MÜLHEIM. Erneut haben in Mülheim an der Ruhr ausländische Kinder und Jugendliche ein Sexualdelikt begangen. Wie erst jetzt bekannt wurde, sollen vier Syrer im Alter von elf bis 17 Jahren und ein 16jähriger Libanese am Sonntag abend ein einheimisches Mädchen sexuell belästigt haben, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Duisburg.

An einer Bushaltestelle umringten die Verdächtigen demnach die 15jährige Deutsche, bedrängten und begrapschten ihr Opfer. Erst als Zeugen der Jugendlichen zur Hilfe eilten, flüchteten die Täter.

Polizei ermittelt gegen vier Verdächtige

Mit Hilfe eines Zeugen habe die Polizei die jungen Ausländer finden und festnehmen können. Nach der Vernehmung seien alle auf freien Fuß gesetzt worden. Bis auf einen elf Jahre alten Syrer werde gegen die anderen Jugendlichen ermittelt.

Die Stadt im Ruhrgebiet war wegen einer Gruppenvergewaltigung, für die fünf bulgarische Kinder und Jugendliche verantwortlich sein sollen, in den vergangenen Tagen in die Schlagzeilen geraten. Der Vorfall hat eine Debatte über die Senkung des Alters für Strafmündigkeit ausgelöst. (ag)

HAMBURG. Das Hamburger Amtsgericht hat einen 36 Jahre alten Randalierer der G20-Ausschreitungen zu vier Jahren Haft verurteilt. Es ist die bislang höchste Strafe, die im Zusammenhang mit den Krawallen gegen den G20-Gipfel verhängt wurde, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, daß der Mann am 7. Juli 2017 beim linksextremen Szenetreff „Rote Flora“ mit Flaschen auf Polizisten geworfen hatte, um diese zu verletzen. Zudem habe er weitere Personen aufgefordert, sich an den Ausschreitungen zu beteiligen. Daher sei er für die „Gewaltexzesse mit verantwortlich“, urteilte das Gericht.

1.500 Randalierer verletzte rund 500 Polizisten

Das Urteil fiel auch deshalb so hoch aus, weil der Angeklagte bereits in der Vergangenheit eine Körperverletzung begangen hatte, die aber nicht im Zusammenhang mit den Prosteten gegen den G20-Gipfel in Hamburg stand. So war er bereits schuldiggesprochen worden, einen behinderten Mann mit Tritten und Schlägen schwer verletzt zu haben.

Während des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli 2017 war es in der Hansestadt zu linksextremen Ausschreitungen gekommen. Einsatzkräfte wurden von rund 1.500 linken Randalierern mit Steinen und Flaschen beworfen. Zudem wurden Polizisten mit Zwillen beschossen. Etwa 500 Linksextremisten plünderten einen Supermarkt und setzten ihn anschließend in Brand. Insgesamt wurden fast 500 Polizisten verletzt, 186 Personen wurden festgenommen. (krk)

Die mutmaßliche Vergewaltigung einer jungen Frau auf Mallorca durch mehrere Urlauber aus Frankfurt am Main verbreitete sich in deutschen Medien wie ein Lauffeuer: „Gruppenvergewaltigung: Zwei tatverdächtige Deutsche auf Mallorca in U-Haft“, „Vergewaltigungsvorwürfe gegen deutsche Urlauber“, „Gruppenvergewaltigung – Deutsche beschuldigt“, lauteten die Schlagzeilen der Zeitungen und Nachrichtenportale.

Bei der Betonung der deutschen Staatsbürgerschaft der verdächtigten Gruppenvergewaltiger fiel zu Beginn der Berichterstattung allerdings weitgehen unter den Tisch, daß diese allesamt türkischer Herkunft sind. Während dieses kleine Detail von spanischen Medien klar benannt wurde, verzichtete der Großteil der deutschen Journalisten, ihre Leser darüber zu informieren.

Deutscher Paß verdeckt ausländischstämmigen Hintergrund

Für die AfD ist der Fall ein weiterer Beleg, daß es längst nicht mehr ausreicht, in Kriminalstatistiken oder Pressemeldungen lediglich zwischen deutschen und ausländischen Tatverdächtigen zu unterscheiden. „Früher waren Gruppenvergewaltigungen in Deutschland nahezu unbekannt. Heute sind sie fast an der Tagesordnung. Die bekannt gewordenen Fälle lassen vermuten: Die Ausbreitung dieses abscheulichen Verbrechens hat mit dem soziokulturellen Hintergrund bestimmter Migranten zu tun. Dieser Hintergrund lässt sich durch einen deutschen Paß nicht korrigieren, sehr wohl aber verdecken“, beklagt der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hess gegenüber der JUNGEN FREIHEIT.

Für den früheren Hauptkommissar steht dabei fest: „Um sexuelle Gewalt effektiv zu bekämpfen, müssen wir ihre wahre Ursache kennen. Dazu ist es dringend nötig, den Migrationshintergrund von Straftätern in die Polizeiliche Kriminalstatistik aufzunehmen.“

Hess kritisiert seit längerem, daß die höhere Kriminalitätsrate von Flüchtlingen und Einwanderern in der Kriminalstatistik nicht angemessen abgebildet wird. Durch Einbürgerungen werde dieser Umstand noch verschlimmert. Die regierenden Parteien hätten über Jahrzehnte das Staatsangehörigkeitsrecht aufgeweicht und viel zu großzügig die deutsche Nationalität an Einwanderer vergeben.

„Ausländer machten vergangenes Jahr 38,5 Prozent der Tatverdächtigen bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung aus – bei einem Bevölkerungsanteil von 13,1 Prozent. Nur wenn wir den Anteil von Migranten an den deutschen Tatverdächtigen kennen, wissen wir, wie sehr die verheerende Migrationspolitik tatsächlich die Sicherheit der Frauen beeinträchtigt“, warnt der AfD-Innenexperte.

Innenministerium fürchtet stigmatisierenden Eindruck

Ursprünglich hatte die Konferenz der Innenminister von Bund und Ländern 2007 vereinbart, daß die Polizei neben der Staatsangehörigkeit auch die Herkunft von Straftätern aufnimmt. Dies sei notwendig, um das Phänomen der Kriminalität von Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund „aufzuhellen“, hieß es in einem Beschluß zur Konferenz. So weisen beispielsweise junge Männer arabischer und türkischer, aber auch russischer Herkunft statistisch eine erhöhte Gewaltbereitschaft auf.

Doch auch mehr als zehn Jahre danach ist der Beschluß immer noch nicht umgesetzt – und wird es wohl auch in absehbarer Zeit nicht werden. Gegenüber dem stellvertretenden AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Leif-Erik Holm, begründete die Bundesregierung den Umstand im vergangenen Jahr damit, dies wäre nur mit „unverhältnismäßig hohem Aufwand“ möglich.

„Zudem“, zeigte sich das Bundesinnenministerium besorgt, „könnte die Erfassung des Migrationshintergrundes in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) einen stigmatisierenden Eindruck erwecken“.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Das dachte sich offensichtlich auch eine Bahnreisende, die am Sonntag von der Bombenentschärfung in Frankfurt am Main betroffen war. Der Zugführer informierte die Passagiere demnach mit folgender Durchsage über die zwischenzeitliche Verspätung: „Liebe Fährgäste, unser Zug hat wegen der Entschärfung einer Bombe, die die Westalliierten auf die unschuldige Bevölkerung Frankfurts abgeworfen haben, zur Zeit 45 Minuten Verspätung.“

Auf die Nachfrage der Kundin via Facebook, ob es im Sinne der Bahn sei, daß Mitarbeiter „politische Statements“ verbreiteten, reagierte sie umgehend. Neben der obligatorischen Entschuldigung kam die reflexhafte Erklärung: „Kulturelle Vielfalt, Offenheit, Toleranz und Respekt sind Grundwerte der Deutschen Bahn. Rassistische und fremdenfeindliche Äußerungen widersprechen diesen Unternehmenswerten.“ Dem Vorfall werde auch intern nachgegangen.

Der Beitrag der empörten Bahnkundin löste eine hitzige Diskussion in den sozialen Medien mit hunderten Kommentaren aus. Ein Nutzer meinte lapidar, da der Zugführer keine rassistischen oder fremdenfeindlichen Äußerungen von sich gegeben habe, müsse er ja keine Konsequenzen durch den Arbeitgeber fürchten.

„Das sind Nazis, die so etwas sagen“

Im Gespräch mit dem Stern legte Bahnkundin Julietta Fix nach und schilderte erneut die Situation. „Ich saß in einem Großraumwagen – und keiner hat sich gerührt. Jeder ist vor sich hingedümpelt und ich habe mich innerlich immer mehr aufgeregt.“ Außerdem habe ihr kein Zugbegleiter Auskunft darüber gegeben, wer für die Durchsage verantwortlich sei.

Schockierenderweise sollen auch Kinder und Jugendliche die Durchsage mitgehört haben. „Das geht doch nicht.“ Daher betonte sie, wie verwerflich die Wortwahl des Bahnbediensteten in ihren Augen sei. Schon die Wortwahl „Westalliierte“ und „unschuldige Bevölkerung“ könne die Deutsche Bahn nicht durchgehen lassen. Daher steht ihr Urteil über den Urheber der Durchsage auch fest. „Das sind Nazis, meiner Ansicht nach, die so etwas sagen.“ (ag)

LÜNEN. Eine Hochzeitsgesellschaft hat am Sonntag abend Rettungskräfte im westfälischen Lünen behindert, als diese sich um ein achtjähriges Unfallopfer kümmerten. Der Junge gehörte selbst zu der laut Zeugenaussagen deutsch-türkischen Hochzeitsgesellschaft, teilte die Polizei mit.

Das Kind hielt sich demnach am späten Abend auf der Fahrbahn auf, als es von einem Wagen erfaßt wurde. Während der Versorgung durch den Rettungsdienst umringten rund 100 Teilnehmer der Feier das Unfallopfer und die unter Schock stehende Mutter. „Gäste der Feier behinderten zudem den Rettungsdienst so massiv, daß auch die Versorgung des verletzten Kindes nicht sofort möglich war.“

Polizei muß wiederholt einschreiten

Die eintreffenden Polizisten drängten einzelne Personen ab und sprachen Platzverweise aus. Danach konnten die Sanitäter Mutter und Kind weiter versorgen und sie ins Krankenhaus bringen.

In den vergangenen Wochen war es wiederholt zu Polizeieinsätzen im Zusammenhang mit türkisch-arabischen Hochzeitsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen gekommen. Dabei hatten Teilnehmer der Feste Straßen blockiert, Rauchbomben gezündet oder mit Schreckschußwaffen in die Luft gefeuert. (ag)

In eigener SacheEis Eis Baby

On July 9, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Der Juni war heiß. Laut Berichten sogar der heißeste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Hitzerekorde wohin man guckte. In Bernburg/Saale in Sachsen-Anhalt wurden laut Deutschem Wetterdienst am 30. Juni sogar 39,6 Grad Celsius gemessen. Kein Wunder also, daß auch wir in der JF-Onlineredaktion ordentlich ins Schwitzen gerieten.

Dabei hätten wir das gar nicht gemußt: Denn auch im Juni haben uns unsere treuen Leser und Freunde wieder den ein oder anderen Euro zugesteckt. Insgesamt kamen so sage und schreibe 7.223 Euro zusammen ­– oder umgerechnet rund 7.000 Kugeln Eis.

Da wir uns in der Online-Redaktion (mit Ausnahme eines namentlich nicht genannten Kollegen, der aus einem Land kommt, wo man zu Eis auch mal Gelati sagt) aber nichts aus Süßspeisen machen und uns auch neue Kreationen wie Pfefferminz mit Fleur de Sel oder Joghurt-Kaki-Espresso nicht locken, haben wir wie immer jeden einzelnen gespendeten Euro wieder in die JF gesteckt. Optisch kann man das zum Beispiel an unserer soeben erfolgten Verjüngungskur sehen.

Deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dank an alle Spender!

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Die JUNGE FREIHEIT – Lesen, was Sache ist!

Es war eine Katastrophe, weitaus schlimmer als die Tragödie von Stalingrad. Auf den Tag genau drei Jahre nach dem Beginn des deutschen Einfalls in die Sowjetunion, am 22. Juni 1944, startete Stalin seine große Sommeroffensive (Operation Bagration), die binnen weniger Wochen zum völligen Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte führte. 28 deutsche Divisionen wurden zerschlagen, rund 400.000 Soldaten fielen, waren vermißt, verwundet oder gefangen.

Die Tatsache, daß 21 Generäle der Wehrmacht unter den Gefangenen waren, verdeutlicht das Ausmaß der Niederlage. Neun weitere Generäle fanden den Tod. Auf einer Frontbreite von 1.100 Kilometer vorgetragen, hatte der Vorstoß bis zu 600 Kilometern weit nach Westen geführt. Ganz Weißrußland, der Rest der Ukraine und Teile Litauens waren zurückerobert worden.

Zwar war der sowjetische Großangriff von den Deutschen erwartet worden, aber über seine Stoßrichtung hatte man sich gründlich getäuscht. Hitler selbst glaubte felsenfest, daß die Rote Armee ganz anders angreifen werde. Um das zu verstehen, muß man sich den Verlauf der Ostfront im Sommer 1944 vor Augen halten. Nachdem die Kämpfe im Winter und Frühjahr zum Verlust fast der ganzen Ukraine geführt hatten, war die Front im Süden weit nach Westen zurückgedrängt.

Simpler Frontalangriff auf breiter Front

Nördlich davon aber ragte der „Frontbalkon“ der Heeresgruppe Mitte über 400 Kilometer weit nach Osten vor. Die deutschen Heeresgruppen Mitte und Nord standen also im Frühsommer 1944 immer noch tief in Rußland, boten dem Gegner aber im Süden eine tiefe Flanke.

Auch Hitlers engste militärische Berater waren überzeugt, daß diese Lage den Gegner dazu verlocken mußte, von Galizien aus, zwischen den Pripjetsümpfen und den Karpaten, in einer Art „Sichelschnitt“ mit einem Stoßkeil nach Norden, zur Ostsee, nach Königsberg und Danzig durchzubrechen und somit beide Heeresgruppen in einem Riesenkessel einzuschließen. Und deshalb wurden nahezu alle verfügbaren Reserven, immerhin vier Panzerkorps mit acht Panzer- und zwei Panzergrenadierdivisionen, im Raum nördlich Lemberg versammelt, um dem Gegner an dieser gefährdeten Stelle gewachsen zu sein und ihn hier schlagen zu können. Aber die Sowjets, nach wie vor allzu kühnen Aktionen abgeneigt, gingen keineswegs in diese Falle, sondern starteten einen simplen Frontalangriff auf breiter Front.

Zwischen dem 22. und 24. Juni 1944 setzt sich die „Russische Dampfwalze“ nacheinander an drei Abschnitten in Bewegung, marschieren vier sowjetische Heeresgruppen mit insgesamt 1.400.000 Soldaten, ausgerüstet mit 31.000 Geschützen und „Stalinorgeln“, 5.200 Panzern und 5.300 Flugzeugen, gegen die vier deutschen Armeen der Heeresgruppe Mitte mit ihren 34 Divisionen und einer einzigen Panzerdivision. Die Niederlage der stark unterlegenen Verteidiger wurde noch beschleunigt durch die von Hitler veranlaßte Haltetaktik, nach der „Feste Plätze“ als Wellenbrecher in der roten Flut stehen bleiben sollten.

Eine zusammenhängende Front gab es nicht mehr

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Verkehrsknotenpunkte und Versorgungszentren sollten sich demnach im Angriffsfall vom Gegner einschließen lassen, um Feindkräfte zu binden und so die Stoßkraft des Angreifers zu brechen. Den Verteidigern aber fehlten die dort gebundenen Divisionen in der beweglichen Kampfführung, um die durchbrochenen Fronten wieder zu schließen.

Schon am 28. Juni gab es keine feste, zusammenhängende Front mehr, nur überall Durchbrüche und Rückzüge. Zwei Tage zuvor hatte der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe, Feldmarschall Ernst Busch, bei Hitler um mehr freie Hand bei Führung seiner Verbände ersucht, insbesondere die Aufgabe der „Festen Plätze“. Die Forderungen wurden abgelehnt und Busch mußte seinem Nachfolger Platz machen, dem großen „Steher“, Feldmarschall Walter Model.

Er übernahm die Heeresgruppe Mitte und behielt gleichzeitig den Oberbefehl über die frühere Heeresgruppe Süd, jetzt Nordukraine. Aber auch dieser vielfach bewährte Heerführer konnte die Katastrophe nicht mehr abwenden, an der auch der massive Einsatz von Partisanen hinter der deutschen Front entscheidenden Anteil hatte.

Ende Juli stehen die Sowjets in Warschaus Vororten

Am 3. Juli 1944 fällt Minsk, die Hauptstadt Weißrußlands, Sitz des Oberkommandos der Heeresgruppe Mitte. Am 8. Juli sind die Sowjets in Baranowitschi, am 13. Juli in Wilna. Am 18. Juli überschreiten die Angreifer die polnische Grenze. Lublin, die erste größere polnische Stadt, wird am 24. Juli erobert. Lemberg und Bialystok werden am 27. Juli eingenommen, am 28. Juli fällt Brest-Litowsk und zeitgleich überqueren russische Truppen schon die Weichsel. Und im Norden steht die Rote Armee nur in knapper Entfernung östlich der ostpreußischen Grenze.

In den letzten Juli-Tagen erscheinen die Sowjets vor Praga, einem östlichen Vorort Warschaus. Nicht ohne Grund wollte die Untergrundarmee Armia Krajowa diesen Umstand nutzen und begann in der polnischen Hauptstadt ihren Aufstand gegen die Deutschen in der Hoffnung auf rasche Unterstützung der herannahenden Sowjets. Diese Hoffnung sollte sich jedoch zerstreuen. Stalin dachte nicht im Traum daran, den Deutschen bei der Niedertschlagung des Warschauer Aufstandes in die Parade zu fahren.

Nach ihrem großen Triumph über die Wehrmacht ließen die übermütigen Sieger eine riesige Kolonne von über 50.000 deutschen Kriegsgefangenen, Generäle und Offiziere an der Spitze, in einer Prozession durch die Straßen von Moskau ziehen. Ergötzliches Schauspiel für die Bevölkerung, eine demütigende Tortur für die Gefangenen.

JF 28/19

VALLETTA. Die deutsche Flüchtlingshilfsorganisation Sea-Eye hat mit ihrem Schiff Alan Kurdi erneut Migranten im Mittelmeer aufgenommen. Die Crew habe am Montag abend 44 vorwiegend männliche Personen an Bord genommen, teilte die Organisation mit. „Die Menschen gaben an, schon seit Samstag unterwegs zu sein. Auf See sei ihnen der Treibstoff ausgegangen.“

Die Einwanderer seien auf einem Holzboot unterwegs gewesen und von dem privaten Suchflugzeug „Colibri“ ausgemacht worden. „Ein Schiff der maltesischen Marine ist nun auf dem Weg, um sie von der Alan Kurdi zu übernehmen und an Land zu bringen“, schrieb Sea-Eye auf Twitter. Die Organisation werde anschließend erneut aufbrechen, um nach Flüchtlingen im Mittelmeer Ausschau zu halten.

Unsere Crew an Bord der #AlanKurdi hat am Abend 44 Menschen gerettet, darunter vier Frauen und drei Kinder.

Die Menschen gaben an, schon seit Samstag unterwegs zu sein. Auf See sei Ihnen dann der Treibstoff ausgegangen. pic.twitter.com/YJREuoWGtf

— sea-eye (@seaeyeorg) July 8, 2019

Erst am Wochenende hatte die Alan Kurdi 65 Migranten an maltesische Behörden übergeben. Zuvor war hatte die Mannschaft versucht, die Passagiere nach Italien zu bringen, wo ihnen jedoch das Einlaufen in einen Hafen verboten worden war. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte an, bis zu 40 der am Wochenende auf Malta gelandeten Einwanderer in Deutschland aufzunehmen.

EU-Kommissar für vorläufigen Verteilmechanismus

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos forderte in der Welteinen vorläufigen Mechanismus zur Verteildung der Bootsflüchtlinge auf die EU-Mitgliedsstaaten. „Die Herausforderungen der Migration können nicht nur in der Verantwortung von Italien und Malta liegen, nur weil sich diese Staaten am Mittelmeer befinden“, sagte Avramopoulos. Situationen wie im Fall der Alan Kurdi oder der Sea-Watch 3 müßten verhindert werden.

Unterdessen haben die deutschen Flüchtlingshelfer von Sea-Watch angekündigt, die gesammelten Spenden für ihre Kapitänin Carola Rackete mit anderen Hilfsorganisationen zu teilen. „Es wird ein Gremium gebildet, weil wir das Geld möglichst effektiv für die Seenotrettung einsetzen wollen, nicht nur für Sea-Watch, sondern wir wollen gemeinsam schauen, wo es am dringendsten gebraucht wird“, sagte Sprecher Ruben Neugebauer laut der Nachrichtenagentur dpa.

Eineinhalb Millionen Euro Spenden für Rackete

Italienische Behörden ermitteln gegen die in Niedersachsen lebende 31jährige unter anderem, weil sie mit dem Schiff Sea-Watch 3unerlaubt in den Hafen von Lampedusa eingefahren war. Dabei hatte sie auch ein Boot der italienischen Finanzwache mit fünf Beamten an Bord gerammt.

Nach ihrer Festnahme riefen unter anderem die Fernsehmoderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf zu einer Spendenaktion auf. Bislang kamen fast eine Million Euro zusammen. Eine Spendenkampagne in Italien sammelte rund 440.000 Euro. Die wohlwollenden Äußerungen von führenden deutschen Politikern wie Außenminister Heiko Maas (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier über das Verhalten Racketes hatten zu diplomatischen Verstimmungen mit Rom geführt.

Weidel: „Dürfen uns nicht weiter erpressen lassen“

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel kritisierte am Dienstag die Alan Kurdials „Wassertaxi“, die die EU erpresse. „Auch diesmal wird die Freude verhalten sein, wiederholt Migranten auf die europäischen Länder zu verteilen, die mutmaßlich ohne jeden Asylgrund einreisen.“

Weidel forderte: „Europa muß endlich Kante gegen die Berufsschlepper zeigen, statt sich von Nichtregierungsorganisationen erpressen zu lassen!“(ls)

MÜLHEIM. Der Deutsche Richterbund hat sich gegen die Senkung der Altersgrenze für Strafmündigkeit von derzeit 14 Jahren auf zwölf Jahre ausgesprochen. „Die Gleichung mehr Strafrecht gleich weniger Kriminalität geht bei den Jugendlichen nicht auf“, begründete dessen Vorsitzender Jens Gnisa gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Vielmehr habe sich das Jugendstrafrecht bewährt. „Es hat durch den darin niedergelegten Erziehungsauftrag zu einem deutlichen Rückgang der Jugendkriminalität geführt“, sagte Gnisa. Zudem gebe es über Jugendämter und Familiengerichte die Möglichkeit, gegebenenfalls einzuschreiten.

14 Jahre alter Bulgare verhaftet – war bereits polizeibekannt

Hintergrund der Diskussion ist der Fall einer Gruppenvergewaltigung im nordrhein-westfälischen Mülheim. Tatverdächtig sind fünf Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf und vierzehn Jahren. Die Bulgaren sollen eine geistig leicht behinderte junge Frau vergewaltig haben.

Die Polizei nahm unterdessen am Montag nachmittag einen der 14 Jahre alten Verdächtigen fest, teilte die Staatsanwaltschaft Duisburg mit. Der Jugendliche sei bereits wiederholt wegen sexueller Belästigung aufgefallen. Wegen Strafunmündigkeit seien die Verfahren jedoch eingestellt worden. (ag)

Die designierte EZB-Chefin Christine Lagarde ist eine entschiedene Gegnerin des Bargelds. Stattdessen unterstützt sie den Gedanken, dass Notenbanken digitale Währungen ausgeben sollen.

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