Literarischer Zwergenaufstand

On January 17, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Unter #verlagegegenrechts wird im Netz gegen konservative Aussteller auf der Leipziger Buchmesse getrommelt. Das Ganze erinnert an die Hysterie auf der Frankfurter Buchmesse, die 2017 zum Fiasko für Messeleitung und linken Aktivisten wurde. Während diese sich, durch Fake-News, peinliche Schmierereien an Buchständen und infantiles Gekeife bei Lesungen, bis auf die Kochen blamierten, konnten Verlage wie der Verlag Antaios sich über wertvolle Werbung freuen.

Mancher scheint daraus gelernt zu haben. Anders als in Frankfurt finden sich unter den „Verlagen gegen Rechts“ bisher kaum bedeutsamen Namen. Auf der Webseite der Aktion spuckt man dennoch große Töne: „Mehr als 45 Verlage und 100 Einzelpersonen/Initiativen unterzeichnen Statement gegen rechte Hetze auf der Leipziger Buchmesse.“

Es sind Verlage aus dem linksalternativen Spektrum am Rande der Bedeutungslosigkeit. Verlage wie der zur Wendezeit gegründete „Ch. Links Verlag“ über den es auf Wikipedia heißt: „Die friedliche Revolution in der DDR und die daraus resultierende Abschaffung der Zensur hatten die Neugründung eines unabhängigen Sachbuchverlages möglich gemacht.“

Eigentlich ein Treppenwitz der Geschichte

 Wäre der Verlag nicht so irrelevant, sein jetziger Kampf gegen unliebsame Literatur wäre ein genialer Treppenwitz der Geschichte. Auch die anderen Verlage sind trotz klangvoller Namen wie „Größenwahn Verlag“ oder „Verbrecher Verlag“ so unbekannt, daß sie und ihre Autoren, wären sie nicht links, kaum die Relevanzkriterien für einen Wikipedia-Eintrag erfüllen würden. Allein „Neues Deutschland“, einstiges Zentralorgan der SED, dürfte dem breiteren Publikum etwas sagen.

Für eine starke Kampagne scheinen die Gelder der mehr als 45 Verlage/100 Einzelpersonen jedenfalls nicht auszureichen. Jene, die sich die wirtschaftliche Ausmerzung ihrer andersdenkenden Kollegen wünschen, sammeln via Crowdfunding Geld für Material und Veranstaltungen um damit ihre „Kritik an der Präsenz rechter Medien sichtbar zu machen“.

Konservative Gelassenheit

„Mit Linken leben“Autor Martin Lichtmesz kommentiert auf Nachfrage: „Ein einziger kleiner rechter Verleger schafft es, durch seine bloße Anwesenheit eine um Spenden bettelnde Abwehrphalanx aus über 50 Verlagen zu mobilisieren, die sich aparterweise größtenteils aus der wohl nicht ganz interesselosen linken Konkurrenz rekrutieren.“

Frei nach Dobrindt kann man von einem literarischen Zwergenaufstand gegen das florierende, konservative Verlagswesen sprechen. Wohl auch deshalb reagiert man mit größtmöglicher Gelassenheit. Der Verlag Antaios verspricht auf Twitter in Richtung #verlagegegenrechts gar: „Wir machen eure graue Welt ein klein wenig bunter.“

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GREIFSWALD. Die Greifswalder Ernst-Moritz-Arndt-Universität gibt sich nun doch einen neuen Namen. Darauf hat sich der Senat der Hochschule verständigt. Allerdings soll der Name laut dem Beschluß „optional“, etwa für Abschlußdokumente, erhalten bleiben. Von 35 Senatoren stimmten 27 für die Umbenennung, acht dagegen. Zuvor war ein Antrag gescheitert, auf den Namenszusatz „Arndt“ komplett zu verzichten, berichtet das Nachrichtenportal svz.de.

Der Dichter war 1933 vom damaligen preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring zum Namenspatron der Hochschule erhoben worden. Kritiker werfen ihm antisemitische und nationalistische Äußerungen vor. Arndt (1769-1860) lehrte dort im 19. Jahrhundert.

Holm: „Finde ich zum Kotzen“

Zuletzt hatten am vergangenen Samstag Hunderte Greifswalder für die Beibehaltung des Namens demonstriert. Lokalpolitiker quer durch alle Parteien hatten sich gegen eine Änderung ausgesprochen. Auch von der AfD kam heftige Kritik. Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, der Greifswalder Abgeordnete Leif Erik Holm geißelte die Entscheidung als „Bilderstürmerei“. Dies sei „eine Schande für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte er auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT.

„Es ist zum Fremdschämen, wie geschichtsvergessen ein großer Teil des Senats handelt – und dann auch noch gegen den erklärten Willen eines Großteils der Greifswalder Bürger.“ Ein Land, das so rücksichtslos seine historischen Wurzeln abräume, könne keine gute Zukunft haben. Holm: „Diese Säuberungswellen in Kasernen, Universitäten oder auf Straßenschildern finde ich nur noch zum Kotzen.“

Im Dezember hatten in einer internen Umfrage 49 Prozent der Professoren, Hochschulmitarbeiter und Studenten für die Beibehaltung des Namens gestimmt. 34 Prozent waren dagegen. 15 Prozent der Teilnehmer gaben an, beide Namen seien für sie gleichermaßen akzeptabel. Zwei Prozent enthielten sich.

Mitarbeiter gegen Kompromißlösung

Im zweiten Teil der Umfrage wurde gefragt, ob eine Kompromißlösung gut für die Hochschule wäre. Dies beantworteten 57 Prozent mit Nein und 30 Prozent mit Ja. Laut der Universität beteiligte sich gut ein Drittel der Stimmberechtigen an der Online-Abstimmung. Im Januar 2017 hatte der Senat der Uni die Ablegung des Namens Ernst-Moritz Arndt bereits beschlossen. Die Entscheidung wurde allerdings vom Bildungsministerium wegen formaler Mängel nicht anerkannt. (tb)

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BORSTEL. Forschern am Nationalen Referenzzentrum (NRZ) in Borstel haben einen europaweiten Ausbruch eines mFlüchtlinge bringen multiresistenten Stamms der Tuberkulose (Tbc) bei 29 Flüchtlingen nachgewiesen. Die aus Ostafrika stammenden Infizierten leben derzeit über sieben europäische Länder verteilt.

14 von ihnen befinden sich dem Bericht der Welt zufolge in Deutschland, die meisten davon in Baden-Württemberg. Da der Ausbruch aber noch laufe, könnten noch weitere Fälle hinzukommen, heißt es von der Leiterin des NRZ am Forschungszentrum Borstel, Katharina Kranzer.

Fast 6.000 Tuberkulose-Fälle im Jahr 2016

Die Daten wiesen daraufhin, daß die Übertragung in einem libyschen Flüchtlingslager stattgefunden habe. Die Häufung der Fälle bei Einwanderern hatte die Forscher veranlaßt, weiterführende Untersuchungen in die Wege zu leiten. Der Erreger weise eine ungewöhnliche Kombination von Antibiotikaresistenzen gegen vier verschiedene Medikamente auf.

Im Fachmagazin The Lancet Infectious Diseases teilten die Mediziner zudem mit, sie hätten 2016 in der Schweiz einen bisher unbekannten Tuberkuloseerreger identifiziert. Laut Robert-Koch-Institut wurden im vorvergangenen Jahr 5.915 Tuberkulose-Fälle in Deutschland registriert. Das entspricht 7,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohnern.

Zwischen deutschen und ausländischen Staatsbürgern besteht dabei eine deutliche Diskrepanz. Während die Häufigkeit bei in Deutschland lebenden Ausländern 42,6 pro 100.000 Einwohner betrug, waren es bei Deutschen gerade einmal 2,2. 30 Prozent aller Erkrankten waren Deutsche, 70 Prozent Ausländer. Zu den 2016 am häufigsten angegebenen Geburtsländern von Tbc-Erkrankten zählen Somalia, Eritrea, Afghanistan, Syrien und Rumänien. (tb)

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DRESDEN. Die Dresdner Volkshochschule hat mit ihrem fürs Sommersemester 2018 ausgeschriebenen Kurs „Kleiderordnungen im Islam“ für Schlagzeilen gesorgt. Dabei soll die Schulung laut Programm über die unterschiedlichen Formen moslemischer Kopfbedeckungen informieren.

Genauer heißt es: „Farbenfrohe Kopfbedeckungen machen neugierig auf ihre Trägerinnen. Die unterschiedlichen Farben, Formen, Bindetechniken und Materialien geben Hinweise auf die kulturellen Hintergründe.“ Den Teilnehmern solle „Praxis, Herkunft und Bedeutung der einzelnen Kleiderordnungen“ näher gebracht werden. Dabei könne sogar praktisch ausprobiert werden, wie sich eine Burka anfühle. Die Veranstaltung wird durch die Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Heftige Kritik an den Veranstaltern

Der sächsische CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Fischer reagierte mit Unverständnis auf die Veranstaltung: „Es ist nicht unbedingt die Aufgabe der Volkshochschule neugierig auf Kopftücher zu machen“, sagte er der JUNGEN FREIHEIT. Vor allem nicht mit städtischen Mitteln. Das Kopftuch sei ein Symbol des politischen Islam, dessen Verbot in staatlichen Räumen längst überfällig sei.

Insgesamt rate er aber dazu, solche Themen mit Ruhe zu betrachten. Deswegen plane er beispielsweise im Frühjahr eine interreligiöse Dialogveranstaltung mit einem Vertreter des Islam und einem der evangelischen Kirche. „Dann wollen wir mit- und übereinander reden“, erläuterte der CDU-Politiker. „Das ist meiner Ansicht nach sinnvoller als irgendwelche Kopftuch-Modeseminare. Und wir kommen auch ganz ohne städtische Fördergelder aus.“

Die moslemische Frauenrechtlerin Seyran Ates prangerte in der Bild-Zeitung die unkritische Sprache der Volkshochschule an. Der Kurs verniedliche die Weltanschauung hinter der Kopfbedeckung und verfestige ein traditionelles Rollenbild der Frau im Islam, kritisierte sie.

Auch der integrationspolitische Sprecher der sächsischen CDU, Jörg Kiesewetter, sprach von einem vor „Naivität“ strotzenden Angebot. „Wir wollen eine Gesellschaft, wo wir uns in die Augen schauen können und nicht lernen müssen, wie man sich verschleiert“, sagte er.

Volkshochschule Dresden wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Volkshochschule wehrt sich indes gegen die Vorwürfe. In einem Statement kritisierte der Verein die „durch eine verzerrte und an Populismus grenzende Berichterstattung künstlich ausgelöste Kontroverse“. Der seit dem Frühjahr 2016 stattfindende Kurs diene der wertfreien und neutralen Aufklärung und Information über die verschiedenen Kleiderordnungen im Islam.

„Das Anlegen der Burka, falls von Kursteilnehmern gewünscht, kann dabei hilfreich sein und die Wahrnehmung schärfen“, hieß es weiter. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Verschleierung sei ein elementarer Bestandteil des Kurses.

Die durch eine verzerrte und an Populismus grenzende Berichterstattung künstlich ausgelöste Kontroverse über den… https://t.co/RI3ylyMqXL

— VHS Dresden (@VHSDresden) 16. Januar 2018

Im Rahmen eines Ehrenamtprogrammes bietet die Volkshochschule Dresden zahlreiche weitere Kurse zum Islam an („Muslime und ihr Alltag in Dresden“, „Konflikte in der interkulturellen Arbeit erkennen und lösen/deeskalieren“). Die sächsische Landeshauptstadt fördert auch diese Schulungen. (ha)

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BRÜSSEL. Die CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier hat sich gegen eine erweiterte Definition beim Familiennachzug ausgesprochen. „Wir finden es in Ordnung, wenn Kinder und Eltern zusammengeführt werden“, sagte die Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß dem Bayerischen Rundfunk. „Was wir nicht in Ordnung finden, ist, wenn dann zum Beispiel erwachsene, einreisende Geschwister kommen, die dann ebenfalls als erweiterte Familie gelten würden“, stellte sie klar.

Hintergrund ist ein Vorschlag des Europaparlaments zur Änderung der Dublin-Regeln. Dem Willen der Parlamentarier zufolge sollen Asylanträge künftig nicht wie bisher in dem Land bearbeitet werden, in dem ein Asylbewerber EU-Territorium erreicht, sondern unter Umständen das Land, in dem bereits Angehörige des Asylsuchenden leben.

Innenexperten warnen

Innenexperten kritisierten zudem, daß die bloße Behauptung einer Familienverbindung ausreichen soll. „Wenn jeder der über 1,4 Millionen Menschen, die seit 2015 in Deutschland Asyl beantragt haben, zur Ankerperson für neu in der EU ankommende Schutzsuchende wird, reden wir über ganz andere Größenordnungen als bei der Familienzusammenführung“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU) laut Spiegel.

Die Folgen der möglichen Änderungen könnten für Deutschland „nicht hoch genug“ eingeschätzt werden, mahnten die Unionspolitiker Stephan Mayer und Stephan Harbarth in einem Brief an den Europaabgeordneten Manfred Weber (CSU). „Die Verhandlungen zum gemeinsamen Europäischen Asylsystem dürfen auf keinen Fall dazu führen, daß die ohnehin schon asymmetrische Lastenteilung weiter verschärft wird“, betonten sie.

Der Vorschlag des EU-Parlaments ist nicht bindend. Die endgültige Entscheidung hierüber trifft der Ministerrat der Europäischen Union. Gleichzeitig forderte das Parlament, Staaten, die keine Asylbewerber über den europäischen Verteilungsmodus aufnehmen, EU-Fördermittel zu kürzen. (tb)

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REGENSBURG. Im Fall des Angriffs auf Polizisten in Regensburg durch zwei Afghanen sind weitere Details bekannt geworden. Gegen einen der beiden 17 Jahre alten Asylbewerber soll seit April 2017 ein Abschiebebescheid vorliegen, berichtet das Regensburger Wochenblatt.

Der mutmaßliche Haupttäter, der einem Polizisten aus einer Gruppe heraus mehrmals gegen den Kopf getreten hatte, ist demnach in einer Jugendwohngruppe untergebracht. Ein Sprecher des Landratamtes bestätigte der Zeitung, daß der unbegleitete minderjährige Flüchtling „vollstationär“ vom Kreisjugendamt versorgt werde.

Foto zeigt Hauptverdächtigen auf Polizeiauto

Minderjährige müssen ihm zufolge bis Mitternacht in ihren Einrichtungen sein. Betreuer kontrollierten Auffälligkeiten mit Anrufen auf dem Handy. Das Fachpersonal in den Wohngruppen wirke erzieherisch auf die Jugendlichen ein, erläuterte der Sprecher.

Ein Polizeisprecher sagte am Dienstag der JF, daß das Alter des Hauptverdächtigen nach Ermittlungen der Polizei korrekt sei. Nach JF-Informationen ist der Afghane polizeibekannt. Ein Foto zeigt den jungen Mann auf einem Polizeiauto sitzend, das vor den Regensburger Arcaden steht. Wann das Foto aufgenommen wurde, ist nicht bekannt. Der Mann sitzt wegen des versuchten Tötungsdelikts seit Sonntag in Untersuchungshaft.

Verdächtige in zwei weiteren Fällen nicht abgeschoben

Ende vergangener Woche war vor dem Oberlandesgericht Hamburg unterdessen der Prozeß gegen den Palästinenser Ahmad A. gestartet. Er gestand, vor rund einem halben Jahr in einer Edeka-Filiale im Stadtteil Barmbek mit einem Messer wahllos auf Kunden losgegangen zu sein. Ein 50 Jahre alter Mann starb, sechs weitere wurden verletzt. Ihm sei es darauf angekommen, möglichst viele Deutsche christlichen Glaubens töten zu wollen.

Der abgelehnte Asylbewerber hätte bereits abgeschoben werden müssen. Zunächst versäumte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine Frist, um den 26jährigen nach Norwegen zurückzuschicken. Dann mißlang die Ausweisung, weil die nötigen Papiere fehlten.

Auch der mutmaßliche Mörder von Schloßherrin Susanne Fontaine im Berliner Tiergarten, Ilyas A., hatte kein Recht in, Deutschland zu sein. Der Tschetschene fiel durch mehrere Straftaten auf und sollte im Dezember 2016 ausgewiesen werden. Doch das passierte nicht. Neun Monate später soll der 18jährige der Staatsanwaltschaft zufolge Fontaine im Tiergarten erwürgt haben. (ls)

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BERLIN. Die Zahl der Salafisten in Berlin hat sich seit 2011 vervierfacht. Mittlerweile gehören rund 950 Islamisten der salafistischen Szene an, heißt es in einem Bericht des Verfassungsschutzes, über den der Tagesspiegel berichtete. Bundesweit nähere sich die Szene der Marke von 11.000 Personen.

Des Weiteren sei der Anteil der gewaltorientierten Moslems noch stärker gewachsen. Vor sechs Jahren wären etwa 100 dschihadistische Salafisten bekannt gewesen. Gegenwärtig habe sich auch hier die Zahl mehr als vervierfacht. 127 Salafisten aus Berlin, darunter 22 Frauen, seien in die Kriegsregion Syrien-Irak gereist, mindestens 17 hätten nicht überlebt.

Ausländische Salafisten stammen zumeist aus Rußland

Laut Verfassungsschutzbericht besteht die Szene zu 90 Prozent aus Männern. Sie wären im Schnitt 33,9 Jahre alt und damit ein Jahr älter als die Frauen. Bei diesen sei zudem die Altersspanne nicht so breit, sie bewege sich vornehmlich zwischen 25 und 37 Jahren. Bei den Männern hingegen zählt der Verfassungsschutz 138 Personen im Alter von 18 bis 25 Jahren.

Die Hälfte der Szeneangehörigen seien Deutsche, doch von diesen habe knapp ein Drittel eine doppelte Staatsangehörigkeit. Dem Bericht zufolge dominieren die Pässe arabischer Länder und der Türkei. „Auffällig“ sei laut Verfassungsschutz, daß bei den rein ausländischen Salafisten russische Staatsangehörige die größte Gruppe bildeten. Meist handele es sich um Personen aus den nordkaukasischen autonomen Republiken – Tschetschenen, Inguschen, Dagestaner und Osseten.

Deutschland geht verstärkt gegen PKK vor

Derweil ermitteln deutsche Sicherheitsbehörden verstärkt gegen Unterstützer der als Terrororganisation verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die Zahl eingeleiteter Ermittlungsverfahren sei von rund 15 im Jahr 2013 auf etwa 130 im vergangenen Jahr gestiegen, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe der Nachrichtenagentur dpa.

Während es 2014 und 2015 jeweils etwas mehr als 20 Verfahren wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung der PKK gegeben hatte, stieg die Zahl 2016 bereits auf über 40. In wie vielen Fällen die Ermittlungen am Ende zu einer Verurteilung von Beschuldigten führten, bezifferte die Bundesanwaltschaft nicht. Die Zahl der PKK-Anhänger wird bundesweit auf 14.000 Personen geschätzt.

Seit Jahren werden Unterstützer und Mitglieder der PKK, die in Deutschland seit 1993 verboten ist, vor Gericht gestellt. So beginnt am Oberlandesgericht Celle am Mittwoch der Prozeß gegen einen 43 Jahre alten Mann, der in Oldenburg als Gebietsverantwortlicher für die Kurdenmiliz tätig gewesen sein soll. (ha)

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PARIS. Frankreichs Juden werden immer häufiger zur Zielscheibe von antisemitischen Angriffen in ihren eigenen vier Wänden. 2015 sei die höchste Zahl judenfeindlicher Delikte in Frankreich verzeichnet worden, sagte der Antisemitismusbeauftragte der französischen Regierung, Frédéric Potier, der Welt.

Seither sei die Zahl antisemitischer Attacken in Frankreich deutlich zurückgegangen, vor allem weil Synagogen, Gemeindehäuser und Schulen jetzt von Soldaten geschützt werden. Allerdings haben sich die Angriffe nun auf die Privatwohnungen und Privathäuser der rund 500.000 in Frankreich lebenden Juden verlagert. „Es kommt regelmäßig zu Übergriffen, die für Beunruhigung und Angst in der jüdischen Bevölkerung sorgen“, bestätigte Potier.

Täter rief „Allahu Akbar“

Ein Beispiel dafür war der Mord an der Rentnerin Sarah Halimi, der im April vergangenen Jahres Frankreich erschüttert hatte. Die 65jährige wurde in ihrer Wohnung in Paris gequält und schließlich aus dem Fenster geworfen. Täter war ein Staatsbürger aus Mali, der während der Tat „Allahu Akbar“ rief. „Heute kämpfen wir gegen zwei Formen des Antisemitismus: gegen den rechtsradikalen und gegen den linksradikalen Antisemitismus, der den radikalen Islamismus unterstützt und Ereignisse im Nahen Osten mit Problemen hierzulande vermengt“, so die Lageeinschätzung von Potier. In Frankreich leben rund 500.000 Juden.

Auch in Deutschland gab es nach den antisemitischen Demonstrationen moslemischer Randalierer am Brandenburger Tor im Dezember vermehrt Rufe nach einem Antisemitismusbeauftragten, darunter von Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Bereits im Herbst hatte der damalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck die Einrichtung einer entsprechenden Stelle gefordert. (tb)

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Speckbarbie Elena 'Wie mach ich Wellen' Everding

Speckbarbie Elena ‘Wie mach ich Wellen’ Everding

KLEIDER MACHEN MEUTE

Hallo liebe Leser von BENTO,

dem Online-Magazin für behinderte junge Menschen, die zu schwachsinnig sind, um den Schwachsinn des Mutterblattes DER SPIEGEL zu lesen und zu verstehen, weil darin manchmal so schwere Begriffe wie „Partikularinteressen“ oder „feuchter Stuhlgang“ vorkommen. Mein Name ist Elena Everding, ich bin 23 Jahre alt und möchte ums Verrecken „irgendwas mit Medien“ machen. Noch vor etwa zwei Jahrzehnten hätte man gesagt, daß ich nur zum Ficken gut bin oder zum Zubereiten von Kartoffelsuppe mit Würstchen für irgendeinen Horst, wenn er abends vom Betongießen auf dem Bau nach Hause kommt. Aber sowas zu sagen gehört sich heute nicht mehr, weil inzwischen alle wissen, daß auch Tussen wie ich den grün-linken Kack von großköpperten Kackvögeln von SPIEGEL & Co prima nachplappern können und ein Horst sich lieber einen auf die Kartoffelsuppendose von Erasco kloppt, als eine Ehe, ich meine, Scheidung mit meinesgleichen zu riskieren.

Am 16.1. veröffentlichte ich auf BENTO wieder einmal einen meiner epochalen Artikel, der an Originalität nichts zu wünschen übrigläßt und in der Medienwelt mit Sicherheit wie eine Bombe einschlagen wird: „Was du tun kannst, wenn Freunde oder Kollegen Nazi-Kleidung tragen“. Hammer, oder? Ja, mir lag es am Herzen, auf die total unterschätzte Gefahr des Rechtsextremismus aufmerksam zu machen, die von unserer allwissenden Regierung nur mit popeligen 100 Millionen Euro im Jahr und über solche Stiftungen und Institutionen wie die Heinrich-Böll-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Bundeszentrale für politische Bildung, dem Jugendschutz.net, der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und ähnlichen steuergeldsaufenden Verwahrlosungsanstalten für Dreck studiert Habende nochmal mit einer Milliarde Euro bekämpft wird.

Okay, so viele Schmarotzer müssen sich die Handvoll halluzinierter Nazis erstmal unter sich aufteilen, aber wenn auch die Anzahl der Letzteren nicht steigt und selbst die sogenannten NSU-Morde sich bei näherer Betrachtung als eine dubiose Behauptung entpuppen, so können doch solche indoktrinierten Weichbirnen wie ich immer wieder ein weiteres Steinchen im Kampf-gegen-Rechts-Mosaik entdecken und damit das Nazi-Dingens stets aktuell und allgegenwärtig halten.

Bei der Nazi-Kleidung-Scheiße frage ich ausgerechnet zwei Böcke, die man zu Gärtnern gemacht hat. Die beiden wie Mühlsteine um den Hals des Steuerzahlers hängenden Nutzlosen stelle ich als Experten vor, was ja auch beim Ausquetschen der Pickel an ihrer Afterschließmuskulatur stimmen mag. Eine Simone Rafael, Chefredakteurin der Plattform „Belltower News“, einem Online-Magazin der „Amadeus-Antonio-Stiftung“, und ein Michael Trube bei der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin“. Die in Wahrheit einzig und allein an ihrem Kontostand interessierten Genies meinen, daß man bei den Marken Thor Steinar, Consdaple, Masterrace Europe, Fred Perry, Ben Sherman, Alpha Industries und Lonsdale stutzig werden und den Freund oder guten Bekannten, der sowas anhat, fragen solle: „Weißt Du eigentlich, was du da für Kleidung trägst?“ Und wenn der dann antwortet „Häh?“, soll man sagen „Das ist eine Grenzüberschreitung – du Drecksnazi!“

Aber: „Was sollte ich machen, wenn es um einen Kollegen geht?“ Ganz einfach, man soll ihn mobben und „in seine Schranken weisen oder auch den Kontakt auf ein Minimum beschränken“, allerdings nicht ohne vorher alle im Betrieb, insbesondere den Chef vorher informiert zu haben, und wenn das „Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) rechtliche Grundlagen“ erlauben, ihn einfach arbeitslos machen. Die gute alte Denunziation also. Doch Vorsicht:

„Soll ich Fremde auf ihre rechte Kleidung ansprechen?

Lieber nicht, findet Simone Rafael: `Das kann unter Umständen gefährlich werden.´ Nazis sei die Meinung von Unbekannten sowieso egal. Trube sagt, dass es auf die konkrete Situation ankommt. `Wenn ich mit mehreren Leuten unterwegs bin, kann ich schon mal sagen: `Ich find es nicht in Ordnung, dass Du mit so einem Pulli unterwegs bist´ und dann weiter gehen´. Trifft man allerdings alleine auf eine Gruppe betrunkener Nazis, solle man eher davon absehen, sie anzusprechen.“

Und was ist, wenn die Nazis nicht betrunken sind? Naja, nach dem Schreiben dieses umwälzenden Artikels war ich im Bekleidungsthema richtig drin und habe weiter recherchiert – und etwas Unglaubliches rausgefunden. Es gibt nämlich eine nicht gerade kleine Gruppe von Leuten, die ihre Gesinnung ebenfalls durch Kleidung äußern, ohne daß man es ihnen auf den ersten Blick anmerkt. Aber im Gegensatz zu den Hakenkreuz- und Ab-und-an-ein-leeres-Asylantenheim-anstecken-Nazis machen diese Nägel mit Köpfen. Auch hier erkennt man sie daran, welche Marken sie bevorzugen. Zum Beispiel tragen sie gern ….

„Hugo Boss / Smoking C-JOHN/C-SAIMEN Regular-Fit“

Oder „G STAR / Meefic Hybrid Hooded Overshirt“

Oder „HUGO BOSS / Boxershorts aus Stretch-Baumwolle“

Oder „Men’s Slim Fit LS Jersey T-Shirt“

Oder so was hier

Ja, ich weiß, das wird viel gruseliger als der ganze Nazi-Fummel-Artikel, und ich müßte immens mehr über diese Marken recherchieren, hinter denen sich gefährliche Codes verstecken. Ich hoffe, das sehen die bei BENTO genauso und löhnen ein anständiges Honorar, damit ich wenigstens meine Miete zahlen kann. Denn was soll ich sagen, früher war vielleicht alles Scheiße, weil ja die ganze Bevölkerung aus Nazis bestand. Aber wenigstens wußte man damals noch Dumm-fickt-gut fürstlich zu dotieren.

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Beim Empfang des Präsidenten von Kasachstan Nursultan Nasarbajew im Weissen Haus hat der CNN-Reporter Jim Acosta Trump geladenen Fragen über die Einwanderung gestellt, im Zusammenhang mit der angeblichen Äusserung von Trump über Länder die “shitholes” sein sollen. Obwohl die Medienvertreter gebeten wurden den Raum zu verlassen, hat Acosta auf diesem Thema aggressiv herumgeritten, was mit dem Staatsbesuch gar nichts zu tun hatte. Daraufhin hat Trump zu ihm gesagt, “raus“, was Acosta dann den Mund halten lies.

Zur Erinnerung, Trump hat CNN vor einem Jahr als Fake-News wegen der falschen Berichterstattung bezeichnet und seitdem läuft ein verbaler Krieg zwischen Trump und diesem Lügensender.

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Weboy