Mehrmals habe ich bereits in Artikeln aufgezeigt, wie die als “Grey Lady” bezeichnete überregionale Zeitung “The New York Times” (NT) völlig einseitig berichtet und mit korrektem Journalismus schon lange nichts mehr zu tun hat. Dabei hat sie als “Vorbild” und als “Quelle” für viele andere Zeitungen der Welt ein Jahrhundert lang gegolten, als “Newspaper of record”, als Zeitung mit gründlicher und umfassender Berichterstattung, auf die man sich verlassen kann. Davon ist aber nichts mehr übrig.

Die Dekadenz feiert Urständ:

Ist Deutschland noch zu retten? Es ekelt mich abgrundtief an…

Die Geschichte nimmt Anlauf seit 1968:

Reichstag gekapert von Kranken und Dekadenten

Kurz nach dem „roten Mai“ `68 veranstaltete der französische Regisseur Louis Malle, eine Ikone der Linken, ein Rundgespräch zum Thema Utopie. Die Teilnehmer waren sich überraschend einig in der Auffassung, daß es zukünftig keine Ehe im traditionellen Sinn und keine Bindung der Kinder an ihre biologischen Eltern geben solle, das eine wie das andere hindere an der Entfaltung der freien Persönlichkeit, Homosexualität und Heterosexualität müßten als gleichwertig betrachtet werden, Malle selbst vertrat diese Auffassung dann auch in bezug auf den Inzest. Ausschlaggebend, so sein Argument, müsse das Einverständnis der Partner sein, alles andere spiele keine Rolle.

Schleichender Prozeß

Selbstverständlich wirkten solche Anschauungen damals noch verstörend. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie in eine lange zurückreichende Denktradition gehören, die man bis auf den Marquis de Sade, vor allem aber auf den Frühsozialisten Charles Fourier zurückführen kann, dessen Auffassungen später nur noch aktualisiert werden mußten.

Und nun zum Ekel, Abkotzen erlaubt!

Das wird ihnen zum Verhängnis, am Tage der grossen Abrechnung

 

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, 2.v.r.), Drag Queen Olivia Jones (M), der Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Jogi Löw (l) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne, r), stehen am 12.02.2017 in Berlin im Plenarsaal im Reichstagsgebäude vor der Wahl des Bundespräsidenten zusammen. Zur Wahl des neuen Bundespräsidenten tritt am Sonntagmittag die Bundesversammlung zusammen. Foto: Gregor Fischer/dpa Foto: Gregor Fischer/dpa +++(c) dpa – Bildfunk+++

 

Bundestag beschließt NetzDG

On June 30, 2017, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Der Bundestag hat das Gesetz gegen Haßpostings in sozialen Netzwerken beschlossen. Das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) von Justizminister Heiko Maas (SPD) wurde am Freitag mit den Stimmen von Union und SPD angenommen. Politiker von inspartei und Grünen stimmten gegen das NetzDG.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Youtube sollen mit dem Gesetz verpflichtet werden, „offensichtlich“ rechtswidrige Inhalte innerhalb von 24 Stunden zu löschen. Ansonsten drohen empfindliche Geldbußen von bis zu 50 Millionen Euro.

Kritiker warnen vor Eingriff in die Meinungsfreiheit

Gegen das Gesetz gab es im Vorfeld erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken, da es in die Meinungsfreiheit der Nutzer eingreifen könnte. Dies liegt unter anderem an unbestimmten Begriffen wie „Haßpostings“ oder „Offensichtlich rechtswidrig“.

So warnte beispielsweise die CSU-Bundestagsabgeordnete Iris Eberl gegenüber der JUNGEN FREIHEIT: „Das Grundrecht auf die Verbreitung der freien Meinungsäußerung bleibt auf der Strecke.“ Maas verteidigte dagegen das Gesetz am Freitag als „Garantie der Meinungsfreiheit“. Mit ihm werde das „digitale Faustrecht im Netz“ beendet. (krk)

BERLIN. Die fraktionslose Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Abstimmung zur Homo-Ehe scharf kritisiert. In der Debatte im Bundestag am Freitag über die sogenannte „Ehe für alle“ nannte sie die Art und Weise, wie das Gesetz nun verhandelt werde, eine „Sturzgeburt“. Sie könne den Ärger von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) über die SPD durchaus verstehen, sagte die ehemalige Unionsabgeordnete. Er ziele mit seiner Kritik jedoch auf die Falschen, so Steinbach.

Es sei die Kanzlerin gewesen, die „mit ihrer wohlkalkulierten Einlassung, daß dies eine Frage des Gewissens sei, die Tür für die überstürzte Entscheidung geöffnet hat“, kritisierte die Fraktionslose in ihrer letzten Rede im Bundestag. Merkel habe sich damit quasi selbst zur Fraktionsvorsitzenden der Union ernannt und sich über das Grundsatzprogramm der CDU hinweggesetzt; das zeige, daß „Beschlüsse der CDU offenkundig nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen.“ Der Vorgang sei „an Peinlichkeit nicht zu überbieten“.

„Änderung der Verfassung ohne Verfassungsänderung“

Steinbach schloß ihre Rede, für die sie von keinem Abgeordneten Beifall bekam, mit der Hoffnung, der nächste Bundestag werde seine Kontrollfunktion gegenüber der Regierung besser wahrnehmen als der aktuelle. „Wir haben keine Kanzlerdemokratie, sondern eine Parlamentsdemokratie“, betonte die Politikerin.

Eher unüblicherweise meldete sich nach Steinbachs Rede Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) zu Wort mit dem Hinweis, was ein Abgeordneter sage und worüber debattiert werde, entscheide keine Partei, sondern der Bundestag und jedes einzelne Mitglied. Das Grundgesetz stütze die Gewissensentscheidung. Als Steinbach etwas entgegnen wollte, beschied er, sie habe nicht mehr das Wort.

Unterdessen bezeichnete der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach das Vorgehen der SPD als „glasklaren Bruch des Koalitionsvertrags“. Die Sozialdemokraten hätten jedoch gewußt, daß von Seiten der Union aus diesem Verhalten keine Konsequenzen mehr gezogen würden, sagte er nach der Abstimmung vor Journalisten im Bundestag. „Dies war heute eine Änderung der Verfassung ohne Verfassungsänderung“ kritisierte Bosbach die Entscheidung für die Ehe für alle.

AfD will eigetragene Lebenspartnerschaft erhalten

Der aus dem Bundestag scheidende konservative Politiker gab zu Bedenken, wie sich diese Abstimmung längerfristig für die CDU auswirken werde. Stammwähler und Basis fragten sich zunehmend, wofür die Partei stehe, wenn ihr der Zeitgeist von vorn ins Gesicht wehe. „Daß es der Union im Wahlkampf schadet, glaube ich nicht“, so Bosbach, „auch wenn jetzt kurzfristig die Grünen etwas profitieren werden.“

Kritik an dem Vorgehen kam auch von der AfD. Deren Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, sagte der JUNGEN FREIHEIT: „Die heutige Abstimmung hat gezeigt, daß den Bundestagsabgeordneten unsere Verfassung egal ist.“ Dies wäre mit der AfD nicht zu machen gewesen. „Die Ehe ist als Institut verfassungsrechtlich geschützt. Dies möchten wir als Grundgesetzpartei bewahren und die eingetragene Lebenspartnerschaft erhalten“, erläuterte Weidel. (vo, krk)

Dramatischer Einstellungswandel

On June 30, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Es ist gekommen wie erwartet. Die Mehrheit des Bundestages hat für die Einführung der „Universalehe“ (Berthold Kohler) gestimmt. Es bleibt das folgenlose „Nein“ der Kanzlerin und der Union. Aber auch die hat sich bis zum Schluß hinter formalen Gründen verschanzt: Man hätte zuerst die Verfassung ändern müssen und deren Schutz von Ehe und Familie aushebeln, das ganze gehe zu schnell, es handele sich faktisch um einen Bruch des Koalitionsvertrags etc.

Inhaltlich haben CDU und CSU längst kapituliert. Schon vor dem Bundestagswahlkampf 2017 wurden die weltanschaulichen Bastionen geschleift, als Angela Merkel die Zauberformel sprach „Familie ist da, wo Kinder sind“. Nächstens dürfte man wohl die verbliebenen konservativen Positionen mit Regenbogenfarben anmalen, weil auch in der Schwulenehe „Werte gelebt werden“: „Zwei Menschen sagen vor dem Staat, wir stehen füreinander ein in guten wie in schlechten Zeiten“ (Jens Spahn).

Veränderungen im Unterbau der Gesellschaft

Nun ist die Berufung auf „Werte“ immer wohlfeil, und selbstverständlich genügt es als Grundlage einer vom Staat gewollten und geförderten Einrichtung nicht, daß zwei Individuen eine Art Haftungsgemeinschaft bilden. Denn das Interesse des Staates muß notwendigerweise über das der einzelnen hinausgehen. Ihm ist es darum zu tun, eine Rahmenordnung für das problematische Feld der Sexualität zu schaffen und den eigenen Fortbestand zu sichern.

Dieser Zusammenhang hat sich allerdings schon weitgehend aufgelöst. Dafür verantwortlich sind einmal Veränderungen im Unterbau der Gesellschaft. Vor allem das Ausgreifen des Wohlfahrtsstaates ist hier zu nennen (der die uneheliche Mutter und die Geschiedene samt Kindern vor dem Elend bewahrt), zu dessen Serviceleistungen auch die Abtreibung gehört und der problemlose Zugriff auf wirksame Kontrazeptiva.

Es gibt aber auch Gründe, letztlich ausschlaggebende Gründe, die nur aus Veränderungen im Überbau zu erklären sind. Denn die Abgeordneten, die der „Ehe für alle“ zugestimmt haben, stehen mit ihrer Meinung keineswegs allein. Vielmehr spiegelt sie nur die Auffassung der Bevölkerung, die nach einer aktuellen Umfrage mit Zweidrittelmehrheit die Gleichstellung von homosexuellen „Lebenspartnerschaften“ und regulärer Ehe akzeptiert.

Großer Kulturbruch

Daß sich an diesem Punkt ein dramatischer Einstellungswandel vollzogen hat, ist unbestreitbar. Aber die übliche Deutung, es habe auf die Dauer das Mehr an Aufklärung und Kampf gegen althergebrachte Vorurteile gesiegt, trifft die Sache nicht. Vielmehr hat man es mit der Aktivität von Einflußgruppen und einer gewollten Veränderung ethischer Schlüsselvorstellungen zu tun. Die darf nicht isoliert betrachtet werden, denn sie gehört in den Kontext des großen Kulturbruchs, der sich in den vergangenen fünfzig Jahren vollzog.

Kurz nach dem „roten Mai“ `68 veranstaltete der französische Regisseur Louis Malle, eine Ikone der Linken, ein Rundgespräch zum Thema Utopie. Die Teilnehmer waren sich überraschend einig in der Auffassung, daß es zukünftig keine Ehe im traditionellen Sinn und keine Bindung der Kinder an ihre biologischen Eltern geben solle, das eine wie das andere hindere an der Entfaltung der freien Persönlichkeit, Homosexualität und Heterosexualität müßten als gleichwertig betrachtet werden, Malle selbst vertrat diese Auffassung dann auch in bezug auf den Inzest. Ausschlaggebend, so sein Argument, müsse das Einverständnis der Partner sein, alles andere spiele keine Rolle.

Schleichender Prozeß

Selbstverständlich wirkten solche Anschauungen damals noch verstörend. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie in eine lange zurückreichende Denktradition gehören, die man bis auf den Marquis de Sade, vor allem aber auf den Frühsozialisten Charles Fourier zurückführen kann, dessen Auffassungen später nur noch aktualisiert werden mußten.

Das geschah bei den radikalen Sexualreformern vor dem Ersten Weltkrieg genauso wie bei den Kommunisten, die für die „Sexpol“ verantwortlich waren, das geschah in der Praxis eines Wilhelm Reich genauso wie in der Lehre eines Herbert Marcuse. Beide gehörten zu den wichtigsten Denkmeistern der Achtundsechziger.

Die haben mit ihrer „Revolution“ zwar niemals die politische Macht ergreifen können wie die Revolutionäre früherer Zeiten, aber sie haben einen schleichenden Prozeß in Gang gesetzt, der kaum jemals auf entschlossenen Widerstand traf und alle Vorstellungen unterhöhlte und weiter unterhöhlt, die für die abendländische Tradition unbestritten waren, vor allem wenn sie sich auf die „natura naturata“ bezog, also das, was eigentlich „natürlich“ ist.

FRANKFURT/MAIN. Einwohner mit einem sogenannten Migrationshintergrund stellen in Frankfurt am Main mittlerweile die Mehrheit. Laut Daten aus dem Melderegister von 2015 liegt der Anteil der Personen mit ausländischen Wurzeln bei 51,2 Prozent. Die Zahlen stammen aus dem „Frankfurter Integrations- und Diversitätsmonitoring“, den Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) Anfang der Woche vorstellte.

Laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes liegt der Anteil von Bürgern mit Migrationshintergrund in Frankfurt bei 44,7 Prozent. Grund für den niedrigeren Wert sind unterschiedliche Definitionen von Migrationshintergrund. „Wir sind eine Stadt ohne Mehrheit“, sagte Weber nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau. Frankfurt bestehe aus „mehr oder weniger großen Minderheiten“ und werde immer vielfältiger.

Noch gravierender fallen die gesellschaftlichen Veränderungen aus, je jünger die Einwohner sind. Bei den Kindern unter sechs Jahren hatten drei von vier einen Migrationshintergrund. Die Hauptherkunftsländer der Einwanderer waren die Türkei (12,9 Prozent), Kroatien (7,3 Prozent), Italien (7,2 Prozent). (krk)

TITUS, DU BIST EIN MANN GEWORDEN!

In der ZDF-Dokureihe „37 Grad“ von 27. 6. wird uns der zweiwöchige Abenteuerurlaub eines jungen Mannes aus Berlin gezeigt, der es bestimmt nicht so verstanden haben möchte. In der Inhaltsangabe der Sendung heißt es:

Rettung in letzter Sekunde. 37 Grad begleitet Titus (26) aus Berlin auf seiner ersten Mission an Bord eines Schiffes, das im Mittelmeer vor der Küste Libyens Flüchtlinge an Bord nimmt, die in Seenot geraten sind.“

Titus´ Eltern scheinen normal zu sein bzw. normal spießig. Kleines Eigenheim, bescheidener Wohlstand, vernünftige Leute, wie man so sagt, und, tja, wie soll man es ausdrücken … ziemlich deutsch. Man merkt es ihnen an, daß ihnen das Vorhaben ihres studentischen Sohnes, der für die Rettung der Welt im Kinderzimmer den Seesack stopft, Unbehagen bereitet. Nicht anders, als wenn er ihnen plötzlich eröffnet hätte, er wolle alleine zu Fuß den Grand Canyon durchwandern. Aber so ist das Jungvolk nunmal, immer auf Thrill gebürstet.


Der Übergang Akif Pirinçci    Bericht aus einem verlorenen Land  Unnachahmlicher Humor und trotzige Angriffslust zeichnen auch den neuen Pirinçci aus: Der Übergang beschreibt jene selbstmörderische Abnormität, welche man den Deutschen mittlerweile als die neue Normalität verkauft. Sie sollen auf keinen Fall die Zeichen an der Wand erkennen und sich gegen die Zerstörung ihres schönen Landes wehren. Doch wie alles, so hat auch der Übergang irgendwann ein Ende. In einigen Jahren schon, wenn er abgeschlossen ist, werden die Deutschen aber nicht vor einem Scherbenhaufen stehen, sondern vor dem Verlust ihrer selbst. Wir werden es erleben.  Paperback, 224 SeitenWas nicht zur Sprache kommt (vielleicht auch weil die Filmerin Nathalie Suthor es rausgeschnitten hat) ist die Sinnhaftigkeit der Aktion. Offenkundig ist für alle Beteiligten das Fischen von analphabetischen Moslems und Afros aus libyschem Küstengewässer als geilen Kick für wohlstandsverwöhnte Jungmänner die normalste Sache der Welt. Auch kommt kein einziges Mal zur Sprache, daß die Flüchtlingsdarsteller sich auf seeuntüchtigen Booten absichtlich in eine Gefahrensituation bringen, damit sie über Italien und über kurz oder lang in das brillantene deutsche Sozialsystem einwandern können. Überhaupt verkommt das Wort „Flucht“ im Laufe des Filmes zu einer einzigen Farce, weil ganz offensichtlich keiner vor etwas flieht, sondern auf Biegen und Brechen ins Keine-Arbeit-trotzdem-Geld-Paradies „rübermachen“ will.

„Ich weiß ja nicht, wo unsere Herzlosigkeit aufhört“, schluchzt Titus, der eigentlich schleunigst zum Wehrdienst gehört, damit er seine Heimat genau gegen solcherlei Invasion verteidigt, „wieviele Menschen sollen noch sterben?“ „Herz“ und „Herzlosigkeit“ werden in dem Streifen noch etliche Male salbadert. Mit dem Aussprechen dieser beiden Zauberworte sollen die vom deutschen Steuerzahler zu erwirtschaftenden Abermilliarden für den ganzen Flüchtlingsschwindel nach der Zaubervorstellung unter mediterraner Sonne aus dem Hirn des Zuschauers verschwinden. Eigentlich ist es so, wie wenn eine Schulklasse am Weihnachten mit der Spendendose für die Bedürftigen sammelt – bloß daß der Spaß letztes Jahr 50 Milliarden gekostet hat und nächstes Jahr vielleicht 100 und übernächstes Jahr wahrscheinlich das ganze Staatsbudget. Frohes Fest!

Dann sticht das Schiff von Malta aus in See, nicht ohne daß der Chef die freiwilligen Humanismus-Freaks an Bord als „gute Menschen“ gelobt hat. Gut ist derjenige, der Menschen in Seenot rettet, auch wenn die Seenot in Wahrheit ein Schmierentheater ist und die Hauptakteure sich freiwillig in Not begeben, weil sie genau wissen, daß sie eine 99:1-Chance zur europäischen, insbesondere deutschen Rundumversorgung lebenslang haben. Sofort schneidet die Filmemacherin das Kreuzfahrtschiff „Aida“ prophylaktisch und als Kontrast ins Bild, um darauf aufmerksam zu machen, daß den dekadenten Menschen da drin anscheinend die Reklame-Ertrunkenen am Arsch vorbeigehen. Wäre es nicht moralischer, wenn diese urlaubenden Drecksrentner, die einst mit ihrer Disziplin und Arbeit ein blühendes Land aufgebaut haben, ebenfalls an der Großfischerei nach jenen beteiligten, die gar nix aufgebaut haben, gar nix je aufbauen werden, im Gegenteil, durch ihre unverschämten Forderungen im gelobten Land die jungen Aufbauenden über deren Ausplünderung durch den Staat daran hindern werden, daß gar nix mehr aufgebaut wird?

Bald sind die „Retter“ auch am Ziel ihrer Sehnsüchte, 12 Meilen vor Flüchtilanien. Titus ist jetzt schon mit den Nerven am Ende: „Ist schon zermürbend irgendwann.“ Wann tauchen endlich die Moby Dicks auf? Doch da, ein Aufklärungsflugzeug (?) entdeckt zwei Holzboote! Freu. Titus lacht über beide Ohren: „Der Puls ist hochgegangen gerade.“ Einen geileren Orgasmus hätte ihm auch eine 2000-Euro-Nutte nicht verpassen können.

Aber oh Scheiße!, es droht Rettungskonkurrenz, denn ein anderes Rettungsschiff ist auch sofort zur Stelle. Hammer, die kloppen sich richtig um die Flüchtilanten. Was die Filmemacherin vermutlich weggeschnitten hat, sind die Stinkefinger, die Titus von dort aus entgegengestreckt werden, hihi. Dennoch ist der geteilte Sieg zu verkraften, weil es sich wahrlich um einen dicken Fang handelt – für die Filmer. Bei den Insassen des Holzbootes handelt es sich, man glaubt es kaum, tatsächlich auch um ein paar Frauen und Kinder! Neptun meint es gut mit „37 Grad“.

Rasch hakt die pastoral klingende Moralstimme aus dem Off ein: „Acht Stunden waren sie ohne Wasser unterwegs“. Obwohl sie nur 12 Meilen vor der lybischen Küste entfernt sind? Und: „Fast alle Menschen in diesem Boot sind vor dem Krieg in Syrien geflohen“. Wer sagt das? Die Filmerin Nathalie Suthor? Hat sie an Bord den Geretteten schnell die Ausweispapiere abgenommen, in Syrien beim Kriegskommandanten angerufen, die Namen durchgegeben, und der hat dann bestätigt: „Jaja, das stimmt schon, die sind alle vor unserem Scheißkrieg geflohen“? Eine Frau (oder mehrere?) ist übrigens schwanger. Schnackseln funktioniert offensichtlich trotz Krieg noch vorzüglich.

„Wie furchtbar muß es sein, wenn Menschen diesen Weg gehen müssen“, jammert Titus erneut. Sieh es mal so, Titus, würden die ganz bequem mit einem Flieger ins Schland kommen, wärst du doch um deinen gutmenschlichen Urlaubsspaß gebracht und müßtest mit deinen Kumpanen am Ballermann ganz traurig aus dem Sangria-Eimer saufen.

Und so geht es tüchtig weiter. Die selbstlosen NGOs seenotretten, was die Schiffsschraube hergibt. Und weil dieses Spiel so fabelhaft funktioniert, bricht der Flüchtilantennachschub nie ab, im Gegenteil, bald sind ganze Kontinente ins Land der Glückseligen unterwegs, dort, wo Titus und Seinesgleichen heimisch sind – freilich nicht mehr lang. Ein paar Ertrunkene hier und da gehören nunmal zu den Regeln der „Hunger Games“ europäischer Fasson.

Zwischendurch wird die Lage unübersichtlich. Bei einer erneuten Rettung gibt Titus in seiner Naivität ein Geheimnis preis: „Die meisten kommen aus Bangladesch“ Häh?! Bangladesch liegt doch noch hinter Indien. Ist dort auch Krieg? Ach nein: „Es gibt da verschiedene Theorien. Früher haben in Libyen viele Gastarbeiter gearbeitet, die jetzt im Zuge des Bürgerkrieges da gefangen sind.“ Aha, es gibt also keine verschiedene, sondern nur eine Theorie. Und warum fliehen die Bangladeschis dann nicht nach Bangladesch? Einer von ihnen sagt es frank und frei. Er würde in Libyen kein Geld mehr verdienen und es deshalb jetzt in Europa versuchen. Und wenn es auch dort mit der Arbeit nicht klappen sollte, nun ja, da findet der deutsche Steuerzahler schon eine Lösung. Titus kriegt sich vor Begeisterung trotzdem nicht mehr ein. Lächelnd sagt er: „Ja, das sind dann die Bilder, die man immer gesehen hat, und jetzt ist man ein Teil davon.“ Geilomat! Ein kleiner Wermutstropfen hat die Sache allerdings. Im Gegensatz zum Anfang werden nur noch junge Männer gerettet, die allesamt so aussehen, als könnten sie nicht einmal ihren Namen buchstabieren.

Auf einmal wird ausgerechnet Titus´ Schiff von der „Zentrale“ zurückbeordert, obwohl es noch überall massenhaft Goldstücke einzusammeln gibt. So ein Mist, jetzt wo es gerade Spaß zu machen beginnt! Off-Stimme: „In Italien wurden Vorwürfe laut, daß Nichtregierungsorganisationen mit Schleppern zusammenarbeiten.“ Na und, zahlen den Großteil dieses Affentheaters für Möchtergern-Jesuse wir oder die Spaghetti? Titus ist am Boden zerstört und simuliert ein bißchen Geheul, was leider nicht funktioniert. Nach dieser kurzen Niederlage „geht es wieder mit Vollgas zurück zur libyschen Küste“. Hurra, jetzt dümpeln die Facharbeiter zu Tausenden im Wasser! Selbst die Geisterfeinde von Captain Jack Sparrow könnten solche Massen nicht herbeizaubern – alles natürlich Männer, viele von ihnen fett, und keiner sieht mehr syrisch aus.

Am Ende ist der Tenor, daß man doch bitte, bitte andere Wege finden möge, diese islamischen und afrikanischen Analphabeten auf dem bequemsten Wege vor den Toren des Gelsenkirchener Sozialamtes zu karren. Vielleicht mit Charterflug oder so. „Im Elternhaus von Titus herrscht Erleichterung“, daß der Sohn wieder zurückkehrt. „Jetzt ist Schluß“, sagt der Vater, „der soll erstmal studieren, der Junge“. Trotzdem fügt er im Skyp-Gespräch mit dem Sohn hinzu: „Wußte gar nicht, daß das so aufregend ist … Du bist ein Mann geworden inzwischen, Titus!“

Das mit dem Weiterstudieren ist gar keine schlechte Idee. Allerdings nur Magie in Hogwarts. Denn wenn man bedenkt, daß nach Titus´ eigenen Angaben während seines Urlaubaufenthalts er und seine Kollegen zirka 3000 Leute rübermachen ließen, und wenn man weiter bedenkt, daß jede dieser Nasen mit 1600 Euro pro Monat bis zu ihrem Lebensende, sagen wir mal noch 40 Jahre, alimentiert werden müssen, so kommen wir auf eine Summe von 2.304.000.000 Euro. Von den restlichen Millionen „Flüchtlingen“ wollen wir erst gar nicht reden. Das Zusammenverdienen dieser Mega-Kohle kann Titus in der Tat nur noch mit Zauberei und Hexerei bewerkstelligen. Deshalb von dieser Stelle aus: Ein erfolgreiches Simsalabim!

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