Technische Probleme bei JF-Online

On June 11, 2019, in Junge Freiheit, by admin

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wie einige von Ihnen sicherlich schon festgestellt haben, kommt es seit vergangenem Freitag vereinzelt technische Probleme auf unserer Internetseite. Dies hängt mit notwendigen Wartungs- und Serverarbeiten zusammen. Betroffen ist davon leider noch die digitale Version unserer Druckausgabe. Einige Online-Abonnenten können die PDF derzeit nicht herunterladen. Wir entschuldigen uns hierfür.

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Die Redaktion

 

HAMBURG. Die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Hamburg, Angelika Paschke-Kratzin, ist mit ihrem Vorstoß nach einem Leitfaden zu gendergerechter Sprache zunächst gescheitert. Es sei „staatlichen Stellen nicht gestattet“, von Beschlüssen des Hamburger Senats abzuweichen, sagte Hochschulpräsident Dieter Lenzen laut einem Bericht der taz.

Es seien immer wieder Mitarbeiter mit der Bitte um Hilfe zu gendergerechten Formulierungen gekommen, rechtfertigte Paschke-Kratzin die Empfehlung für „inklusive“ Anredeformen. „Es ist ein Gebot der Höflichkeit und des respektvollen Umgangs, daß alle Menschen in die Sprache integriert werden“, findet Paschke-Kratzin auch mit Blick auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2017 zum dritten Geschlecht.

Derzeit prüft der Senat neue Formulierungen. „Ziel ist es, auch für Hamburg eine neue Empfehlung auszusprechen“, sagte die Sprecherin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Julia Offen. Andere Städte wie Hannover haben bereits gendersensible Formulierungen als „Empfehlung für geschlechtergerechte Verwaltungsspreche“ beschlossen, um damit der „Vielzahl geschlechtlicher Identitäten Rechnung“ zu tragen. Auch die drittgrößte Stadt Bayerns, Augsburg, hatte zuletzt einen „geschlechtersensiblen Sprachgebrauch“ eingeführt. (tb)

NÜRNBERG. Der Geschäftsführer des Nürnberger Flughafens, Michael Hupe, hält Kurzstreckenflüge für nicht klimaschädlicher als Autofahren. „Ich halte ein Verbot für absolut abwegig“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk mit Blick auf entsprechende Forderungen der Grünen im Bayerischen Landtag.

Als Begründung führt Hupe an, daß es sich bei den Fluggästen häufig um Alleinreisende handelt. „Wenn Sie 80 Passagiere auf dem Flug von Nürnberg nach München haben, können Sie davon ausgehen, daß Sie dann 75 Autos auf der Straße hätten“ lautet seine Rechnung. Bei einem Spritverbrauch beim Fliegen von 3,5 Litern pro 100 Kilometer ergäben sich keine großen Unterschiede zwischen beiden Verkehrsmitteln. „Und wenn, dann zugunsten des Flugzeugs“, ergänzte er.

Umweltschutz durch technologische Innovationen

Auch zur Forderung von EU-Kommissar Frans Timmermans nach einem europaweiten Verbot von Flügen bis 1.500 Kilometer Flugstrecke nahm Hupe Stellung. „Diese Distanzen gehen über mehrere Landesgrenzen hinaus. Entsprechende Bahn-Angebote wären sehr fragmentiert und mit großem Umsteigebedarf verbunden.“ Er glaube daher nicht, „daß das für die Kunden akzeptabel wäre“.

Statt auf Regulierungen und Verbote setzt Hupe auf Umweltschutz durch technologische Innovationen. „Ich halte zum Beispiel kohlenwasserstoffbasierte Antriebe für durchaus zukunftsfähig“, sagte Hupe. Derzeit befinde sich das sogenannte grüne Kerosin noch in der Forschungsphase.

Zuletzt hatten sich die Spitzen der Unionsfraktion darauf geeinigt, die Steuerbefreiung für Kerosin aufzuheben. „Wir wollen eine stärkere Sensibilisierung der Fluggäste für die ökologischen Auswirkungen von Flugreisen erreichen“, hieß es in einem entsprechenden Papier. (tb)

BERLIN. Die WerteUnion hat sich dafür ausgesprochen, den kommenden Kanzlerkandidaten von CDU und CSU per Urwahl zu bestimmen. Angesichts der „dramatisch schlechten Umfragewerte der Union“ sei ein solcher Schritt notwendig, teilte die Vereinigung mit.

„Die aktuellen Umfrageergebnisse bei der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl und zur Kanzlerfrage sind alarmierend. Deutschland droht eine Linksregierung unter einem Kanzler Robert Habeck“, sagte der Vorsitzende der WerteUnion, Alexander Mitsch. „Im Interesse unseres Vaterlandes sind die Unionsparteien dazu aufgerufen, endlich alles Notwendige zu unternehmen, um dieses Worst-Case-Szenarium zu verhindern.“

Brinkhaus für Kramp-Karrenbauer

Neben einem längst überfälligen Politikwechsel gehöre hierzu auch die Ernennung eines gemeinsamen Kanzlerkandidaten, der von der Mehrheit der Unionsmitglieder auch uneingeschränkt unterstützt werde. Auf einer Kampagnenseite ruft die Organisation daher alle CDU- und CSU-Mitglieder auf, die Forderung nach einer Urwahl zu unterstützen.

Unterdessen hat sich der Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus (CDU), hinter CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als nächste Kanzlerkandidatin gestellt. Kramp-Karrenbauer habe viel mit der Neuaufstellung der CDU zu tun, sagte Brinkhaus der Nachrichtenagentur dpa. „Und sie wird auch unsere nächste Kanzlerkandidatin sein. Insofern ist das ihre Entscheidung, was der beste Weg dafür ist.“ (krk)

Die Maske der Vereinigten Staaten ist gefallen und die teuflische Fratze ist sichtbar geworden. Trump der Zerstörer hat es endgültig bewirkt.

ROSSLAU. Ein 27jähriger Afrikaner, der in Dessau-Roßlau ein neunjähriges Mädchen mißbraucht haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Am Montag nachmittag wurde gegen den nigrischen Staatsbürger Haftbefehl wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Mißbrauch erlassen, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

Demnach ereignete sich der Übergriff am Samstag vormittag auf den Elbwiesen. Der Afrikaner soll das Mädchen dort auf den Rasen gedrängt und entkleidet haben. Nachdem Spaziergänger Hilferufe gehört und in die Richtung geeilt waren, konnte die Neunjährige sich befreien.

Spontankundgebung „Schützt unsere Kinder“

Der 27jährige flüchtete mit einem Mountainbike, konnte aber am frühen Nachmittag von Passanten gestoppt und mit Pfefferspray überwältigt werden. Die Polizei nahm ihn kurz darauf in Gewahrsam.

Laut dem Bericht verfügt der Afrikaner über eine Duldung, die am 18. Juni ausläuft. Die Bürgermeisterin von Roßlau, Christa Müller (CDU), zeigte sich „fassungslos“ über die Tat. Sie forderte „eine scharfe Reaktion von Staat und Justiz“. Man dürfe nicht länger einfach zusehen und immer wieder nach Entschuldigungen suchen. Am Sonntag abend kam es als Reaktion auf die Tat zu einer Spontankundgebung in der Roßlauer Innenstadt. Unter dem Motto „Schützt unsere Kinder“ zogen rund 120 Bürger durch die Stadt.

Im Juli 2018 hatte das Landgericht Dessau vier Eritreer wegen Vergewaltigung einer 56 Jahre alten Flaschensammlerin zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Täter im Alter zwischen 18 und 21 Jahre hatten im August 2017 am Dessauer Schloßplatz die Frau angesprochen, mit einem abgebrochenen Flaschenhals bedroht und vergewaltigt. (tb)

ROM. Der Vatikan hat eine kritische Stellungnahme zur Gender-Ideologie veröffentlicht. Unter dem Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ soll laut des Herausgebers, der katholischen Bildungskongregation, ein Dialog in der Bildungspolitik über die Gender-Frage in Gang gesetzt werden, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur.

Das Papier kritisiert unter anderem die „Manipulation des Körpers nach Belieben“. Dem setzt das Dokument die katholische Lehre der unterschiedlichen Identität von Mann und Frau entgegen. Was Gefühlsleben und Sexualität angehe, herrsche ein „wahrhaftiger Bildungsnotstand“, beklagen die Autoren.

Kritik von Papst Franziskus

In vielen Fällen würden „angeblich neutrale“ Theorien vermittelt, die aber ein Menschenbild zeichneten, das „dem Glauben und der lauteren Vernunft“ widerspreche. Gleichzeitig mahnt das Schreiben allerdings auch Katholiken zu Respekt gegenüber allen Menschen, unabhängig von ihrer persönlichen Lebenssituation.

Bereits in der Vergangenheit hatte Papst Franziskus die Gender-Ideologie scharf kritisiert. „Die menschliche Identität wird einer individualistischen Wahlfreiheit ausgeliefert, die sich im Laufe der Zeit auch ändern kann“, beklagte das Kirchenoberhaupt 2016 in einem Lehrschreiben. (tb)

BRÜSSEL. Die Zahl der in die EU eingereisten Asylbewerber ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zwischen Januar und Ende April dieses Jahres stellten 206.500 Personen einen Erstantrag, wie die EU-Asylbehörde EASO mitteilte. 2018 waren es im selben Zeitraum 179.000 Anträge. 

Der Anstieg geht maßgeblich auf Bürger von Staaten zurück, die visafrei in die Schengenzone einreisen dürfen. Auf diese Personengruppe entfällt mittlerweile jeder vierte Asylantrag. Darunter stechen laut den Zahlen vor allem Venezuela, Kolumbien, Albanien und Georgien heraus.

Mehr Asylbewerber aus Afghanistan

Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe meldeten, stiegen die Asylgesuche aus Venezuela im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 121 Prozent auf 14.257, die aus Kolumbien gar um 156 Prozent auf 8.097 an.

Aber auch Asylbewerber aus Afghanistan kommen weiterhin in großer Anzahl. 14.042 Erstanträge stellen einen Zuwachs um 36 Prozent dar. Leicht rückläufig sind dagegen Asylgesuche aus Syrien. 20.392 Anträge machten ein Minus von acht Prozent aus.  2018 war die Gesamtzahl aller Neuankünfte noch um elf Prozent zurückgegangen. Die aktuellen Zahlen sind demgegenüber ein Anstieg um 15 Prozent. (tb)

Vereint in der Trennung

On June 11, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Ob beim Nachbarschaftsfest, auf der Geburtstagsparty oder bei der Familienfeier, irgendwann kommt es zu dem Phänomen, daß sich die Geschlechter, wie von unsichtbarer Hand sortiert, separieren. Männer stehen plötzlich zusammen am Bierfaß, Frauen sitzen gemeinsam in der Polster­ecke. Diese unbemerkt stattfindende „Geschlechtertrennung“ wird scherzhaft „Westfälische Reihe“ oder „Sauerländer Runde“ genannt, ist aber nicht regionalspezifisch.

Je größer das Fest, desto eher teilt sich die Gesellschaft nach dem Geschlecht ihrer Mitglieder. Männer fachsimpeln über technische Themen und Sport, Frauen reden über Kinder oder nicht anwesende Bekannte. Das ist keine Böswilligkeit, es kommt unterschiedlichen Kommunikationsmustern entgegen: Männer interessieren lösungsorientierte Debatten, Frauen suchen dagegen eine interessante und freundliche Atmosphäre, in der soziale Netzwerke und Beziehungen diskutiert werden.

Der zwischengeschlechtliche Balzdruck entfällt

Möglicherweise fördert eine Vorliebe der Männer für Stehtische die Entstehung einer „Westfälischen Reihe“. Neu zusammengewürfelte Männergruppen können durch diverse Signale eine Hierarchie festlegen: etwa durch die Reihenfolge des Zuprostens. Interessant ist, daß eine Frau, die sich zu einer Männerrunde gesellt, oft freundlicher aufgenommen wird als ein Mann, der sich zu einem Frauenclübchen setzt. Andererseits erregen Frauen, die sich zu Männern stellen, zuweilen das Mißfallen ihrer Geschlechtsgenossinnen – nach dem Motto „Was will die von den (oft auch „unseren“) Männern, warum kommt die nicht zu uns?“

Die Paderborner Pädagogin Andrea Hötger nimmt die „Westfälische Reihe“ im Landwirtschaftlichen Wochenblatt in Schutz. Der historische Hintergrund sei die Sitzordnung in der Kirche, erklärt sie, die früher nach Geschlechtern getrennt war. Daß sich die Trennung trotz des Wegfalls der Konventionen automatisch vollziehe, liege nach ihrer Einschätzung daran, daß Männer und Frauen sich bei der Wahl der Gesprächsthemen lieber an ihresgleichen orientierten und die eigene sexuelle Gruppe Sicherheit bietet, weil man deren Regeln kennt.

Und natürlich entfalle in der eigenen Gruppe der zwischengeschlechtliche Balz- und Konkurrenzdruck. Männer wie Frauen bräuchten hin und wieder Rückzugsräume, was aber seltsamerweise nur dann gesellschaftlich akzeptiert sei, wenn die maskuline Hälfte der Menschheit außen vor bleibe. Mit einer Frauensauna gibt es beispielsweise kein Problem. Wenn dagegen den weiblichen Mitgliedern der Gesellschaft der Zutritt zu einer Studentenmensur verwehrt wird, folgt alsbald ein #MeToo-Geschrei. Das ist Ausgrenzung, Sexismus und „strukturelle Gewalt“. Dabei bedeute „Gleichberechtigung nicht, das Frau-Sein aufzugeben und in die Rolle der Männer zu schlüpfen“, kommentiert Hötger die Diskussion.

Beim Tanzen und Essen löst sich die Geschlechtertrennung auf

Solange sich Männer und Frauen zwanglos aus eigenem Bedürfnis vorübergehend vom anderen Geschlecht abnabeln, ist das völlig in Ordnung. Kritisch wird es ihrer Meinung nach, wenn eine Weltanschauung oder Religion das vorschreiben will. Übrigens ist die Bildung von männlichen oder weiblichen „Bünden“ kein Phänomen bestimmter Altersgruppen. Bei Jugendlichen, Mittelalten oder Rentnern ist es gleich zu beobachten. Einen ähnlichen Effekt sieht man häufig, wenn mehrere Paare gemeinsam spazieren gehen. Doch spätestens beim Tanzen oder Essen löst sich die „Sauerländer Runde“ ebenso magisch wieder auf, wie sie entstanden ist.

JF 24/19

BERLIN. Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich auf eine weitere Verlängerung des Abschiebestopps nach Syrien bis Ende des Jahres verständigt. Dies soll die Innenministerkonferenz, die am Mittwoch in Kiel tagt, formell beschließen, berichtet die Welt am Sonntag. Den bis zu diesem Monat bestehenden Abschiebestopp hatte die Innenministerkonferenz im November 2018 beschlossen. Schon damals stand eine Verlängerung bis Ende 2019 im Raum, für den Fall, daß sich die Sicherheitslage nicht deutlich ändere.

Sachsen Innenminister Roland Wöller (CDU) verteidigte die Entscheidung, warnte aber vor einer ständigen automatischen Verlängerung in der Zukunft. „Es darf sich aber nicht um einen Automatismus handeln“, stellte er klar. Sobald es die Sicherheitslage in Syrien erlaube, solle damit begonnen werden, zumindest „Straftäter, Gefährder, Anhänger des Assad-Regimes und jene, die in der Heimat Urlaub machen, dorthin abzuschieben“. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verlangte vom Bund „ein Konzept für mögliche Rückführungen für Straftäter und Sicherheitsgefährder“.

Sein Amtskollege aus Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), pflichtete ihm bei. „Sobald es die Lage in Syrien erlaubt, sollten wir zumindest Gefährder und Straftäter, die sich schwerer Straftaten schuldig gemacht haben, oder solche, die das Assad-Regime unterstützen, nach Syrien abschieben können“, sagte Strobl. (tb)

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