BERLIN. Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) will für den Vorsitz seiner Partei kandidieren. Das berichtete die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch unter Berufung auf das Umfeld des Politikers.

Merz hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt kritisch zur Situation der Großen Koalition geäußert. So hatte er der Bundesregierung im vergangenen Oktober vorgeworfen, ein „grottenschlechtes“ Bild abzugeben.

Im Dezember 2018 hatte Merz bereits für das Amt kandidiert. Damals unterlag er Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Seine damalige Kontrahentin hatte am Montag bekannt gegeben, auf eine Kanzlerkandidatur zu verzichten und kündigte ihren Rückzug vom Parteivorsitz an. (ag)

(0)

MÜNCHEN. Die Auseinandersetzung um das Grab des Wehrmachtgenerals Alfred Jodl (1890-1946) beschäftigt den Innenausschuß des Bayerischen Landtags. Eine eingereichte Petition des Münchner Künstlers Wolfgang Kastner fordert die Einebnung des Grabes auf dem Friedhof der Fraueninsel im Chiemsee, berichtete die Abendzeitung.

Er begründet seine Forderung unter anderem damit, daß auf dem Friedhof Treffen zu Ehren Jodls stattgefunden hätten. Kastner beschmierte das Grab, das er als „Denkmal der Schande“ bezeichnete, in der Vergangenheit mit Farbe und brachte dort zeitweilig ein Schild mit der Aufschrift „Keine Ehre dem Kriegsverbrecher!“ an.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sprach sich auch für die Beseitigung der Grabstätte aus. „Es sollte damit kein Platz für Erinnerung geschaffen werden. Dieses Grab ist unsäglich.“

Beuth soll aus Berliner Stadtbild verschwinden

Das Familiengrab des Offiziers erinnert auch an seine beiden Ehefrauen, die dort beerdigt wurden. Jodl selbst war im Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß zum Tode verurteilt worden. Nach seiner Hinrichtung wurde er verbrannt und seine Asche in einen Nebenarm der Isar verstreut.

Während des Zweiten Weltkriegs war Jodl Chef des Führungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht. Er arbeitete unter anderem den Plan für den Feldzug gegen die Sowjetunion aus.

Unterdessen ist in Berlin eine Diskussion über die Erinnerung an den preußischen Beamten Christian Peter Wilhelm Beuth (1781-1853) entbrannt. Nachdem die Beuth-Hochschule für Technik Ende Januar ihren Namen wegen antisemitischer Ansichten des Namensgebers abgelegt hatte, plant das Bezirksamt Pankow laut B. Z. die Umbenennung der Beuth-Straße im Ortsteil Niederschönhausen. Unklar ist, wie mit dem Grab des Ingenieurs verfahren werden soll. (ag)

(0)

Die Werte-Union, ein Zusammenschluß konservativer Mitglieder und Anhänger von CDU und CSU, steht gerade unter parteiinternem Dauerbeschuß, weil sie sich den Kritikern zufolge nicht stark genug gegen rechts abgrenzt. Die 22 Jahre alte Linnéa Findeklee ist Vorstandsmitglied der Werte-Union in Niedersachsen. Im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT erklärt die Medizinstudentin unter anderem, was eine junge Frau bewegt, heute in die CDU einzutreten, um sich für konservative Werte einzusetzen.

Frau Findeklee, mehrere CDU-Politiker haben der Werte-Union offen den Kampf angesagt, manche bezeichnen sie sogar als „Krebsgeschwür“. Sie sitzen im Vorstand der Werte-Union Niedersachen: Sind Sie Teil einer Krankheit, die die CDU dahinschindet?

Findeklee: Nein. Wir sind Christdemokraten und stehen fest zu unserer Partei, der CDU. Die Werte-Union fordert eine inhaltliche und personelle Erneuerung und eine Kurskorrektur. Es ist logisch, daß so etwas von Anhängern des bisherigen Linkskurses von Angela Merkel als unangenehm und störend empfunden wird. Sonst würde man verbal nicht Mitglieder der eigenen Partei versuchen zu diffamieren und zu diskreditieren. Zur Formulierung „Krebsgeschwür“: Ich als angehende Medizinerin kann nur jedem, der dieses Wort für andere Parteikollegen verwendet, empfehlen, ein Praktikum in der Onkologie oder pädiatrischen Neurochirurgie zu machen. Dieser Vergleich ist nicht nur inhaltlos, sondern auch empathie-, respekt- und pietätlos.

Wieso braucht es überhaupt einen Verein wie die Werte-Union in der CDU?

Findeklee: Wir stehen für eine bürgerlich-konservative Politik. Genau dafür steht auch unsere CDU und die CSU, nur unter Merkel gerieten die konservativen Werte und unsere Kernthemen in Vergessenheit.

Sie sind vor einem Jahr in die CDU und gleich in die Werte-Union eingetreten. Heute heißt es oft, Konservative seien zumeist alte, weiße Männer. Sie sind weiblich und jung: Was hat Sie zu Ihrem politischen Engagement bewogen?

Findeklee: Ich habe lange die Entwicklungen in unserem Land still beobachtet und mich immer mehr darüber aufgeregt. Es reicht aber nicht, sich über Politiker aufzuregen, sondern man muß sich aktiv für seine Werte und Ideale einsetzen. Ich möchte meinen Kindern später sagen können: Ich habe mich für eure Zukunft und die Zukunft unseres Landes eingesetzt und versucht, die Dinge besser zu machen.

Warum traten Sie als liberal-konservative Nachwuchspolitikerin nicht in die AfD ein?

Findeklee: Ich bin keine Politikerin! So bezeichnen sich bekanntermaßen viele karrieregeile Parteimitglieder, die sich schon halb im Bundestag sitzen sehen. Zu der Frage, warum ich nicht in die AfD eingetreten bin: Ich bin Christdemokratin und stehe zum Parteiprogramm der CDU. Die AfD beherbergt rechtsradikale Strömungen, die ich ablehne.

Auf Ihrem Twitter-Account fordern Sie, die CDU solle sich wieder mehr für die stillen, fleißigen Steuerzahler einsetzen statt auf diejenigen zu hören, die am lautesten kreischen. Versuchen nicht Werte-Union-Anhänger mit schrillen Aussagen und Forderungen aufzufallen?

Findeklee: Nein, das Rumgrölen mit Megaphonen überlassen wir gerne der Fridays-for-Future-Bewegung. Die Kinder haben dafür auch freitags Zeit, wenn sie die Schule schwänzen. Im Gegensatz zu hart arbeitenden Leuten der Mittelschicht. Mein Twitter-Account ist privat, ich schreibe dort keine offiziellen Stellungnahmen der Werte-Union.

Sollte die Werte-Union nicht den stillen und manchmal langwierigen Weg in den Parteigremien gehen statt mit harten Äußerungen zur Asylpolitik durch die Medien gereicht zu werden?

Findeklee: Es ist wichtig, daß die Werte-Union sich klar positioniert und für ihre Werte einsteht. Genau das fehlt der CDU zunehmend, da viele Funktionäre ihre Meinung zurückhalten, um ihren Posten nicht zu gefährden. Genau dieses Verhalten läßt unsere Partei bei den Wählern schlecht aussehen.

Aber gerade innerhalb der Partei hat die Werte-Union einen schweren Stand, nicht nur, was die Kritik an ihr anbelangt. Der Vorsitzende der Werte-Union, Alexander Mitsch, verlor im Herbst bei der Vorstandswahl seines Kreisverbandes seinen Posten als Beisitzer. Ist der Einsatz für die Werte-Union schlußendlich verlorener Einsatz?

Findeklee: Nein! Daß Alexander Mitsch seinen Posten verlor, war eine gewollte Machtdemonstration der Parteiführung. Mitglieder der Werte-Union sitzen aber schon jetzt in mehr Vorständen, CDU-Geschäftsstellen, Ministerien und Abgeordnetenbüros, als die Parteiführung auch nur ansatzweise ahnt, da wir zumeist sehr aktive Mitglieder der CDU/CSU sind. Auch immer mehr Bundes- und Landtagsabgeordnete vernetzen sich mit uns.

Rechts der CDU existiert die These, die Parteiführung sei insgeheim froh über die Existenz der Werte-Union und ihren prominenten Mitgliedern wie den ehemaligen Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen, weil sie Dampf aus dem Parteikessel ließen. Ist die Werte-Union nur ein konservatives Feigenblatt?

Findeklee: Nein, diese These kommt immer wieder auf. Wir werden von der Spitze angefeindet und man versucht – vergeblich –, uns auszugrenzen. Wir sind dort ein Dorn im Auge, weil wir unbequeme Wahrheiten aussprechen und auf Fehler hinweisen, die die merkelsche CDU begangen hat. Am liebsten würde die Kanzlerin uns absägen, wie die Dame es mit allen ihren Kritikern aus eigenen Reihen tut.

Sie sind Medizinstudentin. Vor kurzem erst sorgte eine Studie über hochqualifizierte Auswanderer für Schlagzeilen. Wird Deutschland Ihrer Meinung nach zusehends unattraktiver für gut ausgebildete Personen?

Findeklee: In ökonomischer Hinsicht kommen große Probleme auf Deutschland zu. Wir haben nicht nur eine Abwanderung von hochqualifizierten Deutschen, sondern auch eine unkontrollierte Einwanderung von mehrheitlich geringqualifizierten Migranten. Das wird nicht ohne Konsequenzen bleiben. Deutschland ist immer noch ein sehr beliebtes Einwanderungsland, hochqualifizierte Deutsche finden jedoch im Ausland meist besser bezahlte und attraktivere Jobs.

Ich selber studiere Medizin auf Englisch im Ausland, weil ich hier in Deutschland keinen Studienplatz bekommen habe. An meiner Universität gibt es sehr viele deutsche Studenten, die aus dem gleichen Grund im Ausland studieren. Zurück wollen viele nach ihrem Abschluß nicht.

—————————-

Linnéa Findeklee stammt aus Niedersachsen und wuchs in einem Ort nahe der ehemaligen Grenze zur DDR auf. Die 22 Jahre alte Medizinstudentin ist seit 2019 Mitglied in der Jungen Union, der Werte-Union und der CDU. Vorher war sie ihren Angaben zufolge nie politisch aktiv.

(0)

MÜNCHEN. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, hat von Landtagspräsidium eine Rüge erhalten, weil sie die AfD als „faschistische Partei“ bezeichnet hat. Zudem nannte sie die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag „Neonazis“, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) begründete im Plenum des Landtags die Rüge damit, daß die Äußerungen „in ihrer Verallgemeinerung derzeit nicht belegbar“ seien. Deshalb stellten sie „eine gröbliche Störung der Ordnung“ dar.

Schulze gab sich uneinsichtig. „Unsere Demokratie zu schützen, ist mir ein Herzensanliegen, deswegen mache ich Politik“, sagte sie. „Ich stelle mich konsequent gegen Rechtsextremismus, Faschismus und Menschenfeindlichkeit an jedem Tag und an jedem Ort – und ich werde das auch weiterhin so klar benennen.“

Zuletzt war Schulze zu einer Strafe von 500 Euro verurteilt worden, weil sie bei einer Demonstration 2018 in München einem NPD-Anhänger den Mittelfinger gezeigt hatte. Dafür entschuldigte sie sich mittlerweile. „Mit meiner beleidigenden Geste gegen eine NPD-lerin bin ich 2018 über das Ziel hinausgeschossen. Das tut mir leid und deswegen zahle ich nun 500 Euro an eine gemeinnützige Organisation – damit wird das Verfahren eingestellt.“ (tb)

(0)

Er war fast 50, als er sein Regiedebüt gab und das Leben der niederbayerischen Bäuerin Anna Wimschneider auf die Leinwand brachte. Der Film ist noch heute einer seiner größten Erfolge. Kaum ein anderer hat den bayerischen Heimatfilm stärker geprägt als der gebürtige Münchner Joseph Vilsmaier. Ein so großer Kassenschlager wurde der 1988 erschienene Film „Herbstmilch“ vielleicht auch deshalb, weil Vilsmaier nie das typische Stadtkind war.

Er wuchs auf einem Hof im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn auf. Jahre später erfuhr er bei einem Besuch in der alten Heimat von einer Bäuerin, die ein Buch über ihr Leben geschrieben hat. Vilsmaier wagte das Risiko. Die Rolle der Anna Wimschneider, die bereits als junges Mädchen ihre Mutter verlor und fortan die harte körperliche Arbeit auf dem Hof erledigen mußte, spielte Vilsmaiers Frau Dana Vavrova.

Tragischer Schicksalsschlag nach dem 70. Geburtstag

„Sepp“, wie ihn seine Freunde riefen, hatte die junge Tschechin 1982 als Kameramann bei den Dreharbeiten zu dem Holocaust-Mehrteiler „Ein Stück Himmel“ kenngelernt und sich später in sie verliebt. „Ich mußte lachen, weil er die Kamera auch zu allen unmöglichen Zeiten immer so lange auf mich gerichtet hat“, erzählte Varova später.

Auch in weiteren Vilsmaier-Filmen spielte Vavrova fortan Rollen, darunter in der Romanverfilmung „Schlafes Bruder“ oder im Weltkriegsdrama „Rama Dama“, in den sogar die Geburt von Vavrovas und Vilsmaiers Tochter Theresa filmischen Einzug fand. Es gehört zu der großen Tragik in Vilsmaiers Leben, daß er seine 28 Jahre jüngere Frau 2009 kurz nach seinem 70. Geburtstag zu Grabe tragen mußte. Vavrova erlag einem Krebsleiden.

Auch in seinen späteren filmischen Werken blieb Vilsmaier der Kategorie Heimatfilm treu, die er erfolgreich von ihrem verstaubten Image befreit hat. Neben solchen Filmen wie „Herbstmilch“, „Rama Dama“ oder „Bergkristall“ widmete sich Vilsmaier aber auch historischen Themen. Seine Filme „Stalingrad“ und „Comedian Harmonists“ sind monumentale Werke des deutschen Films. Mit „Der letzte Zug“ nach dem Drehbuch von Artur Brauner gelang ihm die beklemmende Umsetzung des Schicksals der Deportation der letzten Berliner Juden von Gleis 17 des Bahnhofs Berlin-Grunewald im April 1943. Auch hier erwiesen sich Vilsmaier und Vavrova als gutes Team. Nachdem sich Vilsmaier bei den Dreharbeiten schwer verletzt hatte, übernahm sie die Regieführung.

Münchner mit Leib uns Seele

Trotz seiner großen Erfolge ist Vilsmaier immer bodenständig geblieben. „Ich spreche nur Bairisch. In dem Dialekt bin ich daheim und muß mich nicht verrenken“, sagte er einst in einem Interview. Seiner bayerischen Heimat setzte Vilsmaier in seinen letzten Lebensjahren ein Denkmal. Sein Dokumentarfilm „Bavaria – Traumreise durch Bayern“ zeigt die ganzen Schönheiten des Freistaats eingefangen mit einer Helikopterkamera. „Ich möchte zum Ausdruck bringen, wie wunderschön unser Land ist, und daß es den Menschen hier gut geht“, sagte er damals der Süddeutschen Zeitung.

Ein paar Jahre später folgte „Bayern Sagenhaft“, eine Produktion, für die Vilsmaier die bayerische Kabarettistin Monika Gruber gewinnen konnte, und die vor allem Bräuche und Kultur zwischen Alpenland und Main auf die Leinwand brachte. Auffällig ist in beiden Filmen der starke Fokus auf München, eine Stadt, die echte Bayern heute wegen der vielen „Isarpreißn“ gerne großräumig umfahren.

Vilsmaier redete stets nur liebevoll über „Minga“, wo er geboren wurde und gestern im Kreise seiner drei Töchter im Alter von 81 Jahren verstarb. Am 5. November kommt sein letzter Film „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ in die Kinos, in dem auch Michael Bully Herbig und Hape Kerkeling mitspielten. Es sei der Herzenswunsch ihres Vaters gewesen, die Regiearbeiten an dem Film noch zu Ende zu bringen, teilten seine Töchter mit.

(0)

BERLIN. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der AfD vorgeworfen, die Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten dazu genutzt zu haben, sich über die Demokratie lustig zu machen. Bei einem Abendessen zum 80. Geburtstag von Altpräsident Joachim Gauck im Schloß Bellevue sagte Steinmeier am Dienstag abend ohne die AfD namentlich zu nennen, die Wahl sei mißbraucht worden, „um die freiheitliche Demokratie und ihre Vertreter der Lächerlichkeit preiszugeben“.

Gleichzeitig würdigte Steinmeier Gaucks Bemühungen um eine Regierungsbildung in Thüringen. Sein Amtsvorgänger sei angetrieben gewesen „von der Überzeugung, daß gewählte Parlamentarier ihre besondere Verantwortung wahrnehmen müssen“. Gauck hatte im Januar versucht, zwischen Bodo Ramelow (Linkspartei) und Mike Mohring (CDU) in Thüringen zu vermitteln und beide zu einem Gespräch eingeladen. Dabei sollte auch die Möglichkeit einer „Projektregierung“ erörtert werden. Der CDU riet Gauck, über ihren Schatten zu springen und Regierungshandeln nicht zu verhindern.

AfD nennt neuen Ostbeauftragten „Haßprediger“ 

Zuvor hatte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) der AfD vorgeworfen, die Demokratie zerstören zu wollen. „Die AfD hat eine ganz klare Agenda“, sagte Merkel während der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. „Und diese Agenda ist im Blick auch gerade auf die CDU natürlich für uns noch mal eine besondere Herausforderung der Abgrenzung, weil hier ganz klar ist, daß man die Demokratie kaputtmachen will“, warnte die Kanzlerin.

Unterdessen hat die AfD die Ernennung von Marco Wanderwitz zum neuen Ostbeauftragten der Bundesregierung scharf kritisiert. Wanderwitz sei für das Amt „völlig ungeeignet“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Leif-Erik Holm, und erinnerte an einen Tweet des CDU-Politikers, in dem dieser Alexander Gauland und die AfD als „giftigen Abschaum“ bezeichnet hatte.

Wanderwitz habe sich dadurch disqualifiziert, klistierte Holm. „Wanderwitz ist eine totale Fehlbesetzung und ganz offensichtlich von seinem Haß auf die AfD und damit auch ihre vielen ostdeutschen Wähler zerfressen. Es spricht Bände über den Zustand dieser Bundesregierung, daß so ein Haßprediger nun die Interessen der Ostdeutschen vertreten soll.“ Seine Ernennung sei „eine moralische und politische Bankrotterklärung“.

Wanderwitz’ Vorgänger Christian Hirte (CDU) war zuvor auf Drängen Merkels zurückgetreten. Die Kanzlerin hatte ihm vorgehalten, daß er Thomas Kemmerich (FDP) zur Wahl zum Ministerpräsidenten gratuliert und diesen als „Kandidat der Mitte“ gelobt hatte. (krk)

(0)

HAMBURG. Die AfD Hamburg hat für ihren Wahlkampfabschluß kein Lokal in der Stadt gefunden. Deshalb müsse die Veranstaltung mit AfD-Chef Jörg Meuthen im schleswig-holsteinischen Henstedt-Ulzburg stattfinden, teilte die Partei am Dienstag mit. Vor wenigen Tagen hatte eine Gaststätte im Stadtteil Wilhelmsburg der AfD eine Absage erteilt. Zuvor hatte das Hamburger „Bündnis gegen Rechts“ den Wirt aufgefordert, keine Räume an die AfD zu vermieten.

Hamburgs AfD-Chef Dirk Nockemann kritisierte, seine Partei werde im Wahlkampf für die Bürgerschaftswahl am übernächsten Wochenende massiv eingeschränkt. „Skrupellose und gewaltbereite Linksextremisten treten unsere demokratischen Grundrechte mit Füßen. Viele reden vom Klimanotstand, dabei befindet sich Hamburg längst im Demokratienotstand“, sagte Nockemann.

Anschlag auf Wohnhaus von AfD-Chef

Eine Mitschuld daran gab er auch dem Senat. Dieser finanziere und toleriere linksextreme Strukturen seit Jahren. „Wann versteht die Öffentlichkeit endlich, daß die Antifa unsere Demokratie fest im Schwitzkasten hat“, kritisierte der Abgeordnete.

In der Nacht zu Montag hatten Linksextreme einen Farbanschlag auf das Wohnhaus Nockemanns verübt. Die Täter hatten gegen zwei Uhr mehrere mit Farbe gefüllte Sektflaschen gegen die Fassade und mehrere Fenster geworfen, schilderte der AfD-Politiker.

Auf der linksextremen Internetseite „Indymedia“ bekannten sich die mutmaßlichen Täter daraufhin. Während die Empörung um die Stimmen der AfD im Thüringer Landtag noch Wellen schlage, habe man den Wohnblock mit Farbe beschmiert. Die AfD stehe für Rassismus und Repression. „Daß die AfD überhaupt in Landtagen sitzt, in Medien zu Wort kommt und ihre menschenverachtende Propaganda verbreitet, ist unerträglich!“ (ls)

(0)

Der Iran-Chef der CIA, Michael D’Andrea, soll diversen Berichten zufolge bei einem Flugzeugabsturz in Afghanistan ums Leben gekommen sein. Doch Klarheit darüber herrscht nicht. Die CIA gibt keine Auskunft. D’Andrea war der Organisator der Tötung des iranischen Generals Soleimani.

(0)

Airbus hat das Modell eines neuartigen Flugzeugs vorgestellt, bei dem Rumpf und Flügel fließend ineinander übergehen.

(0)

Free WordPress Theme