inneren Frieden der Bundesrepublik Deutschland.

Wieso definieren Sie sich ganz persönlich als Deutscher und nicht als Schwabe, wo Sie aufgewachsen sind? Was macht für sie die Anziehungskraft einer deutschen Identität aus?

Koban: Beides gehört für mich zusammen, des Weiteren bin ich überzeugter Europäer. Ich bin hier geboren, aufgewachsen und bin deutscher Staatsbürger. Ich fühle mich als Teil dieses vielfältigen Landes, in dem wir in Einigkeit und Recht und Freiheit zusammenleben.

„Erinnerungskultur muß fester Bestandteil des Landes sein“

Zeichnen Sie nicht selbst ein Klischeebild vom Deutschsein, wenn Sie schreiben, Deutsche seien unfreundlich, rücksichtslos und würden fremde Menschen wegen eines anderen Aussehens anstarren?

Koban: Nicht wirklich, ich habe aus vielen verschiedenen Kulturkreisen viel Zustimmung erhalten. Gestern erst hat mir ein amerikanischer Freund, der über 20 Jahre hier gedient hat, diese Punkte bestätigt.

Sie kritisieren, daß die Deutschen ihrer Kultur mißtrauen? Haben sie dazu nach den Schrecken des 19. und des 20. Jahrhunderts nicht auch allen Grund?

Koban: Die Erinnerungskultur muß immer ein fester Bestandteil unseres Landes sein, das aber schließt nicht aus, daß wir einen gesunden Patriotismus ausleben. Des Weiteren haben wir aus unseren Fehlern gelernt. Unsere Kultur hat sich weiterentwickelt. 

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BERLIN. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast hat eine dauerhafte Finanzierung der Antifa gefordert. „Ich bin es leid, wie wir seit Jahren darum kämpfen, daß NGOs und Antifa-Gruppen, die sich engagieren, um ihr Geld ringen und nur von Jahr zu Jahr Arbeitsverträge abschließen können. Sie müssen eine verläßliche Finanzierung haben“, sagte sie im Bundestag.

Weiter beklagte sie, daß diesen Organisationen immer wieder Gelder gestrichen würden. Im Kampf gegen Rechtsextremismus bedürfe es zudem Institutionen, die unabhängig wissenschaftlich arbeiteten. Als einen ersten Schritt verlangte sie, das Wort „Rasse“ aus der Verfassung zu streichen.

Antifa bedroht AfD

In ihrer Rede im Parlament warnte sie vor neuen Erscheinungsformen der Rechtsextremen. Sie kämen nicht mehr „in Bomberjacken und Springerstiefeln, sondern mit weißem Kragen und Twedjacket“.

In der Vergangenheit hatte sich Künast gegen eine Beobachtung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz ausgesprochen. Die Behörde dürfe nicht dafür mißbraucht werden.

Antifa-Gruppen hatten durch Anschläge und Angriffe auf AfD-Politiker immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. In Berlin kann die Partei derzeit wegen Drohungen der Antifa keine Räume für ihren Landesparteitag finden. (ag)

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BERLIN. Auch in Deutschland haben Behörden nun teils weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus angeordnet. In Bayern, Niedersachsen und dem Saarland sind Schulen ab Montag geschlossen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) kündigte an, schrittweise vorzugehen und ab Montag zunächst die Oberschulzentren zu schließen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teilte zudem mit, die Besuche in Alten- und Pflegeheimen im Freistaat seien ab sofort untersagt. Die bayerische Kommunalwahl solle trotz der Krise wie geplant am Sonntag stattfinden. Die Landesregierung in Berlin prüft auch die Einschränkung des öffentlichen Nahverkehrs.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag abend nach Rücksprache mit den Ministerpräsidenten und Experten die Bevölkerung in Deutschland auf eine „sehr schwere Herausforderung“ eingeschworen. Nach Ansicht Merkels seien das Virus und seine Folgen gravierender als die Finanzkrise.

Alle Krankenhäuser sollen planbare Operationen verschieben

Bund und Länder kündigten zudem einen Beschluß an, der alle Krankenhäuser des Landes dazu auffordert, alle planbaren Operationen, Aufnahmen und Eingriffe bis auf unbestimmte Zeit zu verschieben, sofern dies medizinisch vertretbar ist. Söder sagte am Donnerstag abend, nötig sei eine „Stärkung der gesamten Krankenhauslandschaft“. Dies müsse derart umgestellt werden, daß genügend Intensivbetten zur Verfügung stehen. Finanzielle Folgen für die Spitäler sollen dem Beschluß zufolge von den gesetzlichen Krankenkassen ausgeglichen werden. Es solle auch einen Bonus für jedes Intensivbett geben. CDU, AfD und FDP verschoben ihre geplanten Parteitage auf unbestimmte Zeit.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) teilte mit, die Kontrollen an den Grenzen durch die Bundespolizei „noch einmal deutlich zu intensivieren“. Dadurch sollen Personen, die aus Risikogebieten kommen, schneller identifiziert werden. Andere Länder haben umfassende Einreisebeschränkungen erlassen.

Einreisesperren in mehreren Ländern

US-Präsident Donald Trump sprach in der Nacht zu Donnerstag per Dekret ein Einreiseverbot für fast alle Personen aus, die sich in den vergangenen 14 Tagen im Schengenraum aufgehalten haben. Das Verbot trat mit 13. März in Kraft.

Österreich untersagte die Einreise von Personen, die aus Italien kommen. Ausnahmen gelten für jene Einwanderer, die ein ärztliches Attest vorlegen können. Touristen dürfen durch Österreich durchfahren, dazu könne unter anderem vor der Einreise die Tankanzeige kontrolliert werden, meldeten österreichische Medien. Das Land Tirol verfügte am Freitag die Schließung aller Hotels und Skigebiete.

Tschechien führte Kontrollen an seinen Grenzen zu Deutschland und Österreich ein. Reisenden aus Deutschland und anderen Risikogebieten wird die Einreise untersagt, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Ausgenommen seien Personen, die einen Wohnsitz in Tschechien haben. Das Land hat für 30 Tage den Notstand erklärt. Auch Polen, Slowenien und Norwegen verschärften ihre Grenzkontrollen. Malta verhängte für Reisende aus Deutschland eine 14tägige Quarantäne.

Deutsche Fußballiga empfiehlt Bundesliga-Unterbrechung

Das Präsidium der Deutschen Fußballiga teilte am Freitag mit, es empfehle der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung, den Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga ab Dienstag bis einschließlich 2. April zu unterbrechen. Die Uefa beschloß, den Spielbetrieb in der Champions- und Europa League vorerst auf Eis zu legen. Am kommenden Dienstag soll zudem über die Austragung der Fußball-Europameisterschaft entschieden werden. Wahrscheinlich ist, daß das Turnier auf das kommende Jahr verschoben wird.

Zuvor hatten bereits Regionalligen die Meisterschaft ausgesetzt. Die Ligen anderer Sportarten waren bereits vor Tagen unter- oder ganz abgebrochen worden. (ls)

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BERLIN. Die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Alice Weidel, hat einen sofortigen Einreisestopp für Personen aus Corona-Risikogebieten gefordert. „Deutschland muß dringend Einreiseverbote für Personen aus besonders belasteten Staaten verhängen. Das bedeutet: Wir benötigen engmaschige Grenzkontrollen“, sagte Weidel am Freitag der JUNGEN FREIHEIT.

Derzeit lehnt die Bundesregierung ein generelles Einreiseverbot für Menschen aus Regionen und Ländern, die das Robert-Koch-Institut als Covid-19-Risikogebiete einstuft, ab. Hierzu zählen beispielsweise Italien und der Iran, aber auch das Elsaß, Lothringen oder die chinesische Provinz Hubei.

Weidel vermutet ideologische Gründe

„Andere Staaten wie Tschechien und Österreich kontrollieren ihre Grenzen bereits, nur unsere Bundesregierung hat aus ideologischen Gründen kein Interesse am Grenzschutz“, kritisierte Weidel. Österreich hatte am Dienstag Einreisesperren für Personen aus Italien verhängt. Am Abend zuvor hatte die Regierung in Rom das gesamte Land zur Sperrzone erklärt.

Tschechien hat am Donnerstag seine Grenzübergänge geschlossen. Für Deutsche, die keinen festen Wohnsitz in dem Land haben, besteht ein Einreiseverbot. Gleiches gilt für Staatbürger zahlreicher weiterer EU-Staaten, darunter Italien, Österreich, Frankreich und Dänemark. (krk)

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Was die Medien und auch Politiker sowie Gesundheitsexperten fast nie erwähnen, wenn sie über die sogenannte Spanische Grippe sprechen, die 25 bis 50 Millionen Menschen zwischen 1918 und 1920 getötet hat, woher sie stammt und wer sie weltweit verbreitet hat. Man verschweigt ausdrücklich und bewusst die Quelle und wie nichts gegen die Ausbreitung unternommen wurde.

Das virulente Influenzavirus erschien zum ersten Mal in der US-Militärbasis von Fort Riley, im amerikanischen Bundesstaat Kansas im Frühling 1918. Die US-Soldaten wurden dort für den I. Weltkrieg ausgebildet und hustend und niesend verbreiteten sie das Virus zu anderen Militäreinrichtungen in ganz Amerika. Als sie dann an die Front verschifft wurden kam das Virus mit ihnen nach Europa und danach rund um die Welt.

Der Ursprung ist also Kansas und deshalb sollte die Krankheit richtigerweise Kansas-Grippe heissen, denn mit Spanien hat sie überhaupt nichts zu tun. Nur, das geht nicht, denn die Vereinigten Staaten sind ja immer “die Guten” und man darf die Amerikaner und besonders das US-Militär nicht mit Millionen von Toten in Verbindung bringen, auch wenn es die Wahrheit ist.

Spanische Grippe heisst es nur deshalb, weil Spanien während des I. Weltkrieges neutral war und deshalb keine so zensierte Presse hatte wie die kriegsführenden Länder, welche über die Seuche und das Massensterben unter den Soldaten und auch Zivilisten nichts meldeten, was als kriegsschädigend betrachtet wurde. In Spanien wurde offen und ausführlich über die tödliche Krankheit berichtet und deshalb bekam sie den Namen Spanische Grippe.

Fakt ist, das US-Militär war der Ursprung des Virus und US-Soldaten haben es überall hin verschleppt. Auf die Aktualität bezogen, wo oder wer ist die Quelle für den Coronavirus heute? Das ist die grosse Frage die Virologen sich stellen.

Jetzt sind die Chinesen ganz hellhörig geworden als der Direktor des US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Robert Redfield bei einer Kongressanhörung am Mittwoch gefragt wurde, ob man Todesfälle fälschlich der Influenza zugerechnet hat statt Convid-19, er antwortete: “Einige Fälle wurden tatsächlich in den Vereinigten Staaten so diagnostiziert.

Das heisst, der Coronavirus kann deshalb von den USA ausgegangen und nach China gelangt sein, was immer mehr Menschen dort glauben. “Die USA haben endlich zugegeben, dass unter denjenigen, die zuvor an der Grippe gestorben waren, auch Fälle des Coronavirus waren. Die wahre Quelle des Virus waren die USA“, sagte ein Kommentator. “Die USA schulden der Welt, insbesondere China, eine Entschuldigung“, sagte ein anderer. “Das amerikanische Coronavirus“, schrieb einer.

Die Theorie hat in den letzten Wochen an Boden gewonnen, nachdem ein angesehener Epidemiologe, Zhong Nanshan, auf einer Pressekonferenz am 27. Februar in einer beiläufigen Bemerkung sagte, dass das Virus, obwohl es zuerst in China auftauchte, “möglicherweise nicht aus China stammt“.

Zhong stellte später seine Aussage klar und sagte, dass der erste Ort, an dem eine Krankheit entdeckt wird, nicht “gleichbedeutend damit ist, dass sie die Quelle ist“. Das sagte er Reportern: “Aber wir können auch nicht schlussfolgern, dass das Virus aus dem Ausland kam. Nur durch Untersuchung und Rückverfolgung können wir diese Frage beantworten.

Doch nur Zhongs erste Bemerkung ist hängen geblieben, wiederholt von chinesischen Diplomaten, staatlichen Medien und Beamten, die die Idee subtil gefördert haben.

Am Donnerstag schlug ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums vor, dass das US-Militär das Virus nach Wuhan, das Zentrum des Ausbruchs, gebracht haben könnte.

1/2 CDC Director Robert Redfield admitted some Americans who seemingly died from influenza were tested positive for novel #coronavirus in the posthumous diagnosis, during the House Oversight Committee Wednesday. #COVID19 pic.twitter.com/vYNZRFPWo3

— Lijian Zhao 赵立坚 (@zlj517) March 12, 2020

2/2 CDC was caught on the spot. When did patient zero begin in US? How many people are infected? What are the names of the hospitals? It might be US army who brought the epidemic to Wuhan. Be transparent! Make public your data! US owe us an explanation! pic.twitter.com/vYNZRFPWo3

— Lijian Zhao 赵立坚 (@zlj517) March 12, 2020

Zhao Lijian warf den USA mangelnde Transparenz vor, sagte er auf Twitter: “Die CDC wurde auf der Stelle erwischt. Wann hat Patient Null in den USA begonnen? Wie viele Menschen sind infiziert?“, fragte Zhao Lijian. “Wie lauten die Namen der Krankenhäuser? Es könnte die US-Armee sein, die die Epidemie nach Wuhan gebracht hat. Seien Sie transparent! Machen Sie Ihre Daten öffentlich! Die USA schulden uns eine Erklärung!

Wir haben ja gesehen, das Trump-Regime und die CDC haben von Anfang an die Epidemie heruntergespielt und sogar als einfache Grippe bezeichnet. Trump behauptete, er hätte die Lage in Griff und ein Problem gebe es nur im Ausland.

Seine Verharmlosung wundert mich, wo doch sein Grossvater, Frederick Trump, am 27. Mai 1918 in New York City an der Spanischen Kansas Grippe gestorben ist.

Aber seine Wiederwahl hat absoluten Vorrang und er kann sich einen Absturz der US-Wirtschaft nicht leisten, deshalb sind negative Nachrichten unerwünscht. Nur, das interessiert die Märkte nicht.

Gestern ist der Dow wieder massiv abgestürzt und auch alle europäischen Börsen. Mal schauen was heute Freitag den 13. passiert. Jedenfalls ist der Schaden den die Eindämmungsmassnahmen anrichten gigantisch.

Macht euch auf italienische Zustände bereit, wenn das ganze Land stillgelegt wird.

Copyright – Alles Schall und Rauch Blog

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Die EU bietet Wirtschaftsmigranten auf den griechischen Inseln 2.000 Euro pro Person an, damit diese in ihre Heimatländer zurückkehren. Flüchtlinge sind von diesem Programm ausgenommen.

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