Am vergangenen Sonntag sind sogenannte “Klimaaktivisten” von Landquart aus zu einer Winterwanderung zum Weltwirtschaftsforum WEF ins 40 Kilometer entfernte Davos aufgebrochen. Am Dienstag in Klosters angekommen, nahmen sie die dritte und letzte Etappe nach Davos in Angriff, teilte das Klimabündnis mit, das unter der Bezeichnung “Strike WEF” aufgetreten ist.

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Eins muß man den Sozis lassen: Bei ihrer lustvollen Selbstzerstörung läßt die SPD wirklich keine Gelegenheit liegen, sich selbst zu demontieren. Mit dem Parteiausschluß von Thilo Sarrazin, der jetzt offenbar perfekt ist, kommen die Genossen beim schneidigen Abstieg zur bedeutungslosen linksradikalen Sekte wieder einen großen Schritt voran.

Auch wenn Ex-Parteivize Ralf Stegner und der Rest der linken Meute vor Vergnügen und Genugtuung johlen: Der finale Partei-Fußtritt für Thilo Sarrazin wird keinen linken Realitätsverweigerer und Multikulti-Träumer, der sich von den Fakten des Ex-Finanzsenators seine ideologischen Seifenblasen nicht kaputtmachen lassen will, für die SPD begeistern. Entweder ist die Klientel, die sich für diese Maßnahme begeistern kann, schon bei den Sozis, oder sie ist längst bei Grünen oder Linken gelandet und will von da auch gar nicht auf den sinkenden SPD-Dampfer umsteigen.

Die SPD beweist ihren Willen zum Untergang

Für die letzten Stammwähler und Mitglieder mit Realitätserdung ist der Sarrazin-Ausschluß dagegen ein weiteres Signal, schleunigst das Weite zu suchen und den hoffnungslosen Fall SPD den Salonbolschewisten und Linksideologen endgültig zur Restabwicklung zu überlassen.

Auch die älteste Partei mit der stolzesten Tradition kann sich eines Tages selbst zerstören und von der Bildfläche verschwinden. Die Konsequenz, mit der die seit neuestem von zwei linksdogmatischen Dilettanten angeführte Ex-Volkspartei SPD die letzten Bindungen an ihre ehemaligen Stammwähler kappt, nötigt fast schon wieder Bewunderung ab: Was den Willen zum Untergang angeht, lassen sich die Sozis offenbar von keinem etwas vormachen. Na denn: Adieu, SPD.

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HAMBURG. Der Hamburger Abgeordnete Kazim Abaci will die AfD durch eine höhere Wahlbeteiligung von Türken mit deutscher Staatsbürgerschaft aus der Bürgerschaft verdrängen. „Wir möchten die Wahlbeteiligung erhöhen, dafür sorgen, daß die Zahl der ungültigen Stimmen zurückgeht – und die Rechtspopulisten aus dem Parlament drängen“, zitiert die Hamburger Morgenpost Abaci. Konkret schwebt ihm eine Beteiligung von 75 Prozent vor. So „könnte Hamburg das erste Bundesland werden, das die AfD wieder aus dem Parlament schmeißt“.

Bisher sei die Wahlbeteiligung vor allem „in den Stadtteilen niedrig, wo viele MigrantInnen wohnen“. Dies sei auch durch Studien belegt. Unterstützung für seinen Aufruf an Hamburgs Türken holte sich Abaci bei einer Reise in die Türkei vom Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu, der demnach Abacis Bemühungen nach einer Erhöhung der Wahlbeteiligung von Migranten unterstützt.

AfD: Hamburgs Türken sollen fünfte Kolonne der SPD werden

„Sein Appell an die türkeistämmigen HamburgerInnen: Wählen gehen“, gab Abaci auf Facebook das Stadtoberhaupt der Millionenmetropole am Bosporus wieder. Dazu veröfentlichte Abaci ein Bild, wie er Imamaoglu eion St. Pauli-Trikot mit der Nummer 34 überreicht, der Kennzeichennummer der Stadt Istanbul.

Scharfe Kritik an dem Vorstoß Abacis kam von der AfD. „Hamburgs Türken sollen als fünfte Kolonne der SPD herhalten“, beklagte der Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Dirk Nockemann. Dabei hätten viele in Hamburg lebende Türken ein „sehr konservatives Weltbild“. Die SPD sei für sie „längst keine Heimat mehr“. (tb)

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Im Interview mit der Berliner Wochenzeitung Junge Freiheit hat der frühere BND-Chef Unverständnis zur Verhandlung über die Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes BND vor dem Bundesverfassungsgericht geäußert: „Ein Verfahren wie jetzt aktuell in Karlsruhe, wäre in anderen westlichen Ländern undenkbar. Wir Deutsche können nicht auf Dauer erwarten, daß andere Länder und Nachrichtendienste für uns die Hausaufgaben erledigen.“

„Grundgesetz ist keine UN-Charta“

Bei der Verhandlung in Karlsruhe geht es um die Frage, ob sich Ausländer im Ausland auf das deutsche Grundgesetz berufen können, wenn der BND ihre Kommunikation überwacht. Gegen diese weitreichende Befugnis, Datenströme über Suchbegriffe zu filtern, haben die Nichtregierungorganisation „Reporter ohne Grenzen“ sowie ausländische Journalisten Verfassungsbeschwerde erhoben. Er sagte weiterhin: „Das Grundgesetz ist keine UN-Charta und sein Geltungsbereich ist nach meiner Ansicht auf das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland beschränkt.

„Deutsche Alleingänge wenig hilfreich“

Er wies darauf hin, daß ‚mit Hilfe der Funkaufklärung zahlreiche Anschläge auf Soldaten der Bundeswehr in Afhanistan verhindert werden‘. Hanning warnte in dem Interview mit der JF: „Auch im Bereich der Nachrichtendienste sind deutsche Alleingänge wenig hilfreich.“

Dr. jur. August Hanning, Jahrgang 1946, war von 1998 bis 2005 Präsident des Bundesnachrichtendienstes und anschließend (bis 2009) Staatssekretär (parteilos) im Bundesinnenministerium.

 

Das ganze Interview mit Dr. jur. August Hanning erscheint in der aktuellen Ausgabe der JF (Nr. 05/2020).

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Holocaust-GedenkenDer lange Schatten

On January 23, 2020, in Junge Freiheit, by admin

Vor ein paar Jahren besuchte ich zum ersten Mal Israel. Mit dem Militärhistoriker Martin van Creveld bestiegen wir die alte Festung Masada, bei der es 74 n. Chr. nach monatelanger Belagerung zur Stürmung durch römische Truppen kam – und zum kollektiven Selbstmord der jüdischen Kämpfer mit ihren Familien. „Masada darf nie wieder fallen“ war lange Zeit der martialische Eid der israelischen Soldaten – Ausdruck des unbedingten Selbstbehauptungswillens eines bedrängten kleinen Volkes.

Von Masada nach Auschwitz. Ich besichtigte damals auch das Holocaust-Museum Yad Vashem. Mir wurde dort erst die eigentliche Bedeutung dieses Gedenkens für die Identität Israels klar. Klaustrophobische Gefühle weckend, schiebt sich das schmale, langgezogene Gebäude, ein durch geneigte Betonwände gebildeter hoher, dreieckiger, sich am Ende weitender Keil, über den Hang und ragt in ein Tal. 

Wie mit einer Nabelschnur verbunden

Die Ausstellung windet sich mäandernd durch Mittelalter und Neuzeit, der Besucher vollzieht die Odyssee der Juden nach, die sich über Jahrhunderte entwickelnde antisemitische Verfolgung. Sie gipfelt im mörderischen Crescendo der nationalsozialistischen Judenvernichtung. Das Museum schließt mit der schon Ende des 19. Jahrhunderts beginnenden Auswanderung nach Israel, das zum mit eisernem Willen verteidigten sicheren Hafen wird. Durch ein riesiges Panoramafenster blickten wir über ein traumhaftes grünes Tal auf das Häusermeer von Jerusalem – die sonnenüberstrahlte Zukunft nach einer beklemmenden Vergangenheit.

Wie mit einer Nabelschnur sind Deutschland und Israel durch den Holocaust verbunden. Es ist eine Illusion, den Schatten der Vergangenheit mit einem Schlußstrich oder 180-Grad-Wenden der Gedenkpolitik zu entkommen. Genausowenig gelingt es, die deutsche Nation zu erledigen, indem man Auschwitz zum Endpunkt unserer Geschichte erklärt.

Aus totalitärem Wahn speist sich eine neue totalitäre Hypermoral

Es ist eine gefährliche Versuchung, die Überwindung der Nationalstaaten, die Europäische Union, die Politik offener Grenzen und unkontrollierte Migration mit dem Verweis auf die Vernichtung der europäischen Juden moralisch gegen Kritik immunisieren zu wollen. Aus totalitärem Wahn speist sich eine neue totalitäre Hypermoral. Rituelle Selbstzerknirschung und Größenwahn sind bei deutschen Politikern heute auf eigenartige Weise dialektisch miteinander verbunden. So wenn Heiko Maas seine Position monströs überhöht: „Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen.“

Höhe-, Wende- und Tiefpunkte gehören zum Gesamtbild unserer Nationalgeschichte. Mit Martin van Creveld und seiner Frau Dvora sprachen wir anläßlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz über das Schicksal ihrer Familien und erfassen damit einen kleinen Ausschnitt der großen Tragödie.

JF 5/20

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Parteien „wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit“, sagt das Grundgesetz. Und im übernächsten Satz fordert Artikel 21: „Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen.“ Das sind zwei ziemlich klare Aussagen. Die Verfassung gesteht etwas zu – Mitwirkung an der Willensbildung – und verlangt dafür im Gegenzug etwas: nämlich daß sich Parteien auch intern an die Spielregeln der Demokratie halten. Dazu gehört beispielsweise, daß Posten, Mandate sowie Programme nicht von oben herab vergeben oder diktiert werden dürfen, sondern daß die Mitglieder darüber in Wahlen, auf Versammlungen befinden.

Wer also mit den Mitteln der Bedrohung, der Einschüchterung und der Gewalt verhindert, daß eine Partei sich versammeln und ihren Vorstand wählen kann, handelt verfassungsfeindlich. Denn er verhindert die im Grundgesetz gewährte Mitwirkung und unterdrückt die ebenda verlangte innerparteiliche Demokratie. Verfassungsfeinde nennt man auch Extremisten. Nicht extremistisch ist es dagegen, sich auf die im Grundgesetz gewährten Rechte und auferlegten Pflichten zu berufen.

Ihr seid kein Bollwerk gegen den Faschismus!

Dies sei all denen ins Stammbuch geschrieben, die nun mit klammheimlicher oder gar offen zur Schau gestellter Freude darauf reagieren, daß die AfD zum wiederholten Male keine Herberge für ihren Landesparteitag gefunden hat. Weil ein Gericht einem potentiellen Vermieter zugestanden hat, daß er seine Gesundheit und die seiner Familie nicht für die Einhaltung eines Mietvertrags mit der Partei aufs Spiel setzen muß.

Da ist etwas faul im Staate Berlin (und nicht nur dort). Nein, ihr anonymen Drohanrufer und Messerzücker, ihr seid kein „Bollwerk gegen den Faschismus“, sondern ein Sargnagel der freiheitlichen demokratischen Grundordnung! Und das Schweigen der politischen Mitbewerber der AfD stützt nicht den Konsens der Demokraten. Verwechselt euer achselzuckend-gleichgültiges oder gar feixendes Mitläufertum bloß nicht mit Mut. Und sagt jetzt bitte nie wieder „nie wieder“!

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BERLIN. Die Kosten für den Bundestag belaufen sich einer Berechnung des Steuerzahlerbundes zufolge 2020 erstmals auf mehr als eine Milliarde Euro. „Jedes einzelne Mandat erzeugt unmittelbare Kosten von mehr als 750.000 Euro pro Jahr“, sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, am Donnerstag der Bild-Zeitung.

Zusammen mit den Ausgaben für Beamte, Liegenschaften und dem Sicherheitsdienst müsse der Steuerzahler in diesem Jahr mehr als eine Milliarde Euro für das Parlament aufbringen. Holznagel dringt deshalb auf einen schnellen Beschluß zur Verkleinerung des Parlaments mit derzeit 709 Abgeordneten. Sollte der Bundestag künftig auf über 800 Mitglieder anwachsen, kämen noch einmal Kosten in Höhe von 64 Millionen Euro dazu.

„Ich fordere alle Fraktionen auf, die Demokratie zu stärken. Ziel muß sein, endlich eine Reform des komplizierten Wahlrechts mit seinen Überhang- und Ausgleichsmandaten einzuleiten, damit der Bundestag nicht weiter ausufert. Als Bund der Steuerzahler sagen wir: 500 Abgeordnete sind genug“, verdeutlichte Holznagel.

Überhang- und Ausgleichsmandate: Mehrere Lösungsvorschläge

Grund für die Aufblähung des eigentlich 598 Mitglieder großen Bundestag sind die sogenannten Überhang- und Ausgleichsmandate. Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate gewinnt, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen.

Jeder Kandidat, der seinen Wahlkreis und damit das Direktmandat gewinnt, hat einen Sitz im Bundestag sicher. Damit durch die zusätzlichen direktgewählten Abgeordneten das Wahlergebnis nicht verfälscht wird, erhalten die anderen Parteien seit 2013 dafür Ausgleichsmandate.

Dieser Effekt könnte durch eine Verringerung der Wahlkreise gemindert werden. Vor allem die CSU wehrt sich jedoch heftig gegen eine Wahlkreisreduzierung. Ein weiterer Vorschlag aus den Reihen der Union ist dagegen die Einführung eines sogenannten Grabenwahlsystems. Dabei würden Erst- und Zweitstimmen getrennt verrechnet. Dadurch wäre die Zahl der Abgeordneten stets konstant. (ls)

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BERLIN. Nach massiven Drohungen der Antifa kann der für kommendes Wochenende geplante Parteitag der AfD Berlin nicht stattfinden. Am Donnerstag gab das Landgericht Berlin seine Entscheidung bekannt, daß der Vermieter des Ballhauses Pankow trotz eines gültigen Mietvertrags nicht gezwungen werden kann, die AfD zu beherbergen. „Damit ist das Recht in Deutschland nicht mehr das Papier wert, auf dem es gedruckt ist“, kommentierte AfD-Landes- und Fraktionschef Georg Pazderski die Entscheidung.

Pressesprecher Ronald Gläser ergänzte gegenüber der JUNGEN FREIHEIT: „Es ist unerträglich, daß solche Methoden von stalinistischen Polit-Gangstern geduldet werden.“ Es sei an der Zeit, daß der „Rechtstaat klare Kante gegenüber linksradikalen Gewalttätern“ zeige. „Ich fordere zudem die anderen Parteien, insbesondere die Linkspartei, auf, sich von solchen Machenschaften zu distanzieren.“

Glaubhafte Drohungen

Die Partei wirft der Linkspartei-Politikerin Irmgard Wurdack, die auch Bundesgeschäftsführerin des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ ist, vor, den Betreiber des Ballhauses telefonisch unter Druck gesetzt zu haben. Daraufhin erstattete der AfD-Bezirksvorsitzende von Tempelhof-Schöneberg, Karsten Franck, Anzeige gegen Wurdack wegen Nötigung und übler Nachrede.

Das Landgericht Berlin hat in seinem Beschluß den Antrag der AfD auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung nun zurückgewiesen. Die Partei hatte den Vermieter des Ballhauses zur Erfüllung des Mietvertrages für ihren Landesparteitag verpflichten wollen. Der Richter gestand dagegen den Betreibern der Gaststätte das Recht zu, vom Mietvertrag zurückzutreten.

Sie hätten glaubhaft machen können, daß sie telefonisch bedroht, und der Wirt „von Unbekannten mit einem Messer auf dem Parkplatz attackiert, beleidigt und bedroht“ wurde. „Grund hierfür sei die geplante Veranstaltung der Antragsteller gewesen.“ Weiter heißt es im Urteil: „Man habe ihm gesagt, daß man wiederkommen werde, wenn die Veranstaltung stattfinden solle. Man wisse, wo er wohne und wo er und seine Familie unterwegs seien. Auch wenn er die Polizei (‘Bullen’) einschalte, werde man sich wiedersehen.“

Kein „Plan B“

Es sei auch klar, daß die glaubhaft gemachte Gefährdung des Gaststättenbetreibers und seiner Familie „nicht aus der Sphäre des Antragstellers“, also der AfD stamme. Mit anderen Worten: Der Richter hielt die Drohungen, die mutmaßlich von Angehörigen der linksextremen Szene ausgingen, für authentisch und gefährlich. Die „Herrn B. angedrohten Konsequenzen“ könnten „nicht anders verstanden werden, als eine direkte Bedrohung von Leib und Leben seiner eigenen Person und seiner Familie, unter Umständen auch der Antragsgegnerin selbst“, also der AfD.

Das Landgericht kam daher zu dem Ergebnis, daß „die Entstehung dieses Risikos ersichtlich weit über die vertraglich übernommene Verpflichtung zur Bereitstellung von Veranstaltungsräumen hinausgeht“. Zuvor hatte der Wirt allerdings der Berliner Zeitung noch versichert: „Keiner hat mich bedroht.“

Die AfD fordert nun den Senat auf, ihr öffentliche Räume für einen Landesparteitag zur Verfügung zu stellen. Das Argument der rot-rot-grünen Regierung, die Partei habe noch nicht den freien Markt ausgeschöpft, sei durch den Beschluß des Landgerichts klar widerlegt worden, sagte Gläser der JF.

Einen „Plan B“, sprich einen alternativen Veranstaltungsort, gebe es für das Wochenende nicht. Daher plane der aktuelle Notvorstand, beim Landesschiedsgericht die Einsetzung eines neuen Notvorstands zu beantragen, der wahrscheinlich nicht vollständig identisch mit dem derzeit amtierenden sein werde. Möglicherweise werden diesem Gremium dann auch Bezirksvorsitzende angehören. So schnell wie möglich müsse dann aber ein neuer Landesparteitag einberufen werden. (tb/vo)

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BERLIN. Das Landesschiedsgericht der Berliner SPD hat den Autor und früheren Finanzsenator Thilo Sarrazin aus der Partei ausgeschlossen. Der Grund für die Entscheidung sei neben seinem Buch „Feindliche Übernahme“ auch ein Auftritt bei einer FPÖ-Veranstaltung während des Europawahlkampfs, berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Parteikreise.

Ein Parteigericht von Sarrazins Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf hatte im Sommer 2019 entschieden, daß die SPD Sarrazin ausschließen darf. Die Richter warfen ihm unter Berufung auf zwei Parteigutachten unter anderem „kulturellen und antiislamischen Rassismus“ vor. Vorher hatte es bereits zwei Versuche gegeben, den früheren Bundesbank-Vorstand aus der Partei zu werfen.

Sarrazin hatte im März 2019 an einer Diskussionsveranstaltung der FPÖ in Wien teilgenommen. Gemeinsam mit dem damaligen österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) sprach er über die Gefahren einer Islamisierung.

Gegenüber der Welt sagte der ehemalige Finanzsenator, er sei über die Entscheidung noch nicht informiert worden. Sein Anwalt erklärte: „Nach heutiger Rückfrage beim SPD Landesverband Berlin wurde uns mitgeteilt, daß eine Entscheidung vorbereitet wird, für die eine Sperrfrist bis morgen, 24. Januar, 10:00 Uhr gilt. Offensichtlich wird von Seiten des Parteivorstandes der SPD die Entscheidung bereits jetzt durchgestochen, um schon heute die mediale Öffentlichkeit zu beeinflussen.“

Unterdessen äußerte der ehemalige stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner via Twitter seine Freude über die Entscheidung des Schiedsgerichtes. „Gut, daß wir uns nicht länger für die törichten, dumpfen und rechten Sarrazin-Ergüsse zu Flüchtlingen, dem Islam oder anderen Geschmacklosigkeiten rechtfertigen müssen!“ Die Entscheidung sei überfällig gewesen.

Gut dass wir uns nicht länger für die törichten, dumpfen und rechten Sarrazin-Ergüsse zu Flüchtlingen, dem Islam oder anderen Geschmacklosigkeiten rechtfertigen müssen!
Die Entscheidung war überfällig.
Die SPD stand und steht für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität!

— Ralf Stegner (@Ralf_Stegner) January 23, 2020

 (ag)

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Die Zahl antichristlicher Attacken in Frankreich explodiert förmlich seit gut einem Jahr. Die Öffentlichkeit steht ihnen weitestgehend gleichgültig gegenüber, die politischen, medialen und kulturellen Eliten des Landes ignorieren sie im besten Fall – oder befeuern sie im schlimmsten. In rechten und konservativen Kreisen macht man gerne moslemische Immigranten für alle antichristlichen Attacken verantwortlich.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit geht ein großer Teil von ihnen auch auf das Konto von entkulturalisierten und entwurzelten einheimischen Jugendlichen auf der Suche nach dem großen „Thrill“ – gerne live in den sozialen Netzwerken übertragen – oder aber auf das Konto von Linksextremisten.

Letztere radikalisieren sich seit ein paar Monaten in dem Maße, in dem der Widerstand gegen das Gesetzesvorhaben der Regierung Macron zur vaterlosen künstlichen Befruchtung für Lesben und Singlefrauen auf Widerstand in der Bevölkerung trifft. Katholiken sind ihr Hauptziel, denn wie bei den Protesten gegen die „Ehe für alle“ 2013 ist das Zentrum des Widerstands die junge Generation katholischer Laien, die die eher zögerliche und gesellschaftlich angepaßte katholische Hierarchie vor sich hertreiben und den Kulturkampf mit den linken, völlig minoritären Gesellschaftsingenieuren aufnehmen.

Hunderttausende demonstrieren gegen Bioethik-Gesetz

Bereits vor der ersten großen Demonstration am 6. Oktober 2019, bei der mehr als 500.000 Bürger friedlich in Paris gegen das Gesetzesvorhaben demonstrierten, kam es zu Zwischenfällen mit militanten Linken und LGBT-Unterstützern.

In Caen griffen lokale LGBT-Befürworter am Morgen des 6. Oktobers einen aus Lourdes zurückkommenden Pilgerbus mit Kranken an Bord an, weil sie glaubten, daß der Katholische Familienbund (AFC) mit diesem Bus zur Pariser Demo fahren wollte. Als später der AFC-Bus vorfuhr, hinderten sie die AFC-Mitglieder am Einsteigen, beleidigten und bespuckten sie.

Nur mit Hilfe der Polizei konnte der Bus schließlich losfahren. Obwohl die Angreifer, Mitglieder einer städtisch subventionierten LGBT-Gruppe, auf Fotos festgehalten und identifizierbar sind, wurde weder jemand verhaftet, noch die öffentliche Finanzierung in Frage gestellt. Das Bistum verzichtete darauf, Anzeige zu erstatten.

Am 14. Dezember 2019 mußte das traditionelle Krippenspiel von Kindern im Zentrum von Toulouse vorzeitig abgebrochen werden, weil die Antifa unter dem Slogan „Stoppt die Katholen, stoppt die Faschisten!“ („Stop aux cathos, stop aux fachos“) randalierte.

Der Bürgermeister von Toulouse, Jean-Luc Moudenc, verurteilte „mit aller Härte“ den Zwischenfall, während sich der Erzbischof von Toulouse, Msgr. Robert Le Gall, weinerlich beklagte, daß „eine einfache Erinnerung an die Geburt Jesu und die Werte, die sie vermittelt (Aufnahme von Fremden, die Ankündigung von Frieden und ein Zeichen von Zärtlichkeit, das wir alle benötigen), in unserem Land nicht mehr respektiert wird“.

Aufgrund des gerichtlichen Verbots des Netflix-Films „Die letzte Versuchung“ in Brasilien, in der Jesus als Schwuler dargestellt wird, verhöhnte Frédéric Froment, Komödiant beim Staatssender France Inter, die Katholiken mit einem selbstgedichteten Lied, in dem es unter anderem heißt: „Jesus ist pädophiler Schwuler! LGBT-Aktivist oben vom Kreuze, warum hat man ihn angenagelt, warum hat man ihn nicht gefickt?“

Katholische Laien wehren sich …

Nachdem die katholische Laienvereinigung „Generalallianz gegen den Rassismus und für den Respekt der französischen und christlichen Identität“ (AGRIFD) in solchen Fällen rechtliche Schritte gegen Froment einleitete, entschuldigte sich der Staatskünstler zwar halbherzig, doch erwähnte er dabei nur die LGBT, die er durch die Assoziierung von Pädophilie und Homosexualität habe verletzen können. Der Staatssender France Inter verteidigte dagegen die künstlerische Freiheit seines vermeintlichen humoristischen Genies.

In Rennes verhinderten Linksextreme am 13. Januar 2020 eine Veranstaltung der Lebensschutzorganisation Alliance VITA mit Gewalt. Vermummte drangen vor Beginn in die Räumlichkeiten ein, versprühten Tränengas, zerstörten das Material, belästigten die Ordner. Ein Mitglied der Allianz VITA wurde so stark verletzt, daß es für drei Tage krankgeschrieben wurde.

In der Nacht auf den 18. Januar beschmierten Unbekannte in Le Mans die Außenwand einer Kirche mit dem Anarchisten-„A“ und der Aufschrift „Hier beichtet die Action Française“. Die Täter wurden bisher nicht gefaßt.

Eine Nacht später, am Vorabend der nächsten großen Demonstration gegen das Bioethik-Gesetz der Regierung, an der wiederum einige Hunderttausend Menschen teilnahmen, beschmierten „Anarchisten“ die Außenwände von sieben Kirchen in Bordeaux und einem Gotteshaus in Talence sowie die Mauern von zwei katholischen Schulen in Bordeaux mit antikatholischen Schmierereien: „Brauche keinen Papa, der Pfarrer vergewaltigt mich bereits“, „Analsex im Beichtstuhl“, „Verspeis deinen Vater“, und ähnliche Sprüche konnte man auf den Kirchmauern lesen.

… während die Amtskirche die Täter verbal hätschelt

Die Bürgermeister von Bordeaux und Talence reichten Klagen ein. Der Erzbischof von Bordeaux, Mgr. Jean-Paul James, forderte die Dechanten der betroffenen Kirchen dazu auf, ebenfalls Klage einzureichen. Ansonsten drückte er seine „tiefe Traurigkeit angesichts solcher Taten aus“ und versicherte, daß die Kirche der Diozöse Gironde „weiterhin für den Frieden und das Zusammenleben in der Stadt eintreten werde“.

Am Morgen des 19.Januar 2020 kam es in Caen wieder zu einer LBGT-Attacke auf einen Pilgerbus, den die vermummten Linksextremisten wie im Oktober mit einem AFC-Bus zur Pariser Demo verwechselten. Der Dechant der Dreifaltigkeitsgemeinde in Caen, Laurent Berthout, kündigte an, daß die Diozöse keine Klagen einreichen werde, denn „wir wollen zum sozialen Frieden aufrufen und dazu, die Meinungen der anderen zu respektieren“. Auch legte er Wert darauf, daß die Diozöse nichts mit den AFC-Bussen nach Paris zu tun habe.

Am gleichen Morgen wurde auch in Lille einer der Demo-Busse, die nach Paris fuhren, von maskierten Linksextremisten angegriffen und mit Eiern und Farbbeuteln attackiert. Um den Angreifern zu entkommen, wartete der Bus schließlich auf die letzten Zusteigenden neben einem Polizeiauto. Die Polizisten nahmen den Zwischenfall jedoch nur zur Kenntnis und unternahmen vor Ort nichts gegen die LGBT-Kämpfer.

Narrenfreiheit für Linksextremisten?

Am 21. Januar 2020 „entschuldigten“ sich die Linksextremisten von Caen auf ihre Art bei den angegriffenen Pilgern und der passiven Diosöse: Sie schmierten auf eine Kirchwand ein „Sorry Pilger“ mit einem Anarchisten-„A“ und verunglimpften ein freistehendes Kruzifix in der Stadt mit den Inschriften „Jesus ist ein Trans“, „vaterlose künstliche Befruchtung für alle Frauen“.

Es scheint, als ob der macronistische Staat den Linksextremisten Narrenfreiheit läßt. Verschlimmert wird die Lage durch die Schwäche und Hilflosigkeit der kirchlichen Hierarchie, die eine Vogel-Strauß-Politik verfolgt und damit die Täter weiter motiviert. Viele katholische Laien wünschen sich dagegen, daß sie alle ihr zur Verfügung stehenden juristischen Möglichkeiten nutzt und eventuell auch den Staat wegen fehlenden Schutzes für kirchliche Einrichtungen verklagen solle.

Vor allem müsse die Kirche endlich aufhören, eine gutmenschliche, auf Harmonie mit den Tätern abzielende Sprache zu sprechen und die Täter verbal auf das Schärfste verurteilen. Denn bei den Attacken auf Kirchen und Gläubigen handelt es sich um nichts anderes als linken, antiklerikalen Terrorismus.

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