Spatz: „Wem die Stunde schlägt…“

On August 6, 2016, in Spatz, by admin

„Wem die Stunde schlägt…“

Der Spatz im Gebaelk

Der Spatz im Gebälk

Vor dem kommenden Finanz-Crash wird seit zig Jahren gewarnt, um allerlei „sichere Anlagen“ verkaufen zu können. Anleger zu schröpfen, ist ein einträgliches Geschäft, möglicherweise das einzige, das noch „lohnt“. Das zeigt sich auf der Gegenseite: Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 sollen US-Haushalte ganze 14 Billionen Dollar an Vermögen eingebüßt haben, meint der radikal-liberale US-Ökonom Peter Schiff, Autor (Crash Proof: How to Profit from the Coming Economic Collapse. 2007) und Präsident der Investmentfirma Euro Pacific Capital Inc. Davon wurden 8 Billionen Dollar mit Anlagen auf den Aktienmärkten und 6 Billionen Dollar auf dem Immobilienmarkt aufgrund gesunkener Bewertungen mangels entsprechender Nachfrage verloren. Angaben darüber, was mit spekulativen Anlagen auf den Waren- und Rohstoff-Märkten verloren wurde, fand ich keine Unterlagen. 7 Jahre nach der Finanzkrise sieht Schiff nicht nur wieder eine Immobilienblase aufgehen, sondern auch eine Aktien-, eine Studentenkredit-, eine Anleihen-Blase und weitere sich aufblähende Blasen. Die Wirtschaft scheint nur noch Blasen aufzupumpen. Das dürfte nicht nur in den USA der Fall sein, nur gibt es dort dazu mehr „Zahlen“. Negative Zinsen werden das nicht ändern, eher nur fördern.

Allein in der Regierungszeit Obamas hat sich die US-Staatsverschuldung von 10 auf 20 Billionen Dollar verdoppelt. Mit dem bei den Top-Banken aufgenommenen Geld wollte die Regierung angeblich die Wirtschaft ankurbeln und Jobs schaffen. Tatsächlich haben rund 100 Millionen US-Amerikaner kein Arbeitseinkommen mehr und die Hälfte davon muss verarmt von Lebensmittelmarken leben. „Das ist, was das billige Geld uns gebracht hat“, fasst Schiff zusammen. Mit dem nächsten Finanzcrash geht – seiner Meinung nach – auch ein Dollarcrash einher, werden die USA in den Abgrund gerissen. Daran lässt sich, wenn es keinen innenpolitischen Aufstand gibt, zweifeln. Vielleicht hat Trump es übernommen, das innenpolitische Aufstandspotential abzutreiben – wer weiß das jetzt schon?

Japan ist seit über 20 Jahren Vorreiter und Experiment der „westlichen“ Wirtschaftspolitik. Am 1.8. rentierten sowohl zwei- wie auch fünfjährige japanische Staatsanleihen mit Minus 0,17 Prozent. Bei den zehnjährigen beläuft sich die Rendite nominal auf Minus 0,1 Prozent. Einzig gewachsen sind in der Zwischenzeit die japanischen Staatsschulden und zwar in Rekordhöhe. Der japanische Staat trägt eine Schuldenlast von 250% der Wirtschaftsleistung des Landes. Die jüngst verkündeten Pläne der japanischen Regierung Abe deuten auf einen weiteren Schuldenanstieg hin. Reuters berichtet, dass die Regierung von Ministerpräsident Abe ein weiteres riesiges Konjunkturpaket zusammengestellt habe. Es sieht zusätzliche Ausgaben im Volumen von 118 Milliarden Euro vor. Abe lässt sich dabei typischerweise von dem früheren US-Notenbankchef Ben Bernanke beraten.

Die westliche Musterwährung, der Dollar, zeigt worum es dabei immer gegangen ist und geht. Ein im Jahr 1971 gesparter Dollar hat heute, im Jahr 2016, die Kaufkraft von knapp 17 Cent. Sollten Sie damals für Ihre Rente gespart haben – ach lassen wir das. 1971 hatte die Finanzdienstleistungsbranche der USA einen Anteil von 1,25% am Bruttoinlandprodukt (BIP) heute liegt ihr Anteil fast dreimal so hoch. Die Branche schafft keine Werte, sie vermittelt nur – für wen? Die sechs größten Banken in Amerika hoben im letzten Jahr die Gehälter ihrer Vorstände um 7,6 Prozent an. Das ist in etwa dreimal so viel wie angeblich das aktuelle Wachstum des BIPs in den USA (das reale dürfte wesentlich niedriger sein). Die Führungskräfte der Banken verdienen damit im Durchschnitt 13,1 Millionen Dollar im Jahr. Am meisten bekommt der Chef von JPMorgan Chase, Jamie Dimon mit 27,6 Mio $ im Jahr. Führungskräfte sind heute Angestellte, sie arbeiten für die Großvermögen, für die „Absentee Owner“ wie Thorsten Veblen sie nannte und erstaunlich treffend charakterisierte und deren Namen kaum in den Nachrichten erscheinen. Sie bezahlen ihre Angestellten wahrscheinlich „leistungsrecht“ das heißt für Leistungen in ihrem, nicht dem gesellschaftlichen oder nationalen Interesse (privatwirtschaftlich eben). Die oberen 10 % aller Lohnempfänger bekamen 1971 rund 33 % des US-Nationaleinkommens. Bis 2010 steigerten sie ihren Anteil auf 50 Prozent. In der gleichen Zeit ist der mittlere Reallohn für einen amerikanischen Mann im arbeitsfähigen Alter um 27 % gesunken. Ein Handwerker ohne College-Ausbildung verlor fast die Hälfte seines realen Einkommens – solange er noch einen Job hatte.

Und das Vermögen? Das 1% der reichsten Bürger konnte mit Hilfe ihrer Angestellten in den Banken ihren Anteil am Volksvermögen von rund 35 auf 40% steigern und das reichste 1 Promille steigerten seinen Anteil von etwa 10% im Jahr 1971 auf nun 20%, eine Verdopplung also. Entsprechend wurden die anderen ärmer. „Die reichsten 62 Personen der Welt besitzen mehr als die ärmsten 3,6 Milliarden. Das ist obszön. Abgesehen davon gibt es überhaupt keine Entschuldigung für Armut und Hunger in einer Welt, die so überreich an Rohstoffen ist“, meinte Peter Kuznick, Historiker und Director of the Nuclear Studies Institute at American University in Washington D.C, von den anderen produktiven technologischen Möglichkeiten sprach er in diesem Zusammenhang nicht einmal. Beginnt es zu rumoren?

Von den westlichen, ehemaligen Industrienationen scheint das am meisten in Frankreich der Fall zu sein, weil sich dort immer mehr Menschen gegen die „Reformen“ der Wirtschaftspolitik auflehnen. Nach Wirtschaft & Finanzen, Wirtschaft Europa vom 5. 8. hätten auch andere Grund. Denn „nach einer Studie der Europäischen Zentralbank … haben es aufgrund der Maßnahmen der Troika… Unternehmer in Griechenland, Spanien, Irland, Slowenien, Zypern, Italien und Portugal jetzt leichter Arbeiter zu entlassen, Gehälter zu kürzen und Arbeitnehmerrechte zu beschneiden.“ Die Folge für Frankreich soll nach (kaum zu verifizierenden) Informationen gewesen sein, dass rund 10.000 Millionäre aufgrund der sozialen Spannungen Frankreich, davon allein 7.000 Millionäre Paris, verlassen haben. Sind sie nach Amerika ausgewandert, weil dort – dank der US-Army – ihr Vermögen „sicherer“ als in Europa sei? Denn im Dezember 2015 musste z.B. der Italienische Staat vier Banken retten (wer nötigte ihn dazu?), weil sie auf ganzen Bergen fauler Schulden saßen. Das soll auch auf die anderen italienischen Banken zutreffen und nicht nur auf diese. „12.500 Kunden der vier italienischen Regionalbanken und Sparkassen haben über Nacht ihr Erspartes, insgesamt 430 (andere sagen 750) Mio. Euro verloren. Das Geld war in diesen Banken eben nicht „sicher“. Mehrere Bankkunden, vor allem Rentner und Kleinsparer die nicht auswandern konnten, haben aufgrund der aktuellen Bankenkrise in Italien, ihre gesamten Ersparnisse und ihre Altersvorsorge verloren hatten und sich aus Verzweiflung umgebracht. Seit drei Jahren weist das italienische Statistikinstitut „Istituto Nazionale di Statistica“ schon keine Wirtschaftsselbstmorde mehr gesondert aus. (Tun das etwa andere noch?) Da weiteren Banken das gleiche Schicksal bevorsteht, gehen Analysten von einem Kapitalbedarf von 40 Milliarden Euro aus, um das italienische „Banksystem“ (nicht italienische Kleinsparer) zu „retten“.

Richard Duncan, Elektro- und System-Ingenieur und Erfinder der Olduvai-Theorie, wonach uns die derzeit sinkende Energieerzeugung pro Kopf in die Steinzeit zurückbringen würde („The Olduvai Theory: Sliding Towards a Post-Industrial Stone Age“. Retrieved 20 December 2014), ist auch Chef der Wirtschaftsanalyse-Firma MacroWatch. Er errechnete einen Weltschuldenberg von inzwischen über 300 Billionen Dollar https://www.richardduncaneconomics.com/the-world-is-300-trillion-in-debt/. Das wären 100 Billionen Dollar mehr als vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2008. In den fünf größten Volkswirtschaften der Welt hat sich der Schuldenstand demnach allein seit 2002 verdoppelt.

Das ganze wird in Dollar, Euro oder Yen gemessen. Doch das sind „homöopathische“ Währungen (oder Unwährungen, weil sie nicht währen), die ständig verwässert werden. Wie würden Sie einen Lauf-Weltrekord über 100m beurteilen, wenn der Meter während des Laufs des „guten Ergebnisses wegen“ auf 17 cm verkürzt worden wäre. Na also! Doch die Schulden des einen, sind der Reichtum des anderen. Was sind sie wert, wenn sie vornehmlich in Dollar gemessen werden. Abgesehen davon: Fassen Sie einmal einem Nackigen in die Tasche, und was nützten 1000 Dollar, wenn es kein Brot mehr zu kaufen gäbe, weil niemand, es zu backen, für rentabel hält. Ein wenig Inflation (Preissteigerungen, wenn sie bezahlt werden können) soll kurzfristig noch Rentabilität vortäuschen. Somit ist auch das Vermögen der Reichen inzwischen weitgehend nur noch eine Blase, an die geglaubt werden soll. Zu verhindern, dass den Besitzern und vor allem allen anderen deren eigentlicher „(Un)Wert“ bewusst wird, scheint die einzige und alles bestimmende Sorge der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik in den westlichen, ehemaligen Industrienationen zu sein. (Dazu auch George Gilders Buch, The Scandal of Money, März 2016)

Die allseits hochverehrte „Parasitokratie“ gibt vor, man wolle die Menschen „reicher“ machen, wenn man mehr Geld ins System pumpt – das hieße, wenn man ihnen dadurch mehr Zeit ließe, indem man die Dauer der Stunden verlängert (oder die Meter beim Wettlauf verkürzt). Deshalb haben sie die Zinsen auf null und sogar darunter gesenkt. Geld in das System zu pumpen, ist Diebstahl, Betrug, vor allem aber Selbstbetrug. Hiermit wollen die verknöcherten Interessen einer verschwindend kleinen Minderheit, die real über die Zukunft der Gesellschaft bestimmt, die Illusion ihrer Macht aufrechterhalten, die – auch wenn sie noch Lakaien findet und bezahlt – längst zerbröselt aber leider noch „geglaubt“ wird . Sie bezahlt Milliarden an ihre Politiker und Medien mit dem Auftrag, die Massen von der Erkenntnis abzulenken, dass die Macht der Geldgeber trotz der ausgeklügeltsten Militärtechnologie (und Propaganda) zum Trugbild in ihren und in den Köpfen ihrer Untertanen wird. Ist der Umwelt- und inzwischen der Straßen-Terrorismus auch nur ein von willfährigen Angestellten ausgehecktes Mittel, um die Wahrheit nicht hochkommen zu lassen? Mir wenigstens scheint das, der Fall zu sein. Denn die Angst vor Terrorismus wird allgemein der Angst vor der Auflösung der „Sicherheiten“ in Nichts vorgezogen – sagen ihnen die Psychologen.

Doch „es gibt reale Grenzen (etwa die Länge des Tages), die nicht geändert werden können“, schrieb George Gilder in dem Buch. „Die wichtigste Grenze ist die Zeit“, man könnte auch das Leben sagen, und der einzige wirkliche Reichtum ist „Wissen“, man könnte treffender Erfahrung/Erkenntnis nennen. Irgendwann ist der Tag (das Leben) zu Ende und bricht die Nacht, der Tod herein. Wird es Ihr Leben gewesen sein, oder nur das ihrer Geldgeber.

Und was die Energieerzeugung als Grundlage der materiellen „Versorgungssicherheit“ betrifft – der böse russische Konzern Rosatom will ganz ohne Bezug auf die „Klimablödelei“ (Prof Gerlich) bis 2030 den Anteil der Kernenergie auf dem Strommarkt Russlands von 18,6 % auf 21 % erhöhen, erklärte sein Sprecher auf der wissenschaftlich-technischen Konferenz „Sicherheit und Wirtschaftlichkeit“ am 1. Juni in Moskau. Gegenwärtig befinden sich in den 10 Kernkraftwerken von Rosatom 35 Blöcke in Betrieb, die installierte Leistung beträgt 26,2 GW. Bis 2030 sollen 19 neue Blöcke in Betrieb gehen, an 11 vorhandenen Blöcken ist eine Verlängerung der Lebensdauer vorgesehen.

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Die Nato hat jedwede Beteiligung am Putsch-Versuch zurückgewiesen. Die Nato äußert sich anerkennend über den Mut des türkischen Volks bei der Niederschlagung des Staatsstreichs.

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Deutschland verschläft die wichtigsten Entwicklungen bei Technologie und Innovation. Eine nostalgische Sehnsucht, dass alles so bleiben möge, wie es ist. Die größten Bremser für Veränderungen sitzen in den politischen Gremien. Sie fürchten, dass sie mit Veränderungen ihre Privilegien verlieren könnten.

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Umfrage: Merkel verliert deutlich an Zuspruch

On August 6, 2016, in Endzeit, by admin

In der CDU steigt die Nervosität, weil Bundeskanzlerin Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik zunehmend den Rückhalt in der Bevölkerung verliert. Die Kanzlerin müsse ihren durch das Türkei-Abkommen ausgedrückten Sinneswandel besser kommunizieren, fordern Abgeordnete. Offenbar befürchtet die Partei deutliche Einbußen bei den kommenden Wahlen.

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Die deutsche Wirtschaft bekommt den Abschwung in der Weltwirtschaft zu spüren. Im Juni sammelten die Unternehmen überraschend weniger Aufträge ein. Die Wirtschaftsleistung werde im zweiten Quartal wahrscheinlich stagnieren, prognostizieren Beobachter.

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Russland fährt mit seinen Luftschlägen gegen islamistische Söldner in Aleppo fort. Obama und Putin hatten seit Monaten miteinander kooperiert. Doch die US-Geheimdienstkreise üben einen großen Druck auf Obama aus und lehnen eine Kooperation mit Russland ab.

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Eine Vereinigung europäischer Anleger hat den geplanten Zusammenschluss von Deutscher Börse und London Stock Exchange kritisiert. Daraus entstehe ein Monopolist, der andere Betreiber verdränge und Preise diktieren könne. Die Frage, wo das neue Unternehmen seinen Sitz haben soll, ist derzeit heftig umstritten.

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Anleger geben Zurückhaltung bei Gold auf

On August 6, 2016, in Endzeit, by admin

Rohstoffe waren im ersten Halbjahr die mit Abstand beliebteste Anlageklasse. Insbesondere mithilfe von Investitionen in Gold und Öl versuchten Fonds, Niedrig- und Negativzinsen in anderen Märkten zu umgehen.

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Datenschützer warnen vor dem Handy-Spiel „Pokémon Go“. Dieses speichere nicht nur sämtliche Daten des Spielers, sondern die Wirtschaft könne damit Kunden regelrecht steuern. 15 Klauseln der Datenschutzbestimmungen seien mit deutschem Recht nicht zu vereinbaren.

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Die Bundesregierung erleichtert Flüchtlingen den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Die sogenannte Vorrangprüfung wird für drei Jahre ausgesetzt. Diese besagt, dass vor der Vergabe an Flüchtlinge erst geprüft wird, ob geeignete deutsche Bewerber für eine Arbeitsstelle in Frage kommen.

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