Unter den Männern, die den verzweifelten Versuch unternahmen, Deutschland aus eigenem Vermögen von dem Tyrannen zu befreien, sticht der Name Henning von Tresckow hervor. Ähnlich wie er haben auch andere Offiziere, Beamte, Anwälte oder Gewerkschafter ihre Stellung dazu genutzt, das Schlimmste zu verhindern; kaum einer allerdings so konsequent und hartnäckig wie er. In den Kaltenbrunner-Berichten, die Hitler über Vorgeschichte und Verlauf des Attentats auf dem laufenden hielten, wird von Tresckow als der böse Geist des Unternehmens dargestellt, Joachim Fest hat ihn den neben Claus von Stauffenberg den bemerkenswertesten Akteur des militärischen Widerstandes genannt.

Alle, die Henning von Tresckow begegnet sind, berichten von einer auffälligen Harmonie zwischen Disziplin, Höflichkeit und Entschlossenheit. Er verband die Fähigkeit zu weitschauender Planung mit dem unbedingten Willen zur Tat. Unter den preußischen Tugenden standen ihm Wahrheitsliebe und Pflichterfüllung „bis zum letzten“ obenan, ohne sich darin freilich zu erschöpfen. Vom wahren Preußentum sei der Begriff der Freiheit nicht zu trennen, gab er seinen Söhnen aus Anlaß ihrer Konfirmation mit auf den Weg, es bestehe aus einer Synthese von Bindung und Freiheit, Stolz auf das Eigene und Verständnis für Anderes, Härte und Mitleid. So hat er seinen preußischen Traum formuliert – nur wenige Jahre, bevor dieser Traum unter den Trümmern der Niederlage verschwand und der Staat von der Landkarte getilgt wurde.

Kunst des nachgeholten Widerstands

Als Stabschef der Heeresgruppe Mitte, die den Hauptstoß gegen Moskau führen sollte, erfuhr er zu seinem Schrecken, wie sich ein Feldzug, der von beiden Seiten als Vernichtungskrieg geführt wurde, vom herkömmlichen Kriegs- und Kampfgeschehen unterschied. Daß er auf diese Erlebnisse nicht so reagierte, wie es unter den Bedingungen einer wohlgeordneten Demokratie zu erwarten gewesen wäre, wird ihm von den progressiven Tugendwächtern, die unter den deutschen Historikern obenauf sind, zum Vorwurf gemacht.

Über die Akten gebeugt, beurteilen sie eine ihnen fremd gewordene Vergangenheit nach den Maßstäben der Gegenwart; und sind irritiert, wenn die eine zu der anderen nicht paßt. Um selbst etwas größer dazustehen, versuchen sie sich in der Kunst des nachgeholten Widerstandes und senken den Daumen. Vorbilder sind anstrengend und deshalb nicht erwünscht. Am Wesentlichen sehen sie konsequent vorbei.

Von den tausend Zweifeln, Vorbehalten und Hindernissen, unter denen die Eidesbindung zwar nicht das einzige, für einen Soldaten aber doch gewichtigste war, wollen die Anhänger des linken Schemas nichts mehr hören. Daß man als Angehöriger der Wehrmacht, zumal in führender Stellung, den Sieg der deutschen Waffen gleichzeitig hoffen und fürchten konnte, finden sie unverständlich, ja verdächtig.

„Um jeden Preis“

Nachdem er seit der Ermordung Ernst Röhms eine innere Distanz zur politischen Führung der NSDAP aufgebaut hatte, avancierte Henning von Tresckow ab Herbst 1941 zu einem der maßgeblichen Akteure im militärischen Widerstand. Mehrmals unterstützte er Versuche, Hitler zu beseitigen – vergeblich. Stauffenbergs Frage, ob nach der Landung der Alliierten ein Umsturzversuch denn noch sinnvoll sei, wies er brüsk zurück: Das Attentat, ließ er bestellen, müsse erfolgen, „coûte que coûte“ (um jeden Preis). Sollte es nicht gelingen, so muß trotzdem gehandelt werden.

Denn es kommt nicht mehr auf den praktischen Zweck an, sondern darauf, daß die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf gewagt hat. Alles andere ist daneben gleichgültig.“
Unglücklich das Volk, das Helden nötig hat, wird ein bekannter Dichter gern zitiert. Unglücklicher ein Volk, wäre zu ergänzen, das Helden nötig hatte, aber nichts mehr von ihnen wissen will.

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Dr. Konrad Adam, Jahrgang 1942, war Feuilletonredakteur der FAZ und Chefkorrespondent der Welt. Adam gründete die Alternative für Deutschland mit und war bis Juli 2015 einer von drei Bundessprechern.

JF-Sonderheft – Patrioten gegen Hitler

20. JuliPatriotische Vorbilder

On July 20, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Unverändert ist es ein sperriges Datum im Jahreslauf des historischen Gedenkens: irritierend, faszinierend, empörend. Am 20. Juli 1944 vollzog sich der aussichtsreichste Versuch, das NS-Regime zu beseitigen, als nahe dem ostpreußischen Rastenburg Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg eine Aktentasche mit Sprengstoff im Führerhauptquartier Wolfsschanze detonieren ließ und Hitler beinahe tötete. Die Mitverschwörer ahnten die Möglichkeit des Scheiterns, doch wie Stauffenbergs engster Mitstreiter, Generalmajor Henning von Tresckow, feststellte, mußte die Tat um jeden Preis erfolgen, damit „die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf gewagt“ habe.

Die Verschwörer ahnten, daß ihnen später Verachtung entgegenschlagen würde. Hitler versuchte danach, das großräumige Netz, das der Widerstand insbesondere in der Wehrmacht quer durch Europa geknüpft hatte, als „ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich unvernünftiger, verbrecherisch-dummer Offiziere“ herabzuwürdigen. Er reichte damit nachgeborenen Historikern die Hand, die heute daran arbeiten, die Bedeutung des Widerstandes zu bagatellisieren und die Motive der Akteure in Zweifel zu ziehen.

Die Verschwörer wollten Deutschland vor dem Untergang bewahren

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Jens Jessen, Enkel eines in Plötzensee hingerichteten Widerstandskämpfers des 20. Juli, urteilte in der Zeit in bezug auf diese abfällige Stauffenberg-Rezeption treffend, ihre Tendenz bestünde darin, die Schuld „auf alle damals lebenden (…) gleichermaßen zu verteilen“. Es gebe nach Hannah Arendt einen heimlichen Wunsch der Deutschen nach „Egalität in der Schuld“. Deshalb dürfe es solche Helden nicht gegeben haben.

Genauso hartnäckig, wie den Verfechtern einer Kollektivschuldidee die Männer des 20. Juli ein Dorn im Auge sind, findet sich bis heute feindselige Ablehnung auf der extremen Rechten, die von einer sentimentalen Fixierung auf das Dritte Reich nicht lassen kann. Daß tapfere und verdiente Offiziere von den Verbrechen des NS-Staates schockiert und daraufhin zum Äußersten entschlossen waren, widerspricht der Vorstellung, erst alliierte Umerziehung habe Verbrechen bis hin zum Massenmord an Juden erfunden oder aufgebauscht, um den Deutschen moralisch das Rückgrat zu brechen.

Mit den ethisch handelnden preußisch-deutschen Offizieren Ludwig Beck, Stauffenberg, Tresckow, aber auch Politikern wie Carl Friedrich Goerdeler, Julius Leber, treten uns Charaktere entgegen, denen wir ehrendes Andenken schulden und die es verdienen, nachwachsenden Generationen als Vorbilder, ja Helden empfohlen zu werden. Sie setzten ihr Leben nicht nur ein, um ein verbrecherisches Regime abzulösen, sondern auch, um Deutschland vor dem Untergang zu bewahren. Ihr Patriotismus scheint vielen heute fremd zu sein.

JF 29/19



Das internationale Söldnertum ist das Ergebnis des Zerfalls von Nationalstaaten. Betroffen sind Länder wie Syrien oder der Irak. Auch in Syrien setzen verschiedene Länder bezahlte Freiwillige ein.

BMW erhöht Druck auf Zulieferer massiv

On July 20, 2019, in Endzeit, by admin

BMW erhöht den Druck auf seine Zulieferer. Der Münchener Autobauer fordert in Zukunft noch mehr „perfekte Leistung“.

Baden-Württemberg hat den “schlechtesten Bahnanbieter Großbritanniens” – die Firma Go-Ahead – engagiert. Nun muss das Land Steuergeld zuschießen, um angesichts von Zugausfällen, Unpünktlichkeit und technischem sowie personellem Versagen noch das Schlimmste zu verhindern.

Die im Seehandel tätigen Unternehmen müssen bald deutlich strengere Vorschriften für den Schwefelanteil im Schiffsdiesel befolgen. Die entstehenden Kosten dürften auf die Konsumenten umgelegt werden.

In Russland gab es innerhalb einer Woche zwei Störfälle an zwei verschiedenen Atomkraftwerken, wobei Reaktoren abgeschaltet wurden.

Die gerechte Strafe ereilt nun drei islamistische Touristinnen-Mörder in Marokko. Drei marokkanische Anhänger des Islamischen Staates (IS), die zwei skandinavische Touristinnen Mitte Dezember 2018 grausam ermordet hatten, wurden jetzt mit der gerichtlichen Höchststrafe bedacht. Die Bluttat an den beiden jungen Frauen aus Norwegen und Dänemark fand Ende 2018 im Nationalpark Toubkal unweit von Marrakesch statt. Die beiden Frauen wurden in ihrem Zelt überfallen und anschließend geköpft.

Insgesamt waren 24 Verdächtige aus den Reihen der IS vor Gericht angeklagt. Den Verdächtigen wurde vorsätzlicher Mord, illegaler Waffenbesitz und die Gründung einer islamistischen Terrorgruppe zur Last gelegt. Die übrigen Angeklagten erhielten Freiheitsstrafen zwischen fünf und 30 Jahren. Ausschlaggebend war das Geständnis eines Mörders für das Gelingen des Strafgerichtsverfahren.

Wird Todesstrafe auch tatsächlich vollstreckt?

In den letzten Jahren wurde die Todesstrafe in Marokko zwar verhängt aber nicht tatsächlich vollstreckt. Die verurteilten Schwerverbrecher verblieben einfach lebenslang in ihren Gefängniszellen. Aus Abschreckungsgründen könnte das Tourismusland Marokko diesmal allerdings eine Hinrichtung der drei Verbrecher auch vollstrecken. Denn durch den Zustrom illegaler Migranten aus anderen islamischen Staaten ist die Sympathisantenzahl des IS hier sehr hoch.

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Anlässlich des 65. Geburtstags der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel kann man im Hinblick auf die von ihr seit eineinhalb Jahrzehnten gelebten Willkommenskultur eines behaupten: Sie hat ganze Arbeit geleistet. Das belegen die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Bezug auf die Anzahl der Asylanten in Deutschland.

Das dort geführte sogenannte Ausländerzentralregister (AZR) weist nicht weniger als 1,8 Millionen Asylanten, die sich derzeit in Deutschland aufhalten aus.  Im AZR sind alle Personen in einem laufenden oder schon rechtskräftig abgeschlossenen Asylverfahren, darunter abgelehnte oder nach Ablauf ihres Schutzstatus ausreisepflichtige Migranten registriert.

192.000 ausreisepflichtige Asylwerber in Deutschland

Von den 1,8 Millionen registrierten Zuwanderern sind nicht weniger als 1,3 Millionen bereits als Asylanten in Deutschland anerkannt. Bei 192.000 Personen handelt es sich um ausreisepflichtige Asylwerber. Allerdings hat davon die große Mehrheit von 81 Prozent den Rechtsstatus der Duldung, d.h. dass die Abschiebung ausgesetzt ist.

Aktuell drängen über die Balkanroute weitere zehntausende illegale Migranten nach, deren Ziel Mitteleuropa, d.h. Österreich oder Deutschland ist. Gehen auf dem Balkan wieder die Schleusen auf, dann könnte die Anzahl der Asylanten in Deutschland bald über zwei Millionen Personen anschwellen.

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Keine guten Nachrichten für die oppositionellen Demokraten in den USA. Das vom demokratischen US-Abgeordneten Al Green mit einem Antrag initiierte Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump ist krachend gescheitert. Lediglich 95 Mitglieder des US-Repräsentantenhauses unterstützten das Trump-Impeachment mit ihrer Stimme, 332 Abgeordnete stimmten dagegen.

Neben der geschlossenen Fraktion der Republikaner stimmte auch die Mehrheit der eigenen demokratischen Fraktion gegen Al Greens Antrag. Green hatte seinen Antrag mit den deutlichen Worten Trumps in Sachen illegale Einwanderung begründet. Das passte wohl auch vielen US-Demokraten nicht.

Trump geißelte erneut linke US-Demokratinnen

Wie schon zuvor, geißelte Trump erneut die medialen und öffentlichen Auftritte jener vier linken US-Demokratinnen, die als Nachfahren von Zuwanderern, Stimmung gegen die konsequente Migrationspolitik des US-Staatsoberhaupt machten. Durch das deutliche Scheitern des Impeachment-Antrags ist auch die Linie des linken Flügels der US-Demokraten in der gesamten Zuwanderungspolitik nachhaltig geschwächt.

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