Erdogan droht Kurz mit Heiligem Krieg

On June 11, 2018, in Junge Freiheit, by admin

ISTANBUL/WIEN. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Österreich vor einem Krieg zwischen „Kreuzfahrern und dem Halbmond“ gewarnt. Die Schritte der österreichischen Regierung brächten die Welt einem solchen Krieg näher, sagte Erdogan bei einem Abendessen anläßlich des Ramadan-Fastenbrechens in Istanbul, berichtete Hürriyet.

Vergangene Woche hatte die österreichische Regierung die Schließung von sieben Moscheen sowie die Ausweisung radikaler Imame aus der Alpenrepublik verkündet. Als Grund gab Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) Verstöße gegen das Verbot der Auslandsfinanzierung an. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) fügte hinzu: „Parallelgesellschaften, politischer Islam und Radikalisierungstendenzen haben in unserem Land keinen Platz.“

Lob für Kurz von Netanjahu

Gegen die Entscheidung der österreichischen Regierung kündigte Erdogan eine „Antwort“ der Türkei an. Anfang Juni hatte Erdogan Kurz bereits einen „unmoralischen Kanzler“ genannt. „Er ist erst 30 und als Außenminister war er 28. Jetzt spielt er sich auf und zieht eine Show ab“, sagte der türkische Präsident.

Unterdessen hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Kurz als „wahren Freund des jüdischen Volkes“ gelobt. „Du läßt deinen Worten Taten folgen. Du zeigst Null Toleranz bei Antisemitismus“, pries Netanjahu laut Kronen-Zeitung Kurz während dessen Staatsbesuch in Israel.

„Ein frischer Wind“

Daß Kurz israelische Sicherheitsbedenken in der EU stärker berücksichtigen wolle, zeige „Führungskraft“ und sei „ein frischer Wind“. Netanjahu sagte zudem, er habe den Generalsekretär des israelischen Außenministeriums, Yuval Rotem, angewiesen, die Kontakte zum österreichischen Außenministerium zu intensivieren.

Dieses Ministerium wird derzeit von Karin Kneissl geleitet. Die parteilose Politikerin, die fließend Hebräisch spricht, wurde bisher von der israelischen Regierung boykottiert, weil sie von der FPÖ nominiert worden war. (tb)

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BERLIN. In der Großen Koalition gibt es Streit über den von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) entworfenen Masterplan für die Asylpolitik. Deswegen muß die für Dienstag geplante Vorstellung des Plans entfallen, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Hauptkonfliktpunkt zwischen Innenministerium und Bundeskanzleramt ist demnach die in dem Plan geforderte Zurückweisung von Asylbewerbern an den deutschen Grenzen. Merkel ist gegen diese Möglichkeit.

Seehofer hatte zuvor eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Asylpolitik angekündigt. Sein Masterplan umfaßt laut Informationen der Bild am Sonntag 63 Maßnahmen, darunter die Zurückweisung von Flüchtlingen ohne Papiere und bereits einmal abgeschobener Asylbewerber an der Grenze.

„Wir haben die Lage nicht im Griff“

Ebenso solche, die bereits in einem anderen europäischen Land als Asylbewerber registriert sind. Eine Zurückweisung der an der Grenze wäre die Abkehr von Merkels Asylpolitik seit 2015. Weitere Vorhaben sind eine stärkere Mitwirkungspflicht von Asylbewerbern bei der Klärung von Anträgen und die Umstellung von Geld- auf Sachleistungen.

Vergangene Woche hatte Seehofer beim Treffen der Innenminister von Bund und Ländern einen Kontrollverlust des Staates in der Asylpolitik beklagt. „Wir haben die Lage nicht im Griff“, sagte er laut Bild in dem Gespräch hinter verschlossenen Türen.

Hart ins Gericht ging Seehofer dem Bericht zufolge mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), der „das große Problem der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge weiter nur mit Samthandschuhen anfassen“ wolle. Für Seehofer brauche es eine politische Lösung. „Wir können das nicht immer wieder nur bei den Sicherheitsbehörden abladen. Die Politik ist schuld.“ (tb)

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FREIBURG. Tödliche Messerattacke in Viersen, brutale Vergewaltigung in Freiburg. Wieder sorgen zwei neue mutmaßliche Falle von Ausländergewalt für Schlagzeilen. Im nordrhein-westfälischen Viersen fahndet die Polizei seit Montag mittag mit einem Großaufgebot nach einem nordafrikanisch aussehenden Mann, der eine junge Frau in der Viersener Innenstadt erstochen haben soll. Die Frau war am Montag mittag im Casinogarten mit einem Messer attackiert worden. Sie wurde zunächst schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, verstarb jedoch wenig später, berichtet die Rheinische Post.

Die Polizei sucht mit mehreren Streifenwagen und einem Polizeihubschrauber nach dem Verdächtigen, der etwa 1,70 Meter groß sein und schwarze Haare haben soll. Zur Tatzeit trug er den Polizeiangaben zufolge schwarze Kleidung und dunkle Schuhe.

Nach Gewaltdelikt im #Casinogarten in #Viersen fahndet die #Polizei nach dem Täter: 1,70 Meter groß, schwarze Kleidung, dunkle Schuhe, nordafrikanisches Aussehen, schwarze glänzende Haare. Hinweise an die #110 pic.twitter.com/oXon1bgnmi

— Polizei NRW VIE (@polizei_nrw_vie) June 11, 2018

Polizeibekannter Asylbewerber vergewaltigt junge Frau in Freiburger Park

Ein polizeibekannter Asylbewerber aus Syrien soll am Samstag in Freiburg eine 25 Jahre alte Deutsche vergewaltigt haben. Nachdem sich die Frau bei der Polizei gemeldet hatte, wurde ein dringend tatverdächtiger Syrer festgenommen. Der 23 Jahre alte Asylbewerber ist laut der Nachrichtenagentur dpa wegen Körperverletzungsdelikten bereits polizeilich aufgefallen. Er habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die Frau zunächst von zwei ihr unbekannten Männern angesprochen worden, von denen einer ihr anschließend in den Colombipark in der Innenstadt folgte und sie dort trotz heftiger Gegenwehr vergewaltigte. Als er von ihr abließ, gelang es der jungen Frau, mit ihrem Handy einen Notruf abzusetzen, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Der mutmaßliche Täter habe die Flucht ergriffen, ließ den Angaben nach aber seinen Rucksack zurück, in dem sich persönliche Dokument befanden. Dadurch konnte der Syrer am Samstag nachmittag festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg wurde der Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. (ls)

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BERLIN. Die Grünen haben ein Recht auf Heimarbeit gefordert. „Home Office als tageweise Ergänzung zum Büroarbeitsplatz kann den Beschäftigten helfen, Arbeit und Privatleben besser zu vereinbaren“, schreibt die Bundestagsfraktion in einem Antrag.

Die Änderung des bestehende Teilzeit- und Befristungsgesetztes solle Angestellten ermöglichen die Arbeitszeit zu verkürzen oder zu verlängern, wenn diese das rechtzeitig ankündigen. Gleichzeitig solle Home Office unter klaren und vereinbarten Regeln als Alternative zum Büroarbeitsplatz angeboten werden, sofern dem keine betrieblichen Gründe entgegenstünden.

32-Stunden-Woche ist schon vollzeitnah

Das gegenwärtige Arbeitszeitmodell reiche nicht für ein ganzes Erwerbsleben, da sich Bedürfnisse und Lebenssituationen wandelten, heißt es in dem Papier, das unter anderem von der Grünen-Sprecherin für Arbeitnehmerrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik, Beate Müller-Gemmek, initiiert wurde.

Eine 32-Stunden-Woche wäre demnach schon heute vollzeitnah, auch wenn sie definitionsmäßig als ‘lange Teilzeit’ gelte. Für viele Beschäftigte sei aber nicht die Stundenzahl entscheidend, sondern die Frage, wann und wo sie arbeiten könnten. (mp)

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Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, sagte am Montag, dass Terroristen der sogenannten Freien Syrischen Armee, die von den USA unterstützt werden, bereits Kanister mit Chlor zu einer Siedlung in Deir ez-Zor gebracht hätten, um einen weiteren gefälschten “chemischen Angriff gegen Zivilisten” durchzuführen, den man der Assad-Regierung in die Schuhe schieben wird.

Folgende Fotos zeigen das Innere einer Chemiewaffenwerkstatt der Terroristen, die in Ost-Ghouta in der Nähe der Hauptstadt Damaskus von Soldaten der syrischen Armee bei der Befreiung entdeckt wurde:

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Polizei kapituliert vor linkem Mob

On June 11, 2018, in Junge Freiheit, by admin

GREIFSWALD. Mehrere Linksradikale haben am frühen Sonntag morgen nach einer Attacke auf Verbindungsstudenten in Greifswald einen Polizeieinsatz verhindert. Das Mitglied einer Studentenverbindung war mit einer Freundin in der Greifswalder Innenstadt unterwegs. Dabei trug er auch das Band seiner Verbindung.

Vor dem linken Zentrum „Internationales Kultur- und Wohnprojekt in Greifswald“ (IKUWO) wurde er aus einer Gruppe von etwa 50 Personen heraus angepöbelt. Drei Männer seien dann auf ihn zugekommen und hätten ihn bedrängt. Einer habe ihm ins Gesicht geschlagen und ihm das Band entrissen. Ein weiteres Band, des der Student trug, wurde dabei beschädigt. Die Angreifer begaben sich nach der Tat wieder in das linke Zentrum.

Polizisten durft nicht rein

Das 25 Jahre alte Opfer rief daraufhin die Polizei, die mit sechs Beamten in das Gebäude wollten, um die Personalien der Tatverdächtigen aufzunehmen und das gestohlene Band sicherzustellen. „Daraufhin solidarisierten sich mehrere der anwesenden Personen. Etwa 15 von ihnen bildeten vor dem Eingang eine geschlossene Kette und der Zutritt wurde zudem verbal verweigert“, schilderte die Polizei den Vorgang. „Auch hinter den Polizeibeamten drängten sich mehrere der Personen zusammen und die Stimmung wurde zunehmend aggressiver. Zur Deeskalation der Lage entschlossen sich die Beamten, die Örtlichkeit zu verlassen.“

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm sprach angesichts des Vorfalls von einem „erschreckenden Autoritätsverlust“ der Polizei. „Es kann und darf nicht sein, daß bei jeder Festnahme und Durchsuchung jetzt ganze Hundertschaften anrücken müssen. Wenn nicht mal sechs Beamte ausreichen, um eine Lokalität zu durchsuchen, haben wir praktisch schon rechtsfreie Räume“, sagte Holm der JUNGEN FREIHEIT.

Holm warnt vor No-Go-Area

„Ich erwarte, daß Polizei und Justiz jetzt durchgreifen. Wenn Polizisten deeskalieren müssen, ist die No-Go-Area nicht weit“, warnte der AfD-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern. Leider bekäme die Polizei seit Jahren keine Rückendeckung von der Politik und würde statt dessen zum „Prügelknaben der Nation“.

Der Fall zeige aber auch, daß die Gewalt gegen Verbindungsstudenten weiter zunehme. Es sei nicht tragbar, „daß am Ende Linksextremisten darüber entscheiden, wer sich in Greifswald frei bewegen kann“ (krk)

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LEIPZIG. Die Linkspartei hat sich auf ihrem Parteitag in Leipzig für offene Grenzen und gegen Abschiebungen ausgesprochen. Die Delegierten stimmten mit großer Mehrheit für den Leitantrag der Parteiführung. Darin heißt es unter anderem: „Wir wollen das Sterben im Mittelmeer und an den europäischen Außengrenzen beenden. Dafür brauchen wir sichere, legale Fluchtwege, offene Grenzen und ein menschenwürdiges faires System der Aufnahme von Geflüchteten und einen Lastenausgleich in Europa. Statt Abschiebung wollen wir Bleiberechte für Menschen und statt Familien auseinanderzureißen, wollen wir sie zusammenführen.“

Zuvor hatte die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Sahra Wagenknecht, ihre Position in der Einwanderungsfrage gegen parteiinterne Kritiker verteidigt. „Ich bin stolz darauf, daß die Bundestagsfraktion gegen jede Verschärfung des Asylrechts gestimmt hat. Und das wird auch so bleiben“, sagte Wagenknecht. Auch sei man sich einig, daß Kriegsflüchtlingen geholfen werden müsse.

Wagenknecht gegen grenzenlose Einwanderung

Worüber man aber diskutieren könne, sei die Frage, ob eine Welt ohne Grenzen unter kapitalistischen Bedingungen wirklich eine politische Forderung der Linken sein solle. Ebenso, ob es für Arbeitsmigration vielleicht Grenzen geben sollte und wenn ja, wo diese lägen. Nur weil man diese Fragen stelle, laufe man noch lange nicht „den Rechten“ hinterher oder übernehme deren Forderungen und Argumentationen, betonte die Linken-Politikerin.

Anstatt sich darüber zu streiten, müsse die Linkspartei dem Erstarken der politischen Rechten in Deutschland entgegenstellen. „Mit der AfD ist eine rechtsnationale, in Teilen faschistische Partei ins Parlament eingezogen, die inzwischen offensiv daran arbeitet, die deutsche Geschichte umzuschreiben und die Verbrechen der Hitler-Diktatur zu relativieren und der es immer besser gelingt , die Themen der gesellschaftlichen Debatte zu bestimmen“, warnte Wagenknecht. Hier zeige sich die wichtigste Aufgabe linker Parteien: „den Vormarsch der Rechten zu stoppen“.

In einem Beschluß forderte die Linkspartei daher auch eine „Einheitsfront aller antifaschistischen Kräfte“. Dem Bündnis sollten neben Antifa, Gewerkschaften, SPD und Grünen auch bürgerliche Kräfte angehören. „Durch eine antifaschistische Massenbewegung können wir die AfD gesellschaftlich isolieren und zurückdrängen und ein gesellschaftliches Klima schaffen, das es der CDU/CSU erschwert, mit der AfD zu kooperieren.“

„Strikte Abgrenzung“ zur AfD

Die Linkspartei wende sich gegen die Normalisierung der AfD und setze auf einen Kurs der „strikten Abgrenzung“. Dieser führe im Idealfall zu einer politischen Isolierung der AfD. „Wir unterstützen zudem die Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Augsburg am 30. Juni 2018. Denn die AfD will den Parteitag nutzen, um im Vorfeld der Landtagswahlen in Bayern ihre rechte Hetze zu verbreiten. Wir wollen ein sichtbares, buntes Zeichen des Protests und der Solidarität dagegen setzen“, heißt es in dem Beschluß weiter.

Auf dem Parteitag in Leipzig wurden auch die beiden Vorsitzenden der Linkspartei, Bernd Riexinger und Katja Kipping, in ihren Ämtern bestätigt. Beide gelten als Gegner Wagenknechts innerhalb der Partei. Kipping erhielt 64,5 Prozent, Riexinger 73,8 Prozent. Dies bedeutete für beide eine Verschlechterung. Vor zwei Jahren waren Kipping und Riexinger noch mit 74 beziehungsweise 78,5 Prozent zum Spitzenduo der Linkspartei gewählt worden. (krk)

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BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat von den Fans der Deutschen Fußballnationalmannschaft Rückendeckung für die Spieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan gefordert. Sie sei überzeugt, daß beide die deutschen Anhänger in keiner Weise enttäuschen wollten, sagte sie in der Sendung von Anne Will in der ARD.

Zudem habe sie es als sehr berührend empfunden, daß Gündogan trotz der Pfiffe gegen ihn bei den Testspielen gegen Österreich und Saudi-Arabien gesagt habe, er spiele gerne für Deutschland. „Ich finde, wir brauchen die jetzt alle, damit wir gut abschneiden.“ Gündogan und Özil gehörten zur Nationalmannschaft „und deshalb würde ich mich freuen, wenn mancher Fan auch klatschen könnte“.

Löw: Pfiffe haben mich geschmerzt

Auch der frühere Kapitän der Nationalelf, Philipp Lahm, warb um Verständnis für die beiden Spieler. „Sie wissen, was sie an Deutschland haben, das wurde ihnen jetzt noch einmal verdeutlicht“, sagte Lahm dem Kölner Stadt-Anzeiger. Er habe die beiden als Personen kennengelernt, die sich immer in die Nationalmannschaft eingebracht hätten.

Bundestrainer Joachim Löw sagte zu den Pfiffen: „Das hat mich schon geschmerzt.“ Schließlich lebe die Mannschaft auch davon, „daß ihre Spieler unterstützt werden“. Der frühere Nationalspieler Mario Basler sieht in der Frage den Ball beim Bundestrainer. „Wenn sie im ersten WM-Spiel der deutschen Mannschaft ausgepfiffen werden, muß Jogi Löw reagieren, sie auswechseln und darf sie nicht mehr spielen lassen, denn so gefährdet er einen großen Titel“, sagte Basler in der Sendung Doppelpaß auf Sport 1. Basler hält Özil zudem für überbewertet. „Für mich ist er ein Mitläufer. Er hat sicher außergewöhnliche Fähigkeiten. Aber in großen Spielen bringt er sie nicht auf den Platz.“

Gündogan und Özil hatten vergangenen Monat für Schlagzeilen gesorgt, als sie sich in einem Londoner Hotel mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan trafen und diesem ein Trikot ihres jeweiligen Vereins überreichten. Anders als Özil schrieb Gündogan zusätzlich auf sein Trikot: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten.“ (tb)

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BERLIN. Die FDP hat nach dem G7-Gipfel eine Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangt. „Sie muß dem Parlament erläutern, wie es nun nach dem beispiellosen Eklat bei diesem G7-Gipfel weitergeht“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP, Marco Buschmann, der Nachrichtenagentur dpa. Der Gipfel war ohne gemeinsames Abschlußdokument beendet worden.

„Die Nachbereitung eines solchen Gipfels im Parlament sollte der Normalfall sein.“ In einer Ausnahmesituation sei das umso mehr zwingend geboten.

Trump zog die Unterstützung zurück

US-Präsident Donald Trump hatte seine Zustimmung zu einer gemeinsamen Erklärung nach dem Gipfel zurückgezogen. Zuvor hatte der gastgebende Premierminister Kanadas, Justin Trudeau, bei einer Pressekonferenz weitere Zölle auf US-Produkte angekündigt.

Trump kritisierte das via Twitter mit den Worten: „Sehr unehrlich und schwach.“ Die vergleichsweise geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands bemängelte er ebenfalls. „Deutschland zahle ein Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in Richtung Nato, während wir vier Prozent eines wesentlich größeren Bruttoinlandsprodukts zahlen.“ Der amerikanische Präsident merkte an: „Wir beschützen Europa zu hohen finanziellen Verlusten und werden dann unfair im Handel geschröpft. Das wird sich ändern.“

Die Bundeskanzlerin hatte sich nach Trumps Androhung weiterer Zölle für wirtschaftliche Gegenmaßnahmen ausgesprochen. „Wir lassen uns nicht eins ums andere Mal da irgendwie über den Tisch ziehen. Sondern wir handeln dann auch“, sagte Merkel in der ARD-Sendung „Anne Will“.

Putin nennt G7-Gipfel „kreatives Gelaber“

Der in folge der Krimannexion vom Treffen der ehemals wichtigsten Wirtschaftsnationen ausgeschlossene Präsident Rußlands, Wladimir Putin, hat den Gipfel als „kreatives Gelaber“ bezeichnet. „Ich glaube, nun müssen wir uns den konkreten Fragen einer realen Zusammenarbeit zuwenden“, sagte er laut dpa.

Er sagte, mehrere Staaten, darunter auch Österreich hätten bereits angeboten, Gastgeber eines bilateralen Treffens zwischen ihm und Trump zu sein. Er wolle den amerikanischen Präsidenten so schnell wie möglich treffen, sagte er Reportern am Rande eines Treffens der Schanghaier Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (SOZ). Die wirtschaftlich stärksten Mitglieder der SOZ-Konferenz sind Rußland und China. (mp)

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BERLIN. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat nach dem Mord an der 14 Jahre alten Susanna vor einem härteren Kurs in der Asylpolitik gewarnt. „Wir sollten nun nicht so tun, als seien Geflüchtete per se krimineller als Deutsche“, sagte Roth der Welt. Gute Integration sei möglich, brauche aber Zeit und koste Geld. Dennoch sei sie eine Chance für alle Seiten, betonte die Grünen-Politikerin.

„Allerdings verspielen wir diese Chance, wenn wir immer nur auf Abschreckung setzen oder wenn wir Vokabular und Strategie der AfD mehr und mehr kopieren – wie es vor allem die CSU tut.“ Natürlich müsse die Union versuchen, einen Teil der AfD-Wähler zurückzugewinnen. „Aber das tut sie nicht, indem sie noch härtere Positionen bezieht. Die Union wäre besser beraten, auf kluge Politiker wie Ruprecht Polenz zu hören, nicht auf die Hardliner.“

Roth warf der AfD zudem vor, den Mord an dem Mädchen politisch auszuschlachten. Sie sei entsetzt darüber, wie die Partei versuchte,
die Tat zu instrumentalisieren. „Ich denke da insbesondere an die inszenierte Schweigeminute
 der AfD im Bundestag. Hier wurde mit
voller Absicht gegen die Geschäftsordnung verstoßen, um die Ermordung eines 14jährigen Mädchens für politische
 Zwecke zu mißbrauchen. Und einige AfD-Kollegen stehen dann auch noch da und grinsen breit, wie auf Fotos zu sehen ist. Mich stößt das ab.“

„Herzkammer unserer Demokratie“

Als Vizepräsidentin des Parlaments habe sie keine andere Wahl gehabt, als einzugreifen. Seitdem werde sie mit „Haß und Hetze überschüttet“, beklagte Roth. Doch damit könne sie umgehen. Es stoße sie nur ab, wenn Mitgefühl und Anstand in der „Herzkammer unserer Demokratie“ entwürdigt würden.

Unterdessen hat der 20 Jahre alte Iraker Ali B. die Ermordung von Susanna F. gestanden. Nach einem knapp sechsstündigen Verhör im Wiesbadener Polizeipräsidium sei er in Untersuchungshaft genommen worden, teilte die Polizei Westhessen am Sonntag auf Twitter mit.

Die Vergewaltigungsvorwürfe habe der abgelehnte Asylbewerber in der Vernehmung jedoch bestritten. Er habe die 14jährige nach einem Streit ermordet, weil er fürchtete, sie würde die Polizei informieren. Susanna F. kannte den jüngeren Bruder von B. Auf diese Weise kam sie auch mit ihrem späteren mutmaßlichen Mörder in Kontakt. Weitere Erkenntnisse zum genauen Tathergang sollen noch ausstehende Obduktionsergebnisse liefern.

Ali B. war nach seiner Flucht in den Nordirak von dortigen Sicherheitskräften verhaftet und am Sonnabend nach Deutschland ausgeliefert worden. Der Iraker war im Sommer 2015 mit seiner Familie nach Deutschland eingereist. Sein Asylantrag wurde im Dezember 2016 abgelehnt. Dagegen hatte er geklagt. Das Verfahren läuft noch. Bereits in der Vergangenheit war Ali B. wiederholt auffällig geworden, unter anderem mit Raub und Körperverletzungsdelikten. Auch attackierte er eine Polizistin und wurde deswegen in Gewahrsam genommen. Außerdem bestand gegen ihn noch der Vergewaltigungsvorwurf eines elfjährigen Flüchtlingsmädchens in einer Asylbewerberunterkunft. (krk/ag)

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