Das ist ein sensationeller Erfolg für die AfD und eine schallende Ohrfeige für die regierenden Politiker. Mit über 27 Prozent in Sachsen und 24 Prozent in Brandenburg holte die AfD die historisch größten Wahlerfolge für die junge Partei überhaupt. Sie ist damit in den östlichen Bundesländern endgültig zur Volkspartei geworden.

Man muß sich immer wieder die Augen reiben: Die AfD ist erst sechs Jahre alt. Noch nie hat es eine Partei in der deutschen Nachkriegsgeschichte und nach der Wiedervereinigung geschafft, in solchem Tempo solche Wahlerfolge zu erreichen. Viel hätte nicht mehr gefehlt und die AfD wäre in beiden Bundesländern sogar stärkste Partei geworden.

Der Erfolg der AfD ist auch deshalb so bemerkenswert, weil er gegen eine fast geschlossene gesellschaftliche Abwehrfront errungen wurde: Die öffentlich-rechtlichen Sender, die seit Monaten AfD-Politiker quasi mit einem Boykott bei Talkshows belegen, die privaten Medien, die fast ausnahmslos einseitig gegen die AfD berichten und deren Journalisten zu zwei Dritteln mit linken Parteien sympathisieren, die Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände … zuletzt hatte noch der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, davor gewarnt, Erfolge der AfD schadeten „dem Image unseres Landes“.

Einheitsfront sorgt für Trotzreaktion

Es ist diese unfaire Einheitsfront, dieses unappetitliche Zusammenrotten, das Schwingen der Nazi-Keule, das Kollektiv-Mobbing, die Nötigung von Gastronomen, der AfD fast überall keine Räume mehr zu vermieten, die flächendeckenden gewaltsamen Attacken der linksextremen Antifa, das vielleicht gerade in den östlichen Bundesländern Bürger erst recht dazu getrieben hat, ihr Kreuz bei der AfD zu machen.

Lächerlich machte sich die CDU in Brandenburg, die in einigen Orten sogar gemeinsame Aufrufe mit den SED-Erben von der Linken gegen die AfD verfaßte. Diese Anbiederung nach Links könnte auch in Brandenburg für den dortigen historischen Absturz der CDU mit verantwortlich sein.

Immer mehr Bürger haben es satt, einem betreuten Denken zu folgen, sich von oben vorschreiben zu lassen, was eine demokratische Wahl bedeutet. Dazu gehört auch der skandalöse Befund, daß die SED-Erben, die sich nie vollständig von der totalitären Ideologie des marxistischen Sozialismus distanziert haben, zu den „demokratischen Parteien“ zählen sollen, die AfD aber nicht.

CDU begibt sich in Geiselhaft der Grünen

Entscheidend für die dramatischen Einbußen bei CDU und SPD und den Sieg der AfD ist, daß die Bürger in für sie essentiellen Fragen eine Alternative wollen, die von den alten Parteien nicht angeboten wird: Stopp der illegalen Masseneinwanderung, Rückkehr zu regulärer Grenzsicherung, Durchsetzung von Recht und Ordnung und keine schleichende Enteignung durch Null-Zinspolitik und Euro-Rettung.

Mit der totalen Absage an die AfD begibt sich CDU in eine Geiselhaft der Grünen. Speziell in Sachsen gibt es eine klare nicht-linke Mehrheit: CDU und AfD stellen im Landtag fast 70 Prozent der Mandate. Durch die einseitige Festlegung können die Grünen der CDU beliebig Zugeständnisse abpressen: Ob in der Frage lascher Abschiebungen, Bremsen der Polizei, ideologischer Experimente in der Schulpolitik und hysterischer Klimapolitik.

Wenn die AfD sich weiter professionell reorganisiert und auch in die Mitte integriert, dann wird sie die ehemals großen Parteien weiter systematisch vor sich her treiben können.

Die Demokratie ist der größte Sieger

Sachsens CDU-Chef Michael Kretschmer hat gezeigt, daß man mit konservativerem Profil wieder Wahlen gewinnenen kann. Die nächste Enttäuschung ist jedoch bereits programmiert, wenn Bürger eine scheinbar konservativere CDU wählen und dann später grün-linke Politik serviert bekommen.

Wichtigster Punkt bei diesen Wahlen: Die Demokratie ist der größte Sieger: Die sprunghaft gestiegene Wahlbeteiligung zeigt: mit der AfD ist die parteipolitische Landschaft bunter, lebendiger geworden – Konkurrenz belebt das Geschäft und animiert die Bürger auch wieder, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Es wäre jetzt Aufgabe der Gesellschaft, vorneweg der Medien, diese Botschaft der Wähler zu lesen und insgesamt gesellschaftlich für eine breitere und fairere Debatte zu sorgen.

CDU und SPD müssen bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg herbe Verluste einstecken. Die AfD hat dagegen allen Grund zum Jubel. Und auch die Grünen können sich über Zugewinne freuen. Alle Ergebnisse, Infos und Entwicklungen im JF-Wahlticker. (ls/krk)

Wahlticker aktualisieren

Für über ein Drittel der #AfD-Wähler in Sachsen spielt das Thema #Zuwanderung bei der Wahlentscheidung weiterhin die größte Rolle. #Sachsenwahl pic.twitter.com/IP4UT6e9Av

— tagesschau (@tagesschau) September 1, 2019

18.57 Uhr: ARD-Hochrechnung für Brandenburg: (in Klammern das Wahlergebnis von 2014)

SPD: 27,0 Prozent (31,9 Prozent)
CDU: 15,7 Prozent (23,0 Prozent)
Linke: 10,6 Prozent (18,6 Prozent)
AfD: 23,1 Prozent (12,2 Prozent)
Grüne: 10,5 Prozent (6,2 Prozent)
FDP: 4,7 Prozent (1,5 Prozent)
BVB/Freie Wähler: 5 Prozent (2,7 Prozent)
Sonstige: 3,4 Prozent (4,1 Prozent)

18.56 Uhr: ARD-Hochrechnung für Sachsen: (in Klammern das Wahlergebnis von 2014)

CDU: 32,3 Prozent (39,4 Prozent)
Linke: 10,3 Prozent (18,9 Prozent)
SPD: 7,6 Prozent (12,4 Prozent)
Grüne: 8,6 Prozent (5,7 Prozent)
AfD: 27,8 Prozent (9,7 Prozent)
FDP: 4,8 Prozent (3,8 Prozent)
NPD: – Prozent (4,9 Prozent)
Freie Wähler: – (1,6 Prozent)
Sonstige: 8,7 Prozent (3,5 Prozent)

18.58 Uhr: Sachsens SPD-Chef Martin Dulig: Wir haben das schlechteste Wahlergebnis, sind aber der coolste Landeverband.

18.57 Uhr: Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz: Wir werden eine sehr starke Opposition bilden. In der Demokratie geht der Weg zur Verantwortung über die Oppositionsbank.

18.47 Uhr: ARD-Hochrechnung für Brandenburg: (in Klammern das Wahlergebnis von 2014)

SPD: 27,2 Prozent (31,9 Prozent)
CDU: 15,4 Prozent (23,0 Prozent)
Linke: 10,8 Prozent (18,6 Prozent)
AfD: 22,8 Prozent (12,2 Prozent)
Grüne: 10,4 Prozent (6,2 Prozent)
FDP: 4,8 Prozent (1,5 Prozent)
BVB/Freie Wähler: 5 Prozent (2,7 Prozent)
Sonstige: 3,6 Prozent (4,1 Prozent)

Die hohen Verluste der #CDU in #Sachsen und #Brandenburg zeigen klar die Notwendigkeit einer #Politikwende auf Bundesebene. Wir brauchen nun keine weitere Anbiederung an die Ökopopulisten, sondern wieder ein klares wertkonservatives und wirtschaftsliberales Profil. #WerteUnion

— Alexander Mitsch (@MitschAlexander) September 1, 2019

18.34 Uhr: Sachsens AfD-Chef Jörg Urban: Auch wenn wir nicht regieren, werden wir als starke Kraft Oppositionsarbeit leisten, und das ist gut für Sachsen.

18.32 Uhr: Der Generalsekretär der sächsischen AfD, Jan Zwerg, spricht von einem „sensationellen Ergebnis“. Seine Partei hätte gute Chancen gehabt, die 30 Prozent zu erreichen, „wenn der Wähler nicht verunsichert gewesen wäre durch die Listengeschichte. Wenn die Liste bis Platz 61 zugelassen worden wäre, hätten wir 30 Prozent“. Zwerg, der auf Listenplatz zwei kandidierte, ergänzt: „Wir sind dialogbereit, wenn die CDU uns ein Gesprächsangebot macht.“

18.26 Uhr: ARD-Hochrechnung für Sachsen: (in Klammern das Wahlergebnis von 2014)

CDU: 32,0 Prozent (39,4 Prozent)
Linke: 10,6 Prozent (18,9 Prozent)
SPD: 7,9 Prozent (12,4 Prozent)
Grüne: 8,8 Prozent (5,7 Prozent)
AfD: 27,3 Prozent (9,7 Prozent)
FDP: 4,7 Prozent (3,8 Prozent)
NPD: – Prozent (4,9 Prozent)
Freie Wähler: 3,0 (1,6 Prozent)
Sonstige: 5,7 Prozent (3,5 Prozent)

Für die SPD wäre das Ergebnis von 7,9 Prozent in Sachsen das schlechteste Ergebnis, das die Partei jemals bei einer Landtagswahl erhalten hätte.

18.24 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) spricht sich mit Blick auf die Ergebnisse in Sachsen für ein sogenanntes Kenia-Bündnis aus CDU, SPD und Grüne aus. Es gibt eine staatspolitische Verantwortung, jetzt müssen die Parteien in der Mitte zusammenrücken, sagte er im ZDF. Er gehe davon aus, daß die drei Parteien nun schnell in Gespräche treten. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) habe den Auftrag zur Regierungsbildung. Die schwarz-rote Koalition in Berlin müsse jetzt liefern, ergänzte Haseloff. Er warnte die SPD davor, das Bündnis in Berlin nun in Frage zu stellen.

18.23 Uhr: Berlins AfD-Landeschef Georg Pazderski bezeichnete die Ergebnisse seiner Partei als „großartigen Erfolg“. Die AfD werde den Kurs beibehalten. „Wir sind gesamtdeutsche Partei!“

18.22 Uhr: ARD-Hochrechnung für Brandenburg: (in Klammern das Wahlergebnis von 2014)

SPD: 27,2 Prozent (31,9 Prozent)
CDU: 15,3 Prozent (23,0 Prozent)
Linke: 11 Prozent (18,6 Prozent)
AfD: 22,7 Prozent (12,2 Prozent)
Grüne: 10,2 Prozent (6,2 Prozent)
FDP: 4,8 Prozent (1,5 Prozent)
BVB/Freie Wähler: 5 Prozent (2,7 Prozent)
Sonstige: 3,8 Prozent (4,1 Prozent)

18.22 Uhr: Wir haben ein wichtiges Zeichen gesetzt in Sachsen und Brandenburg. Die AfD ist Volkspartei des Ostens. Die Ära Merkel hat Deutschland ausgezehrt, sagt Thüringens AfD-Chef Björn Höcke, der sich bei den brandenburgischen Parteikollegen in Werder an der Havel befindet.

Auch in Werder an der Havel herrscht Euphorie bei der AfD. #ltwbb19 #Brandenburgwahl pic.twitter.com/XcVKdSrHkt

— Junge Freiheit (@Junge_Freiheit) September 1, 2019

18.21 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußert sich erleichtert zum Wahlergebnis: Das Gesicht Brandenburgs wird ein freundliches bleiben.

18.19 Uhr: Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz: Jetzt geht’s erst richtig los. Die Union hat auch in Brandeburg gezeigt, daß sie nichts kann. Wir haben hervorragendes geleistet. Ab morgen wird noch härter gearbeitet. Kalbitz zeigt sich selbstbewußt: Eines zeigt dieses Ergebnis, diese Prognose: Die AfD ist gekommen um zu bleiben. Es wird keine Politik um uns herum mehr möglich sein.

Triumph!

Erstmals hat sich die #AfD in zwei Bundesländern zur Wiederwahl gestellt und konnte Rekordergebnisse einfahren. Die Behauptung der Altparteien, sie würden die uns in den Parlamenten ‚entzaubern‘, kann nun endgültig ins Reich der Märchen verwiesen werden! #LTW19 pic.twitter.com/BphZGeVbqw

— Leif-Erik Holm (@Leif_Erik_Holm) September 1, 2019

18.17 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt: Es ging um den Klimaschutz. Und um den Zusammenhalt der Gesellschaft und um Weltoffenheit. Auf die Frage, ob die Grünen in Sachsen mit der CDU regieren würden, antwortet Göring-Eckardt: Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.

18.11 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zum Wahlergebnis: Das freundliche Sachsen hat gewonnen.

18.10 Uhr: Der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen, Jörg Urban, sagte in einer ersten Stellungnahme: Die AfD ist heute Abend der Wahlsieger. Es gibt eine Alternative und das sind wir, die Alternative für Deutschland. 27 Prozent, das ist mehr als die AfD je in einem Bundesland erhalten hat. Das ist eine starke Leistung. Natürlich hätten wir ein besseres Ergebnis erzielen können, wenn wir fair behandelt worden wären.

Großer Jubel bei der AfD in Sachsen. #Sachsenwahl pic.twitter.com/VcePPTsTZL

— Junge Freiheit (@Junge_Freiheit) September 1, 2019

18.09 Uhr: AfD-Chefin Alice Weidel: Sechzig Prozent der Sachsen haben konservativ gewählt. Das zu ignorieren, bedeutet, den Wählerwillen zu ignorieren.

18.07 Uhr: Die CDU ist mit 32 Prozent laut Prognose zwar stärkste Kraft in Sachsen geworden. Es ist jedoch das schlechteste Ergebnis für die Union im Freistaat seit der Wiedervereinigung.

18.06 Uhr: AfD-Chef Alexander Gauland: Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Senftleben-CDU in Brandenburg wurde abgestraft. Das hat Michael Kretschmer in Sachsen besser gemacht.

18-Uhr-Prognose zur #Sachsenwahl und #Brandenburgwahl pic.twitter.com/slqcbK8J5E

— tagesschau (@tagesschau) September 1, 2019

18.00 Uhr: ARD-Prognose

Sachsen (in Klammern das Wahlergebnis von 2014)

CDU: 32,0 Prozent (39,4 Prozent)
Linke: 10,5 Prozent (18,9 Prozent)
SPD: 8,0 Prozent (12,4 Prozent)
Grüne: 9,0 Prozent (5,7 Prozent)
AfD: 27,5 Prozent (9,7 Prozent)
FDP: 4,8 Prozent (3,8 Prozent)
NPD: – Prozent (4,9 Prozent)
Freie Wähler: – (1,6 Prozent)
Sonstige: 8,2 Prozent (3,5 Prozent)

Brandenburg (in Klammern das Wahlergebnis von 2014)

SPD: 27,5 Prozent (31,9 Prozent)
CDU: 15,5 Prozent (23,0 Prozent)
Linke: 11 Prozent (18,6 Prozent)
AfD: 22,5 Prozent (12,2 Prozent)
Grüne: 10 Prozent (6,2 Prozent)
FDP: 4,8 Prozent (1,5 Prozent)
BVB/Freie Wähler: 5 Prozent (2,7 Prozent)
Sonstige: 3,7 Prozent (4,1 Prozent)

14 Uhr: Die Wahlbeteiligung lag bis 14 Uhr laut dem Statistischen Landesamt in Kamenz bei 35,1 Prozent. Vor fünf Jahren hatten bis zu diesem Zeitpunkt 23,1 Prozent der Sachsen gewählt. Auch in Brandenburg stieg die Wahlbeteiligung von 22,4 Prozent im Jahr 2014 auf 31,3 Prozent bis um 14 Uhr.

BERLIN. In Sachsen und Brandenburg wählen die Bürger am heutigen Sonntag neue Landtage. Während sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in Sachsen auf größere Verluste einstellen muß, kämpft sein Amtskollege Dietmar Woidke (SPD) in Brandeburg darum, stärkste Kraft zu werden. Hier liefert sich die SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der AfD. Beide Parteien liegen Umfragen zufolge bei um die 21 Prozent.

In Sachsen konnte die CDU hingegen in den vergangenen Tagen in Umfragen wieder etwas zulegen. Die Demoskopen sehen sie bei etwas über 30 Prozent. Bei der vergangenen Wahl hatte die Union noch 39,4 Prozent geholt. Die AfD rangiert im Freistaat derzeit bei rund 25 Prozent. Dies entsprich etwa dem Zweieinhalbfachen ihres Wahlergebnisses von 2014 (9,7 Prozent).

FDP muß zittern

Ministerpräsident Kretschmer könnte zudem in seinem Wahlkreis eine Niederlage erleiden. Er kandidiert in Görlitz, wo auch AfD-Mann Sebastian Wippel antritt. Dieser hatte bei der Oberbürgermeisterwahl in der Stadt den ersten Wahlgang gewonnen und unterlag schließlich nur, weil alle übrigen Parteien den Kanddiat der CDU im zweiten Wahlgang unterstützen.

Die SPD, die als Juniorpartner mit der CDU regiert, muß hingegen mit einem einstelligen Ergebnis rechnen. Sie rangiert derzeit bei 8,5 Prozent. Die FDP muß mit jeweils fünf Prozent sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg um den Einzug zittern. Die Grünen dürfen dagegen mit satten Gewinnen rechnen und in beiden Bundesländern auf zweistellige Ergebnissen hoffen.

In Sachsen sind etwa 3,2 Millionen Wahlberechtige aufgrufen, ein neues Parlament zu wählen. In Brandenburg dürfen 2,1 Millionen Bürger an die Urne. (krk)

> Die JUNGE FREIHEIT berichtet ab 18 Uhr mit einem Wahlticker von den Ereignissen in Sachsen und Brandenburg.

Ab heute den 1. September 2019 beginnt die nächste Runde des Handelskrieges den Trump gegen China führt, denn seit 0:01 Uhr greift die Erhöhung der Zolltarife um 15 Prozent auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar. Die 122-seitige Liste umfasst nach verschiedenen Schätzungen eine breite Palette von Produkten – und insbesondere viele Alltagsgegenstände – im Wert von 112 bis 150 Milliarden Dollar. Darunter auch Druckerzeugnisse wie die Bibel. Daran haben die sogenannten “Christen” aus dem Bibel-Gürtel Amerikas, die ihren “Messias” Trump vehement unterstützen, nicht gedacht.

Die 800-Milliarden-Euro-Forderung Polens an Deutschland als Reparation für seine Verluste im Zweiten Weltkrieg ist in der Sache närrisch, als ein außenpolitischer Schachzug Warschaus aber ernst zu nehmen. In der aufgemachten Rechnung spiegeln sich neben innenpolitischen Motiven der Regierungspartei PiS auch die historischen Belastungen in den deutsch-polnischen Beziehungen sowie die selbstverschuldete Erpreßbarkeit der Bundesrepublik wider.

Der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz hat erklärt, sein Land sei in der Reparationsfrage vergleichsweise schlechter weggekommen als westeuropäische Länder. In der Tat. Wenn Griechenland heute 300 Milliarden Euro an Reparationen verlangt – die Summe, mit der es seine Rettungsschirme, Notkredite und Bürgschaften abdecken könnte, die durch seinen betrügerisch erreichten Beitritt zur Eurozone nötig wurden – und Stimmen in Deutschland meinen, das hätte schon seine Richtigkeit – ja, warum soll Polen dann nicht ebenfalls um eine entsprechend höhere Summe feilschen?

Es gibt alternative Berechnungen, welche die polnischen Kriegsverluste mit dem Zugewinn der deutschen Ostprovinzen abgleichen. Danach bliebe tatsächlich eine – allerdings wesentlich geringere – polnische Forderung übrig, die aber mit den deutschen Finanzhilfen, Kreditnachlässen, Entschädigungszahlungen, mit dem Unterhalt der polnischen Bürger, die nach Ausrufung des Kriegsrechts 1980 in die Bundesrepublik flohen, den EU-Zahlungen usw. verrechnet werden muß. Aber wozu das alles? Beide Seiten müssen akzeptieren, daß vollkommene Gerechtigkeit erst im Himmelreich zu finden ist.

Geschichte kann auch verbinden

Polen betont die besondere Grausamkeit der deutschen Besatzung und die Alleinschuld Hitlers am Krieg. Darauf läßt sich erwidern, daß auch die Vertreibung der Deutschen sich in grausamen Formen abspielte und die Politik der polnischen Zwischenkriegsrepublik nach außen auftrumpfend und nach innen rabiat gegenüber den nationalen Minderheiten war.

Doch auch das ist nur die halbe Wahrheit: Denn woher soll eine Nation, die 120 Jahre unter den angrenzenden Großmächten dreigeteilt war, die von ihnen unwürdig behandelt wurde und sich plötzlich auf der Siegerseite wiederfindet, die innere Souveränität hernehmen, die zu moderater Politik befähigt? Golo Mann, der Melancholiker unter den deutschen Historikern, hatte schon 1957 mit Blick auf Deutsche und Polen gemeint, man täte gut daran, die Ereignisse und Entscheidungen jener Zeit „als eine Kette böser Aktionen und böser Reaktionen zu sehen“.

Wer heute dagegen im übriggebliebenen Breslauer Schloß die Ausstellung zur Stadtgeschichte besichtigt, ist erstaunt, wie respekt-, ja liebevoll die deutsche Vergangenheit ausgestellt wird. In der Stettiner Innenstadt entstand 2015 der vielbeachtete Neubau der Philharmonie genau an der Stelle, wo bereits vor 130 Jahren ein Konzerthaus eingeweiht worden war, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Bei der Eröffnung nannte der Oberbürgermeister den Standort ein Bekenntnis zur deutschen Vergangenheit der pommerschen Stadt. Die Geschichte muß also nicht mehr zwangsläufig trennen, sie kann auch verbinden.

Minderwertigkeitskomplex und Ich-Schwäche

Die Zeiten sind unwiderruflich vorbei, in denen ein europäisches Land sich gestärkt fühlen durfte, weil es seinen Nachbarn geschwächt hatte. Das ergibt sich aus den globalen Machtverschiebungen. Auch deshalb sind die polnischen Forderungen an Deutschland anachronistisch und falsch. Die Verantwortung für den Irrwitz liegt aber hauptsächlich auf deutscher Seite.

Nach 1989 hatten die osteuropäischen Länder ihre Blicke erwartungsvoll und ratsuchend nach Bonn beziehungsweise Berlin gerichtet. Und tatsächlich erwies die Bundesrepublik sich als der entscheidende Fürsprecher ihres EU-Beitritts. Hinter dem Engagement stand jedoch weniger eine politische Strategie für Europa als das Gefühl, eine historische Schuld wiedergutmachen zu müssen.

Deshalb wurden die Benesch-Dekrete durchgewinkt und das geplante Zentrum gegen Vertreibungen bis zur Unkenntlichkeit verwässert. Daraus sprachen kein staatsmännischer Weitblick und auch nicht die Großzügigkeit des sanften, selbstsicheren Hegemons, sondern der Minderwertigkeitskomplex und die Ich-Schwäche eines bekennenden „Tätervolks“, das reuevoll in einem supranationalen Gebilde verschwinden will.

Dem Wahnsinn eine noch prächtigere Krone aufsetzen

Für die Führungsrolle in einer europäischen Realpolitik fiel die Bundesrepublik damit aus. Die Dialektik der deutschen Hypermoral aber – die Mischung aus Selbstverleugnung und Welt­rettungsanspruch – schlägt auch auf ihre kurzfristigen Nutznießer in Europa zurück, die von der irrationalen Energie-, Sicherheits- und vor allem Migrationspolitik der Bundesrepublik in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auf die Weigerung insbesondere Polens und Ungarns, sich der moslemischen Zuwanderung und den globalistischen Verheißungen zu öffnen, reagiert Berlin mit lautstarkem „moralischem Imperialismus“ (Viktor Orbán ) und indem es EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen sie forciert. Vor diesem Hintergrund sind die polnischen Reparationsforderungen ein außenpolitisch motivierter Gegenschlag, der bewußt auf die hypermoralische Empfindlichkeit der verwirrten Nachbarn zielt.

Der aber ist gar nicht mehr fähig, seinen Zustand zu begreifen und sich aus ihm zu befreien. Im Gegenteil, er setzt dem Wahnsinn eine noch prächtigere Krone auf. Bereits 200 Bundestagsabgeordnete unterstützen das Projekt eines „Polendenkmals in der Mitte Berlins zum Gedenken an die Opfer der deutschen Besatzung 1939–1945“. Der Konnex aus quasireligiöser Schuldergriffenheit, Hypermoral und politischer Irrationalität erhielte eine neue Weihestätte. Den Schaden davon werden Deutsche, Polen und die anderen Europäer gemeinsam haben.

JF 36/19

Nach über 70 Jahren: Anonymous entlarvt alliierte Propagandalügen

Alliierte Propagandalügen werden uns auch 70 Jahre nach Kriegsende immer noch aufgetsischt. Damit verfolgt man das selbe Ziel wie damals: Manipulation! Denn die bewusste Einflussnahme ist zwingende Vorraussetzung für jede erfolreiche Täuschung. Auch die Medienberichterstattung der Gegenwart besteht zum überwiegenden Teil aus wirtschaftlichen und politischen Propagandameldungen. Und diese stellen wiederum ein unerlässliches Instrument dar,  welches […]

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Grippeimpfung: Inhaltsstoffe hoch toxisch, krebserregend, organschädigend

Grippeimpfung ja oder nein? Kein anderes Gesundheitsthema sorgt jedes jahr aufs Neue für derart heftige Diskussionen. Bisher waren sich Pharmaindustrie und Schulmedizin stets einig. Doch inzwischen warnen immer mehr Ärzte vor den drastischen gesundheitlichen Folgen. Denn über das Impfserum werden Toxine injiziert, die Krebs und Organschäden auslösen. von Anna Maria August Nach der Grippeimpfungssaison ist […]

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SED-Nachfolgepartei dreht völlig durch: Die Linke wirbt mit Enteignung und Klassenkampf

Die SED-Nachfolgepartei wittert in der anstehenden „Entscheidungs-Schlacht“ um Mitteldeutschland anscheinend Morgenluft. In ihrem einstigen Allein-Habitat praktizieren sie ihren Basic-Wahlkampf mit exakt jenen klassenkämpferischen Leitsätzen, die sie bereits seit Jahrzehnten bemühen. Und nennen das Aufwärmen von solcherlei Kalauern aus der frühsozialistischen Mottenkiste auch noch eine politisch-gesellschaftliche Innovation. Erstaunlicherweise wäre ein erbitterter früherer Gegner, nämlich unsere gewandelte […]

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Ein krimineller Serbe wurde von seinem Schicksal eingeholt. Nachdem er erfolglos versucht hatte, in ein Friseurgeschäft einzubrechen, musste er durch die herbeigeholte Polizei flüchten. Bei der Flucht stürzte er von einer Sonnenmarkise und durchbrach sogar einen Glastisch:

Ein Zeuge beobachtete einen Mann, der an der Türe eines Friseurgeschäfts hantierte und versuchte, dort einzubrechen. Weil sich der Tatverdächtige offenbar beobachtet fühlte, ließ er von der Türe ab und ergriff die Flucht in einen nahegelegenen Innenhof. Polizisten durchsuchten das Haus und den Innenhof, konnten dort jedoch niemanden wahrnehmen.

Der Tatverdächtige war allem Anschein nach über den ersten Stock auf eine öffentliche Terrasse und von dort aus auf eine Markise geklettert. Weil der Sonnenschutz dem Gewicht nicht standhielt, stürzte er ab, durchbrach einen Glastisch und blieb am Boden liegen. Der betroffene Wohnungsbesitzer hörte den Lärm und bemerkte kurz darauf den Mann. Die Beamten konnten den mutmaßlichen Täter daraufhin festnehmen.

Serbe gab sich als Obdachloser aus

Dass der Serbe besonders heimtückisch vorging, zeigen seine Schutzbehauptungen gegenüber der Polizei. Dort gab er sich nämlich als schlafplatzsuchender Obdachloser aus. Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt, dass es ein Einreiseverbot gegen den Kriminellen gibt:

Dass sich der serbische Staatsbürger, der der Polizei nicht unbekannt ist, zuerst als schlafplatzsuchender Obdachloser ausgab, konnte nach dem Fund eines Plastiksacks mit Einbruchswerkzeug schnell widerlegt werden. Außerdem besteht gegen ihn ein Einreiseverbot. Noch vor dem Verbringen in den Arrestbereich wurde er von der Rettung untersucht, weil er über Schmerzen klagte. Die Verletzungen stellten sich jedoch als leicht heraus, weshalb keine stationäre Aufnahme notwendig war.

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In der Jägerstraße im Wiener Gemeindebezirk Brigittenau kam es in der Nacht vom 30. auf den 31. August zu einem räuberischen Diebstahl durch eine 27-jährige Slowakin an einem 61 jährigen Österreicher:

Ein 61-jähriger Mann war gemeinsam mit einer 27-jährigen Bekannten, die laut seinen Angaben „zu Besuch in Österreich sei“ in einem Lokal. Zu später Stunde fuhren beide gemeinsam mit dem Taxi zur Wohnung des 61-Jährigen. Noch im Fahrzeug zog die Tatverdächtige (slowakische Staatsbürgerin) dem Mann die Geldbörse aus dessen Hosentasche, was er jedoch bemerkte.

Räuberin traktierte Opfer mit Faustschlägen

Als sich der 61-Jährige gegen den Raubversuch wehrte, schlug ihm die Slowakin mit der Faust mehrmals ins Gesicht. Die Täterin konnte durch die Polizei festgenommen werden, das Opfer wurde leicht verletzt:

Weil auch der Bestohlene seine Brieftasche nicht loslassen wollte, entstand ein Gezerre, das dazu führte, dass die mutmaßliche Täterin ihrem Begleiter mehrere Faustschläge ins Gesicht versetzte. Erst als der Taxifahrer eingriff, flüchtete die 27-Jährige ohne Beute. Aufgrund einer präzisen Personsbeschreibung konnte die Tatverdächtige, die über keinen Wohnsitz in Österreich verfügt, im Zuge der Streifung angehalten und wegen des Verdachts des versuchten räuberischen Diebstahls festgenommen werden. Ein Alkovortest ergab einen Messwert von 1,8 Promille. Der 61-Jährige wurde durch die Schläge leicht verletzt, lehnte jedoch eine Behandlung durch die Rettung ab.

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