BAD GODESBERG. Nach dem Brand in einer Asylunterkunft in Bad Godesberg am Montag hat die Polizei zwei tatverdächtige Albaner festgenommen. Die beiden Männer sollen das Feuer aus Protest gegen die Ablehnung ihrer Asylanträge gelegt haben, berichtete der General Anzeiger.

Auf einer albanischen Facebook-Seite tauchte ein Video auf, das die Tat zeigen soll. „Wir kennen die Aufnahmen und prüfen sie derzeit“, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit. Laut General Anzeiger soll der kurze Film authentisch sein und die Brandstiftung zeigen.

Bei dem Brand waren sieben Personen leicht verletzt worden. Die Rettungskräfte evakuierten 150 Bewohner der Unterkunft. Insgesamt leben derzeit 251 Asylbewerber aus den Balkanstaaten, Nordafrika, Rußland und dem Irak in der Einrichtung. Die meisten sollen einen Duldungsstatus besitzen.

Im Juni 2016 hatte ein Asylbewerber aus Marokko in Düsseldorf eine Asylunterkunft in Brand gesteckt. Zuvor hatte es Streit über angeblich zu kleine Essensportionen während des islamischen Fastenmonats Ramadan gegeben. Zudem sei der mutmaßliche Rädelsführer verärgert darüber gewesen, daß er keinen Schokoladenpudding bekommen habe. Das Flüchtlingsheim brannte vollständig nieder. Der Schaden betrug zehn Millionen Euro. (ag)

Da soll noch einmal einer sagen, Politiker predigen Wasser, saufen aber selbst Wein. Weit gefehlt! In Zeiten des grassierenden Klimahypes ist man offenbar auch in Teilen der Bundesregierung zu der Erkenntnis gelangt, daß für den Endsieg über den Klimawandel kein Opfer zu groß und keine Entbehrung zu hart ist.

Während einige Ministerien nach wie vor in ihren Fuhrparks auf Dienstwägen mit rußenden Verbrennungsmotoren setzen, Behörden mit Kopiergeräten und Druckern die Umwelt mit Feinstaub verpesten und manche Minister nicht mal vor dem Klimakiller Flugzeug zurückschrecken, geht man im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) künftig völlig neue Wege.

Stolz verkündete die „Projektgruppe Klimaneutrales BMZ 2020“ Ende Juli hausintern über den großen Emailverteiler, daß man sich auf eine „neue klimafreundliche Bewirtungsrichtlinie“ verständigt habe. Demnach soll es künftig bei Veranstaltungen und Besprechungen nur noch Leitungswasser gaben, statt wie bisher Wasser aus Flaschen.

Schlimmer als VW

Die Klima-Task-Force des BMZ habe den jeweiligen CO2-Fußabdruck ermittelt, den sowohl Leitungswasser als auch Flaschenwasser hinterließen. Das Ergebnis: „Ein Liter Flaschenwasser verursacht ca. 211g CO2 mehr als ein Liter Leitungswasser! Das ist ungefähr doppelt so viel wie ein VW Golf pro Kilometer ausstößt!“

In den Dienstsitzen in Bonn und Berlin seien 2017 jeweils rund 5.000 Liter Mineralwasser vom Saaldienst bereitgestellt worden, also rund 10.000 Liter insgesamt. Das mache pro Jahr etwa 10.000 Flaschen, die abgefüllt und von Husum nach Bonn beziehungsweise Berlin transportiert werden müßten, heißt es in der Nachricht, die der JUNGEN FREIHEIT als klimafreundliche und ressourcenschonende Email vorliegt.

Hinzu komme, daß Einwegflaschen entsorgt und Mehrwegflaschen wieder zu Abfüllanlagen zurückgebracht werden müßten. „Damit verursachen wir jährlich ca. 2.000 kg CO2. Das ist ungefähr die Menge, die ein Mittelklassewagen während eines ganzen Jahres verursacht (bei durchschnittlicher Fahrleistung von ca. 15.000 km)“, bekennt sich das BMZ schuldig. Was liege also näher, als auf Leitungswasser umzusteigen?!

Per Karaffe zum Glück

Gesagt, getan. Damit der Wasserwechsel auch reibungslos über die Bühne gehen kann, hat das Projekt Klimaneutrales BMZ 2020 in Zusammenarbeit mit dem Inneren Dienst und dem Stab Protokoll mehrere Regelungen entworfen, die von der Hausleitung abgesegnet wurden. Demnach soll die Trinkwasserqualität in regelmäßigen Abständen geprüft werden.

Zudem werde „bei Besprechungen und Veranstaltungen mit externen Teilnehmern (inkl. Besuchergruppen) künftig ausschließlich frisches Leitungswasser bereitgestellt“, und zwar „in hochwertigen und leicht zu reinigenden Karaffen“. Bei so viel QVC-mäßiger Werbung erscheint es den Verfassern der Richtlinie allerdings notwendig, darauf hinzuweisen, daß die Gefäße „unbedingt im Verwendungsbereich der Besprechungs- und Veranstaltungsräume zu belassen“ seien.

Der Verantwortlichen sei bewußt, daß die Maßnahme nur „ein kleiner Schritt auf dem langen Weg zur Klimaneutralität des BMZ“ sei, aber bekanntlich führten auch kleine Schritte zum Ziel. Und was ist schon der Verzicht auf den Genuß prickelnd-frischen Wassers im Vergleich zum guten Gefühl, Teil der Weltenrettung zu sein.

Für hartgesottene Blubberjunckies bietet die neue Bewirtungsrichtlinie jedoch ein letztes Schlupfloch: „Abgefülltes Mineralwasser mit Kohlensäure kann für sehr hochrangige Veranstaltungen der Leitung angefordert werden.“

AUGSBURG. Die Juristin und Islamkritikerin Seyran Ates hat führenden Politikerinnen der Union vorgeworfen, den politischen Islam zu verharmlosen. Namentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nähmen die Gefahren durch Gruppen wie die Muslimbruderschaft nicht wahr, sagte sie im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen. „Ich sehe nicht, daß sie für die Dinge, für die ich mich einsetze, ein offenes Ohr haben.“

Zugleich monierte die Gründerin eines liberalen Moschee-Projektes den deutschen Selbshaß im Umgang mit anderen Kulturen. Sie warf der Achtundsechziger Generation vor, heute Verständnis für Islamisten zu haben. Es brauche „keine selbsternannten Ausländerfreunde“ und Haß auf Deutsche. „Ich kann nicht mehr hören, daß die islamische Identität von einigen gefeiert wird, die aber gleichzeitig die deutschen Identitären – natürlich zu Recht – verachten.“

Ates warnt vor falscher Toleranz

In dem Zusammenhang warf sie Linken und Grünen vor, sich nicht zu trauen, das Kopftuchtragen von Mädchen zu kritisieren. Diese Kleidervorschrift degradiere Frauen und Mädchen zu Sexobjekten, die Männer schon durch das Zeigen ihrer Haare lockten. „Diese Degradierung hat sich heute schon so weit fortentwickelt, daß bereits kleine Mädchen hauptsächlich als sexuelle Wesen gesehen werden. Also müssen auch sie bedeckt werden, damit Männer in der Öffentlichkeit nicht durch sie gereizt werden.“

Im Mai hatte Ates vor einer falschen Toleranz gegenüber moslemischen Bräuchen während des Fastenmonats gewarnt. Insbesondere in Schulen dürften die Sitten keinen Einfluß auf den Unterricht gewinnen. (ag)

HAMBURG. Nach der Vergewaltigung einer 24 Jahre alten Läuferin in Hamburg hat die Polizei Ermittlungen nach einem Serientäter eingeleitet. Weil die Frau dem Täter ein Stück Fleisch aus dem Finger gebissen hatte, fand die Polizei mit Hilfe eines DNS-Abgleichs heraus, daß derselbe Mann bereits Ende April versucht hatte, eine Seniorin zu vergewaltigen, sie zu vergewaltigen, berichtet das Hamburger Abendblatt am Dienstag.

Wie die Polizei mitteilte, war die junge Frau Sonnabend früh auf einem Radweg in Hamburg-Wilhelmsburg unterwegs. „Sie lief dabei an einem Mann vorbei, der sie im Anschluß unvermittelt von hinten attackierte und festhielt“, schilderten die Beamten. Der Mann zog sie demnach unter eine Unterführung und vergewaltigte sie dort.

Südländisches Aussehen und stark alkoholisiert

Die 24jährige wehrte sich jedoch stark und schrie um Hilfe. „Sie biß dem Täter in einen Finger und verletzte ihn dabei nicht unerheblich“, beschrieb die Polizei. Schließlich ließ der stark alkoholisierte Mann von ihr ab. Mehrere Passanten begleiteten die Frau dann zum nächsten Polizeirevier. Das Opfer beschrieb ihn als Südländer beziehungsweise Südosteuropäer.

Er soll rund 1,70 Meter groß gewesen sein und dunkle, gelockte Haare, dunkle Augen sowie eine markante Nase gehabt haben. Bekleidet gewesen war er den Angaben nach mit einer dunklen Hose und einem grauen Pullover. Mehrere überregionale Medien wie Welt und t-online.de haben in ihren Meldungen die von der Polizei genannte Täterbeschreibung ganz oder zum Teil verschwiegen.

Der gesuchte Mann steht dem Abendblatt zufolge im Verdacht, bereits Ende April eine Frau vergewaltigen versucht zu haben. Damals begrapschte er laut Polizei im nahegelegenen Wilhelmsburger Inselpark eine 78 Jahre alte Seniorin und stieß sie dabei zu Boden. Anschließend soll er versucht haben, sie zu mißbrauchen. Als die Frau sich wehrte, ließ er von ihr ab und flüchtete mit der Gürteltasche der Rentnerin. (ls)

GELSENKIRCHEN. Der Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hat mit seinen Äußerungen über Afrikaner eine heftige Debatte entfacht. Tönnies hatte beim „Tag des Handwerks“ gesagt, statt höhere Steuern gegen den Klimawandel zu erheben, sollte man lieber 20 Kernkraftwerke in Afrika finanzieren. „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“ Für diese Äußerung hat sich Tönnies inzwischen entschuldigt.

Dennoch hagelt es Kritik. „Die Aussagen sind nicht mehr im Rahmen des Tolerierbaren“, sagte der Geschäftsführer der Amadeu-Antonio-Stiftung, Timo Reinfrank, der Nachrichtenagentur dpa. Tönnies dürfe sein Amt als Aufsichtsratschef nur behalten, wenn er bereit sei, sich mit seinem „problematischen Weltbild“ auseinanderzusetzen, forderte Reinfrank. Die „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ beklagte ebenfalls die „höchst problematischen Aussagen“. Tönnies vermittele damit ein „kolonial-rassistisches Bild von Afrika“, sagte deren Vorstand Tahir Della.

Asamoah: „Das können wir nicht dulden“

Auch frühere Schalke-Spieler attackierten Tönnies, der seit 2001 Aufsichtsratschef ist und unter anderem den Millionen-Werbedeal mit dem russischen Energiezulieferer Gazprom eingefädelt hat. „Er beleidigt mich und alle anderen Betroffenen“, schrieb der frühere deutsche Nationalspieler Gerald Asamoah auf Facebook.

„Das können wir nicht dulden“, stellte der dreifache Familienvater mit ghanaischen Wurzeln klar, der während seiner Profi-Karriere zwischen 1999 und 2010 für den Verein spielte. Und dies, obwohl sich Tönnies nach seinen Angaben auch direkt bei ihm gemeldet und sich entschuldigt habe.

Zuvor war der ehemalige Spieler Hans Sarpei auf den Unternehmer losgegangen. „Die Aussagen von Clemens Tönnies zeigen ein Weltbild, daß an die Kolonialzeit erinnert“, kritisiert der schwarze Ex-Profi auf Facebook. Als Mitglied und Ex-Spieler wünsche er sich, „daß der Ehrenrat hier ganz klar Position bezieht und über Konsequenzen berät“.

Unterstützung von Stevens und Rehagel

Tönnies Anschauungen verglich er mit einem „Großwild-Jäger, der ausgestopfte Baby-Elephanten auf seinem Hof als Trophäen präsentiert, auf Arbeitszeitfirmen mit günstigen ausländischen Arbeitskräften setzt und Putin den Hof macht“. Sarpei: „Als Deutscher afrikanischer Herkunft widert mich diese Art von Verantwortung zutiefst an.“

Zur Seite sprang Tönnies hingegen die Schalker Trainer-Legende Huub Stevens. „Wer ihn kennt, wer seit langem mit ihm zusammenarbeitet, der weiß, daß Clemens die Menschen mag wie sie sind – völlig unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder Religion“, sagte der Niederländer, der mit dem FC Schalke 1997 den UEFA-Pokal gewann, der Westdeutschen Allgemeinen. Seine Entschuldigung nehme er ihm ab.

Der ehemalige Bundesligatrainer Otto Rehagel nannte Tönnies einen „stets ehrlichen und sehr sozial engagierten Menschen“. Tönnies sei einer „dem nur wichtig ist, wie sich ein Mensch verhält und nicht, woher er kommt“, sagte der 80jährige, der Griechenland 2004 als Trainer zum Europameistertitel geführt hatte.

Schalker Ehrenrat entscheidet

Auch aus der Politik erfährt Tönnies Unterstützung. Ihn zu einem Rassisten zu erklären sei „absoluter Quatsch“, sagte der frühere Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD). Ein solcher Vergleich verniedliche wirkliche Rassisten. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) schrieb auf Facebook: „Die ziemlich drastische Aussage von Clemens Tönnies war nicht nur zulässig, sondern vielleicht auch notwendig, um auf ein Riesendilemma der selbst ernannten Klimaaktivisten hinzuweisen.“

Denn in 80 Jahren müßten mehr als zwölf Milliarden Menschen „ernährt, untergebracht, beschäftigt“ werden, und deren Mobilitätsbedürfnisse würden „sicher nicht geringer sein als heute“. Wenn es nicht gelinge „das Bevölkerungswachstum in den Griff zu kriegen, können wir uns alle Überlegungen zum Erreichen der Weltklimaziele in die Haare schmieren“, stellte er klar.

Am Dienstag entscheidet der fünfköpfige Ehrenrat des Vereins über mögliche Sanktionen. Diese können von einer Rüge bis hin zu einem Vereinsausschluß reichen. Mit einer Entscheidung wird in den späten Abendstunden gerechnet. (tb)

 

BERLIN. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD) hat sich besorgt über den Zustand der Marine geäußert. „Kleiner als jetzt war die Marine noch nie. Auf dem Papier ist die Marine nie abgerüstet worden. Sie hatte und sollte immer 15 Fregatten haben. Wir sind im Moment weit davon entfernt“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Einsatzfähigkeit der deutschen Seestreitkräfte war vor dem Hintergrund der Anfrage der britischen Regierung nach einer Beteiligung am Einsatz in der Straße von Hormus diskutiert worden. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller betonte, die Marine sei „rein materiell“ für einen Einsatz im Persischen Golf bereit. Zugleich gab das Mitglied im Verteidigungsausschuß zu Bedenken: „Wir haben die kleinste Marine mit einer zu kleinen Anzahl an Schiffen gemessen an den Einsatzszenarien, für die wir angefragt werden.“

Deutschland lehnt Beteiligung an Einsatz im Persischen Golf ab

Voraussetzung für eine deutsche Beteiligung an einer Mission in der Region sei ein europäisches Mandat. „Sollte es zu einem gemeinsamen europäischen Handeln kommen, würde Deutschland sicherlich auch seinen Beitrag leisten – Grundvoraussetzung ist allerdings ein europäischer Schulterschluß in Form eines europäischen Mandats“, so Möller.

Ende Juni hatten die USA Deutschland um eine Beteiligung am Militäreinsatz im Persischen Golf gebeten. Ziel Washingtons und Großbritanniens ist es, die Handelsroute vor Angriffen zu sichern. Deutschland lehnte ein Engagement ab. (ag)

MÜNCHEN. Erneut ist ein jüdischer Rabbi das Ziel eines antisemitischen Angriffs geworden. Der 53 Jahre alte Geistliche war am Samstag in München mit seinen zwei 19 Jahre alten Söhnen auf dem Heimweg von einer Synagoge wie die Bild-Zeitung unter Verweis auf Recherchen des ARD-Magazins Report Mainz berichtete.

Alle drei waren durch ihre Kippot als Juden zu erkennen. Zunächst rief demnach ein Mann von der gegenüberliegenden Straßenseite „Scheiß Juden“, entfernte sich dann aber. Über die Herkunft des Täters ist noch nichts bekannt.

Täterin: Orientalische Frau

Eine als orientalisch beschriebene Frau, die vom Vorfall Notiz nahm, ließ daraufhin die Fensterscheibe ihres Autos herunter und rief in Richtung eines Sohns „Scheiß Jude“. Als der sie dann zur Rede stellen wollte, spuckte sie ihm durch das geöffnete Beifahrerfenster ins Gesicht. Laut Polizei ist das Kfz-Kennzeichen der Fahrerin bekannt.

Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle (CSU), sieht in dem Vorfall „eine neue Qualität“ antisemitischer Übergriffe. Es handele sich um einen „Angriff auf den gesamten Stadtfrieden“.

Am letzten Juli-Wochenende war es in Berlin und Potsdam zu antisemitischen Vorfällen gekommen. Nach dem Gottesdienst wurde im Berliner Stadtteil Wilmersdorf der Rabbi Yehuda Teichtal von zwei Männern auf arabisch und deutsch beschimpft und bespuckt. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Begleitung eines seiner Kinder. Laut dem Tagesspiegel sollen die Täter unter anderem „Jude, Jude“ und „Freiheit für Palästina“ gerufen haben.

Israelische Zeitung bebildert Vorfall mit Hakenkreuz

Am selben Wochenende wurde der jüdische Student Marvin F. am Potsdamer Hauptbahnhof als „Drecksjude“ beleidigt und bespuckt. Wie der stets Kippa tragende F.. der JUNGEN FREIHEIT berichtete, werde er mindestens einmal pro Woche judenfeindlich beleidigt.

Auch in Israel wurde über die Vorfälle berichtet. So verschweigt allerdings die englischsprachige Homepage der größten israelischen Zeitung Yedioth Acharonot, ynetnews.com, die Herkunft der Täter. Zudem bebilderte sie die entsprechende AP-Meldung mit einem Hakenkreuz. (tb)

STUTTGART. Der mutmaßliche Schwert-Mörder von Stuttgart ist bereits wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruch aufgefallen. Zwei Strafbefehle wurden deswegen gegen ihn erlassen. Der palästinensische Verdächtige aus Jordanien hatte in der Vergangenheit seine Freundin verprügelt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin, Jürgen Schiermeyer, der Nachrichtenagentur dpa.

Das Tatmotiv für den Mord sei möglicherweise eine Anzeige des 36 Jahre alten späteren Opfers wegen des Asylbetrugs des Verdächtigen. Das berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Freundeskreis des Ermordeten.

Der Bruder des Palästinensers habe zudem gegenüber Bild geäußert, sein älterer Bruder habe sich in der Türkei einen gefälschten syrischen Pass besorgt und sei 2015 nach Deutschland gekommen. In Brandenburg habe er eine Frau kennengelernt und nach islamischen Recht geheiratet, obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch mit einem anderen Mann verheiratet gewesen sei. Als er erfahren habe, daß sie von einem anderen schwanger sei, soll er sie verprügelt haben.

Verdächtiger kündigte Tat gegenüber Familie an

Seit vergangenem Sommer lebte der Verdächtige mit dem späteren Opfer in Stuttgart in einer Wohngemeinschaft. Nach wiederholtem Streit habe der palästinensische Asylbewerber im Mai diesen Jahres die Wohnung verlassen müssen. Telefonisch soll er gegenüber seiner Familie in Jordanien angekündigt haben, seinem ehemaligen Mitbewohner das Leben zur Hölle zu machen.

Am 31. Juli hatte der Tatverdächtige seinem Opfer aufgelauert. Er tötete den Mann auf offener Straße mit einem Schwert. (ag)

DAYTON. Nach dem Amoklauf von Dayton werden immer mehr Details über das linksextreme Weltbild des Attentäters bekannt. Der 24 Jahre alte Connor Betts war in den letzten Stunden vor seiner Tat laut einem Bericht des Nachrichtensenders CNN auf Twitter aktiv und teilte dort linksextreme Tweets, in denen auch zur Unterstützung der Antifa aufgerufen wurde.

Als Beispiel nennt der Sender unter anderem einen Tweet, in dem Betts Angehörige der US-Grenzschutzbehörde ICE als „Monster“ bezeichnete. Twitter hat den Account mittlerweile still gelegt. Zuerst hatte das Portal heavy.com über die linksextremen Äußerungen Betts auf Twitter berichtet. Demzufolge bekannte Betts auch seine Sympathie für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren, die US-Präsident Donald Trump wiederholt Rassismus vorgeworfen hatte.

Antifa gab Betts Waffen-Ratschläge

Laut Quilette-Journalist Andy Ngo, der vor wenigen Wochen in Portland Opfer einer Antifa-Schlägerbande wurde, erhielt der Attentäter auch für den Umgang mit Waffen Anleitung aus dem linksextremen Milieu. Die Antifa-Milizorganisation „Socialist Rifle Association“ interagierte demnach vergangenen Dezember mit dem späteren Schützen auf Twitter und klärte ihn unter anderem über Schnellfeuerkolben auf, die Präsident Trump per präsidentiellen Erlaß im selben Monat verboten hatte.

The Socialist Rifle Association, an antifa militia similar to the John Brown Gun Club that the Tacoma ICE firebomber belonged to, seemingly gave gun advice to the Ohio mass shooter back in December 2018. pic.twitter.com/aV8A3Qyjql

— Andy Ngo (@MrAndyNgo) August 5, 2019

Zudem wurde bekannt, daß Betts Mitglied einer Porngrind-Metalband war, die sich „Menstrual Munchies“ nennt. Sie spielten laut Informationen des Portals Buzzfeed unter anderem Lieder mit den Titeln: „Preteen Daughter Pu$$y Slaughter“ und „Cunt Stuffed With Medical Waste ­– Sexual Abuse Of A Teenage Corpse“.

Ursprünglich wurde Betts mit der Black-Metal-Antifa-Band „Neckbeard“ in Verbindung gebracht. Die stellte aber mittlerweile klar, daß Betts kein Mitglied war. Über die „Menstrual Munchies“ schrieb „Neckbeard Deathcamp“ auf Twitter: „Ich weiß nicht, ob ich die Typen von Menstrual Munchies als links bezeichnen würde. Aber Antifaschisten sind sie sicher.“ Auf Twitter bekannte sich Betts zudem zum Satanismus und versah zahlreiche Tweets mit dem Hashtag #HailSatan. In seinem Profiltext schrieb er: „Ich komme in die Hölle und von dort nicht mehr zurück.“ (tb)

CHEMNITZ. Die AfD hat die Entlassung des Mannschaftskapitäns vom Chemnitzer FC (CFC), Daniel Frahn, aus politischen Gründen scharf kritisiert. „Diese Maßnahme steht in keinem Verhältnis und ist rein politisch motiviert“, sagte der AfD-Landtagsabgeordnete Carsten Hütter der JUNGEN FREIHEIT.

Für Hütter, der ein Bürgerbüro in Chemnitz unterhält, ist der Vorgang ein Beleg für die zunehmende Politisierung des Profifußballs. „Der CFC soll sich nicht in die Politik einmischen, sondern sich um seine Finanzen und den Nachwuchs kümmern. Dafür wird er von seinen Fans und Anhängern unterstützt – und nicht dafür, Politik zu betreiben.“

Der CFC hatte den Vertrag mit seinem Kapitän am Montag mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Anlaß war das jüngste Auswärtsspiel der Chemnitzer beim Halleschen FC am vergangenen Sonnabend. Frahn, der derzeit verletzt ist, hatte seine Mannschaft aus dem Gästeblock heraus angefeuert. Hierbei soll er auch Kontakt zu Fans aus der rechten Ultra-Szene gehabt haben. Zu dieser zählt unter anderem die Vereinigung „Kaotic Chemnitz“, deren Führungspersonen mit einem Hausverbot von dem Verein belegt sind.

Kritik wegen T-Shirt

Die stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Romy Polster, distanzierte sich am Montag scharf von Frahn. „Mit Entsetzen haben wir erkennen müssen, daß sich unser – nunmehr ehemaliger – Mannschaftskapitän Daniel Frahn als großer Sympathisant der rechtsradikalen und menschenverachtenden Gruppierung ‘Kaotic Chemnitz’ herausgestellt hat und damit großen Schaden für den Verein anrichtete. Es gibt Null Toleranz für dieses Verhalten.“ Es herrsche daher vollste Übereinstimmung, daß für Frahn künftig kein Platz mehr beim Chemnitzer FC sei.

Hütter hingegen kritsiert die Entlassung als „völlig überzogen“ und warnt: „Wenn man sich sich jetzt im Stadion beim Nebenmann nach dessen politischer Gesinnung erkundigen muß, bevor man sich in die Kurve stellt, dann können wir den Fußball auch gleich beerdigen“.

Der 32jährige Spieler war erst vor wenigen Wochen zum Mannschaftskapitän ernannt worden. Er war allerdings bereits im März schon einmal in die Kritik geraten, als er sich den Vorwurf einhandelte, mit rechtem Gedankengut zu sympathisieren. Damals hatte er nach einem Tor gegen die VSG Altglienicke ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Support your local Hools“ (Unterstütze Deine örtlichen Hooligans) hochgehalten.

Bei dem Spiel hatte es auch Trauerbekundungen für einen verstorbenen Chemnitz-Fan gegeben, der zu den Gründern der früheren Hooligan-Gruppierung „HooNaRa“ (Hooligans Nazis Rassisten) gehörte. Frahn entschuldigte sich im Anschluß für die T-Shirt-Aktion und bedauerte, er habe nicht gewußt, daß das Shirt „so tief in der Neo-Nazi-Szene verankert“ sei.

Verein fordert Haltung

Der Verein gab ihm daraufhin noch eine Chance. Diese Entscheidung bedauerte die Vize-Chefin der Gesellschafterversammlung, Polster, am Montag. „Seine Reue damals war eine Farce. Er konnte und wollte die Verantwortung als Spieler und Mannschaftskapitän im Fußballclub nicht umsetzen, denn dazu gehört eines mehr, als nur Tore zu schießen und sich bejubeln zu lassen: Haltung.“

Bei den Fans kam die Entlassung Frahns hingegen weniger gut an. Auf Facebook äußerten zahlreiche Anhänger ihr Unverständnis für die Entscheidung. Frahn habe die Mannschaft beim Spiel gegen Halle im Gästeblock unterstützt. Dafür gebühre ihm Respekt.

Bei den Fans ist Frahn auch deshalb beliebt, weil er trotz des Abstiegs des Chemnitzer FC in der Saison 2017/18 in die Regionalliga Nordost seinen Vertrag demonstrativ verlängert hatte. Im April 2018 hatte der CFC Insolvenz beantragt. Durch den damit verbundenen Punktabzug war der Klassenerhalt in der 3. Liga nicht mehr möglich.

Nach dem Wiederaufstieg in die 3. Liga wurde er dann Anfang Juli zum Kapitän bestimmt. Frahn, der zeitweise als Mannschaftskapitän und Torschützenkönig den Aufstieg von RB Leipzig in die zweite Bundesliga begleitete, war im Januar 2016 vom Zweitligisten FC Heidenheim nach Chemnitz gewechselt. Er absolvierte 127 Spiele für den Verein und schoß 64 Tore.

Das laufende Insolvenzverfahren belastet seit Monaten das Verhältnis zwischen Vereinsführung und Fans. Letztere werfen dem Insolvenzverwalter, dem Düsseldorfer Rechtsanwalt Klaus Siemon, vor, den Verein systematisch zu Grunde zu richten. Dies zeigte sich auch beim Spiel gegen den Halleschen FC am Sonnabend, das nun der Anlaß für die Kündigung Frahns war.

Insolvenzverhalter schießt gegen AfD

Im Verlauf des Spiels wurde bekannt, daß im Zuge des Insolvenzverfahrens mehreren Mitarbeitern des CFC gekündigt worden war. Darauf stellten die mitgereisten Fans das Anfeuern weitgehend ein. Auf Facebook schrieben die „Ulras Chemnitz 99“: „Nachdem wir gestern in der 25. Spielminute davon erfahren haben, daß der ‘Chemnitzer FC-Fußballmörder’ Klaus Siemon den Mitarbeitern des Nachwuchsleistungszentrums und hauptamtlichen Mitarbeitern des Chemnitzer FC e.V. gekündigt hatte, war auch für uns klar: Einen laustarken Support kann es an diesem Spieltag nicht mehr geben.“ Mehrere Fans holten daraufhin ihre Fahnen ein und verließen zur Halbzeit das Stadion.

Auch für den AfD-Abgeordneten Hütter trägt die Entlassung Frahns die „die Handschrift Siemons“. Schließlich mache dieser „aus seiner politischen Gesinnung kein Geheimnis“. Auf Twitter warnt der Rechtsanwalt regelmäßig vor einem gesellschaftlichen Rechtsruck und der „Krake des Rechtsradikalismus“. Erst Anfang Juli rief er dazu auf, bei der Landtagswahl in Sachsen am 1. September die Direktkandidaten der CDU zu wählen, „damit die AfD möglichst wenig Sitze bekommt“. (krk)

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