Wer Heidelberg hört, denkt vermutlich an ein beschauliches kleines Städtchen am Neckar. Einen Ort voller Sehenswürdigkeiten, einer bestens erhaltenen Altstadt mit vielen Touristen und Studenten, in der man bedenkenlos sein Herz verlieren kann, weil die Welt hier einfach noch ein Stück weit in Ordnung ist. Daß die heile Welt aber auch hier bereits massive Risse hat, zeigt ein aktueller Fall aus dem Stadtteil Emmertsgrund.

Bei der Einschulungsfeier der örtlichen Grundschule ist am vergangenen Freitag ein Streit unter Erwachsenen dermaßen eskaliert, daß am Ende 18 Streifenwagen ausrücken mußten, um die Situation am ersten Schultag zu beruhigen. Angefangen hatte alles mit der Auseinandersetzung zwischen einem 35jährigen deutsch-irakischen Vater und der von ihm getrennt lebenden 26jährigen deutsch-irakischen Mutter. Zunächst kam es zur verbalen Auseinandersetzung zwischen der Frau und ihrem Ex-Partner, als dieser auftauchte. Als sich eine 33jährige Verwandte der Kindsmutter in den Streit einmischte, soll der 35jährige diese körperlich angegangen sein. Die hierauf alarmierte Polizei traf kurze Zeit später ein. Der zuständige Polizeiposten ist nur einen Steinwurf von der Grundschule entfernt.

Noch während die Beamten den Sachverhalt klärten, gesellten sich weitere Familienangehörige der beiden Parteien hinzu. Fünf männliche Personen griffen den 35jährigen Iraker trotz Präsenz der Polizei an und traktierten diesen mit Schlägen und Tritten. Sie ließen auch nicht von ihm ab, nachdem er bereits zu Boden gegangen war. Insbesondere ein 37jähriger Mann trat weiter gegen den Kopf des am Boden liegenden Vaters. Als eine Polizistin ihm zur Hilfe eilen wollte, stach dieser mit einem Messer auf die Beamtin ein. Sie erlitt durch den Angriff eine oberflächliche Stichwunde und mußte daraufhin mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Deutschenfeindlicher Rassismus und Antisemitismus unter Grundschülern

Davon offenbar unbeeindruckt stritten die beiden Gruppen weiterhin so heftig, daß in der Folge 18 Streifenwagen anrücken mußten, um die Situation mit Pfefferspray und massivem Körpereinsatz zur Durchsetzung der Festnahmen, zu bereinigen. Gegen Einzelne Zuschauer wurden Platzverweise ausgesprochen. Insgesamt nahm die Polizei drei Männer vorläufig fest und setzte sie nach Abschluß aller polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.

Mütter mit ihren Kindern vor der Heidelberger Grundschule Foto: Boris T. Kaiser

Außenstehende dürften wohl ziemlich geschockt sein über die Szenerie im als so idyllisch geltenden Heidelberg. Wer dagegen mit den Menschen vor Ort spricht, bekommt ein etwas anderes Bild der Situation in der baden-württembergischen Universitätsstadt. Insbesondere im Stadtteil Emmertsgrund. Sie habe „schon lange darauf gewartet, daß es hier mal kracht“, sagt eine Anwohnerin, deren Kind einst selbst die Stadtteil-Grundschule besuchte. Bereits in der ersten Woche nach der Einschulung, so erzählt sie, sei ihr Sohn von Mitschülern dazu gezwungen worden, den Boden aufzulecken. Immer wieder habe es solche Situationen gegeben.

Dabei hätte häufig auch deutschenfeindlicher Rassismus der ausländischen Schüler, die hier oft die absolute Mehrheit stellen, eine Rolle gespielt. Deutsche Schüler würden hier schon mal als „Schweinefleischfresser“ tituliert, obgleich es in der Schulkantine auf offiziellen Beschluß seit Jahren kein Schweinefleisch mehr gebe. Auch Antisemitismus spiele bei vielen der muslimischen Schüler – oft türkische oder irakische Kurden – eine große Rolle. Bei einem gemeinsamen Synagogen-Besuch hätte etwa die Hälfte der Klasse gefehlt, berichtet sie. Auch Islam-Unterricht bietet die Grundschule in Heidelberg bereits an.

Schulleitung ignoriere Probleme

Ihre Erzählungen decken sich mit meinen Beobachtungen vor Ort. Der radikale Islam scheint bei den Familien, die hier ihre Kinder auf die Schule schicken, weit verbreitet zu sein. Das erste was ich sehe, als ich das Schulgelände betrete, ist eine Frau in strahlend blauer Burka. Auch die anderen muslimischen Mütter tragen nahezu alle mindestens Kopftuch. Viele sind noch stärker verhüllt. Zu den Elternabenden würden die islamischen Eltern in der Regel nicht erscheinen, berichtet die junge Mutter, die selbst im Elternbeirat aktiv war. Die Schulleitung würde Probleme weitgehend ignorieren.

Schilder mit Begrüßungen in Fremdsprachen an der Schultür Foto: Boris T. Kaiser

Ignorieren von Problemen scheint an der Grundschule im Emmertsgrund tatsächlich das Mittel der Wahl zu sein. Außer dem Hausmeister, der mich zunächst für einen Polizisten hält, bis ich ihn über meine Recherchen aufkläre, wollte niemand mit mir über die Ereignisse bei der Einschulungsfeier sprechen. Der Hausmeister weist im Gespräch zwar auf den hohen Ausländeranteil hin, beschreibt die Situation an der Schule insgesamt aber als eher ruhig und unproblematisch.

Eine Lehrerin erstickt dagegen gleich jeden Frageversuch im Keim, indem sie leicht hysterisch ausruft, sie könne „dazu überhaupt nichts sagen“. „Schon gar nicht vor den Kindern.“ Eine Mutter mit Kopftuch behauptet gar, sie wüßte von dem Vorfall mit den 18 Streifenwagen der Polizei gar nichts. Auch beim zuständigen Polizeirevier in unmittelbarer Nähe der Schule gibt man sich freundlich, aber wortkarg und verweist auf die zuständige Pressestelle in Mannheim.

Immerhin: Die im Einsatz leichtverletzte Polizistin ist bereits wieder dienstfähig und sitzt am Montagmorgen schon wieder beeindruckend anmutig und diszipliniert hinter ihrem Schreibtisch. Es sind Helden und Heldinnen wie sie, die, von Heidelberg bis Berlin, auf oft schier verloren wirkendem Posten, für den Erhalt der öffentlichen Ordnung kämpfen und damit dafür sorgen, daß unsere „heile Welt“, noch nicht vollends aus den Fugen geraten ist.

OLFEN. Während eines Kreisliga-Spiels im nordrhein-westfälischen Olfen sind am Sonntag acht Personen verletzt worden, zwei davon schwer. Rund 20 Spieler mit ihren Anhängern der Gastmannschaft Herta Recklinghausen griffen nach dem Schlußpfiff ihre Gegner von Westfalia Vinnum an, teilte die Polizei mit.

Der Vereinsvorsitzende der Heimmannschaft sprach gegenüber der Bild-Zeitung von „wilden Jagdszenen“. Die Angreifer hätten auch auf Menschen eingetreten, die bereits am Boden lagen. Ein Vinnumer Betreuer habe einen doppelten Kieferbruch erlitten, dem Vater eines Spielers sei der Oberschenkel gebrochen worden.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Die Mannschaft von Herta Recklinghausen soll größtenteils aus Spielern mit libanesischem Migrationshintergrund bestehen. Die Spieler seien bereits in der Vergangenheit auffällig geworden.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. In Nordrhein-Westfalen war es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Ausschreitungen bei Kreisligaspielen gekommen. (ag)

BERLIN. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine bessere Ausstattung der Bundeswehr gefordert. „Für die Sicherheit müssen wir ein deutliches Signal setzen und das Zwei-Prozent-Ziel im Verteidigungshaushalt anstreben“, sagte er der Bild am Sonntag. Das müsse nicht nur wegen der USA geschehen, sondern weil es um den Schutz unseres Landes gehe.

Dazu gehöre auch, daß die Bundeswehr genug Munition für einen Monat habe, forderte der Franke. „Die Bundeswehr hat nach Schätzung vieler Experten nur für einen Tag Munition. Wir sollten eine Reserve von mindestens einem Monat haben und endlich genügend Ersatzteile für Flugzeuge und andere Geräte.“ Außerdem brauche die Marine mehr funktionsfähige Schiffe.

In diesem Zusammenhang sprach sich der CSU-Vorsitzende auch für die Anschaffung eines Hubschräuberträgers aus. „Damit könnten wir vom leider bald eisfreien Nordmeer bis zum Südchinesischen Meer unseren Bündnisverpflichtungen nachkommen.“ Die USA hatten in der Vergangenheit Deutschland wiederholt kritisiert, zu wenig für seine Verteidigung zu tun. 2014 hatte die Nato beschlossen, daß ihre Mitgliedstaaten bis 2024 zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für ihre Verteidigung ausgeben sollen. (ag)

BERLIN. Trotz Bekenntnissen zum Klimaschutz nutzen Mitarbeiter der Bundesregierung für Reisen zwischen Bonn und Berlin deutlich häufiger das Flugzeug als die Bahn. 2018 kauften Regierungsmitarbeiter 109.422 Tickets für mehr als 200.000 Flüge zwischen der alten und der neuen Bundeshauptstadt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung an die FDP-Bundestagsabgeordnete Katharina Willkomm hervorgeht, die der Bild-Zeitung vorliegt.

Im gleichen Zeitraum fuhren die Beamten und Angestellten hingegen nur 26.661 Mal die gleiche Strecke mit der Bahn. Damit nutzten die Regierungspendler fast acht Mal häufiger das Flugzeug als den Zug. Den dadurch entstandenen CO2-Ausstoß beziffert die Regierung auf mehr als 200.000 Tonnen. Dafür leistet sie Kompensationszahlungen für den Klimaschutz in Höhe von fast zwei Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr 2019 stieg der Antwort zufolge der Regierungsflugverkehr zwischen Rhein und Spree noch einmal um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Das Mindeste wäre doch, daß die Regierungsmitarbeiter sich wie selbstverständlich für den Zug entscheiden, wenn sie zwischen Bonn und Berlin reisen“, kommentierte Willkomm das Ergebnis der Anfrage. Wegen des Bonn-Berlin-Gesetzes von 1994 haben weiterhin sechs Bundesministerien ihren Hauptsitz in Bonn. Dabei handelt es sich um das Verteidigungs- das Entwicklungs-, das Landwirtschafts-, das Gesundheits-, und das Umweltministerium. (tb)

„Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn ihr seid die Zukunft Europas“, gab der türkische Präsident Recep Tayyib Erdogan vor zwei Jahren den Befehl an seine Gefolgsleute in Europa. Dem angesagten Geburten- folgt nun der Migrations-Feldzug, denn Erdogan öffnet die Schleusen und flutet das Abendland mit moslemischen Migranten. Seit 2015 sind wir unfreiwillige Zeugen einer neuen Völkerwanderung, der Islam betreibt einen islamischen Imperialismus durch Migration.

Der türkische Präsident gefällt sich in der Rolle des Verteidigers des Islam, die Transformation der laizistischen Republik in einen theokratischen Staat verläuft ganz nach Vorschrift und es trägt die Handschrift der Muslimbruderschaft. Erdogan macht keinen Hehl aus seiner Zugehörigkeit zur Bruderschaft, die demonstrative Zurschaustellung des „Rabia-Grußes“ – vier Finger ausgestreckt und den Daumen angewinkelt – ist eine eindeutige Botschaft an die Welt.

Damit bekennt sich der türkische Präsident zur Gefolgschaft der Muslimbrüder und ihren Leitsatz: „Gott ist unser Ziel. Der Prophet ist unser Führer. Der Koran ist unsere Verfassung. Der Dschihad ist unser Weg. Der Tod für Gott ist unser nobelster Wunsch“. Seit 1928 haben die Muslimbrüder der „westlichen Dekadenz“ den Kampf angesagt.

„Safe House“ für verfolgte Muslimbrüder

Der Rabia-Gruß ist für die Muslimbrüder das, was für die Nationalsozialisten der Hitlergruß ist: Ein Erkennungszeichen und eine Kampfansage an ihre Gegner. Erklärtes Ziel ist die Islamisierung aller Gesellschaften, die Installation der Scharia und damit die Schaffung einer islamischen Welt-Gemeinschaft unter einem geeinten Kalifat.

Noch ist die Türkei nicht zum Kalifat, aber zum „Safe House“ für verfolgte Muslimbrüder avanciert. Nach dem Sturz der Mursi-Regierung in Ägypten und dem Verbot der Bruderschaft 2013 flüchteten sich Dutzende Funktionäre und unzählige Anhänger in die Türkei. Ihr Einfluß schlägt sich bereits in vielen politischen Entscheidungen nieder.

So kommt der Machtausbau der Religionsbehörde „Diyanet“ nicht von ungefähr. Weitere Islamisierungsschritte sind die Einführung der Mufti-Ehe, also rein islamische Ehen, die Aufhebung des Kopftuchverbots in öffentlichen Einrichtungen oder die Aufnahme des „Dschihad“-Prinzips in den Lehrplan. Der aktuelle politische Kurs der Türkei steuert zielsicher in Richtung islamischer Gottesstaat.

Erdogans „fünfte Kolonne“ auf Abruf

Millionen Auslandstürken in Europa hängen an der ideologischen Nabelschnur Ankaras. Erdogans „fünfte Kolonne“ ist gefügig und hungert nach Führung. Man erinnere sich an die türkische Mobilisierung auf europäischen Plätzen und Straßen nach dem gescheiterten Putschversuch vom Juli 2016.

Erdogan weiß um die Macht seiner Gefolgschaft und droht immer wieder damit, den schlafenden Löwen zu wecken. Als es zum Beispiel im Wahlkampf zum Verfassungsreferendum im Frühjahr 2017 zu mehreren Auftrittsverboten türkischer Politiker oder zur Schließung „auffälliger“ Moscheen in Österreich kam, mahnte der türkische Präsident, religiöse Kriege könnten auf europäischem Boden ausbrechen.

Ein „Krieg zwischen Kreuz und Halbmond“ würde heraufbeschworen werden, sollten sich die Europäer nicht „benehmen“. Erdogan droht offenkundig mit dem Dschihad aber wir liefern ihm fleißig weiterhin Waffen. Das macht eben einen guten Basar-Händler aus: Er bescheißt einem und man sagt auch noch danke.

Europa mit Flüchtlingen „überschwemmen“

Nun droht der Mann am Bosporus Europa abermals, diesmal mit einem menschlichen Faustpfand. Erdogan warnt, er werde „die Tore öffnen“ und Europa mit Flüchtlingen überschwemmen, sollte die Europäische Union nicht auf seine Forderungen eingehen und mehr Geld nach Ankara schicken.

Die verantwortlichen Politiker müßten sich eingestehen, daß das EU-Türkei-Abkommen nur mehr auf dem Papier existiert, Erdogan hat es bereits einseitig gekündigt. Denn die syrischen Einwanderer sind ihm längst ein Klotz am Bein geworden und könnten Erdogan, sollte er sie nicht loswerden, zum innerpolitischen Stolperstein auswachsen.

Seit Beginn der Unruhen in Syrien hat die Türkei rund 3,6 Millionen Syrer aufgenommen. Erdogan selbst, damals noch Ministerpräsident, beschwor sein Volk unermüdlich, daß die Syrer „unsere muslimischen Brüder“ seien. Doch die Stimmung ist längst gekippt, viele Türken sehen die Syrer als Konkurrenten am Arbeitsmarkt.

Immer öfter kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Glaubensbrüdern. Selbst die Opposition hat das Flüchtlingsthema für sich entdeckt und fordert nun eine verschärfte Abschiebepolitik. Das Öffnen der Schleuse wäre damit eine Win-win-Situation für Erdogan: Er kann den Druck auf die EU erhöhen, mehr Geld nach Ankara zu schicken oder endlich die Visa-Freiheit für türkische Staatsbürger zu erteilen und sich gleichzeitig seinem Volk als Problemlöser präsentieren.

Als Zuckerguß oben drauf könnte Recep Tayyib Erdogan Europa die Speerspitze des Islam mitten ins Herz treiben: Millionen von Muslimen, die nicht gekommen sind, um sich zu assimilieren.

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Laila Mirzo wurde 1978 als Tochter einer Deutschen und eines kurdischen Syrers in Damaskus geboren und verbrachte ihre Kindheit auf den Golanhöhen. Sie arbeitet unter anderem als Kolumnistin und Buchautorin.

Im Vorfeld war medial viel über das Fußballturnier unter dem Motto „Kreuzberg Solidarität“ im Görlitzer Park berichtet worden. Vom „Turnier mit Drogendealern“ oder gar für die Dealer war die Rede. Die Organisatoren, der sogenannte Parkrat, schrieb lieber von einem Turnier für „Menschen aus anderen Ländern, die sich viel im Park aufhalten“.

In der deutschlandweit bekannten Grünanlage, die als einer der Hauptumschlagplätze für Drogen gilt, geben zumeist afrikanische Rauschgifthändler den Ton an. An einem Kriminalitätsschwerpunkt noch eine Sportveranstaltung zu organisieren, auf diese Idee kommt man wohl nur in Kreuzberg. Die Organisatoren waren jedenfalls aus dem Häuschen. „Es war toll! Super Wetter, gute Stimmung, ziemlich faire Spiele“, jubelte der Parkrat am Sonnabend nach dem Turnier auf seiner Facebook-Seite.

„Wir beleben den Park“

Zehn Mannschaften mit Spielern unter anderem aus Guinea, dem Senegal, Mali und Gambia spielten bei spätsommerlichem Wetter auf dem Bolzplatz. „Wir beleben mit diesem Fußballturnier den Görlitzer Park“, sagte Mitveranstalterin Julia Vetter der Bild-Zeitung. Was als Werbung für ein friedliches Zusammenleben im bunten Kreuzberg inszeniert wurde, funktionierte noch nicht einmal als potemkisches Dorf. Denn nur ein paar Meter neben dem Spielfeld hinter dem Zaun lief laut dem Blatt das Tagesgeschäft der Dealer munter weiter.

Wieso sollten sich die geschäftstüchtigen Kleinunternehmen der Betäubungsmittelbranche auch von ein paar Fußballern von ihrer Tätigkeit abhalten lassen?

BERLIN. Das Fernbusunternehmen „Flixbus“ hat angekündigt, Freifahrtengutscheine an Teilnehmer der sogenannten „Klimastreik“-Demonstrationen Ende September zu verschenken. Wer einen Tag vor oder direkt am Tag einer entsprechenden Klimademo ein Busticket zu einer der Veranstaltungsstädte bucht, kann bei „Flixbus“ nun in den Genuß kommen, kostenlos zu reisen.

Für einen Freifahrtschein verlangt das Unternehmen lediglich das Einreichen des Anreisetickets sowie ein „Selfies“ auf der entsprechenden Demonstration. Preis und Strecke der Freifahrttickets seien laut Geschäftsführer André Schwämmlein nicht beschränkt, allerdings müßten sie bis Anfang Dezember eingelöst werden.

Mitarbeiter dürfen an Klimastreiks teilnehmen

Das Unternehmen trat bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Aktionen auf. So vergab der Mitgründer des Unternehmens, Daniel Krauss, auf Twitter beispielsweise Freifahrtgutscheine, für ein „Anti-Rechts“ Konzert in Chemnitz.

Der Reisebusdienstleister hatte vorher angekündigt, sich an dem „Klimastreik“ beteiligen zu wollen, daher habe man allen interessierten Mitarbeitern für die Veranstaltungen frei gegeben. „Wir wollen, daß sowohl unsere Fahrgäste als auch unsere Mitarbeiter Teil der weltweiten Streikbewegung für eine nachhaltige Zukunft sind”, begründete Schwämmlein die Aktion. (bb)

MÜNSTER. Laut einer Studie des Instituts für Rechtsmedizin in Münster hat ein großer Teil der minderjährigen Einwanderer bei den Altersangaben gelogen. Die Rechtsmediziner der Universitätsklink begutachteten im Auftrag von Gerichten etwa 600 sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, deren Alter angezweifelt wurde.

Dabei kam heraus, daß rund 40 Prozent von ihnen nachweislich 18 Jahre oder älter waren, ergab die Untersuchungen, die Focus Onlinevorliegt. Für die Studie waren demnach alle Altersgutachten des Instituts zwischen 2007 und 2018 ausgewertet worden.

Die Mediziner handelten dabei im Auftrag von Gerichten und Jugendämtern, die die Altersangaben der Betroffenen angezweifelt hatten. Mit Hilfe der forensischen Altersdiagnostik sollte dann geklärt werden, ob die Einwanderer tatsächlich minderjährig sind oder nicht. In 92 Prozent der Fälle handelte es sich um junge Männer aus Afghanistan, Guinea, Algerien und Eritrea.

„In Zweifelsfällen wird er als minderjährig eingestuft“

Allerdings könnte die Zahl von 40 Prozent auch noch höher sein. „Da wir das Geburtsdatum nicht auf den Tag genau bestimmen können, gibt es einen Graubereich. Diese Schwankungsbreite legen wir stets zugunsten des Betroffenen aus, in Zweifelsfällen wird er also als minderjährig eingestuft“, sagte der stellvertretende Institutsdirektor Andreas Schmeling dem Nachrichtenportal.

Die Altersbestimmung sei aus einer Kombination mehrerer Methoden erfolgt. Neben allgemeinen körperlichen Untersuchungen seien die Gebisse und die Handgelenksknochen geröntgt worden. Überdies seien die Schlüsselbeine radiologisch begutachtet worden.

Minderjährige Asylbewerber genießen in Deutschland einen besonderen Schutzstatus, erhalten mehr Unterstützung und kommen nicht in Sammelunterkünfte. Laut dem Deutschen Städte- und Gemeindebund liegen die Kosten für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge bei rund 5.000 Euro im Monat. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Streit um verpflichtende Altersuntersuchungen für solche Personen gegeben.

Bereits vor zwei Jahren war bekannt geworden, daß fast jeder zweite unbegleitete minderjährige Flüchtling älter als 18 Jahre ist. (ls)

„Der Staat muss untergehen, wenn die gesetzgebende Gewalt korrupter geworden ist als die vollziehende.“ Montesquieu.

Warum wir uns nicht verstehen.

Der Spatz im Gebälk

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), hat festgestellt: „Die Problemgruppe Nummer 1 sind die berufsaktiven Menschen“. Sie seien besonders anfällig für Rechtsextremismus. Warum aber sind „berufsaktive Menschen“ eine derartige „Problemgruppe“? Könnte es etwa daran liegen, dass „berufsaktive Menschen“ das Geld erarbeiten müssen, das teure politische Nichtsnutze nach Belieben verschleudern.

“Wenn wir den Klimaschutz vorantreiben, wird es Geld kosten.” … “Wenn wir ihn ignorieren, wird es uns mehr Geld kosten.” verkündete Kanzlerin Merkel bei der jüngsten Klimadebatte im Bundestag. Der erste Teil des Zitats ist Absicht, der zweite Teil Fiktion oder Vorwand. Denn es gibt bisher keinen stichhaltigen Grund für die Annahme, dass CO2-Verhinderung etwas mit Klimaänderungen zu tun hat. Neuerdings gibt es aus China sehr begründete wissenschaftliche Kritik am IPCC und der Klimaterrorisierung der Bevölkerung. CO2 Verhinderung hat viel mit Einschränkung von Energie, Produktion und der Versorgung von Pflanzen, Tieren und Menschen zu tun.

Ein Wort des Medienwissenschaftlers Norbert Bolz zur Induktion der Klimaangst ist interessant. Er schrieb in der NZZ vom 29.8. 2019: „Ein Teenager reist um die halbe Welt, um die ganze Welt zu retten. Und die Medien reisen mit. Doch Zweifel schleichen sich ein – welches ist genau Greta Thunbergs (und Merkels, ergänzt) Mission?“ „Greta bietet alles, was die Medien brauchen: Personalisierung und Emotionalisierung der Politik, die religiöse Unheilserwartung der «Klimakatastrophe» und das asketische Programm zur Rettung der Welt. Sie ist die Heilige einer grünen Ersatzreligion, die Heldin unserer Zeit, die die Authentizität ihres Anliegens durch Weltfremdheit und Kindlichkeit beweist.“ Merkel ersetzt „Weltfremdheit und Kindlichkeit“ durch Eliten-Hörigkeit. Und wie ist das mit der „Ersatzreligion“?

An Stelle des «Was darf ich hoffen?» der alten, fragt die heutige Religiosität (wie die Geißler-Züge und Hexenprozesse während der Kleinen Eiszeit) «Was muss ich fürchten ?». So hat sich in der westlichen Welt wieder einmal eine Ökumene der Ängstlichen formiert. Sie bekommt von „engagierten“ Wissenschaftlern Bestätigung. Das funktioniert so: Am Anfang steht eine Krisenerscheinung (z.B. super heiße Sommer); sie begründet die Notwendigkeit der Forschung; die Bedeutsamkeit dieser Forschungen legitimiert ihre staatliche Finanzierung; die Kosten der Forschung verlangen «öffentliches Interesse». Dazu bedarf es politischer und medialer Organisationen. Die sorgen dafür, dass etwas zu Stande kommt, was Wissenschaftstheoretiker «scientific bias» nennen, also: Man findet, was man erwartet und was zum Job-Erhalt beiträgt. „Und immer ist es fünf vor zwölf,“ sonst fließt kein Verdienst.

Wissenschaftler, die warnen und mahnen, setzen ihren Ruf aufs Spiel. Denn Untergangspropheten waren immer schon die erbittertsten Feinde der Aufklärung – das gilt auch für die Öko-Propheten der Klima-Apokalypse. Steckt mehr hinter deren „Engagement“?

Ihm entgegen setzen wir zunächst einen Satz von Nora Bossong aus ihrem neuesten Roman Schutzzone: „Zuversichtlich macht mich die sichere Erkenntnis, dass Pessimismus nicht weiterhilft. Lösungen findet nur, wer Mut hat.“ Natürlich gibt es auch Übermut.

Einerseits Zukunftsangst, andrerseits Hoffnung oder besser Zuversicht. Was steht dahinter? Geschäft! Das sicherlich auch. Wir wollen tiefer bohren.

Das Auffallende an dem Gegeneinander dieser beiden Tendenzen ist eine fehlende oder nicht gelingende Verständigung der Beteiligten. Der Grund scheint in einer gegensätzlichen Grundeinstellung zu liegen. Diese klammert sich heute an den Begriff von „Natur“, „natürlich“ und neuerdings auch „bio“, ein Begriffsbereich, der heute Hochkonjunktur feiert. Doch versteht man darunter dasselbe?

Worum geht es? Nahezu alle modernen Menschen dürften sich inzwischen einig sein, dass das, was man Natur nennt, sich auf der Erde und darüber hinaus „evolutionär“ entwickelt hat. Weniger einig ist man sich in der Antwort auf die Frage, ob sie sich heute noch weiterentwickelt. Im Universum mag es Evolution gegeben haben, aber auf der Erde, heute? Doch was sollte die Evolution gestoppt haben? Uneinigkeit kommt vor allem bei der Frage auf, ob dieser evolutionäre Prozess die menschliche industrielle Zivilisation einschließt, diese also selbst „Natur“ ist, oder ob die menschliche Zivilisation der „Natur“ insgesamt und nicht nur an bestimmten Stellen und Momenten entgegen wirkt, also quasi „Antinatur“ ist. Aus dieser zunächst abstrakt-ideologischen Einschätzung folgt praktisch die Frage, ob die menschliche Zivilisation selbst als evolutionärer Antrieb der Naturentwicklung zu verstehen sei, oder stationär so auszurichten sei, dass sie sich in den vorgegebenen (von wem festgestellten?) Zustand der Natur stationär einfügt. Die natürlich gewachsene Umwelt soll durch den „Stoffwechsel des Menschen mit der Natur“ möglichst wenig belastet oder gar gestört werden. Dahinter steht eine Art religiöser Entscheidung.

Darf, soll, muss, wird der Mensch bestimmen, was auf der Erde (und im Zeitalter der Raumfahrt auch darüber hinaus) zu geschehen hat, oder hat das eine übergeordnete Macht, ein Universal-Gott oder neuerdings eher wieder die Magna Mater „Natur“, zu tun. Die Entscheidung ist in den meisten früheren Religionen eindeutig gefällt. Der Mensch, die Menschheit als Inbegriff, erscheint einmal als determiniertes Produkt, dessen Determiniertheit nur einem Laplaceschen Dämon mit göttlicher Allwissenheit und Allmacht bekannt ist. Nur der Mensch mit eingeschränktem Wissen hält sich für „frei“. (Laplace und Fans gaben sich als diesen Dämon aus). Wenn aber der Mensch Objekt der Universalmacht ist, der sein Schicksal erleiden muss, dann ist die Universalmacht für das, was er tut verantwortlich. Wie prima ist das für Verantwortungslose. (Jetzt heißt der Dämon der Laplacejaner plötzlich „Zufall“.) Wäre der Mensch im Rahmen der Vorgaben seines Milieus frei, hieße das, er ist in seiner kreativ gestaltenden Freiheit quasi Herr auch über die Natur, wenn auch im Rahmen seiner jeweils begrenzten vorgegebenen und selbst geschaffenen Möglichkeiten. Als freier Mensch stünde er in der vollen Verantwortung für sein Tun und als Vereinzelter wäre er damit überfordert. Und wem wäre er verantwortlich? Doch wohl der weiteren Evolution der Natur. Merken Sie, dass sich hier die beiden Positionen kreuzen?

Das Christentum – jedenfalls, soweit es noch dem westlich geprägten altkirchlichen Christologischen Dogma verbunden ist – lokalisiert den Menschen dazwischen, und zwar als „freiwilligen Helfer Gottes bei der Vervollkommnung (Evolution) seiner (Gottes) Schöpfung.“ So formulierte es der Theologe und Mönch Abaelard (Anfang des 12. Jh.), der nicht nur wegen mönchischer Regelverstöße kastriert wurde. (Natürlich gab/gibt es in der christlichen Kirche auch ganz andere Tendenzen). Aber selbst mit der These Abaelards entkommt man nicht ganz dem Gegensatz der Grundeinstellung von „evolutionär“ zu „stationär“. Denn entweder gibt Gott dem Menschen die Richtung der Vervollkommnung (die weitere Expansion von Leben und Geist) vor, oder der Mensch setzt den von Gottes Schöpfung eingeschlagenen Weg frei und kreativ fort. Das muss er bei Strafe des Untergangs (wie viele Species vor ihm) vor allem dann, wenn er an sich der Evolution in den Weg stellenden „Grenzen des Wachstums“ stößt und von ihnen gestoßen über diese hinaus wachsen muss, um seiner Verantwortung gerecht werden zu können und zu überleben.

In diesem Sinne könnte man zum Beispiel das zwischen Eiszeit und Warmzeit wechselnde Erdklima als einen Hauptantrieb für die biologische Evolution verstehen, bevor der Mensch mit der Verlagerung der energetisch genutzten Verbrennungsprozesse aus dem Innenbereich des biologischen Körpers in den Außenbereich intentionalen (geistig das beabsichtige Ergebnis vorwegnehmenden) Tuns verlagerte. Dazu ein anderes Mal mehr.

Oft wird die hier angedeutete Grundeinstellung, von denen, die ihr unterliegen, gar nicht bewusst als Entscheidung gesehen und wahrgenommen. Das geschieht auf ähnliche Weise nicht, wie wir im Alltag bestimmte Schwingungsbereiche nicht als solche wahrnehmen, sondern als Farbe oder Töne, oder einfacher, wie wir die die Einschränkung durch den blinden Fleck im Auge in unserem wahrgenommenen Gesichtsfeld überspielen. Das ist so, weil der Beobachter die Sichtweise aus sich heraus vorgibt, aber oft meint, sie im Beobachteten vorzufinden. Er prägt durch seine Sichtweise seine Wahrnehmung (in des Wortes ursprünglicher Bedeutung). Das heißt, er entnimmt seinem Milieu das als wahr, was ihm für seinen Lebensvollzug Sinn macht oder notwendig ist. Bei den Tieren ist die Sichtweise weitgehend von der Organisation ihrer Wahrnehmungsorgane bestimmt. Beim Menschen kommt noch eine in seinem geistigen Vermögen eingebettete Grundeinstellung hinzu, die man einerseits Vorurteil und andererseits das Vermögen, scheinbare Gewissheiten infrage zu stellen, nennen könnte.

Von dieser meist unbewusst akzeptierten Grundeinstellung hängt zum Beispiel ab, wie man die Industrialisierung oder Errungenschaften der wissenschaftlich technischen Evolution einschätzt und bewertet aber auch, in welche Richtung man sie treiben will. Diese Grundeinstellung ist zumeist im unreflektierten Vorverständnis der Menschen angelegt. Wenn diese nicht geklärt wird, wird eine Verständigung der Menschen auf ein gemeinsames, problemlösendes Vorgehen (eine gemeinsame Richtung der Entwicklung) schwierig oder sogar unmöglich, wenn die anstehende Entscheidung über relativ banale Alltagsprobleme hinausgehen soll.

Daher ist es für jeden, der sich als Mensch im Zuge der menschlichen Zivilisation ernst nimmt, wichtig, der „Versuchung der Gewissheit“ zu entgehen, weil genau diese seine Wahrnehmung filtert. Was wir wahrnehmen ist nämlich nicht die Welt an sich, sondern das Ergebnis der Wechselwirkung zwischen uns und unserer Umwelt in Abhängigkeit von der Struktur und Organisation unseres Wahrnehmungsapparates aber auch der erworbenen Zugriffsmöglichkeiten auf das Milieu. Das ist ein Grund, weshalb es in der Wissenschaft nur Falsifikation geben kann und keine Verifikation. Eine Erkenntnis ist nur solange wahr, „gesichert“, als ihr keine anderen neuen Erkenntnisse in den Weg treten.

Wir erliegen im täglichen Leben in der Regel der „Versuchung der Gewissheit“, weil wir nicht gewohnt sind, zu reflektieren, wie und warum wir etwas wahrnehmen, um aus unserem Milieu (Umwelt) und seinem Chaos von Sinneseindrücken das für uns Wahre herauszunehmen. Die Erfahrung dessen, was da draußen ist und auf uns eindringt, wird beim Menschen durch die biologische Struktur und eine geistige Grundeinstellung konfiguriert, die das wahrgenommene Ding erst möglich macht. Jeder Akt der Erkenntnis schafft eine Vorstellung von Welt. Erkennen und Tun/Leben/Überleben bedingen einander. „Erkennen ist eine Handlung, die es einem individuellen Lebewesen in einem speziellen Milieu erlaubt, seine Existenz darin fortzusetzen, in dem es dort seine Umwelt schafft.“ Erkennen ist nicht nur ein Prozess im Nervensystem oder Gehirn, sondern wurzelt im Überlebensprozess eines individuellen Lebewesens in seinem Milieu. Das gilt auch und insbesondere für die beiden oben genannten „Grundeinstellungen“ für das Erkennen.

In dieser Grundeinstellung spielt das vegetative Überlebensinteresse eine wichtige Rolle. In unserer Gesellschaftsformation ist dies weitgehend auf die Möglichkeiten des Geldverdienens ausgerichtet und dabei tritt die Verantwortung des Einzelnen für die zivilisatorische Evolution der Menschheit – belastungsbedingt – in den Hintergrund. Diesen Aspekt verweist er an Zuständigere, an Priester, Wissenschaftler, Politiker, Machthaber kurz, an die für ihn und über ihn Herrschen und das sind diejenigen, die der Gesellschaft ihre Ziele vorgeben (heute: Wer zahlt, schafft an).

Die jeweils Herrschenden werden aber vor allem anderen von einem „Erkenntnis leitenden Interesse“ geleitet, dem Erhalt ihrer Herrschaft über die vielen. Die mögliche und personale Struktur der Herrschaftsverhältnisse ist eine Funktion eines bestimmten Entwicklungsgrades der Produktivkräfte. Aus dieser potentiellen Dynamik der Herrschaftsverhältnisse leitet sich die „stationäre Denke“ her, welche die meisten Untergebenen und Untertanen in der Sorge um ihren Stand in einer jeweils vorgegebenen Gesellschaftsformation prägt. Je unangemessener die Herrschaftsverhältnisse an die Produktionsverhältnisse mit der weiteren Entwicklung werden, desto rigoroser wird die „stationäre Denke“ eingetrichtert, von den Herrschenden und ihren Bütteln indoktriniert. Das prägte viele Religionen wie auch die gerade gepflegte Klimareligion.

Gilbert Keith Chesterton drückt es in seinem Buch „Orthodoxy“ von 1908 ironisch so aus: „Der Mensch steht über dem Vieh; traurig ist er nur, weil er kein Tier ist, sondern ein unvollkommener (eingeschränkter, erg.) Gott.“

BERLIN. Der Chef des Zentrums für politische Schönheit, Philipp Ruch, hat sich dafür ausgesprochen, die AfD nicht mehr als Partei zu behandeln. Es sei viel zu freundlich, die AfD als Partei zu bezeichnen, sagte Ruch dem ARD-Magazin „Titel, Thesen, Temperamente“.

„Wir leiden an einer Höflichkeitslähmung. Ich glaube, wir müssen umdenken und wir müssen anerkennen, daß wir die AfD eigentlich nicht länger als Partei bezeichnen dürfen, sondern die AfD als rechtextreme Organisation bezeichnen, behandeln und reflektieren müssen.“ Man müsse sich gegen Antidemokraten wehren. Die AfD müsse geächtet und ausgeschlossen werden, forderte Ruch. Die Partei versuche, die Demokratie von innen heraus auszuhöhlen, bis sie brüchig würde.

„Wir wissen, was Faschisten vorhaben“

Scharfe Kritik äußerte Ruch in diesem Zusammenhang an den Medien. Diese hätten in ihrer Berichterstattung über die AfD und deren jüngste Wahlerfolge vollkommen versagt. Politische Talkshows wie Sandra Maischberger hätten die Themen der AfD salonfähig gemacht. Die AfD gehöre aber nicht in das Meinungsspektrum der pluralen Demokratie, weshalb Ruch dafür warb, Politiker der Partei aus Talksendungen und Wahlrunden auszuschließen. Neutralität gegenüber Rechten sei keine Alternative.

„Wir wissen, was Faschisten vorhaben“, warnte Ruch. Man müsse jetzt darüber nachdenken, was zu tun sei, wenn es irgendwann einmal ein Koalitionsangebot an die AfD gebe. „Die AfD darf niemals in an irgendeiner Regierung in irgendeiner Form beteiligt werden.

Ruchs Zentrum für politische Schönheit hat der AfD bereits seit längerem den Kampf angesagt. Für Aufsehen sorgte der Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals auf dem Nachbargrundstück von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke. Im vergangenen Jahr war die Gruppe in die Kritik geraten, nachdem sie einen Online-Pranger für rechte Demonstranten aus Chemnitz eingerichtet hatte. (krk)

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