Sozialismus (24.1.2018)

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Sie wissen ja, daß der Sozialismus nur die Vorstufe zum Kommunismus ist, jene Phase, in der die Opfer gebracht werden, um die Menschen endgültig zu befreien. Der Kommunismus ist das Paradies auf Erden, wo jeder nach seinen Bedürfnissen alles erhält und nach seinen Fähigkeiten gefördert und eingesetzt wird. Ich möchte deshalb mit dem Kommunismus und seinen Segnungen beginnen. Also nicht das Leben in kommunistischen Staaten beschreiben, sondern dessen Vollendung, das Leben der befreiten Menschheit. Es geht dabei um Johanna, die nach der Vorkämpferin für das Proletariat und aufrechten Volksheldin Jeanne d’Arc benannt wird, und Gisbert, der den Namen seines Großvaters trägt, der als Held der Arbeit bei ständig mindestens 250%iger Normerfüllung kürzlich einem Herzinfarkt erlegen ist.

Kommunismus

Johanna und Gisbert werden im Volkskrankenhaus ihrer jeweiligen Kleinstadt geboren. Anders als die großen Universitätskliniken haben die Volkskrankenhäuser keine Kaderetage, die nur hochrangigen Parteifunktionären vorbehalten ist. Sie sind gut ausgestattete Häuser der medizinischen Grundversorgung, die nach dem staatlichen Gesundheitsplan mindestens 90% der anfallenden Behandlungen durchführen können. Nur schwere Fälle werden an die nächste Universitätsklinik überstellt. Beide Kliniken haben im letzten Jahr mit 97% bzw. 94% ihr Plansoll übererfüllt. Es ist ein Zeichen für die fähigen Ärztinnen und Ärzte, daß sie einen derart hohen Planerfüllungsgrad erreichen. Sie sparen damit der proletarischen Gemeinschaft jene Kosten, die bei einer Überstellung in die Universitätsklinik entstünden.

Die Mütter der beiden verbleiben eine Woche zur medizinischen Nachsorge im Volkskrankenhaus. Sie liegen im komfortablen Zweibettzimmer, mit Radio, Fernsehen und Telephon. Die Behandlung ist vollkommen kostenfrei, sie hätten auch nichts, um diese zu bezahlen, denn das Geld ist abgeschafft. Die befreiten Arbeiter haben antiquierte Zahlungsmittel nicht nötig. Die Mütter wurden auf die Geburt gründlich vorbereitet, sie haben an den Mütterschulungen der Partei teilgenommen, wo ihnen erklärt wurde, wie Kinder versorgt werden. Es hat keinerlei medizinische Komplikationen gegeben.

Nach dem Klinikaufenthalt gehen die Mütter in den fünfwöchigen Mutterschaftsurlaub. Sie stillen ihre Kinder, und sie bringen ihre Kinder zur Pflichtuntersuchung, bei der die Kinder nach dem medizinischen Plan geimpft werden. Sechs Wochen nach der Geburt kehren die Mütter wieder an ihren Arbeitsplatz zurück, um zum Wohl der proletarischen Gemeinschaft beizutragen. Ihre abgestillten Kinder erfahren die bestmögliche Erziehung in den staatlichen Kindertagesstätten. Dort beginnen qualifizierte Erzieherinnen – es sind fast ausschließlich Frauen, die Planungsbehörde hat auf Grund wissenschaftlicher Untersuchungen festgestellt, daß dies vorteilhaft für die Kinder ist – mit der Heranbildung des neuen Menschen, des befreiten Proletariers, der die Beschränkungen der Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Die Erzieherinnen protokollieren die Entwicklung ihrer Schützlinge, halten deren Fähigkeiten und Neigungen fest. So kann die Planungsbehörde die bestmögliche Förderung der Entwicklung dieser Kinder festlegen. Auf diese Weise bleiben keine Fähigkeiten unentdeckt im Verborgenen.

Die eher ruhige, fürsorgliche Johanna geht in eine Kindergartengruppe, die Mehrschweinchen versorgt und besonders viele Tierbücher im Regal stehen hat. Gisbert ist robuster, verfügt über einen starken Bewegungsdrang. Seine Kindergartengruppe trägt dem Rechnung, sie verbringt deutlich mehr Zeit in der Sporthalle und bei Geländespielen. Der Wettbewerb untereinander, zur optimalen Entfaltung der individuellen Fähigkeiten, gehört zu den Prinzipien der proletarischen Gemeinschaft. Jedem Kind werden auf diese Weise die gleichen Chancen geboten. Während Johanna immer noch von Erzieherinnen betreut wird, hat Gisbert zwei Sportlehrer, die ihn bei Turnübungen und Geländespielen fördern.

Mit sechs Jahren werden Johanna und Gisbert bei den Jungen Pionieren aufgenommen. sie tragen stolz ihr rotes Halstuch und das weiße Hemd. Johanna lernt bei den Jungen Pionieren erste hauswirtschaftliche Fähigkeiten, Gisbert hat sich für die Judogruppe empfohlen. Die Grundschule bereitet die Kinder weiter aufs Leben vor. Beiden gefällt die Erzählstunde, die zweimal die Woche stattfindet. Dort erfahren die Kinder, wie das Leben früher gewesen war, als die Arbeiterklasse noch ausgebeutet wurde. Die Funktionärin, die diesen Unterricht erteilt, bringt gelegentlich sogar Geld mit. Damit können die Kinder einkaufen, doch es gibt immer zu wenig Geld, um sich die ganzen Süßigkeiten leisten zu können. Am Ende einer solchen Unterrichtsstunde wird immer der Kommunismus ausgerufen, das Geld wieder eingesammelt und die übrig gebliebenen Süßigkeiten gerecht verteilt.

Johannas Schulergebnisse rechtfertigen die Überstellung in ein Internat. In ihrer neuen Mittelschule bekommt sie sogar Reitunterricht, als Belohnung für ihren Einsatz für die proletarische Gemeinschaft. Wer außergewöhnliche Leistungen hervorbringt, darf auch außergewöhnliche Belohnungen erwarten. Gisbert hat weniger gut abgeschnitten. Die Hoffnungen, daß er sich zu einem herausragenden Sportler entwickelt, haben sich nicht erfüllt. Er tritt auf eine normale Mittelschule über, die ihn auf das spätere Berufsleben vorbereitet. Er darf weiterhin an der Judogruppe teilnehmen, die jedoch nur zweimal pro Woche trainiert. In einem Sportinternat hätte er fünf Trainingseinheiten pro Woche absolviert. Mit zehn Jahren werden die beiden Junge Proletarier, die nächste Stufe der staatlichen Jugendorganisation. Die Erzählstunden werden vom Fach Geschichte des Proletariats abgelöst. In den Büchern hierzu finden die Kinder ausgewählte und kindgerecht aufbereitete Texte von Marx, Lenin und Mao Tse-Tung.

Mit 14 Jahren schließen Johanna und Gisbert die Mittelschule ab. Die proletarische Gemeinschaft kennt kein Sitzenbleiben oder das Wiederholen eines Schuljahres. Der Vertrauenslehrer, ein Parteifunktionär, betreut schwache Schüler und sorgt dafür, daß sie Nachhilfe bekommen, um das Klassenziel doch zu erreichen. Gisbert hatte dafür einmal einen Förderkurs bekommen, in den Sommerferien, um das zuvor Versäumte nachzuholen. Nun ist der große Tag der Jugendweihe gekommen. Die jungen Proletarier legen dabei das Gelöbnis ab, ihre ganze Kraft der Fortentwicklung der proletarischen Gemeinschaft zu widmen. Im Gegenzug werden sie freigesprochen, sind nunmehr Mitglieder der Freien Jugend.

Johanna hat sich für den sozialen Zweig empfohlen. Sie wechselt das Internat, besucht nun die Oberschule. Noch weiß Johanna nicht, ob sie Tierärztin oder Humanärztin werden soll. Sie spricht mit ihrem Vertrauenslehrer darüber, der für sie zwei Praktika organisiert, bei einer Tierärztin und in einem Volkskrankenhaus. Gisbert besucht das Polytechnikum in der Stadt, das ebenfalls ein Internat ist. Dort bereitet er sich im Orientierungsjahr auf seinen künftigen Beruf vor. Auch er bekommt zwei Praktika bei Handwerkern vermittelt. Nach dem Orientierungsjahr hat sich Johanna entschieden, Humanärztin zu werden, Gisbert wird Klempner. Sein Polytechnikum wird nun zur Berufsschule, parallel zum Unterricht beginnt Gisbert eine Klempnerlehre. Die Handwerkerausbildung der proletarischen Gemeinschaft dauert insgesamt vier Jahre, die ersten drei Jahre erhält der Lehrling Blockunterricht, im ersten Jahr abwechselnd sechs Wochen Schule und sechs Wochen Lehre, im zweiten und dritten Jahr vier Wochen Schule und acht Wochen Lehre. Im vierten Jahr arbeitet der Lehrling nur noch im Volkseigenen Betrieb. Sein Zimmer im Schülerheim bewohnt der Lehrling während der ganzen fünf Jahre.

Johanna absolviert die nächsten vier Jahre jeweils drei vierwöchige Praktika als Schwesterhelferin im Volkskrankenhaus. Auch sie erwirbt in diesen fünf Jahren einen ersten Abschluß als Krankenschwester. Bei der Freien Jugend erhält Johanna zusätzlich eine Ausbildung als Sanitäterin, Gisbert hingegen erhält eine erste Grundausbildung als Soldat, einschließlich des Dienstes an der Waffe. Die Freie Jugend rückt dazu an zwei Wochenenden im Monat in die Kasernen der Volksarmee ein, wo sie von ausgewählten Soldaten betreut und ausgebildet werden. Die Ausbildungssoldaten haben sich für diesen Dienst freiwillig gemeldet, es sind entweder Längerdienende oder Soldaten in ihrem zweiten Jahr.

Gisbert wird nach seinem Abschluß für zwei Jahre zur Armee eingezogen. Die proletarische Gemeinschaft muß wehrhaft sein, die Errungenschaften der kommunistischen Gesellschaft verteidigen. Wer wie Johanna die Universität besucht, wird vom Wehrdienst freigestellt. Universitätsabsolventen werden erst nach ihrem Studium eingezogen, für ein einziges Jahr. Wobei die Volksarmee jedoch hofft, daß sich die Absolventen für einen längeren Dienst als Offiziere verpflichten.

Für Johanna ist gesorgt, sie erhält ein großzügiges Studenten-Apartment. Ihr Studienplan ist durchorganisiert, es gibt keinerlei Leerlauf. Nach vier Jahren wird sie für ein Jahr Ärztin im Praktikum, danach dient sie als Ärztin in der Volksarmee. Nach einem weiteren Jahr als Assistenzärztin in einem Volkskrankenhaus kann sie an die Universität zurückkehren, um eine Facharzt-Ausbildung zu absolvieren. Für ihre Erfolge im Studium darf Johanna als Kandidatin der Partei beitreten. Gisbert wird von seinem Politoffizier wegen vorbildlicher kommunistischer Geisteshaltung ebenfalls der Partei empfohlen. Nach drei Jahren als Kandidaten wird die Partei über ihre endgültige Aufnahme entscheiden.

Einfache Parteimitglieder haben von ihrer Zugehörigkeit nur wenige Vorteile. Jeder Proletarier erhält eine modern ausgestattete Wohnung, die er nach Wunsch möblieren darf. Die Dinge des täglichen Bedarfs sind kostenfrei, ebenso Verkehrsmittel oder Urlaubsreisen. Allerdings stehen besondere Güter unter Bewirtschaftung, wer diese beziehen will, muß einen Antrag stellen. Parteimitglieder haben bei diesen Auswahlverfahren einen geringen Vorteil. Die Parteimitglieder sollen den Proletariern ein Vorbild geben. Wenn ein Proletarier durch schlechte Leistungen und Arbeitsverweigerung auffällt, zieht der Parteifunktionär, der die Probleme des Proletariers lösen soll, ein Parteimitglied heran, das ihm über den Problemfall Auskunft geben kann. Der Funktionär sucht das Gespräch und ergreift gegebenenfalls weitere Maßnahmen, um dem Betroffenen zu helfen, ein wertvolles Mitglied der proletarischen Gemeinschaft zu bleiben.

Der real existierende Sozialismus

Gefällt Ihnen die Zukunft im Kommunismus? Sie werden dort nicht allein gelassen, man kümmert sich um Sie. Das einfache Parteimitglied von nebenan ist ein hervorragender Nachbarschaftshelfer, wenn Sie Sorgen und Probleme haben, können Sie diesen Mann gerne aufsuchen. Er hilft Ihnen gerne als Seelsorger, denn die Religion gibt es nicht mehr. Die war eben nur Opium fürs Volk. Ob es Gott wirklich gibt, weiß niemand, doch die Partei, die gibt es. Und die Partei sieht alles.

Sozialismus propagiert die Gleichheit, doch diese ist nur Gleichmacherei. Wer mit 14 Jahren schon 80 Kilo wiegt, dürfte beim 100-Meter-Lauf nicht zu den Schnellsten gehören. Sozialismus wäre, wenn zwei sportlichere Schüler diesem etwas Beleibteren helfen, ihn also beim 100-Meter-Lauf ziehen, damit er eine halbwegs passable Zeit erzielt und eine bessere Note erhält. Leider bekommen die an sich guten Sportler deswegen eine etwas schlechtere Note. Wir sind eben alle gleich, oder?

Der Sozialismus kennt etwas, das nennt sich Gesinnung. Wobei die rechte Gesinnung natürlich die linke ist. Wer mehr hat, soll von diesem Mehr abgeben, und tut er das nicht freiwillig, wird er dazu gezwungen. Wenn jemand eine rechte Gesinnung hat, also nicht die rechte, im Sozialismus erwünschte linke, muß er auf Kurs gebracht werden. Der Sozialismus benutzt dafür mehr oder weniger subtile Methoden. Gleichgeschaltete Medien fördern eine Einheitsmeinung. Donald Trump ist eben ein durchgeknallter Hampelmann, der zum Pech der Welt gerade den US-Präsidenten spielt. Das ist die öffentlich verbreitete Meinung. Donald Trump hat einen Intelligenzquotienten von 155, dürfte damit den deutschen Schmierenjournalisten durch die Bank überlegen sein. Donald Trump ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, während die Schmierenjournalisten sich als Pressehuren verkaufen müssen, um überhaupt ihre Rechnungen bezahlen zu können. Die USA erlebt unter Donald Trump einen glänzenden wirtschaftlichen Aufschwung, während Merkeldeutschland sich mit Dumpinglöhnen unbeliebt macht.

Die Gesinnung soll immer hehren Zielen dienen. Der Befreiung der Menschheit zum Beispiel. Wir befreien die Menschheit, indem wir sie nach Deutschland holen. Afrika ist 30.370.000 Quadratkilometer groß und hatte 2016 1,216 Milliarden Bewohner. Das sind etwa 40 Menschen pro Quadratkilometer. Merkeldeutschland ist 357.376 Quadratkilometer groß und hatte 2016 82,67 Millionen Bewohner. Das sind 231 Menschen pro Quadratkilometer. Trotzdem soll ausgerechnet Deutschland ein Einwanderungsland sein, das den Menschenüberschuß aus Afrika aufnimmt. Das hat nichts mit Logik zu tun, sondern mit Ideologie. Oder besser, mit Idiotologie. Sozialismus ist nicht logisch.

Aktuell heißt das hehre Ziel “Toleranz”. Die Toleranz wird am besten mittels Null Toleranz gegen abweichende Gesinnung erreicht. Wir sind tolerant gegen andere Kulturen, erweisen den Menschen Respekt und nehmen Rücksicht auf deren Gefühle. Die eigene Kultur hingegen wird vernachlässigt, den Einheimischen wird kein Respekt erwiesen und auf unsere Gefühle braucht niemand Rücksicht zu nehmen. Vor lauter Toleranz geben wir das auf, was uns als Volk ausmacht. Donald Trump hat – laut Propagandamedien – diverse Länder zu Drecklöchern erklärt. Drecklöchern kann man nur helfen, indem man sie vor Ort säubert. Wer den Dreck nach Deutschland holt, bewirkt nur, daß Deutschland ebenfalls zum Drecksloch wird.

Es ist Sozialismus, wenn man sich einbildet, “Verfolgten” aus islamischen Ländern zu helfen, indem man die Ideologie, die dort für die Verfolgung gesorgt hat, nach Deutschland holt. Juden, die zwischen 1933 und 1945 in die USA geflüchtet sind, haben dort eben nicht den Nationalsozialismus praktiziert. Moslems hingegen praktizieren hier, im Land ihrer Zuflucht, genau den Islam, dem sie entkommen sind. Die einzige Begründung, wieso wir diese Menschen aufnehmen sollen, ist der “Holocaust”. Entschuldigung, der Holocaust liegt 73 Jahre zurück. Daran ändert sich nichts, wenn wir Deutschland in Trümmer legen und an allen Ecken anzünden.

Der Sozialismus ist auf Bespitzelung angewiesen. Denunzianten erleben in Deutschland eine neue Hochblüte. Denunziantentum gehört leider zu Deutschland. Das war zur Zeit der Hexenprozesse so, das war im nationalen Sozialismus so und das war im internationalen Sozialismus der DDR so. Nichts dazugelernt, ewig gestrig, menschlich minderwertig – und natürlich intolerant. Denunzianten sind eine wahre Zierde der Menschheit.

Was passiert in einem Land mit Gesinnungskontrolle? Das Erfolgsmodell des VW-Konzerns ist der Golf. Den kennen Sie natürlich. Allerdings wissen viel weniger Leute, daß Sachsenring den Golf zuerst gehabt hatte. Der P760 hatte große Ähnlichkeit mit dem VW-Golf, der vier Jahre danach auf den Markt kam. Jedoch darf niemand einen Golf bauen, wenn die Leute mit der rechten Gesinnung auf den Trabant setzen. Deshalb belächeln wir heute arrogant das, was die DDR fabriziert hat.

Sozialismus erfordert kein zentrales Planungsbüro, Sozialismus passiert im Kopf. Der Autor, der sich der offiziellen Auslegung der Geschichte beugen muß, findet sein Gegenstück im Ingenieur, der Vorgaben an Wirtschaftlichkeit einhalten muß. Ich kenne beide Seiten, auch die als Entwickler, wo ich zurückgepfiffen wurde, anstatt erhöhte Funktionalität einzubauen. Ich kann mich heute noch an das “das brauchen wir nicht” meines Vorgesetzten erinnern, als ich dem Kunden gezeigt habe, was ich, bereits fertig und getestet, in sein Software-Paket habe einbauen wollen. Solche Vorgaben bremsen die Kreativität und nehmen den Entwicklern den Spaß an ihrer Arbeit. Ich habe damals übrigens die Firma gewechselt.

Ich habe einmal eine Geschichte aus der Sowjetunion gehört. Es ging, soweit ich mich erinnere, um ein Turbinengehäuse. Das war derart groß, daß es auf einem Binnenschiff transportiert wurde. Für diesen Schiffstransport wurden Kanäle erweitert und Schleusen vergrößert, vielleicht sogar Brücken demontiert. Kurz vor dem Ziel wurde das Gehäuse abgeladen, um am Ufer zu verrotten. Warum? Weil der Plan geändert worden ist. Das Kraftwerk sollte woanders gebaut werden, und es war billiger, das Gehäuse dem Verfall preiszugeben, als es an die neue Baustelle zu transportieren. Bitte fragen Sie mich nicht nach der Quelle, ich habe das nur einmal gehört, im Fernsehen, und das auch noch vor Jahrzehnten.

Sozialismus ist immer schlecht für die Bildung. Der Sozialismus möchte “erziehen”, also seine Vorstellungen der neuen Generation einpflanzen. Dummerweise lassen sich Schulstunden nicht beliebig vermehren. Jede Stunde, in der “Toleranz” vermittelt wird, muß anderweitig eingespart werden, an Mathematik, Chemie, Physik…, also an Fächern, die für die Indoktrination weniger wichtig sind. Eine Klassenfahrt ins Konzentrationslager Dachau ist eine Klassenfahrt, die nicht ins Deutsche Museum geführt hat. Über den Wohlstand eines Landes entscheiden jedoch immer dessen Ingenieure, niemals dessen Ideologen.

Sozialismus mißt Bildung nach Produktionszahlen, nicht nach Qualität. Die menschliche Intelligenz hat eine bestimmte Verteilung, wer mehr Abiturienten will, als diese Verteilungskurve vorgibt, muß das Niveau nach unten schrauben. Diese Abiturienten haben danach eine formale Hochschulzugangsberechtigung, sind aber nur bedingt studierfähig. Wer Mathematik für schwarze Magie hält, wird kein Ingenieur. Aller Wahrscheinlichkeit wird so jemand nie etwas entwickeln, was den Wohlstand des Volkes mehrt, sondern dem Volk in irgendeiner Weise auf der Tasche liegen.

Der Sozialismus schafft Arbeitsplätze, nur sind diese nicht produktiv. Es sind Stellen, für die man das richtige Parteibuch benötigt, und natürlich die richtige Gesinnung. Ein bißchen Verwaltung, ein wenig Schnüffelei, Gesinnungskontrolle oder die bloße Repräsentation als Frühstücksdirektor, das hat der Sozialismus verdienten Funktionären als Austragstellen zu bieten. Solange diese Herrschaften nicht nur unfähig, sondern auch faul sind, richten sie keine Schäden an. Erst, wenn sie sich einmischen, entstehen Baustellen wie Stuttgart 21.

Der Sozialismus ist generell ein dunkles Zeitalter, in dem die Entwicklung eines Landes stagniert. Der Sozialismus führt in der Regel zu einem Zusammenbruch, dieser kann sowohl durch äußere (Krieg) als auch innere Umstände (Revolution) ausgelöst werden. Träger des Sozialismus ist die niedere Funktionärsebene, ob nun in der Partei oder nicht. Die Hexenprozesse wurden nicht durch die kleinen Richter beendet, die Hexen auf den Scheiterhaufen geschickt haben. Richter funktionieren, sie sind staatstreu bis zuletzt. Hans Filbinger ist dafür ein gutes Beispiel, er steht für alle Richter, auch für jene der DDR, die bis zu deren Zusammenbruch noch “Republikflüchtlinge” verurteilt haben.

Die Richter und Beamten sind in diesem Fall die Frösche, die man nicht fragen darf, ob der Teich trocken gelegt werden soll.

Oh, wir sind schon weit gekommen auf dem Weg nach unten, in die Hölle des Sozialismus. Zwar hängen keine Hakenkreuzfahnen in den Straßen, und anders als in Hollywood-Filmen brüllt nirgendwo jemand “Heil Hitler!” Aber sonst sind wir den Hollywood-Perversionen über das Dritte Reich schon sehr nahe gekommen. Die Blockwarte sind heute selbsternannt, sie überwachen ihnen völlig Unbekannte im Internet und schreiben fleißig Denunziationen. Die SA marschiert wieder auf den Straßen, sie nennt sich diesmal Antifa. Zwar haben deren Angehörige keine so schönen Uniformen, sie werden jedoch staatlich bezahlt, oft besser als die Polizisten, die Ausschreitungen der Antifa eindämmen sollen.

Die Presse ist in einem Maße gleichgeschaltet, von dem Josef Goebbels nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Der “Stürmer” heißt heute Bild-Zeitung und hetzt nicht gegen Juden, sondern gegen “Reichsbürger”. Die sollen ganz, ganz böse sein, haben sich gegen den deutschen Staat verschworen und bereiten eine Revolution vor. Deshalb müssen Reichsbürgern aus dem Staatsdienst entfernt werden. Der Merkelstaat hat sich neue Juden geschaffen, die verfolgt und diskriminiert werden.

George Orwell hat meines Wissens das Wort “Gedankenverbrecher” erfunden. Die BRD hat das aufgegriffen und veranstaltet eine Hexenjagd auf Gedankenverbrecher. Die Kirche hat einst Ketzer, die sich zu ihren Sünden bekannt und bereut haben, wieder aufgenommen. Die BRD-Justiz kennt hingegen keine Gnade, da wird ein 96jähriger, der zu Kreuze gekrochen ist und alles gestanden hat, was man ihm aufnötigte, trotzdem einfach weggesperrt. Das Land der Richter und Henker hat schließlich einen Ruf zu verteidigen, und das mit dem Henken, das bekommen sie auch noch hin. Notfalls wird bei dem Verdacht, ein potentieller Reichsbürger könnte eine geladene Spielzeugpistole bei sich haben, in präventiver Notwehr scharf geschossen.

Wird das jemals enden? Wird der Sozialismus schließlich zusammenbrechen? Sicher! Der Sozialismus ist bisher immer zusammengebrochen, wenn er die Ressourcen eines Landes, die ihm in den Schoß gefallen sind, aufgebraucht hatte. Der Zustand der Schultoiletten sagt deutlich mehr über die Verhältnisse in einem Land aus als die Diäten der Abgeordneten. In den ersten drei Jahrzehnten ihrer Existenz hat die BRD ihr Geld mittels Innovationen verdient. Damals galt der menschliche Geist als der einzige Rohstoff, über den Deutschland verfügt. In der Kohl-Ära, der Zeit des bleiernen Kanzlers, verschob sich die Innovation zum Lohndumping. Das Geld, das an den Arbeitern eingespart wird, nehmen die großen Firmen den Völkern Europas weg.

Die großen Konzerne sind jedoch längst nicht mehr so deutsch, wie es ihre altehrwürdigen Namen versprechen. Sozialismus hat nichts mit Gleichstellung zu tun, sondern sehr viel mit Gleichmacherei. Das Ziel des Sozialismus ist erreicht, wenn die Masse des Volkes zum Lumpenproletariat verarmt ist. Der Sozialismus zeichnet sich dadurch aus, daß die Qualität der Funktionäre immer weiter nachläßt. Die Unterdrückung des freien Geistes verhindert intellektuelle Auseinandersetzungen. Wer nicht mehr kämpfen muß, weil er seine Gegner ausmerzen oder vertreiben kann, wird zu dumm zum Kämpfen. Hören Sie doch einmal Angela Merkel genau zu, dann merken sie, daß diese Frau nicht einmal fähig ist, sich verständlich zu artikulieren.

Die Sowjetunion war ein sozialistischer Musterstaat. Die Mehrheit der Bevölkerung wurde in Armut gehalten, kam gerade so über die Runden. Die Spitzenfunktionäre lebten deutlich besser, doch sie hatten sich keine Paläste leisten können. Villen, Landhäuser – in etwa das, was ein erfolgreicher Unternehmer in Deutschland besitzt. Der Reichtum des Landes wurde von Anderen abgeschöpft, in der Sowjetunion eher verdeckt, in Merkeldeutschland ganz offen. Die “Heuschrecken”, die Betriebe übernehmen und ausschlachten, sind nur die Spitze des Eisbergs. Die wahren Profiteure sind wie Blutegel, die fortwährend die Unternehmen aussaugen, die Dividenden und Ausschüttungen verlangen.

Uns bleibt nur die Hoffnung in die alte Weisheit, wonach der Tod des Wirts das Ende der Parasiten bedeutet. Der Tod Deutschlands ist jedoch nicht das Ende. Würde unsere Bevölkerungsdichte im Lauf des Zusammenbruchs auf jene Afrikas reduziert, wären das immer noch fast 15 Millionen Menschen. So viele sind wir gewesen, hier, in diesem Land, als wir zum Volk der Dichter und Denker geworden sind. Für Richter und Henker hingegen wird dann kein Platz mehr sein. Der Sozialismus ist und war immer schon ein Irrtum der Geschichte. Ein kostspieliger Irrtum für die Völker, die er befallen hat. Aber wenn es überhaupt ein Volk gibt, das sich aus der Asche des Sozialismus zu neuer Größe aufzuschwingen vermag, ist es das deutsche!

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BERLIN. Die Alice-Salomon-Hochschule in Berlin will ein angeblich sexistisches Gedicht an ihrer Fassade übermalen. Der Akademische Senat beschloß am Dienstag mehrheitlich, die Verszeilen des Schweizer Lyrikers Eugen Gomringer zu entfernen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Künftig soll alle fünf Jahre ein neues Gedicht angebracht werden.

Gomringer, der 2011 den Poetik-Preis der Hochschule gewonnen hatte, kritisierte die Entscheidung. „Das ist ein Eingriff in die Freiheit von Kunst und Poesie“, sagte der 93jährige. Er behalte sich rechtliche Schritte vor. Der Deutsche Kulturrat, Spitzenorganisation von 250 Bundeskulturverbänden, reagierte „erschüttert“.

Asta verfaßte offenen Brief

Der Asta der Hochschule im Stadtteil Hellersdorf hatte sich im August 2017 in einem offenen Brief an den Rektor Uwe Bettig über das auf Spanisch verfaßte Gedicht beschwert, das seit 2011 die Mauern der Hochschule ziert.

Übersetzt heißt es in „Avenidas“: „Alleen. Alleen und Blumen. Blumen. Blumen und Frauen. Alleen. Alleen und Frauen. Alleen und Blumen und Frauen. Und ein Bewunderer.“ Dies empfanden einige Studenten als sexistisch. (ha)

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AfD bekommt Vorsitz im Haushaltsausschuß

On January 23, 2018, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Die AfD wird im Bundestag den Vorsitz des Haushaltsausschusses übernehmen. Zudem stellen Abgeordnete der Partei die Vorsitzenden im Rechtsausschuß und im Ausschuß für Tourismus, teilte der AfD-Pressesprecher Christian Lüth mit. Wer die Posten besetzen soll, sei jedoch noch nicht geklärt. Als Haushaltsvorsitzender wird der Abgeordnete Peter Boehringer gehandelt.

Die Fraktion freue sich, „als größte Oppositionsfraktion diese wichtigen Ausschüsse erhalten zu haben“, betonte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD im Bundestag, Bernd Baumann. „Ich erinnere daran, daß das unglückliche Netzwerkdurchsetzungsgesetz in die Kompetenz des Rechtsausschusses fällt, den wir leiten werden“, fügte er hinzu.

Ausschußvorsitzenden werden nicht gewählt

Der Haushaltsausschuß geht neben zwei weiteren Bundestagsausschüssen traditionell – jedoch ohne gesetzliche Fixierung – an die größte Oppositionspartei. Sollte es zu einer Großen Koalition kommen, wäre dies die AfD.

Die Ausschußvorsitzenden werden von den Mitgliedern der Ausschüsse nicht gewählt, sondern „bestimmt“. Dazu heißt es in den Regularien des Parlaments: „Mit der Feststellung der Beschlußfähigkeit und der Bestimmung der oder des Vorsitzenden ist der Ausschuß konstituiert.“

Im Vorfeld hatte es Diskussionen über die Frage gegeben, ob die AfD den Vorsitz des Haushaltsausschusses erhalten solle. Seit ihrem Einzug in den Bundestag war die AfD bereits in zwei Fällen bei der Besetzung wichtiger Parlamentsposten am Widerstand der anderen Fraktionen gescheitert.

Ausschüsse konstituieren sich in der kommenden Woche

Darüber hinaus bekommt die CDU/CSU gemäß der interfraktionellen Vereinbarung den Vorsitz in den Ausschüssen für Außenpolitik, Europa, Inneres, Landwirtschaft, Geschäftsordnung, Gesundheit, für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie im Petitionsausschuß, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die SPD übernimmt die Ausschüsse für Arbeit und Soziales, Verteidigung, Bildung und Forschung, Kultur sowie Sport.

Die FDP soll die Vorsitzenden in den Ausschüssen für Finanzen, Digitale Agenda und Menschenrechte stellen. Die Grünen übernehmen den Vorsitz im Ausschuss für Verkehr und Digitalisierung sowie im Ausschuß für Umwelt und Naturschutz. Die Linke übernimmt den Vorsitz in den Ausschüssen für Wirtschaft und Energie sowie im Familienausschuß. In der kommenden Woche sollen sich die Gremien konstituieren. (ha)

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DÜSSELDORF. Mehrere Flüchtlingsinitiativen haben gegen die für Dienstag geplante Sammelabschiebung nach Afghanistan protestiert. „Es gibt keine sichere Region in Afghanistan, eine jede Abschiebung dorthin ist unverantwortlich“, sagte die Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats Nordrhein-Westfalen, Birgit Naujoks. Die Politik müsse umgehend einen landesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan beschließen.

Auch die Linkspartei forderte, die Abschiebung der 80 Personen auszusetzen. „Fast 18 Prozent aller Terroropfer weltweit starben in Afghanistan, wer in dieser Situation Menschen nach Afghanistan abschiebt, spielt mit ihrem Leben“, warnte der Landesvorsitzende von NRW, Özlem Alev Demirel.

Abgeschoben werden in der Regel nur Kriminelle

Der Bundestag hatte im vergangenen Jahr einen Abschiebestopp nach Afghanistan beschlossen. Dieser wurde mittlerweile aber wieder gelockert. Danach haben Bund und Länder vereinbart, daß nur Straftäter, Gefährder und Personen, die sich hartnäckig weigern, ihre Identität preiszugeben, nach Afghanistan abgeschoben werden. Ob auch diesmal ausschließlich straffällig gewordene abgelehnte Asylbewerber auf der Abschiebeliste stünden, wollte das Bundesinnenministerium auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT nicht sagen.

Man äußere sich „grundsätzlich nicht zu möglicherweise bevorstehenden Rückführungsmaßnahmen“, um deren Erfolg nicht zu gefährden, erläuterte eine Sprecherin. Für die „Auswahl der Personen, die für eine Rückführung im Rahmen von Sammelrückführungsmaßnahmen in Betracht kommen“ seien allerdings die Länder zuständig.

Doch auch dort geben sich die Innenminiserien wortkarg. Ein Sprecher des Innenminiserums in Stuttgart sagte beispielsweise, ob auch abgelehnte Asylbewerber aus Baden-Württemberg am Dienstag nach Afghanistan abgeschoben würden, werde man erst bekanntgeben, wenn das Flugzeug sicher in Afghanistan gelandet sei.

Flüchtlingsrat: Kriminalität kein Abschiebegrund

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, kritisierte unterdessen, auf der Liste der Abzuschiebenden stünde auch ein Afghane, dem in seinem Heimatland wegen einer Liebesbeziehung der Tod drohe. „Es ist eine Abschiebung nicht nur in den Krieg, sondern möglicherweise direkt in den Tod. So soll ein junger Mann abgeschoben werden, der in Afghanistan wegen einer vorehelichen Liebesbeziehung zum Tod durch Steinigung verurteilt wurde. Das ist ein an Zynismus kaum zu überbietender Skandal.“

Der Flüchtlingsrat NRW mahnte zudem, auch wenn abgelehnte Asylbewerber straffällig geworden seien, sei dies kein Grund, sie nach Afghanistan abzuschieben. „Die Menschenwürde und das Recht auf Leben gelten für Jeden – immer und ausnahmslos. Nichts kann rechtfertigen, Menschen einer konkreten Lebensgefahr auszusetzen“. (krk)

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Ja, die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit darf in Davos während dem WEF nicht ausgeübt werden. Aber die obersten Kriminellen der Welt dürfen sich sehr gerne dort zu ihrem jährlichen Partymachen treffen. Der Davoser Kleine Landrat hat die Bewilligung für eine Demonstration der Juso Schweiz und der SP Graubünden während des Weltwirtschaftsforums aufgrund ausserordentlicher Umstände nicht bewilligt.

Die “ausserordentlichen Umstände” seien der SCHNEE der gefallen ist. Lächerlich, wie wenn das aussergewöhnlich wäre an diesem Ort in den Bergen, der von Skitourismus lebt. Offizielle Begründung, es gebe zu viel Schnee und deswegen kein Platz für eine Demonstration. Dabei kann von “viel Schnee” gar nicht die Rede sein. Es liegen nicht mal 1 Meter dort.

Hier ein Screenshot der Live-Kamera von heute Dienstag um 12:34 Uhr.

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OXFORD. Aus Rücksicht auf Frauen hat die Universität in Oxford die Prüfungszeit in den Studienfächern Mathematik und Informatik um 15 Minuten erhöht. Als Grund nannte ein Sprecher eine erhoffte Verbesserung der Noten von Frauen, berichtet die britische Tageszeitung Times.

Demnach empfahl der Prüfungsausschuß im Sommer 2017 die Maßnahme, nachdem im Vorjahr nur sieben Studentinnen im Vergleich zu 45 Männern mit Bestnoten bestanden hatten. Ziel sei es, die Punktzahlen der Frauen zu verbessern und die „unangemessenen Auswirkungen des Zeitdrucks“ zu reduzieren.

Von diesen seien Frauen stärker beeinflußt als Männer, da sie ihre Antworten mehrmals überprüfen würden. Männer hingegen gäben schnellere Antworten, lägen jedoch häufiger falsch.

Noch keine eindeutigen Schlußfolgerungen möglich

An der Länge oder Schwierigkeit der Fragen habe sich jedoch nichts geändert, betonte die Universitätsleitung. Die Umstrukturierung solle lediglich die geschlechtsspezifischen Unterschiede, die in den vergangenen Jahren aufgetreten seien, abschwächen.

Eindeutige Schlußfolgerungen aus der Entscheidung konnte die Universität noch nicht ziehen, schreibt das Blatt. Das gäben die vorliegenden Daten nicht her. Studentinnen im dritten Studienjahr hätten jedoch eine Verbesserung gegenüber dem zweiten Jahr gezeigt.

Kritiker bezeichneten die Erhöhung der Prüfungszeit von 90 Minuten auf 105 als „sexistisch“. Die Entscheidung suggeriere, daß Frauen ein schwächeres mathematisches Verständnis hätten. (ha)

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Eine regelrechte Hysterie erfaßt Funktionäre des deutschen Kulturbetriebs angesichts der Möglichkeit, ein Abgeordneter der AfD könnte den Vorsitz im Kulturausschuß des Deutschen Bundestags übernehmen. Zuletzt warnte der „Deutsche Kulturrat“ vor diesem vermeintlich „fatalen Signal“. Die Kampagne begann bereits wenige Tage nach dem Wahltermin mit einem „Offenen Brief“ an den Ältestenrat des Bundestags.

Zu den Erstunterzeichnern gehörten neben Vertretern des Kunstbetriebs auch Politiker von Union, SPD, Linken und Grünen, darunter für letztere Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die sich mit ihrer einseitigen Parteinahme unter Mißachtung des Neutralitätsgebots für dieses hohe Amt gründlich disqualifiziert hat.

Woher diese Panik? Der Kulturausschuß spielt in der Arbeit des Parlaments eine zwar wichtige, aber keineswegs alles überragende Rolle. Kultur ist im föderalen Deutschland in erster Linie Sache der Bundesländer. Die AfD bekennt sich dazu in ihrem Programm im Interesse der kulturellen Vielfalt ausdrücklich. Der Ausschußvorsitzende ist auch kein Quasi-Autokrat, der im Alleingang schalten und walten könnte.

Irrglauben eines Alleinvertretungsanspruch

Das undemokratische Ansinnen der Kampagne wird offenbar von dem anmaßenden Irrglauben befeuert, man habe die Kultur und den Alleinvertretungsanspruch darauf gepachtet. Dahinter steckt der einseitige, marxistische Kulturbegriff der „Frankfurter Schule“, der mit dem Durchmarsch der Achtundsechziger im politisch-gesellschaftlichen Establishment Oberhand gewonnen hat.

Kultur wird in diesem Sinne nicht als Summe menschlichen Schaffens und Gestaltens verstanden, sondern als politisches Instrument der Machtgewinnung. Vordenker dieses „Kulturmarxismus“ ist der Italiener Antonio Gramsci, der in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts die Theorie aufstellte, einer politischen Machtübernahme müsse die Erringung der „kulturellen Hegemonie“ vorausgehen.

In Gramscis Gefolge machten sich die Adepten der „Frankfurter Schule“ daran, mit einer Mischung aus Freud und Marx in ihrer „Kritischen Theorie“ die von ihnen als Feind ausgemachte westlich-bürgerliche Kultur zu brechen, um die Grundlage für eine marxistische „Kulturrevolution“ zu legen. Diskreditierung der „bürgerlichen“ Familie, Früh- und Hypersexualisierung, Genderismus und Multikulturalismus sind die Früchte dieses Kulturmarxismus.

Drohpotenzial der Politischen Korrektheit

Eine erste Probe aufs Exempel war die „Willy wählen!“-Kampagne. Das Bündnis der politischen Linken mit medialen Propagandisten, Polit-Kultur und „Kulturschaffenden“, die sich als politische Aktivisten verstehen – ein Veteran dieser Zeit, Klaus Staeck, steht auch unter dem erwähnten Offenen Brief, wurde seither stetig ausgebaut und zu einer Subventions- und Klientelbegünstigungsmaschinerie zum beiderseitigen Vorteil gemacht.

Abgesichert wird diese kulturelle Hegemonie der Linken, die zivilgesellschaftliche Institutionen, Medien, das Bildungs- und Hochschulwesen nahezu flächendeckend erfaßt hat, wie kürzlich der Berliner Historiker Jörg Baberowski feststellte, durch das Drohpotenzial der Politischen Korrektheit, die wiederum auf den „Frankfurter Schule“-Ideologen und Gramsci-Jünger Herbert Marcuse und die von ihm geforderte „repressive Toleranz“ zurückgeht. Die eigene Ideologie wird moralisch überhöht, wer zum „Feind der Toleranz“ erklärt wird, weil er gegen die hegemonialen Sprachregelungen verstößt, soll zur Unperson gemacht und aus dem zugelassenen Diskurs ausgeschlossen werden.

Verräterische Denkweise

Die absurde Dämonisierung, mit der die Kampagne gegen die Berufung eines AfD-Politikers zum Vorsitzenden des Kulturausschusses polemisiert – die inhaltsleere Diffamierungsvokabel „rechtsradikal“, mit der heute jeder belegt werden kann, der nicht „links“ sein will, fehlt in dem Offenen Brief ebensowenig wie das reflexhafte Schwingen der primitiven Nazikeule, die jedes Argument im Keim ersticken soll – atmet diesen Geist.

Zugleich spricht daraus die schiere Angst, den unwidersprochenen und uneingeschränkten Zugriff auf dieses Herrschaftsinstrument zu verlieren. Diese Denkweise ist verräterisch: Sie unterstellt dem politischen Gegner, der AfD, die eigene beschränkte Sicht und die eigene politische Instrumentalisierungswut.

Dabei hat sich gerade die AfD explizit auf die Fahnen geschrieben, die ideologische Beeinflussung der Kulturpolitik und den Einfluß der Parteien auf das Kulturleben zurückzudrängen und Kulturpolitik an fachlichen Qualitätskriterien und ökonomischer Vernunft statt an politischen Vorgaben auszurichten. Vielleicht ist es gerade das, die Transparenz und der andere Blick auf ihr Treiben, das die Wortführer des Protests unausgesprochen am meisten fürchten.

Aufgeregtheit der Pfründeverteidiger

Kultur braucht Freiheit von Instrumentalisierung. Die Linke aber hat ein ewiges Problem mit der Freiheit. Sie behauptet, „Freiheit und Vielfalt in Kunst und Kultur“ zu verteidigen, wenn sie die AfD vom Kulturausschuß fernhalten wollen; tatsächlich geht es ihr darum, die Meinungsfreiheit Andersdenkender zu beschneiden und die Vielfalt der Ideen und Sichtweisen, die den demokratischen Diskurs erst ausmacht, zu verhindern. Die Aufgeregtheit der Pfründeverteidiger und Sachwalter der Politischen Korrektheit ist der beste Beleg, wie notwendig ein neuer Blick auf die Kulturpolitik tut.

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Dr. Alice Weidel ist eine der beiden Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Bundestag.

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BRÜSSEL. Die Euro-Finanzminister haben die Freigabe einer weiteren Finanzspritze aus dem laufenden Kreditprogramm für Griechenland bewilligt. Das Land habe nahezu alle vereinbarten Reformmaßnahmen umgesetzt, sagte der portugiesische Finanzminister, Mario Centeno (Sozialistische Partei ), der derzeit den Vorsitz der Euro-Gruppe innehat, am Montag. Bedingung für die Auszahlungen des Geldes sei die Erfüllung von 110 Reformschritten.

Das Finanzpaket umfaßt rund 6,7 Milliarden Euro. Fast die Hälfte der bereitgestellten Finanzmittel sind demnach für die Refinanzierung fälliger Anleihen, für Zinsen und die Tilgung von Krediten vorgesehen.

500 Millionen Euro solle Athen dafür verwenden, offene Rechnungen bei Lieferanten und Dienstleistern zu begleichen, vor allem im staatlichen Gesundheitswesen. Weitere Zahlungen aus dem Paket sind an zusätzliche Sparmaßnahmen der Regierung gebunden. Dies verlangen die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Euro-Rettungsfonds ESM. Das Geld soll ab Mitte Februar in Teilbeträgen nach Athen fließen.

Griechenland liegt auf Kurs

Das Parlament in Griechenland hatte zuletzt ein großes Bündel an Reformen gebilligt. Unter anderem ist darin eine Einschränkung des Streikrechts vorgesehen. Deshalb solle „die laufende Überprüfung des griechischen Spar- und Reformprogramms nun abgeschlossen werden“, teilte Centeno mit.

„Es geht in die richtige Richtung“, lobte auch der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis (Einigkeit). Griechenland hätte seine Finanzziele zum dritten Jahr in Folge übertroffen und den neuen Haushalt wie besprochen verabschiedet. Wenn auch die anderen Bedingungen erfüllt würden, könnten die Finanzminister grünes Licht für die Auszahlung geben, sagte der Lette.

Höchste Arbeitslosenquote in Europa

Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Das dritte Hilfspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Mit einer Quote von 21 Prozent ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland so hoch wie in keinem anderen Euro-Land.

Gleichzeitig türmt sich trotz aller Bemühungen nach wie vor ein Schuldenberg von etwa 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Kritiker wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bezweifeln deshalb die Wirksamkeit der auferlegten Sparpolitik. (ha)

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Die US-Regierung hat hohe Zölle verhängt, um Importe aus China zurückzudrängen.

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Die Türkei hat am Montagnachmittag eine zweite Front auf die syrische Stadt Afrin eröffnet.

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