Auf allen Kontinenten ist in diesem Herbst die Stimmung schlecht. Wut und Frustration kocht über und die Proteste werden immer gewaltsamer an vielen Orten. In einigen Fällen treibt der ökonomische Schmerz die Proteste an, in anderen handelt es sich um Aufstände gegen die Politik der Regierungen … oder beides. Mir kommt es vor, wie wenn schon lange nicht mehr so viele Menschen ihren Unmut auf der Welt gleichzeitig zum Ausdruck bringen.

Ich habe das Gefühl, dass das, was wir bisher gesehen haben, nur der Anfang ist. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen verschlechtern sich rapide, und mit zunehmender Wut gegen die da oben, wird das alles nur noch chaotischer. Die Globalisierung, die allen Menschen Wohlstand versprochen hat, ist gescheitert und damit ihre Vertreter.

Ich frage mich, was passiert denn erst, wenn die weltweite Rezession so richtig greift und in eine Depression ausartet, was unvermeidlich ist, so wie die Politiker und Bankster die Karre an die Wand gefahren haben? Sie haben keine Lösungen und Antworten mehr, ihre Rezepte sind gescheitert. Noch mehr Gelddrucken und noch tiefere Zinsen werden nichts bringen, so wie bisher, sonder alles verschlimmern.

So richtig krachen wird es wenn der brodelnde Topf in den USA überkocht, denn das Land ist in zwei Hälften gespalten und der gegenseitige Hasse enorm. Da gibt es die Politiker, die den Sozialismus einführen und Trump stürzen wollen, unterstützt durch die Lügenmedien und den Demoratten, und die Trump-Anhänger, welche den Statusquo und den Kapitalismus verteidigen. Ein Bürgerkrieg ist durchaus möglich.

Schauen wir uns die Brennpunkte an:

Südamerika:

Chile, aus dem immer wieder zitierten Musterknabe sehen wir gewaltsame Proteste wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Supermärkte werden geplündert, Brände gelegt, Menschen sterben dabei (10 bisher), weil die Massen ihre Wut über die sozialen und wirtschaftlichen Zustände offen ausdrücken. Im einst stabilsten Land Südamerikas wurde der Ausnahmezustand ausgerufen und eine Ausgangssperre verhängt. Seit Jahren wird das Land von sozialer Ungerechtigkeit gebeutelt, erklären die Demonstranten.

BERLIN. Das Berliner Finanzamt für Körperschaften hat dem Verein Campact den Status als gemeinnützige Organisation aberkannt. Der Verband sei „überwiegend allgemeinpolitisch tätig“ und veranstalte Kampagnen, „die keinem gemeinnützigen Zweck der Abgabenordnung zugeordnet werden können“, teilte Campact die Begründung des Amts mit.

Die Entscheidung sei eine Folge des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) von Anfang Februar, in der bereits dem Verein Attac der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wurde. „Die Verfolgung politischer Zwecke ist im Steuerrecht nicht gemeinnützig“, hatte der Bundesfinanzhof Anfang des Jahres entschieden.

Campact: „Fatales Zeichen“

Campact-Vorstand Felix Kolb beklagte: „Was für ein fatales Zeichen: In Zeiten, wo Hunderttausende Menschen mit Campact für Klimaschutz und gegen Rechts auf der Straße streiten, wird deren Engagement als nicht gemeinnützig abgewertet und entwürdigt.“

Verantwortlich macht er dafür Finanzminister Olaf Scholz (SPD), der das Gemeinnützigkeitsrecht nicht reformieren wolle. Der Begriff der politischen Bildung müsse aus seiner „BFH-Zwangsjacke“ befreit werden. Dem Verein drohen nun Steuernachzahlungen, deren Summe sich auf „Hunderttausende Euro“ belaufen könnte. „Aber wir lassen uns nicht mundtot machen“, versicherte Kolb.

Die Entscheidung des Berliner Finanzamt für Körperschaften führt dazu, daß Unterstützer von Campact Spenden an die Organisation künftig nicht mehr steuerlich absetzen können. Zuletzt gab es zudem Forderungen, auch anderen Vereinen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, so zum Beispiel der linksextremen Gefangenenorganisation „Rote Hilfe“ oder dem Abmahnverein Deutsche Umwelthilfe. (hr)

CHEMNITZ. Das Landgericht Chemnitz hat einen Pfarrer wegen Drogenhandels zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, daß der Geistliche bis zu zehn Kilogramm Marihuana verkauft habe, berichtete der MDR.

Bereits zum Prozeßauftakt hatte der Mann gestanden. Laut seiner Aussage hatte er einem arabischen Flüchtling Geld geliehen, damit der seine Familie nach Deutschland holen könne. Dabei soll es sich um mehr als 10.000 Euro gehandelt haben.

Der Asylbewerber habe das Geld nicht zurückzahlen können. Daher half ihm der Pfarrer zunächst, Drogen von Leipzig nach Chemnitz zu bringen. Später habe der Kirchenmann selbst mit den Drogen gehandelt, wie aus Chatprotokollen hervorgehe. (ag)

BONN. Landwirte aus ganz Deutschland haben für den morgigen Dienstag Proteste gegen das Agrarpaket der Bundesregierung angekündigt. Die zentrale Demonstration wird am Hauptsitz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Bonn stattfinden. Zur Kundgebung um 11 Uhr auf dem Bonner Münsterplatz wird mit 8.000 bis 10.000 Teilnehmern gerechnet. Auch in anderen deutschen Städten wollen Bauern auf die Straße gehen, weil sie nicht länger die „Fußabtreter der Nation“ sein möchten.

So sind unter anderem in München, Stuttgart, Freiburg, Würzburg, Münster, Magdeburg und Rostock Proteste geplant. In Brandenburg sollen 600 Polizisten eingesetzt werden, um eine Traktoren-Sternfahrt nach Berlin zu eskortieren. In der niedersächsischen Hauptstadt wollen Landwirte mit 1.500 Schleppern zusammenkommen. Die Landmaschinen dürfen aufgrund einer Ausnahmegenehmigung im Konvoi auch die Autobahnen benutzen.

Aufgerufen zu den Protesten hat die Initiative „Land schafft Verbindung“, eine Basisbewegung von Landwirten, die ihre Aktionen unabhängig von den Berufsverbänden organisieren. Mittlerweile gehören über 30.000 Landwirte der Initiative an, die sich hauptsächlich über soziale Netzwerke formiert hat. „Ein Grund für diese Bewegung ist zum Beispiel das Bauern-Bashing“, erläuterte Henriette Struß gegenüber dem Fachmagazin Land und Forst. Die junge Landwirtin aus Barsinghausen bei Hannover gehört zu den Mitorganisatoren der Proteste. Man sei „es leid, ständig für fast alle Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht zu werden“.

„Buhmann der Politik“

Sie und ihre Berufskollegen sehen sich als „Buhmann der Politik und vieler NGOs“, also Nichtregierungsorganisationen wie Umwelt- oder Verbraucherverbänden, heißt es in einem Aufruf zur Demo. Die permanente negative Stimmungsmache führe „zu Ärger und Frustration im Berufsstand“, mittlerweile gehörten „Diskriminierung, Benachteiligung und Mobbing von Angehörigen zur Tagesordnung“. Das gefährde die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe und damit des ländlichen Raums.

So fühlen sich die Bauern beispielsweise zu Unrecht einseitig für erhöhte Nitrat-, Phosphat-, oder Stickstoffwerte im Grundwasser verantwortlich gemacht. Tatsächlich aber belaste die ganze Gesellschaft Gewässer und Umwelt, etwa durch Kläranlagen. „Keiner fordert, daß die Leute weniger aufs Klo gehen, aber wir sollen unter Bedarf düngen“, erregt sich ein anderer Mitorganisator der Demonstration in Hannover. Man fordere diesbezüglich einen „fairen Umgang“ und „Wissenschaft statt Ideologie – beim Dünger wie beim Diesel“.

Dort will ein Teil der Protestierer nicht zum Kundgebungsort am Maschsee fahren, sondern sich am Eingang der Fußgängerzone in der Nähe des Hauptbahnhofs versammeln. Man plane „nicht nur eine reine Bauern-Veranstaltung mit eigenen Rednern fernab der Öffentlichkeit, sondern wolle mitten in der Stadt sichtbar sein und direkt mit dem Verbraucher ins Gespräch kommen“, heißt es zur Begründung.

„Laut, aber friedlich“

Neben dem Agrarpaket wenden sich die Agrarvertreter auch gegen das Mercosur-Handelsabkommen zwischen der EU und südamerikanischen Staaten. Dies gefährde durch Billigpreise importierter Waren „die Versorgung mit sicheren, qualitativ hochwertigen und geprüften Lebensmitteln aus der Region“.

„Laut, aber friedlich“, so lautet die Devise der Protestler. Anders als teilweise bei vergleichbaren Veranstaltungen in Frankreich wollen die deutschen Landwirte auf Krawall verzichten. „Dafür haben wir viel zu gute Argumente“, beteuert einer der Organisatoren in einer Videobotschaft an die Mitstreiter. Ganz wichtig sei auch der Anspruch, den Veranstaltungsort danach noch sauberer zu hinterlassen als man ihn vorgefunden habe. „Wir nehmen unseren Müll mit, wir sind ja nicht Fridays for Future“, fordert der Landwirt. Der Gesellschaft gegenüber setze man so ein Zeichen, „wo die wahren Naturschützer herkommen“.

Der Leidensdruck in der Branche ist groß. „3 vor 12 – Bauern in Not“ lautet das Motto einer Protestgruppe aus dem südöstlichen Niedersachsen. Ein westdeutscher Mitorganisator brachte die Stimmungslage angesichts des drohenden Agrarpakets ähnlich deutlich zur Sprache: „Wenn wir das jetzt nicht geschlossen durchziehen, sind wir verloren!“ (vo)

CINCINNATI. Feministinnen haben mit Boykottdrohungen auf die Entscheidung des Unternehmens Proctor & Gamble reagiert, weibliche Symbole von seinen „Always“-Binden zu entfernen. Der Konzern gab damit den Protesten von Transgendern nach, die gegen das Venussymbol auf der Verpackung protestiert hatten.

„Könnte mir mal bitte jemand von Always erklären, warum unbedingt ein weibliches Symbol auf ihren Hygieneprodukten sein muß“, schrieb unter anderen eine Trans-Twitter-Nutzerin mit dem Pseudonym Melly Bloom an den Konzern. Es gebe auch Menschen, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen können und „Transmenschen, die auch Eure Produkte benutzen müssen“.

Feministin: Unternehmen hat „vor der Transagenda kapituliert“

Darauf hatte die Social-Media-Abteilung des Herstellers geantwortet: „Wir bei Always nehmen die Bedürfnisse und Vorlieben unserer Kunden ernst.“ Einem Transmann, der sich zuvor ebenfalls beschwert hatte, antwortete Always: „Wir sind froh, Ihnen mitteilen zu können, daß wir ab Dezember ein Verpackungsdesign verwenden, das ohne weibliche Symbole auskommt.“

Dies brachte nun Feministinnen auf die Palme. „Ich habe Eure Produkte gekauft, seit ich zehn bin. Hört auf, die Menschen von eurem Produkt zu tilgen, die euer Produkt kaufen.“ Eine weitere schrieb: „Männer können keine Periode bekommen, hört auf, Frauen unsichtbar zu machen!“ Andere Frauen sprachen von Boykott: „Biologische Frauen sollten die Marke einfach boykottieren.“

Die Mitgründerin der radikalfeministischen Gruppe „Justice for Women“, sagte dazu der Mail on Sunday: „Das weibliche Symbol von Hygieneproduktverpackungen zu entfernen, bedeutet die Existenz von Frauen zu verneinen.“ Es handele sich um „Virtue Signaling“ (Tugendhaftigkeit demonstrieren) des Unternehmens, das „vor der Transagenda kapituliert“. Diese habe sich „die totale Vernichtung der weiblichen Biologie“ zum Ziel gesetzt.

Konzern: Nicht jeder, der eine Periode hat, definiert sich als Frau

Auch die britische Steuersachverständige und Feministin Maya Forstater, die Anfang Mai wegen transgenderkritischer Tweets ihre Arbeitsstelle verloren hatte, meldete sich zu Wort. Das Venuszeichen repräsentiere das weibliche Geschlecht und damit das einzige Geschlecht, das diese Produkte brauche, schrieb sie auf Twitter. „Es steht nicht für Geschlechtsidentität.“

Ein Sprecher von Proctor and Gamble rechtfertigte die Unternehmensentscheidung gegenüber der Daily Mail: „Wir fühlen uns der Vielfalt und der Inklusion verpflichtet, und wir haben verstanden, daß nicht jeder der eine Periode hat und eine Binde braucht sich als Frau definiert.“ (tb)

SyrienkonfliktWenn der Krieg zu uns kommt

On October 21, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Mit den Migranten kommen auch ihre Konflikte ins Land. Die Spannung zwischen Kurden und nationalistischen Türken verschärft sich mit jedem weiteren Tag der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien. Tumulte, Attacken und verletzte Polizisten, das ist die Bilanz der jüngsten Demonstrationen von Kurden gegen die Syrien-Offensive der Türkei.

Bei Demonstrationen kochen die Emotionen derart hoch, daß es zu Gewaltausbrüchen kommt. Auf beiden Seiten wirken Kräfte mit hohem Aggressionspotential. Militante Kurden und rechtsextreme Mitglieder der nationalen „Grauen Wölfe“ provozieren sich gegenseitig und gießen Öl in den heißen Konflikt zwischen der Türkei und den Kurden im syrischen Grenzgebiet.

So wurde vergangene Woche in Lüdenscheid bei einer Kurden-Demo ein türkischstämmiger Mann durch eine Messerattacke schwer verletzt. Bei Steinwürfen zwischen den verfeindeten Fronten kamen in Bottrop auch Polizisten zu schaden. Auch im österreichischen Linz kam es zu Gewaltausbrüchen zwischen Kurden und Türken. Dort verfolgten Männer mit Kurdistan-Flagge einen Mann und prügelten ihn mit Schlägen und Tritten zu Boden. Im nordrhein-westfälischen Herne demolierten aufgebrachte Kurden einen türkischen Kiosk.

Solidarität auf dem Fußballfeld

Es nicht das erste Mal, daß externe Konflikte auf deutschen Straßen ausgetragen werden. Die Bilder und Parolen erinnern an die Proteste und Ausschreitungen aus dem Jahr 1994. Trauriger Höhepunkt der Eskalation war damals die Blockade der A3 durch hunderte von Demonstranten und ihren Fahrzeugen. Gewaltbereite Kurden hatten Benzinkanister dabei und drohten, sowohl Polizisten als auch unbeteiligte Autofahrer anzuzünden.

2014 eskalierten hierzulande die Auseinandersetzungen zwischen Moslems und Jesiden und nun gehen wieder Tausende Kurden und deren Sympathisanten auf die Straße. Wieder versucht man von kurdischer Seite her mit erpresserischem Gehabe, den „Westen“ in die Verantwortung zu nehmen: „Wir werden so lange protestieren, bis die westlichen Länder die Invasion in Rojava beenden“, verkündete eine Demonstrantin von der Ladefläche eines Protest-LKWs kürzlich auf einer Kundgebung in Berlin. „Stoppt Völkermord“, hieß es auf Plakaten, die Seite an Seite mit YPJ-Banner, dem Frauenkampfverband der Kurdenmiliz YPG, und PKK-Flaggen hochgehalten wurden.

Nach den Länderspielen gegen Albanien und Frankreich salutierten türkische Nationalspieler auf dem Spielfeld als Zeichen der Unterstützung der türkischen Truppen in der Syrien-Offensive. Diese Geste der Solidarität zeigten auch die Bundesligaprofis Kaan Ayhan und Kenan Karaman von Fortuna Düsseldorf. Weitere Spieler in Amateurvereinen taten es ihnen gleich und auch die Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can stellten sich mit zweifelhaften Sympathiebekundungen in den sozialen Medien ins Abseits.

Loyalitätskonflikte bei Doppelstaatsbürgern

Deutschland wird zunehmend zum Schauplatz verfeindeter ethnischer Gruppen. Die Ausschreitungen zwischen Kurden und Türken sind erst der Anfang. Denn die Militäroffensive in Nordsyrien trifft ja nicht nur die dort lebenden Kurden, die Invasion ist ein kriegerischer Akt gegen Syrien. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich Syrer in diesem Konflikt zu Wort melden. Selbst wenn deren Staatstreue nicht große ist und nicht alle dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad ihre Treue ausgesprochen haben, könnte die Stimmung kippen, sobald die eigene Familie von den kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen ist.

Auch nach Jahren der Integration, ja selbst wenn die syrischen Migranten die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen, bleibt eine gewisse Spannung. Denn der syrische Staat entläßt seine Bürger nicht aus der Staatsbürgerschaft. Würde ein hierzulande eingebürgerter syrischer Mann in Syrien Urlaub machen, könnte er dort zum Militärdienst eingezogen werden.

Da in Syrien das Abstammungsprinzip gilt, vererbt selbst ein eingebürgerter Syrer die Staatsbürgerschaft an seine Kinder. Die Anzahl Deutscher mit syrischem Paß wird sich so im Laufe der Zeit immer weiter vergrößern. Interessanter Fakt ist, daß selbst nach Generationen die männlichen Mitglieder der Familie ihren 24monatigen Wehrdienst in Syrien ableisten müßten. Das Szenario eines Krieges zwischen Syrien und dem Nato-Mitglied Türkei mit eingebürgerten syrischstämmigen Soldaten könnte noch sehr spannend werden.

Die Bundesregierung scheint dies alles nicht zu stören. Laut Presse- und Informationsamt heißt es: „Wenn Sie aus einem Land kommen, das seinen Bürgern regelmäßig die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit verweigert, nehmen die deutschen Behörden Mehrstaatlichkeit hin“. Diese Regelung betrifft etwa 40 Länder, darunter auch Afghanistan, Iran, Marokko, Algerien, Eritrea oder Nigeria. Für Deutschland könnte das noch zu einem großen Problem werden.

 

Mit der Kapitulation Aachens am 21. Oktober 1944 brach die letzte Phase des Zweiten Weltkriegs an. Mit der alten Krönungsstadt deutscher Könige eroberten alliierte Truppen die erste deutsche Großstadt. Nach knapp dreiwöchigen Kämpfen streckten die Verteidiger gegen weit überlegene US-amerikanische Kräfte die Waffen.

Es war von Anfang an ein ungleiches Duell um die Stadt im Westen des Reiches. Die rund 13.000 deutschen Soldaten, die von etwa 5.000 Mann Volkssturm unterstützt wurden, sahen sich 100.000 GIs gegenüber. Diese verfügten zudem über die Lufthoheit.

Trotz heftiger Gegenwehr der deutschen Kräfte in und um Aachen gelang es der US-Armee am 16. Oktober, die Stadt einzukesseln. Entsatzversuche scheiterten. Doch die andauernden Angriffe deutscher Truppen auf die Belagerer verhinderten zunächst einen Sturmangriff der Amerikaner.

12.000 deutsche Soldaten gingen in Gefangenschaft

Zwar wußte der Stadtkommandant Oberst Gerhard Wilck um die aussichtslose Lage. Aber gemäß des Befehls Hitlers sollten deutsche Städte und Dörfer bis zum letzten Mann gehalten werden. Nachdem die Angriffe deutscher Reserven auf die Belagerer abebbten , kämpften sich die alliierten Soldaten in die Stadt vor.

Ein amerikanischer Soldat führt deutsche Kriegsgefangene durch das brennende Aachen im Oktober 1944 Foto: picture-alliance / United Archives/TopFoto

Am Mittag des 21. Oktober kapitulierte Wilck. Mit ihm gingen knapp 12.000 deutsche Soldaten in Gefangenschaft. 4.000 Verteidiger überlebten die Schlacht um die Krönungsstadt Karls des Großen nicht. Weitere 2.000 wurden verwundet. Die US-Armee hatte 2.000 Gefallene und 3.000 Verwundete zu beklagen.

Der neue Bürgermeister fand ein gewaltsames Ende

Laut dem Reichspropagandaministerium bewegte die Einnahme Aachens durch den Feind die Deutschen sehr. Nachdem zuvor bereits die Rote Armee die Grenze überschritten hatten, standen nun auch amerikanische Soldaten auf Reichsgebiet und die erste Großstadt war an den Feind gefallen.

Nach der Eroberung Aachens sollte der Krieg in Europa noch über ein halbes Jahr dauern. Das größtenteils zerstörte Aachen sollte nicht die letzte historische deutsche Stadt bleiben, die in Trümmern versank.

Die Amerikaner setzten am 31. Oktober den Juristen Franz Oppenhoff als neuen Bürgermeister ein. Doch schon fünf Monate später fand er ein gewaltsames Ende. Am 25. März 1945 wurde Oppenhoff vor seinem Haus ermordet. Nach heutigem Kenntnisstand war für die Tat ein von der SS und der Luftwaffe zusammengestelltes Kommandounternehmen verantwortlich.

LONDON. Ärzte, Eltern und Politiker im Vereinigten Königreich haben gegen Unisex-Toiletten an Schulen protestiert. Diese hielten, so die Kritik, Mädchen davon ab, aufs Klo zu gehen, berichtet die Mail on Sunday. Mädchen würden, wenn sie ihre Periode haben, lieber zuhause bleiben, um nicht von Jungs, die dieselben Toileten benutzen, verspottet zu werden.

Außerdem berichtet das Blatt unter Berufung auf Eltern, daß Mädchen versuchen, während der Schulzeit nicht zu urinieren und dafür auch ihre Flüssigkeitsaufnahme beschränken. Seit einigen Jahren sind Unisex-Toiletten in dem Land auf dem Vormarsch. Ziel ist es, daß sich Transsexuelle, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen wollen, nicht mehr diskriminiert fühlen.

Vergleichbare Fälle an Schulen

Die Ärztin Tessa Katz befürchtet ernsthafte Erkrankungen wie Entzündungen der Blase und des Urogenitaltrakts, wenn Mädchen versuchten, ihren Urin bei sich zu behalten, sagte Katz der Zeitung. Zudem beklagte sie „die psychologischen Effekte, wenn sich Mädchen nicht mehr sicher genug fühlen, gemischte Toiletten zu benutzen“.

Anlaß ist ein konkreter Vorfall an der Deanesfield Grundschule in London. Eine Mutter ärgert sich etwa dort darüber, daß Jungs in den dortigen Unisexräumen auf die Kabinen klettern und so die Mädchen beobachten können. Der konservative Unterhausabgeordnete und frühere Minister David Davies schließt sich den Elternprotesten an. „Wenn sich Mädchen nicht wohl fühlen, Toilettenräume mit Jungs zu teilen, sollten die Schulen Abhilfe schaffen, anstatt zu sagen, Mädchen hätten ein Problem.“

Auch in Bolton bei Manchester hatte es im vergangenen Jahr Elternproteste gegen die Einführung von Unisex-Toiletten gegeben. 2016 hatten Eltern an einer Londoner Schule eine Unterschriftenpetition gegen die Einführung genderneutraler Toiletten gestartet. (tb)

BERLIN. Der Deutsche Werberat hat den Süßwarenhersteller Katjes wegen seines Werbespots für vegane Schokolade kritisiert. „Der Clip ist eine sehr einseitige und überzogene Visualisierung von Massentierhaltung“, sagte die Leiterin des Gremiums, Katja Heintschel von Heinegg, der Nachrichtenagentur dpa.

In dem kurzen Zeichentrickfilm laufen Kühe im Gleichschritt in eine Melkanlage. Dazu erklärt eine Stimme: „Jedes Leben ist wertvoll. Und Kühe sind keine Milchmaschinen.“

Bayerischer Bauernverband: „Diskriminierend und ungerechtfertigt“

Der Werbespot suggeriere, alle Molkereien hielten Tiere so und beuteten diese aus, betonte der Werberat. Derzeit werde geprüft, ob das Video gegen das Wettbewerbsrecht verstoße. Der Bayerische Bauernverband bezeichnete die Werbung als „diskriminierend und ungerechtfertigt“.

In der Vergangenheit sorgte Katjes mit Werbevideos bereits für Aufsehen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen für vegetarisches Süßigkeiten geworben, die ohne Gelatine und somit ohne Bestandteile von Schweinen hergestellt werden. Beworben wurde das Produkt von einem Model mit Kopftuch. Der Spot führte zu Diskussionen über eine Islamisierung Deutschlands.

Die Katjes-Werbung mit einem kopftuchtragenden Model sorgte für Aufsehen Foto: (c) dpa

(ag)

BATTLE CREEK. Kelloggs hat sich mit einer neuen Kornflakespackung mit der LGBTQ-Community solidarisiert. Die zunächst in den USA erhältliche Sorte trägt den Namen „All Together“ und enthält sechs verschiedene Sorten. „All Together“ ist laut des Konzerns „ein Symbol für Akzeptanz, egal wie jemand aussieht, wo man herkommt oder wen man liebt“.

Gleichzeitig gab Kelloggs bekannt, neuer Partner der „Gay & Lesbian Alliance Against Defamation“ zu sein und mit ihr die „größte und sichtbarste Kampagne weltweit“ zu feiern, bei der „Millionen pink tragen, gegen Mobbing aufstehen und eine Welt mit mehr Akzeptanz für LGBTQ-Jugendliche“ fordern. Zudem werde das Unternehmen 50.000 Dollar an die Organisation spenden.

Die Vielfaltsbeauftragte von Kelloggs, Priscilla Koranteng, betonte gegenüber dem Portal PinkNewsUK, daß ihr Unternehmen „der Gleichheit und Inklusion am Arbeitsplatz, auf dem freien Markt und in den Orten wo wir leben und arbeiten verpflichtet“ sei. „Wir sind schon lange Verbündete von LGBTQ-Angestellten, ihrer Familien, ihrer Communities und die Firma wird auch weiterhin jeden willkommen heißen.“ (tb)

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