Sinnbild des Abendlands

On April 16, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Die eindrucksvollsten Bilder sind nicht die, die das flammende Inferno zeigen. Die eindrucksvollsten Bilder sind die der Menschen, die auf die Katastrophe schauen und beten. Für die Gottlosen ist das nur eine leere Geste, bestenfalls ein überkommenes Ritual. Für die Gläubigen ist das Gebet Hinwendung zu Gott, vor allem, wenn die eigene Macht nichts auszurichten vermag.

Sicher ist, daß die Bitte, die Kirche Notre-Dame in Paris vor vollständiger Vernichtung zu bewahren, erfüllt wurde. Bisher gibt es keine Erklärung für die Brandursache. Der Dachstuhl scheint weitgehend zerstört, aber ein großer Teil der Kunstschätze konnte gerettet und der Brand endlich unter Kontrolle gebracht werden.

Präsident Emmanuel Macron hat schon erklärt, daß man sofort nach dem Ende der Löscharbeiten mit dem Wiederaufbau beginne. Wie sollte auch die Alternative aussehen? Ein Paris ohne die mächtige Kathedrale in ihrem Herzen ist unvorstellbar. Sie bestimmt bis heute die Silhouette der Stadt wie der Eiffelturm, der Triumphbogen, der Louvre oder Sacré-Coeur. Außerdem gehört Notre-Dame zu jener kleinen Zahl von Bauwerken der Stadt, die aus dem Mittelalter überdauert haben.

Zeugen von Selbstbewußtsein und Demut

Während die Metropole ihr Gesicht dauernd wandelte und weiter wandelt und ihre historische Substanz im wesentlichen der Neuzeit verdankt, ist hier etwas von der „France profonde“ erhalten geblieben. Auf der Ile de la Cité, der Seine-Insel, von der ausgehend Paris entstand, bildet Notre-Dame zusammen mit der Sainte-Chapelle ein Symbol jener stolzen Überlieferung, der weder Katastrophen noch Kriege noch die Zerstörungswut der Revolution etwas anhaben konnten.

Aber Notre-Dame gehört nicht nur Frankreich. Alle großen Kirchen unseres Kontinents – die Kathedralen von Chartres, Reims, Canterbury oder Toledo, das Straßburger und das Berner Münster, der Kölner Dom, St. Stefan in Wien, St. Veit in Prag, St. Peter in Rom – sind sinnfälliger Ausdruck dessen, was das Abendland ausmacht.

Sie zeugen von Klugheit, Intelligenz und Selbstbewußtsein unserer Vorfahren, aber auch von Frömmigkeit, Demut und der kaum faßbaren Anstrengung angesichts eines Ziels, das nicht von dieser Welt war. Denn so sehr Pracht und Größe einer Kirche beeindrucken, sie sollte zuletzt ja nicht die Menschen verherrlichen, die sie errichteten, sondern Gott.

Unwürdiges Verhalten

Diese Bedeutung ist den heutigen Menschen fast unverständlich geworden. Die kreischende, lärmende, immer wieder für das Selfie grimassierende, für den nächsten Schnappschuß posende Menge, die sich jeden Tag in einer gigantischen, zusammengerollten Schlange auf dem Vorplatz Notre-Dames sammelt, um zur Besichtigung eingelassen zu werden, weiß jedenfalls nichts davon.

Bezeichnenderweise ändert sich das Verhalten auch in der Kirche nicht. Die Basecaps bleiben auf den Köpfen, niemand senkt die Stimme, man knipst und filmt mehr oder weniger wahllos, schnattert in sein Mobiltelefon, feixt, knutscht oder verzehrt ungerührt den Burger, den man beim Warten nicht geschafft hat.

Das Wort „Gotteshaus“ hat für die meisten keine Bedeutung mehr. Dabei ist eine Kirche natürlich kein Tempel im heidnischen Sinn, aber eben auch nicht nur Versammlungsraum wie Moschee oder Synagoge. Die ragenden Türme und die lichte Höhe der gotischen Architektur von Notre-Dame sollten einmal wie die Pracht ihrer Fenster und der Reichtum des Figurenwerks ein Vorgeschmack auf das Himmlische Jerusalem sein, etwas vom wunderbaren Jenseits im Diesseits spiegeln.

Das ist heute sicher kaum noch nachvollziehbar. Aber vielleicht kann die Katastrophe, die diesen wunderbaren Bau fast vernichtet hätte, uns wieder daran erinnern, welches Erbe wir zu bewahren verpflichtet sind.

Das Wahrzeichen Frankreichs in Flammen

On April 16, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Für Frankreich waren es apokalyptische Bilder. Notre-Dame brûle – Unsere Liebe Frau brennt. Der Eiffelturm ist ein Wahrzeichen der Metropole, Notre Dame de Paris ist ein Wahrzeichen Frankreichs. Der eiserne Turm an der Seine steht für Tourismus und Schaffenskraft, die Türme der Kathedrale auf der Insel im Fluß stehen für Geschichte, Identität und Seele der „ältesten Tochter der Kirche“, wie die Päpste seit Jahrhunderten das Reich der Karolinger nennen. Mit dem Dach und dem Spitzturm war am Montag in der Karwoche für viele Franzosen mehr eingestürzt als nur ein Turm.

Aber es zeichnet Frankreich aus, daß in solchen geschichtsträchtigen Stunden das Volk um seine Hirten und Häupter steht. Es säumte das Ufer und sang. Mit den Flammen stieg das Ave Maria in den Himmel und auch das hat Symbolkraft: Während die Flammen unter den Wasserstrahlen der Feuerwehr langsam niedergingen, schwoll das Lied am Ufer an, so als ob das Volk sagen wollte: jetzt erst recht, wir lassen uns unsere Identität nicht rauben.

Ave Maria pic.twitter.com/lb6Y5XV05a

— Ignacio Gil (@Inaki_Gil) April 15, 2019

Macron verspricht Wiederaufbau

Erzbischof Michel Aupetit trat mit dem Staatspräsident Emmanuel Macron vor die Kameras, im Hintergrund die brennende Kathedrale. Ganz Frankreich sei im Gebet vereint und selbst Macron, der Laizist, war ergriffen und versprach entschlossen, Notre-Dame wieder aufzubauen.

Es wird Jahre dauern. Die Struktur des monumentalen Sakralbaus ist zwar intakt, aber die Schäden sind noch nicht absehbar, auch für den Tourismus nicht. Jährlich kommen viele Millionen Menschen aus aller Welt auf die Seine-Insel – mehr als zum Eiffelturm –, um das Wahrzeichen zu besichtigen. Die Türme und die Seitenschiffe mit den Bögen werden mindestens vier, fünf Jahre nur von außen zu sehen sein.

Aber sie stehen und sie symbolisieren den Zustand Frankreichs: Politisch und finanziell abgebrannt, aber in den Grundfesten intakt. Man kann davon ausgehen, daß der Präsident seit seiner Wahl das Volk nie so einig hinter sich hatte wie in diesem Moment, als er am Seine-Ufer die Einheit und den Wiederaufbau beschwor.

Schutz der französischen Kirchen

Macron hatte seine für den Abend geplante Rede an die Nation aufgeschoben. Er wollte die Ergebnisse der großen Debatte verkünden, wird es nun aber vermutlich erst nach Ostern tun, wenn sich die Schock-Wogen der Emotionen gelegt haben. Er wird aber auch um ein anderes Thema nicht mehr herumkommen: Seit einigen Jahren werden zunehmend Kirchen geschändet und verwüstet, in ganz Europa, aber vor allem in Frankreich. Es ist naturgemäß nicht möglich, die mehr als 42.000 Kirchen und Kapellen zu schützen und zu bewachen. Es wird aber jetzt in der Osterwoche wenigstens in den großen Kirchen nötig sein und das erwarten die Franzosen auch von ihrem Präsidenten.

Denn „der eigentliche Auftrag der Macht ist“, so sagte schon Blaise Pascal in seinen „Pensées“, „daß sie schützt“. Macron steht in diesem Sinn unter Beobachtung. Wenn er dauerhaft die Einheit Frankreichs wahren will, dann muß er sich mehr um die Seele seines Landes als um die Krämerseelen in Brüssel kümmern. Das erwarten die Menschen jetzt von ihm, nicht nur die Gläubigen an der Seine, sondern alle Franzosen zwischen Pyrenäen und Lille, zwischen Brest und Straßburg.

In der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem, der drittheiligsten Stätte des Islam, brach am Montag ebenfalls ein Feuer aus. Die Flammen verursachten keinen erheblichen Schaden, aber sie gefährdete einen Teil des Gebäudes, das mehr als 1’200 Jahre alt ist.

Das folgende Foto zeigt den Brand in der Al-Aqsa-Moschee vom 21. August 1969:

Die weltberühmte Kathedrale Notre Dame in Paris steht in Flammen und ist teilweise eingestürzt.

Volkswagen setzt bei der Entwicklung autonom fahrender Autos auf China. So sollen Chinesen die Software für die Fahrzeuge programmieren.

Deutschlands Banken brechen die Einnahmen weg

On April 16, 2019, in Endzeit, by admin

Infolge der EZB-Zinspolitik erwartet die Beratungsgesellschaft Zeb in den kommenden Jahren einen erheblichen Ertragsrückgang bei Deutschlands Banken. Die Zahl der Filialen dürfte auch deshalb weiter sinken.

Die Staatsfonds der Türkei und Russlands haben einen gemeinsamen Fonds für Direktinvestitionen gegründet.

In den USA stellen sich die großen Online-Kreditgeber auf eine Rezession ein und bemühen sich, ihre Risiken zu reduzieren.

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Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Abgabenbelastung von Arbeitnehmern in verschiedenen Ländern untersucht. Ergebnis: Das Merkel-Regime ist Weltspitze, wenn es um das Abpressen von Steuern und Sozialbeiträgen geht. Gleichzeitig wird das Land immer mehr dem Verfall preisgegeben. von Steven Jäger Was viele Bundesbürger tief im Inneren schon seit Jahren […]

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ORF Romy Gala
Foto: ORF/Roman Zach-Kiesling

Bei der am Samstag vom linken Raiffeisenblatt veranstalteten “Kurier-Romy”-Gala wurde dem ORF-Journalisten Armin Wolf der Preis des Publikumslieblings in der Kategorie Information verliehen. In seiner Dankesrede nahm er auch Stellung zur aktuellen Gebührendebatte und meinte:

Vorwurf an Armin Wolf: Lupenreine “Fake-News”
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