Akif Pirincci: KLAMOTTEN RUNTER, BABY!

On July 25, 2017, in Akif Pirinci, by admin

KLAMOTTEN RUNTER, BABY!

Gibt es irgend jemanden auf dem Planeten, der Scrat nicht mag? Sie wissen schon dieses kultige „Rattenhörnchen“ aus dem Kulttrickfilm „Ice Age“, eine Mischung von Eichhörnchen und Ratte mit den Zähnen eines Säbelzahntigers, tennisballgroßen Augen und buschigem Schwanz. Tollpatsch Scrat ist besessen von Eicheln (Nußfrucht der Eichen) und löst auf der Jagd nach den Dingern regelmäßig Katastrophen sowohl für sich als auch für den halben Erdball aus. Als er einmal versucht, eine Eichel aus einem Berg zu erbeuten, spaltet sich dieser und startet damit die Kontinentalplattenverschiebung. Nicht nur Kinder, sondern wir alle biegen uns vor Lachen bei den sisyphusgleichen Anstrengungen des hypernervösen Kerlchens, an das Objekt seiner Begierde zu gelangen.

Bei einer der Scrat-Episoden allerdings wird es ziemlich sexistisch – bloß ist uns das bis jetzt nicht aufgefallen. Aber schauen wir einmal mit den Augen der „Frankfurter“ auf das Delikt. Scrat ist wieder mal auf der Pirsch nach seiner geliebten Eichel und erblickt auch plötzlich in der Ferne den Schatz, halb verborgen hinter einem Baum. Als er dort aber eintrifft – was ist das?! Ein Artgenosse ist schon vor ihm da und beansprucht das begehrte Stück für sich. Das heißt, es handelt sich um eine Artgenossin, um eine Scrateline sozusagen. Sie wird eingeführt mit Wollust assoziierender Musik, wobei der Hintern der Dame lockend in Zeitlupe wackelt, das typisch weibchenhaft strukturierte Gesicht sich wie in Ekstase verzieht und die Augen sich lustvoll zu Schlitzen verengen. Scrat ist hin- und hergerissen. Einerseits sein einziger Lebenssinn, die Eichel hier, anderseits sein kochendes Blut ob der Schönen dort. Halbherzig entreißt er der Dame die Nuß, woraufhin sie alle weiblichen Register zieht, sich kleinmacht und kläglich zu jaulen beginnt. In dem anschließenden Durcheinander stürzt Scrateline in einen tiefen Abgrund und Scrat mit der Eichel hinterher, um sie zu retten. Beide sind im rasenden Schwebeflug nach unten in liebevoller Umklammerung mit der Eichel für einen Moment vereint. Bis die Dame mit einem Mal ihre Haut aufspannt wie einen Fallschirm und samt der Eichel lachend nach oben schießt: Sie ist in Wahrheit ein Flughörnchen, das gleich einer Fledermaus durch die Luft manövrieren kann. Als Scrat unten aufschlägt, entsteht eine Staubwolke in Form eines Herzchens.

Was haben kleine Mädchen nach dem Zusehen dieses saukomischen Filmchens sonst noch so mitgenommen außer ein paar Minuten Spaß? Genau, sie wissen nun, daß sie künftig Männer mit dem Lockversprechen auf Sex manipulieren können. Sie müssen lediglich die tradierten Rollenmuster abspulen, ganz auf Weibchen machen und sich damit abfinden, daß sie nur etwas im Leben erreichen können, wenn sie von der Männerwelt zuvörderst als Sexobjekte wahrgenommen werden. Soweit die feministische Theorie. Doch die Frankfurter haben das schändliche Spiel längst durchschaut. Am 21.7.2017 schreibt die Frankfurter Rundschau:

Sexistische Werbung in Frankfurt verboten

Nackte Brüste, kaum verhüllter Unterleib: Frankfurter beschweren sich beim Deutschen Werberat über sexistische Werbung im Stadtbild. Die Stadt zieht Konsequenzen.

Frankfurt hat 717.624 Einwohner (2015). Die haben sich tatsächlich alle beim Deutschen Werberat über „sexistische Werbung im Stadtbild“ beschwert? Selbst wenn es nur die Frauen gewesen waren, sind es ja immerhin 358.812 Menschen. Eine atemberaubende Protestmasse! Gibt es in Frankfurt überhaupt so viele Lesben mit ausrasiertem Nacken und dem Aussehen von Arnold Schwarzenegger, Kopftuchtanten und Islam-Spastis, zum Kotzen anregende häßliche Frauen, nilpferdschwere Weiber und Gender-Vollidioten, die an diese nur zum Zwecke des Steuergeldabsaugens erfundene Scheiße glauben? Scheint mir etwas hochgegriffen. Denn es ist ja klar, daß keine einzige Knaller-Frankfurterin beim Anblick eines Knaller-Models auf der Litfaßsäule vor Wut in Ohnmacht fällt. Männer schon gar nicht. Und in der Tat, im folgenden Artikel ist von den „Frankfurtern“ auch in keiner Zeile mehr die Rede:

„Die Stadt Frankfurt verbietet sexistische Werbung. Ab Beginn des kommenden Jahres werde der entsprechende Absatz im Vertrag für die Werberechte geändert, sagte Sandra Trawny, Referentin von Planungsdezernent Mike Josef (SPD), der Frankfurter Rundschau. Der Hauptvertrag für die Außenwerbung gilt für mehr als 1000 Litfaßsäulen, 150 Plakatwände und 150 große Werbeträger.“

Sandra Trawny mit ihrem beeindrucken Wehrmachtshelm auf dem Schädel sieht so aus:

Und Mike Josef, ein gebürtiger Syrer angeblich christlichen Glaubens, so:

Die beiden sollten heiraten, denn gleich und gleich gesellt sich gern, wie der Volksmund sagt, schon gar bei dem so phänomenal gleichen Attraktivitätsgrad. Nochmal, wie viele Frankfurter haben sich nun wirklich beim Deutschen Werberat über sexistische Werbung im Stadtbild beschwert? Wo sind die Beschwerde-Mails und -Briefe und die exakte Anzahl dieser? Waren es wirklich 717.624 oder 100.000 oder 40.000 oder 15.000 oder 500 oder drei oder zwei? Oder gab es in Wahrheit gar keine einzige Beschwerde, sondern lediglich das Zeitgeist-Gefurze irgendwelcher faulen Steuergeld-Parasiten, welche beim Sesselfurzen im Dienste des Staates und zwischen ihren Nickerchen am Schreibtisch so nebenbei mitbekommen haben, daß die Darstellung des wunderbar Weiblichen angeblich eine Provokation sein soll? Denn jeder weiß ja, daß die von waldschratgesichtigen Trockenpflaumen, Emanzen, Moslems und den Lügenmedien in die Welt gesetzte Quatschbehauptung, Frauen würden wie unter Folter unter Sexismus leiden, nix weiter als eine Quatschbehauptung ist.

Und in der Tat ist am Textende das Geheimnis um die Anzahl der Beschwerdeführer gelöst:

„Die FR-Leserin Ulrike E., die sich beim Werberat beschwert hatte, sieht das anders. Die Art der Zurschaustellung der Frauen signalisiere `sexuelle Verfügbarkeit´und locke `voyeuristische Zuschauer´ an.“

Oha, es waren also keine 717.624 Frankfurter/innen, die sich beschwert haben, sondern bloß eine Frankfurterin, vermutlich direkt von FR angestiftet. Warum lügt Autor Florian Leclerc dann aber in der Überschrift „Frankfurter beschweren sich …“, bemüht also die Mehrzahl und erweckt somit den Eindruck, als würde eine gewaltige Anzahl von Menschen an weiblicher Laszivität und ein bißchen nackter Haut schweren Anstoß nehmen? Ganz simpel, weil zunehmend Hardcore-Lesben, grüne Irre, potthäßliche Kreaturen, von denen man nicht so genau so weiß, ob sie überhaupt Männchen oder Weibchen oder Aliens sind, im paradoxen Bunde mit Scharia-Moslems mittels staatlicher Gängelung und unter Zuhilfenahme von aus dem Arsch gezogener Debil-Theorien eine freudlose Diktatur unserer Alltagsästhetik herbeiplanieren wollen. Das Ziel ist es, daß die Frau in der öffentlichen Außendarstellung möglichst bald nur noch als solcher Dreck wie unten auf dem Plakat wahrgenommen werden soll (gemeint ist der Widersinn der Botschaft, Herr Staatsanwalt, nicht die Person, du verstehen?)

Doch schauen wir uns die Argumente an, weshalb nackte (Frauen-)Haut werbemäßig aus Frankfurt verschwinden soll:

„Der neue Passus lautet: `Die durchgeführte Werbung darf nicht gegen das Gesetz und die guten Sitten verstoßen oder die verfassungsmäßige Ordnung verunglimpfen oder gefährden. Insbesondere sind mit der Menschenwürde nicht zu vereinbarende (zum Beispiel diskriminierende, frauenfeindliche und sexistische) Darstellungen und Aussagen unzulässig.´“

Okay, dann gehen wir jetzt die einzelnen Punkte durch:

–         Verstoß gegen Gesetz und gute Sitten: Wenn Männer in einer Schwulenparade splitternackt und sogar vor Kleinkindern sich gegenseitig einen blasen und einen wichsen, wenn im Namen der Diversität halbnackte Lesben in der Staatswerbung sich gegenseitig die Zunge in den Rachen stecken, wenn Moslems und Neger, die im Durchschnitt einen niedrigeren IQ besitzen als deutsche (weiße) Hauptschüler und inzwischen 90 Prozent der Morde und Vergewaltigungen in diesem Lande zu verantworten haben, uns in der vom Drecksstaat finanzierten Werbung als guter als gut und künftige Rentenzahler dargestellt werden, wenn schon im Kindergarten und Grundschule Kinder die Freuden des Arschfickens und Pervers-Seins schmackhaft gemacht werden – all das und noch mehr Grobzeug verstößt natürlich nicht gegen Gesetz und gute Sitten, als wenn eine schöne Frau ein wenig Sexappeal auf der Litfaßsäule zeigt. Allerdings könnte einem Analphabeten aus Fickistan, der normalerweise Esel und Kamele begattet, durch diese Art weiblicher Darstellung tatsächlich der Sack platzen. Doch wieso muß sich die moderne Welt nach dem ästhetischen Geschmack einer Urmenschen-Welt richten?

–         Insbesondere sind mit der Menschenwürde nicht zu vereinbarende Darstellungen und Aussagen unzulässig. Da ist ja das Zauber- und Gummiwort, welches man als Textbaustein nur ins Formular zu kritzeln braucht, damit Scheiße studiert habende Lebensversager ihren bekloppten Driß dem Volk aufzwingen können: Menschenwürde. Das Wort eignet sich zu allem Möglichen. Man kann damit sich die Achsel rasieren, Pickel ausquetschen, die Hämorrhoiden einsalben und sich daraus ein vorzügliches Mahl zubereiten. Wenn eine Frau in der Werbung die Waschmaschine bedient und am Strand im Bikini rumhüpft, dann ist das diskriminierend, frauenfeindlich und sexistisch. Wenn jedoch eine bekopftuchte Alte einem weißen Medizinstudenten im Zug großzügig erklärt, wo sein Arschknochen sitzt (wie hier in der Bahnwerbung), obwohl jeder weiß, daß sie nach Moslem-Rule wird nie einen männlichen Patienten wird behandeln dürfen, dann ist die Menschenwürde total eingehalten. Arsch offen oder was?! Ich will damit sagen, daß dieses Menschenwürde-Dingens immer zum Einsatz kommt, wenn nix beweisbar ist und durch einen pseudopathetischen Spruch dennoch nach einem Gesetzesparagraphen klingen soll. Oder nach Logik.

Da man jedoch nicht umhin kommt, der ganzen Sache doch noch einen Hauch von Wissenschaftlichkeit zu verleihen, wird ein Spinnerverein bemüht:

„`Das ist auf jeden Fall Blickfangwerbung´, sagte Stevie Schmiedel, Geschäftsführerin des Hamburger Vereins `Pinkstinks´ gegen Sexismus in der Werbung. Anders als bei `Curvy Supermodel´ habe die Venos-Werbung `nichts mit dem Produkt zu tun´. Sexismus in der Werbung führe dazu, dass stereotype Rollenbilder in der Gesellschaft verstärkt und weitergetragen würden. Sexistische Werbung stelle Frauen oft als `weniger kompetent´ oder `leicht zu haben´ dar, Männer hingegen als `aggressiv´ oder `weniger sozial kompetent´, teilte der Verein mit.“

Ist es so, ist es so? … Was´n das überhaupt, dieses Stinkepink, sowas wie das Fraunhofer-Institut? In der deutschsprachigen Wikipedia gibt es nicht einmal einen Eintrag dazu. Dabei ist die Existenzursache des Ladens leicht zu eruieren. „Pinkstinks“ ist vermutlich der hunderttausendste Steuergeldtrog, aus dem Loser, die Geschwätz und im Nebenfach Geschnatter studiert haben, mit unbewiesenen Klischees als Gegenleistung und unter freudigem Gegrunze unbegrenzt saufen dürfen. Sie brauchen dafür nichts anderes zu tun, als abgedroschene Emanzen-Kacke aus der Emanzen-Urzeit zu blöken, und schon klingelt die Kasse. Will sagen, wenn in der Werbung ein Mann „aggressiv“ einen Elfer-Porsche fährt, dann wird behauptet, daß die Frau „Grundgütiger, das macht mir Angst, da ziehe ich mir lieber ein Dirndl an und putze das Klo!“ schreit. Und wenn ein Mann in der Werbung eine Frau kochen sieht, dann sagt er sich „Was für eine schwule Scheiße, heute abend gehe ich ohne Essen ins Bett!“

Dann wollen wir mal sehen, ob das alles auch wirklich so stimmt, und zwar im Rückblick. Die 70er und die 80er Jahre (geschweige denn die 50er und 60er) waren die Zeit, in der die Werbung tatsächlich noch mit dem Holzhammer gearbeitet hat. Da wurden Frauen im Bikini auf Motorhauben von Sportwagen gepflanzt, die Avon-Beraterin besuchte bis in die Demenz gelangweilte Hausfrauen, Mama erstickte in Schmutzwäsche, bis Hilfe in Gestalt von Ariel nahte, und junge Frauen waren tatsächlich „leicht zu haben“, wenn man ihnen Coca-Cola spendierte. Nach der Theorie von Stinkepink hätten sich die Weiber bei solch einem reklamiösen Dauerbombardement der frauenverachtenden Art eigentlich bis zum Eva-Paläolithikum zurückentwickeln müssen. Das genaue Gegenteil geschah! Die Hochzeit des Feminismus fand in diesen zwei Jahrzehnten statt und sein Einfluß auf die Gesellschaft brach sich erst so richtig Bahn. So sehr, daß wir heute zu wenige junge Deutsche haben, weil die damaligen fruchtbaren Frauen sich für diesen vermeintlich heilsversprechenden neuen Weg entschieden und im Durchschnitt entweder ein Kind bekamen und überhaupt keins. Die Wirkung von Werbung auf diese Frauen war gleich Null Komma Null. Vielleicht hätte man schon damals die Werbeblöcke mit Kopftuchtanten und Negern zuknallen sollen, wie es heutzutage immer häufiger geschieht. Wer weiß, vielleicht wären die jungen Dinger von ehedem vor lauter Angst echt völkisch geworden.

Zukünftig sagt den Frankfurtern also Darth Vaders Tochter und irgendein Syrer, wie Frauen in der Werbung auszuschauen haben. Vorläufig bedienen sie noch die Phrasendreschmaschine aus Sozialpädagogik erstes Semester:

„Solche Bilder verfestigten die Vorurteile in der Gesellschaft und seien Basis für Diskriminierungen. Dazu zähle die `Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen´ und `die Gehaltsschere zwischen den Geschlechtsgruppen´. Unter diskriminierender Werbung leide das Selbstbild von Frauen. Ihnen werde vermittelt, sie seien nicht `jung genug´, `dünn genug´, `weiß genug´, `sexy genug´.“

Was soll ich sagen, in meinem Falle stimmt das sogar: Die Weiber sind mir echt nicht jung genug, dünn genug, weiß genug und sexy genug. Und was die „Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen“ anbelangt, so ist es mir nur recht. Welcher Mann will denn schon so einen trockenen Rechenschieber ficken? Wenn frau jedoch glaubt, daß nun das Ende der Verbotsfahnenstange in Sachen Darstellung der Frau in der Werbung erreicht sei, die irrt. Nur noch ein paar Jährchen, meine Damen, dann heißt es in dieser Disziplin ausschließlich Kopftüchi und Schleierli. Der Moslem mag vielleicht blöd sein, doch seinen Willen hat er bis jetzt in jede Frau penetriert. In diesem Falle hat er sogar einen starken Verbündeten, den eierlosen deutschen Mann. Aber was ärgere ich mich? Ich ziehe mir zur Entspannung noch mal Scrat rein.

Jetzt also doch! Asef N., der abgelehnte afghanische Asylbewerber, der damit gedroht hatte, Deutsche zu töten, bekommt ein neues Verfahren. Vor fast zwei Monaten hatten bayerische Polizisten den 21jährigen aus einer Nürnberger Schule heraus in Abschiebehaft genommen. Asef N. war und ist illegal im Land. Seine Mitschüler und gewalttätige Linksextremisten hatten vor der Berufsschule gegen seine Abschiebung protestiert und im Zuge dessen auch Polizisten angegriffen.

Als Begründung für das neue Verfahren des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge nennt sein Anwalt unter anderem den höheren Bekanntheitsgrad durch die Medienberichterstattung über seinen Mandaten, der ihn in Afghanistan einer erhöhten Gefahr durch radikale Islamisten aussetzen würde. Eine Verhöhnung der Bürger und geradezu eine Aufforderung an Asylbewerber und ihre Unterstützer durch gesetzlose, extremistische Aktionen den Bekanntheitsgrad in die Höhe zu schrauben und so der Abschiebung zu entgehen.

Der Fall zeigt erneut exemplarisch wie sich deutsche Behörden auf der Nase herumtanzen lassen und wie wenig sie sich dem Schutz der Bevölkerung verpflichtet fühlen. Wer wird die Verantwortung übernehmen, wenn N. seine Drohung wahrmacht und tatsächlich Deutsche tötet? Das Signal, das von dem neuen Verfahren ausgeht, ist fatal. Für Asef N. gibt es keinen Platz in Deutschland. Sein angemessener Platz ist in einem Flugzeug nach Afghanistan – one-way versteht sich.

BRÜSSEL. Die EU hat angekündigt, vor der libyschen Küste weiter Asylsuchende aus Seenot zu retten. Die Mitgliedstaaten stimmten am Dienstag einstimmig einer Fortsetzung der vor zwei Jahren gestarteten Operation „Sophia“ zu. Neben der Entsendung von Marineschiffen ins zentrale Mittelmeer werden libysche Küstenschützer ausgebildet und das Waffenembargo gegen Libyen kontrolliert.

Italien hatte bis zuletzt offen gelassen, ob das Ende Juli auslaufende Mandat für den Einsatz bis zum 31. Dezember 2018 verlängert werden kann. Die italienische Regierung hatte sich vor zwei Jahren bereit erklärt, bei der Operation „Sophia“ gerettete Asylsuchende in italienische Häfen zu bringen.

EU-Schiffe sollten ursprünglich Schlepper bekämpfen

Damals war noch nicht klar gewesen, daß die für den Kampf gegen Schleuser eingesetzten EU-Schiffe Einwanderer aufnehmen würden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Insgesamt seien bei dem Einsatz bislang rund 40.000 Menschen nach Italien gebracht worden, davon allein 21.000 von der deutschen Marine.

Kritiker werfen den beteiligten Staaten vor, mit der Operation vor der libyschen Küste Schleusern in die Hände zu spielen. Diese könnten seit dem Start der Mission billige und unsichere Boote einsetzen, weil sie sich sicher sein könnten, daß Einwanderer kurz nach dem Verlassen der libyschen Hoheitsgewässer von EU-Schiffen gerettet werden.
Nicht genannte EU-Beamte hätten darauf verwiesen, daß ein Stop des Einsatzes kaum mehr möglich sei, da es zumindest in den ersten Wochen danach zu einem massiven Anstieg der Todesfälle kommen könnte. Die EU-Kommission hatte in den vergangenen Wochen Italien zusätzliche finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt. (ls)

ANKARA. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Spionagevorwürfe gegen Deutschland erhoben. „Du erlaubst dem Präsidenten und den Ministern der Türkei nicht, in deinem Land zu sprechen“, sagte Erdogan am Dienstag nach einem Bericht der FAZ vor der AKP-Fraktion im türkischen Parlament mit Blick auf die Bundesregierung. „Aber deine Agenten kommen und tummeln sich hier in Hotels und zerteilen mein Land.“

Erdogan bezichtigt mehrere Menschenrechtsaktivisten des Terrorismus. Darunter ist auch der deutsche Staatsbürger Peter Steudtner, der für eine Konferenz von Amnesty International nach Istanbul gereist war und nun in Haft sitzt. Bereits seit Deuzember vergangenen Jahres hält die Türkei den Welt-Reporter Deniz Yücel gefangen. Die Regierung in Ankara wirft ihm Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor.

„Merkel schlimmer als Hitler“

Erdogan verteidigte am Dienstag erneut sein Vorgehen. Entweder könne man mit der Türkei eine Partnerschaft und Freundschaft unter gleichen und gerechten Bedingungen eingehen, indem man ihr Recht auf Souveränität respektiere oder man werde „die Antwort auf jede zur Schau gestellte Respektlosigkeit erhalten“. Eine Türkei, die sich drohen lasse, gebe es nicht mehr, sagte Erdogan.

Die regierungsnahe, islamische Zeitung Yeni Akit hat unterdessen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „schlimmer als Hitler“ genannt. Ein Foto zeigt Merkel mit einem Hakenkreuzemblem. „Bei der Unterdrückung und beim Haß hat Merkels Deutschland Hitler überholt“, schreibt die Zeitung. Weiter behauptet sie, in Deutschland würden kranke Türken nicht behandelt, türkische Arbeiter entlassen undWohnungen nicht mehr an Türken vermietet.

In der vergangenen Woche hatte der Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) eine schärfere Gangart gegenüber Ankara angekündigt. Unter anderem wolle die Bundesregierung striktere Reisehinweise für die Türkei erlassen. Außerdem hatte Gabriel Unternehmen abgeraten, weiter in der Türkei zu investieren, da dort Rechtsunsicherheit herrsche. (tb)

HAMBURG. Der Spiegel hat das Buch „Finis Germania“ kommentarlos von seiner Bestsellerliste gestrichen. Das bestätigte die Fachzeitschrift Buchreport, die für das Hamburger Nachrichtenmagazin die Verkaufszahlen für die Spiegel-Bestsellerlisten ermittelt.

„‘Finis Germania’ war eine Woche auf der Spiegel-Bestsellerliste plaziert. Die Chefredaktion des Spiegel hat daraufhin beschlossen, das Buch beim nächsten Mal von der Liste zu nehmen. Die Chefredaktion tut dies nur in absoluten Ausnahmefällen, aber sie hält das Buch für klar antisemitisch, hat dies auch bereits öffentlich geäußert und möchte die Verbreitung nicht unterstützen“, teilte Buchreport dem Onlinemagazin Übermedien mit.

Das Buch ‘Finis Germania’ des Historikers Rolf Sieferle erlangte Bekanntheit, nachdem es der Spiegel-Redakteur Johannes Saltzwedel auf die Bestenliste der „Sachbücher des Monats“ gesetzt hatte. Die Liste wird seit 15 Jahren unter anderem von NDR und Süddeutscher Zeitung herausgegeben. Jurymitgliedern stehen Punkte zur Verfügung, die sie üblicherweise anonym aufgeteilt an Bücher vergeben. Laut Statuten ist es aber auch möglich, die gesamte Punktzahl an ein Buch zu vergeben.

Stein des Anstoßes: Rolf-Peter Sieferles „Finis Germania“. Jetzt im JF-Buchdienst bestellen

Saltzwedel begründete die Wahl Sieferles mit voller Punktzahl nach Bekanntwerden des Vorfalls, er habe mit seiner Empfehlung „bewußt ein sehr provokantes Buch der Geschichts- und Gegenwartsdarstellung zur Diskussion bringen wollen“ und trat aus der Jury aus. Das Buch wurde daraufhin einer breiten Öffentlichkeit bekannt und schoß die Bestsellerlisten empor.

Vergangene Woche stand das Buch auf der Spiegel-Bestsellerliste auf Platz sechs. In der aktuellen Liste, die unter anderem auf Amazon veröffentlicht wird, folgt auf Platz fünf nun Platz sieben bzw. die hinteren Bücher sind um einen Platz nach oben gerutscht. (ls)

Es war einmal, da begegneten Deutsche und Türken einander mit Hochachtung. Die Eliten beider Länder waren über Jahrhunderte eng verbunden; trotz der Glaubensdifferenzen galt die kriegerische Reitertradition der Turkvölker vielen Deutschen als seelenverwandt. Die Zeiten sind lang vorüber.

In Deutschland ist man der Meinung, sich selbst neu erfunden zu haben, pazifistisch und aufgeklärt. Deutschland versteht sich heute ausdrücklich als Herold der „europäischen Werte“. Auch in der Türkei marschiert man in neue Richtungen. Nach 1900 erkannte der osmanische Offizier Mustafa Kemal Pascha, daß nur radikale Reformen nach westlichem Vorbild seiner erniedrigten Nation die Zukunft sichern konnten.

Was für den Untergang des Osmanischen Reiches verantwortlich war – byzantinische Strukturen, die Übermacht des islamischen Klerus –, mußte hinweggefegt und vernichtet werden. Einhundert Jahre später ist Atatürks, so Kemal Paschas Titel als „Vater der Türken“, Ziel erreicht. Längst verfügt die Türkei über genügend Mittel und Macht, ihrer eigenen Wege zu gehen. Daß die nicht nach Europa führen, war kulturell sensiblen Beobachtern schon im vergangenen Jahrhundert klar.

Konfrontation war programmiert

Die Konfrontation mit der Führungsmacht des postmodernen Europas – Deutschland – war programmiert. Deutlich pointierter als die übrigen westeuropäischen Mächte, und zudem quer durch das Parteienspektrum, hat Berlin sich dem Primat der „europäischen Werte- und Friedensordnung“ verschrieben.

Dabei kollidiert die Berliner Politik nicht ohne Grund mit den zwei Mächten, die nicht nur geographisch, sondern auch mental und kulturell in Europa und in Asien zuhause sind: Türkei und Rußland. Es ist die Tragik der gegenwärtigen deutschen Politikergeneration, daß sie ihren ideologischen Prioritäten zwei historisch bewährte außenpolitische Beziehungen opfert – im Fall Rußland bewährt und belastbar auch ungeachtet der Kriege 1914-45.

Die Türkei, deren Politiker genau spüren, daß Deutschland zwar nicht der Wille zur Dominanz fehlt, aber die Mittel sie durchzusetzen, provoziert. Die Einreiseverweigerungen für deutsche Parlamentarier nach Incirlik und Konya sind gezielte Ohrfeigen. Die Reaktion der deutschen Politik – Empörung, Verhandlungsangebote, Sehnsucht nach Konsens und Kompromiß – lädt aus türkischer Sicht geradezu zum Nachtreten ein.

Ultima ratio: Flüchtlinge

Das schlägt sich in den frechen Forderungen nach Politikerauftritten in deutschen Arenen ebenso nieder wie in den Festnahmen deutscher Staatsbürger, deren Freilassung dann im Austausch gegen vermeintliche Oppositionelle angeboten wird. Türkische Piraterie nach Art des 21. Jahrhunderts.

Die Wunderwaffe in Form der Grenzöffnung für Millionen ausreisewilliger Araber, Afghanen und Iraner behält Ankara sich als ultima ratio vor. Seit alle Welt weiß, daß Europa unfähig ist, seine Grenzen gegen unbewaffnete Migranten zu verteidigen, verstärkt schon die unausgesprochene Drohung jede türkische Forderung wie ein Damoklesschwert.

Mit der Sanktion offizieller Reisewarnungen für die Türkei greift Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) jetzt zu größerem Kaliber. Zudem kündigte der Minister weitere Konsequenzen an. Zur Diskussion stehen angeblich die Hermes-Kredite für die Exportwirtschaft. Auslöser der jüngsten Eskalation war die Verhaftung eines deutschen sogenannten Menschenrechtlers der Nichtregierungsorganisation Amnesty International mit fünf anderen Aktivisten bei einem Workshop in Istanbul.

NGOs zündeln, wo gezündelt werden kann

Nach Aussagen der Organisation ging es dabei um IT-Management und Datensicherheit; so wurde es auch in den deutschen Medien kolportiert. Im Internet kursierte allerdings die Version, wonach Amnesty International türkischen NGO-Vertretern gezeigt habe, wie man seine Server vor staatlichem Zugriff schützt.

So etwas rechtfertigt nicht den Vorwurf des Terrorismus, der jetzt gegen die Verhafteten erhoben wird, aber es beleuchtet die Rolle vieler NGO, die im Glauben an ihre zivilisatorische Überlegenheit bewußt politische Krisen provozieren.

Ob NGO-Schlepper vor der lybischen Küste, die zur kostenlosen Überfahrt nach Italien einladen, oder westliche „Aktivisten“, die demonstrierenden Analphabeten in der Dritten Welt englischsprachige Demoschilder in die Hand drücken – die „progressiven“ Kräfte zündeln, wo gezündelt werden kann. Der Schaden, den die Brände anrichten, ist ihnen egal. Hauptsache, die Flamme ihres moralischen Hochmuts war weithin sichtbar in der Nacht.

Nicht umgerüstete VW-Fahrzeuge werden stillgelegt – auf Kosten der Fahrzeughalter.

Google gräbt klassischen Medien massiv das Werbegeschäft ab.

Deutschland drängt in Brüssel offenbar auf schärfere Sanktionen gegen Russland.

Der Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, sieht die neuen US-Sanktionen gegen Russland als Teil eines Wirtschaftskriegs gegen Europa. Der Grund für diese Auseinandersetzung ist die wirtschaftliche Schwäche der USA.

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