Der amerikanische Filmregisseur und Oscar-Preisträger Oliver Stone präsentierte seinen Dokumentarfilm “Ukraine on Fire” anlässlich des 62. Filmfestival von Tamomina, Sizilien im Jahre 2016.

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Es war so erwartbar wie unüberraschend: Das Unwort des Jahres 2017 lautet „alternative Fakten“. Der Jury um Linguistikprofessorin Nina Janich zufolge sei die Bezeichnung „der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen“.

Den Begriff prägte Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conway, die mit „alternative facts“ die falsche Tatsachenbehauptung bezeichnete, zur Amtseinführung des US-Präsidenten Anfang 2017 seien so viele Feiernde wie nie zuvor auf der National Mall vor dem Kapitol in Washington gewesen. „Der Ausdruck ist seitdem aber auch in Deutschland zum Synonym und Sinnbild für eine der besorgniserregendsten Tendenzen im öffentlichen Sprachgebrauch, vor allem auch in den sozialen Medien, geworden“, erläuterte Janich.

Er stehe „für die sich ausbreitende Praxis, den Austausch von Argumenten auf Faktenbasis durch nicht belegbare Behauptungen zu ersetzen“. Alternative oder falsche Fakten sind aber nur die halbe Wahrheit. Fest steht: Es gibt sie, die Falschmeldungen oder zurechtgebogenen Tatsachen auf vermeintlich konservativen oder rechten Blogs und Social-Media-Accounts.

Fest steht aber auch: Es werden regelmäßig Fake News von Links und auch von seiten der sogenannten Qualitätsmedien veröffentlicht. Dort nennt sich das dann einfach Political Correctness. Auch durch Weglassen und Nicht-Berichten kann man die Öffentlichkeit fehlinformieren.

Beste Zeiten für seriöse Berichterstattung

Die Chancen für seriöse Berichterstatter standen indes noch nie so gut wie jetzt, als solche zu überzeugen. Nicht trotz, sondern gerade weil es eine große Konkurrenz im Internet und dort vor allem in sozialen Netzwerken gibt, die – bewußt oder nicht – unsauber oder gar falsch berichtet. Wer konstant mit faktenbasierter Berichterstattung statt mit Nanny-Journalismus auffällt, dem glaubt der Leser am Ende mehr, und dafür bezahlt er mitunter auch gerne.

Anstatt sich über „alternative Fakten“ aufzuregen, die sich später manchmal auch als Wahrheit erweisen, sollte sich das – noch – tonangebende linksintellektuelle Milieu lieber fragen, warum es offenbar so viel Nachfrage an „alternativen Fakten“ gibt, daß eine selbsternannte sprachkritische Jury den Ausdruck zum Unwort des Jahres küren kann.

Das Ergebnis könnte sie verunsichern. Denn genauso wie mit „alternativen Fakten“ manchmal Tatsachen zurechtgedreht oder gar frei erfunden werden, sind es manchmal einfach Fakten, die dem eigenen Weltbild widersprechen.

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MADRID. Die Zahl der über das Mittelmeer nach Spanien kommenden Einwanderer hat sich im vergangenen Jahr nahezu verdreifacht. Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex landeten 2017 rund 22.900 sogenannte Bootsflüchtlinge an der iberischen Küste. Im Jahr zuvor waren es lediglich 8.000 gewesen. Rund 40 Prozent der illegalen Einwanderer stammen dem Bericht zufolge aus Algerien und Marokko, die restlichen Personen aus westafrikanischen Staaten.

In Italien hingegen registrierten die Behörden mit 119.000 Zuwanderern einen deutlichen Rückgang (-62.000) im Vergleich zum Vorjahr. Dabei kamen rund 15 Prozent der Ankömmlinge aus Nigeria, gefolgt von Staatsbürgern Guineas und der Elfenbeinküste. Auch in Griechenland verringerte sich die Zahl der Zuwanderer von 174.000 im Jahr 2016 auf 30.000 im vergangenen Jahr, wobei Syrer und Iraker die häufigsten Nationaltäten stellten. Insgesamt zählte Frontex mehr als 200.000 versuchte Grenzübertritte in die EU.

The drop in detections of illegal border-crossings last year was in large part due to fewer migrants reaching Italy and Greece https://t.co/mQHX81oQK0 pic.twitter.com/ZUhpFjvhuF

— Frontex (@Frontex) 8. Januar 2018

Schlepper weichen zunehmend nach Spanien aus

Nun wächst in Spanien die Befürchtung, daß die Schlepper angesichts der Hindernisse auf den bisherigen Hauptrouten, zunehmend in Richtung iberischer Halbinsel ausweichen. Der östliche Mittelmeerweg nach Griechenland wurde durch ein EU-Abkommen mit der Türkei erschwert. Auch auf der zentralen Mittelmeerroute nach Italien ist das illegale Geschäft der Schlepperbanden wegen der EU-Kooperation mit Libyen komplizierter geworden.

Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy appellierte an die Europäische Union, sein Land nicht mit dieser Herausforderung alleine zu lassen. Die Absicherung der Meeresgrenzen benötige eine Verbesserung. „Unsere fundamentale Rolle beim Grenzschutz muß von der EU anerkannt werden“, sagte Rajoy auf dem Gipfel der südlichen EU-Länder in Rom.

Verhältnisse in Marokko und Algerien sorgen für Unsicherheit

Laut Frontex legen immer mehr Boote direkt in Algerien und Marokko ab und nehmen Kurs auf die iberische Halbinsel. Die nordafrikanischen Staaten gelten zwar als enge europäische Verbündete – der Westen rüstete sogar Armee, Grenzschutz und Küstenwache dieser Länder auf – doch in der algerischen Volksrepublik von Präsident Abd al-Aziz Bouteflika wie auch im marokkanischen Reich von König Mohammed VI. grassieren Willkür und Korruption, was sich auch bei der Grenzsicherung bemerkbar macht. (ha)

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KANDEL. Im Fall der getöteten 15jährigen Mia aus Kandel geht die Staatsanwaltschaft Landau jetzt von Mord aus. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse liege eine „heimtückischen Begehungsweise“ nahe, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Das Mädchen war am 27. Dezember von ihrem angeblich gleichaltrigen afghanischen Ex-Freund in einem Drogeriemarkt in der pfälzischen Kleinstadt mit mehreren Messerstichen getötet worden. Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT (JF 3/18) hatte erstmals ein Zeuge öffentlich der Darstellung widersprochen, Täter und Opfer seien sich in dem Einkaufsmarkt zufällig begegnet.

Staatsanwaltschaft gibt Altersgutachten in Auftrag

Dem Zeugen zufolge habe der spätere mutmaßliche Mörder Abdul D. sein Opfer, das in Begleitung zweier Freunde war, an der Bushaltestelle abgepaßt und bis zum Drogeriemarkt verfolgt. Auch war laut der Schilderung – anders als von der Polizei zunächst mitgeteilt – der Tat kein Streit vorausgegangen.

Davor soll Abdul D. Mia bereits gedroht haben, sie müsse „aufpassen“, denn er werde ihr auflauern. Am Tattag übergab die Polizei Abdul D. in dessen Unterkunft in Neustadt an der Weinstraße eine Vorladung. Mia und ihr Vater hatten ihn zuvor wegen Nötigung und Bedrohung angezeigt.

Nachdem ein Foto des mutmaßlichen Täters aufgetaucht war, kamen auch schnell Zweifel an dessen Alter und eine Debatte über obligatorische Alterstest bei jungen Asylbewerbern setzte ein. Die Staatsanwaltschaft Landau hat nun ein Gutachten zur Altersbestimmung in Auftrag gegeben. Mit dem Ergebnis sei in einigen Wochen zu rechnen, heißt es von Seiten der Behörde. (tb)

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Heimatliebe ist KEIN Verbrechen!

Der Einspieler des folgenden Liedes ist aus dem Film “Heimkehr” von 1941

 

Heimkehr 1941 – in HD. Mit Paula Wessely und Attila Hörbiger.

“Heimkehr” ist einer der erfolgreichsten und besten Filme des Dritten Reiches. Er zeigt an einem exemplarischen Beispiel einer deutschen Familie im Zwischen-Polen von 1918 bis 1939, wie es vielen Volksdeutschen im neu gegründeten polnischen Staat nach 1918 erging und wieso diese zunehmende ethnische Verfolgung der Volksdeutschen mit eines der wesentlichen Gründe dafür war, wieso das Deutsche Reich sich gezwungen sah, am 1. September 1939 Polen anzugreifen.

Im Film “Heimkehr” glänzen neben Paula Wessely und Attila Hörbiger auch noch Peter Petersen, Betra Drews und Carl Raddatz.

Der Wunsch der allermeisten Volksdeutschen 1939 in Polen war es, sich wieder frei zu ihrem Deutschtum bekennen zu können, unter Deutschen zu leben ohne Furcht vor Terror und Verfolgung, zurück in die deutsche Heimat heimkehren zu können. In gleicher Weise war es sicherlich damals auch das Bedürfnis vieler Polen, polnisch zu sein, nur unter Polen zu sein, eine Heimstätte für Polen zu haben, vor allem deshalb, da nach den drei polnischen Teilungen zum Ende des 18. Jahrhunderts Polen als Staat mehr als ein Jahrhundert lang nicht mehr auf der Landkarte Europas als eigenständiger Staat zu sehen war. Hier trafen also zwei starke volksbewußte Strömungen aufeinander. Der Ausgang ist bekannt.

Polen verleibte sich 1945 ganz Ostdeutschland ein, vertrieb über zehn Millionen Deutsche aus ihrer über 750-jährigen angestammten Heimat (insgesamt wurden ca. 15 Millionen Deutsche aus ihrer Heimat im Osten vertrieben), Hundertausende kamen dabei ums Leben (insgesamt wurden nach 1945 ca. 2,5 Millionen Deutsche ermordet bzw. starben während der Flucht und Vertreibung, wobei den prozentual größten Blutzoll die Bewohner Ostbrandenburgs zu erleiden hatten, fast 30% Todesquote der ca. 600.000 Einwohner, und die größte menschliche Tragödie im deutschen Osten sicherlich der Untergang Königsbergs in Ostpreußen war, wo von den Ende 1944 ca. 100.000 in Königsberg eingeschlossenen Deutschen bis Anfang 1948 nur ganze 25.000 Deutsche die sowjetisch-russische Schreckensherrschaft überlebten.)

“Heimkehr” ist also für jeden verständigen Menschen ein filmisches Meisterwerk, um die damalige Zeit und das damalige Lebensgefühl vieler Volksdeutschen in Polen zu verstehen, mit ihrer Sehnsucht nach einem deutschen Leben in Frieden und Freiheit. Aufgrund des derzeitigen geistig-moralischen Zustandes Deutschlands ist dieser Film als sog. Vorbehaltsfilm in der BRD verboten, kann also nicht öffentlich gezeigt werden. Bisher waren im Netz nur mangelhafte Kopien vorhanden, u.a. bei Archive.org. Dank des Filmes von Felix Möller aus dem Jahre 2014 ist es nun möglich, zumindest kleine Ausschnitte dieses Film in HD-Qualität zu sehen. Vor allem die berühmte und herzzrerreißenden Szene aus dem polnischen Konzentrationslager mit Paula Wessely hat es in sich. Die gefangen gehaltenen Deutschen singen ihr Lied “Nach der Heimat möcht’ ich wieder”. Und Paula Wessely bringt ihre Sehnsucht nach einem deutschen Sein ausdrucksvoll und dramatisch zum Ausdruck.

Es sei darauf hingewiesen, daß dieser Beitrag/Facebook-Post rein wissenschaftlichen und geschichtshistorischen Zwecken dient. Die in den Film-Ausschnitten gezeigten Symbole bzw. Personen, die nach BRD-Recht verboten sind, macht sich der Einsteller nicht zu eigen. Es möge aber eine Zeit kommen, in der dieses auch wieder möglich sein kann, genauso wie es derzeit möglich ist, Hammer und Sichel, Stars and Stripes, Judenstern, Lenin, Stalin, Mao, Roosevelt oder Churchill oder was auch immer öffentlich zu zeigen.

Versöhnung mit der eigenen deutschen Geschichte, ohne die guten wie die schlechten Seiten auszublenden, um in dieser geerdet sich selbstbewußt, zuversichtlich und kraftvoll der Gestaltung der Zukunft zuwenden zu können – das sollte das Gebot der Stunde für jeden deutschen Deutschen sein.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=1-MMZ…

Schauspieler: Paula Wessely, Peter Petersen und Attila Hörbiger.

In weiteren Rollen: Betra Drews, Ruth Hellberg, Elsa Wagner, Gerhild Weber, Carl Raddatz, Otto Wernicke, Werner Fütterer, Eduard Köck, Hermann Erhardt, Franz Pfaudler, Heinz Engelmann, Andrews Engelmann,

Spielleitung: Gustav Ucicky
Nach dem Buch von Gerhard Menzel
Musikalische Bearbeitung: Willy Schmidt Gentner unter Mitwirkung der Wiener Philharmoniker.
Ton: Alfred Norkus
Kamera: Günther Anders
Bauten: Walter Röhrig

Quelle: Verbotene Filme, von Felix Möller

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REGENSBURG. Nach der Attacke auf mehrere Polizisten am Wochenende in Regensburg sitzt der mutmaßliche Haupttäter weiter in Untersuchungshaft. Bei dem jungen Mann handelt es sich um einen 17 Jahre alten Asylbewerber aus Afghanistan, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz der JUNGEN FREIHEIT. Bisherige Ermittlungen hätten ergeben, daß das Alter des Verdächtigen korrekt sei.

Ob er als sogenannter unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen sei und welchen Status er innehabe, sei derzeit noch unklar, erläuterte der Sprecher. Nach JF-Informationen ist der Afghane polizeibekannt. Ein Foto zeigt den jungen Mann auf einem Polizeiauto sitzend, das vor den Regensburger Arcaden steht. Wann das Foto aufgenommen wurde, ist nicht bekannt.

Personenkontrolle eskaliert

Am späten Samstag abend war dort eine Personenkontrolle eskaliert. Polizisten wollten eine Gruppe von rund 15 Jugendlichen kontrollieren, als ein Afghane plötzlich massiv auf einen Beamten einschlug. Während dieser den Angriff abwehrte, trat ein 17jähriger Afghane mehrfach gegen den Kopf des Polizisten. Er und ein Kollege mußten mit teils erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zwar konnten beide das Krankenhaus zwischenzeitlich verlassen, sie sind jedoch weiterhin dienstunfähig.

Ein Ermittlungsrichter hatte wegen des dringenden Tatverdachtes eines versuchten Tötungsdelikts Haftbefehl erlassen. Der andere Afghane wurde am Sonntag abend wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei startete am Montag nachmittag einen Zeugenaufruf. Auch bei drei weiteren Fällen am Wochenende in Regensburg wurden Beamte verletzt. (ls)

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WIESBADEN. Die Bevölkerung in Deutschland ist weiter gewachsen. 2016 stieg die Zahl der in Deutschland gemeldeten Personen auf 82,5 Millionen. Damit wuchs die Bevölkerung laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent (346.000 Personen). 2015 hatte es demnach einen Anstieg um 978.000 Personen (1,2 Prozent) gegeben.

Hauptsächlicher Grund für den Zuwachs war den Statistikern zufolge wie schon in den Jahren zuvor die Einwanderung mit einem Überschuß von rund 498.000 Personen. Gleichzeitig sank das Geburtendefizit von 188.000 im Jahr 2015 auf 118.000 im Jahr 2016, es starben mehr Menschen als geboren wurden.

Der Ausländeranteil erhöhte sich mit 9,2 Millionen von 10,5 Prozent auf 11,2 Prozent. Bis zum Jahresende 2017 schätzt das Statistikamt ein weiteres Bevölkerungswachstum auf mindestens 82,8 Millionen Personen, heißt es in dem Bericht. Seit 2011 gleiche der Einwanderungsüberschuß das Geburtendefizit mehr als aus.

Für 2017 wird ein Einwanderungssaldo gegenüber dem Ausland – es wandern mehr Personen ein als aus – von mindestens 450.000 Personen geschätzt. Das Geburtendefizit für 2017 könnte mit 150.000 bis 190.000 höher ausfallen als 2016. Die Geburtenzahl bleibt voraussichtlich gleich hoch, rechnete die Behörde. Mitte 2017 hatte die Zahl der Personen mit ausländischer Herkunft mit 18,6 Millionen einen neuen Höchststand erreicht.

Weniger Asylsuchende in Deutschland

Unterdessen ging die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich zurück. Die Behörden registrierten 186.644 Personen, die um Asyl baten, teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag mit. 2016 waren es noch rund 280.000 und 2015 etwa 890.000 Personen.

Die anhängigen Verfahren aus den vergangenen Jahren seien von etwa 433.000 zu Beginn des Vorjahres auf etwa 68.000 zurückgegangen, was dem Stand von Mitte 2013 entspreche. „Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist nicht mehr mit dem Bewältigen der Folgen der Krise beschäftigt“, sagte Innenminister Thomas de Maizière (CDU).

Wie schon im Jahr davor kamen die meisten Asylsuchenden 2017 aus Syrien (47.434). Außerdem suchten 21.043 Iraker, 12.082 Afghanen und 9.524 Eritreer Asyl in Deutschland. (ls)

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BERLIN. Der Deutsche Kulturrat hat die Parteien im Bundestag davor gewarnt, den Vorsitz des Kulturausschusses der AfD zu überlassen. „Der Ausschuß für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags hat sich seit seiner Einsetzung im Jahr 1998 besondere Anerkennung in der Auseinandersetzung mit der deutschen Erinnerungskultur erworben“, begründete Geschäftsführer Olaf Zimmermann den Vorstoß.

Daher wäre es „ein fatales Signal, wenn der Vorsitz nun einem Abgeordneten einer Fraktion überantwortet würde, die die bestehende Erinnerungskultur, speziell die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus, in Frage stellt“. Der Kulturrat appelliere deshalb „eindringlich an die Fraktionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP zu verhindern, daß die AfD den Vorsitz erhält“.

Der Kultur- und Medienausschuß des Bundestages soll diese Woche konstituiert werden. Nach Informationen der FAZ hat die AfD den baden-württembergischen Abgeordneten Marc Jongen und den nordrhein-westfälischen Abgeordneten Martin Renner nominiert. Der 49 Jahre alte Jongen, ein Philosoph, der bei Peter Sloterdijk promoviert wurde, gilt als Favorit für den Vorsitz.

AfD beansprucht Vorsitz des Haushaltsausschusses

Neben dem Kulturausschuß hatte auch der Vorsitz des Haushaltsausschusses seit Wochen für Diskussionen gesorgt. Dieser geht neben zwei weiteren Bundestagsausschüssen traditionell – jedoch ohne gesetzliche Fixierung – an die größte Oppositionspartei. Sollte es zu einer Großen Koalition kommen, wäre dies die AfD.

„Als größte Oppositionspartei, wie sich das jetzt abzeichnet, haben sie immer Anspruch auf den Sprecherposten des Haushaltsausschusses“, verdeutlichte Fraktionschefin Alice Weidel im ZDF-Morgenmagazin. „Das ist so und das wurde auch bisher in der bundesrepublikanischen Praxis genauso gehandhabt.“

Welche beiden anderen Vorsitzendenposten die AfD besetzen wolle, sei noch nicht festgelegt. „Der Innenausschuß ist natürlich sehr, sehr wichtig für uns“, sagte sie. Über den dritten Ausschussvorsitz werde die AfD kommende Woche intern sprechen. (ha)

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OSNABRÜCK. Die Zahl der in Deutschland von Privatbesitzern registrierten Waffen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Zum Jahresende waren 5,37 Millionen Schußwaffen beziehungsweise Waffenteile im Nationalen Waffenregister (NWR) verzeichnet, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums.

Das waren rund 20.400 mehr als ein Jahr zuvor. Die meisten davon (3,6 Millionen) waren Langwaffen, also etwa Jagdgewehre, Büchsen und Flinten. Dabei hat sich der Zuwachs noch etwas beschleunigt. Von 2015 auf 2016 hatte das Plus etwa 16.100 betragen.

Immer mehr Personen beantragen kleinen Waffenschein

Auffällig ist der starke Anstieg bei den sogenannten kleinen Waffenscheinen. Das Waffenregister zählte rund 560.000 solcher Genehmigungen zum Tragen von Schreckschußpistolen oder Signalwaffen. Das entsprach einem Plus von etwas mehr als 87.800. Allerdings hat sich die Steigerungsrate inzwischen etwas abgeschwächt. Noch 2016 war die Zahl der Anträge – nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht – um etwa 183.000 gestiegen.

Das NWR wurde 2013 in Betrieb genommen, um den legalen privaten Waffenbesitz in Deutschland einfacher erfassen zu können. Gespeichert sind Daten zu erlaubnispflichtigen Waffen wie Pistolen, Revolvern oder Gewehren. (ha)

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BERLIN. Die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Alice Weidel, hat Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter und Ärzte aufgerufen, ihrem Ärger über Angriff auf sie Luft zu machen. „Durchbrechen Sie die Schweigespirale und formulieren Sie klare Forderungen an die Führungsetagen. Gerne unterstütze ich Sie hierbei“, schrieb Weidel in einem am Montag veröffentlichten offenen Brief.

Es traue sich niemand „aus der Führungsriege oben genannter Institutionen, die ganze Wahrheit auszusprechen, die jedoch längst kein Geheimnis mehr ist.“ Polizisten und Rettungskräfte würden „insbesondere in solchen Großstädten angegriffen, in denen sich in verschiedenen Stadtteilen bereits Parallelgesellschaften gebildet“ hätten, führte Weidel aus.

Hintergrund sind unter anderem mehrere Angriffe auf Polizisten am vergangenen Wochenende in Regensburg. Ein Afghane hatte aus einer Gruppe heraus mehrfach gegen den Kopf eines Polizisten getreten, als dieser sich gegen den Angriff eines anderen Afghanen wehrte. Der Polizist wurde mit einer Schädelprellung und einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert. In einem weiteren Fall ging ein Iraner mit einer Schraube auf Beamte los. In zwei weiteren Fällen waren die Angreifer deutsche Staatsbürger.

Tätern mit Null-Toleranz-Politik begegnen

Ihre Partei, sagte Weidel, fordere die politisch Verantwortlichen deshalb auf, „diesen Tätern mit einer Nulltoleranz-Politik zu begegnen“. Wer sich an Menschen vergreife, die Hilfe leisteten, Leben retteten oder Brände löschten, sei mit der vollen Härte des Gesetzes zu bestrafen und habe in Deutschland nichts verloren.

„Es ist tatsächlich ein kulturelles Phänomen, das sich durch die massive Einwanderungswelle seit 2015 noch deutlich verstärkt hat“, verdeutlichte Weidel. Die Täter müßten klar benannt werden: „Es handelt sich dabei, wie man mit wenig Aufwand anhand nahezu täglicher Pressemeldungen selbst recherchieren kann, insbesondere um Angreifer aus dem islamischen Kulturkreis.“

Im April 2017 hatte der Bundestag mit der Mehrheit der schwarz-roten Koalition höhere Strafen für Angriffe auf Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute beschlossen. Für Attacken auf Einsatzkräfte drohen künftig bis zu fünf Jahre Haft. Auch wer Rettungskräfte behindert, wird höher bestraft. (ls)

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