Aktiengesellschaften (10.8.2016)

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Bei den Firmenkonstruktionen gibt es eine gewisse Hierarchie. Im Normalfall sind GBR (Gesellschaft Bürgerlichen Rechts) und OHG (Offene Handels-Gesellschaft) das Kleinvieh in der Wirtschaft mit nur einer Betriebsstätte. Die Mittelschicht bilden die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) und die KG (Kommandit-Gesellschaft). Die wirklich großen Brummer firmieren als AG (Aktien-Gesellschaft), arbeiten international und sind an der Börse notiert. Es gibt daneben noch Misch- und Sonderformen, auf die ich nicht weiter eingehen möchte.

Wenn jemand eine Firma gründen möchte, braucht er zunächst eine Idee und dann ein bißchen Geld, um diese Idee umzusetzen. Wobei dieses Geld nach einem Buch von Karl Marx “Kapital” genannt wird. Oder umgekehrt, jedenfalls hat Herr Marx drei dicke Bände über eben dieses Kapital geschrieben und darin dargelegt, daß die Kapital-Besitzer (Kapitalisten) ihre Arbeiter (Proletarier) ausbeuten. Der Marxsche Lösungsansatz war, daß der Staat (die Parteifunktionäre) die Proleten ausbeutet. Dieser Ansatz hat auch nicht funktioniert, in der schönen neuen Welt der Gegenwart beuten Kapitalisten (internationale Großaktionäre) und Staaten (vor allem demokratische Regierungen) die arbeitende Bevölkerung (Steuerzahler) gemeinsam aus.

Um das Kapital für Ihre neue Firma zu beschaffen, gibt es zwei Möglichkeiten: Kredit aufnehmen oder Kapitalgeber an der Firma beteiligen. Kredite sind nicht so einfach zu erhalten, dafür verlangen die Banken Sicherheiten. Umgekehrt, wenn Sie der Bank einen Kredit geben (z.B. ein Sparbuch besitzen), erwartet die Bank daß Sie deren guten Namen vertrauen. Einen Kredit für eine Firma bekommen Sie normalerweise nur, wenn Sie reich genug sind, um Sicherheiten zu bieten, daß Sie eigentlich gar keinen Kredit brauchen.


Finanzcrash Gerhard Spannbauer  Wir stehen vor einem weltweiten Finanzcrash, auf den Sie sich jetzt vorbereiten müssen!  Stellen Sie sich vor, das Radioprogramm wird unterbrochen und man eröffnet Ihnen, dass Börsen und Bankschalter geschlossen bleiben. Ihr gesamtes, mühsam erspartes Vermögen ist auf einen Schlag weg! Die Aktien stürzen ins Bodenlose, Ihre Bank ist pleite, Ihr Geld auf Girokonto und Sparbuch einfach nicht mehr da! Was klingt wie ein fiktives Horrorszenario ist eine akute, reale Bedrohung. Die Frage ist nicht, ob dieser globale Finanzcrash kommt, sondern wann. Vielleicht ist der Kurs Ihrer Aktien bereits am Fallen und Ihr Eigenheim längst nicht schuldenfrei? Ihre Altersvorsorge auf einer Lebensversicherung aufgebaut? Dann sollten Sie schleunigst umdenken! Dieser Krisenratgeber rüttelt uns wach! Er erklärt, warum das internationale Finanzsystem in akuter Gefahr ist. Er blickt auf frühere Finanzkrisen, zieht Parallelen zur aktuellen Situation und zeigt die Folgen: Banken schließen, es gibt kein Bargeld, Lebensmittel und Wasser werden rationiert, Treibstoff und Strom werden knapp. Unruhen, Chaos und Plünderungen greifen um sich. Firmen müssen schließen, massenweise werden Arbeitsplätze vernichtet … Fortan geht es ums nackte Überleben. Luxusferien und Hightech fürs Wohnzimmer gehören der Vergangenheit an. Es stellen sich Fragen wie: Wer bekommt das letzte Brot im Laden? Wie komme ich an sauberes Wasser? Wo finde ich Benzin für mein Auto? Ohne Vorsorge werden Sie zu den Verlierern gehören Ihnen läuft ein kalter Schauer über den Rücken? Dann lesen Sie weiter! Gerhard Spannbauer mahnt zur Vorsorge und gibt wertvolle Tipps. Es geht ihm um nüchternes Kalkül statt lähmender Angst. Wie sichern Sie Ihr Geld schon heute? Was brauchen Sie, um im Chaos zu überleben? Wie können Sie Ihre Familie vor Übergriffen und Plünderungen schützen? Wie bereiten Sie sich persönlich auf die Krise vor? Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, sind Sie auf alles vorbereitet: Sie haben Ihre Finanzen unter Kontrolle, ein Vermögen in Gold und Silber, einen Keller voll mit den richtigen Vorräten und einen Notfallrucksack im Schrank. Sie kennen Strategien gesunder Ernährung, positiven Denkens und haben gelernt, sich und Ihre Familie zu verteidigen.  Und am Ende werden Sie nicht als Verlierer, sondern als Gewinner aus der Krise hervorgehen. Jede Krise bietet immer auch eine Chance – nutzen Sie sie!  gebunden , 298 Seiten , zahlreiche AbbildungenDie zweite Option ist, Teile Ihrer Firma abzugeben, im Austausch für Geld. Sie tun sich mit dem Millionär drei Häuser weiter zusammen. Sie überlassen ihm die Hälfte Ihrer Firma, dafür gibt er Ihnen die 50.000 Euro, die Sie für die Gründung brauchen. Das wäre der einfachste Fall, es geht aber auch mit viel mehr Bürokratie. Die überlasse ich den Bürokraten, denn sonst wäre dieser Text in ein paar Monaten noch immer nicht fertig.

Beschränken wir uns auf dem Idealfall: Ein paar Leute bringen ihre Fähigkeiten zusammen und ihr Geld in die neue Firma ein. 50.000 Euro sind das mindeste, und die Anteile der Firma werden in Form von Aktien verbrieft. Eine solche Aktie kann einen Nennbetrag aufgedruckt haben, der kleinste wäre ein Euro, darüber hinaus ginge alles, solange es ganzzahlige Euro sind. Ansonsten gehen auch Aktien ohne Nennbetrag. Früher waren Nennbeträge üblich, 5-Mark-Aktien oder auch 50-Mark-Aktien, heute sind nennbetraglose Aktien die Regel.

Der Nennbetrag hat jedoch nichts mit dem Kurs der Aktie zu tun. Eine 50-Mark-Aktie kann heute mit 1.246,23 Euro notieren oder mit 1,17 Euro. Sie sagt nur aus, daß sie vor vielen, vielen Jahren einmal 50 Mark am Kapital der Firma repräsentiert hat. Wenn beispielsweise 1950 die neue Aktiengesellschaft mit 100.000 D-Mark Kapital für 40.000 Mark ein Grundstück vor den Toren Münchens erworben hatte, ist allein dieses Grundstück heute zwei Millionen Euro wert…

Theoretisch können Sie sogar eine AG mit 50.000 Euro gründen und 10.000 Aktien mit einem Nominalwert von jeweils 1.000,- Euro herausgeben. Ob Ihnen jemand die zehn Millionen Aktienkapital glauben wird, sei dahingestellt. Als Absicherung eines Bankkredits genügen solche Phantasiewerte jedoch nicht. Bleiben Sie besser bescheiden und geben 10.000 Aktien mit fünf Euro Nennwert heraus.

Die neue Aktiengesellschaft mietet eine Betriebsstätte und beginnt zu produzieren. Zwei der Aktionäre gehen Klinkenputzen und versuchen, die Produkte an die Frau zu bringen. Denken wir positiv, so wächst die AG nach und nach. Aus 50.000 Euro Grundkapital werden nach zehn Jahren zwei Millionen Euro Wert an Betriebsstätte, Maschinen und Lagerbeständen. Die Firma möchte sich nun vergrößern und benötigt wieder einmal Geld. Rein mathematisch sind die Fünf-Euro-Aktien jetzt jeweils 200 Euro wert. Hinzu kommen immaterielle Werte, wie der Kundenstamm und die Zukunftserwartungen. Die Firma druckt 20.000 neue Fünf-Euro-Aktien und dient diese den neuen Aktionären zum Stückpreis von 250 Euro an.

Das Spielchen nennt sich Kapitalerhöhung. Mit fünf Millionen kann die Firma expandieren, doch es ist noch etwas anderes passiert: Die ersten 10.000 Aktien haben die Leute erhalten, die diese Firma aufgebaut haben. Die nächsten 20.000 Aktien werden nur zu einem Bruchteil an die Altaktionäre gehen, der weitaus größere Teil wird von Außenstehenden gekauft. Diese haben nun die Mehrheit in den Gremien und können den Kurs der AG bestimmen.

Diese Neuaktionäre entsprechen viel eher dem Bild es bösen, profitgierigen Kapitalisten, den Karl Marx beschrieben hat. Der alte Werkmeister Georg Müller, der vor zwei Jahren einen Großbrand verhindert hatte, seitdem schlecht sieht und seine linke Hand nur eingeschränkt gebrauchen kann, ist für die Altaktionäre ein Held, dem das Gnadenbrot gewährt wird, für die Neuen jedoch nur ein Kostenfaktor, der wegoptimiert gehört. Natürlich gäbe es das Modell, die Kapitalerhöhung mit stimmrechtslosen Vorzugsaktien durchzuführen, damit die Altaktionäre das Ruder in der Hand behalten, die Vorzugsaktien sind jedoch bei den Käufern nicht ganz so beliebt. Insbesondere institutionelle Anleger, also Aktienfonds, wollen mitreden können.

Der große Schritt im Leben einer AG ist der Börsengang. Es gibt ein Leben davor, und es ist nicht zwingend erforderlich, daß die Aktien eines Unternehmens an der Börse gehandelt werden. Mit dem Gang an die Börse ändert sich jedoch alles. “Der Markt” regelt ab jetzt den Preis der Aktie und damit den Wert der Firma. Zunächst bekommen die Aktionäre und die Firma neues Geld, doch dann segelt sie auf einer rauheren See als zuvor. Der Wert der Firma richtet sich nach der letzten verkauften Aktie. Zwar werden große Sprünge zu normalen Börsenzeiten ausbleiben, doch theoretisch kann sich der Börsenwert ebenso schnell verdoppeln wie halbieren.

Über die Börsen werden die Aktien an Anleger und Investoren verkauft. Der Geldanleger, der für 1.000,- oder 50.000,- Euro ein paar Aktien kauft, weil er sich Dividenden und Kursgewinne erhofft, ist dabei weniger gefährlich. Viele Kleinaktionäre wären sogar im Sinne des Unternehmens, da es so auf eine breite Basis gestellt wird. Gefährlicher sind die Investoren, die mit Millionenbeträgen operieren und signifikante Stimmanteile erwerben. Eine “Arlington Invest Inc.” mit Sitz in Delaware, USA interessiert sich nicht dafür, wie die “Schäufele & Pfleiderer AG” mit dem lokalen Bürgermeister zurecht kommt, die wünscht sich nur eines: Rendite, auch Profit genannt.

Im Zweifelsfall müssen Schäufele & Pfleiderer nach der Pfeife der Arlington tanzen. Wenn es ganz schlimm kommt, geht die deutsche AG unter, wird mit einer amerikanischen Firma fusioniert. Auf der anderen Seite ist ein Großaktionär, der zu “seiner” Firma hält, ein Segen, da er der Firma Planungssicherheit gibt. In früheren Zeiten gab es einmal eine Deutschland AG, eine große Verflechtung der deutschen Aktiengesellschaften untereinander. Mercedes Benz hatte Anteile an der Deutschen Bank, die Deutsche Bank war Großaktionär bei Siemens, Siemens hielt Teile der BASF usw. (Das sind beispielhafte Verknüpfungen, ohne Anspruch darauf, daß die einzelnen Beteiligungen tatsächlich so gewesen waren wie hier dargestellt.) Aus steuerlichen Gründen war es für die Mitglieder der Deutschland AG günstiger, die Firmenbeteiligungen zu halten, da diese zum Kaufpreis in den Büchern gestanden waren, nicht zum aktuellen, oft mehrfachem Wert. Die Regierung Schröder hat es den Firmen ermöglicht, ihre Beteiligungen steuergünstig zu veräußern, mit dem Ergebnis, daß kaum ein Unternehmen im DAX noch in deutscher Hand ist. Die Aktienmehrheiten halten zumeist Ausländer, die folglich den Kurs des Unternehmens vorgeben.

Waren die ursprünglichen Aktionäre noch mit der Firma verbunden, sind die meisten Aktiengesellschaften in den Händen von Anlegern und Investoren. Noch schlimmer: sie werden von Angestellten geleitet, die eigene Ziele verfolgen. Der moderne Manager ist ein Söldner, der seine Loyalität meistbietend und auf Zeit verkauft. Ein Wechsel des Arbeitgebers ist ebenso leicht wie ein Wechsel der Branche. Heute Sockenverkäufer, morgen Bankvorstand, übermorgen im Chefsessel einer Baufirma, so sehen manche Managerkarrieren aus. Manager verfolgen dabei ihre eigene Größe, nicht die Interessen der Firma, die sie beschäftigt. Nur, wo beides übereinstimmt, arbeiten Manager effizient und tüchtig.

Oft genug bezahlen die Firmen jedoch den Preis für die Ambitionen der Manager. Aus Mercedes-Benz wurde Daimler-Chrysler, mittlerweile ist Daimler wieder ohne Chrysler, außerdem mindestens 50 Milliarden Euro ärmer. Verschiedene Firmenkulturen passen nicht zusammen, da entstehen keine Synergien, sondern Reibungsverluste. Derartige Geschäfte sind dank der Aktien möglich, da wird zugekauft, bis die Mehrheit erreicht wird. Aktuell ist der Augsburger Hersteller von Industrie-Robotern, die Firma Kuka, in den Schlagzeilen. Ein chinesischer Haushaltswaren-Konzern hat den Aktionären ein Angebot unterbreitet, das die wenigsten ablehnen konnten.

Der Markt für Unternehmensbeteiligungen, der die Börse einst gewesen war, ist heute ein Platz für Schacherer und Spekulanten, die mit dem eigentlichen Unternehmen nichts anfangen können. Zahlen, Charts, Bilanzen – ob Socken verkauft werden, Kühlschränke oder Panzerfahrzeuge ist völlig egal. Die Zeiten eines Friedrich Flick, der Unternehmen aufgekauft hatte, um einen großen, integrierten Konzern zu schaffen, sind vorbei. Der Aktienmarkt hat sich vom Faktor Mensch gelöst. Arbeitsplätze sind Zahlen in der Tabellenkalkulation, sind Kostenfaktoren, die reduziert werden müssen.

Die Grundidee der Aktiengesellschaften ist durchaus brauchbar, doch in dem Augenblick, indem die Aktien zu Spielfiguren auf dem Kapitalmarkt werden, sind auch die Existenzen, die an diesen Aktien hängen, bloße Spielfiguren. Sobald eine Organisation zu groß wird, entartet sie. Siemens wurde zum Gemischtwarenladen. Angefangen haben die mal mit Motoren und Generatoren, haben sich auf Telephonanlagen erweitert, Kühlschränke und Haushaltsgeräte gebaut, Halbleiter und Computer, zeitweise gab es sogar Radiogeräte und Stereoanlagen mit dem Aufdruck Siemens. Finden die Vertreter der Haushaltsgeräte-Abteilung einen gemeinsamen Nenner mit der Medizintechnik? Verstehen sich jene, die Eisen- und Straßenbahnen produzieren, mit den Halbleiterleuten? Da hat es schon innerhalb des Konzerns Streitigkeiten ums Budget gegeben, um Investitionen und Stellen. Über dieser Vielfalt residierte ein Wasserkopf an interner Verwaltung…

Es gibt Technologien, die eine große Firma erfordern. Autos lassen sich nicht in einer Fünf-Mann-Firma bauen, diese brauchen ein landesweites Vertriebsnetz und Vertragswerkstätten, wenn sie beim Publikum Erfolg haben sollen. Die großen Firmen, mit den Söldner-Managern, sind jedoch unbeweglich. Die Konzern-Bürokratie der Volkswagen AG war nicht in der Lage, den “Diesel-Skandal” zu verhindern. Kein einziger der hochbezahlten Manager hat erfaßt, daß der Schwindel mit der Prüfstand-Software schließlich auffliegen würde. So manch einer mag gedacht haben: Bis das herauskommt, bin ich nicht mehr im Amt.

Aktien sind ein Mittel, um Kapital und Firma zu entfremden. Oma Tüttelbeck kann ihr Sparbuch plündern und Miteigentümerin bei Weltkonzernen werden. Doch Miteigentum bedeutet, keinerlei Einfluß auf die Firma zu haben, jenen Herrschaften mit den dicken Aktienpaketen ausgeliefert zu sein und darauf zu vertrauen, daß die Condottieri, die gerade an der Spitze der Firma gespült worden sind, tatsächlich FÜR diese Firma arbeiten. Dafür gibt es eine Dividende als Schweigegeld und vielleicht sogar Kursgewinne, wenn der Markt dies hergibt.

Eine kleine, aktive Firma vermag, gegen den Strom zu schwimmen, trotz allgemeinen Abschwungs zu wachsen und größer zu werden. Große Aktiengesellschaften treiben mit dem Strom, die hochbezahlten Manager schaffen gute Ergebnisse, wenn der Markt gute Ergebnisse erlaubt, und versagen, wenn der Markt in Turbulenzen gerät. Genies sind ganz selten, Versager allgegenwärtig. Der Ausdruck “Nieten in Nadelstreifen” charakterisiert die Selbstdarsteller, die nicht einmal halb so gut sind, wie sie uns vorspiegeln.

Allgemein sind wir nicht in einer Gründerzeit, sondern in einer Pleitezeit. Der Staat schnürt den Gründergeist mit Vorschriften und Steuern ab, neue Ideen werden unterdrückt, nicht gefördert. Den Markt beherrschen Dinosaurier, die ab und zu mal den Kopf heben, um zu sehen, ob der Yukatan-Einschlag sich bereits ankündigt.

Die Zukunft könnte eine Firma neuen Typs sein, deren Mitarbeiter zugleich Aktionäre, also Miteigentümer sind. Aktionäre, die ihre Anteile nicht veräußern dürfen, deren Anteile zugleich ihre Altersversorgung darstellen. Der Lagerarbeiter hat dann ein ebenso großes Interesse am Erfolg “seiner” Firma wie der Entwicklungsingenieur, der Vorarbeiter am Fließband, die Buchhalterin oder das Personalbüro. Die Erzkapitalisten müssen sich andere Schachbretter suchen, um Bauern ins Gefecht und in den Tod schieben zu können.

Als die Sowjetunion aufgelöst worden ist, hat es Volksaktien gegeben, schließlich waren die Staatsbetriebe Eigentum des Volkes. Doch diese Volksaktien haben dank ausländischen Kapitals den Weg in die Hand derer gefunden, die heute als “Oligarchen” bekannt sind. Rein zufällig sind diese Oligarchen fast alle Juden, rein zufällig haben jüdische Großkapitalisten geholfen, dem Volk diese Aktien abzunehmen. Eine gute Idee hat es nicht geschafft, gegen gebündelte Geldscheine zu bestehen.

Ein amerikanisches Modell bezahlt Manager mit Aktien und Aktienoptionen. Damit soll die Loyalität des Söldners erwirkt werden, denn nur, wenn dieser gute Arbeit leistet, wird dieser Teil der Bezahlung im Wert steigen. Es gibt sogar Beschränkungen, ab wann diese Aktien und Optionen verkauft werden können. Gelegentlich tritt der unerwünschte Effekt auf, daß jemand, der die Firma schwer geschädigt hat, auf diese Weise von der Arbeit seiner Nachfolger profitiert, die den Scherbenhaufen aufgeräumt und das angeschlagene Schiff wieder flott gemacht haben. Ab einer gewissen Firmengröße erzeugen Aktien mehr Probleme, als sie lösen.

Wo sich Kapital und Arbeit verbinden, wird für die Zukunft aufgebaut, entstehen kleine, schlagkräftige und anpassungsfähige Firmen. Wo sich Kapital und Arbeit entfremden, wo der Aktionär auf einem anderen Kontinent lebt, werden keine Welt-AGs aufgebaut, sondern Dinosaurier, die zu groß und zu unbeweglich sind, um sich an neue Gegebenheiten anzupassen.

© Michael Winkler

Was für eine Heuchelei, speziell der deutschen Staatsmedien ARD und ZDF, was das Doping im Sport betrifft. Die Scheinheiligkeit ist nicht zu überbieten. Alle wollen immer mehr Rekorde im Sport. Die Zuschauer wollen immer neue Rekorde, die Medien wollen neue Rekorde, die Veranstalter wollen neue Rekorde, und am meisten, die Konzerne wollen neue Rekorde. Wie soll das gehen, wenn die menschliche Leistungsfähigkeit schon lange ausgeschöpft ist? Also muss gedopt werden.

Italiens Krisen-Banken drohen höhere Kosten

On August 9, 2016, in Endzeit, by admin

Die kanadische Rating-Agentur DBRS prüft eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens. Dies würde wahrscheinlich zu höheren Finanzierungskosten der ohnehin angeschlagenen Geldhäuser führen. Die Ankündigung ist bemerkenswert, weil sie außerhalb des normalen Ankündigungs-Kalenders erfolgte.

Erdogan beschwört nationale Einheit

On August 9, 2016, in Endzeit, by admin

Vor einer Million Anhänger deutete Erdogan an, dass die Lage im Land immer noch instabil sein könnte. Er erinnerte an den Befreiungskrieg unter Atatürk – wohl um ein Zeichen in Richtung der Kemalisten auszusenden. In Deutschland wurde nur ein kleiner Teil seiner Rede mit Schwerpunkt auf die Todesstrafe rezipiert.

Die griechische Regierung hat die Staatsoberhäupter von fünf südlichen EU-Ländern eingeladen, um die Zusammenarbeit zu forcieren. Letztendlich handelt es sich um eine Allianz gegen die Sparpolitik der deutschen Bundesregierung.

Die Zahl der Flüchtlinge, die für eine Beschleunigung ihrer Asylverfahren gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge klagen, steigt. Fast 6000 Klagen sind derzeit anhängig – mehr als doppelt so viele wie vor einem Jahr.

Frankreich baut Reservisten-Einheiten auf

On August 9, 2016, in Endzeit, by admin

Die französische Regierung baut Reservisteneinheiten bei Polizei, Gendarmerie und Armee auf. Aufgerufen sind jungen Menschen, die sich dem Schutz der Franzosen widmen möchten, erklärt Staatspräsident Hollande. Das Interesse scheint nach dem Terrorangriff von Nizza hoch zu sein.

Der syrischer Ableger der Terror-Gruppe Al-Qaida, Al-Nusra-Front, und weitere Söldner-Truppen wollen Aleppo komplett erobern. „Wir geben den Start einer neuen Phase für die Befreiung von Aleppo bekannt“, so ein Söldner-Sprecher.

Der ehemalige Vize-Vorsitzende der CSU, Peter Gauweiler, fordert ein staatliches Beschäftigungsprogramm für Flüchtlinge. Ihm schwebt eine Form des Zivildienstes vor. Die Versorgung mit Geldern ohne Gegenleistungen fördere den Müßiggang.

Die britische Anti-Korruptionsbehörde SFO ermittelt gegen das Luftfahrtunternehmen Airbus. Dabei geht es um Unregelmäßigkeiten bei der Beratung. Airbus selbst hatte die Behörde auf den mutmaßlichen Missstand aufmerksam gemacht.

Premium WordPress Themes