Spatz: O ho, wer redet da von Klassenkampf?

On July 23, 2016, in Spatz, Terror, by admin

O ho, wer redet da von Klassenkampf?

Der Spatz im Gebaelk

Der Spatz im Gebälk

Die deutsche Grünenpolitikerin Renate Künast hat einen sogenannten „Shitstorm“ (massenhafte Proteste in der scheinbar kritischen aber tatsächlich regimetreuen Szene sozialer Netzwerke) ausgelöst. Sie hatte unmittelbar nach dem Axt-Attentat im Regionalzug bei Würzburg besorgt und mit vier Fragezeichen versehen gefragt: „Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden????“ Als erster Einfall unmittelbar nach dem Attentat ließ das die angegriffene Einstellung der Dame erkennen. Doch, davon abgesehen, hat sie nicht auch Recht, zumal wenn man sich all die recht zweifelhaften „islamistischen“ Attentate der letzten Zeit ansieht? Immer werden die Attentäter erschossen, was die Aufklärung der Attentate erschwert und sie für erwünschte Interpretationen öffnet.

Wir erleben zurzeit einen gescheiterten, (angeblich oder wirklich) dilettantisch durchgeführten Putschversuch in der Türkei. Die USA wurden wie üblich als Betreiber ins Spiel gebracht. Die so argumentieren, verkennen ihren eigenen Widerspruch. Die USA haben Routine mit Regime Changes. Der frühere Stern und Spiegel Journalist Amrin Wertz stellt in seinem 398-seitigen Buch „Die Weltbeherrscher, militärische und geheimdienstliche Operationen der USA“ unzählige solcher erfolgreichen Operationen dar. Man hat dort Routine und macht keine „dilettantisch durchgeführten“, missglückten Putschversuche. Es sei denn, man brauchte einen gescheiterten Putsch für besondere Zwecke, etwa damit ein überlebender Präsident seine angeschlagene Position stabilisieren kann. Das tut Erdogan gerade, ob ihm die USA dazu verhalfen, ist bisher durch nichts bewiesen und somit noch fraglich.

Doch wie sieht es in Europa selbst aus. „Wir stehen am Rande eines Bürgerkrieges“ gestand kein sogenannter Verschwörungstheoretiker, sondern der Chef der DGSI (Direction générale de la sécurité intérieure) in Frankreich, Patrick Calvar. Er soll das bereits mehrere Male vor unterschiedlichen Gremien gesagt haben. Zuletzt warnte er damit am 12. 07 eine für die Überprüfung der Terroranschläge in Frankreich zuständige Parlamentskommission. Der unglückliche französische Präsident Hollande könne sich im Land nur noch aufgrund von Notstandsgesetzen halten, folgerten daraus andere und entdeckten, dass immer dann, wenn der verhängte Ausnahmezustand auslief, ein neuer Anschlag in Frankreich für seine Verlängerung sorgte. Calvar deutete bei seinen Warnungen vor einem Bürgerkrieg in Frankreich auf Betreiber von rechts hin, beließ es aber bei Andeutungen. Bei den zahlreichen „islamistischen“ Anschlägen wurden jeweils die angeblichen Täter von den Sicherheitskräften erschossen und damit aus dem Verkehr gezogen, so dass nicht herauskam, auf welcher Seite der „Bürgerkriegs“-Front sie jeweils gestanden haben könnten.

Peter König von Information Clearing House, das für CNN und Foxnews arbeitet, verband mit den Vorgängen in Frankreich andere Assoziationen, solche, die vielleicht auch Renate Künast bewogen haben könnten, falls sie tatsächlich für das, was sie zu sein vorgibt, stünde (was sich in ihrem persönlichen Fall und vor allem für die Parteiführung der Grünen mit guten Gründen bezweifeln ließe). Peter König erinnern die Vorgänge an „another false flag“ Operation der NATO in Europa und einen Stefan Lendman (auf dessen Blog) sehr stark an ähnliche Maßnahmen der Bush-Administration in den USA. Der frühere US-Vize-Finanzminister (unter US-Präs. Reagan) Craig Roberts ist präziser, ihn erinnern die Vorgänge an die Operationen der NATO-Terrorbande „Gladio“ in Italien (oder „Stand Behind“ in Europa), deren Aufgabe es damals war, durch Terror, den man den Kommunisten und Anarchisten in die Schuhe schob, die Stimmung und vor allem das Wahlverhalten der Bevölkerung in die richtige Richtung zu lenken. Die Anschläge flogen in Italien auf, als Richter Felice Casson bei der Neuuntersuchung eines Falles auf gefälschten Beweisunterlagen stieß, die nur von einer Polizei oder Militär-Stelle gefälscht worden sein konnte. Er ging den Spuren nach und dabei flog Operation Gladio entgegen den Interessen der NATO und ihrer Regierungen allmählich auf, und das wurde auch mit so wenig Öffentlichkeit wie möglich offiziell eingestanden.

Ein überführter Täter, der Gladio-Agent Vinciguerra gestand schließlich u.a.: „Wir sollten ausdrücklich Zivilisten angreifen, Frauen, Kinder, Unschuldige, die nichts mit der Politik zu tun hatten. Der Grund dafür war ganz simpel: Die italienische Öffentlichkeit sollte sich Hilfe suchend an den Staat wenden, zur Regierung gehen und mehr Sicherheit fordern … Das ist die politische Logik hinter all den Bombenanschlägen. Sie blieben unbestraft, weil sich der Staat nicht selbst verurteilen kann.“ Es handelte sich unter anderen um den Anschlag auf der Piazza Fontane in Mailand am 12.12.1969, bei dem 16 Menschen starben und 80 verletzt wurden oder 1980 um den Bombenanschlag auf dem Bahnhof von Bologna, als 85 Menschen starben und 200 verletzt wurden. Keine zimperlichen Aktionen zur demokratischen Meinungsmache seitens der NATO! Es kam zu ähnlichen Untersuchungen in Belgien und der Schweiz. Selbstverständlich wies die US-Regierung jede Beteiligung an derartigen PR-Unternehmungen weit von sich. Casson fand Beweise, die keines der Medien interessierten.

Nun, damals (1980, zehn Jahre vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion!) ging es um die Bedrohung des Westens durch den „Kommunismus“. Das rechtfertigte im Sinne der West-Propaganda vieles. Was steht heute auf dem Spiel? Da wäre einmal TTIP, ein angebliches Freihandelsabkommen, dass der europäischen Industrie ähnlich den Garaus machen soll, wie die „verrückten“ Abgasmanipulationen von VW, die zum Transfer von Milliarden Euro in die USA führen wird oder die noch schwachsinnigeren Finanzoperationen der (nicht mehr) Deutschen Bank u.a. im Bereich derivativer Credit Default Swaps mit voraussichtlich noch größeren „Verlusten“. Mit TTIP lässt sich der Geld-Transfer und zugleich noch das zweite Vorhaben viel einfacher bewerkstelligen. Bei dem zweiten geht es um den Abbau („Reform“ genannt) der erkämpften Arbeitsschutzgesetze in Frankreich, womit sich der Sozialist Hollande zurzeit dort sehr unbeliebt macht. Schließlich sollte man in diesem Zusammenhang auch an die Neuentfachung des Kalten Kriegs gegen die ehemaligen „Kommunisten“ im Osten denken. Sie würden die Weltgleichschaltung im Sinne „des Westens“ stören und schwören angeblich wieder heiße Kriegsgefahr herauf, was den Westen zwingt, sein dem Osten 13-fach überlegenes Militär-Budget weiter zu erhöhen. Das Szenario wird durch den Brexit verschärft, der zwar nicht unbedingt gegen die Interessen des (sich von der EU absetzenden) britischen (Finanz) Adels erfolgt sein muss, aber auf jeden Fall die Aufmüpfigkeit und zerfallende Beherrschbarkeit des Wahlvolks andeutet. Nach Meinung von Meinungsforschern sollen über 67% der Franzosen im Grunde einen Frexit befürworten. Ist es das, was der DGSI Chef Calvar unter drohender Bürgerkriegsgefahr verstanden hat?

Martin Schulz /SPD und Präsident des Europäischen Parlaments drückt sich unmissverständlich west-demokratisch aus: „Die Britten haben gegen die Regeln verstoßen. Es entspricht nicht der Philosophie der Europäischen Union, die Masse über ihr Schicksal entscheiden zu lassen.“(vgl zerohedge) Jim Reid, Leiter der Auslandskredit-Abteilung der nicht mehr Deutschen Bank erwartete schon lange, wie er am 27.6 sagte, „unvermeidlich“ einen politischen Unfall, der hilft, die verfahrene wirtschaftspolitische Situation aufzumischen. „Ich war mir nicht sicher, dass Brexit das sein würde, aber ziemlich überzeugt, dass so etwas kommen musste; und es ist sicher nicht der letzte.“ Er zählte einige weitere möglichen „Erschütterungen“ auf. Danach fährt er fort „Man kommt also nicht um die Tatsache herum, dass dies ein Klassenkampf (class war) ist.“ (nach Aufzählung einiger Gründen) „Es ergibt sich aus diesen und anderen Maßnahmen des Establishments ganz klar, dass dieser Status quo sich in einer Demokratie nicht aufrechterhalten lässt… Wenn man nach etwas Positivem Ausschau hält, dann besteht das darin, dass eine Veränderung der Wirtschaftspolitik weltweit eintreten muss. Wir haben oft darüber diskutiert, dass das globale Finanzsystem und viele mit ihm verbundene Wirtschaften bankrott sind. Gut, so ein Schock könnte politische Maßnahmen beschleunigen, um damit umzugehen. Wie ich schon oft gesagt habe, würde ich wünschen, dass diese Politik to be more creative destruction (kreativ zerstörerischer sein würde)… Die Schulden müssten zerstört werden. Doch realistisch gesehen ist das Durcheinander zu groß, um es ohne depressive Wirtschaftsbedingungen (depressionary economic conditions) zu fixieren … Abgesehen von den offensichtlichen Maßnahmen und moralischen  Fragen ist helicopter money das Risiko wert. (Dann geht er auf Widerstände z.B. der Sparer ein) … denn „QE (Gelddrucken) bringt das Geld into establishment institutions und tröpfelt nur gelegentlich bis zu den Massen hinunter. Wir denken Brexit wird schließlich ‚helicopter money‚ beschleunigen…“ So denkt man an der Spitze der klammen ehemals Deutschen Bank. Wenn Sie das verwirrt, lesen Sie das Ganze auf Englisch unter Deutsche Bank und Klassenkampf nach.)

Weil wir gerade beim Establishment und seinem „Krieg“ gegen die Viel-zu-Vielen sind. Schon am 29. 6. 2016 hat der Direktor der Central Intelligence Agency (CIA), John O. Brennan, vor dem Council on Foreign Relations in Washington, DC eine Rede über die komplexe und dynamische internationale Szene gehalten. Dabei ging er auf Dinge ein, die von den Offiziellen bisher leidenschaftlich abgestritten und auf die kranke Phantasie von Verschwörungstheoretikern zurückgeführt wurde. Er sagte: „Ein weiteres Beispiel ist die Reihe an Technologien – oft kollektiv als Geoengeneering bezeichnet – die potenziell dabei helfen können, die Wärmeeffekte des globalen Klimawandels umzukehren. Eine, die meine persönliche Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist das stratosphärische Aerosolsprühen, oder SAI, eine Methode, die Stratosphäre mit Partikeln zu besamen, die dabei helfen können, die Sonnenwärme zu reflektieren, auf die gleiche Weise wie Vulkanausbrüche es tun… Das SAI-Programm könnte die globale Temperaturerhöhung einschränken, … und damit der Weltwirtschaft mehr Zeit verschaffen, um den Übergang von fossilen Brennstoffen zu vollziehen. Dieser Prozess ist auch relativ billig – der National Research Council schätzt, ein volles SAI-Programm würde ca. 10 Milliarden Dollar pro Jahr kosten.“  Allerdings beunruhigte ihn: „Das technologische Potenzial, die Wettermuster zu verändern und bestimmte Regionen damit auf Kosten von anderen zu bevorteilen, könnte eine scharfe Opposition durch einige Länder hervorrufen. Andere könnten die Vorteile des SAI benutzen und von ihrer Verpflichtung zur CO2-Reduktion zurückweichen. Und, wie bei anderen bahnbrechenden Technologien, fehlen noch globale Normen und Regeln, um den Einsatz und die Ausführung von SAI zu lenken.

Nun haben wir es „from the horses mouth“, sogenannte Chemtrails sind Realität. Die Klimaerwärmung durch CO2 ist es nicht – und je länger offiziell herum gelogen wird, wird das immer klarer. Doch ihre Rolle in der Wirtschaftskriegsführung ist so real wie die Chemtrails, die auch weniger das „Klima“ beeinflussen als vielmehr die Biosphäre und die Gesundheit der „Viel-zu-Vielen“. Da sie es nicht in Ihrer Zeitung gelesen haben, sollten Sie es auf der oben angegebenen Webseite der CIA auf Englisch nachlesen.

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Ein Attentäter hat am Freitag in München mindestens neun Menschen erschossen. Der Attentäter soll allein gehandelt und sich auf der Flucht selbst getötet haben. Der Täter war nach Angaben der Polizei ein 18-jähriger Deutsch-Iraner.

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Der Bundessicherheitsrat wird sich nach dem Anschlag von München am Samstag treffen, um die Situation zu beraten. Die Bundesregierung geht von einer Krisenlage in Deutschland aus.

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Deutschland muss nach Ansicht eines britischen Sicherheitsexperten künftig mit Terror-Angriffen auf weiche Ziele rechnen. Es sei fast unmöglich, sich zu schützen. Die Briten wollen ihre Grenzen dichthalten, um die Gefahr zu minimieren.

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US-Präsident Obama hat Vorwürfe kategorisch zurückgewiesen, die US-Regierung habe etwas mit dem Putsch zu tun. Durchaus irritierend: Auch die US-Geheimdienste hätten nicht die geringsten Hinweise über den bevorstehenden Putsch gehabt. Die Russen haben offenbar Erdogan in letzter Sekunde gewarnt, weshalb der Putsch rasch in sich zusammenfiel.

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In der transatlantischen Türkei-Politik tritt eine sehr unterschiedliche Bewertung der Politik von Präsident Erdogan zu Tage: Die EU kritisiert die umfassenden Maßnahmen gegen Richter, Wissenschaftler und Militärs nach dem Putsch in sehr scharfen Worten. Die USA dagegen erinnern daran, dass am Anfang der versuchte Putsch gestanden habe – und stufen die Aktionen als angemessen ein.

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Die osteuropäischen Staaten kritisieren die EU-Kommission scharf. Diese habe aus dem Austritt Großbritanniens nichts gelernt. Die Parlamente müssten künftig viel mehr Mitsprache erhalten. Ungarn fordert außerdem eine radikale Wende der Flüchtlingspolitik in der EU.

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Im Vorfeld des G20-Gipfels warnt der chinesische Premier die internationalen Finanz-Organisationen: Die Welt könne sich künftig nicht länger darauf verlassen, dass China als Motor der Weltwirtschaft fungiere. Der IWF rief die Staaten zu umfangreichen Investitionen auf, um das globale Wachstum anzuschieben.

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General Electric hat für das zweite Quartal über gute Zahlen gejubelt. Tatsächlich gab es im operativen Geschäft massive Einbrüche gekommen ist. Der Gewinnanstieg kam von der Übernahme von Alstom. Tatsächlich hat der amerikanische Siemens-Rivale erhebliche Probleme.

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In einer Studie beleuchtet die Beratungsgesellschaft Deloitte die Automatisierung der Schweizer Wirtschaft. Demzufolge biete der Einsatz von Robotern in manchen Branchen große Chancen der Effizienzsteigerung, während in anderen Bereichen viele Stellen gestrichen werden dürften.

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