In der aktuellen Nummer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat deren Herausgeber Berthold Kohler einen Leitartikel zum 80. Jahrestag des Kriegsbeginns geschrieben. Es geht ihm dabei um die Lehren, die seiner Meinung nach aus der Selbstzerfleischung der europäischen Völker zwischen 1939 und 1945 gezogen werden sollten. Kohler hält entsprechende Mahnungen für nötig, da die Demokratie und der Frieden wieder bedroht werden: durch „Chauvinismus“ und „Revisionismus“ und die Sehnsucht nach „starken Männern“. Trump wird ausdrücklich genannt, als einer, der zudem das öffentliche Klima vergifte, Putin nicht. Ansonsten fällt noch der Name Björn Höckes, dem Kohler allerdings zubilligt, daß „kein Hitler 2.0 mehr“ aus ihm werde, obwohl man bedenken sollte, daß „auch der Österreicher bescheiden anfing, als Postkartenmaler“.

Solche Polemik ist ebenso billig wie Kohlers Seitenhieb gegen den US-Präsidenten und das Schlußplädoyer für Europa als „Kontinent der Vernunft, der Mäßigung und des Ausgleichs“. Denn das, was Kohler vor Augen steht, hat mit einem „Ausgleich“ gar nichts zu tun, nichts mit Geben und Nehmen, nichts mit irgendeiner Art verträglichem Kompromiß. Es geht vielmehr um Vorleistungen, die eine europäische Nation zu erbringen, und Belastungen, die eine europäische Nation zu tragen hat: die deutsche.

Kohler unterschlägt wichtige Details

Das gilt selbstverständlich im Hinblick auf die deutsch-französischen Beziehungen, die Kohler als vorbildlich erwähnt, aber mehr noch für die deutsch-polnischen. Nehmen wir die Versöhnungspolitik, die Kohler im Zusammenhang mit dem Brief der polnischen Bischöfe vom November 1965 hervorhebt. Unterschlagen wird da schon, daß der erste Schritt von deutscher Seite ausgegangen war, in Gestalt der „Ostdenkschrift“ der EKD. Mit der hatte sich der protestantische Dachverband nicht nur für die faktische Anerkennung des Verlusts der ostdeutschen Provinzen ausgesprochen, sondern diesen Schritt auch noch mit dem Ausgang des Krieges als „Gottesgericht“ und der „deutschen Schuld“ begründet.

Erst nach diesem theopolitischen Bekenntnis ließ sich die polnische Seite zu der oft zitierten Erklärung herbei: „Wir gewähren Vergebung und erbitten Vergebung.“ Aber die folgte nach einer ausführlichen Darlegung des deutschen Sündenregisters, einem sehr knappen Hinweis auf die der Vertreibung und die Annexionen, verbunden mit der sybillinischen Formel, man „müsse die Geschichte als geschehen betrachten“. Das konnte unter den konkreten Umständen nur heißen, daß sich die Deutschen gefälligst mit dem Status quo, das heißt dem Verlust Ostpreußens, Hinterpommerns, Ostbrandenburgs und Schlesiens, abfinden sollten.

Erwähnt werden sollte auch, daß der Inhalt des Schreibens durch einen Hirtenbrief der polnischen Bischöfe vom 10. Februar 1966 faktisch widerrufen wurde. Denn auf Grund massiven Drucks – nicht nur des Staates, sondern auch der Bevölkerung – erklärte der Episkopat nun, daß, stelle man die Frage, ob das „polnische Volk einen Anlaß dazu hat, seine Nachbarn um Vergebung zu bitten? Ganz bestimmt – nein.“

Polen wähnte sich als Sieger

An dem Selbstbild, das dieser Haltung zu Grunde liegt, hat sich offenbar bis heute wenig geändert. Was man zwar als unerfreulich, aber doch als innerpolnische Angelegenheit betrachten könnte. Wäre da nicht die Neigung, dieses „Narrativ“ als Druckmittel zu nutzen und die Bereitschaft auf deutscher Seite, sich dem zu fügen. Das war einmal ganz anders.

Erinnert sei deshalb an einen Aufsatz in der FAZ vom 31. August 1982 über neue Quellenfunde in britischen Archiven, darunter Berichte des Geheimdienstes über die Stimmung in Polen kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die Regierung in London zeigte sich damals ausgesprochen beunruhigt durch die aggressive Grundhaltung ihres Verbündeten, der es ganz offensichtlich auf einen Krieg anlegte. Wie begründet die Sorge war, zeigten die Dokumente. So hatten die als Journalisten getarnten Agenten ein Interview mit einem General führen können, der während des Gesprächs einem Maler Modell saß. Das Bild stellte ihn zur Überraschung der Briten beim Einmarsch siegreicher polnischer Truppen durch das Brandenburger Tor dar!

Weiter hieß es in ihrem Protokoll:

„Die Polen glauben, daß in dem allgemeinen Krieg, der nach ihrer Ansicht einem deutschen Angriff gegen Polen folgen würde, Deutschland am Ende besiegt werden würde und daß die polnische Armee, wenn auch böse angeschlagen, dann aus den Pripjet-Sümpfen oder dem Urwald von Bialowiecza wieder hervorkommen und darangehen würde, sich eines Großpolens unter den durchaus gleichen Umständen wie 1919 zu bemächtigen. … Sie vertreten den Standpunkt, daß irgendeine Art von deutschem Zusammenbruch innerhalb eines Jahres nach dem Ausbruch eines allgemeinen Krieges eine sehr reale Möglichkeit sei; und wenn sie auch keinen Zweifel hegen, daß die Deutschen im Anfangsstadium außerordentlich gut kämpfen werden, sind sie zuversichtlich, daß der Ring halten und die Wirkung einer Blockade sich sehr viel eher bemerkbar machen wird als 1914-1918. … Jedenfalls schien es die allgemeine Auffassung zu sein, daß Ostpreußen von Polen annektiert werden müsse. Der stellvertretende Leiter der Abteilung Ost im Außenministerium ging tatsächlich so weit, klar zu sagen, daß dieses der polnische Plan sei. Er rechtfertigte ihn mit der Begründung, die Bevölkerung Ostpreußens sei im Abnehmen begriffen; daß vieles von dem Gebiet in Wirklichkeit sowieso polnisch sei, daß man jedenfalls Umsiedlungen vornehmen könne, und daß die Polen als junger und rasch wachsender Staat eine seiner Bedeutung angemessene Küstenlinie haben müsse.“

Niemand verlangt, daß die Allgemeinheit Kenntnis solcher historischen Details hat. Aber ein Blatt, das in Anspruch nimmt, für „kluge Köpfe“ zu schreiben, sollte dem Leser in bezug auf den deutsch-polnischen Konflikt wenigstens deutlich machen, daß der sich nicht allein aus Hitlers Kriegswillen oder dem Zusammenspiel zwischen dem Reich und der Sowjetunion erklären läßt.

Verschweigen der polischen Schreckensbilanz

In Berlin wie in Warschau war man auf einen darwinistischen Politikbegriff fixiert, hier wie dort hatte man es mit einer Diktatur zu tun: militaristisch, nationalistisch, antisemitisch und imperialistisch, und keineswegs ohne Sympathie füreiannder, was noch an der Bereitwilligkeit abzulesen war, mit der sich Polen im Frühjahr 1939 an Hitlers Aufteilung der Tschechoslowakei beteiligt hatte. Womit noch kein Wort verloren ist darüber, wie die polnische Rache für deutsche Untaten aussah, die Verbrechen an deutschen Soldaten und Zivilisten, die Errichtung von Lagern, die dem Vergleich mit KZs problemlos standhielten, der völkerrechtswidrigen Vertreibung Hunderttausender und der völkerrechtswidrigen Aneignung fremden Hoheitsgebiets.

Wer das alles wieder und wieder verschweigt oder als „Aufrechnung“ für moralisch indiskutabel erklärt, dem muß man entgegenhalten, daß eine „Lüge“ – die Kohler mit scharfen Worten geißelt – nicht erst beginnt, wenn man die Unwahrheit sagt. Sie beginnt schon, wenn man Tatsachen bewußt verschweigt.

Solches Verschweigen im Hinblick auf den polnischen Anteil an der Schreckensbilanz der 1940er Jahre ist längst zu Gewohnheit geworden und hat offenbar die Vorstellung stark gemacht, daß es ein polnisches Recht auf Undankbarkeit gebe. Wie anders sollte man sich sonst erklären, daß im Rahmen der gegenwärtigen Reparationsdebatte niemand darauf hinweist, daß das Land seine EU-Mitgliedschaft im wesentlichen der Initiative deutscher Kanzler und deutscher Bereitschaft verdankt, tief in die Gemeinschaftskasse zu greifen. Es bleibt offenbar zuletzt bei der zynischen Einschätzung, die ein polnischer Staatspräsident auf die Formel brachte, Deutschland habe in den vergangenen Jahrzehnten auf den Knien gelegen, das sei sehr nützlich gewesen, weshalb es dabei bleiben sollte.

Partnerschaft bedeutet Gleichrangigkeit

Ganz so weit wird man in den anderen europäischen Hauptstädten nicht gehen. Aber es gibt nach wie vor ein stillschweigendes Übereinkommen, daß die Raison d‘être der westlichen Wertegemeinschaft darin besteht, die Amerikaner drinnen, die Russen draußen und die Deutschen unten zu halten.

Das festzustellen, heißt keineswegs einer Wiederkehr der alten Feindbilder das Wort zu reden. Das festzustellen, heißt nur, ein Faktum zu benennen und denjenigen, die sich als unsere „Partner“ bezeichnen, klarzumachen, daß Partnerschaft, wenn überhaupt etwas, dann Gleichrangigkeit bedeutet. Der 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs sollte nicht dazu dienen, zu Moralisieren und die ewig gleichen, abgenutzten Floskeln zu wiederholen. Aber er wäre vielleicht eine gute Gelegenheit, endlich ein paar Wahrheiten ins Gesicht zu sehen, auch wenn das Gesicht sehr häßlich ist.

Für Martin Sellner dürfte die Woche eine emotionale Achterbahnfahrt gewesen sein. Eigentlich hatte sich der frischverheiratete Chef der österreichischen Identitären Bewegung gerade in die Flitterwochen nach Venedig verabschiedet. Kaum waren er und seine Frau Brittany Pettibone aber in Italien angekommen, erreichte sie die Botschaft, daß Sellners deutschsprachiger YouTube-Kanal gelöscht wurde. Er habe wiederholt gegen die Anti-Hate-Speech-Regeln des Unternehmens verstoßen, so die gewohnt schwammige Begründung der monopolistischen Video-Plattform. Statt sich endlich einmal voll und ganz seiner Frau widmen zu können, mußte Sellner juristisch gegen die YouTube-Willkür vorgehen.

Seine Gegner freuten sich derweil diebisch und waren sich nahezu allesamt sicher, daß das Vorgehen des übermächtigen Großkonzerns vollkommen rechtens war. Man konnte als freiheitlich gesinnter Mensch nur staunen, wie all jene, die privaten Unternehmen sonst via Quoten, Sprachregelungen und Antidiskriminierungsgesetzen die eigene Ideologie aufzwingen wollen, auf einmal auf das absolute Selbstbestimmungsrecht dieses Privatunternehmens pochten.

Einwanderung ist nicht gleich Einwanderung

Die Freude und die neuentdeckte Liebe zum freien Markt der linken Meinungsbeschneider war nur von kurzer Dauer. Auch das Hochgefühl all der Freizeitjuristen und Amateurdenker, sich einmal als Experte in Sachen Internetrecht wähnen zu können, hielt nicht länger als ein durchschnittliches Wahlversprechen von Horst Seehofer. Bereits am nächsten Tag war der Kanal des österreichischen Migrationskritikers wieder freigeschaltet.

Die Deutschen haben zum Thema Einwanderung weiterhin ein gespaltenes oder besser gesagt relativ pragmatisches Verhältnis. Dies zeigt eine aktuelle Bertelsmann-Studie. Wie all diese Studien ist sie natürlich mit Vorsicht zu genießen und vielseitig interpretierbar. Viele Medien wunderten sich darüber, daß eine Mehrheit der Deutschen einerseits sage, es gäbe zu viel Einwanderung nach Deutschland, andererseits aber die Wichtigkeit von Einwanderung für die deutsche Wirtschaft bejahe. Der gemeine deutsche Mainstream-Journalist, der die Fesseln des differenzierten Denkens schon vor Jahren abgestreift hat, findet so etwas schizophren. Dabei zeigt sich gerade in dieser „gespaltenen“ Haltung ein erfreulicher Realismus bei der Thematik.

Zum einen scheint den Bürgern bewußt zu sein, daß nicht alles, was gut für die Globalisten ist, auch gut für das Land ist. Zum anderen beweist die Umfrage, daß die meisten Deutschen eben nicht, wie von linken Medienschaffenden oft unterstellt, alle Ausländer über einen Kamm scheren. Selbst bei den von Meinungsmachern so verpönten PEGIDA-Demonstrationen wird man kaum jemanden finden, der ernsthaft behauptet, alle Einwanderer seien kriminell, faul und dumm.

Greta goes Amerika

Anders als viele Journalisten und Politiker sind die meisten Deutschen aber eben auch nicht so naiv, zu glauben, jeder Migrant, der nach Deutschland kommt, sei ein wissenschaftliches Genie mit goldenem Herzen, der allein vom Fleiß und seiner Liebe zu unseren Werten getrieben die weite Reise über das Mittelmeer auf sich genommen hat, um durch seine Arbeitskraft unser Renten- und Sozialsystem zu retten.

Greta Thunberg hat nach der epidemieartigen Verbreitung der Klimapanik und der allgemeinen Verblödung weiter Teile der europäischen Bevölkerung mit ihrer Ankunft in New York ihr nächstes großes Ziel erreicht. Kaum angekommen, bestätigte die 16jährige nochmal, daß sie sich während ihres Aufenthalts in den USA auf keinen Fall mit Donald Trump unterhalten werde. Es bringe nichts, diesen überzeugen zu wollen, wenn er nicht auf die Erkenntnisse der Wissenschaft hören wolle, so Thunberg.

Schon im Vorfeld hatte sie verlauten lassen, sie würde mit dem mächtigsten Mann der Welt „nicht ihre Zeit verschwenden“. Eine „Fridays for Future“-Demo gab es in der Stadt der flirrenden Leuchtreklamen auch. Allerdings fiel die deutlich kleiner aus, als Greta das aus Europa gewohnt ist. Wer es in New York schafft, der schafft es überall, heißt es. Wer es im Big Apple zu keinem großen Ruhm bringt, dem bleiben immer noch Konstanz, Heidelberg oder Erlangen.

Reaktion könnte trotzig ausfallen

Das prägendste Thema der Woche in Deutschland war aber natürlich das „drohende“ gute Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. Die etablierte Seite der Macht hat nochmal ihr ganzes Gewicht in die Waagschale gewuchtet, um zu verhindern, daß allzu viele Menschen am Sonntag die Alternative für Deutschland wählen. Vom Allparteienbündnis unter dem Motto „Wählt den Zusammenhalt“ bis hin zum Eisbären-Benuschler Herbert Grönemeyer hat so ziemlich jeder seine Stimme erhoben, um den Ossis zu sagen, wem sie am Sonntag ihre Stimme zu geben haben und vor allem, wem nicht. Auf so etwas reagieren Völker, die sich aus eigener Kraft aus einer Diktatur befreit haben, traditionell etwas allergisch. Manchmal sogar regelrecht trotzig.

TugendterrorMoralisches Fracking

On August 31, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Wenn ein Außerirdischer die Erde besuchte und man ihn fragte, was die wichtigsten Kultstätten der Erdlinge seien, er gäbe wohl zur Antwort: die Fußballstadien. Nirgendwo sind mit solcher Regelmäßigkeit so viele Menschen in einem dermaßen erregten Zustand versammelt wie in diesen modernen Amphitheatern. Wer dort hineinschaut, müßte also durch ein Vergrößerungsglas auf die Gesellschaft blicken.

Es ist nicht lange her, da war das Fußballstadion ein Ort von männlichem Kampf und diskriminierendem Triumph, umgeben von sich gegenseitig niederbrüllenden Fanblöcken. Auf dem Platz imitieren schließlich Männer das archaische Jagdrudel und kämpfen gegen ein anderes Rudel, während die Ränge den Ort der parteinehmenden Enthemmung und der Triebabfuhr bilden. Das Stadion gehörte zu den raren Klausuren, wo der von Verhaltensvorschriften und Tabus umstellte moderne Mensch noch die Freiheit genoß, sich danebenzubenehmen, zu fluchen, zu höhnen und dem Gegner unzivilisierte Beleidigungen zuzubrüllen.

In den vergangenen zehn bis zwanzig Jahren hat sich das grundlegend geändert. Das Fußballpublikum sank hernieder zum pädagogischen Betreuungsobjekt. Wie der „Tatort“, die „Tagesschau“ oder die abendliche Talkrunde ist die populärste aller Sportarten inzwischen Teil eines sozialen Erziehungsprogramms: „Antirassismus“-Kampagnen, Kampf „gegen Rechts“, Vielfaltsbekenntnisse von Nationalspielern, Umbenennung der Nationalmannschaft, „deeskalierende“ Kinder an der Seite der Spieler vor dem Match, und so fort. Auch der penetrante Versuch, den Frauenfußball als gleichwertig zu etablieren, gehört hierzu.

Keiner leistet sich mehr eine womöglich falsche Meinung

Entsprechend domestiziert und wesensvereinheitlicht wirken die Spieler. Keiner leistet sich mehr eine womöglich falsche Meinung. Vorbildliche Kickerstatements klingen wie jenes von Alexander Nübel, neuer Kapitän von Schalke 04, der die Äußerungen seines Vereinspräsidenten über die hohe afrikanische Reproduktionsfreudigkeit mit den Worten kommentierte: „Daß man das, was Herr Tönnies gesagt hat, nicht sagen, und auch nicht einmal denken darf, ist in meinen Augen unstrittig.“

Der Fußball steht hier nur als Pars pro toto. Die volkspädagogische moralische Erpressung dringt mit jedem Jahr weiter bis in die letzten Winkel der Gesellschaft. Bibliotheken werden gesäubert, Lehrpläne bis in die Mathe-Textaufgaben geschlechtergerecht und kultursensibel umgeschrieben, ständig steht irgendein Prominenter wegen eines falschen Wortes am Pranger, oder ein Unternehmen wird wegen einer angeblich sexistischen, rassistischen, am traditionellen Familienbild orientierten Werbung boykottiert.

Die Sprache wird „geschlechtergerecht“ verunziert. Auf korrekten Werbeplakaten lachen uns in permanenter Quotenübererfüllung Afrikaner*innen und Oriental*innen an; in Kino und TV verfolgen derweil Frauen Verbrecher (= Männer), kämpfen in historischen Kostümen mit Schwertern gegen böse Männer oder machen Erfindungen, die dann böse Männer als ihre eigenen ausgeben.

Tugendterror der Welt­klimakirche

Das ist aber alles Pillepalle neben dem Tugendterror, mit dem die grüne Welt­klimakirche ihr neues Reich absteckt. Der gewünschte Bürger der Zukunft ernährt sich vegetarisch, fliegt nicht, wohnt auf wärmeisoliertem und artgerecht minimiertem Raum, benutzt öffentliche Verkehrsmittel, zahlt gern direkte und indirekte Steuern, hat möglichst wenige Kinder und ist so tolerant, daß er die Erwähnung der Herkunft eines Vergewaltigers für schlimmer hält als die Vergewaltigung selbst (sofern es kein Weißer ist).

Eine Zivilisation wird verrückt gemacht. Wir erleben die Geburt einer neuen Weltreligion, mit Prophetin, Geistlichkeit, Moralkodex, Bußprozessionen, Absolutionsangeboten und ordensartigen Ablegern. Ganz vorn mit dabei sind protestantische Funktionäre, denn die suchen längst nach innerweltlicher Erlösung. Daß die grünen Pfaffen die größten Vielflieger sind, beweist eine gewisse kirchengeschichtliche Konstanz.

Auffällig ist freilich, daß nur der westliche weiße männliche Teil der Menschheit erzogen werden muß. Die Bevölkerungsexplosion und die Frauenfeindlichkeit in Afrika bleiben so unbeplärrt wie das alljährliche Tiergemetzel zum muslimischen Opferfest oder der Rassismus, Sexismus und Antisemitismus vieler Migranten, besonders an den Schulen, den Petrischalen der Zukunft. Es gibt dafür einen simplen Grund: Wo nichts zu holen ist, wird auch nicht moralisiert. Moralisches Fracking läuft so, daß unter hohem Druck Schuldgefühle in die Gesellschaften gepreßt werden, aus denen sich Geld herausspülen läßt.

Kulturmarxismus ist die Scharia der grünen Religion

Diese Moralkampagnen bedienen nicht nur ein religiöses Bedürfnis vieler Menschen im Westen, sie fungieren zugleich als Begleitpropaganda zum Umbau der Gesellschaft. Gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung erklärte Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und langjähriger IPCC-Mitarbeiter im November 2010 (es ist nicht so, daß wir nicht gewarnt worden wären): „Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um.“

Damit wäre die Dimension umrissen. Das Irritierende an diesem Prozeß ist, daß er ohne ein erkennbares Steuerungszentrum abläuft und sich dezentral in fast allen Soziotopen ausbreitet. Darin ähnelt er einem anderen global ausgreifenden missionarischen Glauben. Der Kulturmarxismus ist gewissermaßen die Scharia der grünen Religion. Es ist folgerichtig, daß der Rechtspopulismus konträr zu den beiden religiösen Totalitarismen steht. Die interessante Frage lautet: Wie werden beide künftig zueinander stehen?

JF 36/19

DWN Aktuell

On August 31, 2019, in Endzeit, by admin

Der starke Preisanstieg bei Platin in dieser Woche ist unter anderem auf eine Ankündigung Chinas zurückzuführen, das die schwächelnde Autoindustrie stützen will.

Der sich abzeichnende chaotische Austritt Großbritanniens aus der EU wird für die britischen Autohersteller höchstwahrscheinlich fatale Konsequenzen haben. Es ist möglich, dass die gesamte Branche innerhalb weniger Jahre verschwinden wird, sagen Beobachter.

Die deutschen Milchbauern beklagen eine Mentalität des „Immer billiger, immer mehr“, welche ihnen das Geschäft kaputt mache.

Die Manager des PSA-Konzerns entscheiden anhand einer betriebswirtschaftlichen Kennzahl, wie viele Opel-Mitarbeiter sie entlassen werden.

Die Austria Presse Agentur – kurz APA– ist das Nachrichtenportal, von dem die meisten Medien ihre Meldungen eins zu eins kopieren oder überwiegend abschreiben. Dürfen sie auch, denn sie bezahlen ja dafür. Leider kommt es dadurch auch vor, dass Fehler, die der APA passieren, übernommen werden, ohne dass vorher eine Überprüfung stattfindet, wie man das bei der Journalisten-Ausbildung eigentlich gelernt haben sollte.

Was ist eine „staatsfreundliche“ Verbindung?

Das jüngste Beispiel hat man gestern, Donnerstag, auf diversen Medienseiten gesehen, wo anlässlich der nicht stattfindenden Ermittlungen gegen HC Strache und Johann Gudenus wegen Vorteilsnahme von einer „staatsfreundlichen“ Verbindung geschrieben wurde. Diese verbale Panne beruht auf einer Aussendung der APA, die allerdings nicht von allen bemerkt wurde. In gleich zwei (!) Berichten auf kurier.at wird der Fehler gebracht. „Gewinner“ der Zeitungsente sind außerdem u.a. die Oberösterreichischen Nachrichten, oe24.at und der ORF. Die Krone und der Standard waren da jedenfalls schlauer.

Zweite Panne blieb unbemerkt

Doch allesamt fielen unser „normalen“, „unabhängigen“ und vollkommen „objektiven Medien“ auf eine andere Panne der APA herein, die bis heute anscheinend nicht bemerkt worden sein dürfe. Berichtet wurde vorgestern (28. August) über die Karfreitagsklage, die nun von Seiten der Arbeiterkammer ruhend gestellt wurde. Dabei wurde von einem Streitwert in der Höhe von 69 Euro berichtet. Tatsächlich allerdings ging es um 109,09 Euro plus Zinsen, die der Kläger einforderte. Eine klassische Falschmeldung, also „Fake-News“, die man so gerne alternativen Medien in die Schuhe schiebt. Keinem einzigen Medium ist das aufgefallen. Dabei hätten sie allesamt nur den Bericht von unzensuriert lesen müssen. Wir hatten bereits eine Woche vor Erscheinen des APA-Berichts einen entsprechenden Artikel veröffentlicht. Damals wurde das aber von keinem Medium wahrgenommen (von unseren Lesern zum Glück schon).

Der Beitrag Aktuelle „Fake News“ von der APA – und (fast) alle schreiben brav ab erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

Die Polizei hat jetzt eine Jugendbande ausgeforscht, die in der Salzburger Altstadt mindestens 15 Raubüberfälle oder Raubversuche verübt haben soll. Zwölf der 13 Jugendlichen sind in Untersuchungshaft. Die jüngsten Verdächtigen sind erst 15 Jahre alt.

„Buntes“ Österreich – Bande umfasste sechs Nationalitäten

Zwischen der heurigen Karwoche und Juni soll die Bande in der Salzburger Altstadt ihr Unwesen getrieben haben. Immer nachts beim Fortgehen an den Lokalmeilen sollen die Jugendlichen ihre Opfer überfallen, mit Messern bedroht oder verprügelt haben. Zwölf Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren soll die Gruppe umfasst haben, dazu noch ein 28-Jähriger. Die Tatverdächtigen sind Afghanen, Bosnier, Syrer, „Russen“, ein Türke und mehrere österreichische Staatsbürger.

Opfer meist auch Jugendliche oder junge Erwachsene

Die Überfallenen sind selbst meistens Jugendliche oder junge Erwachsene zwischen 17 und 21 Jahren. Sie wurden von der Räubern in einigen Fällen übel zugerichtet: So hat eines der Opfer einen doppelten Kieferbruch erlitten, auch bei anderen waren Operationen wegen der schweren Verletzungen notwendig. Erbeutet haben die Tatverdächtigen laut Polizei meist geringe Bargeld-Summen oder die Smartphones ihrer Opfer. Auf Grund von Hinweisen, Videos und Zeugenaussagen konnte die Polizei über den Sommer die 13 Verdächtigen ausforschen und festnehmen.

18-jähriger ging bei Verhör auf Polizisten los

Einer von ihnen – ein 18-Jähriger – wollte bei seinem Verhör bei der Kriminalpolizei sogar flüchten und hat dabei einen Polizisten verletzt. Er musste von mehreren Beamten niedergerungen werden. Zwölf der 13 Jugendlichen sitzen jetzt in Untersuchungshaft und warten auf ihren Prozess. Gegen sie laufen Ermittlungen wegen Raubüberfalls bzw. Überfallsversuchs, Einbruchs, Raufhandels, Widerstands gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung.

Der Beitrag Jugend-Räuberbande geschnappt – Beute gering, Opfer umso schwerer verletzt erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

Free WordPress Theme