Der ganze Fall Epstein war von Anfang an ein Skandal des Polizei- und Justizsystem der Vereinigten Staaten. Wie konnte er trotzt zahlloser Anzeigen von minderjährigen Opfern praktisch schadlos davon kommen? Spätestens seit 2008 konnte jeder wissen, er war ein vorbestrafter Kinderschänder. Er hat sogar beim Freigang seiner 13-monatigen Haftstrafe junge Mädchen geschändet.

Es gibt nur eine Antwort, das ganze politische System der USA ist kompromittiert, unterwandert und korrupt. Von wem? Von denen, die Epstein als Sexfalle eingesetzt haben, um bekannte und einflussreiche Persönlichkeiten erpressen zu können.

Der damalige Staatsanwalt, der mit den Anwälten von Epstein 2008 den “süssen deal” ausgehandelt hat, gab ja zu, ihm wurde von “oben” gesagt, Epstein arbeitet für einen Geheimdienst und er muss ihn deshalb sanft behandeln.

Welcher Geheimdienst soll das sein? Alle involvierten Personen, alle Beweise und Indizien zeigen nach Israel. Die Zionisten haben Amerika unter totaler Kontrolle und das war die Methode dazu.

Wer hat ihn jahrzehntelang beschützt und wer macht HEUTE praktisch NICHTS, um den Fall aufzuklären? Das Justizministerium, das von Trump!!!

Wieso wurde seine Insel erst drei Wochen nach seiner Verhaftung vom FBI betreten und durchsucht, erst nach seinem Tod?

Warum ist seine Zorro Ranch in New Mexico bis heute noch NICHT durchsucht worden, obwohl Opfer berichtet habe, sie wurden dort vergewaltigt?

Wieso ist seine Freundin und Zuhälterin Ghislaine Maxwell noch nicht gesucht, gefunden und verhaftet worden, obwohl sie in allen Anklageschriften als Mittäterin aufgeführt wird?

Ach, sie wurde auch in dem “deal” 2008 mit der Justiz aus einer Bestrafung herausgenommen.

Epstein und sein professioneller Sexring hatten Protektion von mächtigen Kräften.

Diesen Kräften gehören die Medien, deshalb wurde Epstein auch nach seiner Verurteilung vor 11 Jahren nur positiv als Philanthrop dargestellt.

Jetzt haben die Kräfte ihn fallen gelassen und ihn entsorgt. Er ist eine Belastung geworden und hat ausgedient, denn das kompromittierende Material über die Tausenden Persönlichkeiten die in die Falle gingen hebt ewig.

Niemand überlebt einen Skandal, wenn Aufnahmen gezeigt werden können, wie ein Täter ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt. NIEMAND!

So hat man die Personen in wichtigen Positionen in der Hand und sie müssen machen was man ihnen befiehlt. Zum Beispiel, wenn die Zionisten einen Krieg gegen den Iran wollen, dann bekommen sie ihn.

Wurde er ermordet?

Wie ich schon in einem vorherigen Artikel aufgezeigt habe, niemand kann glauben, die ganze Überwachung im Gefängnis wo Epstein sass hat in der Nacht zum vergangenen Samstag total versagt und deshalb konnte er sich umbringen. Das erzählen sie uns aber.

Es gibt Zeugen die ausgesagt haben, sie haben schreckliche Schreie aus Epsteins Zelle gehört in dieser Nacht. Wer sich selber umbringt schreit aber nicht, sondern nur wenn er angegriffen wird und um sein Leben fürchtet.

Dann zeigt die Autopsie, der Hals von Epstein war an mehreren Stellen gebrochen, was sehr mysteriös ist. Einer der Knochen ist der Hyoid oder das Zungenbein. Ein Bruch dieses Knochens kommt selten bei Erhängen vor aber oft bei einem Erwürgen.

Das sagt jedenfalls Jonathan L. Arden, Präsident der National Association of Medical Examiners, Nationalen Vereinigung der Gerichtsmediziner, ein Bruch des Zungenbeins wird häufiger mit mörderischer Strangulierung in Verbindung gebracht als mit selbstmörderischen Erhängen.

Die Wahrscheinlichkeit, das Epstein sich selber aufgehängt hat, ist sehr klein, aber das er erwürgt wurde, sehr gross. Also war es ein Mord, um ihn zum Schweigen zu bringen???

Beim letzten Besuch seiner Anwälte am Freitag, wo sie mit ihm seine Verteidigungsstrategie besprachen, sagte er noch zum Abschied, “also bis Sonntag“. Klingt das nach einem Selbsmörder?

Der absolute Hammer ist aber für mich folgendes. Der Gerichtsmediziner Dr. Michael Baden, der auf Erlaubnis des Staatsanwaltes bei der Autopsie von Epstein anwesend sein durfte, ist der selbe der auch für die Autopsie an Präsident Kennedy und an Martin Luther King verantwortlich war.

Diese Untersuchungen der Todesursache von Kennedy und King dienten nur der Vertuschung des wahren Ablaufs und des Mordkomplotts an diesen Persönlichkeiten.

Ja, eine einzige “Wunderkugel” hätte zuerst den Hals des Präsidenten durchbohrt, dann Gouverneur Connoley der vor Kennedy sass im Rücken getroffen, wäre an Knochen abgeprallt, flog zurück und hätte dann Kennedy den Kopf weggeblasen, dabei insgesamt sieben (Ein- und Austritts-) Wunden verursacht, um dann völlig unbeschädigt auf der Bare im Krankenhaus neben Kennedys Leiche gefunden zu werden.

So einen unmöglichen Ablauf sollen wir aber glauben und schlucken!!!

John Connoley hat nie das Untersuchungsergebnis der Warren-Kommission geglaubt, Oswald wäre der alleinige Täter gewesen und hätte mit einem Schuss ihn und den Präsidenten getroffen. Er betonte, es waren “zwei oder drei Scharfschützen involviert, oder mehr in dieser Sache.

Wurde Dr. Baden von der “dunklen Macht” geschickt, um auch im Fall Epstein einzugreifen und es wie Selbstmord aussehen zu lassen?

Die ganze Sache stinkt zum Himmel und das FBI und das Justizministerium tun alles um den Fall zu verzögern und nichts zu untersuchen.

Aber wisst ihr was, sie machen keine grossen Anstrengungen mehr, um ihre Macht zu verheimlichen. Und wisst ihr warum? Weil die Masse der Dummschafe eh alles glauben was die Medien ihnen erzählen, mag es noch so unglaubwürdig und unlogisch sein.

Offiziell wird wahrscheinlich der Tod von Epstein demnächst als Selbstmord bezeichnet und dann jeder der die offizielle Version anzweifelt als Verschwörungsspinner gebrandmarkt und aus den sozialen Medien verbannt.

Alles hängt zusammen und es gibt ein riesen Netzwerk, dass das Geld, die Politik, die Justiz, die Medien, Hollywood, das Internet und damit die öffentliche Meinung steuert und kontrolliert.

Wie ist es sonst möglich, dass es Tabuthemen gibt? Wie heisst es doch: “Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, musst du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.

Was du nicht hinterfragen darfst, kommt auch noch dazu.

Was sich jetzt herauskristallisiert, Epstein sammelte nicht nur kompromittierendes Material für Erpressungen der “Elite” der Vereinigten Staaten, sondern er sammelte auch die Spermien dieser.

Wen hat er denn in seiner Sammlung aufgenommen? Viele Personen mit dem höchsten IQ, die intelligentesten unter den Intelligenten. Warum? Er wollte mit den Spermien eine neue Superrasse züchten!!!

Das wird jedenfalls über den Zweck der Zorro-Ranch im abgelegenen New Mexiko behauptet. Jungfrauen sollten künstlich befruchtet werden, um super intelligente Kinder zu gebären.

Epsteins Ranch ist das grösste Privatanwesen im Bundesstaat, mit eigener Landebahn für Flugzeuge. Wie gesagt, das FBI war noch nicht dort, um Beweise zu sichern.

Warum hat er so Leute wie Bill Gates und Elon Musk, sowie eine ganze Reihe von Wissenschaftlern und Koryphäe auf ihrem Gebiet zu sich eingeladen und mit ihnen “verkehrt?”

Epstein plante eine verbesserte Superrasse zu entwickeln, in dem er Gentechnik und künstliche Intelligenz dazu benutzen wollte. Das berichtet die New York Times.

Wer meint denn schon immer, sie wären was besseres und “auserwählt?” Na, drei mal dürft ihr raten.

Meint ihr, die Flut an Hollywood-Filmen über Superhelden, also Mutanten mit besonderen Kräften und Fähigkeiten, in den letzten Jahren ist nur Zufall?

Supermänner und Superfrauen, die alles können und uns Normalos wie Deppen aussehen lassen. Eine gezüchtete Herrenrasse!

Copyright – Alles Schall und Rauch Blog

Für Ulrich Grillo, bis Ende 2016 Präsidenten des Industrieverbands BDI, war es ein Schock, als die Amerikaner nicht auf CNN, die New York Times oder kalifornische Konzernlenker hörten, und Donald Trump zum US-Präsidenten wählten. Auch Grillos Forderung an Trump, seine Wahlkampfrhetorik bei den Themen „Rassismus, Chauvinismus, Populismus, Sexismus“ zu beenden und keine Strafzölle einzuführen, ignorierte der Herr im Weißen Haus.

Grillos Nachfolger an der BDI-Spitze, Dieter Kempf, gibt sich international konzilianter, denn er weiß, daß die EU-Staaten jährlich für 150 Milliarden Dollar mehr in die USA verkaufen, als sie von dort beziehen. Trump sitzt bei einem Handelskrieg am längeren Hebel.

Dafür mischt sich Dieter Kempf umso mehr in die deutsche Innenpolitik ein und agiert sogar als Wahlkampfhelfer. Wie zuvor schon Kirchenführer, Manager, Gewerkschaftsführer und die Leitmedien warnt der BDI-Chef Brandenburger und Sachsen davor, ihre Stimme in zwei Wochen der AfD zu geben.

Am meisten stört ihn die Zuwanderungsskepsis

„Erfolge der AfD schaden dem Image unseres Landes. Die Attraktivität eines Standorts leidet unter extremistischen Parteien. Es drohen Abschwung und Strukturschwäche“, behauptete Kempf in einem Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die AfD wolle „keine Stärkung, sondern eine Rückabwicklung der europäischen Zusammenarbeit. Die Betonung von Nationalismus würde dem international beispiellos vernetzten Deutschland wirtschaftlich und politisch enorm schaden“, polterte der ehemalige Vorstandsvorsitzender der Nürnberger IT-Dienstleisters Datev.

Was Kempf in Wahrheit aber am meisten stört, ist die Zuwanderungsskepsis der AfD: „Unsere Industrie – auch die in Ostdeutschland – braucht dringend Fachkräfte, ganz egal, woher sie kommen.“ Zugleich warf er der Partei vor, mit einer „Wut-Kampagne“ unzufriedene Bürger gegen „sozial Schwächere wie Flüchtlinge“ auszuspielen. Sprich: Kempf stört, daß sich die AfD – wie Trump mit seiner Greencard-Reform – gegen die Einwanderung in die Sozialsysteme wendet.

Es gibt eine tatsächliche Gefahr der Deindustrialisierung

Denn aus Konzernsicht kann es gar nicht genug potentielle „Fachkräfte, ganz egal, woher sie kommen“ geben: Ein höheres Angebot senkt den Preis – sprich die Lohnforderungen für schon länger hier Lebende, und das egal ob sie Biodeutsche, Kindeskinder von Gastarbeitern oder EU-Bürger sind.

Das gilt für den deutschen IT-Ingenieur genauso wie für den Hermes-Fahrer und die türkische Putzfrau, die nun von „Geflüchteten“ verdrängt wird. Daß bislang 64 Prozent der letzteren arbeitslos sind und kein „neues Wirtschaftswunder“ (Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche) ausgelöst haben, scheint Kempf nicht zu stören.

Die zig Milliarden für Hartz IV und sonstige Integrationsleistungen werden aus dem allgemeinen Steuerhaushalt bezahlt. Dabei hätte Kempf genug zu tun, die deutsche und die EU-Politik zu kritisieren: die Euro-Rettungs- und Nullzinspolitik, die teure Energiewende oder das Einknicken von Union, SPD und FDP vor der grünlinken Klimahysterie. Speziell letzteres birgt die wirkliche Gefahr einer Deindustrialisierung, nicht irgendwelche deftige AfD-Wahlkampfsprüche.

Manchmal hilft ein Blick in die Geschichte

Und manchmal hilft auch ein Rückblick: Vor 18 Jahre waren Berliner Wirtschaftsvertreter in Panik: Bei der Abgeordnetenhaus-Wahl im Oktober drohte wegen des milliardenteuren Bankenskandals ein Absturz der seinerzeit noch unternehmerfreundlichen CDU und eine Regierungsbeteiligung der in PDS umbenannten ehemaligen DDR-Staatspartei SED.

Die würde ausländische Investoren abschrecken, glaubten 61 Prozent der Hauptstadt-Manager. Jeder Fünfte würde sogar seine konkreten Investitionspläne in Berlin überdenken oder gar aufgeben, behauptete eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Wirtschaftsmagazins Impulse.

Die Wahlprognose stimmten und seit 2002 regiert die PDS, inzwischen mit SPD-Dissidenten zur Linken vereint, ununterbrochen die Hauptstadt mit. Der erste PDS-Wirtschaftssenator, Gregor Gysi, konnte sich nach Amtsübernahme vor Investorenterminen kaum retten. Trotz Rot-Rot und dem berüchtigten Berliner Slumfaktor ist Berlin zwar weiterhin arm, aber für Investoren ungeheuer sexy.

Die Immobilienpreise und Gewerbemieten kennen keine Obergrenze, die Einwohnerzahl kletterte von 3,38 auf 3,64 Millionen und die Arbeitslosenquote fiel von 16,1 auf 8,1 Prozent. Das ist zwar mehr als in Hamburg (6,3 Prozent), aber weniger als in Bremen (9,8 Prozent), das keine Teilung und 50jährige SED-Diktatur überwinden mußte.

Dresden oder Potsdam werden beliebte Touristenziele bleiben

Bayern hat übrigens mit 2,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote und mit 45.000 Euro das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf aller deutschen Flächenländer. Dabei war der Freistaat bis zur Amtsübernahme von Markus Söder von bayerischen Patrioten regiert, bei denen „plumper Nationalismus“ (wie Dieter Kempf formulieren würde) zum Wahlkampf gehörte wie der Maßkrug.

Trotzdem war der Standort Bayern „attraktiv und einladend“ für „Fachkräfte aus aller Welt“. In Duisburg-Marxloh, Köln-Ehrenfeld oder den Berliner Brennpunkvierteln, wo die demographische Lücke mit Zuwanderer, „ganz egal, woher sie kommen“ (Dieter Kempf) haben sich hingegen bislang nur wenig indische ITler, polnische Ingenieure und chinesische Chefärzte angesiedelt. Auch als die Republikaner von 1992 bis 2001 im Landtag saßen, blutete Baden-Württemberg keineswegs aus.

Und Dresden oder Potsdam werden auch nach dem 1. September als Touristenziele weiterhin beliebter sein als multikulturelle Ruhrpott-Stadtteile oder Kriminalitätsschwerpunkte wie die Südstadt, Gostenhof oder Muggenhof-Eberhardshof in Kempfs Wahlheimat Nürnberg.

LONDON. Die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA hat zwei Werbespots wegen Geschlechterstereotypisierung verboten. Betroffen sind der Lebensmittelhersteller Mondelez und der Autobauers VW. Bei dem Mondelez-Spot handelt es sich um Werbung für den Frischkäse Philadelphia.

Den genießen zwei Männer so sehr, daß sie ein Baby, das ihnen zuvor eine Frau in die Hand gedrückt hat, aus den Augen verlieren. Während die Männer Philadelphia-Brote essen, sitzt das Kind vergnügt auf einem Essens-Förderband.

ASA sieht „Potential der Menschen limitiert“

Der Spot stelle es so dar, als seien Männer schlechter für die Kinderbetreuung geeignet als Frauen, moniert ASA. Eine Sprecherin der Behörde, Jess Tye, teilte der BBC mit, Geschlechterstereotype in der Werbung könnten Schäden in der realen Welt nach sich ziehen. Man müsse an die „kummulativen Effekte“ denken, die solche Spots auf die Zuschauer hätten, warnt Tye.

Auch der Clip für den neuen elektrisch angetriebenen Golf von VW ist der Zensur zum Opfer gefallen und darf im britischen Fernsehen künftig nicht mehr ausgestrahlt werden. Zu sehen sind darin vier Männer bei sportlichen oder abenteuerlichen Herausforderungen. Dazu der Satz: „Wir können alles erreichen.“ Kurz darauf ist eine Frau auf einer Parkbank neben einem Kinderwagen zu sehen.


ASA bemängelte, daß dadurch männliche und weibliche Rollen nur jeweils mit einem Geschlecht in Verbindung gebracht würden. Dadurch würde das „Potential der Menschen limitiert“. (tb)

Friedrich Merz, CDU-Chef der Reserve, legte kürzlich empfindlich den Finger in eine Wunde, als er feststellte: „Wir verlieren offenbar Teile der Bundeswehr an die AfD. Wir verlieren Teile der Bundespolizei an die AfD.“ Merz habe diese Erkenntnis aus Gesprächen mit Angehörigen von Bundespolizei und Bundeswehr gewonnen, wie auch durch Informationen von Mitgliedern des Verteidigungs- und Innenausschusses. Sofort war der Aufschrei groß. Das sei doch wieder Wasser auf die Mühlen der AfD. Also nicht den blauen Elefanten im Raum beim Namen nennen?

Noch einmal Aufschwung hat die Debatte um diese Einschätzung gewonnen, als jetzt publik wurde, daß mit Joachim Wundrak der bislang ranghöchste Ex-Militär bei der AfD aktiv geworden ist. Wundrak, Generalleutnant und erst vor einem Jahr mit einem Großen Zapfenstreich in den Ruhestand verabschiedet, kandidiert für die AfD bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover im Oktober.

Soldaten müssen in der Öffentlichkeit wieder wahrgenommen werden

Wieder werden abgedroschene Argumente aufgewärmt, bei der Bundeswehr gebe es ein „Haltungsproblem“ (Ursula von der Leyen), es gebe zu wenig Prävention gegen Rechtsextremismus bei Armee und Polizei. Doch wieso sonst diese Absetzbewegung von den etablierten Parteien? Alle Mitarbeiter von Sicherheitskräften sind als erstes mit den Konsequenzen konfrontiert gewesen, die eine Politik unkontrollierter Massenmigration ausgelöst hat.

Es ist ein Gefühl aus Machtlosigkeit und Entsetzen, das Bundespolizisten, Soldaten und Kräfte von Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz bis heute nicht mehr verlassen hat, seit sie mit ansehen mußten, wie beim Anschwellen der Migration 2015 durch die politische Führung operiert wurde. Daß die Regierung Merkel im „Willkommens“-Taumel die Sicherheitskräfte hinderte, so zu reagieren, wie es für einen normalen Staat üblich ist – die Grenzen zu sichern.

Ein rührendes, ein seltenes Bild

Joachim Wundrak schildert im Gespräch mit der JF diesen Prozeß der Entfremdung. Empfindlich für Soldaten ist schon seit langem darüber hinaus die fehlende Rückendeckung und Anerkennung für diesen Beruf. Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit ihrem Vorschlag, Soldaten in Uniform kostenlos Bahn fahren zu lassen, deshalb ein richtiges Signal gegeben. Soldaten sind kaum noch sichtbar – weil sie es leid sind, in der Öffentlichkeit angepöbelt zu werden und zu erleben, wie gering ihr Dienst von Politikern geschätzt wird, insbesondere der Linken, von denen ihnen überwiegend Verachtung entgegenschlägt.

Vor wenigen Tagen marschierten Soldaten in Flecktarn durch Berlin. Es waren überwiegend Mitglieder des Reservistenverbandes, die mit einem Gedenkmarsch ihrer im Dienst gefallenen Kameraden gedenken wollten. Ein ungewöhnliches, ein rührendes, seltenes Bild.

JF 34/19

BERLIN. Der frühere Bundeswehrgeneral Joachim Wundrak hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, das Fundament Deutschlands zu untergraben. Ein Staat bestehe aus einem Staatsvolk, einem Staatsgebiet und einer Rechtsordnung, sagte Wundrak im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT.

„Frau Merkel schleift alle drei. Mit ihren offenen Grenzen verschwimmt das Staatsterritorium, mit der multikulturellen Masseneinwanderung das Volk und mit ihrer Politik der Rechtsbrüche und der Übertragung unserer Souveränität die staatliche Ordnung“, warnte der Generalleutnant a.D. Dies sei für ihn auch der Grund gewesen, der AfD beizutreten. Wundrak kandidiert für die Partei bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover.

Vor seinem Eintritt in die AfD war der Luftwaffengeneral rund sechs Jahre Mitglied der CDU gewesen. Aus dieser trat er jedoch 2014 aus, weil die von Angela Merkel geführte Regierung seiner Ansicht nach nichts gegen „die damals noch verdeckte Masseneinwanderung unternahm“.

„Politik gegen unser Volk“

Anstatt die durch temporäre Grenzkontrollen festgestellte illegale Einwanderung zu bekämpfen, habe die Regierung alles daran gesetzt, daß das Problem nicht bekannt werde. „Da war für mich klar, ich muß mich aktiv gegen diese Politik einsetzen, da sie absichtsvoll gegen die Interessen unseres Staates und Volkes gerichtet ist. Und die einzige Partei, die sich dem entgegenstellt, ist nun mal die AfD.“

Scharfe Kritik äußerte der langjährige Berufssoldat auch an Ex-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Deren Vorwurf, es gebe in der Truppe bezogen auf den Rechtsextremismus ein Haltungsproblem, habe viele Soldaten getroffen. Von der Oberbefehlshaberin öffentlich beschimpft zu werden, sei „schwer erträglich“, beklagte Wundrak. Die Bundeswehr habe „ganz klar“ kein Haltungsproblem in Sachen Rechtsextremismus. Vielmehr würden die Medien jeden Einzelfall zu einem Skandal aufblasen.

Wundrak betonte, daß sich seine Kritik jedoch nicht nur auf von der Leyen beziehe. So hätten alle Verteidigungsminister seit Rudolf Scharping (SPD) darin versagt, „dafür zu sorgen, daß die Streitkräfte bekommen, was sie brauchen“. Und dies sei auch keine Frage des Geldes, stellte der Ex-General klar. „Geld ist da, das ist eine Frage der Priorisierung: Die Politik verteilt aber lieber Wahlgeschenke, bläht den Sozialsektor auf oder steckt es in die Flüchtlingspolitik. Es ist also gar kein Wunder, daß die Bundeswehr heute in so einem Zustand ist.“ (krk)

> Das gesamte Interview mit General a.D. Joachim Wundrak lesen Sie ind er aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT (Nr. 34/19)

CHEMNITZ. Der MDR hat die Einladung eines Pro-Chemnitz-Ordners zu einer Podiumsdiskussion verteidigt. Anlaß der Veranstaltung ist ein filmisches Porträt der Stadt mit dem Titel „Chemnitz – Ein Jahr danach“. Ende August 2018 war es in Chemnitz nach dem tödlichen Ausgang eines Streits zwischen einem 34 Jahre alten Deutschen und mehreren Ausländern zu Protesten gekommen.

Der MDR lädt am 22. August zur Voraufführung der Dokumentation ein. Im Anschluß soll eine Diskussionsrunde mit Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten stattfinden. Einer von ihnen ist Arthur Österle. Der Mann war bei den Demonstrationen als Chefordner für die Organisation Pro Chemnitz aufgetreten.

„Geht’s noch? Das könnt Ihr doch nicht ernsthaft durchziehen wollen!“

Gegen die Einladung Österles hagelte es Kritik. Das Jüdische Forum schrieb auf Twitter, der Sender lade einen Neonazi zu einer Podiumsdiskussion ein. „Ernsthaft, MDR?“ Auch mehrere Journalisten konnten die Entscheidung des MDR nicht nachvollziehen.

„Geht’s noch? Das könnt Ihr doch nicht ernsthaft durchziehen wollen!“, empörte sich der Redaktionsleiter des ARD-„Monitor“, Georg Restle. Zu den Aufträgen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehöre es nicht, „daß man Rechtsextremisten eine Bühne geben sollte“.

Die Verteidigung der Freiheitsrechte gehört ebenfalls dazu. Und das heißt wohl kaum, dass man Rechtsextremisten eine Bühne geben sollte. Interessant, dass @MDRpresse hier nicht mal antwortet.

— Georg Restle (@georgrestle) August 14, 2019

Der Tagesspiegel-Korrespondent Matthias Meisner kritisierte: So bekommt #mitrechtenredeneine neue, eine sächsische Qualität, wenige Tage vor der Landtagswahl. Gehts noch, MDR?“ Auch Politiker wie etwa Dennis Radtke (CDU) meldeten sich zu Wort. „Unfaßbar, was denkt sich der MDR?“, schrieb der EU-Parlamentsabgeordnete auf Twitter und versah den Eintrag mit dem Hashtag „Nazis raus“.

Arthur Österle war Chefordner bei der rechtsextremistischen Organisation #ProChemnitz – und darf jetzt auf die Bühne bei @MDR_SN. So bekommt #mitrechtenreden eine neue, eine sächsische Qualität, wenige Tage vor der Landtagswahl. Gehts noch, @mdrde @MDRpresse? #sltw19 https://t.co/nIDaFzHVyS

— Matthias Meisner (@MatthiasMeisner) August 13, 2019

Der MDR verteidigte sich in Dutzenden Tweets gegen die Vorwürfe. Österles Geschichte sei Teil der politischen Realität in Chemnitz. Seine Verbindungen in die rechtsextreme Szene und seine Aktivitäten für die AfD würden in dem Film ausführlich gezeigt. Der Sender wolle bei der Veranstaltung „die gesamte Bandbreite des Films widerspiegeln, um dem Publikum einen unmittelbaren Eindruck zu vermitteln und den Austausch zu ermöglichen“.

Die Grüne Jugend Sachsen teilte unterdessen mit, der Veranstaltung fernzubleiben. „Es stimmt: Der MDR sollte Nazis keine Bühne geben“, heißt es in einer Stellungnahme. Eine Sprecherin der Jugendorganisation forderte den MDR auf, das Konzept der Diskussion zu überdenken.

Am Donnerstag hat auch die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) ihre Teilnahme an der Podiumsdiskussion abgesagt. Ein Sprecher sagte laut Tagesspiegel, Frau Ludwig habe die Einladung zunächst angenommen, „weil sie eine offene Auseinandersetzung mit dem Thema für relevant hält“. Allerdings sei sie nicht davon ausgegangen, vom MDR auf ein „Podium mit einem offenbar bekennenden Neonazi“ platziert zu werden. „Barbara Ludwig hält es für falsch, einer solchen Person ein Podium zu bieten.“ (ls)

HANNOVER. Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen hat die CDU scharf für ihre Forderung kritisiert, betäubungsloses Schächten zu verbieten. „Die Pläne der Christdemokraten sind ein Affront, den wir nicht akzeptieren werden – das wird unseren entschiedenen Protest auslösen“, sagte ihr Vorsitzender, Michael Fürst, dem Politikjournal Rundblick.

Für Fürst geht es dabei ums Prinzip. Zwar werde bereits jetzt das meiste koschere Fleisch aus den Niederlanden oder Israel importiert. Dennoch verstehe er nicht, warum die CDU ein Thema aufgreife, das bisher nur die AfD bedient habe. „Das geht so weit, daß bald einige Juden sagen werden, sie könnten unter diesen Umständen nicht mehr in Deutschland leben“, drohte Fürst und kündigte „heftige Gegenwehr“ an.

AfD mit Internet-Kampagne gegen Schächten

Die Landtagsfraktion hatte am Dienstag mit Blick auf das islamische Opferfest auf ein generelles Verbot des betäubungslosen Schächtens gedrängt. Anläßlich dieses Festes erteilen die Landesbehörden jährlich Ausnahmegenehmigungen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Toepffer stellte klar, es sei nicht notwendig, „Tiere aus religiösen Gründen weiter leiden zu lassen“. Denn: „Halal und Betäubung schließen sich nicht aus.“ Zum Wohl der Tiere müsse ein Schächtverbot „in letzter Konsequenz zur Not auch vor Gericht“ ausgefochten werden.

Bisher war vor allem die AfD mit der Forderung nach dem Verbot von betäubungslosem Schächten in Erscheinung getreten. In Niedersachsen rief die Landtagsfraktion der Partei dazu eine Internet-Kampagne mit dem Namen „Mäh too“ ins Leben. Im vergangenen Jahr hatte die Fraktion einen Entschließungsantrag in das Parlament eingebracht, mit dem sie die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen für islamische Schlachtbetriebe stoppen wollte.

Schächten ist in zahlreichen europäischen Ländern verboten, darunter in der Schweiz, Liechtenstein, den Niederlanden, Polen, Dänemark, Island und Schweden. Allerdings gibt es je nach Land – wie auch in Deutschland – verschiedene Ausnahmebestimmungen. In der belgischen Region Flandern dürfen Schafe nicht betäubungslos rituell geschlachtet werden. (tb)

Liberale und Konservative zusammenzubringen, ihnen das Kennenlernen und einen offenen Ideenaustausch zu ermöglichen – dem soll eine Veranstaltung mit dem etwas seltsam anmutenden Titel „Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz“ am kommenden Wochenende in Berlin dienen. Organisiert wird das „große bürgerliche Netzwerktreffen“ von dem Publizisten und Medienunternehmer Klaus Kelle. Der 60jährige ist in der „Szene“ bekannt wie kaum ein anderer – als meinungsstarker Kolumnist, vor allem aber auch durch seine zeitgeistkritischen Kommentare auf Facebook oder seinem Blog „Denken erwünscht“.

Herr Kelle, nächste Woche laden Sie zur „4. Vollversammlung der wahren Schwarm­intelligenz“. Was haben wir uns darunter vorzustellen: eine „Zusammenrottung feindlich-negativer Kräfte“ oder doch eher ein lauschiges Kränzchen bei Filterkaffee und Schwarzwälder Kirschtorte?

Kelle: Wir werden nicht nur inhaltlich, sondern auch kulinarisch Maßstäbe setzen, lieber Herr Vollradt. Unser alljährliches Netzwerktreffen bringt Menschen aus ganz Deutschland zusammen, die einen gemeinsamen Nenner haben. Sie machen sich Sorgen um den Kurs, den unser Land in den vergangenen Jahren eingeschlagen hat. Nach der Bundestagswahl 2017 haben SPD, Linke und Grüne im Deutschen Bundestag nur noch rund 40 Prozent der Sitze – und die etablierte Politik macht einfach so weiter, als wäre nichts geschehen. Diesen Zustand muß unsere Gesellschaft überwinden, und das möglichst schnell.

Merkels Klatschkolonnen schrumpfen

In seiner berühmten „Psychologie der Massen“ schrieb der Arzt Gustave Le Bon, daß „die Masse dem alleinstehenden Menschen intellektuell stets untergeordnet ist“. Mal ehrlich: Schließen sich damit nicht „Schwarm“ und „Intelligenz“ aus?

Kelle: Der Begriff Schwarmintelligenz ist nicht von mir oder uns, sondern ist im Internetzeitalter populär geworden. Eine Gruppe von Menschen bringen ihr Wissen und ihre Kreativität ein, um zusammen etwas zu verändern. Die Erkenntnis, was falsch läuft, ist der erste Schritt, die Diagnose sozusagen. Dann folgt das Kennenlernen und Organisieren des Schwarms, das dazu führt, daß es einen Aufbruch gibt, der dann zu Veränderungen führen kann.

Bei den von Ihnen initiierten Stammtischen geht es ja darum, die Gemeinsamkeiten im bürgerlichen Lager trotz unterschiedlicher Sichtweisen auf einzelne Themen hervorzuheben. Ist das nicht – mit Verlaub – etwas naiv?

Kelle: Was ist denn Ihr Plan? Es gibt eine Mehrheit in Deutschland, die eine andere Politik will – eine wie auch immer andere, das kann man natürlich nicht mit bloßem Addieren bewirken. Aber ich bin überzeugt, bei Migration und Sicherheit – innerer wie äußerer – bei Marktwirtschaft, Familie, in Teilen EU und beim Gender-Gaga wäre eine andere Mehrheit vorstellbar. Die kommt aber nicht zum Tragen, weil die Protagonisten nicht miteinander reden wollen und ein Stück weit aus guten Gründen auch nicht können. Frau Merkel und ihre schrumpfenden Klatschkolonnen sind für eine andere Politik, die sich an erster Stelle an den Interessen Deutschlands orientiert, wohl nicht zu haben. Und die Herrschaften des sogenannten Flügels in der AfD wohl auch nicht.

Und was macht die FDP noch mal beruflich? Ich möchte das träge Bürgertum aufrütteln, sich einzumischen und die Dominanz in den Debatten nicht anderen überlassen. Wir müssen überlegen, wie verändern wir die aktuelle Schieflage in Deutschland? Und wenn Sie vielleicht darauf setzen, daß die AfD demnächst eine absolute Mehrheit der Wähler erringt, dann sage ich Ihnen: So alt werden wir beide nicht.

Dinge offen beim Namen nennen

Tatsächlich sieht es doch derzeit so aus: Die Konservativen in der längst zu den Grünen strebenden CDU werden intern wie extern beargwöhnt. Intern, weil sie im Ruch zu großer Nähe zur „rechtspopulistischen“ AfD stehen. Extern – aus der AfD –, weil sie immer noch in der „Altpartei“ CDU sind. Und dieses Dilemma wollen Sie mit Ihrer Veranstaltung überwinden?

Kelle: Nein, das können wir gar nicht. Wir sind nur einer von vielen Bausteinen, die zeigen, daß sich etwas bewegt. Ich könnte hier ein paar wunderbare Entwicklungen auflisten aus meiner eigenen Partei (der CDU), unter der ich seit Jahren leide wie ein Hund. Doch ich will den Leuten nicht schaden. Aber daß nach 18 Jahren Merkel-Vorsitz ein Friedrich Merz mit dem Versprechen einer anderen Politik bei einer Funktionärsversammlung wie dem Bundesparteitag, wo die meisten von der Politik und dem Erfolg der Union ihren Lebensunterhalt bestreiten, fast 49 Prozent der Stimmen bekommt, ist für mich kein Grund auszutreten, sondern noch mehr zu tun, um die Dinge offen beim Namen zu nennen.

Wie man hört, erwarten Sie auch den einen oder anderen prominenten Gast. Verraten Sie uns Namen?

Kelle: Gern. Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder wird sprechen und mit uns diskutieren, der prominente Rechtsanwalt und Publizist Joachim Steinhöfel ist dabei, der ehemalige Leiter der Gedenkstätte im früheren Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, der Unternehmer Peter Weber und Hedwig von Beverfoerde („Demo für Alle“). Und natürlich der unvergleichliche Dieter Stein.

————————

Die 4. Vollversammlung der wahren Schwarm­intelligenz findet am Samstag, dem 24. August, von 11 bis 18.30 Uhr in Berlin statt. Als gesonderte Veranstaltung wird es am Abend noch ein „Deutschland-Dinner“ mit 3-Gänge-Menü, Rednern und kulturellen Beiträgen geben. Am Sonntag schließt sich eine Podiumsdiskussion an. Wer sich noch einen der wenigen freien Plätze sichern möchte, kann sich per E-Mail anmelden: kelle@denken-erwuenscht.com

JF 34/19

„Er wurde am 20. April 1889 als Sohn armer österreichischer Eltern in Braunau am Inn geboren und hieß mit vollständigem Namen Napoleone Buonaparte. Der junge Napoleone war besessen von Ehrgeiz. Mit Menschen zu verfahren, irgendwie, war seine Leidenschaft. Er war Militär durch und durch und ungeheuer fleißig. Napoleone setzte in einer ringsum unfähigen und zerrissenen Welt seinen Aufstieg fort. Er wünschte Herrscher zu werden. Eine flugs veranstaltete ‘Volksbefragung‘ bestätigte dies ‘spontan‘. Er hatte vorzügliche Verwaltungsideen.

Daneben ließ er ehemalige Jakobinerfreunde deportieren und verschwinden, um sich von ihnen zu befreien. Um die Bourbonen zu erschrecken, ließ er den blutjungen Herzog von Enghien grundlos erschießen. Als er der aus Rußland zurückflutenden Armee vorausflüchtete, konnte er ungehindert durch Europa fahren. Alle erkannten ihn. Niemand krümmte ihm ein Haar. Als sich Europa von ihm befreit hatte, schickte man ihn zwar nach Elba, aber mit dem Titel Fürst und …… oh, Verzeihung! Jetzt merke ich, ich bin fälschlich in zwei ganz andere Kapitel geraten!“

Der Passus stammt aus Joachim Fernaus Deutschland, Deutschland über alles …, und das richtige Geburtsdatum Napoleon Bonapartes – ursprünglich und dem italienischen Idiom seiner Heimat Korsika gemäß: Napoleone Buonaparte – war der 15. August 1769. Das, was sich Fernau in seinem Bestseller erlaubt hat, setzte zweierlei voraus: Geschichtskenntnis eines breiteren Publikums und jene Bereitschaft zum Vergleich historischer Persönlichkeiten, die beim ersten Erscheinen seines Buches – 1952 – noch gängig war.

Fernau sieht die historischen Parallelen

Gängig, weil weder Napoleon noch Hitler aller Zeit entrückt schienen. Das ist heute anders. Napoleon wirkt wie die Figur einer fernen, seltsam kostümierten Vergangenheit, uns kaum näher als Ramses II. oder Alexander oder Cäsar. Hitler dagegen gilt als Inkarnation eines übergeschichtlichen Prinzips – des absoluten Bösen –, was jede öffentliche Beschäftigung mit ihm tunlichst voraussetzt.

Eugène Guillaume, Entwurf für ein Denkmal Napoleons als Gesetzgeber, 1860 Foto: Weißmann

Wenn man davon absieht, was hier geschieht, ergeben sich nicht nur die Parallelen, die Fernau zwischen Napoleon und Hitler zog: Beide hatten es mit einer Allianz zu tun, die auch einen ideologischen Krieg gegen sie führte, in dem sie wahlweise betonte, daß sie nur gegen den Führer oder gegen das ganze Verbrechervolk – hier der Franzosen, da der Deutschen – kämpfte; beide trieb die permanente Sorge vor dem Zusammenbruch der Heimatfront um; beide suchten Großbritannien eher zu gewinnen als zu besiegen; was keinem von beiden gelang. Beide sahen sich mit der Polnischen Frage konfrontiert, die sie eigentlich nicht interessierte; beide scheiterten an Rußland, mit dem sie für eine Zeit verbunden waren, das aber in der letzten Phase ihrer Herrschaft zum Hauptgegner wurde.

Beide scheiterten im russischen Winter und an dem Plan, dem Kontinent eine neue Ordnung aufzuzwingen; beide stachelten nicht nur den Haß eines Ancien Régime, sondern auch den der Völker gegen sich auf; beide zogen eine ungeheure Blutspur durch Europa – in den napoleonischen Kriegen starben etwa sechs Millionen Menschen – , und beide fielen letztlich den von ihnen selbst entfesselten Kräften zum Opfer. „Sein System aber reißt ihn immer weiter fort“, stellte Jacques Bainville im Hinblick auf Napoleon fest, der doch wie Hitler Mit- und Nachwelt als Mann galt, der kein Zögern kannte und einem Plan folgte, den er von langer Hand vorbereitet hatte.

Napoleons Bild wirkt heller

Aber zugegeben, in vielem sind die Parallelen, die Fernau festgestellt hat, augenfälliger: die Herkunft aus kleinen Verhältnissen, der brennende Ehrgeiz, der Aufstieg in einer revolutionären Epoche, die Entschlossenheit, sich „Alter Kämpfer“ zu entledigen, wenn das als notwendig erkannt wurde, die Entschlossenheit auch „nach rechts“ zu schlagen, die Menschenverachtung, das Geschick, wenn es darum ging, die nationale Phantasie zu entzünden und die Masse zu lenken, indem man ihr den Eindruck vermittelte, daß sie etwas zu sagen habe, die irritierende Unverwundbarkeit.

Bleibt also die Frage, warum das Bild Napoleons so viel heller wirkt als das Hitlers. Die Franzosen haben an seiner Größe bis heute keinen Zweifel; Napoleon ist nach wie vor ihr berühmtester Landsmann; selbstverständlich bringen die Verlage zum anstehenden Jubiläum alte und neue Biographien auf den Markt. Liegt das vielleicht daran, daß hier und im Fall Hitlers verschiedene Maßstäbe angelegt werden? Ein milderer im Fall Napoleons, ein strengerer im Fall Hitlers?

Napoleon (2): Thronsessel Napoleons aus dem alten Königsschloß des Louvre, 1804 Foto: Weißmann

Aber auch wenn man diese Möglichkeit nicht einfach bei Seite schiebt, bleibt ein entscheidender Differenzpunkt: Hitler war ein Ideologe, Napoleon war es nicht. Auf ihn geht sogar der negative Beigeschmack zurück, den der Begriff bis heute hat. Ideologen waren für Napoleon alle wirklichkeitsfremden Fanatiker, ganz gleich, ob es sich um seine jakobinischen Genossen von ehedem, unbelehrbare Jünger Rousseaus oder Konterrevolutionäre handelte. Die Bemerkung Stendals, daß Napoleon „veränderlich“ gewesen sei, erklärt sich vor allem aus diesem Affekt gegenüber jeder Weltanschauung, die blind für die Realität war. Daher rührte auch Napoleons Respekt vor der Geschichte, der bei einem Mann überraschend wirkt, der so entschlossen Altes zerschlug und Neues an seine Stelle setzte.

Hitler mied Vergleiche mit Napoleon

Aber Napoleon hat seine Außenpolitik auch in der Tradition Ludwigs XIV. gesehen, er begriff sein Kaisertum durchaus in der Nachfolge der Bourbonen und sicher zeigte sein Regime viel von jenem Aufgeklärten Absolutismus, zu dem es im Frankreich des 18. Jahrhunderts nicht gereicht hatte. Hier her gehörte das Bemühen um Anerkennung durch die konservativen Monarchien wie seine Hoffnung darauf, eine Dynastie zu gründen und einen Kompromiß mit dem Mächten Zentraleuropas zu finden.

Dagegen steht Hitler als derjenige, der glaubte, in einer Art von historischem Vakuum zu agieren, in dem alles zu tun erlaubt sei, und der auf die Vorstellung fixiert war, daß hinter den Kulissen Mächte wirkten, denen er nur entgegentreten konnte, wenn er sich von allem lossagte, was die überkommene Sittlichkeit und die geschichtliche Erfahrung lehrten. Darauf folgte nicht nur die Monstrosität seiner Entscheidung zur Vernichtung des Judentums, sondern auch die Bereitschaft, sein eigenes Volk zu Grunde gehen zu lassen.

Man muß Hegels Urteil über Napoleon als „Weltseele zu Pferde“ nicht teilen, um doch zuzugeben, daß in seinem Auftreten eine gewisse Notwendigkeit lag, so wie im Auftreten des Augustus oder Karls des Großen. Das erklärt etwas von dem Kult, der ausgerechnet in Deutschland um ihn getrieben wurde. Selbst in Stauffenbergs Kreis ging es noch um die Hoffnung auf einen „Gegen-Napoleon“, wohlwissend, daß Hitler nicht grundlos den Vergleich mit dem großen Korsen mied.

Ihr könnt euch den 1. August im Kalender anstreichen, denn es war der Tag an dem Trump die Rezession für die Weltwirtschaft auslöste. Ja, spätestens ab diesem Tag geht es nur noch steil bergab. Die Talfahrt war schon vorher in den letzten 12 Monaten mit Trump rücksichtslosen Auslandspolitik im Gange, aber jetzt hat sie sich beschleunigt, sieht nach freien Fall aus. Der gestrige Absturz des Dow-Jones Index um 800 Punkte ist der Indikator dafür. Die Party mit Rekordbörsenkurse ist vorbei.

Weboy