HOYERSWERDA. Die sächsische AfD hat auf ihrem Parteitag in Hoyerswerda Jörg Urban zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Mit 338 zu 32 Stimmen bei fünf Enthaltungen sprach sich eine deutliche Mehrheit der Delegierten für den Chef der sächsischen Landtagsfraktion aus. Zuvor hatte der kommissarische Vorsitzende Siegbert Droese seine Bewerbung für das Amt zurückgezogen. Die Entscheidung habe er ohne Rücksprache mit Jörg Urban getroffen, teilte Droese der JUNGEN FREIHEIT mit. Er habe lediglich auf kritische Stimmen innerhalb der Partei reagiert, die sein Bundestagsmandat mit einem gleichzeitigen Landesparteivorsitz für schwer vereinbar hielten.

„Das Herz der AfD schlägt in Sachsen“, hatte Jörg Urban in seiner Vorstellungsrede betont. Die AfD sei die einzige Möglichkeit, das Land wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Es müsse jedoch gelingen, die verschiedenen Strömungen innerhalb der Partei zu einen. „Wenn wir aufhören, interne Grabenkämpfe zu führen, dann sind wir bereit für die Zukunft“, sagte der 53jährige.

Die Entscheidung für ihn sei jedoch kein Vorentscheid über die Spitzenkandidatur für den Wahlkampf 2019. Dafür solle sich die Partei noch bis Jahresende Zeit lassen, „um zu gucken, wer das beste Zugpferd ist“, so Urban.

Siegbert Droese wird stellvertretender Vorsitzender

Für das Amt des 1. Stellvertretenden Vorsitzenden stellten sich Joachim Keiler, Michael Mochner und auch Siegbert Droese zur Wahl. Im zweiten Wahlgang setzte sich der Bundestagsabgeordnete mit 58 Prozent der Stimmen durch.

„Die Partei geht selbstverständlich vor“, hatte Droese seinen Rückzug von der Bewerbung zum Landessprecher begründet. „Wir als Alternative für Deutschland müssen geschlossen auftreten.“ Das schließe auch Bürgerbewegungen wie Pegida ein: „Auf der Straße Pediga, die AfD in den Parlamenten.“ Noch vergangene Woche hatte er sich und Jörg Urban als „politische Zwillinge“ bezeichnet.

Spitzenfunktionäre der AfD richten Grußworte an den Parteitag

Am Samstag hatten verschiedene Spitzenfunktionäre der AfD ihre sächsischen Parteifreunde auf die Landtagswahl 2019 eingeschworen. Der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen mahnte vor der „ungeheuren Verantwortung den Bürgern gegenüber“. Die Partei müsse das Vertrauen rechtfertigen. Er sei jedoch zuversichtlich, daß die hervorragende Arbeit im Osten Deutschlands fortgesetzt werde. Denn schließlich sei es auch dem Bundestagswahlergebnis im Freistaat zu verdanken, „daß die AfD in dieser Stärke im Bundestag sitzt“.

„Sachsen hat eine Leuchtturmfunktion“, betonte Brandenburgs Landeschef Andreas Kallwitz. Dort werde die AfD schneller in die Verantwortung kommen als in den restlichen Bundesländern. Ein Wandel sei jedoch bundesweit nötig. „Deutschland ist nicht mehr wiederzuerkennen“, verdeutlichte er. Deshalb werde man „den Fachkräftemangel der etablierten Parteien beenden“. Die Verhandlungspartner der möglichen Großen Koalition seien nichts weiter als eine „Versagertruppe“. Da wäre es egal, ob es um „Merkel, Schulz“, oder den „angeblich wertkonservativen Bayer ohne Eier“, Horst Seehofer, ginge.

Der AfD-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, attestierte der Sachsen- AfD ebenfalls hervorragende Zukunftsaussichten. „2019 wird die AfD stärkste Kraft in einem deutschen Parlament sein. Das ist ein Novum“, verkündete er.

Parteitag zieht sich in die Länge

Der Parteitag zog sich durch zahlreiche Anträge zur Satzungsänderung in die Länge. Die Mitglieder lehnten unter anderem eine Vergrößerung des Vorstands ab. Der Änderung zufolge hätten künftig drei Vorstandssprecher die sächsische AfD geleitet. Auch der Finanzbericht sorgte für Kritik. Nach langen Diskussionen über die Haushaltsplanung wurde der amtierende Not-Vorstand entlastet. (ha)

Tanit Koch: Abgang einer Büroleiterin

On February 4, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Tanit Koch hat hingeworfen. Die Gerüchte, daß sich die Chefredakteurin von Bild neu orientiere, gab es schon seit Monaten; auch die Gerüchte, daß Springer-Chef Matthias Döpfner sie loswerden wolle, wie auch die Chefin der Bild am Sonntag, Marion Horn. Beide Blätter verlieren dramatisch an Auflage – Konsequenz einer Blattgestaltung, die die Nähe zur Regierung sucht, nicht die zu den Lesern. Geschützt habe beide, so war zu hören, ihr Status als Frau. Gleichzeitig zwei LichtgestaltInnen ohne Licht zu feuern, traue sich der Vorstand nicht. Als Erkenntnis bleibt: Ob es die „gläserne Decke“ gibt, die Frauen am Aufstieg hindere, sei dahingestellt; ganz sicher gibt es den „gläsernen Boden“, der sie vor dem verdienten Absturz schützt.

Denn der Rausschmiß, dem Frau Koch mit ihrer Kündigung zuvorkam, wäre berechtigt gewesen. Der Niedergang der Bild hat sich unter ihr beschleunigt, neue Impulse hat sie nicht gesetzt. Das ist entscheidend, nicht ihr Streit mit Online-Chef Julian Reichelt. Unbeirrt hielt sie Kurs, direkt in den Mahlstrom. Sklavisch beharrte sie auf den alten Formaten, auf ‘In & out’, ‘Gewinner & Verlierer’, den ‘Fragen der Woche’ und der längst unzustellbaren ‘Post von Wagner’. „Sie habe alles von Kai Diekmann gelernt“, gab sie bei ihrer Ernennung zur Chefredakteurin zu Protokoll. Leider auch nichts darüber hinaus.

Hauptgründe für den Niedergang: Leserferne und Streicheljournalismus

Denn Vorhersehbarkeit ist der Tod des Boulevards. Und vorhersehbar war Bild formal wie inhaltlich. Den Kurs ihres Vorgängers Kai Diekmann, dem Blatt nicht nur das Seite-1-Girl, sondern auch alle Kanten zu nehmen, es divers, feminin und popkulturell zu machen, führte sie fort. Und wie Diekmann suchte Koch das Wohlwollen der Macht, assistiert von Politikchef Nikolaus Blome, dem als Journalisten getarnten Regierungssprecher. Kritik an Kanzlerin und GroKo wurde von ihm verläßlich verhindert, die illegale Grenzöffnung bejubelt. Ob die Übernahme des linksautonomen, vor allem aber grotesk leserfernen Slogans „Refugees welcome“ seine Idee war, ist umstritten; verhindert hat er dies zumindest nicht. Nach dem „Wir-schaffen-das“-Parteitag der CDU 2015 spotteten Kollegen, der elfminütige Applaus für die Kanzlerin sei für sie nichts Neues: Das erlebten sie jeden Tag in der Ressortkonferenz von seiten des Politikchefs.

Damit sind auch die beiden Hauptgründe für den Niedergang von Bild genannt, jenseits aller Konkurrenz durch Frühstücksfernsehen oder Online-Dienste: Leserferne und korruptiver Streicheljournalismus. Freunde der Springerschen Oberschicht waren jeder kritischen Berichterstattung entzogen: Helmut Kohl, Angela Merkel, Franz Beckenbauer, Til Schweiger, Uli Hoeneß, Schalke 04, Günter Jauch, Joachim Hunold, IOC-Chef Thomas Bach. Und, und, und, und, und, denn dazu auch die Freunde der Freunde.

In der VW-Dieselaffäre stand Bild nicht auf seiten der betrogenen Kunden

Ebenso war geschützt, wer großes Geld bei der Anzeigenabteilung ließ. Nicht überraschend fragte Bild in der VW-Affäre um betrügerische Diesel-Software besorgt: „Was wird der Skandal VW kosten?“ Tatsächlich meinte die Zeile: Was kostet der Skandal unseren liebsten Anzeigenkunden? Daß Bild-Leser mehr daran interessiert waren, wer ihnen den gewaltigen Wertverlust ihres nun fast unverkäuflichen VW-Schrotts ersetze, übersah die Chefredakteurin. Bild stand auf Seiten von VW-Chef Winterkorn, nicht auf seiten der betrogenen Kunden. Selbst eine Drückerexistenz wie Carsten Maschmeyer wurde und wird von Bild umjubelt. Auch Großspenden für „Ein Herz für Kinder“ erkaufen Immunisierung.

Zusätzlich korrumpierend wirkte die Mitgliedschaft in Gremien, Organisationen und allerlei Jurys. Ein kritischer Kommentar zur damaligen Integrationsministerin Maria Böhmer wurde aus dem Blatt gekippt: Diekmann hatte sich, ohne Wissen der Redaktion, gerade der von Böhmer initiierten „Deutschlandstiftung Integration“ verpflichtet. Tanit Koch, auch hier gelehrig, folgte ihm nach. Daß Journalisten Distanz zur Politik und deren Inszenierungen halten sollten, war Diekmann in seiner Wurstigkeit egal; Koch in ihrer Jungmädchenattitüde vermutlich unbekannt. Ihren Abschied von Bild illustrierte sie mit einem Kindergeburtstags-Foto inmitten von Luftballons.

Die Abstimmung am Kiosk nahm Tanit Koch nicht zur Kenntnis

Bunt aber war nur der Strauß der Rücksichtnahmen – auf die Atlantik-Brücke, Berliner Promi-Wirte oder auf die Interessen von Michael Mronz, dem Lebensgefährten des verstorbenen FDP-Politikers und Diekmann-Freundes Guido Westerwelle. Daher die überproportional große und immer freundliche Berichterstattung über die von Mronz vermarkteten Sportveranstaltungen, besonders über das Reitturnier ‘Chio’ in Aachen. Daß Dressur- und Springreiten plötzlich zu den Kernsportarten der Bild -Leserschaft gehören solle, überraschte selbst Redakteure. Meine Kündigung bei Bild um das Jahresende 2012 begründete ich auch mit dieser Entwicklung: daß wir, würde die Rücksichtnahme auf Friends & Family nicht beendet, ungeschönt nur noch über Schneewittchen, die sieben Zwerge und Prinz Eisenherz berichten könnten. Doch auch ohne diese Themenwahl ähnele Bild schon jetzt einem Märchenblatt.

Die Mahnung wurde nicht gehört. Doch die Leser von Bild mögen einfach sein, oft auch ungebildet; dumm sind sie nicht. Und sie haben ein feines Gespür für unehrliche, ‘gefakte’ Berichterstattung. Daß Bild, wie die Zeitung unter ihrem Logo verkündet, „überparteilich und unabhängig“ sei, glaubten sie schon lange nicht mehr. Dafür waren Parteinahme und jene Einseitigkeit, die im Diekmannschen Amigo-Journalismus wurzelt, zu offensichtlich. Nicht zufällig war die am schlechtesten verkaufte Ausgabe 2017 die Gedenkausgabe „Danke, Helmut Kohl“. Für die erwartbaren Hymnen auf den „Vater der Einheit“, der aber auch der Vater von Euro, nationalem Ausverkauf und allen Folgeproblemen ist, mochten die Leser kein Geld ausgeben. Doch auch diese Abstimmung am Kiosk nahm Tanit Koch nicht zur Kenntnis.

Die Wirklichkeit in diesem Land schreibt die großen Schlagzeilen – die Bild-Chefin ignorierte sie

So sind die Auflagenverluste eben auch der Beweis, daß die Chefredakteurin keine war. Zwar intelligent, angenehm, gebildet, aber ohne Kompaß und vor allem: ohne Feuer. Eine seltsam sterile Person, verliebt nur ins Organisieren, ohne Neugierde und tiefere Interessen, ob sinnlich oder intellektuell; eine perfekte Büroleiterin, aber keine Journalistin. Die neuen Auflagenzahlen, die nächste Woche kommen, sollen wieder einen Verlust von elf Prozent ausweisen; intern ist von 14 Prozent die Rede. Das wäre nicht weniger als ein Zeugnis des vollständigen Scheiterns. Denn nie war der Job des Bild-Chefredakteurs einfacher, nie zuvor schrieb ihm die Wirklichkeit täglich die großen Schlagzeilen: Attentäter mit 14 Identitäten, Einwanderung von verurteilten Mördern, Messermorde in Supermärkten, Vergewaltigung unter Macheteneinsatz vor den Augen des Freundes, Schwimmbäder unter Polizeischutz, Angriffe auf Sanitäter und Feuerwehrleute, importierte Polygamie mit bis zu vier Ehefrauen – wenn etwas Stoff für eine Zeitung wie Bild liefert, dann der Kontrollverlust des Staates. Mehr Boulevard war nie.

Nicht aber für Tanit Koch. Die Nähe zu Merkel verhinderte jene harte Berichterstattung, für die Bild einmal stand. Als wir uns einige Zeit nach ihrer Ernennung einmal trafen, fragte sie mich, wie man aus der „Refugees welcome“-Nummer herauskomme. Mein Rat, es war die Zeit der massenhaften sexuellen Übergriffe in Schwimmbädern: Hundert Fälle sauber recherchieren, dann Seite 1 in bewußter Anlehnung an den Stern-Titel „Wir haben abgetrieben!“ gestalten, allerdings mit der Schlagzeile „Wir wurden angegrapscht!“ Das sichere ihr die Unterstützung aller Altlinken, sei auch nicht fremdenkritisch, sondern thematisiere die Bedrohung der Frauen. Tanit dachte kurz nach, dann verwarf sie den Vorschlag. Wenn alle Täter, so meinte sie, Ausländer seien, könne sie die Sache keinesfalls bringen. Daß man den Lesern jenseits aller politischen Korrektheit auch mal die Wirklichkeit zumuten könne, kam ihr nicht in den Sinn.

Russische Parlamentsabgeordnete haben eine gründliche Untersuchung der Herkunft der tragbaren Bodenluftrakete gefordert (MANPAD), mit der ein russischer Kampfjet von Terroristen in der nordwestlichen Provinz Idlib in Syrien abgeschossen wurde. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten, hat sich gegen seine Gefangennahme mit seiner Pistole gewehrt und wurde aber von den Terroristen getötet.

Sicherlich werden wir untersuchen, einschliesslich einer Menge Dinge, wer der Lieferant der MANPADs ist, der zum Abschuss der Su-25 führte“, sagte Frants Klintsevich, erster stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des russischen Bundesrates gegenüber Interfax. Er hofft, dass aufgrund der “Fülle von UAVs (Drohnen) und der Weltraumüberwachung in der Region” Beweise verfügbar sein werden.

Der Staatsfunk kriegt die Krise

On February 4, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Die Staatsfunker haben es gerade auch nicht leicht. Die Zeiten, wo es noch als Kompliment genommen wurde, wenn der „Tagesschau“-Mann für einen Regierungsoffiziellen gehalten wurde, sind dahin. Fangen die Leute erst mal an, ihrer politischen Klasse nicht mehr zu trauen, glauben sie auch deren treuen Sprachrohren mit der Zeit kein Wort mehr.

Aber die denken gar nicht daran, vom hohen Roß herunterzusteigen und sich zu fragen, ob’s vielleicht an ihnen selbst liegen könnte, wenn die Zuschauer sie allmählich satt haben. So durchtränkt sind Deutschlands öffentlich-rechtliche Zwangsgebührensender von der Wichtigkeit der selbstauferlegten Mission, Nachrichten und Ereignisse nicht einfach nur zu berichten, sondern gleich mit dem richtigen Dreh „einzuordnen“, daß sie wahlweise beleidigt oder schlicht verständnislos reagieren, wenn man ihnen ihre Einseitigkeit und Voreingenommenheit mal vorhält.

„Tagesschau“ dreht Buhrufe lauter

So wie Kai Gniffke, der Chefredakteur von ARD-aktuell, nachdem kritischen Zuschauern mal wieder eine Manipulation in der „Tagesschau“ aufgefallen war: In einem kurzen Ausschnitt aus der Rede von Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos war an der Stelle, als der US-Präsident Teile der Medien als „verlogen“ angriff, bei vereinzelten Buhrufen der Ton hochgeregelt worden wie beim Tonband-Gelächter in einer Klamauk-Serie. Völlig normal, schreibt Gniffke, wenn der Journalist vermitteln will, daß gebuht wurde, muß er das auch belegen.

Und wenn’s sonst nicht zu hören ist, dreht man halt lauter. Da sei „nichts dazuerfunden“. Mal abgesehen davon, daß, wie inzwischen mehrere Teilnehmer der Veranstaltung berichteten, die Buhrufe aus dem Journalisten-Block im Saal selbst gekommen sein sollen. Was nicht paßt, wird passend gemacht.

Tina Hassel gerät beim Grünen-Parteitag in Ekstase

Gar nicht groß aufdrehen mußte die „Tagesschau“ den Ton bei ihren Berichten von der außerordentlichen Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen, bei der das neue Führungsduo Robert Habeck und Annalena Baerbock gewählt wurde – Hauptstadtstudio-Chefin Tina Hassel, sonst Merkel-Groupie vom Dienst, war als Korrespondentin derart in Ekstase geraten, daß sie nicht nur vor der Kamera, sondern auch über die sozialen Medien eine Jubelmeldung nach der anderen abfeuerte.

Beide Verhaltensweisen sind charakteristisch für die riesige und komfortable Filterblase, in der sich ARD und ZDF und ihre unzähligen Ableger bewegen. Kritik und Selbstreflexion sind in dieser Welt verpönt. Man tut so, als hätte man immer noch das Welterklärungsmonopol wie zu Zeiten, als es nur ARD, ZDF und die „Dritten“ gab.

Man versichert sich in Gesprächssendungen, bei denen man untereinander bleibt, daß im Internet da draußen eh vor allem Schmutzfinken unterwegs seien und der wahre Qualitätsjournalismus doch bei ihnen zu Hause sei. Man bestätigt sich gegenseitig mit Fernsehpreisen und Studien, die den Öffentlich-Rechtlichen das ungebrochene Vertrauen des Publikums bescheinigen. Echte finanzielle Sorgen haben die Sender dabei keine; die Gebührenmilliarden fließen ja sowieso, und seit sie wie eine Steuer von jedem Haushalt eingetrieben werden, Fernseher oder nicht, sogar noch etwas üppiger.

Qualität bleibt auf der Strecke

Kommt Kritik auf am teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem der Welt – zuletzt bemängelte sogar die sonst so treusorgende Gebühren-Kommission KEF die Ineffizienz und die mangelnden Sparbemühungen der ARD sowie die hohen Produktionskosten –, ist man wieder beleidigt. Qualität habe eben ihren Preis, mault die ARD-Finanzkommission zurück.

Dumm nur, daß man so wenig davon sieht. Aber die schönen Pensionen und die großzügigen Gehälter in den Chefetagen haben eben auch ihren Preis, und nicht minder der Filz aus Produktionsgesellschaften und Tochterfirmen, an denen so mancher kräftig mitverdient. Daß man der Hand, die einen so zuverlässig füttert, etwas schuldig ist, weiß man bei ARD und ZDF gleichermaßen. Seit Angela Merkel die Union erst sozialdemokratisiert und dann durchgrünt hat, muß sich auch die rot-grüne Mehrheit im öffentlich-rechtlichen Journalistenchor keinerlei Zwang mehr antun.

In weniger beachteten Sparten wie dem „Kinderkanal“ KiKA, der sich an 3- bis 13jährige wendet, darf von Islamisierungs-Romantik bis Frühsexualisierungs-Besessenheit jedes ideologische Steckenpferd geritten werden. Und in den als „Information“ deklarierten Sendungen der Hauptprogramme weiß man auch, was sich gehört: Da kommt dann eine mißliebige Partei wie die AfD im Zweifelsfall nicht vor, wenn es nichts zu skandalisieren gibt, und in die diversen Talksendungen lädt man auch zigmal lieber Grüne oder Linke ein als Vertreter der drittgrößten Bundestagspartei.

Rollenverteilung in Talkshows ist vorgeschrieben

Holt man doch einen ins Studio, wie zuletzt die ZDF-Sendung „Berlin direkt“ den AfD-Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland, sind die Rollen klar verteilt: Der AfD-Mann wird auf „Provokation“ und „Opferrolle“ festgenagelt, bei Grünen, CDU und SPD verkündet man dagegen Aufbruch, Hoffnung und Erneuerung.

Gewiß: Auch private Sender, Zeitungen und Zeitschriften schwimmen in diesem Hauptstrom. Auch Spiegel, Zeit und Süddeutsche singen peinliche Jubelarien auf die Grünen. Aber die Privatsender kann man abschalten, ohne sie trotzdem bezahlen zu müssen. Tendenziöse Zeitungen kann man – was immer mehr Leser auch tun – einfach abbestellen oder am Kiosk liegenlassen. Und im Internet besteht eine Gegenöffentlichkeit, die kein Zensurminister auf die Dauer kleinkriegen wird.

Das alte Deutungsmonopol der GEZ-Medien kommt nicht wieder. Wer dem demokratischen Diskurs etwas Gutes tun will, der schafft die Zwangsgebühren ab, statt sie in „Demokratieabgabe“ umzutaufen, stutzt die öffentlich-rechtlichen Sender auf Normalmaß und läßt sie den frischen Wind des Wettbewerbs spüren.

JF 6 / 18

Die USA haben eine Modernisierung ihrer Atomwaffen beschlossen. Moskau zeigt sich von der Entwicklung besorgt.

In Italien sind mehrere Afrikaner durch Schüsse schwer verletzt worden.

Humar Rights Watch gibt an, dass türkische Grenzsoldaten auf aus Syrien flüchtende Menschen schießen.

Ohne Erdgas werden sich die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern lassen. Der Analyst für Rohstoffe und Geopolitik Demostenes Floros äußert sich im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten zu den Spannungen im östlichen Mittelmeer, der Abhängigkeit Europas von russischem Gas und dem steigenden Energiehunger Chinas.

Die Rohölförderung der USA hat einen neuen Höchststand erreicht.

St. Veit an der Glan
Foto: JJ55 / wikimedia.org (PD-self)

Am Freitag Abend wurden ein Ehepaar aus Somalia verhaftet, nachdem es im Zuge der Forderung nach einer besseren Unterkunft komplett durchgedreht hatte. Der 31-Jährige und seine ein Jahr ältere Ehefrau hatten in einer Betreuungsstelle im Bezirk St. Veit/Glan randaliert und eine bessere Unterkunft eingefordert.

Morddrohung, weil Unterkunft nicht gefiel
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