Akif Pirincci: DIE VERMESSUNG DER PHYSIK

On February 7, 2018, in Akif Pirinci, by admin

Daniel Kehlmann, der festgefahrene Linke.

DIE VERMESSUNG DER PHYSIK

Erinnert sich jemand noch an Günter? Ich meine, an Günter Grass, den einstigen Gottvater-Schriftsteller der Deutschen? Neben der fleißigen Schreiberei tat er sich zyklisch als „Gewissen der Nation“ hervor. Nach Heinrich Böll, der viele Jahre vor ihm den Weg alles Irdischen ging, hatte er sich auf diesem Königsthron fest etabliert. Grass war bis zu den Kiemen ein Linker. Selbst sein Outing, als junger Mann zu jener dunklen Zeit in die Waffen-SS hineingeschnuppert zu haben, und sein antisemitischer Ausfall auf die feine englische Art zum Ende hin vermochte ihn nicht vom Sockel des stramm linken Marsch-Bläsers Deutschlands runterzuholen. Obgleich er selber die meiste Zeit auf der dänischen Insel Mön verbrachte und auch viele seiner Werke dort vollendete, ließ er sich nicht nehmen, deutsche Zustände, und diese waren für ihn irrigerweise immer total rechts und rassistisch, am laufenden Band zu bekritteln und zu beschimpfen.

Hey, es war nicht alles schlecht am Günter. Er hat ein paar tolle Bücher geschrieben, außerdem besaß er einen sehr sympathischen Zug. Das heißt, zu seinen Lebzeiten fiel das niemandem auf, weil es damals die selbstverständlichste Sache der Welt war. Obwohl Grass die rechte Gegenseite immer wieder in Grund und Boden verdammte, hat er niemals verlangt, daß sie öffentlich zum Schweigen gebracht werden solle, nicht verlautbart, daß sie kein Recht habe, im politischen Diskurs gleichgewichtig wie der linke Geist ein Wörtchen mitzureden, und hat auch nicht dazu aufgefordert, daß man deren Intellektuellen Zugang zu geisteswissenschaftlichen Inkubationsstätten verwehrt. Insofern war Günter ein echter Demokrat.

Das ist heute anders. Zunächst einmal ist „Gewissen der Nation“ zu einem lächerlichen Begriff verkommen, weil selbst die mediale Pfeife aus der letzten Reihe diesen in Tonlage und Detail für sich reklamiert und moralisierende Schablonen davon im Bandwurmlänge ausscheidet. Das Gewissen der Nation, welches selbstredend ein linkes, wenn nicht sogar ein linksradikales ist, und besinnungslos multikulturell sowieso, wird so zu einer billigen Kopie und läßt eine Inflation entstehen. Wird gar nicht mehr richtig wahrgenommen.

Zum anderen beläßt man es nicht dabei. Es reicht nicht, daß man die Moral für sich gepachtet hat und kostenlos was vom gefaßbombten Leid der Flüchtilanten stammelt und als Beweis für den west-kompatiblen Islam die freundliche Kopftuch-Ayşe, mit der man gemeinsam Soziologie studiert hat, herzeigt. Nein, der argumentative Gegner muß auch noch als Anti-Demokrat, am besten aber als Rassist, als Nazi gebrandmarkt werden, der per se das Tor zur Hölle öffnet, wenn er den Mund aufmacht. Doch selbst das ist noch unterlassener Gefahrenabwehr. Im Besitz der einzigen Wahrheit fordert man entweder durch die Blume oder ganz offen, daß der argumentative Konkurrent überhaupt kein Forum zur Verkündung seiner Sicht der Dinge bekommen darf.

Interessant dabei ist, daß es im Gegensatz zu früher, als Künstler und Intellektuelle wie Günter Grass noch eine letzte Beißhemmung vor ihrem schärfsten Berufsinstrument, nämlich der Meinungsfreiheit hatten und diese auszuüben ebenso dem Sachgegner zustanden, heutzutage gerade Künstler und Intellektuelle der Totalzensur das Wort reden. Wenn ich mal persönlich werden darf: Mein Rausschmiß als Romanautor vom Verlag Random House (Bertelsmann) besaß seine Ursache keineswegs in unzähligen Beschwerde-Mails von Lesern oder irgendwelchen ob meiner verunglückten Pegida-Rede hysterisch gewordenen Vollidioten, die der Verlagschef erhielt. Deren Anzahl war erstaunlich gering. Nein, den Ausschlag gab die fast geschlossene Allianz meiner „Kollegen“, die meinen Rauswurf forderten. In der Tat, wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde mehr.

Einer, der sich in den letzten Monaten immer vernehmlicher an den Gewissen-der-Nation-Thron heranschranzt, ist der Autor Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“). Auch er lebt nicht in Deutschland, sondern in den USA, ist aber wegen der 13 Prozent Wähler, die für die AfD stimmten, um den Schlaf gebracht. Die nennt er aber nicht so, weil die Bezeichnung „Rechte“ zu viel der Ehre wäre und von ihrer Horror-Strahlkraft auch hierzulande inzwischen verloren hat. Kehlmann tituliert in einem ZEIT-Campus-Interview Menschen mit einer rechten oder konservativen Politagenda ohne Ausnahme und immer wieder als Rassisten, zündet also die ultimative Atombombe in der Diskursherrschaft-Schlacht, um diejenigen mit einer anderen Meinung als die sogenannte Kulturelite zu diffamieren:

„Es sei eine Aufgabe von Politikern, sich auch mit Rassisten zu verständigen und sie einzubinden, so der Autor … Persönlich wolle er nicht mit Rassisten diskutieren müssen.“

Soweit bekannt, wird in Deutschland Rassismus strafrechtlich geahndet. Welche Fälle von Rassismus Kehlmann bei den Rechten ausgemacht hat, und es müssen schon ganz viele sein, weil er in einem anderen Teil des Interviews die AfD, also die Rassisten in „zehn oder 15 Jahren“ (?!) als die „stärkste Kraft“ in Deutschland sieht, verrät er nicht. Bis zu diesem Abschnitt könnte man seine Auslassungen als die grün-linke Meterware betrachten, die im deutschen Kulturbetrieb tonnenweise herumliegt und die auch das Herz eines Günter Grass erfreut hätte. Doch unversehens kippt Kehlmanns Polit-Prophetie in eine totalitäre Dimension. Zunächst noch zaghaft und verklausuliert:

„Ebenso halte er es für unnötig, Menschen mit rechtsradikalen Positionen ein Rederecht an Universitäten einzuräumen, sagte Kehlmann mit Verweis auf die Debatte um Meinungsfreiheit und Minderheitenschutz, die an US-amerikanischen Universitäten geführt wird. Eine Universität sei wie eine Zeitung `ein kuratierter Ort´.“

Gemerkt? Kehlmann spricht nicht von Rechtsradikalen, denen kein Rederecht in den Universitäten eingeräumt werden dürfe, sondern von „Menschen mit rechtsradikalen Positionen“. Denn so doof ist auch er nicht, um nicht mitgekriegt zu haben, daß keine Universität in der westlichen Welt einen waschechten Rechtsradikalen zu einem Vortrag einladen würde. Was ist aber dann unter „rechtsradikalen Positionen“ zu verstehen? Daß man Gender-Scheiße für überflüssigen Scheiß hält? Daß man die Verbreitung des Islam mit seinem steinzeitlichen und frauenverachtenden Charakter in unseren aufgeklärten Ländern ablehnt? Daß der sogenannte Minderheitenschutz schon längst zur Bevorzugung von eingebildeten oder echten Minderheiten gegenüber der Mehrheit geworden ist? Genau, Kehlmann versteht unter „rechtsradikal“ jegliche Abweichung von Links-sein, Grün-sein, alle sollen Bunt-sein. Sonst ist man nicht nur rechts, oh nein, man ist rechtsradikal, ergo halb-kriminell.

Dann hat er für uns eine fabrikneue Definition der Universität parat: „Eine Universität sei wie eine Zeitung `ein kuratierter Ort´.“ Kuratieren bedeutet organisieren, betreuen, verwalten. Das ist wirklich neu. Bis jetzt waren sich alle darin einig, daß die Universität ein Ort des Wissens ist, in dem junge Leute zuvörderst für ihre berufliche Zukunft ausgebildet werden, wo zumindest für die Erweiterung ihres geistigen Horizonts gesorgt wird. Aber nix da, dort werden sie nur verwaltet und betreut, quasi wie in einem von linken Parteien geführten Pflegeheim, bis sie bei der Entgegennahme des Diploms an Hirntod das Zeitliche gesegnet haben. Ebenso sind nach Kehlmann Zeitungen kuratierte Orte. Das ist noch neuer! Anstatt für faktengestützte Informationsvermittlung und Meinungsbildung sind auch die Zeitungen in Wahrheit für die große Betreuung ihrer Leser zuständig, mit welch ganz schummerig machender Tendenz wissen wir ja mittlerweile.

Jetzt könnte man sich fragen, wie Kehlmann aus dem fernen Amerika auf diesen Stuß kommt. Man wird es nicht für möglich halten, er hat einen physikalischen Beweis:

„In der Physik lade man `auch keine der vielen Wirrköpfe ein, die behaupten, die Relativitätstheorie sei eine Verschwörung´. Rechtsextreme könnten ihre Meinung vertreten, `aber sie müssen es nicht an Universitäten tun´.

Gemerkt? Aus Rechtsradikalen sind inzwischen Rechtsextreme geworden, also Terroristen. Aber das nur nebenbei. Vielleicht jedoch wurde der Mega-Vergleich des Mega-Schriftstellers nicht en détail verstanden. Deshalb hier eine Erklärungshilfe. Es ist wirklich so, daß eine Physik-Fachschaft in einer Universität keinen Vortragskünstler einladen würde, der darüber referiert, daß es keine Erdanziehungskraft gibt und Wasser bei hundert Grad Hitze gefriert. Aus dem simplen Grund, weil die lehrende Physik anhand von Experimenten, mathematischen Formeln und naturwissenschaftlichen Folgerichtigkeiten genau das Gegenteil bewiesen kann und derjenige, der das leugnet, tatsächlich nichts als ein Spinner und Wirrkopf zu gelten hat. In seinem Vergleich jedoch überträgt Kehlmann das Prinzip von „Behauptung und Beweis“ auf Politik, Weltanschauung und auf geisteswissenschaftliche Dinge und behauptet sozusagen mit physikalischer Gewißheit, die grün-linke Kacke, die in den Unis in Geisteswissenschaften gelehrt werde, sei längst klar wie Kloßbrühe und stütze sich auf wissenschaftliche Fakten, die unwiderlegbar seien. Und jeder, der eine politische Meinung als diese vertrete, gehöre vielleicht nicht gerade in den Knast, so doch ins Irrenhaus. Wahnsinn! kann man da nur noch passend dazu sagen.

Wie gesagt, der Grass war schon ein linker Stinkstiefel gewesen, der seine politischen und weltanschaulichen Gegner immer mit Schaum vorm Mund an die Wand gebrüllt hat. Aber er hat niemals verlangt, daß man ihnen verbieten müsse, zurückzubrüllen. Die heutigen „Schriftsteller“ und „Freidenker“ dagegen scheinen sich von Klischee-Diktatoren in irgendwelchen totalitären Dystopien nicht mehr zu unterscheiden. Ach Günter, ich vermisse dich so.

Letale Entnahme, das Unwort dieser Demok-ratten!

Image result for wehrwolfIm Natur- und Artenschutz läuft die Bundesregierung offenen Auges in ihr nächstes europäisches Vertragsverletzungsverfahren. Die vorgesehene “letale Entnahme” des europaweit geschützten Wolfes ist und bleibt ein Verstoß gegen europäisches Artenschutzrecht. “In den vergangenen hundertsiebzig Jahren kam kein einziger Mensch in Deutschland außerhalb der Märchenwelt durch einen Wolf körperlich zu Schaden”, sagt Müller-Kraenner.

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Wo bleibt der Wehrwolf? Wenn nicht jetzt, wann sonst?

Es ist an der Zeit zurückzuschießen, Hasen können das schon lange, also?

Letale Entnahme fuer die Bonzen in der Politik – JETZT!

HEILBRONN. Die Klagen abgelehnter Asylbewerber werden die deutschen Verwaltungsgerichte noch länger beschäftigen als bislang geplant. „Die Bewältigung der in den vergangenen Jahren eingegangenen Verfahren wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen“, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Verwaltungsrichter, Robert Seegmüller, der Heilbronner Stimme.

Um die Verfahren zu beschleunigen, werde bereits Personal aus anderen Gerichten oder Verwaltungen genutzt. Die Einschätzung, die zusätzlichen Richter könnten in ein bis zwei Jahren wieder abgezogen werden, sei jedoch „schlichtweg falsch“, verdeutlichte er. Gleichzeitig kritisierte Seegmüller den abrupten Personalabbau der Jahre 2008 bis 2010. So sei eine große „Schwankungsreserve“ verloren gegangen.

Zuletzt stieg die Zahl der Richter

Zuletzt ist die Zahl der Richterstellen an den Verwaltungsgerichten von 1.462 im Jahr 2015 auf 1.578 im Jahr 2016 wieder aufgestockt worden, hieß es in einer Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage des CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Throm. Aktuellere Zahlen gebe es jedoch nicht.

„Es wundert mich sehr, daß das Bundesjustizministerium keine Kenntnis über die Zahl der Richterstellen Ende 2017 bei den Verwaltungsgerichten der Länder hat“, kritisierte Throm. Damit vergebe das Haus des geschäftsführenden Ministers Heiko Maas (SPD) „eine wichtige Steuerungsfunktion in der Asylpolitik“.

Der Heilbronner Bundestagsabgeordnete sprach sich für beschleunigte Verfahren und zusätzliche Richter aus. „Es liegt im Interesse Deutschlands und der Flüchtlinge, möglichst schnell Klarheit zu schaffen, ob es eine Bleibeperspektive gibt oder die Rückkehr ins Heimatland.“

Asylklagen stauen sich an

Im November 2017 war bekannt geworden, daß sich die Zahl der Asylklagen innerhalb eines Jahres fast verfünffacht hatte. Zwischen dem 30. Juni 2016 und demselben Stichtag 2017 waren mehr als 320.000 Asylklagen bei den Verwaltungsgerichten anhängig. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa 69.000.

Ein Grund für den riesigen Berg unerledigter Asylklagen ist laut Seegmüller auch die zögerliche Digitalisierung in den Behörden. Noch 2015 seien etwa elektronische Akten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ausgedruckt und verschickt worden. Dies sei bei 10.000 Verfahren im Jahr möglich. Bei 200.000 Akten löse der Vorgang aber erhebliche organisatorische Probleme aus. (ha)

Staatskabarett auf Kosten Andersdenkender

On February 7, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Die heute-show hat sich über den AfD-Politiker Dieter Amann wegen dessen Sprachbehinderung lustig gemacht und sich kurze Zeit später halbseiden entschuldigt. „Im Gegensatz zu anderen findet die heute-show nach wie vor, daß politische Korrektheit doch sinnvoll ist“, heißt es in dem von Oliver Welke unterzeichneten und vor Selbstgefälligkeit triefenden Statement.

Unter „sinnvoller politischer Korrektheit“ versteht die Redaktion wohl vor allem das, was Harald Schmidt in Bezug auf eben jene heute-show mal so treffend als die „Bestätigung von vorgefertigten Meinungen“ beschrieben hat. Ein AfD-Politiker, der über die mangelnden Deutschkenntnisse von Migranten klagt, obwohl er „selber nicht mal richtig sprechen kann“, paßte einfach zu gut ins Bild.

Kabarett ist vor allem eins: links

Die heute-show trägt ihren Namen zurecht. Sie ist die Fortsetzung des „heute-journal“ mit anderen Mitteln. Hier bekommt man nochmal all das humoristisch untermauert, was man in den „seriösen“ Nachrichten gelernt hat: Donald Trump ist böse. Flüchtlinge sind gut. Und AfDler sind so doof, daß sie keinen geraden Satz zustande bringen.

Dies kann man mit einiger Berechtigung als „Staatskabarett“ bezeichnen. Dieses Staatskabarett findet sich nicht nur bei den Öffentlich-Rechtlichen. Zwar ist es dort besonders ausgeprägt, aber der linke Marsch durch die Institutionen ist längst auch in den Unterhaltungsredaktionen der privaten Sender angekommen.

Auf den Kleinkunstbühnen von Berlin bis Untertürkheim war Kabarett sowieso seit jeher immer vor allem eins: links. Das wissen die Künstler. Das wissen die Veranstalter. Das weiß das Publikum. So kommt es nur selten zu „gefährlichen“ neuen Denkanstößen, die einem doch nur den Abend versauen würden.

Erbärmlichste Form der Feigheit

Religionskritik erschöpfte sich in gratismutigen Witzen über die katholische Kirche. Bissige Islamkritik überläßt man derweil lieber den Franzosen. Man will ja schließlich nicht erschossen werden oder (noch schlimmer) als Rassist dastehen. Komiker in Deutschland wollen gefallen. In erster Linie sich selbst.

Deshalb stehen Staatskabarettisten wie Welke oder Internetclowns wie Shahak Shapira ihren linksliberalen US-Kollegen zumindest in punkto Selbstgefälligkeit in nichts nach. Sie wollen aber eben auch dem Publikum gefallen. Zumindest den von ihnen erwählten Bessermenschen. Für Islamkritik bekommt man da wenig Applaus. Das kann Niels Ruf, einer der wenigen Unterhaltungskünstler der sie wagt, bestätigen.

Deshalb haut man lieber auf AfD, Donald Trump und Österreich ein. Auch dann noch, wenn man selbst schon von Moslems zusammengeschlagen oder massiv bedroht wurde. Die Angst um die eigene Reputation war schon immer die erbärmlichste Form der Feigheit.

DUISBURG. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen sagt Duisburger Familienclans den Kampf an. Mit dem Modellprojekt „Staatsanwälte vor Ort“ sollen Strukturen ausländischer Familienclans ins Wanken gebracht werden. „Wir haben es in Duisburg mit 70 relevanten kurdisch-, türkisch- und arabischstämmigen Familien mit mehr als 2.800 Personen zu tun“, begründete Justizminister Peter Biesenbach (CDU) gegenüber der Rheinischen Post die Notwendigkeit.

Vor allem die männlichen Clanmitglieder würden immer wieder auffällig mit Körperverletzung, Raub, Schutzgelderpressung und Drogenkriminalität. Um diese Familien werden sich künftig zwei Staatsanwälte, die ihr Büro im Duisburger Norden beziehen sollen, intensiv kümmern und dabei eng mit Polizei, Steuerfahndung, Zoll, Arbeitsagenturen und weiteren städtischen Ämtern zusammenarbeiten.

Über 1.000 neue Justizstellen

Da das Projekt in die Abteilung Organisierte Kriminalität eingebunden ist, können die beiden Staatsanwälte auch auf Verstärkung zurückgreifen. Zuvor hatte das Ministerium 1.137 zusätzliche Justizstellen geschaffen. Das Modellprojekt war bereits in Berlin-Neukölln erfolgreich getestet worden. Schon 2015 hatte der damalige nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) im Kampf gegen Familienclans in Nordrhein-Westfalen eine bessere Ausstattung der Polizei versprochen. (tb)

GroKo auf Teufel komm raus

On February 7, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Es lebe die Politikverdrossenheit! Deutschland wird aller Voraussicht nach auch in den kommenden dreieinhalb Jahren von den beiden großen Wahlverlierern Union und SPD regiert. Wie hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) am vergangenen Sonntag bei Anne Will noch gesagt: Wenn die Bürger andere Gesichter in der Regierung gewollt hätten, hätten sie eben anders wählen sollen.

So viel Frechheit zahlt sich aus. Maas wird wohl auch dem kommenden Kabinett angehören, möglicherweise sogar als Justizminister. Trotz seiner langen Kette von Fehltritten, Skandalen und Peinlichkeiten. Ob das handwerklich stümperhafte NetzDG, sein Agieren im Fall von netzpolitik.org, das in der selbstherrlichen Entlassung von Generalbundesanwalt Harald Range gipfelte, sein Lob für linksextreme Polizistenhasser oder seine Einmischung in des Verfahren um Gina-Lisa Lohfink: alles vergeben und vergessen.

„Ein anständiger Minister müßte da zurücktreten“, meinte seinerzeit Wolfgang Schäuble (CDU) über Maas, als dessen Amtsversagen chronische Züge annahm. Aber was gelten schon Charaktereigenschaften wie Anstand in einem Kabinett von Angela Merkel?

Vom Abstellgleis zum Außenminister

Wenn Anstand ein Maßstab für künftige Ministerämter wäre, hätte sich der scheidende SPD-Chef Martin Schulz still und heimlich vom Platz stehlen müssen. So aber sieht der Bürger einmal mehr, was Beteuerungen von Leuten wert sind, für die Politik alles ist, die aber ohne Politik nichts sind.

Er werde niemals einer Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel angehören, hatte er nach der Wahlschlappe im September versichert. Nun soll der Ex-Mister-100-Prozent und Ex-Ex-Mister-Brüssel, den die Sozialdemokraten vom Abstellgleis aus nochmals als Nachwuchshoffnung ins Rennen schickten, also Deutschland auf der Weltbühne repräsentieren. Prost und Wohl bekomms.

Freuen darf sich auch die Bundeswehr. Wie es aussieht, heißt ihr Dienstherr weiterhin Ursula von der Leyen (CDU). Mehr Geringschätzung geht nicht. Mit ihrer kopflosen Bilderstürmerei, ihrer Politik, militärische Sündenböcke für das eigene Versagen zu opfern, ihrer Ignoranz gegenüber allem Militärischen und ihrer Vorliebe für Nebenkriegsschauplätze wie Diversity und Gender-Soldaten hat es von der Leyen wie keiner ihrer Vorgänger verstanden, in kürzester Zeit jeglichen Rückhalt in der Armee zu verspielen.

Merkel auf Gedeih und Verderb

Doch Inkompetenz und fachliches Versagen spielen offenbar keine Rolle, wenn es um das politische Überleben von Überkanzlerin Angela Merkel geht. Das zeigt sich auch beim Thema innere Sicherheit. Die soll künftig CSU-Chef Horst Seehofer verantworten. In Bayern längst eine lahme Ente und als bellender Hund, der nicht beißt, verspottet, darf Seehofer nun von Merkels Gnaden genau die Innenpolitik umsetzen, gegen die er als bayerischer Ministerpräsident noch vors Bundesverfassungsgericht ziehen wollte.

Für den Preis der Macht hat die Union schon in den vergangenen Legislaturperioden weite Teile ihrer politischen Seele verkauft, nun opfert sie ihm eben auch noch die letzten Reste ihrer Glaubwürdigkeit. Angela Merkel auf Gedeih und Verderb, koste es, was es wolle, so lautet das einzig verbliebene politische Ziel der Union. Dafür kann man die SPD auch schon mal mit Ministerien überhäufen und ihnen das Schlüsselressort der Finanzen zuschustern.

Hauptsache Merkel und die Union können eine Aufarbeitung ihrer Politik der offenen Grenzen für eine weitere Legislaturperiode vermeiden, anstatt sich endlich der Verantwortung zu stellen, was sie diesem Land und seinen Bürgern seit 2015 angetan haben.

Die SPD kann sich entspannt zurücklehnen, um Umfragewerte schert sich die Partei schließlich schon lange nicht mehr. Wohl noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik hat ein Wahlverlierer soviel politische Macht dazugewonnen wie jetzt die SPD. Den eigenen Anhängern können die Genossen zur nächsten Bundestagswahl dann wieder erzählen, für die Politik in Berlin trügen sie keine Verantwortung. Das hat beim letzten Mal ja auch geklappt. Es lebe die Politikverdrossenheit!

Die Falcon Heavy von SpaceX ist am Dienstag um 15:45 Uhr Lokalzeit erfolgreich von Cape Canaveral, Florida abgehoben und auf dem Weg zum Mars gestartet. Es handelt sich um einen Testflug der stärksten Rakete der Welt. Mit der Fähigkeit, fast 64 Tonnen in den Orbit zu heben – eine Masse, die grösser ist als ein mit Passagieren, Besatzung, Gepäck und Treibstoff beladene Boeing 737 – kann Falcon Heavy mehr als die doppelte Nutzlast des nächst stärksten Rakete, die Delta IV Heavy, zu einem Drittel der Kosten (90 Mio Dollar) in den Weltraum bringen.

Falcon Heavy stützt sich auf das bewährte Erbe und die Zuverlässigkeit von Falcon 9. Seine erste Stufe besteht aus drei neunkernigen Falcon 9-Kernen, deren 27 Merlin-Triebwerke zusammen mehr als 5 Millionen Pfund Schub beim Abheben erzeugen, was ungefähr die Schubkraft von achtzehn Boeing 747 entspricht. Nur die Mondrakete Saturn V, die zuletzt 1973 geflogen wurde, lieferte mehr Nutzlast in den Orbit. Falcon Heavy wurde von Anfang an entwickelt, um Menschen in den Weltraum zu befördern, und stellt die Möglichkeit wieder her, Missionen mit Crew auf den Mond oder Mars zu fliegen.

Bemerkenswert ist die Eigenschaft dieses neuen Systems, zwei Booster landen selbständig auf der Erde am Startplatz und die 1. Stufe auf einer Plattform auf dem Meer, um wiederverwendet zu werden. Das verringert die Kosten.

Als Spass und auch Werbung hat Elson Musk seinen Tesla Roadster in den Weltraum auf dem Weg zum Mars geschossen. Am Steuer sitzt ein Dummy mit dem brandneuen SpaceX-Raumanzug.

Hier die Aufzeichnung des Start:

Meine Gratulation an SpaceX für den gelungenen Start dieser beeindruckenden Rakete!

Jetzt ist der Tesla Roadster auf dem Weg zum Mars … und wird unsere Sonne für die nächsten 1 Milliarde Jahre umkreisen!

Damit steht dem Plan nichts mehr im Weg, bald zwei zahlende Kunden rund um den Mond zu fliegen und den Raumfahrt-Tourismus zu eröffnen. Dieser Service zusätzlich zur Hauptfunktion der Rakete, schwere Satelliten in die Erdumlauf zu bringen und Fracht und Astronauten in Richtung Mond und Mars.

Hier kann man den Weiterflug live mitverfolgen und “Starman” im Roadster beobachten:

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PS: Die erste Stufe ist nicht wie vorgesehen auf der schwimmenden Plattform gelandet, sondern knapp daneben ins Meer gefallen.

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Schneeball Erde (7.2.2018)

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Riß, Mindel, Würm sind kleine Flüsse in Süddeutschland, und gleichzeitig Namensgeber für Eiszeiten. In diesen Eiszeiten war es auf der Erde kälter, der Schnee blieb liegen, immer neuer Schnee fiel und sorgte dafür, daß die Schneeschicht immer mächtiger wurde. Unter ihrem eigenen Druck formte sich die unterste Schicht dieser Schneedecke zu Eis um. Dieses Eis packte der Wandertrieb, es verschob sich, als sogenannte Gletscher. Gletscher, die in den Alpen entstanden sind, schoben sich vor, Richtung Donau. Skandinaviens Gletscher erreichten die norddeutsche Tiefebene. Irgendwo zwischen den Gletschern froren die Neandertaler und später unsere eigenen Vorfahren.

Die Alpengletscher bewegen sich auch nach Süden, nach Italien. Dort treffen sie auf die Gletscher der Abruzzen und Apenninen, die jedoch weniger mächtig ausfallen. Irgendwo im Süden ist Schluß, da ist es zu warm für Schnee und Eis. Das waren die Eiszeiten, die wir “gewohnt” sind, gewissermaßen das Ein-Sterne-Gefrierfach. Es gab jedoch eine Zeit, in der die Erde ins Drei-Sterne-Tiefkühlfach gewechselt ist. Da schieben sich die Gletscher weiter und weiter vor, Richtung Äquator. Schließlich ist die ganze Erde von Gletschern bedeckt, ein einziger Schneeball. Das ist allerdings schon eine Weile her, etwa 700 Millionen Jahre.

Erdzeitalter tragen Namen, Kambrium, Silur, Kreide, Trias – und das Präkambrium. Letzteres umfaßt alles, was vor dem Kambrium passiert ist, etwa vier Milliarden Jahre. Dieses Zeitalter unterteilt man in Unterabschnitte, vom Hadean / Hadaikum bis zum Cryogenium und dem Ediacarium. Das Hadean steht ganz am Anfang, wo sich die Erde gebildet hat. Der Name leitet sich von Hades ab, der antiken Unterwelt. Das Höllenzeitalter war glühend heiß, der Planet von Lava bedeckt. Wobei Merkeldeutschland der Beweis dafür ist, daß ein Höllenzeitalter ganz ohne Lava auskommt.

Das Cryogenium ist die Zeit des Schneeballs Erde, es dauerte von 720 bis 635 Millionen Jahren vor unserer Zeit. Das Ediacarium dauerte von 635 bis 541 Millionen Jahren vor unserer Zeit, und es wurde vom Kambrium abgelöst, das von 541 bis 485,4 Millionen Jahren gedauert hat. Jetzt wissen Sie ungefähr, wie lange das alles her ist.

Die Paläontologen sind der Ansicht, daß die Erde der Mittelpunkt des Universums ist und sich alles um die Erde dreht. Folglich muß das Cryogenium auf der Erde entstanden sein und wurde auf der Erde beendet. Der Schlüssel dazu ist das Kohlendioxid. Dies ist ein phantastisches Gas, das zahllose Arbeitsplätze für Klimaforscher sichert und zugleich eine wahre Goldgrube ist, weil man Klima- und sonstige Steuern erheben kann.

Der Superkontinent Rhodinia – das Vorgängermodell von Pangäa – hat irgendwie den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre absinken lassen, deshalb wurde es kalt. Pangäa ist das nicht gelungen, aber das steht auf einem anderen Blatt. Und als Rhodinia zerbrochen ist, haben die irdischen Vulkane wie verrückt Kohlendioxid freigesetzt, das als Treibhausgas die Erde wieder auf Temperatur gebracht hat. Wie gesagt, die Erde ist flach und das Universum da draußen darf froh sein, daß es mit ihr einen Mittelpunkt besitzt.

Der Beginn des Lebens wird auf mindestens drei Milliarden Jahren vor unserer Zeit angesetzt. Bis zum Ende des Cryogeniums bestand das Leben aus Blaualgen, Stromatolithen, Eukaryonten und sonstigen Einzellern. Die absolute Spitzentechnologie bestand aus dem Zellkern und der DNS, dem Erbgut. Das war derart fortschrittlich, daß wir es bis heute beibehalten haben. Im Ediacarium sind plötzlich Mehrzeller entstanden, Zellen haben gelernt, sich zusammenzutun und zu spezialisieren. Auch das kennen Sie. Während Gehirnzellen Alkohol als äußerst anregend empfinden, haben Leberzellen nichts Besseres zu tun, als diesen Alkohol schnellstens zu vernichten. Die gute Laune verschwindet und wird durch einen veritablen Kater ersetzt. Das ist eben der Preis des Fortschritts.

Wechseln wir in ein Weltbild, das näher an der Wirklichkeit ist. Da steht die Erde nicht still, sondern gondelt erst mal gemütlich um die Sonne. Mit der Sonne saust die Erde ums Zentrum der Galaxis, und mit der Galaxis düst sie durch das restliche Universum. Das Universum selbst ist nicht so leer wie das Aktiendepot eines Hartz-IV-Empfängers, sondern richtig voll. Da schwirren Sterne und Planeten herum, Gas- und Staubwolken, Unmengen von Plasma, sowie Magnetfelder. Wobei das nur die bekannten Objekte sind. Dabei geht es nicht etwa so ordentlich und gesittet zu wie einst auf der DDR-Autobahn, sondern eher wie im Stadtverkehr Münchens. Obwohl, München ist nur ein ruhiges Übungsfeld für Rom… Ach, nehmen wir gleich Kalkutta. Da rauscht alles durcheinander, Vehikel in unterschiedlichster Größe, dazwischen bummeln heilige Kühe und wie durch ein Wunder überleben sogar die Fußgänger.

Zu diesen Objekten gehören Dunkelwolken. Wenn Sie nach “Säulen der Schöpfung” suchen, oder auch nach “Kohlensack”, finden Sie bestimmt gute Aufnahmen von solchen Dunkelwolken. Stellen Sie sich bitte ein Schrotkügelchen vor, gerade einmal ein Millimeter Durchmesser. Verteilen Sie dieses Kügelchen in der Allianz-Arena, dem Stadion des FC Bayern München, dann haben Sie ein ungefähres Bild von der Verteilung der Materie im ach so leeren Raum. In einer Dunkelwolke drängen sich tausend dieser Schrotkugeln in selbigem Fußballstadion. Zu einer massiven Wolke wird das, weil eine derartige Unmenge Stadien hintereinander liegen, daß der Eindruck einer massiven Wand aus Blei entsteht.

Auf der Autobahn gibt es ein wunderbares Schauspiel: Da fährt ein Lkw mit den vorgeschriebenen 80 km/h dahin. Ein anderer Lkw hat es eilig und überholt – mit 81 km/h. Das heißt Elefantenrennen und begeistert jeden Pkw-Fahrer, der hinter den Elefanten herfährt. Vor allem, wenn zwischendurch ein Kilometer leicht ansteigender Strecke folgt, die der eine Lkw mit 78 km/h meistert, bei der allerdings der Überholende auf 77,3 km/h zurückfällt und Boden verliert…

Schicken wir nun unsere Sonne in ein solches Elefantenrennen mit einer Dunkelwolke. Das kann dann schon mal 85 Millionen Jahre dauern, oder? Die Wolke ist nicht massiv, sondern überaus durchlässig, aber leider nicht für Licht. Die Erde bekommt nur noch 95% dessen, was sie in normalen Zeiten an Sonnenenergie empfängt. Da wird es ganz schön kalt, da bricht eine Eiszeit aus. Die Gletscher wachsen, schieben sich in Richtung Äquator vor, der Planet vereist. Schnee strahlt mehr Wärme in den Weltraum zurück, was die Vereisung zusätzlich fördert, Und schon haben wir, ganz ohne Kohlendioxid und Weltklimarat, das Cryogenium.

Haben wir die Dunkelwolke passiert, steigt die Sonneneinstrahlung wieder an. Das Eis taut, und da es noch keinen Weltklimarat gibt, erhebt deswegen niemand Steuern und Abgaben. Damit haben wir allerdings nur einen Teil des Geschehens erfaßt, denn so eine Dunkelwolke besteht eben nicht aus Schrotkügelchen, sondern aus Molekülen, teilweise sogar komplexen organischen Molekülen. Noch heute sammelt die Erde Jahr für Jahr 40.000 Tonnen an kosmischen Staub auf. In der Dunkelwolke sind das leicht eine Million Tonnen pro Jahr. In 85 Millionen Jahren sind das also 85 Billionen Tonnen. Allerdings ist die Erde heute 5,972 * 10^24 kg schwer, also etwa 6.000.000.000 Billionen Tonnen, so richtig dick und fett ist sie in der Dunkelwolke also nicht geworden.

Jetzt geht der Erde nicht nur ein Licht auf, sondern es auf ihr so richtig los. Im Ediacarium treten Mehrzeller auf, seltsame Lebewesen, die sich kaum als Pflanzen oder Tiere qualifizieren lassen. Das Leben macht einen Entwicklungssprung, und das, ohne sich an die Evolution des Säulenheiligen Sankt Darwin zu halten. Da entsteht kein Anderthalbzeller, gefolgt von einem Zweizeller, der wiederum von einem Dreizeller abgelöst wird, nein, da entstehen plötzlich Millionenzeller, und davon auch gleich mehrere Arten. Da muß wohl der liebe Gott “Toyota!” gesagt haben, denn FIAT heißt ja bekanntlich Fehler in allen Teilen.

Die Erde ist schließlich der Mittelpunkt des Universums, sagen Paläontologen und Klimaforscher, da kommt der liebe Gott gerne persönlich vorbei, um “Toyota!” zu sagen. Etwas später, zu Beginn des Kambriums, kommt er noch einmal vorbei und sagt: “Mercedes-Benz!”, weil nun die richtigen Autos entstehen… Lebewesen, natürlich. Alle Stämme des Lebens, die heute noch existieren, wurden im Kambrium angelegt, wieder ganz ohne sich an Sankt Darwins Ordensregeln zu halten.

Wenn wir Erich von Däniken fragen, kommen zu Beginn des Ediacariums ein paar Außerirdische vorbei, rühren die Ediacara-Lebewesen zusammen und verschwinden wieder. Einige Zeit später erscheint die Konkurrenz, bastelt die Kambrische Explosion zusammen, und verabschiedet sich ebenfalls. Nun ja, das Universum ist nicht leer, ob wir nun Gott oder die netten Leute in den UFOs bemühen, das Geschehen hat eindeutig eine überirdische Komponente.

Gehen wir noch einmal zurück in unsere kuschelige Dunkelwolke. Da schwirrt jede Menge “Zeugs” herum, so ziemlich alles, was das Chemielabor des Weltalls hergibt. Kohlenstoff und Schwefel, Sauerstoff und Phosphor, aber auch Kupfer und Platin, Gold und Eisen, Nickel und Mangan. Das alles regnet auf die Erde hinab, eine Million Tonnen pro Jahr, und das ist vorsichtig geschätzt. Auf dem Schneeball bleibt das alles an der Oberfläche, es dringt nicht durch das Eis in die Tiefe. Niederschläge sind selten, da kaum Wasser verdampft, allenfalls wird der Staub ein wenig vom Winde verweht.

Auf der Erdoberfläche sammelt sich ein Chemiebaukasten an, zusammen mit den nötigen Katalysatoren, um Reaktionen in Gang zu setzen. Nährstoffe und Dünger warten nur darauf, daß die Erde ein bißchen taut und sich die Einzeller daraus ein Festmahl bereiten. Sankt Darwin hätte nun doch seine Freude, weil nun Evolution stattfindet, begünstigt durch das Überangebot, sehr rasch.

Es gibt jedoch nicht nur die materielle Welt. Früher behandelte man neben der Physik auch die Metaphysik, was nichts anderes als “neben der Physik” bedeutet. Die Metaphysik darf vielleicht noch als Theologie ein wenig mitspielen, die Philosophie hingegen hat sich mittlerweile in der materiellen Welt verloren. Es ist wie mit Gravitation und Elektrizität. Die Wirkung der Gravitation ist für jeden fühl- und sichtbar, die geradezu unendlich stärkere Elektrizität hingegen haben wir erst im 19. Jahrhundert so langsam erkannt. Zur Metaphysik gehören das Bewußtsein und die morphologischen Felder. Das Bewußtsein dringt schon langsam in die Physik vor, die Erkenntnis, daß der Betrachter den Ausgang eines Experiments bestimmt, tritt immer wieder zu Tage.

Nehmen wir ein Kind, etwa drei Jahre alt. Ein virtuelles Kind, natürlich, denn wir sperren es zwei Wochen in eine reizarme Umgebung, kahle Wände, keinerlei Ansprache, keinerlei Zuneigung. Anschließend setzten wir das Kind in die Spielzeugabteilung eines großen Kaufhauses. Dort darf es alles nach Herzenslust ausprobieren, von Bauklötzchen bis zum Elektronikspielzeug. Spendieren wir noch eine nette Kindergartentante, die sich über alles freut, was der kleine Racker so anstellt, ihn lobt und zu weiteren Experimenten ermuntert.

Wir sperren stattdessen das reale lebendige Bewußtsein des Lebens auf der Erde unter eine Eisschicht, für 85 Millionen Jahre. Das Leben möchte sich entfalten, doch leider hat es alle Hände voll damit zu tun, überhaupt am Leben zu bleiben. Dann lassen wir das Eis tauen und bescheren dem Leben eine reiche Spielwiese aus allem, was die Dunkelwolke so abgeladen hat. Das Leben verhält sich kindisch, spielt mit allem herum, was ihm angeboten wird, bastelt sich die Ediacara-Lebewesen zusammen. Gott muß gar nicht “Toyota!” rufen, und Sankt Darwin kann behaupten, es sei seine Evolution, die da experimentiert. Allerdings ist die Evolution hochbegabt, sie probiert nicht ziellos herum, sie geht entschlossen in eine bestimmte Richtung. Tut mir leid, Darwin, das ist halt elektrisch, also etwas, das es zu Deiner Zeit noch nicht gegeben hat.

Und dann kam der Mercedes-Benz-Augenblick. Also nicht Gott, der selbiges herumbrüllt, sondern eine neue Stufe des Bewußtseins. Die Spielwiese des Ediacariums wurde aufgeräumt, das Konstruktionsbüro des Bewußtseins hat die überholten Lebensformen ausgemustert und von nun an die Erfolgsmodelle gebaut. Es wurde Kambrium. Was immer heute kreucht und fleucht, es wurde im Kambrium angelegt, und das gleich zu Anfang an. Da wurde nicht Millionen Jahre gebastelt, da wurde gezielt konstruiert.

Und nun kommt der Schöpfer doch noch ins Spiel. Allerdings nicht als der Monteur, der von Welt zu Welt hüpft und dort Auto- oder Zigarettenmarken ausruft, sondern als der große Ingenieur, der das Universum so konstruiert hat, daß das Universum sich selbst weiterentwickeln kann. Wir Menschen haben das Internet erfunden. In diesem Netz sind Daten weltweit verfügbar, ganz egal, ob sie in New York oder in Mittelmietraching auf dem Server lagern. Die meisten Daten werden Sie jedoch nie im Leben finden. Das liegt hauptsächlich daran, daß Sie gar nicht danach suchen.

Für die “Rote Waldameise” habe ich gerade 100.000 Einträge gefunden. Der erste Eintrag ist die Wikipedia, da mein Interesse an diesen Krabbeltieren nicht gerade groß ist, dürfte ich da alles finden, was ich glaube, wissen zu müssen. Entwickle ich mich jedoch zum Ameisenliebhaber, gehe ich in die Tiefe, rufe mehr und mehr ab, bis ich an eine Grenze stoße und selbst weiterforschen muß.

Gestehen wir dem lieben Gott ebenfalls eine Art Internet zu. Aus diesem Internet ruft das Leben seine Baupläne ab, allerdings nur diejenigen, die es tatsächlich sucht. Methanatmendes Leben ist für die Erde uninteressant, für siliziumbasiertes Leben dürften unsere Temperaturen zu niedrig sein. Gott hat das Rezept für Ediacara bereitgestellt, ebenso das Rezept für Kambrium. Und ja, da gibt es auch ein Rezept für Menschen. Zwar erscheint es schwer zu glauben, daß dieses immer gleiche Rezept eine Claudia Schiffer und eine Angela Merkel hervorbringt, aber letztlich ist auch das Grundrezept für einen Maybach das gleiche wie für einen Trabant. Für die Variationen im Grundrezept ist übrigens tatsächlich Sankt Darwin zuständig, das Nähere erfahren Sie bei einem Dackelzüchter Ihres Vertrauens.

Das Leben auf der Erde wurde im Cryogenium ausgebremst, wurde ganz wild auf weitere Fortschritte. Es hat in Gottes Internet gestöbert und die Ediacara-Rezepte gefunden. In der DNS sind sehr viele Rezepte codiert, das meiste wird nicht umgesetzt. Ein Einzelbewußtsein kann solche Abschnitte anschalten. Dies sind Daten aus Gottes Internet, die für das Lebewesen vielleicht funktionieren. Wenn nicht, stirbt der Körper ab. Das Bewußtsein hingegen überlebt. Es lernt, daß es einen Fehler begangen hat, deshalb wird es diesen Abschnitt in Ruhe lassen. Stellt hingegen ein solches Wesen fest, daß es ganz sinnvoll ist, Sauerstoff nicht nur über die Kiemen aus dem Wasser zu filtern, sondern auch mittels der Schwimmblase direkt aus der Luft, hat das Wesen die Lunge gefunden. Damit kann der Fisch überleben, wenn der Teich mal austrocknet, und er kann Landpartien unternehmen. Da kommen lungenlose Freßfeinde nicht hinterher, und alles, was dort an Eßbarem herumliegt, gehört ihm allein. Das mit der Lunge behält er bei, das schaltet er auch bei seinem nächsten Körper an. Außerdem sagt er das weiter, so daß es immer mehr Lungenfische gibt. Ein paar Gene weiter liegen die Baupläne für landlebende Reptilien…

Das sollte ich besser wiederholen: In unserem Erbgut, in der DNS, sind Daten aus Gottes Lebensbibliothek enthalten. Viel mehr Daten, als wir tatsächlich benutzen. Bei uns Menschen sind viele dieser Daten obsolet, die Anlage für Kiemen ist abgeschaltet, auch die Schwänze sind nicht mehr aktuell. Andere Datensätze sind noch nicht angeschaltet. Womöglich könnten wir eine vierte Raumdimension wahrnehmen, haben Sinne für Elektrizität oder Radioaktivität, die noch nicht freigeschaltet wurden. Hin und wieder gibt es Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die wir als Genies bezeichnen. Sie haben es geschafft, diese Anlagen zu aktivieren, doch oft genug ist das für diese Menschen kein Vorteil.

Stellen wir uns vor, daß Wolfgang Amadeus Mozart etwas freigeschaltet hat, was ihm symbiotische Fähigkeiten im Bereich der Musik gegeben hat. Als Kind wurde er herumgereicht, saß als Attraktion an den Tischen der Mächtigen. Und als Erwachsener? Da war er eine Art Hofnarr, ein Dienstleister, der zur Unterhaltung beiträgt, nicht der Superstar, als den wir ihn heute wahrnehmen. Das Bewußtsein des Genies dürfte das Experiment nicht wiederholt haben, da ihm das erweckte Talent ein eher unglückliches Leben beschert hat.

Im Cryogenium wurde der Druck aufgebaut, die Lust, mit dem genetischen Material zu spielen. Im Ediacarium wurden weitere Informationen aus Gottes Datenbank heruntergeladen. Äußerlich mögen die Wesen gleich ausgesehen haben, doch ihre ungenutzte Genetik wurde immer umfangreicher. Versuche, diese Genetik vorzeitig zu aktivieren, sind mißglückt, zumindest nicht als Fossilien erhalten geblieben. Das Kambrium mit seiner Explosion der Vielfalt des Lebens setzte ein, als die Daten vorhanden waren. Die darwinsche Evolution kann eine Vielzahl neuer Arten in ganz kurzer Zeit nicht erklären, diese Zeit reicht bei ihr gerade aus, um bei einer Finkenart unterschiedliche Schnabelformen auszubilden.

Vor dem Schneeball Erde hatte das Leben keinerlei Druck. Da reichte es, ein Einzeller zu sein, zufrieden vor sich hinzuleben. Wobei, die Sklaverei hatten die Einzeller schon erfunden. Die haben sich einfach ein paar Blaualgen einverleibt und diese als Chloroblasten für sich schuften lassen. Diese Hochzivilisation kennen wir als Grünalgen. Das Modell war so erfolgreich, daß es alle Pflanzen bis heute nutzen. Raubtiere sollte es auch schon gegeben haben, in Form räuberischer Amöben. Diese sind uns heute als weiße Blutkörperchen dienstbar. Die Gottesbibliothek wurde also schon damals genutzt, im endlos langen Präkambrium.

Dann hat die Dunkelwolke dem warmen Paradies jene Eiszeit beschert, die uns heute der Weltklimarat empfiehlt. 85 Millionen blieb den Einzellern nichts anderes übrig, als in der Gottesbibliothek zu lesen. Ein Genabschnitt pro Jahr sind bei 85 Millionen Jahren ganz schön viele Gene. Als Autofahrer kennen Sie das: Wenn das Elefantenrennen entschieden ist, treten Sie entschlossen aufs Gas. Das Leben hat genau dasselbe getan, im Ediacarium. Nach einer Weile, wenn Sie die Elefanten abgeschüttelt haben, fahren Sie dann gesittet weiter. Sie wollen schließlich nicht rasen, sondern reisen. Das Leben auf der Erde ist dieser Idee gefolgt und hat mit dem Kambrium begonnen.

In der folgenden Erdgeschichte sehen wir solche Explosionen immer wieder. Da gibt es Massensterben, die eine Vielzahl der Arten auslöschen. Da werden die Bremser abgeräumt, die der Weiterentwicklung des Lebens im Wege stehen. Das bekannteste Beispiel sind die Dinosaurier. Die haben ziemlich lange die Erde beherrscht, bis ihre Zeit gekommen war. Das Leben hat das überholte Modell nicht wieder angeschaltet, sondern die neue Genetik ausprobiert, die es während der Dinosaurierzeit aus Gottes Universum-Netz heruntergeladen hatte. Irgendwann sind schließlich wir entstanden.

Tja, jetzt sind wir halt da. Jeder von uns ist ein kleines bißchen anders als der Andere. Ein paar Gene werden an- und abgeschaltet, denn das Leben experimentiert auch in uns weiter. Wir kennen derzeit kein höherentwickeltes Bewußtsein als unser eigenes, das gerade ausreicht, um einen solchen Geist zu erahnen. Die nichtstoffliche, die metaphysische Welt ist uns verschlossen. Wobei so mancher Sensitive behauptet, er habe Zugang erlangt. Da stehen wir allerdings vor einem Dilemma, weil so mancher diesen Zugang nur behauptet. Wir können es nicht messen, wir können es nicht prüfen, wir können nur entscheiden, ob wir glauben wollen.

Die Einzeller des Schneeballs Erde hätten sich einigeln können, auf bessere Zeiten warten und genauso weitermachen wie zuvor. Sie haben es nicht getan, sie haben sich für einen neuen Weg entschieden. Dabei sollten wir nicht davon ausgehen, daß dies ein tatsächlicher Denkprozeß gewesen ist. Eine Amöbe streckt einen Teil ihres Körpers aus und läßt den Rest ihres Körpers hinterherfließen. Haben wir ein Aquarium, in dem solche Amöben nur in einem kleinen abgeschotteten Teil leben, der von einer Platte mit wenigen winzigen Löchern abgetrennt wird, so wird schließlich eine Amöbe ihren Körper durch ein solches Loch fließen lassen. Dahinter findet sie eine neue Welt vor, die ganz allein ihr gehört. Sie wird diese Welt mit Leben füllen, sich selbst millionenfach reproduzieren. Da wurde keine bewußte Entscheidung getroffen, sondern eine Gelegenheit wahrgenommen. Das war der Weg ins Ediacarium, ins Kambrium und zu uns, dem Holozän.

Wir befinden uns derzeit in einem neuen, einem mentalen Cryogenium. Andersdenkende werden nicht nur in Merkeldeutschland unterdrückt. Ein Symptom der geistigen Vereisung ist der Islam, der die Zeit des frühen Mittelalters wieder aufleben lassen will. Indien wird als spirituelles Land angesehen, doch das reale Indien ist überbevölkert, die Oberschicht ist verwestlicht, der Rest der Bevölkerung lebt von der Hand in den Mund. China hat den Konfuzianismus wiederentdeckt, diesen mit dem Gewinnstreben verbunden, zu einer Art neuer protestantischer Arbeitsethik, wonach Reichtum und materieller Erfolg Gottes Segen veranschaulichen. Japan schwebt zwischen einer hemmungslos genußsüchtigen jungen Generation und den Alten, die irgendwo im Gestern verhaftet sind und deren Welt sich langsam auflöst.

Wir werden diesen geistigen Schneeball Erde nicht mittels Denkverboten auftauen. Neue Ideen sind gefragt, nicht Richter und Henker. Geistig sind wir heute die Einzeller, gefangen in einer erstarrten Welt. Anders als die Einzeller können wir nicht einfach Gottes Universums-Netz anzapfen, denn wir sind weit genug entwickelt, um aus eigener Kraft den nächsten Sprung zu tun. Wir müssen das, was uns eingefroren hat, selbst überwinden. Und ja, diesmal ist die Erde flach, ist der Mittelpunkt des Universums. Wir dürfen allenfalls darauf hoffen, daß der liebe Gott uns ein paar Steinchen zuwirft, die verkrusteten Denkweisen mit einem großen Einschlag aufbricht.

Doch dann haben wir versagt, haben die kosmische Reifeprüfung nicht bestanden. Wir haben Hilfe benötigt, haben es nicht geschafft, mit dem Geschenk der geistigen Freiheit richtig umzugehen.

Dabei haben wir alles in unserer Genetik, in unseren Erbanlagen. Wir haben einen Mozart freigeschaltet, einen Tesla, einen Goethe. Dem Goethe haben wir einen Beamtenjob angehängt, Tesla und Mozart verkommen lassen. Wir haben Säulenheilige aufgebaut, die unantastbar sind, und wir haben Geßlerhüte aufgestellt, vor denen sich die großen Geister verbeugen sollen.

Der durchschnittliche Intelligenzquotient (IQ) wurde vor der Zuwanderung auf 100 gesetzt. Der Durchschnitt geht von 85 bis 115, in diesem Bereich bewegen sich zwei Drittel der Menschen – ausgenommen der Zuwanderer, natürlich. Gestehen wir einem Staatsanwalt oder Richter Überdurchschnittliches zu, also IQ 125. Ab 130 gilt jemand als hochbegabt. Und nun stellen wir uns vor, was ein IQ 160 bedeutet. Das ist gleichbedeutend mit einem Normalintelligenzler (IQ 100), der es mit Menschen zu tun hat, die einen IQ von 62,5 aufweisen, also schwachsinnig sind. Über ihn befinden Richter mit IQ 78, die kaum die Grundschule geschafft haben. Und die Hochbegabten beginnen gerade da, wo sonst der Durchschnitt anfängt…

Sie leben in einer Welt, die Sie nicht versteht, in der Sie einsam und unglücklich sind, es sei denn, Sie entwickelt die kriminelle Energie eines Professors Moriarty oder eines Doktors Mabuse. Sie gehören ins Ediacarium, um das Kambrium vorzubereiten. Aber Sie leben im Cryogenium. Und doch, Sie sind ein Pionier. Sie haben das freigeschaltet, was die Menschheit in der Zukunft brauchen wird. Sie haben geübt, für die nächste Inkarnation.

Noch leben wir in der geistigen Dunkelwolke, in einer selbstgewählten oder aufgezwungenen Umnachtung. Der Einzeller zur Zeit des Schneeballs Erde war mit dem Überleben beschäftigt, darauf angewiesen, daß das Eis irgendwelche Nährstoffe durchgelassen hat. Das gleicht der materiellen Welt von heute, in der nicht Geist, nicht Metaphysik, ja nicht einmal die Physik etwas gelten, sondern nur Geld und Reichtum. Als die Erde aufgetaut ist, war wieder genug für alle da, genug, für den nächsten Schritt der Entwicklung. Elefantenrennen auf der Autobahn zehren an den Nerven, wenn man sie von hinten miterlebt. Aber schließlich sind sie zu Ende, ist der Weg frei, man kann wieder Gas geben…

Auch das geistige Cryogenium wird schließlich enden. Dann können Sie beruhigt den Mozart in sich freischalten – oder doch lieber den Goethe?

© Michael Winkler

Er bedrohte einen Arzt mit einem Messer, schlug dessen Frau ins Gesicht und rief drei Mal „Allahu Akbar“. Dafür wurde ein 45 Jahre alter Palästinenser mit deutschem Paß, der im nordrhein-westfälischen Troisdorf im Juli 2016 in die Praxis eingedrungen war, zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt.

Auch seine an der Tat beteiligten Söhne kamen glimpflich davon: Das Verfahren gegen seinen 19 Jahre alten Filius wurde gegen Zahlung einer Geldbuße von 1.000 Euro eingestellt. Sein 15jähriger Sprößling muß 70 Sozialstunden ableisten.

Angst vor Hinrichtung

Aber der 45jährige war mit dem Urteil nicht einverstanden und legte zusammen mit seinen Söhnen Berufung gegen das Urteil ein, berichtet der Bonner Generalanzeiger. Nun ist das Bonner Landgericht am Zug. Für den Arzt, der ebenfalls in Berufung gegangen ist, dürfte aber auch ein schärferes Urteil wenig Erleichterung bringen. Er und seine Frau sind seit dem Übergriff traumatisiert und in Behandlung.

Nach seinen Angaben hatte der Mediziner jüdischen Glaubens Angst, von den drei Männern hingerichtet zu werden. Dabei begann alles relativ harmlos. Der 19jährige Sohn war wegen eines Wadenbeinbruchs zur Behandlung in der Troisdorfer Praxis. Nach Meinungsverschiedenheiten zwischen Arzt und Patient sei die Behandlung dann aber abgebrochen worden.

Freunde des Patienten sollen daraufhin den Vater angerufen und ihm gesagt haben, sein Sohn sei von dem Arzt beleidigt worden. Der Vater stürmte dann gemeinsam mit dem jüngeren Sohn in die Praxis und schlug der Frau des Mediziners ins Gesicht. Vom Lärm aufgeschreckt trat der Arzt in den Flur.

Drei Mal „Allahu Akbar“ gerufen

Der 45 Jahre alte Vater forderte ihn auf, sich bei seinem Sohn zu entschuldigen und ihm die Hände und Füße zu küssen. Der jüngere Sohn packte den Arzt von hinten und zwang ihn in eine gebückte Haltung. Der Vater habe dann ein Messer mit einer 40 Zentimeter langen Klinge gezückt, so der Generalanzeiger, worauf sich der Arzt wie gefordert entschuldigt habe. Dennoch habe ihm der arabischstämmige Mann weiter gedroht: Er sei Palästinenser und habe schon viele Juden abgestochen. Außerdem soll er drei Mal „Allahu Akbar“ gerufen haben.

Der Arzt zog sich bei dem Übergriff einen Muskelabriß in der Leiste zu. Das Amtsgericht Siegburg schloß allerdings bei der Verhandlung sowohl einen religiösen als auch einen politischen Hintergrund aus. (tb)

BERLIN. Zivilpolizisten in Berlin haben einen Drogendealer, der als islamistischer Gefährder registriert war, nach seiner Festnahme wieder laufen gelassen. Demnach hatten die Beamten den Tunesier Fathi Ben Mohamed Mitte Dezember auf der Warschauer Brücke beim Verkaufen von Drogen erwischt und ihn mittels elektronisch genommenen Fingerabdrucks identifiziert, berichtete der rbb. Obwohl er auf frischer Tat ertappt worden sei, hätten sie ihn anschließend wieder frei gelassen.

Zuvor soll der abgelehnte Asylbewerber mit zahlreichen Scheinidentitäten abgetaucht sein. Der Mann habe sich schon drei Mal vor einer Abschiebung gedrückt, hieß es in dem Bericht.

Scharfe Kritik aus der Politik

Er fürchte, daß aus dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt durch den Tunesier Anis Amri 2016 zu wenig gelernt worden sei, sagte der Vorsitzende des Amri-Untersuchungsausschusses im Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger (CDU). Die Bundeshauptstadt verfüge jedoch über keine geeignete Unterkunft für solche Gefährder.

„Die Berliner Sicherheitsbehörden haben aus dem Anschlag vom Breitscheidplatz offensichtlich nicht das geringste gelernt, kritisierte auch der innenpolitische Sprecher der Berliner AfD, Karsten Woldeit. Anders sei es nicht zu erklären, daß sie einen islamistischen Gefährder „zuerst wegen Drogenhandels festgenommen und dann wieder auf freien Fuß gesetzt“ hätten. „Damit machten sie exakt den gleichen Fehler, den sie bereits bei Amri begangen haben.“

Bei dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche im Dezember 2016 waren zwölf Menschen ums Leben gekommen, etwa 70 wurden verletzt. (ha)

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