Trumps Handelsminister Wilbur Ross hat in einem Interview gesagt, dass die Wirtschaft der USA von dem Virus-Ausbruch in China profitieren könnte, da die Unternehmen “ihre Lieferketten neu bewerten“, um das aufkommende Ausbruchsrisiko zu berücksichtigen. Es bewahrheitet sich wieder die Weisheit: “Des einen Leid ist des anderen Freud“. Wer könnte schon auf den Gedanken kommen, der Virus wurde extra deswegen in China freigelassen, wo doch Trump einen Handelskrieg gegen China führt?

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HALDENSLEBEN. Der Chefarzt der Augenklinik im sachsen-anhaltinischen Haldensleben, Markus Motschmann, hat die Populismusvorwürfe von Sozialministerin Petra Grimm-Bennes (SPD) wegen seiner Kritik an Gender-Fördermaßnahmen zurückgewiesen. „Ich habe lediglich die Fakten benannt. Wenn Fakten populistisch sind, dann bin ich gern Populist“, sagte Motschmann der JUNGEN FREIHEIT.

Hintergrund ist der Besuch Grimme-Bennes bei einem Streik vor dem Ameos-Klinikum in Haldensleben am vergangenen Dienstag. Wie auf einem Video im Internet zu sehen ist, konfrontierte Motschmann die SPD-Politikerin mit dem Investitionsstau für Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt, der mittlerweile 1,5 Milliarden Euro betrage.

Die SPD besetze seit 2011 das Gesundheitsministerium und trage auch eine Mitverantwortung für die Privatisierungen. Die Zahl der Krankenhäuser sei in den vergangenen Jahren um rund ein Drittel zurückgegangen, fügte der Chefarzt hinzu.  Auf die Frage der Ministerin, was er denn vorschlagen würde, führte Motschmann die seiner Ansicht nach verschwendeten Fördermillionen an, die Sachsen-Anhalt jedes Jahr für „ideologiebefrachtetes Gender-Gaga“ ausgegeben.

„AfD-Sprech“

Das wies die Ministerin empört als „AfD-Sprech“ zurück. Solche „populistischen Dinge“ und eine derartige Spaltung der Gesellschaft erwarte sie von der AfD im Landtag. Außerdem stimmten Motschmanns Zahlen nicht. „Ich laß mir das von Ihnen nicht mehr gefallen und ich muß sagen: da muß ich auch nicht mehr zuhören“, empörte sich Grimm-Bennes.

Der JF berichtete Motschmann, er habe auf seine Äußerungen nur positive Reaktionen erhalten. „Sämtliche Kollegen und Patienten haben heute nur mit Zustimmung reagiert.“ Die Angelegenheit sei auch nicht geplant gewesen. „Das Ganze war spontan. Frau Grimm-Bennes hat sich immer für Privatisierungen eingesetzt. Als ich nun hörte, daß die Ministerin kommt, um ein paar gute Bilder mit den Streikenden zu bekommen, dachte ich, jetzt ist es an der Zeit, auch mal klar zu machen, wer die Privatisierung die ganze Zeit vorangetrieben hat den derzeitigen Investitionsstau bei den Krankenhäusern in Milliardenhöhe politisch mitverantwortet. Und genau das habe ich dann getan. Nicht mehr und nicht weniger.“

Es sei auch nicht zu bestreiten, daß Sachsen-Anhalt mehrere Hundertmillionen Euro jährlich für Genderprojekte und -maßnahmen ausgebe. „Die Zahlen sind ja öffentlich und für jeden nachprüfbar. Das weiß auch die Ministerin. Und genau deswegen hat sie nicht widersprochen, sondern lieber die Populismus-Keule gezückt.“ (krk/ls)

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„Deutscher Rap besteht aus Nutten, die von Geld und Drogen reden. Wir sind NDS und diese Welle wird jetzt losgetreten.“ Die Rapper Chris Ares und Prototyp gehen in ihrer Single Neuer Deutscher Standard, wie sich das Duo auch nennt, auf Konfrontationskurs mit dem etablierten Deutschrap. Daß Musiker der Szene sich gegenseitig zu übertrumpfen versuchen, ist nichts Neues. Was aber neu ist? Die beiden sehen sich als deutsche Patrioten, lehnen verherrlichende Texte über Drogen, Zuhälterei und sonstige Kriminalität ab und stehen für eine positive Beziehung zu Heimat und Nation.

Im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT spricht Chris Ares über seine Motivation, seine Vorhaben, sein Verhältnis zum Staat und zur Musikszene. Ares, mit bürgerlichem Namen Christoph Aljoscha Zloch (28), ist gebürtiger Freiburger und bezeichnet seine Musik als „Heimat-Rap“. Bei iTunes, Amazon und den MTV-Downloadcharts erreichte er bereits gute Platzierungen. Er steht bei „Arcadi Musik“ unter Vertrag. Der bayerische Verfassungsschutz erwähnt ihn im Kapitel rechtsextreme Musik wegen inhaltlicher Nähe zur Identitären Bewegung (IB).

 Herr Ares, was ist „Heimat-Rap“?

Ares: Heimat-Rap ist eine Musikform, die gerade steil nach oben geht. Zum Heimat-Rap zähle ich aktuell noch Protoyp und Bloody32 hinzu. Wir sind auf dem Weg, daraus ein großes Milieu zu machen. Jeder, der unsere Alben kauft und unsere Musik bei Spotify und Co. anhört, sorgt dafür, daß wir den degenerierten Hauptstrom verdrängen.

Definieren Sie sich also hauptsächlich durch Abgrenzung?

Ares: Nein. Ich arbeite mit einer positiven Weltanschauung: Liebe zu sich selbst, Liebe zum Volk und Liebe zum Land.

Was meinen Sie mit dem „degenerierten Hauptstrom“?

Ares: Im Deutschrap gibt es ein Milieu, das sich in Kokain, Prostitution, Prinzipienlosigkeit, leeren Gewalt-Phrasen und oberflächlicher Geldgier ertränkt. Ich kann jeden nur dazu auffordern, sich die Lebensläufe der Musiker von 187, Bangermusik (Anm. der Redaktion: 187 Strassenbande und Bangermusik sind erfolgreiche deutsche Labels) und den anderen Plattenfirmen anzuschauen. Welchen Typ Mensch produziert dieses Milieu? Wer will, daß seine Kinder so werden? Warum akzeptieren wir diesen Dreck dann? Deshalb bin ich sehr froh, daß wir eine Alternative anbieten können.

Die wie aussieht?

Ares: Beispielsweise will ich selbst eine Orientierungsfigur für viele junge Männer sein. Eine positive Beziehung zu seiner eigenen Männlichkeit ist der erste Schritt zu einem positiven Bezug zur eigenen Nation. Früher wurden Männer von ihrem Vater erzogen, dann in der Armee, dann in der Burschenschaft – sie hatten Vorbilder. Heute fehlt die Orientierung. Ich versuche, genau das zu sein.

 Meinen Sie, Sie konnten in diesem Sinne mit Ihrer Musik schon jemandem helfen?

Ares: Mir schreiben jeden Tag Jugendliche, die teilweise in kriminelle Milieus abgerutscht sind wegen falscher Vorbilder. Ich helfe ihnen, indem ich diese Vorbilder in Frage stelle und ihnen positive Werte vermittle. Es muß klar sein: Wer morgens aufsteht und sich erstmal eine Dosis Tilidin oder andere Drogen gibt, der kann sich und seinen Körper nicht lieben, der kann die Menschen um sich nicht lieben, denen er das antut und der kann sein Volk und seine Nation nicht lieben.

Sie sprechen von positiven Werten. Welche sind das?

Ares: Disziplin, Selbstbewußtsein, Hingabe und Kreativität. Beim Selbstbewußtsein gehört wie von selbst dazu: Liebe zu sich und seinem Sein, Liebe zu seiner Familie, Liebe zu seiner Nation.

Wie sieht das Negativ dieser Werte aus?

Ares: Im Deutschrap? Wie gesagt, diese Leute tun so, als wäre der Konsum von schwer gesundheitsschädigenden Drogen und die Herabwürdigung von Frauen als reines Sexobjekt ohne Willen eine ganz normale Sache. Durch die ewige Wiederholung dieser Lügen werden ganze Generationen geschädigt.

Und außerhalb der Musikszene?

Ares: Wenn ich mir die Werte anschaue, die durch die Politik in der Regierung und durch die EU verbreitet werden, dann sind das: Unterwürfigkeit, Mimosenhaftigkeit, Selbstaufgabe, Selbsthaß und Fernstenliebe.

Deutliche Kritik an der Regierung. Hat Sie deshalb der bayerische Verfassungsschutz auf dem Schirm?

Ares: Dem Verfassungsschutz und der Politik ist egal, daß ich mich zur Demokratie und zur Verfassung bekenne – die fragen nicht einmal danach. Die Überwachung durch den Verfassungsschutz bestätigt mich vielmehr in meiner Einstellung. Ich stehe für das Gegenteil der vorhin genannten negativen Werte. Meine Musik ist gut, ich liebe mein Land. Ich empfehle auch anderen Betroffenen, das als Auszeichnung zu sehen.

Kritik an den Herrschenden gehörte klassischerweise zum Künstlerdasein dazu.

Ares: Ganz genau. Heutzutage sind die Böhmermanns und Grönemeyers unseres Landes keine kritischen Künstler, sondern Hofnarren eines Königs namens „Politische Korrektheit“. Wer nicht links ist und sonst auch nicht die Fresse hält, der wird wie ich bei MTV mit einer Regenbogenfahne dekoriert, der wird ins Fadenkreuz der linken Hetzer genommen wie Andreas Gabalier, der kriegt keine Hallen wie es bei Kollegah ja auch passiert ist oder wird so lange politisch und künstlerisch unter Druck gesetzt, bis er sich endlich dem König beugt und sich links äußert wie Helene Fischer. Ein Schritt abseits vom Weg und man ist erledigt. Ganz im Sinne Ernst Jüngers komme ich lieber von diesem Weg der Unterwerfung runter und schlage mit dem Buschmesser im Urwald eine eigene Bresche für Deutschland und hoffe, daß mir viele folgen.

Wie gehen Sie mit dem Druck seitens der Medien und des Staats um?

Ares: Wer sich positiv zu Werten wie Heimat, Familie, Tradition bekennt, der muß eine enorme Geduld, eine enorm dicke Haut und sehr viel Kampfgeist mitbringen. Das sehe ich als Herausforderung für mich selbst. Außerdem bekomme ich ja viel Zuspruch von Hörern. Da ist eine schweigende Mehrheit in diesem Land. Die Menschen denken: Ich will endlich wieder frei sprechen können, ich will endlich positive Musik hören, ich will, daß endlich Normalität herrscht. Irgendwann muß jemand kommen, der auch deren Gefühle laut ausspricht. Ich kriege Zuschriften von Leuten, die sich genau das wünschen und es in mir sehen.

Auch aus der Rapszene? 

Ares: Es gibt viele Künstler, die mir hinter vorgehaltener Hand schreiben und sagen: „Mach weiter so.“

Prototyp (Kai Alexander Naggert, l.) und Chris Ares (Christoph Aljoscha Zloch) Foto: Chris Ares

Sie sind mit HipHop aufgewachsen, daher ist Rap Ihre natürliche Ausdrucksform. Aber ist patriotischer Rap nicht einfach eine Kopie von bestehendem, migrantischem Rap?

Ares: Wir imitieren keinen Migranten-Rap, kopieren also auch keine Inhalte.

Musikmedien werfen Ihnen vor, Rap rein taktisch zu nutzen, um rechtsradikales Gedankengut populär zu machen.

Ares: Der Vorwurf der taktischen Nutzung ist ein wenig flach. Die ganzen Meros, Feros, Enos (Anm. der Redaktion: bekannte deutsche Rapper) und Co. nutzen die Musik taktisch als Weg zu Ruhm und Geld – sie arbeiten ganz ohne Nachricht, eng am Zeitgeist und am Massengeschmack. Kaum jemand macht ihnen diesen Vorwurf. Vor allem nicht die linksgeprägten Musikportale. Musik ist für mich Kunst und eine Nachricht an die Menschen da draußen – ich mache diese Musik, weil mir beides Spaß macht.

Und was ist mit Rechtsradikalität?

Ares: Blödsinn. Ich kann nur jedem empfehlen, sich meine Musik anzuhören und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Wie reagieren Ausländer in Deutschland auf Ihre Musik?

Ares: Fast täglich bekomme ich Nachrichten von Ausländern, die sich freuen, daß ein Deutscher selbstbewußt auftritt und gegen die von oben verordnete Mimosenhaftigkeit auftritt. Gerade die können mit einem Deutschland, wie ich es vertrete, deutlich mehr anfangen. Viele können sich mit mir sehr gut identifizieren und verstehen meine Nachricht und meine Musik besser als Deutsche, denen in der dritten Generation Haß auf sich und ihre Heimat beigebracht wurde.

Sie wollen mit Ihrer Musik vor allem Jugendliche erreichen. Wen, denken Sie, kann man mit Ernst Jünger, der Armee oder Burschenschaften begeistern?

Ares: Ich habe nicht gedient und bin in keiner Burschenschaft. Die rechte Szene muß offener für Jugendtrends sein, auch wenn es Rechtsintellektuelle abschreckt.

Unterstützen Sie die Identitäre Bewegung?

Ares: Auch wenn ich selbst überparteilich bin und keiner Bewegung angehöre, so befürworte ich jede Form des gewaltfreien und friedlichen Protests.

Am Freitag veröffentlichen Sie eine Single von Ihrem ersten  Album, das bald darauf erscheinen soll. Was erwartet „Heimat-Rap“-Fans?

Ares: 2020 ist unser Jahr. Ab 31. Januar kann und sollte jeder mein Album vorbestellen, mein erstes eigenes Album. Ich kann meine Freude darüber gar nicht beschreiben. Meine Mannschaft von Arcadi Musik und ich haben viele viele Stunden in die Vorbereitung investiert. Aber endlich kommt es.

Mein Freund Prototyp, mit dem ich die Gruppe Neuer Deutscher Standard bilde, wird auch in diesem Jahr mindestens eine EP bringen. Gemeinsam planen wir auch noch ein Album. Ich bin überzeugt, daß es das Jahr des Heimat-Raps wird.

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BERLIN. Vertreter iranischer Oppositionsgruppen haben die Bundesregierung aufgefordert, deutlicher auf Distanz zum Regime der Mullahs in Teheran zu gehen. Dazu gehöre, die Verfolgung, Inhaftierung und Folterung friedlicher Demonstranten auf das Schärfste zu verurteilen und wirtschaftlichen Druck auf die iranische Regierung auszuüben. „Wir erwarten richtige Unterstützung, nicht nur warme Worte“, sagte Erfan Kasraie, ein regimekritischer Wissenschaftsjournalist, der seit 2013 in Deutschland lebt.

Gemeinsam mit anderen Exil-Iranern trat Kasraie am Donnerstag als Gast der AfD-Abgeordneten Jürgen Braun und Petr Bystron im Bundestag auf. „Wir wollen damit Vertretern der iranischen freiheitlichen, demokratischen Opposition die Chance geben, ihr Anliegen vorzutragen“, begründete Jürgen Braun, Sprecher des Fraktions-Arbeitskreises Menschenrechte und humanitäre Hilfe, diese Einladung. Er betonte, die Gäste träten nicht als politische Partner der AfD auf und verträten ihre Meinung, nicht die seiner Partei. Es seien allesamt Leute, die in Deutschland gut integriert lebten und sich Sorgen um die Verhältnisse in ihrem Herkunftsland machten.

Kritik an Merkel

Kasraie erwähnte beispielsweise das Schicksal der Iranerin Shahnaz Akmali, die wegen „Propaganda gegen das Regime“ zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Und dies nur, weil sie seit zehn Jahren Aufklärung über die Umstände des Todes ihres Sohne fordert, der bei den Protesten 2009 erschossen worden war. Ein Vertreter der iranischen Oppositionsgruppe „Ma Hastim“ (Wir sind) sprach von mehr als 7.000 Personen, die seit den im November 2019 begonnenen Protesten verhaftet wurden, etwa 1.500 Protestierer seien getötet worden.

Zudem würden auch Angehörige der Verhafteten bedroht. „Daraufhin gab es keine Reaktion von Frau Merkel“, beklagte sich der seit über 40 Jahren in Deutschland lebende Exil-Iraner, der aus Sicherheitsgründen unter dem Pseudonym Amir Firus auftrat. Diese Kritik teilte der Gastgeber von der AfD: „Es kann nicht sein, daß wir Trump ekliger behandeln als Vertreter des Mullah-Regimes“, meinte Braun in Richtung der Bundesregierung.

„Ma Hastim“ setze sich für einen friedlichen Machtwechsel zugunsten einer säkularen demokratischen Regierung in Teheran ein. Der Obmann der AfD im Auswärtigen Ausschuß, Petr Bystron, betonte am Donnerstag, seine Fraktion stehe für eine Politik der Nichteinmischung und sehe insbesondere die militärischen Interventionen der Amerikaner im Nahen Osten zu Zeiten der Obama-Regierung sehr kritisch. „Die Iraner haben ihr Schicksal selbst in den Händen, sie sollen bestimmen“, betonte der Politiker. Dennoch könne man angesichts der Einzelschicksale nicht die Augen verschließen. Die Bundesregierung dürfe nicht mit den Mullahs paktiere. „Iran ist kein normaler Staat, seit 40 Jahren ist Teheran ein Exporteur und Finanzier islamistischen Terrors“, warnte Bystron

Teheran als „einer der größten Flüchtlingsproduzenten“

Die Exil-Iraner beklagten zudem, daß Teheran auch in Deutschland erheblichen Einfluß ausübe. Als eine der mächtigsten Organisationen nannte Firus das Islamische Zentrum Hamburg, das vom iranischen Regime finanziert wird und sehr aktiv sei. Die Opposition gegen das Mullah-Regime sei „auseinandergerissen“, auch durch gezielte Infiltration iranischer Geheimdienste. Wer sich gegen die Herrschenden in Teheran engagiere, müsse um sein Leben fürchten. Auch deswegen sei die iranische Regierung „einer der größten Flüchtlingsproduzenten“.

Kritik übten die Oppositionellen wie auch die AfD-Vertreter am ihrer Meinung nach fehlenden Engagement von Nichtregierungsorganisationen zugunsten der Menschenrechte im Iran. „Die haben eben meist ein linkes Weltbild und sehen das Mullah-Regime als Verbündeten im ‘antiimperialistischen’ Kampf“, so Firus. Und auch Braun kritisierte die zu verständnisvolle Haltung vieler Linker gegenüber der islamischen Revolution. „Erst wenn die eigenen Gesinnungsfreunde in Gefahr sind, entdecken sie die Menschenrechte“, ist der Abgeordnete aus Baden-Württemberg überzeugt. (vo)

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BERN. Die Fluglinie Swiss hat die Zusammenarbeit mit einem Schweizer Schokoladenhersteller beendet, weil sich der Chef des Unternehmens für den Lebensschutz engagiert. Die Pralinen-Box der Edelschokladenfirma Läderach werde nur noch bis April an Bord der Fluglinie verkauft oder verschenkt, bestätigte die Swiss der Zeitschrift Beobachter.

Grund dafür seien Bedenken der Fluglinie wegen der negativen Berichterstattung über Läderach. Das Unternehmen mit Sitz in Ennenda im Kanton Glarus war im vergangenen Herbst in den Fokus von Linksradikalen und Feministen geraten, als bekannt wurde, daß der Geschäftsführer, Johannes Läderach, zusammen mit seinem Vater, Inhaber und Verwaltungsratspräsident des Betriebs, im Vorstand des Vereins „Christianity for today“ sitzt. Dieser gehört zu den zehn Trägerorganisationen des „Marsch fürs Läbe“, dem Schweizer Pendant des „Marsch für das Leben“.

Der Tagesanzeiger titelte etwa: „Der Schoggi-König kämpft gegen Abtreibung und Homosexuelle“. Eine Swiss-Sprecherin sagte nun dem Beobachter: „Grundsätzlich sind für die Auswahl eines Lieferanten die Qualität, verschiedene wirtschaftliche Aspekte sowie der Markenfit ausschlaggebend.“ Man überprüfe das Produktportfolio regelmäßig. Es habe aber wegen der Medienberichte Rückmeldungen von Kunden und Mitarbeitern gegeben. Dem Blatt zufolge arbeiten bei Swiss besonders viele Homosexuelle.

Farb- und Buttersäureattacken auf Läderach-Filialen

Läderach beliefert die Fluglinie seit zehn Jahren mit Schokolade. Zuletzt habe es sich um eine Pralinenbox gehandelt, die auch ausgewählten Swiss-Kunden als Zeichen der Aufmerksamkeit geschenkt worden war. Das Unternehmen habe mehr als 1.000 Mitarbeiter in 14 Ländern. Weder Firmenchef Johannes Läderach noch sonst jemand in der Familie oder im Betrieb sei homophob oder frauenfeindlich, teilte ein Sprecher mit. Der Betrieb sei weder finanziell noch sonst in einer Art politisch oder religiös engagiert.

Die Beendigung der Zusammenarbeit mit Swiss ist nicht die erste Folge der Kampagne gegen den Schokoladenhersteller. Auf sieben Läderachfilialen war es zu Farb- und Buttersäureattacken sowie Verunglimpfungen von Mitarbeitern gekommen.

Die „unsachliche Berichterstattung“ habe nur „ein paar wenige“ Kunden verunsichert, erklärte der Sprecher. Auch hätten einige Firmen die Zusammenarbeit gekündigt. „In fast allen Fällen konnte ein direktes Gespräch die Sachlage klären.“ (ls)

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Ellen und Stefanie Radtke sind evangelische Pastorinnen in Niedersachsen. Eigentlich nichts Besonderes. Nur teilen sie nicht denselben Nachnamen, weil ihre Eltern Geschwister sind, sondern weil sie seit sieben Jahren verheiratet sind, wie sie selbst lachend verraten – „das verflixte Jahr.“ Die Gottesfrauen unterhalten einen YouTube-Kanal, in dem sie – wohlwissend, wie man Aufmerksamkeit generiert – über ihre Homosexualität in Verbindung mit ihrem Amt als Pfarrerinnen reden.

„Anders Amen“ heißt die Kamelle. Tatsächlich wäre an der dicken Kurzhaarigen und der dünnen Rothaarigen nichts weiter auffällig, wenn sie nicht ihr Amt zur Selbstvermarktung mißbrauchen würden.

Sie beschreiben sich als „queeres, lesbisches Paar auf dem Dorf“. Auffordernd fragen sie in die Kamera: „Seid ihr queer, kennt ihr queere Menschen in der Kirche? Das würde uns total interessieren.“ Wörter wie „total“ ziehen sie übrigens extra in die Länge, wie wenn zwei Erzieherinnen in der Kindertagesstätte ihren Lieblingsschützling loben, wenn er seine Notdurft nicht in der Hose, sondern in dem dafür vorgesehenen Ort verrichtet hat. Totaaaal super.

Mit Kirchensteuern gegen „positive Diskriminierung“

Das Projekt wird vom Kirchenfunk Niedersachsen und Bremen finanziert, richtet sich vor allem an Jugendliche und soll zeigen: „Die Verbindung queer, Kirche und Land geht total gut.“ Als Kirchenmitlgied sagt man da nur: Herzlichen Dank, total gut investierte Kirchensteuer.

In ihrem Vorstellungsvideo regen sie sich über „positive Diskriminierung“ auf. Zum Beispiel, wenn eine lokale Zeitung einen Artikel über sie als Pastorinnen schreibt und nebenbei auch berichtet wird, daß die beiden lesbisch sind. „Egal worum es geht, es wird auf jeden Fall erwähnt, daß wir mit einer Frau verheiratet sind.“ Um dieser „positiven Diskriminierung“ etwas entgegenzusetzen, haben Ellen und Steffi jetzt also einen YouTube-Kanal eröffnet, der von nichts anderem handelt als von ihrer Homosexualität. Bestechende Logik. Frei nach dem Motto: Verteidigung heißt Angriff.

Pastorin hadert mit dem Christentum

In einem anderen Video lassen sie die Zuschauer an ihrem freien Sonntag teilhaben. Während Ellen eigentlich lieber „zu Hause gammeln“ möchte, hält es Stefanie für angebracht, den Gottesdienst zu besuchen. Nach dem Kirchengang trotz Widerwillen lautet das Resümee: „So scheiße war es gar nicht.“ Das ist gar kein schlechtes Fazit, wenn man bedenkt, der Gottesdienst ist eine der Hauptaufgaben einer Pastorin. Die Berufswahl scheint glücklich verlaufen zu sein. Oder die Berufung. Gottes Wege sind unergründlich.

Überhaupt hat Ellen ihre Probleme mit dem Christentum. Beispielsweise das dort vermittelte Familienbild durch Josef, Maria und Jesus. „Total schön, romantisch und für alle Heterosexuellen wahrscheinlich die Erfüllung ihrer Träume.“ Für „queere Personen“ sei es aber schwierig, da „einen Anschluß zu finden, wenn das so gar nichts mit der eigenen Realität zu tun hat“.

Außerdem stört sie, daß in der Bibel steht, Gott habe Adam und Eva als Mann und Frau geschaffen. „Also dieses ganze Bild von Geschlecht ist so eins, wo ich mir denke, sorry, was hat das Ganze eigentlich mit mir zu tun.“ Gute Frage. Was hat das Ganze eigentlich mit ihr zu tun?

Sinnentleertes Christentum

Mit ihrem „Leihkind“ gehen die beiden dann noch Cappuccino trinken und verraten: „Irgendwie wollen wir ein Kind“. Die Videos der Pastorinnen sind durchaus unterhaltsam. Seifenoper ist gar kein Ausdruck dafür. Wer vorher noch nicht verquer im Kopf war, findet spätestens nach dieser Darbietung sein Gehirn weichgespült wieder. Auch die Kommentare sind bislang überwiegend positiv.

Doch Spaß beiseite. Ellen und Stefanie personifizieren das sinnentleerte Christentum und deuten es zum Lifestyle um. Sie benutzen die Autorität des Talars, um ihr Gedankengut publik zu machen – im Namen des Christentums. Damit wird dann auch dem letzten Gläubigen klar gemacht, daß es scheiß egal ist, ob er in die Kirche geht oder nicht. Dieselbe Tiefe kann er auch finden, wenn er sich sonntags morgens ein Bier aufmacht und „Da Da Da“ in Dauerschleife hört.

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BERLIN. Auf Einladung von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil beraten am Donnerstag die Generalsekretäre von CDU, CSU, SPD, Grünen, Linkspartei und FDP über Drohungen und Angriffe auf Politiker. Nicht eingeladen wurde die AfD.

„Wenn ich ein Feuer löschen will, dann kann ich nicht die Brandstifter mit ins Boot holen“, begründete Klingbeil gegenüber dem Portal t-online.de seine Entscheidung. „Diese Partei steht für die Verrohung des politischen Diskurses, diese Partei grenzt aus“, sagte er weiter. Zudem gebe es Hinweise, daß sie Verbindungen in rechte Terrornetzwerke habe.

AfD am häufigsten Opfer von Gewalt

Anlaß der Beratungen ist der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im vergangenen Jahr und Schüsse auf das Wahlkreisbüro des sachsen-anhaltinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby im Januar. „Wir können nicht einfach darauf warten, daß der nächste Politiker oder Ehrenamtliche Opfer von Gewalt oder gar ermordet wird“, sagte Klingbeil. Alle hätten die Pflicht, etwas zu tun. An vielen Stellen finde „eine ungeheure Verrohung in Deutschland statt“, beklagte er.

Laut Auskunft der Bundesregierung ist jedoch keine Partei häufiger Opfer von Angriffen als die AfD. Im dritten Quartal 2019 entfielen von 52 Angriffen auf Wahlbüros 26 auf die AfD. Auch bei Attacken auf Vertreter und Mitglieder von Parteien liegt die AfD mit großem Abstand auf Platz 1. Von den im dritten Quartal registrierten entsprechenden 278 Straftaten entfielen 127 auf die Partei, davon wurden 113 Delikte politisch links motivierten Tätern zugeordnet. (tb)

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Was Trump zusammen mit Netanjahu in Washington als “Friedensplan” für die Palästinenser vorgestellt hat ist in Wahrheit die Forderung ihrer totalen Kapitulation. Israel muss dabei überhaupt keine Zugeständnisse machen und kann alles behalten was den Palästinensern geraubt wurde … und sogar noch mehr. Was ihnen offeriert wird ist die permanente Apartheid. Tatsächlich ist Trumps Plan nur ein Theater und eine Show, wird von den Palästinensern, von den Nachbarländern und der internationalen Gemeinschaft abgelehnt, denn es verletzt das Völkerrecht und die UN-Charta.

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Der „Umweltsau“-Skandal des WDR hat gezeigt: immer mehr Menschen sind unzufrieden, wie die Öffentlich-Rechtlichen mit den Gebührengeldern umgehen. Anderthalb Jahre nach Einführung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) zeigt sich, wovor viele Kritiker der Regelung gewarnt haben: Die Meinungsfreiheit wird mit Verweis auf das NetzDG eingeschränkt.

Im JF-TV-Interview spricht der Rechtsanwalt und Medienexperte Joachim Steinhöfel über Zwangsabgaben und „orwellsche Zutsände“.

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Nehmen wir einmal an, in Sachsen könnten die Grünen seit einem Jahr keinen Parteitag abhalten, weil Pegida-Anhänger Hallenbetreiber mit Drohanrufen nötigen, Verträge zu kündigen und Rechtsextremisten ankündigen, Veranstaltungen der Grünen gewaltsam „zu Brei zu stampfen“ – und daraufhin niemand mehr Veranstaltungsräume an die Grünen vermieten würde.

Was wäre dann wohl? Es würde nur wenige Tage dauern, und überregionale Medien würden anprangern, daß Extremisten die Versammlungsfreiheit einer Partei einschränken, es gäbe Solidaritätsadressen anderer Parteien, ja der Bundespräsident würde vor der Wiederkehr „nicht mehr dagewesener Zustände warnen“. Innerhalb kürzester Zeit böten engagierte Wirte zu Dutzenden Ausweichquartiere an, würde ihre Standhaftigkeit als Zivilcourage öffentlich gepriesen.

Klammheimliche Zustimmung aus der gesellschaftlichen Mitte

Nichts davon im Fall der AfD in Berlin. In der Hauptstadt findet seit Monaten ein konzertiertes linksextremes Kesseltreiben gegen Vermieter statt, die Räume an die Partei vergeben wollen. Bereits dreimal mußte der Landesparteitag abgesagt werden, weil Räume unter massivem Druck kurzfristig gekündigt wurden. Inzwischen setzte die AfD im Berliner Landesverband einen Notvorstand ein, weil die überfälligen Neuwahlen mangels Räumen nicht stattfinden konnten.

Der Eigentümer des „Ballhauses Pankow“, der letzte Veranstaltungsort, den die AfD verlor, wurde von Linksradikalen so bedrängt, daß auch er kapitulierte. Das Landgericht Berlin wies jetzt die Klage der AfD mit der Begründung ab, eine Überlassung der Räume sei „nicht durchsetzbar“, der Betreiber habe glaubhaft machen können, er sei telefonisch unter Druck gesetzt worden und „von Unbekannten mit einem Messer auf dem Parkplatz attackiert, beleidigt und bedroht“ worden. Dieses Risiko gehe über das vertragliche Maß hinaus. Damit hat der linke Mob nun freie Bahn.

Die von Mitgliedern der rot-rot-grünen Regierung unterstützte linksextreme Antifa jubiliert auf ihrer Kampagnenseite „Kein Raum der AfD – AfD Landesparteitag zu Brei stampfen“ über den Erfolg ihrer gewaltsamen Erpressungsaktion: „Egal wo und wie die AfD versuchen wird, ihren Landesparteitag abzuhalten, wir werden da sein, um ihren Kartoffelauflauf zum Desaster zu machen! Egal, wo sich die Faschos verstecken: Wir werden sie jagen!“ Die Reaktion der anderen Landes- und Bundespolitiker, fast der gesamten Medien und Öffentlichkeit: Ohrenbetäubendes Schweigen. Höhnisch beschied der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) der hilfesuchenden AfD, er sei nicht „der oberste Saalvermieter Berlins“. Gewalttätige linksextreme Rollkommandos ernten klammheimliche, sogar unverhohlene Zustimmung aus der gesellschaftlichen Mitte. Eine demokratische Bankrotterklärung.

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