NEW YORK. New Yorks U-Bahnbetreiber hat angekündigt, Fahrgäste künftig geschlechtsneutral anzusprechen. In Ansagen soll damit „ladies and gentleman“ durch Begriffe wie „passenger“, „riders“ oder „everyone“ ersetzt werden, berichtete die New York Times. Die gendergerechte Ansprache sei ein Versuch, niemanden zu diskriminieren.

Der staatliche Betreiber des New Yorker U-Bahnsystems, die Metropolitan Transportation Authority (MTA), erklärte die Änderung in einem neunseitigen Schreiben an alle Mitarbeiter. Das Unternehmen wolle mit dem Vorstoß kundenfreundlicher werden, hieß es darin.

New York zieht London nach

Fahrgäste sollen künftig auf Feier- und Gedenktage sowie Wahltermine aufmerksam gemacht werden. Den Fahrern wird empfohlen, Sehenswürdigkeiten anzukündigen. „Wir werden künftig unsere Gäste fundamental anders ansprechen und ihnen bessere und klarere Informationen geben“, sagte ein MTA-Sprecher dem Sender CBS News.

Im Juli hatte bereits Londons U-Bahnbetreiber die Ansprache „ladies and gentlemen“ abgeschafft. Damit wollte die Behörde für öffentlichen Verkehr, Transport for London, „die große Diversität Londons widerspiegeln“. Gäste werden seitdem mit „hello everyone“ angesprochen. (ls)

BERLIN. Das Landeskriminalamt Niedersachsen sucht mit neuen Fahndungsvideos nach ehemaligen Mitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF). Es sei nicht auszuschließen, daß die Linksterroristen Ernst-Volker Staub (63), Burkhard Garweg (49) und Daniela Klette (59) in Italien, Frankreich oder Spanien Unterschlupf gefunden hätten, teilten die Behörden am Montag mit.

Die ehemaligen RAF-Mitglieder, denen insgesamt neun bewaffnete Raubüberfälle zur Last gelegt werden, sind seit Jahrzehnten untergetaucht. Erst 2015 kam die Polizei wieder auf ihre Spur. Das Trio könnte sich derzeit im Mittelmeerraum aufhalten und jeweils zu den Raubüberfällen ins vertraute Norddeutschland angereist sein, vermuten die Fahnder.

Die Polizei geht von einem Netzwerk aus Gleichgesinnten wie die baskischen ETA oder den Roten Brigaden in Italien aus, auf das das sogenannte Rentner-Trio zurückgreifen könnte. Angeblich wurde Staub auf einem Campingplatz in Norditalien gesehen, eindeutig identifizieren konnten die Fahnder ihn jedoch nicht.

Auch andere Aufenthaltsorte möglich

Außerdem könnten die drei sich in den Niederlanden aufhalten, wo bereits umfangreicher nach dem Trio gefahndet wurde. Ein bei der Fahrt über die Grenze nach Holland ausgeschaltetes Handy sowie der Schnipsel einer holländischen Zeitung in einem Tatwagen waren unter anderem der Grund.

Für einen Aufenthalt der Gesuchten im Ausland spricht nach Einschätzung der Ermittler, daß es trotz intensiver Fahndung bislang keinen entscheidenden Hinweis in Deutschland gab. Dennoch könnten die drei sich mit Hilfe von Unterstützern auch im Inland aufhalten. Die Gebiete um Bielefeld, Porta Westfalica und Osnabrück sind für die Polizei wegen dortiger Gebrauchtwagenkäufe durch das Trio von besonderem Interesse. Hier dürften die drei nach LKA-Angaben besonders häufig gewesen sein.

Fahndungsplakat Foto: LKA Niedersachsen

Garweg, Klette und Staub waren Mitglieder der dritten Generation der RAF, die die Internationalisierung des Terrorismus vorantrieben. Die Linksextremisten werden für mehrere Morde verantwortlich gemacht, so etwa an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991). (ha)

Es ist noch keine zwei Monate her, da sorgte der Stadtschulrat Wien für Aufregung in Österreich in dem er bekanntgab, daß mehr Moslems eine Pflichtschule besuchen als Katholiken. Nun richtet das Land wieder seinen Blick auf die Hauptstadt und ihre Kinder.

Auf der Liste mit den „häufigsten Vornamen des Jahres 2016 in Wien“ scheint der Name Mohammad nämlich auf Platz fünf auf. 124 Mal gaben Eltern im vergangenen Jahr ihrem Jungen den Namen des Propheten Mohammeds. Häufiger registrierte die Stadtverwaltung nur die Namen Alexander, Maximilian, David und Lukas.

Doch davon bekommt der interessierte Bürger nichts mit, wenn er auf die Webseite des Wiener Standesamts klickt und sich die Liste anschaut. Dort taucht der Name Mohammad unter den zehn beliebtesten Namen nämlich nicht auf.

Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe

Intern existiert aber eine zweite, nicht öffentliche Liste, in der gleichklingende Namen zusammengefaßt werden. Darin werden Mohammed, Muhammad und ähnliche Schreibweisen unter Mohammad gefaßt, genauso wie bei Iulia und Julia oder Lukas und Lucas. Die Kronen-Zeitung hatte Teile davon veröffentlicht und aufgezeigt, daß die Verwendung des Namens von 2010 mit 99 auf 124 im vergangenen Jahr gestiegen ist – Höchststand war 2015 mit 127.

Die Stadt wehrt sich gegen die Vorwürfe, das Ergebnis vertuscht zu haben. Der Leiter der Statistikabteilung Klemens Himpele verteidigte das Vorgehen der Stadt. Es sei korrekt, „die Namen so zu veröffentlichen, wie sie geschrieben werden, weil mich ja meine Eltern bewußt Klemens und nicht Clemens genannt haben“. Bei dem Artikel gehe es „vor allem um Emotionen“.

Zudem seien beide Listen veröffentlicht worden. Jedoch nicht auf der Seite der Stadt, auf der es heißt: „Die Wiener Standesämter werten jährlich die beurkundeten Geburten aus. So lassen sich Trends bei den beliebtesten Vornamen der letzten Jahre erkennen.“ Einen Hinweis auf die zweite, phonetisierte Liste gibt es nicht – weder 2016 noch in den Jahren davor.

BONN. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will vermehrt junge Gläubige durch moderne Gottesdienstformen für sich gewinnen. „In der Individualisierung, Schnellebigkeit, Mobilität, Pluralität und Unverbindlichkeit von Biographien ist es unsere erste Aufgabe, Formen von Gemeinschaft anzubieten, die der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entsprechen“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm zu Beginn der Synode der EKD in Bonn.

So solle die evangelische Kirche auch Gottesdienste am Nachmittag oder Abend statt morgens um zehn Uhr anbieten, riet Bedford-Strohm. Auch könnten alte Sakralräume mit postmodernen Elementen kombiniert werden. Auch moderne Räume seien möglich, „mit Lichteffekten und Band bis zu einer Lounge mit ‘Sing&Songwriter’ kann man sich vieles vorstellen“, erläuterte der EKD-Ratsvorsitzende.

Räume mit Retrolampen

Es gehe darum, ein Ambiente zu schaffen, in dem sich junge Menschen zuhause fühlen. Im Gespräch mit Jugendlichen seien ihm beispielsweise ein Skaterpark oder ein Fitneßstudio vorgeschlagen worden, ebenso wie Kneipen und Cafés, Räume mit Retrolampen, Sofagruppen, Theke und Industriecharme. „Das kann im Gemeindehaus sein, muß aber nicht.“

Gleichzeitig mahnte Bedford-Strohm an, die Kirche dürfe den digitalen Wandel nicht verschlafen. „Zur Gemeinschaftserfahrung spielt neben der physischen Kommunikation immer stärker auch die digitale Kommunikation eine zentrale Rolle. Erschließt sich die Kirche den digitalen Raum nicht, verpaßt sie einen entscheidenden Lebensraum junger Menschen.“ (krk)

ATHEN. Mehr als 16.000 Einwanderer sind seit Anfang des Jahres aus Griechenland freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt. „Es handelt sich um Menschen, die es einsehen, daß sie keine Chance haben, Asyl in der EU zu bekommen und freiwillig und sicher zurückkehren wollen“, sagte ein Sicherheitsoffizier der Nachrichtenagentur dpa.

Die Asylsuchenden hätten das südosteuropäische Land mit Unterstützung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) wieder verlassen. Die meisten von ihnen stammen demnach aus Albanien, Pakistan, Bangladesch, Afghanistan sowie den nordafrikanischen Staaten.

Die IOM bietet den Einwanderern eine Rückreise unter dem Schutz der Sicherheitsbehörden. Bevor sie ins Flugzeug steigen, bekommen sie zwischen 500 und 1.500 Euro Starthilfe für das Leben in ihren Heimatländern. Zurzeit sind in Griechenland etwa 60.000 Asylsuchende registriert. Sie wohnen meist in Flüchtlingslagern.

Vorwurf der bewußten Verlangsamung des Familiennachzugs

Ende vergangener Woche hatte das Bundesinnenministerium Vorwürfen widersprochen, die Überstellung von Einwanderern aus anderen europäischen Staaten per Familienzusammenführung zu verlangsamen. Gemäß der Dublin-Verordnung müssen Verwandte von Asylsuchenden, die sich in Deutschland aufhalten, aus anderen europäischen Staaten innerhalb von sechs Monaten nach Annahme ihres Antrags überstellt werden.

Nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird diese Frist in den seltensten Fällen eingehalten. Demnach gibt es viele Fälle, bei denen die Verwandten in Griechenland mindestens acht Monate, oft aber auch länger als ein Jahr auf eine Überstellung warten. Hintergrund der Vorwürfe ist ein Schreiben des griechischen Migrationsministers Ioannis Mouzalas (parteilos) an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vom Mai dieses Jahres.

In ihm heißt es, „Familienzusammenführungen nach Deutschland werden wie vereinbart verlangsamt. Mehr als 2.000 Flüchtlinge werden betroffen sein, und einige werden Jahre warten müssen, bis sie nach Deutschland reisen könnten.“ Das Bundesinnenministerium widersprach dem. „Es gibt keine mengenmäßige Begrenzung, sondern Verfahrensabsprechen zur besseren Planbarkeit“, sagte eine Ministeriumssprecherin. (ha)

BRÜSSEL. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat eine Verdopplung des EU-Haushalts gefordert. Statt der bisher 140 Milliarden Euro pro Jahr benötige die EU 280 Milliarden Euro, sagte Tajani den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Erhöhung des Budgets solle aber nicht durch zusätzliche Überweisungen der Mitgliedstaaten finanziert werden, sondern durch EU-Steuern. „Hierfür braucht es neue EU-Eigenmittel, wie etwa eine Finanz-Transaktionssteuer auf Börsengeschäfte“, erläuterte Tajani.

Gründe für die Forderung seien laut dem Parlamentspräsidenten die Kosten der Flüchtlingskrise und die steigenden Mittel im Kampf gegen den Terrorismus. Auch müßten die Europäer stärker in Energie und die Digitalisierung der Wirtschaft investieren, um gegenüber den USA, Rußland, China und Indien konkurrenzfähig zu bleiben.

Derzeit führen die EU-Mitgliedsstaaten etwa ein Prozent ihrer Wirtschaftsleistung als Beitrag an die EU ab. Deutschland steuert als größter Nettozahler etwa 20 Prozent des EU-Haushaltes bei. Bislang ist das Erheben von Steuern nur den Nationalstaaten vorbehalten. Brüssel hat hierfür keine Kompetenzen. (krk)

MÜNCHEN. Nach dem Brandanschlag auf einen schlafenden Obdachlosen am Münchner Hauptbahnhof hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Ein 25 Jahre alter Mann ohne festen Wohnsitz stellte sich in Starnberg, sein 29 Jahre alter Komplize wurde wenig später an seinem Arbeitsplatz gefaßt, teilte die Münchner Polizei am Sonntag mit.

Die beiden italienischen Staatsbürger räumten die Tat ein und sagten bei der Vernehmung, sie hätten sich „einen Spaß erlaubt“. Den Verdächtigen, die laut Polizei „arabisch-nordafrikanischen“ aussehen, wird versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Sie wurden noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt.

Mit Zigarette und Feuerzeug gezündelt

Am Freitag hatte die Polizei mit Bildern aus einer Überwachungskamera nach ihnen gefahndet und lobte eine Belohnung für Hinweise aus. Daraufhin meldeten sich mehrere Zeugen, die die Männer erkannt hatten. Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, wie sich einer der beiden Täter in der Nacht zum 2. November neben den Obdachlosen hinsetzt und sich fotografieren läßt.

Anschließend zündet einer von ihnen eine Zigarette an, nimmt ein paar Züge und wirft sie auf die Plastiktüte mit den Habseligkeiten. Als die Tüte nicht sofort Feuer fing, zündete er sie mit einem Feuerzeug an. Die Männer stiegen den Ermittlungen zufolge dann in eine S-Bahn.

Daß der 51 Jahre alte Obdachlose unverletzt blieb, hat er drei Passanten zu verdanken. Zwei schoben die brennenden Tüten beiseite, ein dritter verständigte die Polizei. (ls)

Ein Blick in die neue AfD-Fraktion

On November 13, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Sechs Wochen nach der Bundestagswahl stattete JF-Reporter Christian Vollradt der neuen AfD-Bundestagsfraktion einen Besuch ab und traf eine der beiden Fraktionsspitzen, Alice Weidel, zum Gespräch. Über den aktuellen Stand der Fraktionsarbeit, die Personalie Albrecht Glaser, ein mögliches Scheitern von Jamaika und ein Angebot an CDU und FDP.

Am 29.August 2016 trafen sich der turkmenische Präsidenten Gurbanguly Berdimuhamedow und das Merkel in Berlin. Dabei hat sie die Menschenrechtslage in Turkmenistan heftig kritisiert. Sie hätten darüber gesprochen, dass es “wünschenswert” sei, wenn internationale Diplomaten Zugang zu den turkmenischen Haftanstalten bekämen, sagte Merkel. Dabei sollte sie lieber die Menschenrechtslage in Deutschland in Ordnung bringen und überhaupt in der EU zuerst den Saustall aufräumen. Siehe was in Katalonien abgeht, wie dort der Volkswillen unterdrückt und die katalanischen Politiker reihenweise verhaftet werden, nur weil sie für eine Unabhängigkeit sich einsetzen. Von wegen “europäischer Werte”, die nicht existieren.

BERLIN. Eine Mehrzahl der Deutschen lehnt eine Umbenennung des Sankt-Martin-Fests ab. 66,3 Prozent sind dagegen, das Fest zugunsten von Einwanderern als „Lichterfest“ oder „Sonne, Mond und Sterne“-Fest zu bezeichnen, ergab eine Insa-Umfrage laut Focus Online.

8,9 Prozent sprechen sich für eine Umbenennung aus. Vor allem Wähler von FDP (85,1 Prozent), AfD (78 Prozent) und CDU/CSU (74,9 Prozent) wollen den traditionellen Namen beibehalten.

In der Vergangenheit hatten Politiker und Lehrkräfte immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, die den christlichen Bezug am Gedenktag des heiligen Martin von Tours streichen wollten. Der Linkspartei-Politiker Rüdiger Sagel schlug etwa vor, den Martinstag abzuschaffen und das Fest statt dessen „Sonne, Mond und Sterne“-Fest zu nennen.

2015 hatten mehrere Kindertagesstätten in Düsseldorf angekündigt, das Fest aus „Rücksicht auf Flüchtlinge“ umzubenennen. Die Forderung stieß auf Kritik auch von moslemischen Eltern. „Gerade unsere muslimischen Eltern schätzen die traditionelle Überlieferung. Sie wollen Martinszüge veranstalten und auch St. Martin feiern. Dabei wird es bleiben“, sagte ein Grundschulleiter der Rheinischen Post. (ls)

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