Akif Pirincci: DER HEIMATVERTRIEBENE

On February 12, 2018, in Akif Pirinci, Heimat, by admin

DER HEIMATVERTRIEBENE

Mit Worten kann man allerlei anstellen und bewirken. Wahre Wunder sogar. Man kann die Menschen damit motivieren und demotivieren, ihnen einen Sinn im Leben geben und die kompliziertesten Dinge erklären, sie im Geiste zu den entferntesten Orten reisen lassen oder ihnen die Hölle auf Erden bereiten. Mehr noch, man kann mit Worten Gegebenheiten verschwinden lassen, die für jeden sichtbar, fühlbar und begreifbar sind, gleich Zauberei. Vorausgesetzt, man kann mit Worten umgehen, sie derart artistisch verwenden wie ein Gaukler Wasser und Seife, die er dem staunenden Publikum als kunstvolle Seifenblasen präsentiert.

Einer, der es nicht kann, ist Daniel Schreiber, ein Autoren- und Journalistendarsteller, der im Dienste des Grün-Links-Versiffmus schon für verschiedene Publikationen den intellektuellen Essayisten-Clown gemimt hat, ohne daß ihn ein Schwanz wirklich kennt. Doch DIE ZEIT hungert geradezu nach solch Deutschland hassenden Kack-Laberern, sieht sie sich doch weniger als ein unabhängiges Medium denn als Verlautbarungsorgan der Kinderfickerpartei DIE GRÜNEN und der ihren Perversionen aller Art auf den Leim gegangenen Restparteien. Heute bzw. am 10. Februar erklärt uns Daniel in seinem Artikel „Deutschland soll werden, wie es nie war“ auf ZEIT-Online, daß der Begriff der Heimat a) voll Nazi ist, b) nur von traurigen Abgehängten mit bepißter Jogginghose verwendet wird und c) die Sache eh nicht existiert noch existiert hat. Auftrag erfüllt!

Der Gegenstand seiner Schmonzes ist die von der GroKo geplante Erweiterung des „Ministerium des Innern“ um den Aufgabenbereich der „Heimat“ unter Horst Seehofer. Da nämlich die Co-Mörder, Co-Vergewaltiger, Co-zum-Krüppel-Schläger, Co-Umvolker der Deutschen in der Regierung inzwischen mitbekommen haben, daß ein kleiner Teil des Volkes ob der Micro-Bürgerkriegszustände im Lande unruhig geworden ist und sich zu diesem Mißstand auch laut äußert, wollen sie ihm zur Ablenkung schnell einen gut abgehangenen pseudokonservativen Brocken hinschmeißen, damit es was zu kauen hat: Heimat. Aber da haben sie die Rechnung ohne den Schreiber Daniel gemacht:

„`Heimat´ ist kein politisch unschuldiger Begriff, daran ändert ein Ministerium nichts. Wir sollten das Wort dem rechten Rand überlassen.“

So beginnt der Heimatverächter, dessen Studium ausgerechnet und ironischerweise von der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ finanziert wurde. Wie alle Möchtegerne, die nicht wortgewaltig sind, aber sich unbedingt mit dem Lametta des Dichterfürsten schmücken wollen, arbeitet er mit drei bekannten Tricks des Mindertalentierten: Lügen, eine jedem geläufige Sache so lange zerreden, bis sie keinen Sinn mehr ergibt, und zum guten Abschluß mit einer abstrusen Lösung um die Ecke kommen, vor der man steht wie der Ochs vorm Berg.

Mit der Lüge geht es schon mal los. Überall auf der Welt sei alles rechts und „rückwärtsgewandt“ geworden, meint unser Denker mit auslaufendem Hirn-Akku. Der böse Trump in den USA, in Rußland auch, also jetzt ohne Trump und … Da schleichen sich schon die ersten Schwachsinniaden ein:

„Großbritannien steuert sehenden Auges auf die Brexit-Katastrophe (…) und auch in Österreich und Ungarn hat man Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit zu Regierungsprinzipien erhoben.“

Wieso ist der Brexit eine Katastrophe Großbritannien? Inwiefern? Wirtschaftlich? Nichts deutet darauf hin, jeder sagt darüber etwas anderes, belastbare Zahlen existieren nicht. Also erstmal abwarten. Das einzige Land, das nach dem Brexit auf eine Katastrophe zusteuern wird, ist Deutschland, da nach dem Ausfall Englands als Netto-Einzahler in die EU der Franzose, der Italiener, der Grieche und andere Faulenzer sich die fehlende Differenz vom Dumm-Deutschen holen werden. Aber so hast du es ja nicht gemeint, nicht wahr, Daniel?

Und weshalb sind Ungarn und Österreich fremdenfeindlich, wenn sie keine in der Mehrzahl analphabetische, kulturfremde, bisweilen extrem gewalttätige Moslem- und Afro-Horden ins Land lassen und die Kontrolle darüber behalten wollen, wer sie „bereichern“ darf und wer nicht? Wie kommt Daniel überhaupt auf den Blödsinn, daß die vordringlichste Aufgabe eines Staates darin bestehe, fremdenfreundlich zu sein? Nö, muß er nicht, gibt genug anderes für ihn zu tun. Dann jedoch holt er den größten Lügen-Hammer raus:

„Bei uns in Deutschland sitzen heute Rechtsextreme im Parlament und unter Führung eines Mannes, der wiederholt durch rechtspopulistische Rhetorik von sich Reden gemacht hat, soll es demnächst sogar ein `Heimatministerium´ geben.

Da der ZEITgeistige Aufklärer nix können riktig Daitsch, kennt er den Unterschied zwischen rechts, rechtsradikal und rechtsextrem nicht – kleiner Tipp: rechtsextrem ist verboten. Rechts ist wie Links eine politische, insbesondere völlig legale Position, rechtsradikal deren äußerster, aber immer noch gesetzlich tolerierter Rand so wie bei den Linken z.B. die Antifa. Rechtsextrem jedoch bedeutet Gewalt und Terror. Nach Schreibers Definition sitzen jetzt Terroristen im Bundestag. Wenn dem aber so ist, wieso zeigt er die nicht einfach an und zerrt sie vors Gericht, und aus wäre es mit dem rechtsextremen Spuk? Und derjenige, „der wiederholt durch rechtspopulistische Rhetorik von sich Reden gemacht hat“, Drehhofer nennen sie ihn inzwischen, glaube ich, was hat dieser Bettvorleger dadurch bewirkt? Gibt es auch nur ein einziges beschlossenes Gesetz, einen einzigen Paragraphen, irgendwas, was auch nur annährend einen rechten Geist beinhaltet? Sind die Grenzen durch sein Gesabbele nun geschlossen worden, und kein orientalischer und afrikanischer Dauer-Sozialhilfeempfänger flutscht mehr rein? Oder ist unter „Ehe für alle“ gemeint, daß auch Nazis heiraten dürfen? Lieber Daniel, ich lüge ja auch hin und wieder, aber so, daß keiner es merkt. Anderseits interessierst du dich ja neuerdings mehr für die Werbung als für die Wahrheit:

„Der Begriff der `Heimat´ hat in den vergangenen zehn Jahren eine ungeahnte Karriere gemacht (…) Heute begegnet einem `Heimat´ wieder überall und ist erneut zu einem politischen Schlagwort, zu einer unbestimmten Pathosformel geworden. Mit der seltsamen Emphase dieses Wortes kann man wieder prima Kochbücher, Musik, Backmischungen, Getränke und Fernsehsendungen verkaufen. Man findet es als krisenvertreibenden Spruch auf Geschirrtüchern, Topflappen und Fußmatten. Cafés, Restaurants und Hotels heißen so.“

Puhhh, so schlimm? Sogar auf Topflappen und Fußmatten? Auf meiner Fußmatte steht übrigens: Willkommen Gesell / In diesem Bordell. Also ich weiß nicht, Daniel, vielleicht hast du ja einen Knick in der Optik, doch meine Beobachtungen hinsichtlich der Verkaufsverarsche durch die Werbung sehen ein klein wenig anders aus. Inflationär sehe ich nämlich auf Plakaten und Anzeigen irgendwelche Araber, Türken und Schwarze abgebildet, die eine fast nackte, schwangere oder ums Verrecken von einem Araber, Türken und Schwarzen schwanger werden wollende schneeweiße Frau in der After-Begattungsposition umschlingen. Sogar bei Versicherungswerbung, obgleich dieser Menschenschlag ja, wie du sicher weißt, mehrheitlich wenig vom Beitragszahlen hält. Doch nie, niemals, kein einziges Mal sah ich den umgekehrten Fall, nämlich daß ein Weißbrot-Pimmel eine halbnackte Kopftuch-Tante umschlingt. Okay, dann könnten sich diese Werbeleute ja auch gleich ganz bequem die Pulsadern aufschlitzen, anstatt sich aufwendig köpfen zu lassen, wenn sie Selbstmord begehen wollen.

Apropos Kopftuch: Da ist die Werbung auch schon ganz wuschig, insbesondere die politische Werbung. Nicht nur für Haarshampoo (!) und Süßigkeiten wird mit dieser Art der Frauendemütigung und Verhäßlichmachung der wertlosen Fotzen nach Lesart unserer „Gäste“ mit Leibeskräften geworben, sondern es gibt inzwischen kaum eine Verlautbarung kommunaler, sozialer, bildungs- und parteipolitischer und überhaupt mit „Heimat“ zusammenhängender Fasson, auf denen sich nicht Negerkrausen-Kids und bereits ziemlich abwägend blickende Macho-Mohammeds in Überzahl tummeln. Gut, ein paar blonde Heidis mit Zöpfen sind vorerst auch darunter, schließlich muß ja das zukünftige Fickvieh für den Schwanzflutschtest für Ogundu und Ali auch von irgendwo herkommen. Und erst das Fernsehen! Wann hast du mal zuletzt Kinderfernsehen geguckt, Daniel? Die einzige Heimat, die du da vorfinden wirst, ist jene, in der sich eine pubertierende Doof-Gans germanischen Gens ein Kopftuch aufsetzt, ein Tag schonmal für ihre Islam Unterwerfung übt und das Ganze gar nicht mal so unokay findet. Naja, bei Topflappen sieht die Werbung vielleicht tatsächlich anders aus.

Dann wird Daniel, der Kosmopolit, der in New York auf deutsche Steuerzahlers Kosten jahrelang den Völkerumarmer markieren durfte, schröcklich nachdenklich.

„Ein Blick in die Kulturgeschichte verrät, dass Menschen immer dann über Heimat reden, wenn sie glauben, so etwas wie Heimat verloren zu haben. Das Sprechen über Heimat ist in diesem Sinne vor allem ein Symptom – ein Symptom für kollektive Entwurzelungsgefühle und für den vermeintlichen Verlust kultureller und regionaler Identitäten. Lange war das Wort nichts als eine Bezeichnung für den Geburtsort oder den Landstrich, in dem man seinen bleibenden Aufenthalt hatte.“

Wer hat uns die Heimat geraubt und uns ihrer entwurzelt, Daniel? Wer hat sie vollgeschissen mit nutzlosen Steinzeit-Menschen, einem Steinzeit-Gewalt-und-Sex-Kult und einer Barbaren-Kultur, die weder in unsere noch in eine andere Heimat europäischer Fasson passen? Björn Höcke? Die „Rechtsextremen“? Die Illuminati? Es waren solche Leute deiner geisteskranken Gesinnung, die über Jahre hinweg das Deutsche verteufelt, lächerlich gemacht und verdammt haben und eine Gemengelage errichteten, in der jeder „Das ist mein Land“ sagte, als Nazi, als Krimineller und als zum Abschuß Freigegebener seiner bürgerlichen und wirtschaftlichen Existenz zerstört und vernichtet wurde. Es waren solche sich die geistige Elite schimpfende und ihren Lebensunterhalt in der Regel vom deutschem Steuergeld bestreitende Gratis-Moraliker, welche die beschissene Lebensweise von dahergelaufenen Primitiven wertvoller erachteten als die von uns Zivilisierten, während sie selbst abgeschottet in ihren Rotwein-Biotopen in vollen Zügen die Kultur und die Freiheit dieser zivilisierten Heimat genossen. Es war jener verbrecherischere Dreck im Bundestag, der jede Verwüstung von Tradition und zivilisatorischem Fortschritt abnickte bis hin zur stundenlangen Folterung von Tieren bei aufgeschlitzter ausblutender Kehle, zur Verstümmelung der Geschlechtsorgane von kleinen Jungen und zur Tötung von Kindern im Mutterleib und sich dabei einen ablachte.

Und glaub ja nicht, daß ich nicht durchschaue, worauf du hinauswillst, wenn du sagst, Heimat wäre ja früher nur Geburts- und Aufenthaltsort gewesen. Wo immer ich meinen Hut hinlege, da bin ich daheim, nicht wahr? Was geht mich mein Land an, nicht wahr? Was geht mich an, daß Deutschland vielerorts inzwischen wie eine orientalische Müllhalde mit Messer schwingenden Halbmördern und verschleierten Halbsklavinnen aussieht, nicht wahr? Ich bin nicht Deutschland, ich bin meine Altbauwohnung mit Parkettboden und Stuck an der Decke in der Elbchaussee, nicht wahr? Am Arsch!

„Die Idee von Heimat, die damals ihren Anfang nahm, war wenig mehr als eine Projektion von kollektiven Sehnsüchten, Ängsten und Nostalgien. Sie war ein Sinnbild für etwas, das man anders nicht zum Ausdruck bringen konnte. Sie beschrieb den Ort einer irrealen, rückwärtsgewandten Sehnsucht (…) Immer beschrieb Heimat eine mehr schlecht als recht an die Realität gebundene Wunschvorstellung – eine Wunschvorstellung, die existierte, um sie politisch nutzbar zu machen.“

Verstehe, alles Lug und Trug, nur erschaffen und in die Köpfe eingepflanzt, damit die „Rechtsextremisten“ an die Macht kommen. Typisch deutsche Landschaften mit Wäldern und Tälern und Rotkäppchen und dem Wolf dazwischen, die Weinhänge des Rheins und der Mosel strahlend im sonnigen Licht, eine leckere Currywurst zur Mittag, die geisterhafte Silhouette der Alpen von Bayern aus gesehen, das kleine hessische Dorf im grünen Winkel wie vor Jahrhunderten, der Osterspaziergang in Begleitung von Gretchen und Faust, die kalte Küste im Norden mit Fußabdrücken im Sand, deutsche Weihnacht in der Reflexion großer freudiger Kinderaugen, die Doms, die kleinen Kapellen und die Seen, die quicksilberig glänzenden Seen, die gepflegten Friedhöfe, Seelengärten ähnelnd – alles nur Fieberwahn der Rechten, alles nur „irreale, rückwärtsgewandte Sehnsucht“, keine Heimat, nirgends. Damit wir jedoch nicht allzu entwurzelt, identitätslos und wie bestellt und nicht abgeholt dastehen, hat unser umgekehrter Heimatdichter am Ende seiner Eloge an Buntistan eine sehr komische Idee:

„Viele Menschen, die heute über `Heimat´ sprechen, verwechseln den Begriff mit der Idee eines `Zuhause´ (…) Ein Zuhause allerdings können wir immer haben. Das Einzige, das wir kollektiven Entwurzelungsgefühlen entgegenstellen können, sind unsere individuellen Versuche der Verwurzelung. Anstatt über Heimat zu schwafeln, sollten wir uns engagieren und uns ein Zuhause bauen.“

Ich weiß, das ist einigermaßen verwirrend und schwer zu verstehen. Mein Erklärungsversuch: Also wenn ein Deutscher … ähm, jemand, der schon länger hier lebt und dessen Ahnen es ebenso taten, in, sagen wir mal in einer Kleinstadt in Sachsen wohnt, soll er nicht mehr sagen „Deutschland ist meine Heimat“, sondern „Deutschland geht mir am Arsch vorbei, denn da `Heimat eine mehr schlecht als recht an die Realität gebundene Wunschvorstellung“ ist, fühle ich mich nur zugehörig zu meinem `Zuhause´ von 85 Quadratmetern mit Balkon.“ Das Problem dieser Art des Existierens im luftleeren geistigen Raum beginnt jedoch, wenn dieser jemand mal zum 20 Kilometer entfernten Netto-Markt einkaufen fährt. Praktisch betritt er damit schon Ausland oder meinetwegen eine Geographie, die ihn in keiner Weise berührt und etwas angeht. Man kann sich ungefähr vorstellen, um wie viele Potenzen sich dieses Problem vergrößert, wenn er anstatt zu Netto ins Rheinland führe. Er würde dann total zu fremdeln beginnen und sich gleichsam wie im südamerikanischen Tropenwald fühlen und die schon länger dort Lebenden als exotische Indianer registrieren, da ja nach Völkerkundler Daniel Schreiber Übereinstimmungen in einer heimatlichen Gefühls- und Wahrnehmungsebene bloß auf Hirngespinsten von Rechten basieren. Schon gar gibt es keine Schicksalsgemeinschaften, gewachsene Völker, einen Volkscharakter oder nur den Volkszugehörigen vertraute Gepflogenheiten. Eine Lösung wäre es in diesem Falle, wenn die Regierung den Umkreis von zwei Metern um einem herum amtlich zu „Zuhause“ erklärte, so daß sich bei praktischen Tätigkeiten Schnittmengen bilden können.

Eine andere und meiner bescheidenen Meinung nach viel bessere Lösung wäre es allerdings, wenn Daniel Schreiber seine Sieben Sachen packen und endlich aus diesem immer rechtsextremer werdenden Land verschwände. Am besten zu seinem Zuhause im Nirwana.

Die Rache wird suess sein!

SPD nur knapp vor AfD

On February 12, 2018, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Die SPD ist laut einer aktuellen Umfrage nur noch knapp zweitstärkste Kraft. In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der Bild-Zeitung kamen die Sozialdemokraten auf 16,5 Prozent. (minus 0,5). Die AfD erzielte wie in der Vorwoche 15 Prozent.

Stärkste Partei wurde die Union mit 29,5 Prozent. Auch sie büßte einen halben Prozentpunkt ein. „CDU und SPD müßten Neuwahlen fürchten. So unbeliebt war die GroKo noch nie“, sagte INSA-Chef Hermann Binkert dem Blatt. Beide Parteien kommen damit zusammen auf 46 Prozent. Damit fehlten einer Schwarz-Roten-Koalition vier Prozentpunkte für die Regierungsmehrheit.

Die Grünen verbesserten sich um einen halben Punkt auf 13 Prozent. Gleiches galt für die Linkspartei (11,5 Prozent) und die FDP (10,5 Prozent). Eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen käme somit auf eine Mehrheit von 53 Prozent. Für die Erhebung hatte Insa von Freitag bis Montag mehr als 2.600 Bürger befragt. Die jüngsten Querelen in der SPD sind in der Umfrage also berücksichtigt. (krk)

HAMBURG. Eine junge Frau hat in Hamburg am Wochenende eine mögliche Vergewaltigung durch einen afghanischen Asylbewerber verhindert. Der 18 Jahre alte Tatverdächtige soll laut Zeugenaussagen eine 19jährige Deutsche am S-Bahnhof Jungfernstieg zunächst sexuell belästigt haben und ihr dann zu einem Treppenabgang am Bahnsteig gefolgt sein.

Dort habe der Beschuldigte der Polizei zufolge seinem Opfer unter die Jacke gegriffen und versucht, ihre Brüste zu begrapschen. Dabei habe er die Frau am Hals geküßt und probiert, ihre Hose zu öffnen. Zudem machte er ihr klar, daß er Geschlechtsverkehr mit ihr wolle. Die Polizei merkt dazu an: „Aufgrund der primitiven und besonders abwertenden Ausdrucksweise des Tatverdächtigen“ könne die entsprechende Äußerung nicht im Original wiedergegeben werden.

Der mutmaßliche Täter ist wieder in Freiheit

Als die 17jährige den Vorfall bemerkte, forderte sie den Mann auf, von der Frau abzulassen. Dieser beleidigte sie daraufhin, flüchtete aber anschließenden aus dem Bahnhof. Er konnte später von der Polizei festgenommen werden. Die Beamten mußten ihn aber noch in derselben Nacht wieder auf freien Fuß setzen. „Nach hiesigem Sachstand ist der Beschuldigte noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Hamburg der JUNGEN FREIHEIT. (tb)

BERLIN. Drei Viertel der Berliner Drittklässler beherrschen die deutsche Rechtschreibung nicht richtig. Von den rund 24.000 Drittklässler erreichte knapp die Hälfte nicht die Mindestanforderungen und liegt auf der untersten der fünf Kompetenzstufen, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf die aktuelle „Vera 3“-Studie. Ein weiteres Viertel schaffte demnach lediglich den „Mindeststandard“, womit drei Viertel unterhalb des von der Kultusministerkonferenz festgelegten „Regelstandards“ liegen.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte im Herbst vergangenen Jahres angekündigt, die Ergebnisse nicht zu veröffentlichen. Schließlich sei das in anderen Bundesländern auch noch nie geschehen, argumentierte sie damals. Erst auf Druck von Parteikollege Joschka Langenbrinck, der sich auf sein Auskunftsrecht als Abgeordneter beruft, werden sie nun veröffentlicht.

Auch viele Kinder deutscher Muttersprache auf unterstem Niveau

Bei Betrachtung von Kindern mit deutscher Muttersprache ergibt sich dem Bericht zufolge ein ähnliches Bild wie bei Schülern nicht-deutscher Herkunftssprache. 40 Prozent von ihnen lägen auf der schlechtesten Stufe. Fünf Prozent schafften den „Optimalstandard“. Bei den Kindern anderer Herkunftssprachen seien 60 Prozent unterhalb des Mindeststandards.

Etwas besser schnitten dieser Schüler laut der Studie beim Lesen ab. 30 Prozent blieben unter dem Mindeststandard, 18 Prozent schafften die höchste Stufe. In Mathematik konnte mehr als ein Drittel der getesteten Kinder nicht die einfachsten Aufgaben lösen, bei den nicht-deutschsprachigen Schülern sogar die Hälfte, heißt es in dem Bericht.

Die Gesamtergebnisse fielen schlechter aus als 2015, was der Zeitung nach daran liegen könnte, daß mittlerweile viele Flüchtlingskinder die Willkommensklassen verlassen haben und in Regelklassen beschult werden.

Land Berlin startet Türkisch-Unterricht an Schulen

Seit Montag hat Berlin an einigen Grundschulen einen eigenen Türkisch-Unterricht. Die Schüler werden zwei Stunden pro Woche in Arbeitsgemeinschaften von Lehrern des Landes Berlin unterrichtet. Die Bildungsverwaltung wolle damit eine Alternative zu dem bereits bestehenden muttersprachlichen Unterricht des türkischen Generalkonsulats bieten.

Dieser wurde von Eltern als konservativ und nationalistisch kritisiert, berichtet der RBB. Der Türkische Bund Berlin sprach von einer „Indokrtinierung“. Bislang gilt das Angebot in 20 Schulen in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln. Es soll im kommenden Schuljahr auch auf andere interessierte Schulen ausgeweitet werden. (ls)

Es gab Zeiten, da war die CDU das Feindbild der Antifa. Heute aber scheint Unionschefin Angela Merkel in linksextremen Kreisen so etwas wie eine moderne Heilige zu sein. Kritik an ihr ist verboten. Wer sie dennoch äußert, zieht schnell den Haß der linken Szene auf sich.

Diese Erfahrung mußte nun auch Uta Ogilvie machen. Linksextremisten attackierten in der Nacht zum Montag das Haus, in dem die Hamburgerin mit ihrer Familie wohnt. Sie schleuderten Farbbeutel gegen die Fassade. Auch ein Fenster ging zu Bruch, als ein mit Farbe gefülltes Glas die Scheibe durchschlug. Der oder die Täter hinterließen eine klare Botschaft: „Heute knallt’s“, schrieben sie an die Hauswand.

„In dem Zimmer waren überall Scherben und Farbe“, schildert die junge Mutter die Auswirkungen der Attacke gegenüber der JUNGEN FREIHEIT. „Wir waren alle ziemlich schockiert.“ Beschädigt wurden auch die Autos der Familie.

„Da sagte ich mir: es reicht“

Drohung an der Hauswand

Begonnen hatte alles vor drei Wochen. „Ich war schon lange mit der politischen Situation unzufrieden, aber an diesem Sonntag sagte ich mir plötzlich: es reicht.“ Ogilvie faßte sich ein Herz, bastelte ein rosa Pappschild mit der Forderung „Merkel muß weg“ darauf und ging am letzten Montag im Januar in Hamburg auf dem Jungfernstieg demonstrieren, ganz allein.

Doch sie erhielt überraschend viel Zuspruch. Von Passanten, aber auch auf Facebook, wo sie ein Foto der Aktion postete. Also dachte sie sich: Warum nicht noch einmal? Gesagt, getan. Am darauffolgenden Montag forderte sie erneut mit ihrem Pappschild den Rücktritt der Kanzlerin. Und diesmal war Ogilvie nicht mehr allein. Etwa 60 weitere Merkel-Unzufriedene hatten sich ihr angeschlossen. Also meldete sie ihren nächsten Protestzug an – für den heutigen Montag.

Doch der Zorn der Hamburger Antifa ließ nicht lange auf sich warten. Die „Neo-Nazi-Demo“ am Jungfernstieg müsse verhindert werden, hieß es auf der linken Internetplattform Indymedia. „Bevor sich Neo-Nazis in der Hamburger Innenstadt wohlfühlen und einen erfolgreichen Hamburger Pegida-Klon etablieren können, müssen wir das vorzeitig mit allen notwendigen Mitteln unterbinden.“

„Ich bin ein zutiefst friedlicher Mensch“

Farbattacke auf das Wohnhaus Fotos (2): Uta Ogilvie

Auf Indymedia erschien am Montag dann auch ein Bekenntnis zu dem Anschlag auf Ogilvies Haus. „Wir haben vergangene Nacht dem Ehepaar Ogilvie einen Besuch abgestattet. Wir haben ihre beiden Firmenautos tiefergelegt und bleibende Spuren an der Fassade hinterlassen.“ Der Grund: Durch Ogilvies Demonstration fühlten sich „Rechte aus verschiedenen Strömungen dazu ermutigt, wieder in Hamburg auf die Straße zu gehen und hinter der Parole ‘Merkel muß weg’ gegen Geflüchtete zu hetzen“.

Uta Ogilvie wird an diesem Montag trotzdem erneut in Hamburg gegen Angela Merkel demonstrieren. „Ich weiß nicht, wie viele diesmal kommen. Aber von dem Angriff werde ich mich nicht abhalten lassen.“

Wie es danach weitergehe und ob sie weitere Demonstrationen anmelden werde, wolle sie nach dem heutigen Abend entscheiden. Das hänge auch vom Verlauf ab. Schließlich haben linksextreme Gruppen zu Gegenprotesten aufgerufen. „Ich bin ein zutiefst friedlicher Mensch und habe nichts mit Nazis am Hut“, versichert Ogilvie.

Auf Facebook schreibt sie, wer heute abend bei ihrer Demo willkommen ist – und wer nicht. Es handle sich um einen schweigenden Protest. Das bedeute: „Unterhaltung: Ja. Lautes Skandieren, Trillerpfeife etc.: Nein.“ Schilder und Plakate seien erlaubt, allerdings nur ohne die Logos von Parteien oder anderen Organisationen. Aufrufe zur Gewalt seien selbstverständlich verboten, ebenso Bezüge zum Nationalsozialismus. „Ich erwarte gutes Betragen. Selbst dann, wenn man uns anpöbelt. Da stehen wir drüber!“

Globalisierer sorgen sich um einen Begriff

On February 12, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Begriffe lösen Assoziationen aus. Sie sind heute nicht selten Teil von Marketing-Strategien. Oft wollen diejenigen, die einen Begriff verwenden, positive Effekte erzeugen. Doch bei anderen werden negative Empfindungen geweckt. Das kann derzeit mal wieder bei der Diskussion um den Begriff „Heimat“ festgestellt werden.

Offenbar hat die in der Entstehung befindliche „Große Koalition“, vor allem aber die vor der Landtagswahl stehende CSU, ein Bedürfnis in der Bevölkerung erkannt. Das möglicherweise künftig von Horst Seehofer geleitete Innenministerium soll im Namen durch den Begriff „Heimat“ erweitert werden.

Es gibt dafür mehrere aktuelle Vorbilder. In Bayern existiert seit 2014 unter Markus Söder das „Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat“, und in Nordrhein-Westfalen wurde 2017 das „Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung“ eingeführt. Der Inhalt ist ziemlich harmlos. In Bayern geht es laut offizieller Verlautbarung zum Beispiel darum, „gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Freistaat“ zu schaffen, also den öffentlichen Raum zu fördern.

Für die einen Marketing, für die anderen ein Unwort

Daß die Institution aber nicht „Ministerium für Gleichwertigkeit“ heißt, sondern den „Heimat“-Begriff verwendet, richtet sich auch als Zeichen an die verunsicherten Bürger im Land. Es soll signalisieren, daß die politische Klasse sich des Wunsches der Bürger nach geordneten Verhältnissen, nach Geborgenheit, nach Verwurzelung in ihrer Region und ihrem Land angenommen hat. Österreichs Bundespräsident Alexander van der Bellen hat es vorgemacht, und die Verwendung des „Heimat“-Begriffes dürfte ihm 2016 entscheidende Pluspunkte bei seiner Wahl zugeführt haben.

Was für die einen positives Marketing ist, ist für die anderen die Verwendung eines Begriffs, der in die falsche Richtung weist. Der Landesgeschäftsführer der Berliner Linkspartei Sebastian Koch befürchtet, daß durch den Begriff die gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Globalisierung und Internationalität gefährdet werden könnte. Man müsse sich zwischen „Deutschtümelei und Weltoffenheit“ entscheiden.

Der Begriff „Heimat“ ist Koch also bereits zu deutsch, zu national besetzt. Auch der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, fühlt sich bedroht. Die Übertragung des „Heimat“-Begriffs in einen politischen Kontext, „halten wir nicht nur aufgrund der deutschen Vergangenheit für problematisch. Wir befürchten, daß er nicht Zusammenhalt und Zusammengehörigkeit, sondern Ausgrenzung und Spaltung fördert“, verlautbarte er.

Drei Varianten von Globalismus

Und auch der Schriftsteller Daniel Schreiber wettert nun in der Zeit, daß mit diesem Begriff „Deutschland so werden soll, wie es nie war“. In Schreibers inhaltlich sehr dünnen Zeilen offenbaren sich exemplarisch die weitgehend unreflektierten, durchaus antideutsch zu titulierenden, Ressentiments, die vielen Zeitgenossen in ihre Hirne transplantiert wurden.

Schreibers historisches Zeitverständnis ist in starkem Maße determiniert, also von der Vorstellung eines „Fortschritts“ und eines „Rückschritts“ strukturiert. „Fortschritt“ ist im Kontext solchen Denkens ein Mehr an Globalisierung, an Internationalität, an Grenzöffnung, an Migration, an Multikulturalismus, an Auflösung traditioneller Lebensformen, an weltweiter Vernetzung, an digitaler Geschwindigkeit, an Normierung bei gleichzeitiger Vielfalt der Produktauswahl.

An der politischen Selbstverortung des jeweiligen Publizisten oder Politikers liegt es dann, ob er sich mit diesem globalistischen Konzept zufrieden gibt (neoliberal) oder ob er noch eine Prise mehr an „sozialer Gerechtigkeit“ darüber zuckern möchte (gemäßigt links) oder ob er sich von Einwanderung zukünftig einen globalen Umsturz hin zu einer kommunistischen Welt-Gesellschaft erhofft (radikal links).

Sand im Getriebe der globalen Vereinheitlicher

So detailliert äußert sich Schreiber nicht, aber für ihn steht fest, daß es eine Entscheidung zwischen zwei Richtungen gibt, in die sich das Land und die Welt entwickeln können. Der Begriff „Heimat“ weist für ihn in die „rückschrittliche“ Richtung, also eine Welt der Trumpschen Mauern, des polnischen Katholizismus, des österreichischen und ungarischen „Nationalismus“, der türkischen Erdogan-„Diktatur“, der russischen „Hetze“ gegen „Schwule, Lesben und Transgender“ und der Brexit-Briten.

Unterschiedlichste Zeitphänomene werden also in einem Aufwasch als Feinde markiert, und zwar weil sie allesamt Sand im Getriebe einer auf Globalisierung und Vereinheitlichung ausgerichteten Welt-Utopie sind. Daß die „Rechtsextremen“ im Bundestag, gemeint ist die AfD, in einen Kontext mit Erdogan, Putin, der polnischen PiS-Partei und Trump gestellt werden, zeigt, daß die Komplexität der modernen Welt gerade bei Globalisierungsanhängern in ein schlichtes schwarz-weißes Blockdenken zurückverdichtet wird.

Nun kritisiert Daniel Schreiber, daß sich mit dem Begriff „Heimat“ das Bestreben nach einem „irrealen Sehnsuchtsort“ verbinde. Es verberge sich der dahinter der Wunsch nach einer vormodernen Idylle, die „Projektion von kollektiven Sehnsüchten, Ängsten und Nostalgien“.

Irrationale Ängste der Globalisten

Diese Einschätzung mag sogar stimmen. Indes, was ist das anderes, als Globalisierungsfreunde wie Schreiber ebenfalls vertreten? Sie vertreten mit ihrem Projekt einer internationalisierten „Moderne“ ebenfalls einen „irrealen Sehnsuchtsort“. In ihrem Bestreben nach einer Welt des ewigen Friedens in Konsum und Unterhaltungsindustrie, einer Welt der globalen Reise- und Niederlassungsfreiheit sowie der post-ethnischen Vermischung der Völker, offenbaren sich ebenfalls „kollektive Sehnsüchte“.

Und ihre eigenen Ängste zeigen sich ja angesichts der scharfen Attacken gegen sämtliche Störelemente auf dem Weg in die „multikulturelle“ Idylle ganz deutlich. Gerade im Begriff des „rechten Randes“, den Schreiber warnend verwendet, in den Angriffen gegen „Fremdenfeinde“ und „Populisten“ kann man diese durchaus irrationalen Ängste der Globalisten sehr gut erkennen.

In diesem Kampf zwischen Licht und Dunkelheit wirkt Schreibers Vorschlag, den Begriff „Heimat“ doch lieber durch „Zuhause“ zu ersetzen, indes nur lau. Während die Heimat den Umgestaltungsphantasien der Globalisten überlassen werden soll, wird dem Volk nur noch ein „Zuhause“, ein scheinbarer Rückzugsort in den eigenen vier Wänden, zugestanden. Dahinter verbirgt sich allerdings nur der Versuch einer Ent-Politisierung der kritischen Bürger.

BERLIN. Der Bund der Steuerzahler hat den hohen Finanzbedarf der Ausgaben für politische Stiftungen kritisiert. „Die Finanzierung der Stiftungen verschlingt drei Mal mehr Steuergeld als die staatliche Parteienfinanzierung“, sagte Vereinspräsident Reiner Holznagel der Welt am Sonntag.

Durch eine parlamentarische Anfrage der AfD war herausgekommen, daß die politischen Stiftungen der Bundestagsparteien im vergangenen Jahr 581,4 Millionen Euro und damit so viel wie nie zuvor aus verschiedenen Bundesministerien erhalten haben. Im Jahr zuvor waren es 554,5 Millionen Euro.

Der Steuerzahlerbund und die Organisation Transparency International forderten deshalb ein Stiftungsgesetz. „Die Stiftungen müßten dann detailliert Rechenschaft ablegen, um die Finanzierung transparenter und für jeden Bürger nachvollziehbar zu machen“, schlug Michael Koß von der Arbeitsgruppe Politik bei Transparency vor.

SPD-nahe Stiftung erhält über 170 Millionen Euro

Die meisten Zuschüsse erhielten der Anfrage zufolge die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung mit 170,7 Millionen Euro sowie die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung mit 167,1 Millionen Euro. In den vergangen zehn Jahren erhielt die Ebert-Stiftung rund 1,4 Milliarden Euro aus Steuermitteln. Die Zahlungen an die Adenauer-Stiftung beliefen sich im selben Zeitraum auf 1,3 Milliarden Euro.

Die Zuschüsse für die der Linkspartei nahestehenden Rosa-Luxemburg-Stiftung stiegen im vergangenen Jahr auf 64,1 Millionen Euro. Knapp dahinter folgt die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung mit 63,6 Millionen Euro. Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung erhielt 58,4 Millionen Euro und die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit 57,6 Millionen Euro.

Die Gelder investieren die Stiftungen beispielsweise in die politische Bildung, Stipendien für Studenten oder den Aufbau von Demokratien im Ausland. Die politischen Stiftungen sind zur organisatorischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit und Distanz von ihrer jeweiligen Partei verpflichtet. Dennoch monieren Kritiker immer wieder, daß gerade diese wegen der fehlenden Intransparenz nicht gegeben sei. (ls)

PRESSBURG. Kardinal Gerhard Müller hat Modernisierungstendenzen in der Katholischen Kirche scharf kritisiert. Bei einer Rede vor der Slowakischen Bischofskonferenz in Preßburg (Bratislava) warnte Müller laut einem Bericht der Tagespost vor einer „unterwürfigen Umwandlung der Kirche in eine NGO zur Verbesserung der innerweltlichen Lebensbedingungen“. Dies sei eine „suizidale Modernisierung“, die den Menschen um die Wahrheit Gottes betrüge.

Scharf verurteilte der frühere Bischof von Regensburg auch die Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in Aussicht gestellt hatte. „Wenn ein Priester ein homosexuelles Paar segnet, ist das ein Gräuel an heiliger Stätte: etwas gutzuheißen, was Gott nicht gutheißt“, stellte der im vergangenen Jahr von Papst Franziskus abgesetzte ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation klar.

In der Vergangenheit hatte Müller auch immer wieder vorsichtige Kritik am derzeitigen Papst geäußert. „Es wäre besser, die Glaubensbotschaft des Papstes zu hören und darauf zu achten, statt mit sekundären Aufmerksamkeitselementen das Papsttum populär zu machen“, sagte er in Richtung Franziskus. (tb)

BERLIN. Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach rechnet trotz der internen Kritik an Parteichefin Angela Merkel nicht mit Umsturzversuchen. „In der CDU wird es ganz bestimmt keine Revolte geben“, sagte Bosbach der Rheinischen Post. Die CDU sei im Gegensatz zur SPD doch eher pflegeleicht.

„Die Kanzlerin wird auf dem Parteitag erklären, daß alle Vereinbarungen mit der SPD alternativlos sind, und die Partei wird dem mit großer Mehrheit zustimmen“, kommentierte er mit Blick auf den CDU-Parteitag Ende Februar sarkastisch. Dennoch äußerte Bosbach Kritik an der von Merkel verteidigten Ressortverteilung.

„Es war doch nicht absolut zwingend, der SPD auch noch das Bundesfinanzministerium zu geben. Was hätte denn dagegen gesprochen, es bei der bisherigen Ressortverteilung zu belassen? Das hätte die SPD erklären müssen, nicht die Union.“ Viele CDU-Mitglieder und -Wähler fragten sich zu Recht: „Die Union hat bei der Wahl deutlich besser abgeschnitten als die SPD. Warum spiegelt sich das im Koalitionsvertrag nicht wider?“

Unions-Politiker enttäuscht über Merkels Versprechen

Unterdessen haben mehrere CDU-Politiker enttäuscht auf Merkels Ankündigungen in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ reagiert, im Falle einer Großen Koalition weitere vier Jahre im Amt bleiben zu wollen. „Der Versuch, mit dem üblichen ‘Weiter so’ das schlechte Verhandlungsergebnis und die Wahlschlappe von September schönzureden, hat mich nicht überzeugt. Wir müssen uns in der CDU schon jetzt überlegen, wie wir uns ohne Merkel personell neu aufstellen“, mahnte der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch in der Bild-Zeitung.

CSU-Politiker Peter Gauweiler meinte: „Die Botschaft des Abends: Angela Merkel dankt nicht ab! Sie sollte langsam darüber nachdenken, was sie in 50 Jahren gern über sich in den Geschichtsbüchern lesen würde: Eine Herrscherin, die nicht loslassen kann?“ Der Haushalts-Politiker Olav Gutting (CDU) sagte zu Merkels Versprechen, vor dem Parteitag eine verjüngte Kabinetts-Liste zu präsentieren: „Etwas anderes konnte sie ja nicht sagen.“ Er gehe aber davon aus, „daß sie verstanden hat“. Der Frust an der Basis über die Ressortverteilung sei „jedenfalls enorm“.

Merkel hatte in der ZDF-Sendung am Sonntag abend unter anderem angekündigt: „Jetzt geht es doch darum, Personen Chancen zu geben, die ihre politische Zukunft noch vor sich haben oder mitten da drin sind“. Zu der Diskussion über ihre Amtszeit verdeutlichte sie: „Die vier Jahre sind jetzt das, was ich versprochen habe. Und ich gehöre zu den Menschen, die Versprochenes auch einhalten.“ Dies gelte auch für den Parteivorsitz. „Für mich gehören diese beiden Ämter in eine Hand, um auch eine stabile Regierung bilden zu können. Dabei bleibt es.“ (ls)

KOPENHAGEN. Die dänischen Sozialdemokraten planen die Abschaffung des Asylrechts. In Zukunft soll es nach dem Willen von Parteichefin Mette Frederiksen für Nicht-EU-Bürger nicht mehr möglich sein, Asylgesuche in dem Land zu stellen, berichtet die Luzerner Zeitung. Wer es dennoch versucht, soll in ein von Dänemark geführtes Lager in Nordafrika gebracht werden, wo das Gesuch behandelt wird.

Ins Land gelassen werden sollen lediglich noch direkt von den Vereinten Nationen ausgewählte Quotenflüchtlinge. Asylbewerbern, denen in den nordafrikanischen Lagern Asyl gewährt wird, sollen danach in einem Camp der Vereinten Nationen leben.

Tod von Flüchtlingen verhindern

Dadurch könnten gefährliche Schlepperfahrten übers Mittelmeer und der Tod von Flüchtlingen vermieden werden, ist Frederiksen überzeugt. Ihr Vorschlag sei „nötig, wenn wir für Dänemark und für die Flüchtlinge sorgen wollen“. Letzteres soll durch eine Erhöhung des Entwicklungshilfeetats geschehen.

Für „nichtwestliche“ Personen soll es fortan in Dänemark eine vom Parlament stets angepaßte Obergrenze geben, die sich primär nach den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts richte. Vorschläge der Dänischen Volkspartei nach Auffanglagern in Afrika hatte die Vorsitzende der mandatsstärksten Partei im dänischen Parlament zuvor noch als „unanständig“ zurückgewiesen. Man könne nicht „Leute wie Umzugskisten herumschieben“, erklärte sie damals. Seit der Folketing-Wahl von 2015 befindet sich die Partei in der Opposition. (tb)

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