André Poggenburg verläßt die AfD

On January 10, 2019, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Der frühere AfD-Landes- und Fraktionschef von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, ist aus der Partei ausgetreten. Am Donnerstag abend erklärte er in einer E-Mail an die AfD-Bundesgeschäftsstelle den Austritt mit sofortiger Wirkung. In einem Screenshot, der die Austrittsbekundung zeigen soll, begründete er seine Entscheidung mit der „Entwicklung innerhalb der AfD in den letzten Wochen und Monaten“. Diese hätten ihm gezeigt, daß die AfD „nicht mehr wirklich meine politische Heimat ist“.

Trotzdem fühle er sich der Partei „und vielen ihrer Mitglieder auch weiterhin irgendwie verbunden“. Poggenburg reagierte auf JF-Nachfrage am Donnerstag abend nicht. Der Bundestagsabgeordnete und Mitglied im AfD-Bundesvorstand, Kay Gottschalk, bestätigte der Nachrichtenagentur dpa Poggenburgs Austritt.

@PoggenburgAndre soll aus der @AfD ausgetreten sein. Es kursiert dieser Screenshot einer Mail… pic.twitter.com/uzbvms0os0

— Christian Vollradt (@Volli_C) January 10, 2019

Zuvor war er wegen Äußerungen in sozialen Medien diese Woche mit einer zweijährigen Ämtersperre belegt worden. Der AfD-Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt hatte an Silvester auf Twitter geschrieben: „Den Mitbürgern unserer Volksgemeinschaft ein gesundes, friedliches und patriotisches 2019!“ Und weiter: „Die deutsche Volksgemeinschaft hat das Erbrecht der friedlichen Koexistenz in Europa. Dies gilt es gegen neulinke Abschaffer und Feinde unseres deutschen Volkes und Staates energisch zu verteidigen. In diesem Sinne, ein kämpferisches und patriotisches 2019!“

Parteiaustritte in Sachsen

Nach Angaben der AfD Sachsen verließen zudem vier Mitglieder des Kreisverbandes Sächsische Schweiz/Osterzgebirge die Partei. Als Begründung gaben sie eine ihrer Meinung nach „falsche Politik des AfD-Bundesvorstandes“ an, zitierte die dpa den Sprecher des Verbandes, Rolf Süßmann. Sie hätten zudem erklärt, „daß es eine wie auch immer neue Bewegung geben wir, die den Konservatismus stärker betont“.

Seit Wochen kursiert in AfD-Kreisen das Gerücht, Poggenburg plane eine Parteigründung mit den Namen „Die Nationalkonservativen“. Dem Spiegel schrieb er Anfang des Monats, es existiere bislang nur ein „loses Netzwerk in der AfD“, es gebe aber „(noch) keinerlei diesbezügliche Vereinigung, Gründung“. Poggenburgs Mitstreiter Egbert Ermer aus Sachsen sagte am Donnerstag dem Magazin: „Das Projekt Parteigründung geht heute los.“ Der Agentur zufolge ist eine Auftaktveranstaltung für den 16. Januar im sächsischen Dohma geplant.

(ls/vo)

Die meisten Deutschen wollen nicht wissen, wie das Land in den Linksfaschismus immer mehr abgleitet. Die sogenannte Antifa darf Gewalt anwenden so viel sie will, darf Andersdenkende niederschlagen, und diese Verbrecher werden vom Staat besonders beschützt. Wenn jemand nur den Hauch von Tradition oder Patriotismus zeigt oder äussert, wird sofort als Rechter oder sogar Nazi nieder geschrien und fertig gemacht. Siehe auch, der Bremer AfD-Chef und Bundestagsab- geordnete Frank Magnitz wurde brutal niedergeschlagen. Jetzt darf man nicht mal mehr als Frau Zöpfe tragen, denn dann wird einem rechte Gesinnung unterstellt.

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will prüfen lassen, ob die Altersfeststellung bei jungen Flüchtlingen durch Ultraschall möglich ist. „Wir brauchen die Altersbestimmung. Denn das hat Auswirkungen auf die Asylverfahren und – im Zweifel – auch auf die Strafverfahren“, sagte er der Neuen Westfälischen.

Spahn betonte, er könne verstehen, wenn Ärzte zurückhaltend mit Röntgenuntersuchungen seien, wenn sie das Alter junger Migranten bestimmen sollen. Deshalb müsse ein anderer Weg gefunden werden. Um Herauszufinden, ob mit Ultraschall das Alter bestimmt werden könne, unterstütze sein Ministerium seit Jahresbeginn ein entsprechendes Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft an der Universität des Saarlandes mit einer Million Euro.

2020 sollen Ergebnisse vorliegen

Er wolle einen Weg finden, den die Ärzteschaft mitgehen könne. Ende 2020 sollten Ergebnisse zu diesem Verfahren vorliegen.

Die Diskussion um die Altersfeststellung von mutmaßlich minderjährigen Asylbewerbern sorgte in der Vergangenheit für politische Auseinandersetzung. So hatte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Zusammenhang mit straffälligen Flüchtlingen bereits mehrfach eine radiologische Untersuchung zur Bestimmung des Alters gefordert. In Hamburg hatten Röntgenuntersuchungen ergeben, daß knapp die Hälfte der angeblich minderjährigen Flüchtlinge bereits volljährig war. (ag)

STRAßBURG. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat die kurzzeitige Heimunterbringung der Kinder von Schulverweigerern aus Hessen für rechtmäßig erklärt. Die Rechte der christlichen Familie seien dadurch nicht verletzt worden, heißt es in der Urteilsbegründung.

Zwar sei durch den vorübergehenden Sorgerechtsentzug kurzzeitig in das Recht auf Familienleben eingegriffen worden. Die Gründe dafür seien aber „relevant und ausreichend“ gewesen, betonten die Richter.

Die vier Kinder waren 2013 für drei Wochen in einem Heim untergebracht worden. Zuvor hatten sich die Eltern aus religiösen Gründen geweigert, sie in die Schule zu schicken. Die deutschen Behörden hätten angenommen, daß der Nachwuchs der Familie isoliert würde und ihm daher Gefahr drohe. Die Eltern hätten eine Zusammenarbeit mit den offiziellen Stellen verweigert.

Gibt kein Recht auf Unterricht zu Hause

Die Familie kämpfte nach dem Heimaufenthalt der Kinder dafür, sie zu Hause unterrichten zu dürfen. Nach ihrer Argumentation stelle die Schulpflicht eine „Freiheitsbeschränkung“ dar.

In Deutschland ist Unterricht zu Hause nur erlaubt, wenn die Kinder für längere Zeit erkrankt sind. Verweigern Eltern ihren Sprößlingen den Schulbesuch, drohen ihnen mitunter Haftstrafen. Bereits 2006 hatte der Europäische Gerichtshof entschieden, daß es kein Recht auf Unterricht in den eigenen vier Wänden gibt.

2017 hatte eine andere christliche Familie aus Hessen vor dem Amtsgericht Fritzlar einen Teilsieg errungen. Die Verfahren gegen die Eheleute wurde ausgesetzt. Das Paar hatte seine Kinder ebenfalls zu Hause unterrichtet. (ag)

BERLIN. Der Ex-Handballnationalspieler und derzeitige Botschafter der Handball-WM 2019, Stefan Kretzschmar, hat eine mangelnde Meinungsfreiheit insbesondere im Sport beklagt. „Welcher Sportler äußert sich denn heute noch politisch – es sei denn es ist die mainstreampolitische Meinung, wo man sagt ‘Wir sind bunt!’ oder ‘Refugees Welcome’, wo man gesellschaftlich nichts falsch machen kann“, kritisierte Kretzschmar gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online. „Hat man aber eine einigermaßen kritische Meinung, darf man das in diesem Land nicht sagen.“

Zwar sei es nicht so, „daß wir in den Knast kommen, wenn wir uns kritisch äußern“, verdeutlichte der 45jährige. „Aber wir haben keine Meinungsfreiheit im eigentlichen Sinne. Sobald wir gesellschaftskritische Meinungen äußern, haben wir von unserem Arbeitgeber mit Repressalien zu rechnen.“ Die Spieler, ob im Handball oder im Fußball, würden sich kaum noch trauen, etwas zu sagen. Für jeden falschen Kommentar bekämen sie „eins auf die Fresse.” Dem setze sich kein Leistungssportler mehr aus. „Keiner streckt den Kopf mehr höher raus, als er muß.“

Die 26. Handball-Weltmeisterschaft der Männer wird 2019 in Dänemark und Deutschland ausgetragen. Stefan Kretzschmar tourt derzeit als WM-Botschafter für den Spielort Berlin durch Deutschland. Der 218-fache Nationalspieler war in seiner Jugend lange Zeit in der linken Szene unterwegs und galt während seiner aktiven Karriere als „Enfant Terrible“ des Handballsports. (ha)

Die SPD hat ein Problem mit linker Gewalt „Im Kampf gegen rechts braucht die SPD auch die Antifa.“ Das schrieb im vergangenen September nicht irgendwer in irgendeiner obskuren Publikation, sondern die Bürochefin von SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles, die gelernte PDS-Kommunistin Angela Marquardt, im Parteiorgan Vorwärts. Die ehemalige Arbeiterpartei SPD hat ein massives Problem mit ihrem ungeklärten Verhältnis zu Linksextremismus und linker Gewalt, und das nicht erst seit gestern.

Die Verstrickungen reichen von den Ortsvereinen und Kreisverbänden, wo man kaum eine Gelegenheit ausläßt, um in „breiten Bündnissen“ mit dubiosen linksextremen Gruppen „gegen rechts“ zu Felde zu ziehen, bis in die Parteispitze.

Manuela Schwesig, heute Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, hat als Bundesfamilienministerin Linksextremismus als „aufgebauschtes Problem“ verharmlost, die Anti-Extremismus-Klausel als Zugangshürde zum von Jahr zu Jahr reichlicher fließenden Steuergeldsegen für den „Kampf gegen rechts“ gekippt und so der Staatsfinanzierung gewaltbereiter Linksextremisten ein breites Tor geöffnet.

Gefährliche Bündnispolitik

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel Foto: AfD

Wo Sozis regieren, können sich Stützpunkte sogenannter „autonomer“ militanter Linksextremisten ohnehin über großzügige politische und auch finanzielle Förderung freuen. Besonders innig ist der Schulterschluß mit der linksterroristischen „Antifa“ bei den Jungsozialisten. Die haben sich eben erst wieder mit der „Roten Hilfe“ solidarisiert, die linksextreme Straftäter unterstützt.

Der vom Justiz- zum Außenminister avancierte Heiko Maas, bei weitem nicht der einzige prominente SPD-Fan der gewaltverherrlichenden linksextremen Band „Feine Sahne Fischfilet“, stellt in seinem Pamphlet „Aufstehen statt Wegducken“ praktisch jeden Andersdenkenden in die rechtsextreme Ecke und feiert linke „Aktivisten“, die globale Gipfeltreffen in Bürgerkriegs-Schlachtfelder verwandeln.

Schwesig, Jusitizministerin Katarina Barley, die stellvertretende Bundestags-Fraktionsvorsitzende Eva Högl und Parteivize Ralf Stegner haben 2016 zusammen mit prominenten Grünen, Linken und verfassungsfeindlichen linksextremen Sturmtruppen den Aufruf „Aufstehen gegen Rassismus“ unterschrieben, der zum Kampf gegen die AfD mobilisiert. Mit an Bord: Die „Interventionistische Linke“ (IL), Drahtzieher unter anderem der militanten G20-Krawalle in Hamburg 2017.

„Kampf“-Rhetorik bereitet politischer Gewalt den Boden

Vorbereiten konnte die IL die Krawalle unter anderem auf einem vom rot-grünen Senat mitfinanzierten „Gipfel für globale Solidarität“, der vom selben Senat verhätschelte Linksextremen-Stützpunkt „Rote Flora“ war die wichtigste logistische Basis.

Ihre Unterschrift unter diesen Appell haben die genannten SPD-Politiker bis heute nicht zurückgezogen. Und Ralf Stegner steht immer noch zu seinem skandalösen Tweet vom 8. Mai 2016, der dazu aufruft, man müsse „Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren“.

Zusammen mit der unaufhörlichen „Nazi“- und „Kampf“-Rhetorik ist das der Boden, auf dem die beispiellose Welle politischer Gewalt gedeiht, die jetzt in dem Mordanschlag auf den Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz gipfelte.

Für Kurt Schumacher, den ersten Nachkriegs-Vorsitzenden der SPD, war es noch klar, daß Kommunisten nichts anderes sind als „rotlackierte Faschisten“. Die deutsche Sozialdemokratie hat es nicht verdient, von seinen Erben auf den Weg einer linksradikalen Sekte geführt zu werden, die maßgeblichen Anteil an Sprachverrohung und politischer Gewalt in unserem Land hat.

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Alice Weidel ist Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag

BERLIN. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat zur Verbesserung der militärischen Zusammenarbeit in Europa einen sicherheitspolitischen Ausschuß auf europäischer Ebene gefordert. „Das könnte die nationalen Entscheidungsprozesse erheblich verkürzen und zugleich Rückhalt für militärisches Handeln stärken“, schrieb sie in einem Beitrag für das Handelsblatt.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Verzahnung der europäischen Armeen sei eine regelmäßig tagende Institution geboten. „Die Armee der Europäer nimmt bereits Gestalt an“, betonte die Verteidigungsministerin. Deutschland und Frankreich seien die Treiber dieser Entwicklung. Beide Länder entwickelten eine gemeinsame strategische Kultur, die sie künftig in Europa einbringen wollten.

Zusätzliche Investitionen sind notwendig

Zum Zusammenwachsen der europäischen Armeen trügen auch die gemeinsamen internationalen Einsätze bei. „Auch die enge und in vielen Einsätzen bewährte Verflechtung der Bundeswehr mit weiteren europäischen Partnern, insbesondere mit den niederländischen Streitkräften, zeigt anderen, daß und wie es funktioniert.“

Zugleich äußerte die CDU-Politikerin, die Steigerung der militärischen Handlungsfähigkeit erfordere erhebliche Investitionen in eine einheitliche moderne Ausstattung. Anfang 2018 war bekannt geworden, daß es der Bundeswehr an Basisausrüstung wie Schutzwesten und Winterbekleidung fehlt. Daneben ist mangelndes oder fehlerhaftes Großgerät ein Thema, das wiederholt für Schlagzeilen sorgte. (ag)

Grünen-Chefs sind Talkshow-Lieblinge

On January 10, 2019, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Die Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock haben im vergangenen Jahr die meisten Talkshow-Auftritte aller Politiker in den Öffentlich-Rechtlichen (ÖR) absolviert. Habeck war 13 mal zu Gast bei den vier reichweitenstärksten Talkrunden „Maischberger“, „Anne Will“, „Hart aber fair“ und „Maybrit Illner“, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Den zweiten Rang belegt seine Co-Vorsitzende Baerbock gemeinsam mit FDP-Chef Christian Lindner und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Die drei waren in den Gesprächsrunden jeweils zehnmal vertreten. Der AfD-Parteivorsitzende Alexander Gauland kommt auf drei Auftritte.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 133 Folgen der vier Talk-Shows ausgestrahlt. Die Grünen waren in 47 dieser Sendungen vertreten, wie eine Auflistung des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert ergab. Die AfD als größte Oppositionspartei im Parlament wurde 13 mal eingeladen. Politiker von CDU/CSU waren 109 mal zu Gast in den Sendungen. Sozialdemokraten nahmen 71 mal Platz bei „Illner“ und den anderen drei Talkmastern. Vertreter von FDP und Linken 27, beziehungsweise 23 mal.

Anzahl der Talkshow-Auftritte der Bundestagsparteien im Jahr 2018 Foto: AfD/Sichert

AfD sieht Demokratie stark verzerrt

Die ÖR unterlägen dem „Gebot der Staatsferne und der Unabhängigkeit“, erinnerte Sichert. „Der jetzige Zustand verletzt das Gebot der ÖR und verzerrt stark die Demokratie.“ Bei „Maischberger“ und Co. würden die „politisch gewollten Mehrheiten in den Vordergrund“ gesetzt.

Im Vergleich zu den Ergebnissen der vergangenen Bundestagswahl sind die Grünen in den vier TV-Formaten überrepräsentiert. Der Anteil der Auftritte der Parteien in Relation zur Gesamtzahl der Auftritte ergab im Vergleich zur Wahl 2017 ein stark abweichendes Bild. So kommen die Grünen auf 16 Prozent Anteil an den Talkshow-Auftritten, gegenüber ihrem Wahlergebnis von 8,9 Prozent. Entgegen ihrer 12,6 Prozent bei der Wahl liegt die Präsenz der AfD in den vier großen Talkshows nur bei 4 Prozent.

Besonders stark ist die Diskrepanz zwischen Wahlergebnis und medialer Präsenz bei „Maybritt Illner“. Hier liegt der Anteil der Grünen bei 17 Prozent und die AfD kommt lediglich auf 2 Prozent.

Überrepräsentiert sind auch die Parteien der Großen Koalition. Die Union kann 38 Prozent Anteil in den Talkrunden gegenüber nur 31,9 Prozent an den Wahlurnen verbuchen. Auch die SPD hat mit 24 Prozent mehr Sendeanteil als Wählerzuspruch. Der betrug bei der Bundestagswahl 20,5 Prozent. (ag)

LUSAKA. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sieht in der Pannenserie bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr eine „enorm negative Symbolwirkung für das High-Tech-Land Deutschland“. Müller konnte am Montag nicht wie geplant mit der zweistrahligen Bombardier Global 5000 von Malawi nach Namibia weiterfliegen, da ein Ventil defekt war. Wegen des Defekts mußte Müller den Besuch absagen und flog mit einer Linienmaschine weiter in die sambische Hauptstadt Lusaka.

„Wenn Kabinettsmitglieder nicht flugfähig sind und innerhalb von drei Tagen ein Ventil nicht zu reparieren ist, dann kann das in Sambia niemand glauben“, sagte er laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Seine Forderung: „Die Ausfälle müssen ein Ende haben.“ Die Rückreise Müllers ist nun für Freitag geplant. Techniker aus Deutschland sind mittlerweile eingetroffen, allerdings fehle immer noch ein Ersatzteil.

Erst Ende November verhinderte ein technischer Defekt am Kanzler-Airbus „Konrad Adenauer“, daß Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechtzeitig beim G20-Gipfel in Buenos Aires eintraf. Auch Merkel mußte damals eine Linienmaschine nehmen und erreichte die argentinische Hauptstadt erst mit erheblicher Verspätung. Im Oktober hatten Nagetiere das Flugzeug von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in Indonesien lahmgelegt und so den Minister zu einem über 20stündigen Linienflug zurück nach Deutschland gezwungen. (tb)

Der Fall Magnitz ist kein Einzelfall

On January 10, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Groß war die Bestürzung nach der brutalen Attacke auf den AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz in Bremen. Politiker fast aller Parteien beeilten sich, zu versichern, daß Gewalt in der politischen Auseinandersetzung nichts zu suchen habe und verurteilten den Angriff.

Doch bei der derzeitigen Empörung wird gern ignoriert, daß der Überfall auf Magnitz bei weitem kein Einzelfall ist. Im Wochentakt gibt es Attacken auf AfD-Büros, AfD-Mitglieder und deren private Wohnhäuser und Fahrzeuge – deutschlandweit. Und das seit ihrem Bestehen.

Die öffentliche Betroffenheit hält sich dabei häufig in Grenzen. Nur selten verurteilen Vertreter der anderen Parteien die Taten. Statt dessen erntet die AfD in den sozialen Medien nicht selten Spott und Häme. „So was kommt von so was“, heißt es dann. Oder die Partei gefalle sich eben in der Opferrolle. Die JUNGE FREIHEIT hat einige dieser Attacken zusammengetragen.

August 2013: Auf eine Wahlkampfveranstaltung in Bremen wird der damalige AfD-Chef Bernd Lucke attackiert und von der Bühne geschubst. Die Angreifer versprühen zudem Reizgas.



Oktober 2015: Unbekannt verwüsten das Wahlkampfbüro von Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg und stehlen mehrere Laptops sowie einen Transporter. Kurz darauf wird in Berlin ein Fahrzeug der stallvertretenden AfD-Chefin Beatrix von Storch in Brand gesetzt.

Mai 2016: Linksextremisten veröffentlichen die Adreßdaten hunderter AfD-Mitglieder im Internet. In der Folge kommt es zu massiven Drohungen gegen AfD-Funktionäre sowie mehreren Attacken auf Wohnungen und Häuser von Betroffenen.

Mai 2016: Unbekannte verüben einen Sprengstoffanschlag auf das Büro der AfD in Kiel.

Juli 2016: Das Haus des damaligen AfD-Landessprechers von Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Manthai, wird mit Steinen attackiert. Während des Angriffs befindet sich die Familie des Politikers im Haus.

August 2016: Der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionschef Uwe Junge wird auf dem Weg vom Landtag von vier Unbekannten angegriffen und verletzt. Er erleidet unter anderem einen Jochbeinbruch.

September 2016: In Leipzig geht nach einem Brandanschlag das Auto der damaligen AfD-Chefin Frauke Petry in Flammen auf.

Brandanschlag auf mein Auto: Wo soll das noch hinführen?#AfD #Linksextremismus * pic.twitter.com/ajeWGagr0B

— Frauke Petry (@FraukePetry) September 17, 2016

März 2017: Unbekannte setzen das Auto des rheinland-pfälzischen AfD-Fraktionschefs Uwe Junge in Brand. Weil Nachbarn die Feuerwehr alarmieren, kann verhindert werden, daß die Flammen auf das Wohnhaus von Junges Familie übergreifen.

April 2017: In Stuttgart wird der AfD-Kommunalpolitiker Eberhard Brett von Linksextremisten attackiert und mit einer Holzlatte niedergeschlagen.

April 2017: In Essen wird auf das Haus und das Auto des AfD-Politikers Guido Reil ein Anschlag verübt.

September 2017: In Stuttgart werden während des Bundestagswahlkampf mehrere Plakatierer der AfD von maskierten Tätern zusammengeschlagen.

AfD-Team attackiert: Schädel- und Handprellungen Fotos (3): AfD Stuttgart

Oktober 2017: Unbekannte bewerfen das Haus des Berliner AfD-Fraktionschefs Georg Pazderski mit Steinen und mit Farbe gefüllten Glasflaschen. Zudem demolieren sie sein Auto.

Dezember 2017: Während des Parteitags der AfD in Hannover wird der Bundestagsabgeordnete Kay Gottschalk von Linksextremisten attackiert und verletzt.

Dezember 2017: Unbekannte verüben einen massiven Farb- und Gülleanschlag auf die Landesgeschäftsstelle der AfD im niedersächsischen Lüneburg.

AfD-Landesgeschäftsstelle in Lüneburg Foto: AfD-Niedersachsen

Mai 2018: Vor dem Bundesparteitag der AfD in Augsburg veröffentlichen Linksextremisten einen Anti-AfD-Krawallführer, in dem sie dazu aufrufen, die AfD mit Brandsätzen anzugreifen sowie Adressen von AfD-Mitgliedern veröffentlichen.

Juni 2018: In Sachsen-Anhalt werden mehrere Büros der AfD attackiert.

Juli 2018: Unbekannte verüben einen Brandanschlag auf den Wagen des AfD-Bundestagsabgeordneten Wilhelm von Gottberg im niedersächsischen Külitz bei Uelzen. Im Internet bekennen sich anschließend Linksextremisten zu der Tat.

August 2018: In Dresden werden das denkmalgeschützte Wohnhaus sowie das Auto das AfD-Landes- und Fraktionschefs Jörg Urban großflächig mit Farbe beschmiert.

Farbanschlag auf Haus von AfD-Abgeordneten Jörg Urban Foto: AfD Sachsen

September 2018: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Uwe Kamann wird an einem Wahlstand im nordrhein-westfälischen Hürth attackiert und verletzt.

Januar 2019: Bei einem massiven Anschlag mit Pyrotechnik wird das AfD-Büro im sächsischen Döbeln schwer beschädigt.

Januar 2019: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz wird bei einem Überfall in Bremen schwer verletzt. Die Ermittler gehen von einem politischen Tatmotiv aus.

Januar 2019: Unbekannte beschmieren die Hausfassade des stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Stefan Reuken mit dem Schriftzug „Nazischweine“. Zudem sprengten sie seinen Briefkasten.

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