BERLIN. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat dafür geworben, daß Flüchtlinge ihre engsten Angehörigen nach Deutschland holen dürfen. „Familiennachzug ist für uns ein sehr entscheidender Punkt“, sagte Marx laut der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Berlin. Das sei auch eine Frage der Integration.

Wer in Deutschland geduldet sei, müsse seine engsten Familienangehörigen zu sich holen können. Marx sprach sich auch erneut gegen eine Obergrenze für Asylsuchende aus. Ein solcher Begriff sei „nicht hilfreich“, hob der Erzbischof von München und Freising hervor. Das Recht auf Asyl könne nicht begrenzt werden.

Einwanderung humanitär gestalten

CDU und CSU hatten sich am Sonntag im Streit über eine Flüchtlings-Obergrenze auf das Ziel geeinigt, in kommende Sondierungsgespräche mit FDP und Grünen mit der Forderung zu gehen, maximal 200.000 Personen pro Jahr aufzunehmen. Der Familiennachzug soll über das bisherige Enddatum März 2018 hinaus ausgesetzt werden.

Er sei nicht grundsätzlich gegen eine Begrenzung der Zuwanderung, da es nicht die Position der Kirche sei, daß alle Menschen nach Deutschland kommen sollten, mahnte Marx. Es gehe jedoch darum, wie die Einwanderung humanitär gestaltet werden könne. Dabei solle nicht suggeriert werden, es gebe eine Obergrenze. Auch Zahlen seien in diesem Kontext „irgendwie fiktiv“. (ls)

BERLIN. Das Amtsgericht Tiergarten hat am Dienstag das Verfahren gegen einen Libanesen eingestellt, der seinen sieben Jahre alten Sohn illegal beschneiden ließ. Die Berliner Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung mit der elterlichen Zustimmung zur Beschneidung, berichtet der rbb. Außerdem stamme der angezeigte Vater aus einer Kultur, in der die Beschneidung von männlichen Kindern eine verbreitete Sitte sei.
Das Gericht veranlaßte eine Geldauflage von 2.500 Euro. 1.250 Euro davon hat der 46jährige an seinen Sohn Ayman zu zahlen, dieselbe Summe noch einmal an den Kinderschutzbund.

Bilal S. hatte vor dem Richter eingeräumt, im Januar 2013 einen 78 Jahre alten rituellen Beschneider beauftragt zu haben, der über keine ärztliche Zulassung verfügte. Er habe nicht gewußt, „daß wir das in Deutschland nicht so machen dürfen“. Im Islam sei die Beschneidung jedoch Pflicht. „Es muß jeder machen. Ich weiß nicht genau warum. Die Juden machen es auch“, erklärte der Vater vor Gericht. Der Eingriff fand ohne Betäubung zu Hause auf dem Wohnzimmertisch statt. Laut Anklage benutzte der Beschneider vermutlich ein Lasergerät.

Anzeige der Mutter nach Trennung

Das Kind litt im Anschluß ein halbes Jahr lang an Wundschmerzen. Nach der Trennung von ihrem Mann suchte die Mutter schließlich einen Arzt auf und zeigte Bilal S. wegen der Beschneidung des gemeinsamen Sohnes an. Zwischen ihr und dem Angeklagten gibt es mehrere familienrechtliche Auseinandersetzungen.

In Deutschland dürfen Beschneidungen nur von zugelassenen Ärzten durchgeführt werden. Ein entsprechendes Gesetz hatte der Bundestag am 12. Dezember 2012 verabschiedet. Die Forderung, das Ritual nur bei über 14jährigen mit deren ausdrücklicher Einwilligung zu erlauben, fand keine Mehrheit. (ha)

Die Phantasie der kleinen Nationen

On October 10, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Am vergangenen Sonntag demonstrierten Hunderttausende in Barcelona gegen die Abspaltung. Sie betrachten sich als Spanier und Katalanen gleichermaßen. Darunter waren ohne Zweifel viele, die die Teilnahme an dem Plebiszit verweigert haben, das die Regionalregierung vor zehn Tagen angesetzt hatte. Ob sie für die Mehrheit der Katalanen sprechen, ist eine andere Frage, aber aus übergeordneter Sicht unerheblich.

Denn sie bekräftigen nur den einzig denkbaren Rechtsstandpunkt: Daß die von den Separatisten beanspruchte Selbstbestimmung und mithin Loslösung von Spanien nicht zugestanden werden kann, auch wenn sich die Katalanen als „Nation“ betrachten. Ohne Zweifel ist das, was man unter dem Begriff Spanien versteht, aus der Verbindung und tendenziellen Verschmelzung mehrerer solcher „Nationen“ entstanden.

Ein Prozeß, der nie ohne Zwang ablief und dazu führte, daß Kastilien und Aragon (das Katalonien umfaßte) sowie Navarra (zu dem der westliche Teil des Baskenlandes gehört) auf den Status von Provinzen einer gesamtspanischen Monarchie absanken. Ganz ähnlich lief dieser Vorgang auf den Britischen Inseln ab, bei Entstehung des „Vereinigten Königreichs“ aus England, Wales, Irland und Schottland, oder in Frankreich, dessen Herrscher ein in sich so heterogenes Gebiet regierten, daß bei Ausbruch der Revolution nicht einmal die Hälfte der Bretonen, Normannen, Basken, Katalanen, Provencalen, Korsen, Savoyarden, Flamen, Elsässer und Lothringer Französisch sprach.

Die mobilisierende Idee ist erloschen

Wenn trotzdem Spanien, Großbritannien und Frankreich als klassische Nationalstaaten gelten, dann deshalb, weil es niemals nur die Machtmittel der Zentrale waren, die das Ganze zusammenhielten, sondern auch die mobilisierende Idee des größeren Vaterlandes. Ortega y Gasset hat das Erstarken des katalanischen wie des baskischen Nationalismus seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts damit erklärt, daß diese mobilisierende Idee in Spanien erloschen sei.

Für beide Randgebiete, im Norden wie im Süden der Iberischen Halbinsel, spielte auch wirtschaftlicher Egoismus eine Rolle – der ökonomische Erfolg im Zug der Industrialisierung, dessen Ertrag man nicht teilen wollte –, aber ausschlaggebend war die Katastrophe von 1898: der definitive Zusammenbruch des spanischen Imperiums mit dem Verlust der letzten bedeutenden Kolonien. Die psychologischen Folgen für die spanische Elite waren verheerend. Die Intellektuellen der „Generation von `98“ versuchten zwar auf allen möglichen Wegen, die Demütigung und das Empfinden zu verarbeiten, auf sich selbst zurückgeworfen zu sein. Aber im Grunde gelang das nie.

Führung von Staat und Kirche versagte

Die Führung von Staat und Kirche versagte, die Kluft zwischen den politischen Lagern konnte nicht überbrückt werden und das sich ausbreitende Chaos führte in einen blutigen Bürgerkrieg, bei dem Spanien gleichzeitig zum Schlachtfeld der totalitären Großmächte wurde. Die Krise Spaniens haben das Baskenland und Katalonien genutzt, um, ausgehend von der ihnen zugestandenen Teilsouveränität, eine allein an ihren Sonderinteressen orientierte Politik zu treiben, die wesentlich zum militärischen Zusammenbruch der Republik beigetragen hat. Das siegreiche Franco-Regime unterdrückte in Reaktion darauf alles, was irgendwie nach Sonderbestrebungen in diesen Teilen des Landes aussah.

Das nachfrankistische Spanien hat den Regionen dagegen wieder großzügig Sonderrechte eingeräumt; auch in der Hoffnung, so den Separatismus zum Erlöschen zu bringen. Aber dieses Kalkül ist nicht aufgegangen. Die Ursache liegt in der Schwäche, die Ortega y Gasset benannt hat: Spanien ist endgültig zu einem Apparat geworden, der mehr oder weniger gut funktioniert, aber keinen Stolz einzuflößen vermag.

Ein „Europa der hundert Fahnen“ funktioniert nicht

Die Staatsmaschine steht für nichts als sich selbst: „Es ist alles hohl geworden und hat einen falschen Klang. Die lebendigen Worte der Vergangenheit werden noch wiederholt, aber sie ergreifen nicht mehr; die anfeuernden Ideen sind Gemeinplätze geworden. Man unternimmt nichts Neues mehr, weder in der Politik, noch in der Wissenschaft oder Moral. Alle noch übrige Energie richtet sich darauf, jede Initiative und erneuernde Gärung zu ersticken.“

Diese Formschwäche ist kein spezifisch spanisches Problem. Sie hat alle europäischen Staaten erfaßt. Man darf aber Zweifel haben, daß in der Tendenz zu deren Auflösung in Stammesgebiete eine Lösung zu sehen ist. Ein „Europa der hundert Fahnen“ (Yann Fouéré), in dem sich eine katalanische, eine baskische, eine bretonische, eine okzitanische, eine kornische, eine walisische, eine schottische, eine flämische, eine wallonische, eine bayerische, eine westfälische und eine rheinische Republik auf gemeinsame Linien einigen müßten, wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Die Brüderlichkeit dieser Klein-Nationen mag ein schöner Gedanke sein, aber es ist ein romantischer Gedanke. Das heißt, es handelt sich in Wirklichkeit nicht um jene „erneuernde Gärung“, von der Ortega y Gasset sprach, sondern nur um eine Phantasie, der der Anhalt an der politischen Wirklichkeit fehlt.

GREIFSWALD. Männliche Beamte in Mecklenburg-Vorpommern dürfen nicht Gleichstellungsbeuftragte werden. Das Landesverfassungsgericht in Greifswald hat am Dienstag die Beschwerde eines Mannes zurückgewiesen und das betreffende Gleichstellungsgesetz für verfassungskonform erklärt.

Kläger Wolfang Leist war vor Gericht gezogen, da nur Frauen den Posten annehmen und auch nur von Frauen gewählt werden können. Er sah sich dadurch diskriminiert. Nach Ansicht der Richter ist die Wahlrechtsbeschränkung aber verhältnismäßig.

Das Gericht berief sich dabei auf das grundgesetzlich festgelegte Gleichstellungsgebot. „Dieses berechtigt den Gesetzgeber, faktische Nachteile, die typischerweise Frauen treffen, durch begünstigende Regelungen auszugleichen.“ Wie der Staat dieser Verpflichtung nachkomme, obliege der gesetzgeberischen Ausgestaltungsbefugnis.

Frauen seien immer noch benachteiligt

Frauen seien noch immer benachteiligt, was sich unter anderem in der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen zeige. „Nach den Erkenntnissen des Gesetzgebers war demgegenüber nicht von strukturell bedingten Benachteiligungen männlicher Beschäftigter auszugehen“, teilte das Gericht mit.

Das Gleichstellungsgesetz sei vorwiegend immer noch auf die Frauenförderung ausgerichtet. Das Gericht forderte das Parlament jedoch auf, die Entwicklungen in den kommenden fünf Jahren genau zu beobachten. (ls)

Schwules Paar adoptiert erstmals Kind

On October 10, 2017, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Erstmals hat ein gleichgeschlechtliches Paar in Deutschland ein Kind adoptiert. Wenige Tage nach Inkrafttreten des Gesetzes zur „Ehe für alle“ stimmte das Berliner Familiengericht Tempelhof-Kreuzberg dem Antrag des Ehepaars zu, teilte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg am Dienstag mit. Nach dessen Angaben soll es auch deutschlandweit die erste gemeinschaftliche Adoption durch ein homosexuelles Paar sein.

Michael und Kai Korok hatten laut dem Verband am 2. Oktober 2017 ihre Eingetragene Lebenspartnerschaft im Berliner Standesamt Marzahn-Hellersdorf in eine Ehe umwandeln lassen. Die Ehe-Urkunde reichten sie beim Familiengericht ein, das nun der gemeinsamen Adoption von Maximilian zustimmte. Das Kind lebt gemeinsam mit weiteren Pflegekindern seit seiner Geburt bei den Koroks.

Beide Männer hatten in der Zeit vor dem neuen Gesetz eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht erwogen, um die Adoption zu erreichen. „Jetzt sind wir natürlich sehr froh, daß wir uns diesen Umstand ersparen können“, sagte Michael Korok dem Tagesspiegel.

Am 1. Oktober 2017 war das Gesetz zur „Ehe für alle“ wirksam geworden. Schwule und Lesben haben nun die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare. Dazu gehört auch die Adoption von Kindern. (ha)

BERLIN. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat sich gegen Ausweisungen von osteuropäischen Obdachlosen im Berliner Tiergarten ausgesprochen. Soziale Probleme werde man nicht allein durch repressive Maßnahmen lösen, sagte er am Montag Focus Online. „Die Polizei ist verantwortlich dafür, bestehende Regeln durchzusetzen. Das tut sie bereits. Und sie wird es verstärkt tun.“ Geisel werde im Senat ein gemeinsames Vorgehen vorschlagen. Er unterstütze zudem Forderungen der Bezirke nach mehr Personal für die Ordnungsämter.

Der SPD-Politiker reagierte damit auf den Hilferuf von Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) aus Berlin-Mitte. Dieser hatte vor einer eskalierenden Lage gewarnt. Der Tiergarten sei nicht mehr kontrollierbar. Aggressive Obdachlose, Drogenhändler und Kleinkriminelle trieben im Park täglich ihr Unwesen. „Wir müssen andere Maßnahmen ergreifen, mit der bisherigen Politik kommen wir nicht weiter“, forderte von Dassel in der Berliner Morgenpost. Inzwischen zähle man 50 bis 60 Menschen, die im Tiergarten übernachten.

Grünen-Politiker fordert Abschiebungen

Am problematischsten sei die größte Gruppe der Obdachlosen, die sich aus Alkohol– und Drogenabhängigen zusammensetze und überwiegend aus Osteuropa stamme. „Diese Gruppe reagiert aggressiv auf alles, was in ihre Nähe kommt, hier gelten zudem nicht einmal hygienische Mindeststandards, die Lage ist für unsere Mitarbeiter nicht mehr zumutbar“, beklagte von Dassel.

„Diese Menschen haben hier kein Bleiberecht. Berlin muß sich ehrlich machen und die Abschiebung ernsthaft prüfen.“ Dies sage er im vollen Bewusstsein, daß viele so etwas in seiner Partei kritisch sähen. „Aber es ist mir relativ wurscht, was die Partei sagt, ich bin zuallererst meinen Mitarbeitern verpflichtet“, betonte der Grünen-Politiker.

Der Berliner CDU-Innenexperte Burkhard Dregger schloß sich der Forderung von Dassels an. „Die Personen im Tiergarten sind ohne Adresse. Sie können nur ausgewiesen werden, wenn sie zuvor in Abschiebegewahrsam genommen werden“, sagte Dregger. Der Senat wolle das nicht, dies sei „Realitätsverweigerung“.

„Das ist Alarmismus, gepaart mit Rassismus“, entgegnete die Grünen-Bundestagsabgeordnete Canan Bayram gegenüber dem Neuem Deutschland. „Grüne können nicht Ressentiments schüren, wie einst CDU-Innensenator Frank Henkel während des Flüchtlingsprotests auf dem Oranienplatz.“

Situation im Tiergarten schon lange bekannt

Berichte über die zunehmende Kriminalität im Berliner Tiergarten häufen sich bereits seit längerem. Allein im Umfeld des Bremer Wegs registrierte die Polizei von Januar bis Mitte Juni dieses Jahres 45 Straftaten – doppelt so viele, wie im gesamten vergangenen Jahr.

Anfang September geriet die Parkanlage durch den Mord an der 60 Jahre alten Kunsthistorikerin Susanne F. in die Schlagzeilen. Passanten hatten ihre Leiche in einem Gebüsch unweit des Berliner Bahnhofs Zoo entdeckt. Bei dem mutmaßlichen Mörder soll es sich um einen 18 Jahre alten Tschetschenen handeln, der bereits vorbestraft ist. Er wurde in Polen festgenommen. Die Ermittler gehen von Raub als Motiv für die Tat aus. (ha)

Lieb Vaterland, magst ruhig sein

On October 10, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Fleiß zahlt sich aus. Das weiß Anetta Kahane. Als Zuträgerin des Ministeriums für Staatssicherheit lieferte sie Mitte der siebziger Jahre Berichte über Gesprächspartner und Freunde an das „Schild und Schwert der Partei“. Dafür gab’s dann mitunter auch mal „Kaffee, Schnaps, Zigaretten und Kuchen“ als Belohnung sowie eine Prämie von 200 Mark oder einen goldenen Füllfederhalter.

Nun ist die DDR seit bald 30 Jahren Geschichte und Kahane hat sich ein neues Betätigungsfeld gesucht (sie legt Wert darauf, daß sie 1982 ihre Tätigkeit für die Stasi von sich aus beendete). 1998 gründete Kahane die Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich voll und ganz dem „Kampf gegen Rechts“ verschrieben hat. Seit 2003 fungiert sie als hauptamtliche Vorsitzende der Stiftung. Die Gefahr von Rechts ist die wirtschaftliche Grundlage der überwiegend aus staatlichen Fördermitteln finanzierten Stiftung.

Messe: „Wollen ein Gegengewicht schaffen“

So überrascht es wenig, daß sie der deutschen Gesellschaft hartnäckig ein tiefsitzendes Rassismusproblem bescheinigt. Für ihr Engagement werden Kahane und ihre Stiftung regelmäßig mit allerlei Würden überschüttet. So wurde sie beispielsweise im November 2016 mit dem Ehrenorden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter ausgezeichnet. Selbst Justizminister Heiko Maas (SPD) schätzte Kahanes Spürsinn so sehr, daß er sie im vergangenen Jahr einlud, an einer Task-Force zum Umgang mit „Haßbotschaften im Internet“ mitzuwirken.

Kein Wunder also, daß auch die Frankfurter Buchmesse umgehend um die Dienste der Kahane-Stiftung warb, als der Verlag Antaois sich für die diesjährige Bücherschau anmeldete. Immerhin hatte Antaios mit Büchern von Akif Pirinçci und Rolf Peter Sieferle in jüngster Zeit für erhebliche Schlagzeilen gesorgt. Bereits im vergangenen Jahr war die Amadeu-Antonio-Stiftung gegenüber dem Stand dieser Zeitung von der Messeleitung plaziert worden – um ein Zeichen zu setzen.

Was damals nur Spekulation war, ist in diesem Jahr Gewißheit: Die Stiftung braucht für den großzügigen Stand in bester Lage keine Gebühren zu bezahlen, sondern bekommt diesen gestellt. Auf Nachfrage der JF begründet die Frankfurter Buchmesse die Entscheidung damit, sie habe „ein Gegengewicht zu den Themen und Publikationen des Antaios-Verlages in diesem Hallenareal schaffen wollen“.

„Aktiver Umgang“

Zu den Kosten dieses Akts der Zivilcourage will sich die Messeleitung jedoch nicht äußern. Fest steht allerdings, daß normalsterbliche Aussteller für einen vergleichbaren Stand gut 20.000 Euro berappen müssen. Aber was sind schon ein paar tausend Euro, wenn es um nicht weniger als den Erhalt der Demokratie geht.

Daß Antaios an seinem Stand auch zu Veranstaltungen einlädt, lasse sich nicht verhindern, entschuldigte sich Buchmessedirektor Juergen Boos gegenüber dem Börsenblatt. „Wir können in einem solchen Fall nicht einschreiten, weil dies gegen die Meinungsfreiheit wäre.“ Man wolle aber einen „aktiven Umgang“ mit den Inhalten des Antaios-Verlags pflegen, versicherte die Messe der Frankfurter Rundschau. Deswegen sei die Amadeu-Antonio-Stiftung eingeladen worden.

Und die hat auch schon einen Plan, wie sie dem unliebsamen Verlag entgegentreten will. „Unser Konzept ist, erstmal für alle ansprechbar zu sein, die der Auftritt von Antaios irritiert“, sagte ein Sprecher der Stiftung dem Blatt. Die Besucher können also beruhigt den Gang über die Messe wagen. Das Schild und Schwert der Demokratie hat ein wachsames Auge.

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> Den Stand der JUNGEN FREIHEIT (A73) finden Sie auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 4.1

BASEL. Der Schweizer Kabarettist und Schriftseller Andreas Thiel beendet seine Laufbahn wegen Bedrohungen von Moslems und Linksextremen. „Einige fanatische Muslime und noch mehr intolerante Linke wie der Eierwerfer versuchen seit drei Jahren, meine öffentlichen Auftritte zu verhindern“, sagt der mehrfach gekrönte Preisträger der Basler Zeitung. Erst vor kurzem war Thiel während eines Auftritts mit Eiern beworfen worden – „eine eher originelle Episode in der langen Liste von Bedrohungen, Beschimpfungen und physischen Attacken“.

Doch solche Angriffe verfehlen ihr Ziel nicht, meint der libertäre Satiriker. „Das Publikum kriegt Angst. Keiner kann sich einen gemütlichen Unterhaltungsabend mit Polizeiaufgebot vorstellen.“ Einige Häuser hätten sich aus Angst vor Terroranschlägen von ihm abgewendet. „Andere Theater gaben dem Druck nach, der von außen auf sie ausgeübt wird.“ Zwar gefiele ihnen seine Satire, aber allein schon wenn sein Name im Programm stehe, hagele es Beschimpfungen.

Scharfe Kritik an linker Szene

Mittlerweile organisiere der Kabarettist, der regelmäßig gegen subventioniertes Theater wettert, seine Säle vorwiegend privat. „Aber wenn der Pösteler jeden Tag beim Austragen von Post von Postgegnern bespuckt wird, sucht er sich früher oder später einen anderen Job.“

Scharf kritisiert Thiel die linke Szene. Diese sei dabei, „hinabzusinken in einen Sumpf, der eigentlich braun ist“. Mit Rechten habe er bislang keine Probleme gehabt, obwohl er sich als vegetarischer Impfgegner auf der Bühne über Fleischesser lustig mache und Landwirtschaftssubventionen ebenso kritisiere wie Tierversuche.

Die Attacken und Bedrohungen hätten vor allem nach einem islamkritischen Artikel in dem Schweizer Wochenmagazin Weltwoche begonnen. Darin schrieb Thiel, „der Koran ist ein einziger Aufruf zu Gewalt, eine Anleitung für Krieg und Unterdrückung“ sowie der „Kern des Übels“. Seither erhält der Autor Morddrohungen und tritt nur noch unter Polizeischutz auf. (ls)

KOPENHAGEN. Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen (Venstre) hat angekündigt, verstärkt gegen Parallelgesellschaften im eigenen Land vorzugehen. Im kommenden Jahr soll ein Ministerkomitee Maßnahmen vorlegen, um Integrationsprobleme in Schulen oder in besonders heiklen Gebieten mit vielen Einwanderern zu lösen, berichtete die dänische Zeitung BT. Für das Gremium sind dem Bericht zufolge Integrationsministerin Inger Støjberg (Venstre), Wirtschaft-und Innenminister Simon Emil Ammitzbøll (Liberale Allianz), sowie Justizminister Søren Pape Poulsen (Konservative Volkspartei) vorgesehen.

Zuvor hatte Rasmussen gegenüber der Zeitung Jyllands Posten von Teilen Dänemarks gesprochen, in denen das dänische Gesetz nicht mehr gelte. Die Polizei habe dort nichts zu sagen, die muslimischen Gangs würden ihren eigenen Regeln folgen. Im Kampf gegen Parallelgesellschaften habe die Regierung versagt. „Wir gehen einen Schritt nach vorne und dann wieder zurück. An einem Tag diskutieren wir über ein Burkaverbot, am nächsten über muslimische Schulen“, beklagte Rasmussen.

Ghettoisierung in Dänemark

In Dänemark werden bestimmte Wohngegenden als „Ghetto“ ausgewiesen. Auf der jährlich vom Ministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen publizierten Liste befinden sich derzeit 25 Wohngebiete, die mindestens drei der folgenden fünf Kriterien erfüllen:

  • Der Anteil der Einwanderer aus nicht-westlichen Staaten und ihrer Nachkommen liegt bei über 50 Prozent.
  • Die Zahl der Personen, die gegen das Schußwaffen- oder Drogengesetz verstoßen haben, liegt bei über 2,7 Prozent.
  • Der Anteil der 18- bis 64-Jährigen ohne Arbeit oder Ausbildung beträgt 40 Prozent.
  • Der Anteil der 30- bis 59-Jährigen, die nur die Grundschule besucht haben, liegt bei mehr als 50 Prozent.
  • Das durchschnittliche Bruttoeinkommen der Einwohner liegt bei weniger als 55 Prozent des Durchschnittseinkommens in Dänemark.

Die Gewalt in den betroffenen Vierteln nimmt dabei immer mehr zu. Vor allem in der Hauptstadt Kopenhagen tragen verfeindete Banden ihre bewaffneten Konflikte auf offener Straße aus. Laut Polizeiangaben gab es in den ersten siebeneinhalb Monaten 2017 bereits mehr Schußwechsel als im gesamten Jahr 2016.

Derweil rechnet die dänische Ausländerbehörde für das Jahr 2018 in einer neuen Prognose mit 3.000 Menschen, denen Asyl gewährt wird. Einige Kommunen werden wegen der gesunkenen Prognose gar keine Flüchtlinge mehr aufnehmen, berichtet die Sylter Rundschau. (ha)

Mein erster Artikel über das Massaker von Las Vegas hat die Überschrift: “Was sie uns über Las Vegas erzählen ist gelogen”. An der gestrigen Pressekonferenz hat der Sheriff von Las Vegas die Lügen endlich zugegeben … teilweise jedenfalls. Schon seit 7 Tagen berichte ich wiederholt, der mutmassliche Täter Stephen Paddock ist nicht am Donnerstag den 28. September ins Mandalay Bay gekommen, wie das FBI behauptet hat, sondern bereits drei Tage VORHER am Montag den 25. September. Jetzt hat Sheriff Joseph Lombardo es zugegeben, aber nicht weil die Main-Shit-Medien ihn darauf angesprochen haben, sondern eine Reporterin der alternativen Medien, Laura Loomer. Sie hat es als erste berichtet!

Laura Loomer hat auch für Project Veritas gearbeitet und dabei die Machenschaften von Hillary Clinton und dem DNC bei der Wahl voriges Jahr aufgedeckt.

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