Der Verlust des Wunderbaren (19.7.2017)

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Ich hebe den Blick zu den Sternen und empfinde eine Vertrautheit, eine Sicherheit. Dort oben ist sie, die Orion VIII, die mich, die uns, die die ganze Erde beschützt. Das Weltall ist unser Lebensraum, es ist der nächste Schritt, bald, ja bald ist es soweit. Die Zukunft ist etwas Wunderbares! Wie großartig würde doch das Jahr 2000 sein!

Das ist 50 Jahre her. Wenn ich heute den Blick zum Himmel erhebe, dann sehe ich einen Dunstschleier, der bei Tag das einst vertraute Blau verblassen läßt, und den bei Nacht nur wenige Sterne durchdringen. Zwischendurch gab es eine Zeit, da war dieses Weltall leer gewesen, leer und fremd, voller unendlicher Weiten. Nicht mehr das Kind, der Physiker schaute hinaus, jemand, der 15.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto gefahren ist und ausrechnen konnte, daß ein Lichtjahr 9,5 Billionen Kilometer ist, also etwa 635 Millionen Jahre zu fahren. Zum nächsten dieser Lichtpunkte wäre ich 2,66 Milliarden Jahre unterwegs, was dem halben Alter des Sonnensystems entspricht.

Da draußen schwebt das Hubble-Teleskop, das phantastische Bilder jener Fernen zeigt, die uns Erdenmenschen immer mehr verschlossen werden. Die Hochatmosphäre ist mit Wasserdampf gesättigt, den der gewöhnliche Flugverkehr dort einträgt, dazu brauche ich keine “Chemtrails” oder “Sprühflugzeuge”. Gegen diesen Treibhauseffekt wird nichts unternommen, klar, denn die Fluggesellschaften verdienen Geld, und auch die größten Klimaenthusiasten lieben die frischen Produkte, die aus der ganzen Welt eingeflogen werden. Unsere selbstherrliche Kanzlerin mag gegen Kohlendioxid predigen, sie selbst ist mit ihrem Kanzlerairbus eine Klimasau vor dem Herrn.

Ist das ein zu harter Aufschlag in der Realität? Der Osterhase, Sankt Nikolaus, das Christkind – sie sind alle verschwunden. Die sprechenden Tiere aus dem Dschungelbuch, die guten Feen aus dem Märchenbuch, der liebe Gott aus der Kinderbibel, der schützend seine Hände über uns hält – wo sind sie geblieben?

Der Verlust des Wunderbaren geht weiter, er ist viel schlimmer als wir es uns vorstellen. Die wohlwollenden Politiker, die sich für das Wohl des Volkes aufarbeiten, voller Weisheit und Güte, sind zu egoistischen Parteifunktionären geworden, die jeden persönlichen Vorteil mitnehmen, oftmals gescheiterte Existenzen, die im normalen Berufsleben untauglich waren. Personen, die es nötig hatten, bei ihren Doktorarbeiten zu betrügen, die nicht weiter denken können als bis zur nächsten Wahl, die Parteiinteressen über Volksinteressen stellen. Menschen, nicht in ihrer Größe, sondern in ihrer ganzen Erbärmlichkeit, Pädophile und Ehebrecher, die auf Kosten des Volkes zu gerne den Lebensstil barocker Fürsten pflegen. Versager, gewissenlose Jasager, die sich selbst die Taschen füllen, die ganz legal mit ihren Diäten und Pensionen den Staat ausplündern.

Wo sind sie, die gerechten Richter, die nach Wahrheit suchen, die Unschuldige beschützen? Eine “Staatsnote” macht aus ihnen keine besseren Menschen. Das sind Leute, die ihre Hypotheken abzahlen wollen, deren Kinder in der Schule versagen, die ihre Fälle abschließen wollen. Denen geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um geschlossene Aktendeckel, um den frühzeitigen Dienstschluß. Natürlich kuschen Richter und Staatsanwälte, wenn eine muslimische Großfamilie aufmarschiert und durchblicken läßt: “Wir wissen, wo Dein Haus wohnt!” Da wird der Kleine, der einzelne Deutsche, eben gehängt, damit man den Großen, den Ausländer im Schutz seiner Großfamilie, laufen lassen kann – oder zumindest glimpflich davonkommen läßt.

Oh ja, sie sind alle fehlbar, sie haben alle Angst, sie sind für Geschenke empfänglich. Natürlich im Rahmen der Vorschriften, wobei die oberste Vorschrift natürlich lautet: Du sollst Dich nicht erwischen lassen. Es gibt sie durchaus, die selbstlosen Menschen, die lieber geben, als immer mehr zu nehmen, jene Menschen, die wir aus Märchen und Sagen kennen. Doch sie sind die Ausnahme, die Besonderheit, deshalb erzählen Märchen und Sagen von ihnen. Größe ist in Menschen nur selten, und oft nur für begrenzte Zeit. Der Held, der in einer bestimmten Situation über sich hinauswächst, ist morgen wieder ein gewöhnlicher Mensch, ein Otto-Normal-Spießer.

Die Welt ist entzaubert. Und Gott? Laut heute gültiger Lehre ist das Universum 13,82 Milliarden Jahre alt, es gibt darin mindestens 10.000 Quadrillionen Sterne. Jetzt bitten Sie denjenigen, der dies alles geschaffen hat, Ihnen zu helfen, Ihre verlegte Fernbedienung für den Fernseher wiederzufinden. Oder Sie versuchen es eine Nummer kleiner, beim heiligen Antonius. Der ist nur für die Erde zuständig und auch dort nur für eine Milliarde Katholiken. Der führt Sie gerne zu Ihrer Fernbedienung, sucht in zwei Stunden Ihren Autoschlüssel und weiß anschließend sogar, wo Sie Ihren Regenschirm versteckt haben. Fünf Millionen derart hochwichtiger Anfragen pro Stunde dürften für einen Heiligen doch kein Problem sein.

Haben Sie keine Sorge, daß der liebe Gott Ihnen nicht zuhört. Der Verfassungsschutz tut es, ganz unauffällig, immer, wenn Sie telephonieren. Nicht so altmodisch wie einst die DDR, wo Menschen mit Kopfhörern vor einem Tonbandgerät sitzen, sondern per Computer. Der Rechner hört geduldig zu, wenn Sie über den Zustand der Innereien Ihrer Tante Frieda sprechen. Er merkt hingegen auf, wenn Sie die Worte “Schnee” oder “Bombe” benutzen. Ein Algorithmus entscheidet, ob Sie über Ihren Winterurlaub sprechen oder über gewisse Ausflüge aus der Wirklichkeit. Er bemerkt auch, ob die “Bombe” sich auf das Aussehen der neuen Chefsekretärin bezieht oder auf einen Rucksack, der irgendwo abgestellt werden soll.

Erfolglose Autoren gibt es nicht mehr, sie werden alle gelesen. Auch kleine Artikel und Bemerkungen, die Sie beispielsweise auf Facebook hinterlassen. Dafür gibt es die Antonio-Amadeo-Stiftung, die mit Ihrem Steuergeld vom Ministerium für Wahrheit finanziert wird. Dem Ministerium geht es ja nur darum, ein bißchen zu erziehen. Haßkommentare und Beleidigungen dürfen nur stehen bleiben, wenn sie die Richtigen treffen, ansonsten muß das Ministerium für Meinungszensur eingreifen. Und es dient ja nur der Wahrheit, wenn bestimmte Aussagen gelöscht werden. Also so üble Dinge wie “Die Bank an Ihrer Seite”, bei einem Institut, das jeden Cent aus Ihnen herauspressen möchte, dessen es habhaft werden kann. Ach so, nein, solche Dinge stören das Ministerium für Wahrheit nicht. Warum auch? Wer legt sich schon mit Banken an?

“An jedem Tage, in jeder Lage, geht es mir besser und besser.” Das sollen Sie sich immer wieder sagen, das ist eine Affirmation, das ist Positives Denken. Ist es da nicht herrlich, daß Kohl die Rentenkasse geplündert hat? Um wieviel geht es Ihnen besser, seit Schröder jene, die ihr Leben lang gearbeitet haben, mit jenen gleichgestellt hat, die noch nie etwas geleistet haben? Wie wunderbar war das damals, als Merkel die Mehrwertsteuer erhöht hat? Wie großartig sind Merkels offene Grenzen, wegen der wir nun Volksfeste wie Festungen sichern müssen? Seien Sie dankbar, daß es Ihnen von Tag zu Tag besser geht, daß Ihre Rente ständig verringert und das Renteneintrittsalter ständig erhöht wird. Seien Sie dankbar für jede Milliarde, die unsere Regierung zusätzlich zum Fenster hinauswirft. Freuen Sie sich, daß die Nachrichten in Merkeldeutschland noch besser gefiltert werden als in Nordkorea.

Meine Oma hat am Weihnachtstag das Wohnzimmer abgeschlossen, damit das Christkind in Ruhe unseren Baum schmücken konnte. Mein Opa hat einem lebenden Hasen Schokoladeneier ans Fell geklebt, die dieser zu meinem Staunen verloren, also gelegt hat. Eines Tages war diese wunderbare Welt entzaubert. Beide leben nicht mehr, doch ich bin ihnen heute noch dankbar für diese Täuschung, für das kleine bißchen Wunder in der schnöden Welt.

Wann immer eine “gute” Nachricht verkündet wird, muß man nachfragen, wem das nutzt, wer etwas davon hat, und vor allem, was derjenige davon hat. “There is nothing like a free lunch”, sagen unsere amerikanischen Freunde. “Es gibt kein kostenloses Mittagessen”, heißt das übersetzt, bei uns lautet das Sprichwort: Nichts ist umsonst. Sie wollen heute nicht spülen? Kein Problem, dann spülen Sie eben morgen doppelt soviel. Sie müssen für diese freie Zeit bezahlen, so wie Sie für alle Geschenke der Politiker bezahlen müssen. “Griechenland vor dem Staatsbankrott gerettet?” Na ja, mittlerweile fehlt uns der Glaube daran, doch für diese Nachricht haben wir bezahlt, mit Steuergeld und mit unseren Ersparnissen.

“Spenden Sie für die hungernden Kinder in Afrika!” Die Kinder dort hungern seit Jahrzehnten, und diejenigen, für die wir gespendet haben, setzen sich heute in seeuntüchtige Boote, um zu den Schiffen der großen Schlepperorganisationen zu fahren, die sie nach Europa bringen. Dort wollen diese Herren noch mehr abgreifen, auch das haben, was wir nicht spenden wollten. Ich bedauere, aber das ist die perfide Logik hinter den “Flüchtlingen”. Unsere Spenden bewirken keine Wunder, sondern stören das Gleichgewicht, sie helfen nicht, sie lassen die Welt noch grausamer werden.

Das arme Würmchen mit den großen Kulleraugen, das uns flehentlich in den Werbefilmen anschaut, in denen um Geld für Afrika geworben wird… Ist daraus in zehn Jahren ein Kindersoldat geworden, der bedenkenlos auf seine Nachbarn schießt? Besteigt er in fünfzehn Jahren ein “Flüchtlingsboot”, um ins Schlaraffenland zu übersiedeln? Steht er in zwanzig Jahren als Vergewaltiger auf der Kölner Domplatte? Das sagt uns dieser Werbefilm nicht, das ist die Realität. Oh, natürlich kann daraus ein anständiger Mensch werden, das ist durchaus möglich, aber nicht garantiert.

Die Apartheit war böse, sagt man uns. Die Weißen in Südafrika haben die Schwarzen unterdrückt und ausgebeutet, sagt man uns. Die Schwarzen haben seit dem Ende der Apartheit 70.000 Weiße oft bestialisch ermordet, aus Haß, aus Rassismus. Nein, das sagt man uns nicht, das müssen wir selbst nachschlagen. Die wunderbare Regenbogen-Nation ist eine Mördergrube, in der schwarze Rassisten rauben, stehlen, morden und vergewaltigen. Ein Staat, der aus der Substanz lebt, der heruntergewirtschaftet wird, wie jeder andere Staat Afrikas, in dem die Schwarzen die Herrschaft übernommen haben. Hochgearbeitet hatte sich nur Libyen, da hat ein Diktator für sein Volk gesorgt. Deshalb haben unsere Leute, der hochgelobte Westen, den Diktator vernichtet, Libyen in die Steinzeit bombardiert, auf afrikanisches Niveau zurückversetzt.

Die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht, Reiseberichte, die Erzählungen Karl Mays, sie haben uns über die Wunder des Orients berichtet. Die märchenhaft reichen Ölscheichs haben diese Wunder Realität werden lassen. Doch sobald man an der Oberfläche kratzt, blättert der goldene Schein ab. Da zeigt sich eine rückständige Religion, mit rückständigen Sitten. Da wird ausgepeitscht, Dieben die Hand abgehackt, da wird geköpft, da sind Frauen minderwertig, da werden Menschen noch immer als Sklaven gehalten. Und wo ein Blümchen der Freiheit entsteht, wird es alsbald in den Staub getreten, von einem bärtigen, gewalttätigen Mann, mit dem Koran unter dem Arm.

Betrachten wir die Juden, die so gerne von Auschwitz sprechen, vom “Nie wieder!”, von Toleranz und Gleichberechtigung. Was haben sie in Israel getan? Sie haben Ghettos errichtet, für die einheimische, für die semitische Bevölkerung des Landes. Nichtjuden sind dort Bürger minderen Rechts, die enteignet und vertrieben werden, wenn es der Herrenrasse gefällt. Mit der rechten Hand wird anklagend auf die Täter von einst gezeigt, mit der linken Hand die Verbrechen der Gegenwart begangen, im ach so wunderbaren Israel.

Was ist mit denjenigen, welche “die Großen” genannt worden sind? Friedrich der Große, Otto der Große, Karl der Große, Konstantin der Große? Ach, nehmen wir Wilhelm den Großen. Den kennen Sie nicht? In den Geschichtsbüchern steht er als Wilhelm II. 1913 stand er an der Spitze eines aufblühenden Reiches und wurde bereits von Schmeichlern als “der Große” bezeichnet. Hätte er den Weltkrieg gewonnen und bis zu seinem Lebensende 1941 regiert, wäre er ganz zweifellos zu den Großen der Geschichte gezählt worden. Friedrich hat seine Kriege gewonnen und viel für Preußen getan, doch die Mütter, deren Söhne in diesen Kriegen gefallen sind, haben das mit der Größe ganz anders gesehen. Und Karl der Sachsenschlächter war in vielen Fällen ein Übeltäter, dessen Geschichte er als Sieger selbst geschrieben hatte. So gehen sie dahin, die ach so großen der Vergangenheit. Auf dem Thron sitzend, im kaiserlichen Ornat, wirkte Otto der Große sicher beeindruckend. Auf dem Donnerbalken sitzend… Sie verstehen?

Das Wunderbare entschwindet immer mehr aus einer Welt, die nur noch einem einzigen Gott dient, dem Baal Mammon, dessen Hohepriester an der Wall Street sitzen. Rein zufällig sind die meisten von ihnen Juden. Sie entscheiden über das Schicksal der Menschen, lösen dort eine Krise aus, hier einen Boom. Wohin sie viel Geld lenken, wollen sie bald noch mehr Geld zurück. Es geht nur um den Profit, ob das Land danach kahlgeschlagen ist, interessiert sie nicht. Jugoslawien, der ganze Balkan, war einst bewaldetes Land. Heute ist das eine öde Karst-Landschaft. Wo die Bäume hingekommen sind? Viele liegen am Grund des Meeres, verbaut in römischen Schiffen. Die Wälder Italiens haben die Römer und die anderen dort lebenden Völker schon früher abgeholzt. Die Wälder Germaniens waren den zivilisierten und waldlosen Römern unheimlich.

Die Entzauberung der Welt zum Zwecke des Profits ist eine Erscheinung, die es nicht nur in der Gegenwart gegeben hat. Die Anasazi, die Bewohner der Osterinsel, die Maya – die haben ihre Umwelt zerstört, ganz ohne Juden, ganz ohne Baal Mammon. Wenn Ratten auf günstige Umstände treffen, vermehren sie sich hemmungslos. Und schließlich, wenn sie ihre Ressourcen überreizt haben, sterben sie in Massen. Europa war zwischen 1650 und 1900 die große Ausnahme, da wurden ständig neue Ressourcen erschlossen, da wuchs ein Gebiet zur höchsten Blüte… Und hat sich im Überfluß in zwei Weltkriegen ruiniert.

Die USA haben den Zenit ihres Imperiums um 1950 überschritten. Hundert gute Jahre, von 1850 bis 1950… Meinetwegen auch von 1865 bis 1965, da will ich nicht kleinlich sein. Die USA sind längst in die Phase der spätrömischen Dekadenz eingetreten, das Land zerfällt, da kann auch kein Präsident Trump etwas ändern. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind längst die Verarmten Staaten von Amerika geworden, ein Land der unbegrenzten Schuldenberge. Das Kartenhaus bricht zusammen, wenn das Kreditgeld auf den Wert zusammenschrumpft, der ihm innewohnt: NULL.

Also, mache ich mich mal ganz reich. Guthaben: 20.000.000,- Euro. Glauben Sie mir, das steht dort. Wäre ich eine Bank, könnte ich Ihnen etwas abgeben. Wie wäre es mit 2,50 Euro für eine Bratwurstsemmel? Andererseits, wie wäre es mit 450.000,- Euro für einen Ferrari? Ich buche dem Autohaus Gute Hoffnung mal eben ein Guthaben in Höhe von 450.000,- Euro, verringere meinen Reichtum auf 19.549.997,50 Euro, dann sind Ferrari und Wurstsemmel bezahlt. Oh, Sie wollen nicht? Das seien nur Zahlen auf dem Bildschirm? Richtig – Ihr echtes Konto bei Ihrer echten Bank weist allerdings auch nur Zahlen auf dem Bildschirm aus. Dahinter steckt nur die Bank – und die ist sterblich, kann jederzeit verschwinden.

Alles ist nur Illusion…

Wenn Sie mit dem Hammer, der eine Illusion ist, einen Nagel, der eine Illusion ist, in eine Wand schlagen, die nur Illusion ist, dabei Ihren Daumen treffen, der nur Illusion ist, werden Sie Schmerzen fühlen, die auch nur Illusion sind. Trotz der ganzen Illusionen werden Sie ganz real vor sich hinfluchen. Auch der große und allweise Mönch Lamarasu Nirwalima ist von dieser Schmerzillusion nicht allzu begeistert, wenn es sich um seinen eigenen Daumen handelt.

Der Verlust des Wunderbaren entspricht dem Verlust der Illusionen. Wir schlagen in der Realität auf, und wenn es nur unseren Daumen trifft, haben wir noch Glück. Wenn Geld auf Antigeld trifft, passiert in etwa das, was passiert, wenn Materie auf Antimaterie trifft: beides verschwindet. Materie und Antimaterie haben nach der Poincares Formel E=mc² einen Energiegehalt, der in Form von Strahlung freigesetzt wird, Geld und Antigeld haben allenfalls einen emotionalen Gehalt, der in Form des Jammerns freigesetzt wird. Antigeld trägt übrigens den Namen Schulden. Anders als im Universum, wo Materie dominiert und die Antimaterie verschwunden ist, gibt es genausoviel Geld wie Antigeld. Wenn alle Schulden der Welt verschwinden, ist nirgendwo Geld übrig.

Laut gängiger Lehre ist das mit Materie und Antimaterie gleich nach dem Urknall passiert. Und wir, die wir heute leben, sind aus dem Bruchteil des Materieüberschusses entstanden, der diese Vernichtung überlebt hat. Bei der Vernichtung des Geldes wird ebenfalls ein Überschuß überleben: das Bargeld. Ob Sie dafür noch etwas kaufen können, möchte ich dahingestellt lassen. Bargeld hat nur dann einen Wert, wenn der Empfänger glaubt, daß es einen Wert hat. Anders ausgedrückt: Wenn er der Illusion des Geldwerts unterliegt.

Tja, und nun? Unsere Welt ist ein Wunder, die Entstehung des Lebens ist ein Wunder, der Mensch an sich ist ein Wunder… Und wir Menschen haben es geschafft, dieses Wunderbare zu verlieren. Wir haben uns in den Alltag hinabziehen lassen, ins Hamsterrad, haben unseren Blick auf den eigenen Tellerrand gerichtet. Wir haben den Sinn für das Wunderbare durch die Erkenntnis des Banalen ersetzt. Das Christkind, der Osterhase, der Nikolaus… die guten Feen, die sprechenden Tiere… Von denen mußten wir uns verabschieden. Sie waren ein Geschenk unserer Eltern, damit wir leichter in diese Welt finden.

Aber was ist mit dem anderen, das diese Welt uns bietet? Die weisen, wohlmeinenden Politiker, die gerechten Richter, die ehrlichen vertrauenswürdigen Mitmenschen? Die Menschen, die uns helfen könnten, aus dieser Welt einen wunderbaren Ort zu machen? Wo sind sie?

Otto der Große auf dem Kaiserthron, derselbe Otto auf dem Donnerbalken… Kein Mensch ist immer nur groß, oft genug ist er ganz einfach Mensch. Schauen Sie doch mal in den Spiegel. Welcher der beiden Ottos wären Sie? Welcher möchten Sie sein? Perfektion wird von Ihnen nicht verlangt, Sie dürfen sich irren, Sie dürfen sich falsch verhalten. Nur eines dürfen Sie nicht: erkannte Fehler wiederholen. Sie haben es tagtäglich in der Hand, ein bißchen mehr auf dem Kaiserthron zu sitzen.

Dies ist unsere Welt, wir haben keine andere. Und es ist unsere Entscheidung, das Wunderbare für immer verschwinden zu lassen oder es zurück in unsere Welt zu holen. Nicht den Osterhasen, sondern den Opa, der ihm Schokoladeneier ins Fell klebt. Nicht das Christkind, sondern die Oma, die das Wohnzimmer abschließt. Nicht den Nikolaus, sondern den Nachbarn, der ein Paket annimmt. Das Wunderbare kommt mit den Kleinigkeiten zurück, mit einem freundlichen Lächeln, mit einer kleinen Geste, die uns wenig bis nichts kostet. Was uns bleibt, ist die Hoffnung, die Hoffnung auf das Wunderbare, das zum ganz großen Wunder wird!

© Michael Winkler

Der Anführer der Volksrepublik von Donezk, Alexander Zakharchenko, hat am Dienstag verkündet, die sich von der Ukraine abgespaltenen Regionen Donezk und das benachbarte Luhansk, plus andere ukrainische Regionen, ausser der Krim, werden den neun Staat genannt Malorossiya ausrufen. Malorossiya bedeutet “Kleines Russland” und ist ein vor Jahrhunderten benutzter Begriff für die heutige Ukraine. Ukraine ist ein relativ neue Bezeichnung und heisst übersetzt auf Russisch “Grenzland”.

BERLIN. Die Steuerbelastung in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) arbeiten Bürger und Betriebe erst ab Mittwoch 03:27 Uhr wieder für ihr eigenes Portemonnaie. Rein rechnerisch mußte das gesamte Einkommen, das bis zu diesem Zeitpunkt erwirtschaftet wurde, an den Staat abgeführt werden.

„Damit liegt die Volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote im Jahr 2017 bei voraussichtlich 54,6 Prozent – diese Quote ist so hoch wie noch nie“, mahnt der Steuerzahlerbund in seinem am Dienstag veröffentlichten „Belastungscheck 2017“. Von jedem verdienten Euro bleiben dem Verbraucher 45,4 Cent zur freien Verfügung. Im Vorjahr hatte die Belastung noch bei 52,9 Prozent gelegen.

Mehrere Gründe für Anstieg

„Die hohe Quote resultiert vor allem auch aus heimlichen Steuererhöhungen. Denn die allgemeine gute Lohn- und Einkommentsentwicklung treibt die Bürger in immer höhere Steuersätze.“ Zudem stieg der Beitrag zur Pflegeversicherung zu Jahresbeginn um 0,2 Prozentpunkte. Überdies kommen steigende Belastungen durch die Energiewende hinzu.

Allein die EEG-Umlage zur Förderung sogenannter grüner Energien hat sich zwischen 2010 und 2016 auf 22,9 Milliarden Euro verdreifacht. Die Berechnungen des BdSt wurden in der Vergangenheit von Wirtschaftsinstituten kritisiert.

BdSt-Präsident Reiner Holznagel weist diese allerdings zurück. Natürlich stünden gezahlten Sozialbeiträgen Leistungen gegenüber, etwa ein Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Die Zahl solle aber klar veranschaulichen, „daß die Steuer- und Abgabenlast in Deutschland viel zu hoch ist“, sagte er dem Handelsblatt. (ls)

LONDON. Hausfrauen sollen nach dem Willen der britischen Werbeaufsichtsbehörde ASA künftig aus TV-Reklamespots verschwinden. Laut einer neuen Richtlinie soll es demnach Unternehmen verboten werden, im britischen Fernsehen Werbung zu schalten, in denen Frauen die alleinige Aufgabe des Kochens, Sauber machens oder der Kinderbetreuung zufällt. Auch Männer, die an einfachen Haushaltstätigkeiten scheitern, könnten der neuen Richtlinie zum Opfer fallen.

Der ASA geht es laut eigenen Angaben darum, „Gender-Stereotype zu verbannen, die Menschen nachteilig darin beschränken, wie sich selbst und andere um sie herum sehen“. Der Geschäftsführer der Behörde, Guy Parker, erklärte die Verschärfung nach einem Bericht der Daily Mail damit, die Ausstrahlung von Spots mit „veralteten Ansichten zu Gender-Rollen in der Gesellschaft“ könne zu „unfairen Resultaten“ führen.

„Schärfere Werbestandards können eine wichtige Rolle dabei spielen, Ungleichheiten anzugehen und Resultate für Individuen, die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes verbessern.“ Protest hatte sich unter anderem an einem Werbefilmchen für das Babymilchpulver des Herstellers Aptamil entzündet. Darin wurde das Produkt mit Mädchen beworben, die durch den Genuß der Milch später zu Ballerinas wurden und Jungs, die zu Ingenieuren heranwuchsen. (tb)

„Deutschland wird Deutschland bleiben – mit allem, was uns daran lieb und teuer ist“, versicherte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im September 2016 mit Blick auf den Zuzug von etwa einer Million Flüchtlingen. Zwar stehe Deutschland vor großen Herausforderungen wie dem internationalen Terrorismus. Aber dieser sei kein neues Problem, das erst mit den Flüchtlingen gekommen sei.

Nun hängt es stark von den eigenen Einstellungen, Ansichten, Neigungen und Hobbys ab, was einem lieb und teuer ist. Der eine beispielsweise begeistert sich für fremde Kulturen, der andere wiederum pflegt sein heimatliches Brauchtum. Und der dritte mag ganz einfach beides.

Im Prinzip wäre das alles kein Problem, gäbe es da nicht jene Veränderungen im öffentlichen Raum, die für jeden sichtbar sind und die dennoch gern beiseite geschoben werden. Längst werden nicht mehr nur in Großstädten Weihnachtsmärkte und Konzerte mit Betonpollern geschützt. Auch auf einfachen Volksfesten zeigt sich, wie weit es um Angela Merkels Versprechen bestellt ist.

Sicherheitsrisiko Hirschfänger

Traditioneller Hirschfänger: auf dem Dachauer Volksfest verboten Foto: www.ampertaler.de

Der Trachtenverein „Die Ampertaler“ dürfte derzeit für die Worte der Kanzlerin nur ein müdes Lächeln übrighaben. Seit 1912 hat sich der Verein dem Erhalt des altbayerischen Brauchtums verschrieben. „Sitt und Tracht der Alten wollen wir erhalten“, lautet der Leitspruch der „D’Ampertaler Dachau“.

Seit Jahren nimmt der Verein am Dachauer Volksfest teil und präsentiert dort stolz seine Trachten. Zu diesen gehört bei den Männern auch ein feststehendes Messer, der sogenannte Hirschfänger. Und genau der war nun Anlaß, daß die Ampertaler wenige Wochen vor Beginn des Dachauer Volksfestes im August Post von Oberbürgermeister Florian Hartmann bekam.

In dem Schreiben informierte der SPD-Politiker über die neu eingeführten Zugangskontrollen. Durchsucht würden am Eingang alle Taschen und Rucksäcke auf darin befindliche Waffen wie Messer, Scheren und Pfefferspray. Auch die zur bayerischen Tracht gehörenden Hirschfänger seien verboten. Dies galt bereits schon seit drei Jahren auf dem Münchner Oktoberfest, doch diesmal wurde das Verbot auch für das Dachauer Volksfest erlassen.

„Sicherer und unbeschwerter“ Besuch des Festes

Man bitte den Verein und seine Mitglieder, die mit viel Engagement und Hingabe Brauchtumspflege betrieben, „um Verständnis und Akzeptanz für diese Maßnahme“, appellierte der Oberbürgermeister wortreich an die Trachtenträger.

„Doch angesichts der zunehmenden Terrorangriffe mit niedrigschwelligen Tatwaffen, wie zum Beispiel Messern, sieht sich die Stadt leider zu dieser Maßnahme gezwungen.“ Die Stadt bedauere das Verbot, aber im gemeinsamen Abwägungsprozeß sei man zu dem Ergebnis gekommen, daß ein „sicherer und unbeschwerter“ Besuch des Festes für alle wichtiger sei, als das Tagen eines Hirschfängers zu Tracht. Die Maßnahme gelte im übrigen nicht nur für das Fest im Allgemeinen, sondern auch für den Wiesneinzug des Trachtenvereins.

BERLIN. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat Hilfsorganisationen kritisiert, die Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Italien bringen. „Die Italiener untersuchen Vorwürfe gegen NGOs. Zum Beispiel, daß Schiffe ihre Transponder regelwidrig abstellen, nicht zu orten sind und so ihre Position verschleiern“, sagte de Maizière am Dienstag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Das löst kein Vertrauen aus.“ Italiens Innenminister Marco Minniti habe ihm erklärt, daß die Schiffe in libysche Gewässer fahren und vor dem Strand ihre Positionslichter einschalten würden, um den Schlepperbooten ein Ziel vorzugeben.

„Sogenannte Helfer“ dringen in libysche Hoheitsgewässer ein

Österreichs Innenminister Wolfang Sobotka (ÖVP) forderte unterdessen Strafen für „selbsternannte Seenotretter“ im Mittelmeer. Er warf einzelnen Hilfsorganisationen am Dienstag in der Bild-Zeitung vor, direkt mit Schleppern zusammenzuarbeiten.

Niemand dürfe im Mittelmeer ertrinken. „Wir müssen aber trotzdem unterbinden, daß sogenannte Helfer weiterhin mit ihren Booten in libysche Hoheitsgewässer eindringen und dort die Flüchtlinge von den Schleppern direkt übernehmen.“

Bereits jetzt sei ein Drittel aller in Österreich aufgegriffenen Asylsuchenden nicht in anderen EU-Staaten registriert worden, sagte Sobotka. „Das heißt: Sie wurden von kriminellen Banden auf illegalen Routen zu uns geschleust.“

Kurz warnt Italien vor „Weiterwinken“ von Flüchtlingen

Am Montag hatte der ÖVP-Politiker die Grenzanlagen am Brenner besichtigt. Sollte die Zahl der illegalen Grenzübertritte ansteigen, könne Österreich binnen eines Tages die Grenze dichtmachen, kündigte Sobotka an. „Wir machen den Brenner zu, wenn die Zahl der illegalen Einwanderer nach Österreich steigt.“

In Italien seien in diesem Jahr bereits mehr als 85.000 Asylsuchenden angekommen. „Es ist absehbar, daß sich die Lage zuspitzt, daß das nicht gut geht.“ Österreich sei auf den Ernstfall vorbereitet. „Binnen 24 Stunden können wir mit Soldaten die Grüne Grenze abriegeln und mit Zoll und Polizei scharfe Grenzkontrollen realisieren.“ Die Vorbereitungen dazu seien abgeschlossen.

Bereits am Montag hatte Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) Italien vor einem „Weiterwinken“ von Flüchtlingen nach Norden gewarnt. Notfalls „werden wir die Brennergrenze schützen“, drohte Kurz. Italiens Regierung reagierte daraufhin irritiert. „Es wäre mühsam für uns, jede Woche auf die x-te Kehrtwende reagieren zu müssen“, erwiderte Europastaatssekretär Sandro Gozi. (ls)

BERLIN. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entsendet im September Wahlbeobachter nach Deutschland. Erstmals werden Parlamentarier aller 57 OSZE-Staaten nach Deutschland kommen, sagte die Leiterin der Wahlbeobachtungsbehörde, Iryna Sabashuk, der Frankfurter Rundschau.

Beobachter sollen mehr als 50 Wahllokalen sowie ihre Wahlleitungen stichprobenartig überprüfen. Der Beobachtungszeitrum erfasse ausschließlich die Bundestagswahl, nicht deren Vor- oder Nachbearbeitung. Eine zweite OSZE-Abteilung, die Demokratische Institutionen und Menschenrechte, prüfe derzeit noch, ob sie Mitarbeiter nach Deutschland entsendet.

Keine innerdeutschen Gründe für Entscheidung

Die Entscheidung sei Ende voriger Woche gefallen, erläuterte Sabashuk. Zwar habe die OSZE mit den im Bundestag vertretenen Parteien sowie FDP und AfD und dem Außen- und Bundesinnenministerium gesprochen. Maßgeblich seien jedoch interne Beratungen gewesen.

Sabashuk widersprach Äußerungen von AfD-Funktionären, wonach das deutsche Wahlsystem anfällig für Manipulation sei. „Es gibt keine innerdeutschen Gründe für die Entsendung“, sagte die OSZE-Leiterin. Vielmehr trüge die Entscheidung zu einem Ausgleich bei, da in den vergangenen Jahren häufig Beobachter nach Osteuropa entsendet wurden. (ls)

Mehr Sexualdelikte von Flüchtlingen

On July 18, 2017, in Junge Freiheit, by admin

STUTTGART. Die Zahl der sexuellen Übergriffe durch Asylsuchende und Flüchtlinge ist in Baden-Württemberg in den vergangen zwei Jahren stark gestiegen. Laut Innenministerium verzeichneten die Behörden im vergangenen Jahr 5.406 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, davon 803 Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. 2015 waren es 5.447 Sexualstraftaten gewesen, darunter 817 Vergewaltigungen.

482 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden von Asylsuchenden begangen. (2015: 256). Hinzu kamen und 120 Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen (2015: 70).

Afghanen und Syrer führen Statistik

Damit hat sich die Zahl der tatverdächtigen Asylbewerber und Flüchtlinge bei Sexualdelikten im Vergleich zum Jahr 2015 nahezu verdoppelt. Die meisten Tatverdächtigen stammten mit 87 beziehungsweise 85 aus Afghanistan (2015: 19) und Syrien (2015: 22).

Bei Beleidigungen auf sexueller Grundlage erhöhte sich die Anzahl der Tatverdächtigen mit Status Asylbewerber oder Flüchtling im Vergleich zum Vorjahr um 116,8 Prozent auf 362 (2015: 167). Auch hier führen Syrer mit 80 Tatverdächtigen (2015: 13) und Afghanen mit 49 Tatverdächtigen (2015: 15) die Statistik an. (krk)

HAMBURG. Die linksextremen Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg haben einen Schaden von mindestens zwölf Millionen Euro verursacht. Das ergab eine erste Schätzung des Gesamt­ver­ban­ds der Deut­schen Ver­si­che­rungswirtschaft (GDV), wie die Bild-Zeitung berichtet. Die Berechnung umfaßt Schäden an Wohngebäuden, Autos und Geschäften. Ob darin auch die Schäden an öffentlichen Gebäuden sowie Polizeifahrzeugen enthalten sind, ist nicht bekannt.

Dem Bericht nach beziffert der GDV die Kosten für abgebrannte und demolierte Autos allein auf vier Millionen Euro. Wie viele Fahrzeuge genau von den Randalieren zerstört oder beschädigt wurden, ist unklar. Die Versicherungswirtschaft rechnet mit einer hohen zweistelligen Summe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Opfern der Krawalle in Hamburg finanzielle Hilfe zugesichert. Sie habe bereits mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über die Frage gesprochen, sagte Merkel am Ende des G20-Gipfels. Es gehe nicht mehr um die Frage, ob den Opfern geholfen werde, sondern wie. „Der Bund wird sich zur Hälfte an den entstehenden Kosten beteiligen“, versprach ein Sprecher des Finanzministeriums. Die andere Hälfte wird von der Stadt Hamburg übernommen. (krk)

BERLIN. Jeder zweite Arbeitslose in Westdeutschland hat einen Einwanderungshintergrund. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2016 hervor, die der Welt vorliegt. Demnach haben in den westdeutschen Bundesländern 49,5 Prozent der 2,5 Millionen Arbeitslosen ausländische Wurzeln.

Den höchsten Wert erreicht Hessen mit 57,7 Prozent. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 56,2 und Hamburg mit 55,7 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern haben 12,3 Prozent der Arbeitslosen einen Einwanderungshintergrund, in Thüringen 14,7 und in Sachsen-Anhalt 14,7 Prozent.

Aufstocker mehrheitlich Ausländer

Noch höher ist der Anteil der Personen mit ausländischer Herkunft unter den 4,3 Millionen „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“. Dazu zählen etwa Hartz-IV-Empfänger, deren Lohn nicht zum Leben reicht. Laut Arbeitsagentur haben 52,6 Prozent der Aufstocker Einwanderungshintergrund. Im Westen sind es sogar 59,5 Prozent.

Die Zahl der Transferbezieher mit ausländischen Wurzeln stieg in den vergangenen drei Jahren stark an. 2013 hatte ihr Anteil noch 43 Prozent betragen. Unter den Arbeitslosen hatten 36 Prozent Migrationshintergrund.

Eine Person hat einen Einwanderungshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Weil diese Angabe freiwillig ist, stützen sich die Daten der Bundesarbeitsagentur auf jene 78,6 Prozent der Sozialempfänger, die antworten wollten. (ls)

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