Rätsel der Woche 18/2

On January 9, 2018, in Schall und Rauch, by admin

Rätsel der Woche:

Gemeingefährliche Vielfalts-Propaganda

On January 9, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Nicht anschauen – in den meisten Fällen ist das ein probates Mittel gegen die Zumutungen des öffentlich-rechtlichen Zwangsgebührenfunks. Wenigstens zum Konsumieren ihrer Machwerke können sie uns nicht zwingen, wenn wir sie schon bezahlen müssen. Wenn aber unter dem Siegel eines vermeintlich seriösen Senders manipulative Propaganda in die Hirne von Kindern und Jugendlichen geträufelt wird, deren Urteilsvermögen noch nicht voll ausgereift ist, hört der Spaß auf. Dann wird es gemeingefährlich.

Das ist es, was die als „Dokumentation“ getarnte Vielfalts-Indoktrination des ARD/ZDF-Programms für Kinder und Jugendliche, „KiKA“, so gruselig und unappetitlich macht. Als wäre es das Normalste der Welt, wird die „Liebesgeschichte“ eines minderjährigen Mädchens und eines angeblich mal 17- und mal 19jährigen, in Wahrheit offenkundig erwachsenen und vollbärtigen syrischen „Flüchtlings“ unkommentiert als schleichende Unterwerfung vorgeführt. Keine kurzen Röcke, keine unerlaubten Kontakte, kein Schweinefleisch mehr, gewöhnt euch schon mal dran, wie das „täglich neu auszuhandelnde“ Zusammenleben in der Praxis aussieht.

Mißbrauch der Naivität halbwüchsiger junger Mädchen

Nein, das sind keine harmlosen Szenen aus dem Leben Jugendlicher von heute. Das ist Mißbrauch der Naivität halbwüchsiger junger Mädchen, denen es als erstrebenswert hingestellt wird, sich mit doppelt so alten Männern aus dem orientalisch-moslemischen Kulturkreis einzulassen, die sich noch dazu unhinterfragt als „Gleichaltrige“ ausgeben dürfen.

Kein Wort davon, was es in der Konsequenz bedeuten kann, wenn ein syrischer Moslem sagt, „Ich will sie einfach so schnell wie möglich heiraten, damit sie einfach immer bei mir bleibt.“ Und was, wenn das Mädchen doch nicht bleiben will? Was, wenn es reifer wird und keine Lust mehr hat, sich als persönliches Besitztum behandeln zu lassen?

Geht es der Malvina aus dem seichten KiKA-Filmchen dann womöglich wie Mia aus Kandel, die von ihrem afghanischen Ex-Freund, auch einem dem Augenschein nach doppelt so alten „minderjährigen Flüchtling“ am hellichten Tag niedergemetzelt wurde? Auch in dem pfälzischen Provinzstädtchen gab es eine als „Begegnungsstätte“ geplante Kuppel-Einrichtung, die unerfahrene Backfische mit gestandenen vollbärtigen „Flüchtlings“-Männern zusammenbrachte.

Vorsichtsreflexe werden aberzogen

Willkommens-Propaganda, wie sie bis in die letzten Winkel der Republik durchgesickert ist und wie sie auch der „Qualitätssender“ KiKA verbreitet, spielt nicht nur mit dem Glück und der Zukunft junger Frauen, sondern auch mit ihrem Leben.

Statt angesichts der hunderttausendfachen unkontrollierten Einwanderung alleinreisender Männer aus fremden Kulturkreisen mit unbekanntem Hintergrund zur Vorsicht zu mahnen, erzieht sie ihnen die natürlichen Schutz- und Vorsichtsreflexe ab, dreht Aufklärung und Emanzipation ins Mittelalter zurück und feiert das auch noch als Fortschritt und erstrebenswerte neue Normalität. Die fadenscheinigen Erläuterungen der Programmacher verraten vor allem, daß der Wahnsinn Methode hat.

Wenn die Finanzierung des teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Welt nicht noch weiter nach oben geschraubt werde, müßten „Programme gekürzt“ werden, droht der neue ARD-Intendant und frühere Merkel-Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Wenn solche infamen und gefährlichen Machwerke dabei auf der Strecke bleiben: gut so. Noch besser, dieser von skrupellosen Lobbyisten unterwanderten und gekaperten Propagandamaschinerie gleich ganz den Geldhahn abzudrehen.

LEIPZIG. Der Hauptgeschäftsführer beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, will auch auf der Leipziger Buchmesse die Auseinandersetzung mit rechten Verlagen suchen. „Diese Verlage und vor allem die Protagonisten dieser Verlage sind ja keine Opfer, sondern sie sind Täter. Sie sind Täter in dem Sinne, in dem sie Ausgrenzung, Rassismus und Volksverhetzung versuchen, in die öffentliche Diskussion zu bringen“, sagte Skipis dem Deutschlandfunk.

Man habe sich in der Vergangenheit zu wenig mit den Inhalten solcher Verlage auseinandergesetzt, beklagte er. „Es wurde versucht, die wesentlichen Themen wegzuschweigen. Und wie wir ja bei den Wahlergebnissen gesehen haben, ist das überhaupt nicht gelungen. Das ist die völlig falsche Strategie“, kritisierte Skipis.

„Zeichen gegen rechte Hetze“

Schon auf der Frankfurter Buchmesse hatte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu Protesten gegen eine Reihe von Verlagen wie Antaios aber auch diese Zeitung aufgerufen. In der Folge war es zu Attacken auf die Stände der Betroffenen Verlage sowie Störungen ihrer Veranstaltungen gekommen.

Skipis lobte im Deutschlandfunk die Initiative #verlagegegenrechts, die ein „Zeichen gegen rechte Hetze“ auf der Leipziger Buchmesse im März setzen will. „Wir treten für die Teilhabe möglichst vieler Menschen an Literatur, Kultur und Bildung ein. Dabei spielt es keine Rolle, welche Herkunft, Sprache, sexuelle Identität und Orientierung oder Religion jemand hat. Wir wehren uns gegen die Ausgrenzung von Menschen aus diesen Gründen in jeder Form – politisch, sozial oder kulturell“, heißt es in dem Aufruf der Initiative, der allerdings keine größeren oder namhaften Verlage angehören.

„Wir nehmen die Präsenz völkischer, nationalistischer und antifeministischer Verlage nicht wort- und tatenlos hin. Und werden wie in den letzten Jahren Protest organisieren, wo immer wir auf sie treffen.“

Zivilgeslleschaft muß Auseinandersetzung suchen

Skipis kündigte an, #verlagegegenrechts zu unterstützen, da sie ihre Verantwortung wahrnehme und die Auseinandersetzung mit rechten Verlagen suche. Dies sei nicht die Aufgabe des Buchhandels oder der Messeleitung, sondern der Zivilgesellschaft. Die Buchmesse sei aber der richtige Ort für eine solche Debatte. „Wenn nicht die Buchmesse, wo dann?“, fragte Skipis.

Es sei aber wichtig, die Sicherheit zu gewährleisten. „Vor allem von denen, die von Rechten angegriffen werden“, mahnte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. (krk)

FLORENZ. Das Opernhaus in Florenz hat für seine veränderte Fassung des Klassikers „Carmen“ Spott und Kritik geerntet. Grund dafür ist das vom neuen Intendanten Cristiano Chiarot angeordnete Finale, bei dem nicht mehr Carmen von ihrem Ex-Liebhaber Don José erschossen wird, sondern sie ihn töten soll.

Das geänderte Finale hatte bereits vor der Erstaufführung am Sonntag für Schlagzeilen gesorgt. Chiarot wollte damit ein „Zeichen gegen die Gewalt an Frauen“ setzen, sagte er der italienischen Tageszeitung La Repubblica. „In einer Zeit, in der unsere Gesellschaft geplagt ist von Frauenmorden, wie kann man bei der Ermordung einer Frau klatschen?“

Auch Regisseur Leo Muscato zeigte sich zunächst verwundert. „Carmens Todesschicksal ist das Kernelement der Oper. Warum sollte man es ändern, fragte ich zuerst. Dann habe ich begriffen, daß Chiarots Position vernünftig ist. In der Oper muß die Frau sich opfern, um ihre Freiheit zu verteidigen. Das ist ein heute sinnloser Gesichtspunkt.“

Das Publikum quittierte die Vorstellung mit Buh-Rufen und Pfiffen, nicht nur weil die Pistole klemmte, und Don José deshalb an einem „Herzinfarkt“ starb. „Florenz versenkt die neue ‚Carmen‘, die nicht stirbt“, kommentierte das Blatt im Anschluß. Wenn die Oper politisch korrekt sein solle, müsse eine Vielzahl an Werken umgeschrieben werden, bemerkte die Zeitung La Stampa. Das wäre aber „endlos langweilig und irreal“.

Der Florentiner Bürgermeister Dario Nardella verteidigte unterdessen die Entscheidung, Carmen überleben zu lassen. Auf Twitter schrieb er, es sei eine kulturelle, soziale und ethische Botschaft gewesen, die die zunehmende Gewalt gegen Frauen in Italien an den Pranger stelle. (ha/ls)

Come Presidente del @maggiomusicale sostengo la decisione di cambiare il finale di #Carmen, che non muore. Messaggio culturale, sociale ed etico che denuncia la violenza sulle donne, in aumento in Italia. pic.twitter.com/vPzdu0MqkX

— Dario Nardella (@DarioNardella) 7. Januar 2018

HAMBURG. Ein HIV-infizierter Mazedonier, der eine 82 Jahre alte Frau in Hamburg vergewaltigt haben soll, muß sich seit Dienstag vor Gericht verantworten. Der 29 Jahre alte Dzengis D. soll die Seniorin am 8. Juli vergangenen Jahres in ihrer Wohnung im Stadtteil Wilhelmsburg überfallen haben.

Die Frau habe vergeblich versucht, die Balkontür zuzudrücken, berichtet das Hamburger Abendblatt. Daraufhin habe der Mazedonier sie zu Boden gestoßen, ihr den Mund zugehalten, sie fünf Mal in verschiedenen Räumen ihrer Wohnung vergewaltigt und es ein weiteres Mal versucht.

Dem bereits vorbestraften 29jährigen wird zudem vorgeworfen, nach der Tat von der Rentnerin Geld gefordert zu haben. Als die Frau ihm einen Zehn-Euro-Schein geben wollte, habe er ihr den Geldbeutel aus der Hand gerissen und die Wohnung mit 100 Euro verlassen. Als Folge des Angriffs erlitt sie fast am ganzen Körper Blutergüsse. Mit dem HI-Virus infizierte sie sich nicht. Vor Gericht schweigt der Mann bisher. Der Prozeß wird am 16. Januar fortgesetzt. (tb)

SAN FRANCISCO. Der entlassene Google-Mitarbeiter James Damore hat seinen früheren Arbeitgeber wegen Diskriminierung verklagt. Damore war im August vergangenen Jahres gefeuert worden, nachdem er sich in einem internen Schreiben kritisch mit der Frauenförderung des Unternehmens auseinandergesetzt hatte.

In der Klageschrift geben Damore und ein weiterer ehemaliger Kollege an, sie fühlten sich von dem Konzern „geächtet, herabgesetzt und bestraft für abweichende politische Ansichten“ und für die „zusätzliche Sünde“, als weiße Männer geboren worden zu sein. Gleichzeitig habe Google kein Problem damit, daß Kollegen offen mit der gewaltbereiten Antifa sympathisieren und diese unterstützen hätten, monieren die beiden.

Laut Recherchen der amerikanischen Nachrichtenplattform Breitbart handelt es sich hierbei nicht um Einzelfälle. Angestellte hätten Breitbart berichtet, sie seien „ständigen Schmähungen“ ausgesetzt. Führungspersonal gehe es in erster Linie um Vielfalt und erst in zweiter Linie um Technologie. Angehörige von Minderheiten würden trotz schlechterer Leistungen eingestellt. Ein ehemaliger Mitarbeiter berichtete in einem Interview, Google lege Tampons in den Männertoiletten aus mit der Begründung, daß auch Männer Menstruationsblutungen haben können. (tb)

Ein Bundestagsabgeordneter der AfD, der hauptberuflich als Zivilrichter am Landgericht tätig war, hat – sollte man meinen – alle Hände voll zu tun, aus Juristensicht kompetente, gern auch polemisch zugespitzte Bewertungen der Merkel-Politik zu elaborieren und sie seinen Kollegen, Parteifreunden und Wählern als Argumentationshilfe zur Verfügung zu stellen.

Der Abgeordnete Jens Maier hat sogar noch Zeit und Muße gefunden, aus einer unerheblichen Zeitschrift die unerheblichen Äußerungen eines unerheblichen jungen Mannes zu rezipieren, dessen einziges Verdienst es bisher ist, der Sohn einer ehemaligen Tennisgröße zu sein.

Keine Frage, die Bezeichnung „Halbneger“ ist herabsetzend, beleidigend, stil- und taktlos und für einen Bundestagsabgeordneten absolut unangemessen. Politisch schädlich ist sie ebenfalls. Doch ist sie auch rassistisch? Sie ist nicht schlimmer als die „Kartoffel“- und viel weniger schlimm als die „Köterrasse“-Bezeichnungen, die der Biodeutsche sich heute von Zugewanderten gefallen lassen muß.

Und der Satz: „Der baldige Abgang der Deutschen ist Völkersterben von seiner schönsten Seite“, bedeutete kein Hindernis, um den Schmieranten zum Helden des freien Wortes zu erheben. Vor diesem Hintergrund wirkt die Aufregung um den Maier-Tweet reichlich künstlich. Sie ist ein Symptom der Anti-AfD-Diarrhoe, von der die allermeisten Medien befallen sind.

Becker-Filius brachte Hautfarbe ins Spiel

Es war im übrigen der Becker-Filius, der die Hautfarbe zum Thema gemacht hat, indem er sich über ein zu „weißes“ Berlin beklagte und damit jene äußere Differenz, die gemeinhin als „rassisch“ wahrgenommen und bezeichnet wird, als ausdrücklichen Vorwurf an die Weißen formulierte.

Instinktsicher knüpfte er an die aktuelle Identitätspolitik an, mit der Nichteuropäer und alle möglichen Minderheiten ihre Besonderheiten, ihre Ehre, Würde, ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Diskriminierungserfahrungen herausstellen und Ansprüche formulieren, die der weiße Mann, der globale Leistungsträger der Neuzeit, gefälligst zu begleichen hat. Der wird im selben Atemzug als hybrides Konstrukt und Auslaufmodell lächerlich gemacht.

Das hat nicht viel mit Logik und Wahrheit, aber eine Menge mit Macht- und ökonomischen Interessen zu tun. Ob dieser neue Rassismus als Aufstand des Schlamms gegen den Berg eine Episode bleibt oder sich als säkulare Bewegung erweist, an deren Ende ein weltweites Simbabwe (abzüglich Ostasien) steht – man wird sehen. Bisher ist es noch immer so, daß in jeder Weltgegend auf dem Höhepunkt des Chaos die Hilfe des weißen Mannes gefragt ist.

Ganz der Vater

Noah Becker jedenfalls hat sich diesen Zeitgeist professionell zunutze gemacht und – unter aktiver Mithilfe des unprofessionellen Herrn Maier – ins Gespräch gebracht. In dieser Hinsicht ist er schon ganz der Vater, der außerhalb des Tennisplatzes vor allem durch Besenkammer- und zuletzt durch Insolvenz-Geschichten von sich reden machte. Boris Becker betrachtet solche Peinlichkeiten vor allem unter ökonomischem Gesichtspunkt und zitiert die Schauspielerin Elizabeth Taylor mit dem Satz: „No news is bad news.“

Aber profitabler als die schlechten sind allemal die guten Nachrichten; schließlich zählt der Moralismus heute zu den härtesten Währungen der Welt. Deshalb hat er die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, um sich in Deutschland als Kämpfer gegen Rassismus in Erinnerung zu rufen und die Marke „Becker“ aufzufrischen.

Zur Öffentlichkeitsarbeit der Familienfirma zählt auch die Klage gegen Maier. Der hat ein Eigentor geschossen und kann in Sachen zielführender Publizität von Becker & Becker eine Menge lernen.

BERLIN. FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat den Rücktritt vom geschäftsführenden Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) gefordert. „Herr Maas hat als Justizminister versagt“, sagte Kubicki der Passauer Neuen Presse.

Wenn Kernaufgaben nicht mehr vom Staat, sondern von Konzernen erfüllt würden, wäre das ein Armutszeugnis. „Die Justiz darf nicht teilprivatisiert werden“, beklagte der FDP-Politiker. Der Bundesjustizminister habe mit seinem Netzwerkdurchsetzungsgesetz den Rechtsstaat aufgegeben und kapituliert. Wer seinen eigenen Strafverfolgungsbehörden nicht mehr zutraue, die Probleme zu lösen, sollte sein Amt aufgeben, verdeutlichte 65jährige.

Die FDP spreche sich für eine Neuregelung des Gesetzes aus. Dieses solle den Strafverfolgungsbehörden ermöglichen, Haß, Beleidigungen und Verleumdungen im Netz besser zu ahnden. „Wenn Facebook, Twitter und Co. selbst zum Richter werden und über Meinungsäußerungen entscheiden, haben wir ein Riesenproblem. Das ist Aufgabe der Staatsanwaltschaft“, mahnte Kubicki.

Friedrich will notfalls dem Gesetzesentwurf der AfD zustimmen

CSU-Innenpolitiker und Bundestags-Vizepräsident Hans-Peter Friedrich (CSU) will notfalls im Parlament für einen Gesetzentwurf der AfD stimmen, um das im letzten Jahr von SPD, CDU und CSU beschlossene NetzDG wieder abzuschaffen. „Ich war von Anfang an dagegen und werde alles dafür tun, dieses Gesetz zu kippen.“

Wenn es keine andere vernünftige Möglichkeit gebe, dann bleibe ihm nichts anderes übrig als mit der AfD zu stimmen, sagte der frühere Bundesinnenminister dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Von SPD und Union erwarte er keine Initiative gegen das Gesetz.

Gegenwärtig liegen neben dem AfD-Gesetzentwurf, der das NetzDG komplett abschaffen will, noch zwei Entwürfe von der Linkspartei und der FDP vor. Dem Bürgerrechtsstärkungsgesetz der Liberalen könne er nicht zustimmen, weil daran auch die Abschaffung der zeitweiligen, anlaßlosen Vorratsdatenspeicherung geknüpft sei, bemerkte Friedrich. „Die Strafverfolgungsbehörden müssen ihre Arbeit machen können, dazu gehört die Vorratsdatenspeicherung.“

Sarrazin gibt dem NetzDG noch ein halbes Jahr

Zuvor hatte auch Thilo Sarrazin das NetzDG als „wenig durchdacht“ kritisiert. Er gebe dem Gesetz „vielleicht noch ein halbes Jahr, dann wird es begraben“, sagte er der Bild-Zeitung. Das Gesetz stelle sich neben die bisherige Rechtsprechung – und damit ins Abseits.

Er selbst habe in zahlreichen Prozessen erfahren müssen, wie schwierig es sei, sich gegen Beschimpfungen zu wehren, bedauerte Sarrazin. „Ich wurde selbst jahrelang öffentlich beschimpft und verleumdet, habe auch fünf- bis sechsmal pro Jahr prozessiert – und nur zweimal gewonnen. Weil Gesetze und Rechtsprechung bei uns die Grenzen der Presse- und Meinungsfreiheit sehr weit stecken.“

Über das jüngste Verschwinden eines Tweets von Bundesjustizminister Heiko Maas, der ihn 2010 als „Idioten“ beschimpfte, habe er sich allerdings gefreut, erklärte der ehemalige SPD-Politiker. „Ich werde ungern als Idiot verunglimpft, auch wenn das heute in der Politik zum Umgang gehört. Rechtlich hätte ich bisher keine Chance gehabt, einen solchen Tweet verschwinden zu lassen.“

Bundesregierung verspricht Überprüfung des NetzDG

Die Bundesregierung setzt angesichts der breiten Kritik auf die Ergebnisse einer vorgesehenen Untersuchung. Es werde „sehr genau evaluiert werden, wie sich das Gesetz auswirkt und welche Erfahrungen mit ihm gemacht werden“, hatte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag versichert. Dann gelte es, gegebenenfalls Schlüsse daraus zu ziehen. Laut Justizministerium müssen Betreiber sozialer Netzwerke bis April/Mai Berichte vorlegen, was auf welcher Grundlage gelöscht wurde.

Seibert betonte, die grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit sei von allerhöchstem Wert. In den vergangenen Jahren habe man allerdings beobachten können, wie hasserfüllte, Strafnormen verletzende Kommentare in sozialen Netzwerken zugenommen hätten, worin „ein Problem für die demokratische Gesellschaft und ihre Debattenkultur“ bestehe.

Nach einer Übergangsfrist, innerhalb derer Unternehmen sich auf die Forderungen des Gesetzes einstellen mußten, gilt das NetzDG seit dem 1. Januar in vollem Umfang. Es soll dafür sorgen, daß rechtswidrige Einträge schneller und konsequenter aus dem Internet entfernt werden. Das NetzDG regelt jedoch nicht die Frage der Strafbarkeit der Inhalte, sondern lediglich den Beschwerdeweg und die Sanktionen, wenn Unternehmen ihrer Löschpflicht nicht nachkommen. (ha)

BERLIN. Eine Reportage des Kinderkanals (KiKA) über die Liebesgeschichte zwischen einer minderjährigen Deutschen und einem erwachsenen Syrer sorgt weiter für Kritik. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann warf den Verantwortlichen Blauäugigkeit und mangelnde journalistische Sorgfalt vor.

Der JUNGEN FREIHEIT sagte er: „Die Macher dieser Doku lassen jedwede Sensibilität vermissen, was die Folgefragen bezüglich der Alters-Einschätzung des Flüchtlings angeht. Da werden seine Angaben naiv geglaubt, anstatt mit journalistischer Sorgfalt, wie ich sie gerade von den öffentlich-rechtlichen Medien erwarte, das wahre Alter zu recherchieren. Daß jetzt kurzerhand die Altersangabe verändert wird, zeigt die Blauäugigkeit, mit der die Macher an ein so hochsensibles Thema herangehen.“

Hintergrund ist eine Folge aus der Dokumentarreihe „Schau in meine Welt!“ von Ende November, die seit dem vergangenen Wochenende vor allem in sozialen Medien heftig diskutiert wird. In der Sendung, die auf der KiKA-Website noch abrufbar ist, erzählen die 16 Jahre alte Malvina und der angeblich 17 Jahre alte Syrer Diaa von ihrem Liebesglück und den kulturellen Verschiedenheiten.

„Zerrbild einer angeblichen Integration“

Nach Protesten änderte KiKA am Montag nachmittag die Altersangabe des Syrers in der Beschreibung sowie in den Bildunterschriften von 17 auf 19 Jahre. „Recherche und Drehbeginn für die Dokumentation lagen am Beginn 2017. Diaa war zu der Zeit 19 Jahre alt. Als er und Malvina sich kennen lernten, war er 17 Jahre alt. Daß dieses Alter dann in Bildunterschriften auftauchte, ist irreführend, wir haben das mittlerweile korrigiert“, entschuldigte sich der Sender.

Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt, den der CSU-Rechtsexperte Hoffmann an der Doku-Folge sieht: Sie zeichne ein „Zerrbild einer angeblichen Integration“. Ihm fehle die eindeutige Klarstellung, daß sich kein Mädchen und keine Frau den Wünschen ihres Freundes unterordnen müßten.

Was Hoffmann meint, zeigt sich beispielhaft an einer Stelle der Dokumentation. Die 16jährige Malvina äußert sich dort nachdenklich über ihren Freund: „Ich habe das Problem mit ihm, daß ich oft in eine Richtung gelenkt werde, in die ich gar nicht kommen möchte. Ich kann oder ich darf keine kurzen Sachen anziehen, immer nur lange Sachen, das heißt, Kleider dürfen nur bis zum Knie gehen und das war’s und nicht kürzer.“

„Unser westliches Frauenbild ist der Maßstab!“

Diaas Antwort: „Ich kann so was nicht akzeptieren, daß meine Frau so aussieht.“ Auch andere Jungen umarmen ginge „gar nicht“. Malvina beugt sich dieser Ansage und verzichtet fortan darauf, kurze Kleidung zu tragen. Ebenso ißt sie kein Schweinefleisch mehr. Die Liebe sei ihr wichtiger, betont sie.

Diese Darstellung will der CSU-Abgeordnete so nicht akzeptieren. „Sie darf umarmen, wen sie möchte, sie darf anziehen, was sie möchte, sie darf denken und sagen, was sie möchte. Und gerade der KiKa sollte seinen jungen Zuschauern mit auf den Weg geben, daß bei uns Gleichberechtigung herrscht“, betonte Hoffmann. „Unser westliches Frauenbild ist der Maßstab, und darauf sollten wir auch bestehen!“

Bei den Machern der Doku hätten spätestens dann die Alarmglocken schrillen müssen, als die 16jährige zugab, ein „mulmiges Gefühl“ zu haben und sich fragte, ob das lediglich „gerade der Anfang“ sei. So aber liefere der KiKa den Kritikern der öffentlich-rechtlichen Medien leider „leichtfertig Munition“, sagte der CSU-Politiker.

CDU-Abgeordneter Krauß: Film nicht mehr ausstrahlen

Kritik kam auch vom CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß: „Der Film sollte nicht mehr ausgestrahlt und gezeigt werden. Er ist pädagogisch nicht geeignet, vor allem nicht für den Kinderkanal“, forderte er gegenüber der JF. Eine solche Liebesgeschichte zwischen einer Minderjährigen und einem Erwachsenen eigne sich nicht, die Probleme, die durch kulturelle Unterschiede entstehen könnten, kindgerecht zu vermitteln.

Der KiKA hingegen verteidigte auf Nachfrage der JF die Dokumentation. Daß der Film bei vielen Zuschauern gerade mit Blick auf den Mordfall im rheinland-pfälzischen Kandel, wo ein afghanischer Flüchtling seine 15 Jahre alte deutsche Ex-Freundin ermordet hatte, für Unverständnis sorgt, könne der Sender nicht verstehen. „Nein. Die Doku wurde VOR dem Vorfall in Kandel produziert und im November 2017 gesendet. Nach Ausstrahlung gab es keine einzige Reaktion“, teilte eine KiKA-Sprecherin am Dienstag mit.

Auch das Alter von Malvina und Diaa sei für die Autoren und Redakteure des Hessischen Rundfunks (hr), die die Folge gedreht hätten, nicht ausschlaggebend gewesen. „Das ist Privatsache der beiden jungen Leute. Sie haben sich ohne unser Zutun kennengelernt, der hr hat ihre Geschichte erzählt.“ (krk/ls)

Was uns die West-Medien kaum erzählen, schon seit Monaten finden regelmässig Demonstrationen gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in Tel Aviv statt. Es geht um die massive Korruption und Bestechlichkeit die man Netanjahu vorwirft. Die Demonstranten marschieren fast täglich am Rothschild Boulevard entlang und rufen, “Bibi muss weg” oder “Bibi ist eine Schande“. Sie sind auch wütend auf den Oberstaatsanwalt Avichai Mandelblit, den sie beschuldigen, er würde den Premierminister schützen. Ähnliche Demonstrationen finden in ganz Israel statt, wie in Jerusalem, Haifa, Modiin, Ashkelon und Ashdod.

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