Türken übernehmen Deutschland

On August 15, 2014, in Endzeit, by admin

Moslemische Totschlaeger in Berlin

Nachdem die Türken im Berliner Olympiastadion demokratisch ihren Sultan gewählt haben, kann man auch davon ausgehen, daß dem türkischen Präsidenten seine Freunde von der internationalen Moslembruderschaft näher stehen als Frau Merkel. Seit wann wird aber in fremden Ländern Wahlkampf betrieben bzw. eine Wahl abgehalten? Außer in Berlin gab es auch in Hannover, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, […]

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Eigentlich ist die Überschrift noch untertrieben und verharmlost die Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die USA sind kein üblicher Polizeistaat, nein, sondern ein von militarisierten Polizeikräften besetztes Land. Der sogenannte “Krieg gegen den Terror” ist nach Hause gekommen und hat viele amerikanische Städte in eine Kriegszone verwandelt. Wie konnte das passieren? Weil die Waffen die so fürchterlich in Afghanistan und im Irak gewütet haben und diese Länder völlig zerstörten, ihren Weg zu den Polizeikräften fanden. Polizeieinheiten im ganzen Land sind gratis vom Pentagon mit “überschüssigen” Waffen, Munition, Uniformen, gepanzerten Fahrzeugen und anderer Militärgerät ausgerüstet worden. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Polizisten und Soldaten. Das drückt sich auch in der Einstellung gegenüber der amerikanischen Bevölkerung aus. Die Polizei sieht sich nicht mehr als Beschützer der Bürger vor Straftätern, sondern als Garde die das diktatorische Regime vor den Bürgern beschützen muss. Ein betroffener Beobachter hat es so beschrieben, “wir werden jetzt so behandelt wie die Palästinenser durch die israelische Besatzungsarmee im Westjordanland.

Folgende Bilder zeigen wie aktuell in Ferguson vorgegangen wird:

Sind das Polizisten oder Soldaten?

Warum zielt ein Scharfschütze der wie ein Soldaten einer Spezialeinheit aussieht mit einem Gewehr auf Demonstranten? Für viele Amerikaner erscheinen die mit Stahlhelm, Tarnbekleidung, Schutzvesten und Sturmgewehren ausgerüsteten Polizisten, die auch noch mit gepanzerten Fahrzeugen auffahren, wie aus Szenen der Kriegsgebiete in weit entfernten Ländern und nicht wie aus ihrer Heimat der “Freiheit und Demokratie”.

Als Polizisten zu erkennen sind sie nur durch den Aufnäher am Ärmel, sonst gibt es von der Ausrüstung her keinen Unterschied zu Soldaten. So sieht es mittlerweile in Amerika aus. Die völlige Militarisierung der Polizei, wie wenn sie einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen.

Nach der Erschiessung eines unbewaffneten schwarzen Teenagers durch einen weissen Polizisten in Ferguson, Missouri, vor 5 Tagen kam es zu Protesten der Bürger gegen diese unnötige Polizeigewalt. Die Polizei antwortet mit noch mehr Gewalt gegen die aufgebrachten Bürger und schoss mit Gummischrot und Tränengas auf die friedlichen Demonstranten.

Danach kam es zu einzelnen Plünderungen und Brandstiftungen, die dann mit noch mehr Gewalt seitens der Polizei beantwortet wurde. Ferguson hat sich in eine Kriegszone verwandelt, wo schwerbewaffnete Polizeikräfte gegen wehrlose Bürger vorgehen die ihr Recht auf Versammlung und Meinungsäusserung ausüben.

Als Reaktion auf das brutale Vorgehen der Polizei und den Schüssen auf die Demonstranten, geht die “don’t shoot” Botschaft an die Polizisten aus.

Die Menschen strecken die Hände hoch um zu zeigen, sie sind unbewaffnet und das brutale Vorgehen ist völlig überrissen.

Universitätsstudenten zeigen sehr deutlich was sie von der Polizeigewalt halten

Die Behörden von Ferguson sagen, die gepanzerten Fahrzeuge und die schweren Waffen sind notwendig um den Frieden wieder herzustellen. Aber Bürgerrechtler und andere Verteidiger der Verfassungsrechte widersprechen dem und sagen, die Reaktion der Polizei in Ferguson ist symptomatisch für einen beunruhigenden Trend bei den Sicherheitskräften.

Die American Civil Liberties Union hat einen ausführlichen Bericht diese Woche veröffentlicht in dem steht, die amerikanische Polizei ist “unnötigerweise und gefährlich militarisiert“. Der Bericht warnt, “die Militarisierung der Polizei fördert die Krieger-Mentalität und mach aus Bürgern denen man eigentlich dienen soll Feinde.

Der Bericht sagt “Bundesprogramme haben die Bundesstaaten und lokale Sicherheitsbehörden mit Waffen und mit Taktiken für einen Krieg ausgerüstet, ohne einer Diskussion oder Aufsicht durch die Öffentlichkeit“.

Der Journalist und ehemaliger Marine, Paul Szoldra, listete die militärischen Waffen die er in Ferguson gesehen hatte auf und sagte darüber: “Das ist keine Kriegszone – das ist eine Stadt ausserhalb von St. Louis, wo Menschen auf beiden Seiten zornig sind.” Er beschrieb in einem Artikel, wie Polizisten Gewehre haben “mit Zielfernrohre die auf 500 Meter genau treffen können“. Die Uniformen sehen wie die von Soldaten aus.

Und sie stehen vor massiven gepanzerten Fahrzeugen genannt Bearcat, die genau so aussehen wie die gegen Landminen und Hinterhalte geschützten Fahrzeuge des Militärs.” Szoldra stellt dann die Fragen: “Ab wann wurde das als in Ordnung befunden? Wann wurde aus ‘beschützen und dienen’ ein ‘wir gegen sie’?

Die Polizei geht auch gegen die Medienvertreter brutal vor, wie das folgende Video auch aus Ferguson zeigt. Sogar das sonst völlig Washington hörige Magazin Newsweek gibt jetzt zu, die Polizei greift bewusst Journalisten an, als Teil einer militärischen Niederschlagung der Proteste und benimmt sich gegenüber der Bevölkerung wie eine Besatzungsarmee. Man sieht wie ein Kamerateam von Al Jazeera mit Tränengas beschossen wird und flüchten muss. Danach wird das Filmgerät von den Polizisten demontiert und ein Polizist richtet sogar sein Gewehr auf die Reporter:

Die Reporter sollen verschwinden und nicht Zeugen der Brutalität sein.

Was für mich völlig unverständlich ist, nach dem was wir alles über das verbrecherische Regime in Washington wissen, wie sie 9/11 selber inszeniert haben, wie sie Kriege gegen zig Länder führen und Millionen dabei ermordet haben, Foltergefängnisse betreiben, die ganze Welt mit ihren Finanzbetrug ausplündern und verarmen, uns ihren gentechnischen Frass als Essen servieren, uns mit der NSA ausspionieren, uns mit ihrer Hollywood-Dreckspropaganda indoktrinieren, also jedes erdenkliche Verbrechen gegen die Menschheit begehen, ja sogar das eigene Land in einen Polizeistaat verwandelt haben, mit den meisten Gefangenen der Welt die einsitzen, jetzt auch noch Europa gegen Russland aufhetzten und wieder einen Weltkrieg vom Zaun brechen wollen, WIE MAN DANN NOCH DIE VEREINIGTEN STAATEN VERTEIDIGEN KANN UND AUCH NOCH GUT FINDET!!!

Wer das tut ist entweder das blödeste Schaf das rumläuft, oder bewusst ein Helfershelfer und Mittäter!

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Guardian-Reporter Shaun Walker postete dieses Foto eines russischen Armeefahrzeugs, etwa 10 Kilometer vor der ukrainischen Grenze. (Foto: via twitpic)

Guardian-Reporter Shaun Walker postete dieses Foto eines russischen Armeefahrzeugs, etwa 10 Kilometer vor der ukrainischen Grenze. (Foto: via twitpic)

Ein russischer Militärkonvoi soll Medienberichten zufolge auf ukrainisches Territorium vorgedrungen sein. Die britischen Zeitungen The Guardian und The Telegraph berichten, 23 gepanzerte Mannschaftstransportwagen hätten am späten Donnerstagabend gemeinsam mit Tanklastwagen und anderen Versorgungsfahrzeugen die Grenze zur Ukraine passiert. An allen Fahrzeugen seien Kennzeichen des russischen Militärs angebracht gewesen. Es seien bewaffnete Männer auf den Transportwagen zu sehen gewesen sein, berichtet der Guardian. Allerdings machte die Aktion nicht den Eindruck einer massiven Invasion, schreibt das Blatt. Auch der BBC-Reporter Steve Rosenberg meldete am Donnerstag via Twitter, dass eine große Zahl militärischer Transporter die Grenze zur Ukraine überschritten hätten. Shaun Walker vom Guardian schrieb auf Twitter, dass es sich nicht um massive Invasionstruppen handle, sondern eher um eine Unterstützung der Rebellen, wie sie seit einiger Zeit von Russland erfolge.

Der Konvoi wartete den Einbruch der Dunkelheit ab, nutzte dann einen Feldweg und fuhr durch eine Lücke im Grenzzaun in von prorussischen Separatisten kontrolliertes Gebiet in der Ostukraine, wie der Guardian berichtete. Der Vorfall ereignete sich demnach nahe der russischen Stadt Donezk, die rund 200 Kilometer entfernt vom ukrainischen Donezk liegt. Die Lastwagen seien mit voll aufgeblendeten Lichtern in die Ukraine eingefahren, schreibt der Telegraph und schließt daraus, dass die Russen nicht den Versuch unternommen hätten, das Vordringen geheim zu halten. Die Grenze wird an dieser Stelle nicht von der Ukraine kontrolliert.

Andriy Lysenko, Sprecher der ukrarinischen Sicherheitsrats, sagte, dass am Donnerstagabend zwei Kampf-Jets der Russen vom nahe der Grenze gelegenen Flughafen Andriy Lysenko aufgestiegen sein sollen und an der Grenzen patrouilliert haben sollen. Dabei soll es zu Verletzungen des ukraiinischen Luftraums gekommen sein.

Ein seit drei Tagen anrollender russischer Hilfskonvoi ist wegen mangelnder Absprachen mit dem Roten Kreuz vor der ukrainischen Grenze zum Stillstand gekommen. Der russische Konvoi machte nach Angaben der IKRK-Sprecherin am Donnerstag südlich der russischen Stadt Kamensk-Schachtinski halt. Westlich davon auf der ukrainischen Seite der Grenze liegt Luhansk, die von den Rebellen gehalten wird. Einer der Fahrer hatte Reuters am Donnerstag erklärt, man wolle den Grenzübergang bei Iswarine ansteuern, der von den Rebellen gehalten wird. Damit würde es den ukrainischen Behörden nicht möglich sein, die Ladung zu inspizieren. Allerdings müssten die 280 Lastwagen später durch den Ort Nowoswitliwka, den die ukrainische Armee am Donnerstag einnahm.

Der Hilfstransport ist umstritten, weil die Regierung in Kiew Russland als Aggressor ansieht. Moskau wies Vorwürfe zurück, der Konvoi könnte Waffen für die prorussischen Separatisten enthalten. Die Nato und Frankreich hatten davor gewarnt, Moskau könne den Konvoi verwenden, um eine Invasion durchzuführen.

Ein hochrangiger Vertreter des Roten Kreuzes ist am Donnerstag in Kiew zu Verhandlungen über einen umstrittenen russischen Hilfskonvoi angekommen. Laurent Corbaz werde sich am Freitag mit den ukrainischen Behörden treffen, sagte eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) der Nachrichtenagentur Reuters. Später werde er nach Moskau reisen. Corbaz ist für Europa und Zentralasien zuständig. Er werde bei den Treffen betonen, dass die geplante Hilfe für die Ostukraine nicht zum politischen Spielball werden dürfe, sagte die Sprecherin. Auch ein zweiter, ukrainischer Konvoi werde Thema sein. Dieser ist in Richtung Ostukraine unterwegs, wo sich die Armee und prorussische Aufständische erbitterte Kämpfe liefern.

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Die Lage in der Ukraine spitzt sich immer weiter zu. Russland hat eine umfassende Drohkulisse aufgebaut. Sowohl an den Grenzen der Ukraine sind Land-, See- und Luftstreitkräfte unter dem Vorwand von Manövern konzentriert worden. Am Donnerstagabend haben 23 Militärtransporter die Grenze zur Ukraine überschritten. Auch wenn dieser Vorstoß noch nicht der Charakter einer vollen Invasion trägt, so zeigt er doch, dass Putins maßvolle Worte auf der Krim nur Teil einer breiteren Strategie sind (mehr dazu hier).

Gleichzeitig erweitert Russland seine Drohkulisse gegen über den Nato-Staaten, um diese gegebenenfalls von einem Eingreifen in der Ukraine abzuschrecken. Hierbei wird an den Außengrenzen der Nato in der Nord- und Ostsee sowie sogar an der amerikanischen Küste mit der russischen Luftwaffe die Möglichkeit von Überraschungsangriffen angedeutet. Ziel kann es hierbei sein, die Nato, in der die Ukraine ja kein Mitglied ist, von einem massiven Eingreifen zugunsten der jetzigen Regierung in Kiew abzuhalten.

Barack Obama und die Nato-Partner werden sich also entscheiden müssen, wie sie sich im Falle eines direkten militärischen Angriffs Russland auf die Ukraine sich entscheiden. Die USA haben bereits einen ganzen Flottenverband ins Schwarz Meer verlegt. Gleichzeitig wurden Abfangjäger im Baltikum und in Polen stationiert. Man fordert zusätzlich auch Bodentruppen der Nato in diese Länder zu verlegen.

Es werden auch Munitionslager in größerem Umfang an der polnisch-ukrainischen Grenze seitens der Nato rasch aufgebaut. Die Verteidigungspläne der Nato werden der sich rasch verändernden Lage in der Ukraine angepasst. Bereits seit März 2014 sind AWACS-Aufklärungsflugzeuge der Nato an den Nato-Außengrenzen zur Ukraine im Einsatz. Es verwundert daher nicht, dass insbesondere die Nato-Anrainerstaaten zu Russland und der Ukraine in Alarmbereitschaft versetzt sind.

Offenbar findet auch eine intensive Abstimmung zwischen der Nato und der ukrainischen Regierung in Kiew statt. Eine militärische Intervention Russlands wird nicht mehr ausgeschlossen.

Legt man die geographische Lage von Novarossiya zugrunde, dann könnte es das Ziel Russlands sein, die Ukraine soweit zu spalten, dass neben weiteren Teilen in der Ostukraine der gesamte Süden durch russische Truppen im Zuge eines raschen Militärschlags erobert wird (siehe Abbildung 1). Dann käme auch die 14. Gardearmee aus Transnistrien an der Westgrenze zur Ukraine ins Spiel.

Man könnte vermuten, dass die russische Armee versucht sowohl von Westen aus Transnistrien heraus nach Osten, von der Krim heraus nach Norden und vom Osten her nach Westen aus der russischen Grenze heraus mit drei Angriffskeilen das Gebiet militärisch unter Kontrolle zu bringen. Dabei würde dann voraussichtlich die ukrainische Armee in entsprechende Teile gespalten. Diese ist derzeit darauf fokussiert, in der Ostukraine die letzten Widerstandsnester der Separatisten zu erobern. Mithin läuft Putin hier derzeit die Zeit davon, wenn er deren völlige Niederlage nicht hinnehmen will.

Jedenfalls rechnet Poroschenko fest mit der baldigen Einnahme der letzten Widerstandsnester der Separatisten. Dies wird jedoch nur dann der Fall sein, wenn Russland nicht plötzlich offen militärisch eingreift. Der verdeckte Krieg, der bisher seitens Putin in der Ukraine geführt wurde, ist nicht erfolgreich gewesen. Mithin wären jetzt nur zwei Optionen denkbar.

Putin akzeptiert die Niederlage der Separatisten und verzichtet auf die direkte militärische Intervention oder er greift ein, bevor deren endgültige Niederlage besiegelt ist. Letzteres scheint jedoch eher den Überlegungen der russischen Militärs zu entsprechen. Wie real auch der Westen mit einer solchen kriegerischen Auseinandersetzung derzeit rechnet, zeigt auch die Erklärung der ehemaligen Verteidigungsminister und Sicherheitsexperten der Nato-Staaten, die vor einem solchen Schritt warnen.

Gründe fänden sich aus Sicht Russlands genug. Die massenhafte Flucht russischstämmiger Ukrainer insbesondere aus den belagerten Städten Donezk und Lugansk nach Russland wäre ein solches Motiv. Da bereits mehr als 700.000 Flüchtlinge über die russische Grenze geflüchtet sind, eine humanitäre Katastrophe bei den zurückgebliebenen aufgrund des Zusammenbruchs der Versorgung droht, würde man aus russischer Sicht nur Gesetz und Ordnung dort wieder herstellen. Die Schuld läge dann eben bei den „ukrainischen Faschisten in Kiew“.

Gelänge es Russland große Teile der Ukraine zu besetzen und dort analog per Volksentscheid auf der Krim den Anschluss an Russland beschließen zu lassen, hätte man sein Kriegsziel erreicht und könnte an den Verhandlungstisch zurückkehren. Allerdings bleibt eben das Risiko, dass die Nato ein solches Ergebnis nicht hinnehmen würde, d.h. es würde seitens der Nato die Eskalation drohen, wenn die Ukraine den Westen um militärischen Beistand bittet. Das wäre dann ein direkter Krieg zwischen Russland und der Nato.

Die OSZE-Beobachter dürften letztendlich zu Zuschauern verdammt sein, die froh sein können, wenn sie lebend wieder herauskämen. Ansonsten wären sie Geiseln, wie zuletzt schon. Man würde daher ein Faustpfand gegenüber dem Westen in der Hand halten.

Ob die bisherige Strategie der Nato-Staaten – nur auf Wirtschaftssanktionen zu vertrauen – noch Bestand haben wird, darf bezweifelt werden. Zwar würden die Wirtschaftssanktionen bis hin zu einer kompletten Blockade jedweder Wirtschaftsbeziehung mit Russland vermutlich ausgeweitet werden, aber es ist kaum davon auszugehen, dass dies ausreichen würde Russland zum Einlenken zu bewegen.

Die jetzt von Russland im Gegenzug zu den Sanktionen des Westens verkündeten Sanktionen insbesondere bei der Einfuhr von Lebensmitteln deutet eher darauf hin, dass man gleichsam im Vorhinein solchen Sanktionen des Westens die Spitze abbrechen will. Man schaltet bereits jetzt auf Lebensmittelautarkie vom Westen um. Gleichzeitig will man auch die Autarkie im Bereich der technischen Güter vom Westen erlangen.

Im Wirtschaftskrieg mit dem Westen ist ja bisher das größte Pfund, mit dem Putin wuchern kann, die starke Abhängigkeit des Westens von Öl- und Gaslieferungen aus Russland. Um diesen Trumpf voll ausspielen zu können, muss Russland jedoch von strategischen Warenlieferungen aus dem Westen unabhängig sein. Putin hofft vermutlich darauf, dass er damit den entscheidenden Joker in der Hand hält, um nach erfolgreichem Blitzkrieg in der Ukraine seine Wunschvorstellungen dem Westen aufzwingen zu können. Man wird sehen inwieweit dieses Kalkül am Ende aufgeht.

Putin hat jedenfalls in den letzten Monaten alles getan, um die eigene Bevölkerung soweit aufzuputschen, dass sie ihm zunächst bedingungslos folgen wird. Man wird erst im Verlauf der Ereignisse erkennen können, ob sich der Westen entsprechend ebenfalls vorbereitet hat, um dem auch einen ausreichenden Widerstand entgegensetzen zu können.

Derzeit verhält man sich offiziell noch vergleichsweise zurückhaltend und versucht weiterhin Russland vor solchen Aktionen an den Verhandlungstisch zurückzubringen. Die Chancen dürften jedoch gering sein. Es wäre jedenfalls eine große Überraschung, wenn es ohne eine solchen kriegerischen Vorstoß Russlands in die Ukraine zu einer tragfähigen Verhandlungslösung käme. Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

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In der US-Stadt Ferguson kommen derzeit Materialien aus dem Irak-Krieg zum Einsatz. (Foto: dpa)

In der US-Stadt Ferguson kommen derzeit Materialien aus dem Irak-Krieg zum Einsatz. (Foto: dpa)

Im überwiegend von Afroamerikanern bewohnten Vorort von St. Louis im Bundesstaat Missouri, Ferguson, laufen die Zusammenstöße zwischen Polizeibeamten und Demonstranten weiter.

Die Polizei setzt exzessiv Tränengas und Gummigeschosse ein. Es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass sich die Situation beruhigen wird. Bisher wurden 32 Personen festgenommen. Unter ihnen befinden sich zwei Journalisten

Die Financial Times zitiert den Gouverneur von Missouri, Jay Nixon:

„Die Verschlechterung der Situation ist zutiefst beunruhigend. Ich bitte alle Mitglieder der Gemeinschaft Ruhe zu bewahren. Die Untersuchungen sind noch im Verlauf. Ich fordere die Strafverfolgungs-Behörden dazu auf, die Rechte der Anwohner und der Presse-Vertreter zu wahren.“

Auslöser der Zusammenstöße war die Tötung eines 18-jährigen Afroamerikaners durch einen Polizeibeamten. Das Opfer soll in einem Polizeiwagen gesessen haben, als die tödlichen Schüsse fielen (mehr hier).

Doch nach Augenzeugenberichten soll der Junge mit einem Freund auf der Straße spazieren gegangen sein. Ein Polizist habe die beiden aufgefordert, die Mitte der Straße zu verlassen. Als die beiden Jungen nicht reagierten, fing der Beamte an zu schießen.

Kritiker brandmarken vor allem die fortschreitende Militarisierung der US-Strafverfolgungsbehörden. Derzeit ist die Stadt Ferguson komplett abgeriegelt. Die Polizeibeamten laufen in Militärkleidung und Schutzausrüstungen herum. Sie sind ausgerüstet mit High-Power-Gewehren und sitzen in gepanzerten Fahrzeugen.

„Ist das ein Kriegsgebiet oder eine US-Stadt? Die Regierung lässt die Situation durch den Einsatz von militärischen Materialien und Taktiken eskalieren“, zitiert The Hill Abgeordneten der US-Republikaner, Justin Amash.

Tatsächlich findet in den USA eine massive Aufrüstung der Strafverfolgungsbehörden statt. Diese wurden in den vergangenen Jahren mit ungewöhnlich schweren Waffen ausgestattet, die in Kriegsgebieten wie Afghanistan oder Irak eingesetzt werden.

Aktuell sind 432 MRAPs im Einsatz. Dabei handelt es sich um Panzerfahrzeuge, die gegen Minen und Hinterhalte sicher sind. Hinzu kommen 435 weitere Panzerfahrzeuge verschiedenster Typen, 44.900 Nachtsichtgeräte, 533 Flugzeuge und Helikopter, 93.763 Maschinengewehre und 180.718 Waffen-Magazine.
(mehr hier).

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Ziel der Laborversuche ist es, eines Tages das Röntgen zu ersetzen. (Foto: dpa)

Ziel der Laborversuche ist es, eines Tages das Röntgen zu ersetzen. (Foto: dpa)

Japanische Forscher züchteten bereits durchsichtige Frösche und Fische, jetzt gelang erstmals die Haut einer Maus transparent zu machen. (Foto: dpa)

Japanische Forscher züchteten bereits durchsichtige Frösche und Fische, jetzt gelang erstmals die Haut einer Maus transparent zu machen. (Foto: dpa)

Forscher haben erstmals gezeigt, wie die Haut von Versuchstiere durchsichtig gemacht werden kann. Bislang gab es nur Techniken für einzelne Organe, wie beispielsweise das Hirn. Dabei wird das Gewebe mit einem Gel durchtränkt. Im Anschluss werden die Fettmoleküle ausgespült, die dafür zuständig sind, das Gewebe undurchsichtig zu machen.

Jetzt haben die Wissenschaftler eine neue Methode entwickelt, um den ganzen Körper transparent zu gestalten. Der Prozess dauert bei Mäusen zwei Wochen und erschafft eine komplett durchsichtige Haut. Bislang hat es diese Zeit gebraucht, um ein einzelnes Mäusehirn zu behandeln. Dabei wurde es in einem Bad mit reinigenden Chemikalien getränkt.

Um die neue Methode zu beschleunigen, wurde das Gel als Transportmittel zusammen mit den durchsichtig machenden Substanzen direkt in die Blutbahn der Mäuse gespritzt. Das Ergebnis innerhalb weniger Tage sind transparente Nieren, Herzen, Lungen und Eingeweide. In wenigen Wochen haben dann auch die Hirne sowie der gesamte Körper eine klare Struktur.

Das Magazin sciencemag hat Bilder der transparenten toten Versuchstiere veröffentlicht.

Die Forschung an transparenten Gewebe hat damit ein neues Level erreicht. 2009 wurden bereits durchsichtige Goldfische als neue Züchtung in Japan vorgestellt. Das klare Hirn einer Maus wurde im vergangenen Jahr als neuer Fortschritt gefeiert. Jetzt stehen zum ersten Mal komplette Nagetiere für eine umfassende Studie der Organe zur Verfügung.

Allerdings ist die Forschung hierbei noch nicht am Ende. Es gilt die Mäuse transparent zu machen und sie gleichzeitig am Leben zu erhalten. Bislang ist der Cocktail aus Gel und Chemikalien tödlich für die Nager. Doch auch damit zeigten sich die Forscher vorerst zufrieden. Denn auch aus den toten Mäusen, können gute 3D-Modell der Organe erstellt werden, so die Forscher in ihrer Veröffentlichung.

Und genau dort setzt die neue Technik an. Denn laut den Wissenschaftlern fehlt es noch an dreidimensionalen Karten in Anatomie und Phänotypen für viele Organe. Bei den meisten Spezies sind die Daten noch unvollständig. Die Eingeweide sollen damit explizit dargestellt und die Verhaltensweisen der inneren Körperteile untersucht werden.

Forscher hoffen auf die Verwendung zur Analyse von Krebszellen. Hier könnten die Wissenschaftler lernen, wie sich die Krankheit im Körper bildet und ausdehnt.

Denn früher oder später soll diese Technik auch auf Menschen angewendet werden. Gelingt es den Forschern eine Variante zu entwickeln, mit der sich menschliche Organe transparent gestalten lassen, ist sie unter anderem auch bei Biopsien von Nutzen. Kann entnommenes Zellgewebe mit dieser Methode durchsichtig gemacht werden, lassen sich Krankheiten bei Menschen leichter feststellen.

 

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Die EU will Moldawien mit einen Millionen-Kredit von Russland loseisen. (Foto: dpa)

Die EU will Moldawien mit einen Millionen-Kredit von Russland loseisen. (Foto: dpa)

Die EU-Kommission hat am Dienstag ein Maßnahmen-Paket für Moldawien verkündet. Das Land soll Finanz-Hilfen in Höhe von 101 Millionen Euro erhalten.

64 Millionen Euro sollen in die Reform der Landwirtschaft fließen. Die restlichen 37 Millionen Euro sollen im Rahmen der Reform der öffentlichen Finanzen verwendet werden, meldet der EUObserver. Zwischen 2014 und 2020 soll Moldawien insgesamt 120 Millionen Euro für die landwirtschaftliche Entwicklung erhalten.

Ende Juni wurde zwischen der EU und Moldawien ein Assoziations-Abkommen geschlossen. Russland hatte nach der Unterzeichnung des Abkommens Einfuhrbeschränkungen gegen Fleischprodukte aus Moldawien verhängt. Außerdem besteht bereits ein Wein-Embargo. Deshalb hat die EU die Mengen-Kontingente für den zollfreien Import von Fleisch und Wein aus Moldawien verdoppelt, berichtet die Wiener Zeitung.

Moldawien, das seit 1991 unabhängig ist, grenzt an Rumänien und hat rund drei Millionen Einwohner. Seit 1992 schwelt ein Konflikt mit dem abtrünnigen östlichen Landesteil Transnistrien, in dem auch russische Soldaten stationiert sind. Im November finden Parlamentswahlen statt. Die oppositionelle kommunistische Partei lehnt den EU-Kurs der Regierung ab.

Doch auch die Gagaus-Türken Moldawiens sind unzufrieden mit dem EU-Kurs der Regierung, meldet die ETH Zürich. Der Chef der ethnischen Minderheit Mihail Formuzal ist besorgt um die Beziehungen mit Russland. Die Gagaus-Türken leben in der Autonomen Region Gagausien. Zuvor hatte Formuzal Chinisau mit der Spaltung gedroht, falls die Zentralregierung sich zu sehr gen EU orientieren sollte.

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Schweiz schränkt Exporte nach Russland ein

On August 15, 2014, in Endzeit, by admin
Die Schweiz liefert keine Waffen mehr nach Russland, nun sollen auch andere Export-Beschränkungen folgen. (Foto: dpa)

Die Schweiz liefert keine Waffen mehr nach Russland, nun sollen auch andere Export-Beschränkungen folgen. (Foto: dpa)

Die Schweiz verschärft wegen der Ukraine-Krise ihren Kurs gegenüber Russland. Das Wirtschaftsministerium sei beauftragt worden, zusätzliche Maßnahmen auszuarbeiten, teilte die Regierung in Bern am Mittwoch mit. Ziel sei es zu verhindern, dass die von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland über die Schweiz umgangen werden könnten. Zudem soll die Ausfuhr von Rüstungsgütern weiter eingeschränkt werden..
“>Während Schweizer Firmen bereits jetzt schon keine Waffen mehr an Russland oder die Ukraine liefern dürfen, sind nun auch Produkte wie Schutzanzüge oder bestimmte Flugzeuge und Boote betroffen. Von Sanktionen gegen Russland will die Schweiz aber nicht sprechen. Die Alpenrepublik versteht sich als außenpolitisch neutral.

Bisher hatten sich die Schweiz unter Berufung auf ihre Neutralität gegen Sanktionen ausgesprochen. Zuletzt wurden allerdings zumindest im Finanzsektor Zugeständnisse gemacht: So dürfen Schweizer Bankgesellschaften mit knapp 90 Personen aus Russland und der Ukraine sowie 20 Organisationen keine neuen Geschäftsbeziehungen eingehen (mehr hier). Dazu kommen nun Lieferbeschränkungen für Branchen, die auch von im Juli beschlossenen EU-Sanktionen betroffen sind. Das gilt etwa für Technologie, Öl- und Gasindustrie.

Gleichzeitig profitieren die Schweizer Käse-Exporteure von den Russland-Sanktionen. Wie die Deutschen Mittelstands Nachrichten berichten, arbeiten die Unternehmen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, die gesteigerte Nachfrage auch bedienen zu können und könnten Ländern wie Deutschland, Frankreich und Italien das Käsegeschäft an Russland wegschnappen. Der Export von Fleisch nach Russland nimmt ebenfalls zu.

Die EU wirft der Regierung in Moskau vor, zu wenig zur Aufklärung des mutmaßlichen Abschusses der malaysischen Passagiermaschine über der Ostukraine beizutragen und die prorussischen Separatisten zu unterstützen. Politiker aus Deutschland und anderen EU-Staaten hatten in den vergangenen Tagen wiederholt kritisiert, dass sich die Schweiz den EU-Sanktionen bisher nicht angeschlossen habe (mehr hier).

Die Schweizer Regierung entgegnete nun, dass sie eine eigenständige Außenpolitik betreibe und als Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in dem Konflikt vermitteln wolle.

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Robin Williams litt an Parkinson

On August 15, 2014, in Endzeit, by admin
Robin Williams in seinem Film "Good Morning Vietnam". (Foto: EPA/TOUCHSTONE PICTURES)

Robin Williams in seinem Film “Good Morning Vietnam”. (Foto: EPA/TOUCHSTONE PICTURES)

Schneider zufolge hatte Williams seine Alkoholprobleme im Griff. Er habe «mutig» gegen Depressionen und Angstzustände angekämpft. Der Schauspieler habe sich in einer frühen Phase der Parkinson-Krankheit befunden. «Er war noch nicht so weit, dies öffentlich mitzuteilen.»

Der dreifache Vater und Oscar-Preisträger war am Montag in seinem Haus im kalifornischen Tiburon tot aufgefunden worden. Williams litt seiner Sprecherin zufolge schon seit längerem unter schweren Depressionen, war lange alkoholsüchtig gewesen und hatte früher auch Rauschgift genommen.

Parkinson ist eine nervenbedingte Bewegungsstörung, die vor allem ältere Menschen trifft. Bei der unheilbaren Krankheit sterben Nervenzellen ab, die Kontrolle über Gliedmaßen geht verloren, typisches Zittern tritt auf.

Mit Schneider, seiner dritten Frau, war er seit 2011 verheiratet. Für seine Rolle als einfühlsamer Psychotherapeut in «Good Will Hunting» hatte er 1998 den Oscar bekommen.

«Robin hat so viel Zeit seines Lebens damit verbracht, anderen zu helfen», erinnerte Schneider am Donnerstag an den Schauspieler. Nach seinem «tragischen» Tod hoffe sie, dass andere daraus Kraft schöpfen, Hilfe zu suchen, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen.

Mit Blumen, Briefen und Trauerbekundungen hatten Fans und Kollegen in aller Welt in den letzten Tagen Abschied von dem Hollywoodstar genommen. Hunderte Menschen pilgerten zum Haus des Darstellers und zu bekannten Drehorten seiner Filme. Auch im Internet verliehen viele ihrer Trauer um den Star aus Filmen wie «Mrs. Doubtfire», «Club der toten Dichter», «Good Morning, Vietnam» und «Good Will Hunting» Ausdruck.

Zuletzt war Williams in den Filmen «Der Butler» (2013) und «The Big Wedding» (2012) im Kino zu sehen. Für die Comedy-Fortsetzung «Nachts im Museum 3 – Das Geheimnisvolle Grabmal», die im Dezember in die Kinos kommen soll, stand er noch bis vor kurzem vor der Kamera.

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Zu den Förderern von Finanzinvestor Nicholas Berggruen zählt seit langem der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. (Foto: dpa)

Zu den Förderern von Finanzinvestor Nicholas Berggruen zählt seit langem der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. (Foto: dpa)

Der österreichische Investor Rene Benko übernimmt einem Insider zufolge die angeschlagene Warenhauskette Karstadt ganz. Der bisherige Eigner Nicolas Berggruen ziehe sich vollständig zurück und gebe auch seine Minderheitsposition bei den Premium- und Sporthäusern der Gruppe auf, erfuhr Reuters am Donnerstag von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person. Einem vor einigen Monaten ausgehandelten Deal zufolge werde Benko mit Beginn der kommenden Woche neuer Eigentümer der Karstadt Warenhaus GmbH, in der 83 Karstadt-Filialen gebündelt sind. Grundlage sei eine neu ausgehandelte Vereinbarung, die die vollständige Übernahme vorsehe. Dabei fließe kein Geld. Mit seinem Karstadt-Investment habe Berggruen „geringfügig Geld verdient“, sagte der Insider weiter.

Berggruen hatte Karstadt vor einigen Jahren gekauft. Im Aufsichtsrat saß kurzfristig Doris Schröder-Köpf, die aber mindestens einen Teil ihrer Gage für wohltätige Zwecke gespendet hat (mehr dazu hier). Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist ein guter Freund Berggruens und Mitglied von Berggruens globalem Think-Tank. Berggruen hatte vor einigen Monaten eine Internet-Zeitung für die Eliten gegründet (hier).

Seine Investment-Strategie war bereits vor einiger Zeit aufgegangen, als er 75,1 Prozent von Karstadt-Sport und Karstadt-Premium an den österreichischen Investor Rene Benko verkaufen konnte. Die Sporthäuser und die drei Premium-Warenhäuser Oberpollinger (München), Alsterhaus (Hamburg) und KaDeWe (Berlin) laufen deutlich besser als die normalen Warenhäuser. Den Verkaufserlös von 300 Millionen Euro wollte Berggruen in die verbleibenden Filialen investieren (mehr hier).

Ob das tatsächlich geschehen ist, ist unklar: Zuvor hat Berggruen, der einst als Retter von Karstadt gefeiert wurde, kein eigenes Geld in das Unternehmen gesteckt (mehr hier).

In einem Brief an die Karstadt-Mitarbeiter schreibt Berggruen, dass kein Geld an seine Holding oder gar an ihn persönlich fließe. Er verschaffe Karstadt lediglich den nötigen Freiraum. „Das ist mein Beitrag zur Gesundung von Karstadt. Der zweite wesentliche Teil ist der Tarifweg, den das Management derzeit gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern beschreitet“, zitiert der Spiegel den Karstadt-Retter.

Berggruen war am Donnerstag nicht zu erreichen. Ein Sprecher Benkos lehnte eine Stellungnahme ab. Reuters hatte am Mittwoch aus Branchenkreisen erfahren, der umstrittene österreichische Immobilien-Investor stehe kurz vor der Entscheidung zur Übernahme der angeschlagenen Warenhauskette. Er habe von Berggruen eine Kaufoption erhalten, über die er bis Ende des Monats entscheiden könne.

Mit einer Übernahme von Karstadt durch Benko könnten Spekulationen um eine Warenhausunion mit dem Konkurrenten Kaufhof wieder aufleben. Der Österreicher hatte sich bereits in der Vergangenheit erfolglos auch um die Metro -Tochter bemüht. Benko ist im deutschen Einzelhandel bereits seit Jahren kein Unbekannter mehr. Seine Signa Holding besitzt bereits die Mehrheit an den Filetstücken des Traditionskonzerns sowie zahlreiche Karstadt-Immobilien. Erst im vergangenen September hatte Benko sich die Mehrheit am operativen Geschäft von Karstadt Sports und an den Luxuswarenhäusern – dem Berliner KaDeWe, dem Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München – gesichert. Berggruen kontrollierte seitdem nur noch die Mehrheit am operativen Stammgeschäft um die verbliebenen über 80 Warenhäuser.

Benko gilt als gut verdrahtet in Wirtschaft und Politik. Prominente Namen finden sich im Beirat seiner Firma Signa, darunter Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und der frühere österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. In einem Korruptionsprozess wurde gegen Benko eine Haftstrafe auf Bewährung verhängt. Der Oberste Gerichtshof in Wien hatte das Urteil jüngst bestätigt.

Karstadt kämpft seit Jahren mit Verlusten und sinkenden Umsätzen. Berggruen, Sohn des verstorbenen Mäzens und Kunstsammlers Heinz Berggruen, hatte Karstadt 2010 für den symbolischen Preis von einem Euro aus der Insolvenz übernommen. Damals war er auch von den Arbeitnehmern als Retter gefeiert worden. Die Stimmung ist aber umgeschlagen, denn auch Berggruen schaffte es nicht, Karstadt auf Kurs zu bringen.

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