General-Sponeck-Kaserne wird umbenannt

On August 2, 2014, in Pauke, by admin

Image635425752844094543BERLIN.(JF) Die nach General Hans Graf von Sponeck benannte Kaserne in Germersheim wird in Südpfalz-Kaserne umbenannt. Das teilte die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei mit. Dies geschehe „als Ergebnis der Meinungsbildung innerhalb der Liegenschaft“, heißt es in der Antwort. Die Kaserne ist derzeit Hauptsitz des Luftwaffenausbildungsbataillons der deutschen Luftwaffe.

Sponeck war im Zweiten Weltkrieg kommandierender General des XXXXII. Armeekorps und beteiligte sich 1941 an der Eroberung der Krim. Als er ohne Rücksprache mit seinen Vorgesetzten eine drohende Einkesselung durch rasche Truppenverlegungen umging, wurde er in einem Prozeß zum Tode verurteilt, von Adolf Hitler aber zu sechs Jahren Festungshaft in Germersheim begnadigt. Dennoch ließ ihn Heinrich Himmler am 23. Juli 1944 zur Abschreckung hinrichten.

Zukunft des Gedenksteins für das NS-Opfer ungewiß

Der 1888 geborene Sponeck galt nicht zuletzt wegen dieser couragierten Tat bisher für die Bundeswehr als Identifikationsfigur. Jüngsten Vorwürfen des amerikanischen Historikers Erik Grimmer-Solem zufolge habe er sich aber zu diesem Zeitpunkt bereits eines Kriegsverbrechens schuldig gemacht, in dem er Sicherheitsdienst und Sicherheitspolizei bei ihren Säuberungsaktionen hinter der Front zuarbeitete.

Ob nun auch der Gedenkstein, der an die Hinrichtung des Generals erinnert, „entfernt oder durch eine kritische Kommentierung ergänzt“ werde, wie von der Linkspartei gefordert, ist noch unklar.

ajax loader

(169)

Spatz: …, des Lied ich sing!

On August 2, 2014, in Krieg, Krieg & Terror, Spatz, by admin

…, des Lied ich sing!

Der Spatz im Gebaelk

Der Spatz im Gebälk

Wir leben in einer irren Zeit. Warum? Nehmen wir uns zunächst ein paar Aspekte vor. 1. Das Vermögen der Welt konzentriert sich in immer weniger Händen. Gerade meldet die EZB in ihrer Eurosystem Household Finance and Consumption Study, das das eine Prozent der Reichsten nicht wie angenommen 35% des Weltvermögens besitzt, sondern mit steigender Tendenz bereits 35 – 37%. Das entspricht genau der systemimmanenten Tendenz des „freien Marktes“. Doch den gibt es kaum noch.

2. Im Nahen Osten eskaliert der Krieg nicht nur von Seiten Israels als Reaktion auf sehr seltsam ineffektive Raketenangriffe zu seltsamen Zeitpunkten. Wichtiger sind die Aktivitäten der Radikalislamisten, die Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) als Sammelbecken der islamistischen Terrorgruppen von Al Qaida bis Taliban. Sie werden in der Öffentlichkeit angeblich von den USA aktiv bekämpft, aber verdeckt massiv von den USA mit Waffen und Kommandostrukturen versorgt, wie Christoph Hörstel (damals noch BND) zu seinem Erstaunen bereits vor Jahren in Afghanistan entdecken musste. Die Steuerung der IS soll, laut US-Insidern, von der US-Botschaft in der Türkei aus erfolgen. Tatsächlich kommt jede Analyse der Vorgänge im Nahen Osten, die strikt von der Frage des Cui bono? (Wem nützt’s?) ausgeht, zu dem Ergebnis, dass diese Terrorbanden wie ihr derzeitiges Sammelbecken, die IS, trotz ihres lauten Anti-US und Anti-Israel Geschreis im strategischen Interesse der USA und Israels agieren, unter anderem um den arabischen Widerstand gegen das bereits von Ben Gurion angestrebte Großisrael im Blut gegenseitiger Bruderkriege ersticken zu lassen und durch das Sterben zu einer Entspannung des Bevölkerungsproblems in diesem Raum beizutragen.

3a Im Osten wird recht unverhohlen zum Krieg gegen Russland und China geblasen. Paul Craig Roberts (der frühere Assistant Secretary of the Treasury for Economic Policy and Associate Editor of the Wall Street Journal) verfolgt seit längeren die “Propaganda, die zur Dämonisierung Putins und Russlands eingesetzt wird… Aber selbst mir – sagt er – raubten die bösartigen Lügen in der britischen Zeitschrift The Economist vom 26. Juli (gefolgt vom Spiegel und ähnlichen Propaganda-Blättern) die Sprache… Man muss diese Propaganda lesen, um das Gossenniveau der Propaganda im Westen und das offensichtliche Drängen zum Krieg gegen Russland zu erkennen. In dem Text gibt es nicht den geringsten Beleg für die wilden Anklagen des Economist. Diese Art unverantwortlicher Lügen und durchsichtiger Propaganda wie im Artikel des Economist (u.a. westlicher Journale) dient keinem anderen Zweck, als die Welt in den Krieg zu treiben.“ Roberts steht mit seiner Einsicht nicht alleine. Viele äußern sich – wenig medienwirksam – in den USA aber auch in Europa genauso.


Der Dritte Weltkrieg - Schlachtfeld EuropaPeter OrzechowskiWarum ein großer Krieg unausweichlich ist,und wie Sie Ihre Überlebenschancen erhöhenEinen Dritten Weltkrieg, noch dazu in Deutschland, haben bis vor wenigen Monaten die meisten Menschen für unmöglich gehalten. Doch dann kamen die Krise um die Ukraine und die Warnungen der Politiker - von Vizekanzler Sigmar Gabriel bis Altkanzler Helmut Schmidt. Und wir erinnerten uns auch wieder an die Drohungen der USA und Israels, die iranischen Atomanlagen zu bombardieren. Oder an den Beinahe-Krieg in Syrien, der das Potenzial zu einem Waffengang zwischen den USA und Russland hatte.Die deutschen Medien beschrieben diese Krisen als Kampf von Gut (USA) gegen Böse (Russland). Dieses Buch macht mit dieser Schwarz-Weiß-Malerei Schluss und liefert handfeste Informationen. Es zeigt die Hintergründe auf und fragt nach den Beweggründen der jeweiligen Akteure. Es beantwortet die Frage, warum in der Ukraine oder im Ostchinesischen Meer geschossen wird. Oder warum sich in vielen Ländern der Erde Unruhen ausbreiten.Dieses Buch beschreibt zwei Machtblöcke, die demnächst gewaltsam aufeinanderprallen. Es zeigt ein Kräfteringen zwischen USA/NATO auf der einen und Russland/China auf der anderen Seite. Es belegt, dass ein Krieg um die Vorherrschaft über die knapper werdenden globalen Ressourcen und die Kontrolle ihrer Transportwege kaum noch zu vermeiden ist - ein Krieg auch um die Macht über Eurasien, diese riesige Landmasse, die von Lissabon bis Wladiwostok reicht.Im Kampf um Eurasien und seine Ressourcen wird die derzeit noch dominierende Weltmacht USA von zwei wirtschaftlich stark wachsenden und militärisch aufrüstenden Konkurrenten herausgefordert - von Russland und von China. Überall an den Rändern dieser gewaltigen eurasischen Landmasse kommt es gegenwärtig zu Verwerfungen und offenen Konflikten - jede Seite will die wichtigen Randzonen dominieren, um damit den gesamten Kontinent zu beherrschen.Warum dieser Kampf der Großmächte für uns so gefährlich ist und womit wir in naher Zukunft rechnen müssen, erfahren Sie in diesem Buch:    Welche geostrategische Vision amerikanische und russische Politiker leitet     Wann ein günstiger Kriegszeitpunkt für die Großmächte ist    Wo bereits Truppenaufmärsche stattfinden    Wie Deutschland in diese Konflikte verwickelt werden kann    Inwieweit die Bundeswehr überhaupt in der Lage ist, unser Land zu verteidigen    Welche Regionen besonders gefährdet sind    Wie Sie Ihre Überlebenschancen erhöhen.  Gebunden, 208 Seiten 3b Vor drei Jahren beschloss Washington eine langfristige strategische Umorientierung, den „Asian Pivot“, um nach Aussage der US-Strategieexperten das aufsteigende China einzudämmen und die US-Hegemonialstellung in diesem Raum zu sichern. Um dieses Ziel durchzusetzen, haben die USA den Kriegsplan Air-Sea-Battle (Luft-Seeschlacht) entwickelt (der Spatz berichtete darüber). Der Plan deutet den Wandel des US-Establishments gegenüber China an: Vom Wirtschaftskrieg zum heißen Krieg, wenn es der verdeckte Krieg („bunte Revolution“) a la Gene Sharp nicht bringt. Die US-Militärbasis auf der japanischen Insel Okinawa wird derzeit modernisiert und ausgebaut. Die 7. US-Flotte mit der 3rd Marine Expeditionary Force liegt vor China auf der Insel Yokosuka, 130 Kampfjets der US-Luftwaffe befinden sich auf den Stützpunkten Misawa und Kadena. Über 35.000 US-Soldaten und 5.500 Zivilangestellte des Pentagon stehen in Japan bereit. Über 45.000 amerikanische Soldaten liegen in Südkorea. (Nordkorea darf dafür (gegen welches Entgelt?) den Vorwand liefern.) Im Indischen Ozean dient die riesige Militärbasis auf Diego Garcia als Dreh- und Angelpunkt der US-Kontrolle über diesen Teil des Globus. Im Südchinesischen Meer ermutigte Washington sowohl die Philippinen als auch Vietnam, ihre territorialen Ansprüche an China provokativ zu vertreten und die bereits weit gediehenen bilateralen Gespräche mit China über eine diplomatische Lösung abzubrechen. Zuvor hatte Washington auf den Philippinen gegen den ursprünglichen Willen der dortigen Regierung seine Militärpräsenz erneut ausgebaut, in Australien eine solche neu eingerichtet. Entsprechende Abkommen wurden mit der indonesischen Armee geschlossen. Und sogar mit Vietnam finden seit 2011 „friedliche militärische Übungen“ im Südchinesischen Meer statt.

4. Mit ihren Sanktionen gegen Russland begeht die EU nach Ansicht von Jacques Sapir, Direktor an der renommierten École des Hautes Études en Sciences Sociales, eines angesehenen französischen Wirtschaftsexperten, einen schlimmen Fehler. „Die Sanktionen gefährden die Beziehungen zu Russland zu dem Zeitpunkt, zu dem die durch Krisen zermürbte globale Wirtschaft auseinander zu brechen droht“, sagte er am 20.7. RIA Novosti. Dagegen liest man auf der Webseite des Informationsdienstes McClatchy in Washington „Die US Verkäufe nach Russland haben seit den Sanktionen zugenommen.“ „das US-Census Bureau für den Außenhandel zeigt an, dass die Exporte im März und Mai (die letzten verfügbaren Daten) um 17 % gegenüber den drei vorangegangenen Monaten, bevor die Sanktionen verhängt worden waren, angestiegen sind.“ Der Dienst nennt das einen „ungewöhnlichen Trend“ (http://www.mcclatchydc.com/2014/07/28/234647/us-sales-to-russia-have-only-risen.html). Für Deutsche sollte der nicht ungewöhnlich sein, wenn sie sich an das ihnen von der NATO aufgenötigte Röhrenembargo vom 18.12.1962 gegen die Ostblockstaaten und die sich daran anschließenden Röhrenlieferungen Großbritanniens und der USA dorthin erinnern.

5. Der Außenpolitik entspricht innenpolitisch seit Jahrzehnten die propagandistische Verteufelung der Kernenergie, das Schüren der sogenannten Klimaangst gegen das Verbrennungsabgas CO2. Dessen Klimawirksamkeit ist durch nichts wissenschaftlich bewiesen und beruht auf Zahlentrickserei und betrügerischen Computerspielchen mit falschen Analogieentwicklungen. Alle Lösungen für eine sichere Nutzung der Kernenergie und alle Kritik von Wissenschaftlern an der absurden Klimaangst prallen an der massiven Propagandamauer der geschickt und unauffällig gleichgeschalteten Massenmedien ab. Statt dessen wird eine „Energiewende“ angeleiert, die ein ausgewogenes System der Energieversorgung durch ein viel aufwendigeres System von „Zappelenergie“ ersetzt. Sie soll zu einer – bisher weitgehend nur in Elitekreisen erörterten – „Großen Transformation der Industriegesellschaft“ führen (der Spatz schrieb oft darüber).

Was ist das einigende Band hinter diesen und anderen hier weniger herausgestrichenen Entwicklungen (TTIP, Finanzmanipulationen, Großstadt- und Migrationsproblematik, Verfall der Infrastruktur, des Bildungssystems, Gendermainstreaming, Entmoralisierung der Gesellschaft, Kult der Hässlichkeit in der Kunst etc.)? Um darauf eine Antwort zu finden, sollte man sich an das gesellschaftliche Hauptmerkmal unserer Zeit halten. Ist dieses Merkmal nicht der groteske Widerspruch zwischen den technologischen Produktivkräften, mit denen jede materielle Not überwunden werden könnte, und der schrittweise zunehmenden Verelendung immer breiterer Bevölkerungsschichten (Prekariat in der Dritten Welt und hier)? Auf der einen Seite gibt es eine nicht absetzbare Überproduktion von Gütern, die Betrieben und Unternehmen ein „Gesundschrumpfen“ verordnet, auf der anderen Seite müssen nun schon über eine Milliarde Menschen von rund einem Dollar Kaufkraft pro Tag leben. Ist das nur ein Verteilungsproblem? Jedenfalls scheitert für immer mehr vereinzelte Menschen ihr gieriges Streben nach Geld, um wenigstens das nackte Überleben zu sichern. Ist es ihre Schuld oder die derjenigen, die die Geldschöpfung und die Steuerung der Geldströme in der Hand haben? Sind das nicht die wenigen Besitzer der Internationalen Geschäftsbanken, denen die Federal Reservebank (FED) gehört, und die weltweit Zahlungsmittel als Kreditgeld herstellen und über seine Zuteilung entscheiden (An der Spitze, natürlich nicht in jedem Einzelfall)? Liegt nicht die Gestaltungsmacht über die Gesellschaft, ihre politischen Institutionen, ihre Meinungsbildnerei (Medien) etc. in der Hand dieser Leute? Aber welche Absicht sollte sie leiten, um dieses Ausmaß an Zerstörung und Fehlentwicklung über die Menschheit zu bringen? Dass es eine solche Absicht geben könnte, scheint vielen Menschen völlig ausgeschlossen („Verschwörungstheorie!“). Eine solche Annahme stünde auch im Widerspruch zur Ideologie der „freiheitlichen“ Gesellschaft, der die meisten noch anhängen.

Wenn wir den bisherigen Verlauf der Geschichte mit seinem Auf und Ab betrachten, so zeigt sich eine Tendenz. Bei allen Niedergängen von Gesellschaften hat sich auf Dauer doch die mit den stärkeren Produktivkräften und dementsprechend der höheren Produktivität ihrer Mitglieder durchgesetzt. Die Anhebung der Produktivität durch neue technologische Verfahren oder die Dienstbarmachung neuer Ressourcen hat früher oder später immer zu einer Veränderung der Herrschaftsverhältnisse mit mehr wirtschaftlicher und dann auch sozialer Freiheit für breitere Schichten der Untergebenen geführt. Viele Herrscher über Gesellschaftssysteme haben schon in früherer Zeit versucht, durch Zwang oder durch Verschwendung (Potlatsch, Kriege, Prunkbauten, Luxus der Oberschicht, Brot und Spiele etc.) diese Entwicklung aufzuhalten oder gar umzukehren. Wenn ihnen das gelungen ist, ist ihre Gesellschaft früher oder später untergegangen und hat einer anderen produktiveren zur Vormacht verholfen.

Heute herrscht – jedenfalls was die wirtschaftliche Seite der Gesellschaft angeht, die für die Entwicklung der Produktivkräfte zuständig ist – im Grunde nur noch eine Clique und das nahezu weltweit. Selbst Russland und China sind in gewisser Weise den Launen der Finanzmärkte ausgeliefert, die von den Kreditgeldzuteilungen und Marktmanipulationen der Hochfinanz, also letztinstanzlich von den Entscheidern in den Banken, denen die FED gehört, abhängig sind. Ihre Regierungen haben sich aber politisch noch nicht deren Wünschen gefügt. Dasselbe gilt auf eine ganz andere Weise auch für gewisse Araber, die den Landraub von 1948 mit seinen Folgen noch nicht verwunden haben.

Die Ideologen der Hochfinanz haben Karl Marx besser verstanden als die Marxisten und sogenannten Kommunisten, Progressiven. Linken etc. Insbesondere haben sie begriffen, dass wenn die Entwicklung der Produktivkräfte einen gewissen Schwellwert überschritten hat, die bisherige Herrschaftsposition umzukippen droht – und zwar aus dem einfachen Grund, dass die zu ihrer Erhaltung nötigen Zwänge und Einschränkungen aufgrund der verfügbaren Mittel (“Produktivkräfte”) nicht mehr zu rechtfertigen sind.

In der industriellen Neuzeit haben sich die Produktivkräfte dramatisch entwickelt und dementsprechend die Herrscherschicht enorm konzentriert (von den vielen Besitzern der Produktionsmittel auf die wenigen Steuermänner der Geldströme). Die Maschinenstürmerei der ersten Quasisozialisten, die Ideologie der Fabianer von Sidney und Beatix Web und der politische und wirtschaftliche Terror der sogenannten Kommunisten (deren systemimmanente Misswirtschaft) sorgten nur für Störungen in der Entwicklung der Produktivkräfte. Sie reichten nicht aus, um die Entwicklung „stationär“ werden zu lassen, d.h. sie hinsichtlich ihrer Versorgungsmöglichkeiten zum Stillstand zu bringen. Die Ideologie der Grünen und die Energiewende der Etablierten versucht nun mit leider einigem Erfolg, die Entwicklung der Produktivkräfte rückgängig zu machen (ob im vollen Bewusstsein der damit verbundenen Absicht oder als dümmliche Gefolgsleute, sei dahin gestellt). Aber auch deren bisherigen „Erfolge“ reichen nicht aus, um den erwähnten Widerspruch zwischen den technologischen Versorgungmöglichkeiten und der tatsächlichen Versorgung der Menschen nachhaltig aus dem Bewusstsein der Menschen zu verdrängen und die „Große Transformation“ als „Refeudalisierung“ der Herrschaft zu ermöglichen. Ihre im Grunde gleiche Stoßrichtung lässt Grüne, Rote, Reaktionäre und Gutmenschen etc. in den Augen konservativer Kreise als “Kommunisten” erscheinen, die sie natürlich ihrem Selbstverständnis nach nicht sind. Sie sind bis auf wenige Initiativgeber nicht einmal Herr ihrer „so eigenen“ Gefühle und Bestrebungen, sondern mehr oder weniger gelenkte “nützliche Idioten” derer, die das Finanzwesen, und damit die Gesellschaft nicht nur steuern, sondern fest im Griff haben, und die ihre (längst überholten) Herrschaftsverhältnisse bei zu viel möglichem Wohlstand gefährdet sehen. Ihre Handschrift erkennt man, wenn man bereit ist, hinter die Geldbündel zu schauen, die sie den meisten vor die Nase halten und damit die Gesellschaft lenken.

(195)

Die russische Zentralbank droht offen mit einem Crash des globalen Finanzsystems: Sie betrachtet die Sanktionen gegen die von ihr beherrschte Sper-Bank als einen Affront. (Foto: dpa)

Die russische Zentralbank droht offen mit einem Crash des globalen Finanzsystems: Sie betrachtet die Sanktionen gegen die von ihr beherrschte Sper-Bank als einen Affront. (Foto: dpa)

Die russische Sberbank sieht in ihrem Ausschluss aus den Kapitalmärkten eine Gefahr für das weltweite Bankensystem.

Diese Warnung ist besonders bedeutsam, weil die russische Zentralbank an der Sberbank mit einer beherrschenden Mehrheit an der Sperbank beteiligt ist. Über die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) weiß die russische Zentralbank über die Verflechtungen der globalen Finanz-Wirtschaft bestens Bescheid. Zwar ist es unklar, inwieweit die Bank wirklich staatlich ist, doch laut dem Central Bank Directory gehört sie zu 100 Prozent dem russischen Staat. Man kann daher ausgehen, dass alle Aussagen im Einvernehmen mit der Zentralbank in Moskau abgestimmt sind. Mehr noch: In einem so engen Geflecht der Macht, wie es in Moskau herrscht, verwenden die wichtigsten Player oft ihre untergeordneten Einrichtungen, um Stellungnahmen zu lancieren.

Die Stellungnahme der Sperbank verweist darauf, dass sie die wichtigsten Bank Russlands ist: 110 Millionen Russen erhielten ihre Gehälter oder Stipendien durch die Bank, heißt es da. Und weiter: “Praktisch jeder russische Bürger über 14 Jahren ist Kunde der Bank.”

Die von den Finanz-Sanktionen betroffenen russischen Banken sind teilweise stark vernetzt, die Sanktionen führen bereits zu Ausfällen bei europäischen Banken. Die Maßnahme untergrabe die Grundfesten der globalen Finanzsystems, so die Bank.

Die Sberbank, Russlands größter Kreditgeber, sieht in ihren Ausschluss aus dem europäischen Kapitalmarkt eine Gefahr für das globale Bankensystem.

Die EU hat Sanktionen gegen fünf staatlich kontrollierte russische Großbanken verhängt. Künftig dürfen die Sberbank, VTB, Gazprombank, Vnesheconombank und Rosselkholzbank sich am Kapitalmarkt weder Fremd- noch Eigenkapital beschaffen, das eine Laufzeit von mehr als 90 Tagen hat.

Die zweitgrößte russische Bank, VTB äußerte ähnliche Kritik an den Maßnahmen der EU. „Solche Taten widersprechen Europas demokratischen Werten und zeigen, dass sie gegen ihre eigenen Interessen verstoßen, um das Geheiß ihrer Vorgesetzten jenseits des Atlantiks zu erfüllen“ erklärte die Bank.

Analysten zufolge schade der Ausschluß der drei größten russischen Banken zwar langfristig der russischen Wirtschaft. Eine sofortige Krise in Russland werde dadurch aber nicht ausgelöst. Russland versucht seit längerem eine Abkoppelung aus den Dollar-Finanzmärkten und schmiedet dazu neue Allianzen mit China und anderen BRICS-Staaten (mehr hier).

Allerdings sind die russischen Banken stark mit internationalen Finanzinstitutionen vernetzt. So hat jüngst auch die französische Société Générale gemeldet, dass der Netto-Gewinn aus dem Russland-Geschäft um ein Drittel gesunken sei. Das Geldhaus ist nach der österreichischen Raiffeisen und ihrer Rosbank-Tochtergesellschaft die am zweitstärksten mit Russland vernetzte Bank.

Die Sperbank verweist unverhohlen darauf, dass die internationale Banken-Industrie wegen der Sanktionen Schaden nehmen werde: “Die Bank hat einen tadellosen internationalen Ruf. Über ein Drittel ihrer Anteile wird von Investoren aus Europa und den USA gehalten.”

Die Schlussfolgerung der Bank über die Konsequenzen ist unmissverständlich: “Die Tatsache, dass die Bank von den Sanktionen erfasst ist, zerstört die Grundfesten des globalen Finanzsystems.” Die Maßnahme trage nichts zur Entspannung der Europäischen Krise bei, die durch die Situation in der Ukraine auslöst wurde.

Die Zentralbank sagte ergänzend, man werde alles unternehmen, um die Sperbank zu stützen. Man wolle unbegrenzt Devisen und Rubel zur Sicherung der Liquidität zur Verfügung stellen. Die Zentralbank kündigte weiter an, sie werde als Zwischeninstanz eingreifen, um die Transaktionen mit westlichen Banken sicherzustellen.

Die  Mitteilungen von Sperbank und russischer Zentralbank sind keine leeren Drohungen: Im globalen Schulden-Kasino kann jeder jeden zu Fall bringen – auch auf die Gefahr, dass auch ein lokaler Crash das gesamte Finanzsystem in Richtung Abgrund treibt.

Das neue Buch von Michael Maier ist bereits die dritte Woche in Folge auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Das neue Buch von Michael Maier ist bereits die dritte Woche in Folge auf der Spiegel-Bestsellerliste.

In seinem Buch erklärt DWN-Herausgeber Michael Maier, wie die Zentralbanken gemeinsam mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich längst die Führung der globalen Wirtschaft übernommen haben. Die extreme Vernetzung der Finanz-Institutionen hat dazu geführt, dass jeder unbedachte Schritt Folgen für das ganze System haben kann. Die Russland-Krise könnte zu einem Schwarzen Schwan werden, der das System in sich zusammenbrechen lässt.

 

Michael Maier
Die Plünderung der Welt
Wie die Finanz-Eliten unsere Enteignung planen 288 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag 19,99 € (D), 20,60 € (A)
Auch als E-Book erhältlich
ISBN 978-3-89879-853-2
FinanzBuch Verlag, München 2014
Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich. Beim Verlag kann es hier bestellt werden.
Das Buch ist bei Amazon erhältlich – hier.

(164)

Italiens Premier Renzi (re.) hat nach dem EU-Gipfel Griechenlands Premier Samaras (li.) mit Frau nach Florenz eingeladen um über die gemeinsame EU-Politik zu reden. (Foto: dpa)

Italiens Premier Renzi (re.) hat nach dem EU-Gipfel Griechenlands Premier Samaras (li.) mit Frau nach Florenz eingeladen um über die gemeinsame EU-Politik zu reden. (Foto: dpa)

Mehrere EU-Länder machen die EU-Sanktionen für ein mögliches verfehlen der Defizit-Grenzen verantwortlich. Bei einem Treffen der EU-Botschafter in der vergangenen Woche, riefen die südlichen Länder die EU-Kommission auf, die Ausfälle durch Sanktionen zu berücksichtigen, wenn sie bewerten, wie streng sie sich an die Defizit-und Schuldenregeln halten wollen.

Die EU-Kommission erwartet, dass die EU in diesem Jahr durch die Sanktionen 40 Milliarden Euro verliert.  Das macht rund 0,3 Prozent des  Brutto-Inland-Produktes aus. Im Jahr 2015 geht sie sogar von einem Verlust über  50 Milliarden Euro aus. Die Politiker gehen davon aus, dass Russland voraussichtlich mit eigenen Handelsverboten gegen EU-Ländern zurückschlagen wird.

Dies hat Sorge vor allem in den südlichen Mitgliedsstaaten ausgelöst. Insbesondere das Russland-freundliche Italien befürchtet, dass die Sanktionen gegen Russland das ohnehin schwächelnde Wirtschaftswachstum abwürgen und das Land in eine Rezession stürzen könnte, berichtet der EU-Observer.

Italien ist zusammen mit Frankreich seit längerem bemüht, die Defizit-Regeln der EU zu lockern. Mit einer Staatsschuldenquote von zuletzt 136 Prozent ist es nach Greichenland das zweithöchst verschuldete Land der Eurozone. Weil der Staat Rechnungen bei Unternehmern seit Monaten nicht mehr bezahlt, sprechen Experten bereits von einer Insolvenzverschleppung. Die EU hat bereits ein offizielles Verfahren gegen Italien eingeleitet (mehr hier).

Griechenland fürchtet vor allem das Ausbleiben seiner jährlich 1,4 Millionen russischen Touristen. Aber auch angedrohte russische Importverbote für griechisches Obst könnte das Wachstum gefährden. Für Zypern, wo zahlreiche russische Oligarchen aus Steuergründen ihr Vermögen parken, könnten die Sanktionen laut Außenminister Ioannis Kasoulides  gar “katastrophale Auswirkungen” haben.

Auch Polen macht die Sanktionen Russlands gegen polnisches Obst und Gemüse bereits vorsorglich für ein geringeres Wirtschaftswachstum verantwortlich. Am Ende des Jahres werde wegen der Strafen der Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt um 0,6 Prozentpunkte geringer sein, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Piechocinski der Zeitung Rzeczpospolita. Die Exporte nach Russland seien demnach bereits um sieben Prozent gesunken, die in die Ukraine um 26 bis 29 Prozent. Der Trend werde sich in der zweiten Jahreshälfte verstärken. Etwa ein Fünftel der Obst- und Gemüse-Exporte des Landes gehen nach Russland.

(177)

Russlands Präsident Wladimir Putin hielt am 1. August 2014 in Moskau eine Rede. Er widmete seine Worte  den „Helden des Ersten Weltkriegs“. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin hielt am 1. August 2014 in Moskau eine Rede. Er widmete seine Worte den „Helden des Ersten Weltkriegs“. (Foto: dpa)

Pieter Cleppe vom Think Tank Open Europe hält die Verschärfung der Russland-Sanktionen für gefährlich. Denn Handels-Sanktionen bilden im Regelfall die Vorstufe für einen Krieg.

Cleppe:

Wenn Waren nicht mehr über Grenzen kommen, tun es Armeen. Sanktionen – und ihre logische Fortsetzung, Kriege –gegen den Tyrannen Saddam Hussein bewirkten, dass sich eines der weltlichsten Länder des Nahen Ostens in eine regelrechte Mordgrube verwandelte. Dort kontrolliert die ISIS, die mordlustiger als al-Qaida ist, große Teile des Landes.“

In diesem Zusammenhang sei Russlands Präsident Wladimir Putin noch ein „nüchterner“ Staatsmann. Es gebe in Russland weitaus radikalere Alternativen wie die Ultranationalisten. Zudem werden die Meinungsverschiedenheiten zwischen den „Kreml-Hardlinern“ und der Geschäftswelt übersehen.

Doch für die Situation in der Ukraine trage die EU eine große Mitschuld. Brüssel habe sich auf einen Konfrontations-Kurs gegen Russland eingelassen.

Ein Land kann nicht Mitglied einer Zollunion sein [bezogen auf die Eurasische Union] und gleichzeitig in eine andere Freihandelszone [der EU] eintreten“, zitiert Cleppe den Präsidenten der EU-Kommission, José Manuel Barroso, in seiner Analyse.

Diese „Alles-oder-Nichts“-Politik habe zu einer Verschärfung der Lage in der Ukraine geführt. Angesichts der besonderen Situation der Ostukraine wurde der russische Präsident regelrecht herausgefordert. In Putins Umgebung wird bereits offen über einen neuen Krieg in Europa geredet.

An eine Verständigung mit dem Westen glaubt er offenbar nicht mehr.

Deshalb werden die Sanktionen gegen Russland nichts bewirken, meldet der britische Ex-Botschafter Tony Brenton in The Telegraph. „In Ländern wie Russland verstärken Sanktionen lediglich die antiwestlichen Kräfte“, so Brenton. Es komme zu einer massiven Abwehrhaltung.

Es gebe Russen, die sich damit brüsten, auf der Sanktions-Liste des Westens zu stehen. Sie werden als Nationalhelden betrachtet. Deshalb habe sogar einer der schärfsten Putin-Gegner, Michail Chodorkovsky, die Russland-Sanktionen verurteilt und als „konterproduktiv“ bezeichnet.

Wladimir Putin hat in den vergangenen Jahren eine Reform zur Schaffung einer autarken Wirtschaft ins Rollen gebracht. Er will Russland aus der Import-Abhängigkeit befreien. Die Sanktionen werden diesen Prozess beschleunigen, meint Cleppe von Open Europe.

(155)

Wenn die französischen Präsidentschaftswahlen so enden wie die Umfragen, dann wird Marine Le Pen ihren Vater Jean Marie allein im EU-Parlament zurücklassen und nach Paris zurückkehren. (Foto: dpa)

Wenn die französischen Präsidentschaftswahlen so enden wie die Umfragen, dann wird Marine Le Pen ihren Vater Jean Marie allein im EU-Parlament zurücklassen und nach Paris zurückkehren. (Foto: dpa)

Die Umfrage zeigt: Wenn Nicholas Sarkozy antritt, schaffen es die Sozialisten nicht einmal in die Stichwahl. (Grafik: Ifop für das Magazin Marianne)

Die Umfrage zeigt: Wenn Nicholas Sarkozy antritt, schaffen es die Sozialisten nicht einmal in die Stichwahl. (Grafik: Ifop für das Magazin Marianne)

Bei den Präsidentschafts-Wahlen in Frankreich 2017 könnte Marine Le Pen in der ersten Wahlrunde als Siegerin hervorgehen. Insgesamt 26 Prozent der Franzosen würden für sie stimmen.

Nicolas Sarkozy würde auf 25 Prozent kommen. Zuvor lag er noch bei 31 Prozent. François Hollande würde lediglich 17 Prozent aller Stimmen erhalten.

Das geht aus einer aktuellen Umfrage des französischen Meinungsforschungsinstituts IFOP hervor. Würde Premierminister Manuel Valls anstelle von Hollande antreten, würde auch er nur auf 17 Prozent kommen. Der Sozialist Arnaud Montebourg würde sogar nur 10 Prozent für sich verbuchen.

Alles deutet derzeit auf eine Stichwahl zwischen Sarkozy und Le Pen hin. Sollte Le Pen auch bei der Präsidentschafts-Wahl erfolgreich sein, wäre das nach den Europawahlen 2014 der endgültige Durchbruch für den Front National (mehr hier).

Le Pen spricht vor allem die Franzosen im Alter von 25 und 34 Jahren, 35 und 49 Jahren und 50 und 64 Jahren an. Doch bei den Wählern über 65 Jahren genießt sie unter allen Kandidaten der Umfrage die geringste Zustimmung.

Ihre Anhänger kommen vor allem aus dem Nordosten des Landes. Dort würden 33 Prozent der Wähler für sie stimmen. Im Südosten Frankreichs liegt die Zustimmung bei 31 Prozent. Le Pens Unterstützer stammen vor allem aus der Berufssparte „Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe“.

Sowohl die Linke als auch die Konservativen im Land fürchten, dass die Chefin des Front National tatsächlich in die Stichwahl um die Präsidentschaft einziehen könnte. Der Aufstieg des Front National ist zu einer existenziellen Gefahr für Frankreichs Eliten geworden (mehr hier). Aber auch das politische Klima in Frankreich dürfte sich dann radikal ändern: Zuletzt erst war Le Pens Vater, der Parteigründer Jean Marie Le Pen, mit neuerlichen antisemitischen Ausfällen aufgefallen (mehr dazu hier).

Ungeachtet des Aufstiegs von Le Pen kämpfen vor allem die Sozialisten ums politische Überleben.

Deshalb erwägt die Partei, François Hollande durch einen anderen Kandidaten zu ersetzen. Doch auch sein Nachfolger, Manuel Valls, wäre der Umfrage zufolge chancenlos. Der einzige Politiker, der mit Le Pen mithalten könnte, wäre Nicholas Sarkozy. Die Sozialisten müssten dagegen fürchten, sogar von der Linkspartei von Jean-Luc Mélenchon überholt zu werden.

Doch der hat mit seiner eigenen Vergangenheit zu kämpfen: Wegen eines Parteispenden-Skandals wanderte er sogar vorübergehend ins Gefängnis (hier). Sarkozy verdächtigt die Sozialisten, dass sie ihm die Justiz an den Hals gehetzt hätten (hier).

Es wäre eine Revanche für das jähe Ende der Karriere des einstigen Super-Stars der Sozialisten, Dominique Strauss-Kahn: Der damalige IWF-Chef war wegen Sex mit einem Zimmermädchen in New York aus dem französischen Wahlkampf geflogen (mehr hier). Die Sozialisten hatten die UMP verdächtigt, den anfälligen Strauss-Kahn in eine Falle gelockt zu haben.

(141)

Die FED-Riege 2010 bei der Vorstellung eines neuen, fälschungssicheren Dollarscheins.  (Foto: dpa)

Die FED-Riege 2010 bei der Vorstellung eines neuen, fälschungssicheren Dollarscheins. (Foto: dpa)

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Immer mehr Staaten gehen auf Distanz zum Dollar. Ist der Dollar als Leitwährung in Gefahr?

Thomas Bachheimer: Streng genommen befindet sich der Leitwährungsstatus des US-Dollars schon seit 15.8.1971 in Gefahr – nämlich seit Nixons währungstechnischem Husarenstück, dem einseitigen Aufkündigen des Bretton Woods-Vertrages und damit verbundenen Schließen des sogenannten Goldfensters. Seitdem ist der Dollar durch nichts mehr gedeckt und gründet sich somit nur mehr auf Vertrauen. Dieses Vertrauen wurde in den letzten 43 Jahren jedoch sukzessive abgebaut. Die Geschwindigkeit dieses Vertrauensverlustes wurde durch das stakkato-artige Abfeuern von Rettungspaketen und Quantitative-Easing-Maßnahmen der FED in den letzten Jahren noch weiter gesteigert. Ich kenne buchstäblich niemanden, der diese Währung noch als Instrument zur mittel- bis langfristigen Wertaufbewahrung verwendet.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Auch die Staaten, die jetzt den Dollar attackieren, haben Riesen-Probleme. Können Russland, China und Brasilien den Dollar ernsthaft gefährden?

Thomas Bachheimer: Länder und supranationale Bündnisse können eine Währung nur bedingt gefährden. Allerdings können sie den Vertrauensverlust immens beschleunigen. Dies ist meiner Meinung nach das Ziel der jüngsten BRIC-Vereinbarung. Letztendlich aber bestimmen immer die wirtschaftlichen Akteure durch ihre Handlungen über den Erfolg oder auch Misserfolg einer Währung. Da können die Amis die OPEC noch so zwingen, den wertlosen Greenback als Abrechnungswährung für Ölgeschäfte zu verwenden. Spätestens, wenn die ersten OPEC-Staaten sich weigern, ihre wertvollen Energierohstoffe gegen wertlose grüne Baumwolllappen einzutauschen, wird der US-Dollar seinen Status als Weltreservewährung verlieren und zur – zwar großen, aber dennoch regionalen – Binnenwährung verkommen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Stehen wir an der Schwelle zu einem Währungskrieg?

Thomas Bachheimer ist Europa-Präsident des Goldstardard-Instituts.

Thomas Bachheimer ist Europa-Präsident des Goldstandard-Instituts.

Thomas Bachheimer: Meiner Ansicht nach tobt dieser Krieg schon seit 2009, zumindest an der China-Front: im April 2009 eröffnete China die Leitwährungsdebatte mit lautstarker Kritik: „Amerika, we hate you, for how you are keeping your currency“, mit Goldkäufen und deren Aktivierung in der Nationalbank, und führte weitere währungstechnische Erleichterungen und Maßnahmen ein. Seit damals schwebt der Dollar in akuter Lebensgefahr. Im Frühjahr 2014 richtete China eine Clearingstelle für den Yuan in Frankfurt ein und hat so sein Interesse an einer weiteren weltweiten Etablierung des Yuan offen bekundet. Der Greenback hängt mittlerweile schwer angeschlagen in den Seilen und hält sich nur mehr durch militärische Erpressung auf den Beinen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Gold-Fans sagen immer wieder: Die Golddeckung kommt zurück. In Zentralbank-Kreisen sieht man das anders. Hätte ein neuer Gold-Standard einen Sinn?

Thomas Bachheimer: Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Vertrauen ist das Rückgrat jeder Währung. Gold ist gespeicherte Arbeitsleistung und somit aggregiertes Vertrauen. Aber auch durch sein Stock-to-Flow-Verhältnis von 1:70 (jährlich gefördertes Gold im Verhältnis zur historischen Gesamtförderung) ist es Garant für Stabilität. Daher führt an einer Wiedereinführung des Goldstandards überhaupt kein Weg vorbei. Historisch belegt ist bislang noch jedes Papiergeld-Experiment gescheitert und wurde von einem Goldstandard abgelöst.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Der Goldpreis wurde und wird manipuliert. Welchen Wert hätte ein Goldstandard in einem derart manipulativen Umfeld?

Thomas Bachheimer: Der Goldpreis wurde und wird durch die Zentralbanken, allen voran die FED und ihre Partnerinstitute, manipuliert. In einem Goldstandardsystem wäre zum einen die Macht der Zentralbanken äußerst eingeschränkt, zum anderen bräuchte man nichts zu manipulieren, da ja nichts aus dem Lot wäre. Heute manipuliert man den einzig wahren und unverfälschbaren Wertmaßstab, das Gold, um etwas nicht Werthaltigem – nämlich dem westlichen Währungssystem –einen künstlichen Wert beizumessen. Das alles wäre unter dem einzig echten und fairen Geldregime nicht nötig.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie müsste man sich denn die Einführung eines Gold-Standards praktisch vorstellen – das geht ja eigentlich nur mit einem Crash, wenn alle Staaten so überschuldet sind…

Thomas Bachheimer: Selbst der Naivste weiß mittlerweile, dass die Staaten die Schulden nie wieder zurückzahlen können. Es wird zum gleichzeitigen Zahlungsausfall vieler Staaten kommen, was eine historische Premiere wäre, da bisher immer nur Einzelstaaten in die Insolvenz geraten sind. Natürlich werden die herrschenden politischen Klassen zur Verantwortung gezogen und danach muss mit der Neuerrichtung der wirtschaftlichen Strukturen begonnen werden. Dazu gehört neben Schuldenmoratorien und Fristverlängerungen auch die Einführung eines neuen Währungssystems. Nach großen Krisen war dies bisher immer der Goldstandard der dem Papiergeldexperimenten nachgefolgt ist und auch diesmal wird es so sein. Seine Errichtung wird aber im Gegensatz zu früheren Währungsentstehungen (z.B. Euro) nicht mehr „top down“ (Politik und Bankenwelt beschließen eine Währung) erfolgen. Geht man nach der berühmten „Cui bono“-Frage vor, kann man ja besonders beim Euro erkennen, wem diese Währung eigentlich genutzt hat: der Polit- und Bankenwelt zu Lasten der „real“ wirtschaftenden Akteure. Um diesem Missbrauch beim neuen System vorzubeugen, wird die neue goldgedeckte Währung „bottom up“ eingeführt, also von den wirtschaftlichen Akteuren unter der Anleitung von Experten und hoffentlich unter Ausschluss von Politik und Banken. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies so passieren wird. Der Schaden, den das derzeitige Währungssystem angerichtet hat, ist eindeutig zu groß, als dass das Volk so etwas nochmals zulassen würde.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wo sitzen die gewichtigsten Befürworter eines Gold-Standards?

Thomas Bachheimer: Das Etablieren des Goldstandards würde vor allem das vorragige Problem unserer Zeit bereinigen. Im Moment leidet die westliche Welt an den Folgen der Verschuldungsorgien, welche die Politiker im Namen und zu Lasten, aber ohne den direkten Auftrag, der jeweiligen Bevölkerung abgefeiert haben. In einem ungedeckten Geldsystem können Politiker ihre unfinanzierbaren Wahlversprechen mittels Verschuldung und anschließender Zwangsenteignung durch Inflation (neudeutsch: monetäre Staatsfinanzierung) erfüllen. Es werden momentan daher jene gewählt, die am meisten versprechen und damit jene, die die Bezahlung ihrer Versprechen, Förderungen und Subventionen auf die nächste Generation verschieben.
In einem eingeschränkten, gedeckten Währungssystem müssten die Politiker mit einem reellen Budget haushalten. Es würden vernünftigere anstatt skrupellose Politiker gewählt werden. Im Goldstandard hätte das Volk wieder die Kontrolle über die öffentlichen Ausgaben, Verwerfungen würden rascher an die Oberfläche kommen. Dem Subventionierungswahn und der Förderung von nicht Förderwürdigem würde ein Riegel vorgeschoben und der Großteil der Gesellschaft würde sich wieder zu selbständigen und mitdenkenden Bürgern und weg von kollektiv-korrupten Almosenempfängern entwickeln. Um ihre Frage kurz zu beantworten: sobald die Menschen richtig nachdenken (was zumeist in einer Krise passiert), wird jeder freiheitsliebende und leistungsbereite Bürger die Einführung eines fairen, nicht verfälschten Geldsystems befürworten. Im Moment ist die Gruppe der Einsichtigen noch recht überschaubar – was den derzeit Regierenden und deren übergeordneten Instanzen nur recht ist -, aber wir vom Goldstandard Institut arbeiten unermüdlich an der Aufklärung der Bürger, damit diese dann die Veränderung von selbst herbeiführen können.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Und wo seine mächtigsten Gegner?

Thomas Bachheimer: Die Gegner kann man in folgende Gruppen einteilen:
Diejenigen, die anstelle selbstbewusster, eigenverantwortlicher Bürger willenlose Almosenempfänger wollen; also diejenigen politischen Gruppierungen, die derzeit an der Macht sind, samt ihrer Pseudo-Opposition, die kräftig am Kuchen mitnascht;
Die Zentralbanken, die durch die derzeitige Politik Macht erhalten haben und mit fortlaufender Zeit immer weiter reichende Machtbefugnisse erhalten haben;
Internationale Agenturen, die von Niemandem demokratisch legitimiert sind, aber immer mehr finanzielle Macht über ganze Kontinente hinweg ausüben. Dazu zähle ich IWF, BIZ, ESM und Weltbank; Und nicht zuletzt die internationalen Großbanken und das Großkapital, welche sich die Politiker als Haus- und Hofhunde halten, um so ihre Interessen auf dem Rücken der Steuerzahler durchzusetzen. Diese Gegner werden jedoch bald ihre Macht verlieren und dann hoffentlich nur mehr ein schwarzes Kapitel in der Geschichte der Bürgerfreiheit sein.

Thomas Bachheimer ist Präsident des Goldstandard-Instituts Europa und Redakteur bei der Edelmetall-Fachwebsite Hartgeld.

(115)

Der US-Investor George Soros kauft argentinische Aktien. Er spekuliert auf den Wiederaufstieg Argentiniens. (Foto: dpa)

Der US-Investor George Soros kauft argentinische Aktien. Er spekuliert auf den Wiederaufstieg Argentiniens. (Foto: dpa)

Internationale Hedgefonds wetten auf einen Wiederaufstieg Argentiniens. Argentinien ist zwar nicht zahlungsunfähig, doch zahlungsunwillig (mehr zu den technischen Details der Pleite hier). Genau darauf gründet sich der Optimismus der Spekulanten. Auch die formelle Erklärung der Pleite durch die ISDA kann die Spekulanten nicht beeindrucken (mehr hier).

Zahlreiche Hedge Fonds haben Anteile an mehreren argentinischen Energie- und Telekommunikationsfirmen und Banken erworben. Im Detail handelt es sich um die Unternehmen YPF, Petrogas Agentina, Telecom Argentina und Banco Francés. Zu den Aktien-Käufern gehören DE Shaw, George Soros’s family office, Third Point und Renaissance Technologies.

„Das Land befindet sich an einem kritischen Wendepunkt“, zitiert die Financial Times den Hedgefonds Manager von Third Point, Dan Loeb. Wenn Argentinien mit den Hedgefonds eine Einigung erzielen sollte, werde „Argentinien den Zugang zum internationalen Kapitalmarkt wiederfinden, um seine Liquiditätsprobleme zu beheben.“

Für den Chef des US- Hedgefonds Fortress Investments, Michael Novogratz, gehört Argentinien zu den Ländern, die derart schlecht seien, dass sie schon wieder gut sind für Investoren. Denn Argentinien biete den Investoren auch bei Zahlungsunfähigkeit gute Investitions-Chancen.

Doch auch die Einigung zwischen der Regierung Argentiniens und dem spanischen Konzern Repsol ist ein positives Signal für Investoren, sagt der Geschäftsführer des Hedgefonds PAAMCO, Alper Ince. Argentinien hatte die Repsol-Tochter YPF 2012 verstaatlicht. Daraufhin leitete der Öl-Konzern Repsol rechtliche Schritte gegen die Enteignung an, berichtet Bloomberg.

Im Februar erklärte sich der argentinische Staat dann bereit, eine Kompensations-Zahlung in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar an Repsol zu leisten. Repsol ließ daraufhin alle rechtlichen Ansprüche fallen. Die fünf Milliarden US-Dollar finanzierte Argentinien durch den Verkauf von Staatsanleihen an JPMorgan.

Das neue Buch von Michael Maier ist bereits die dritte Woche in Folge auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Das neue Buch von Michael Maier ist bereits die dritte Woche in Folge auf der Spiegel-Bestsellerliste.

In seinem neuen Buch erklärt DWN-Herausgeber Michael Maier, wie die internationale Finanzindustrie  von der globalen Schulden-Maschine profitiert: Länder werden gehypt und wieder fallengelassen.

Die Profite streifen dabei immer dieselben Player ein. Die Rechnung müssen stets die betroffenen Völker bezahlen.

 

 

 

 

Michael Maier
Die Plünderung der Welt
Wie die Finanz-Eliten unsere Enteignung planen 288 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag 19,99 € (D), 20,60 € (A)
Auch als E-Book erhältlich
ISBN 978-3-89879-853-2
FinanzBuch Verlag, München 2014

Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich. Beim Verlag kann es hier bestellt werden.

Das Buch ist bei Amazon erhältlich – hier.

(241)

Das Model S von Tesla soll sich dieses Jahr 35.000 Mal verkaufen. In der günstigsten Variante kostet das Fahrzeug 70.000 Dollar. (Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Das Model S von Tesla soll sich dieses Jahr 35.000 Mal verkaufen. In der günstigsten Variante kostet das Fahrzeug 70.000 Dollar. (Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Der US-Elektroautobauer Tesla ist im zweiten Quartal trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs tiefer in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich verdoppelte sich der Nettofehlbetrag binnen Jahresfrist auf 61,9 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Tesla verwies auf hohe Investitionen zur Modernisierung und zum Ausbau des Fertigungswerks in Fremont.

Die Erlöse stiegen um 90 Prozent auf 769,3 Millionen Dollar. Tesla verkaufte im Berichtszeitraum 7.579 E-Autos. Für das laufende Quartal plant das Unternehmen eine Auslieferung von 7.800 Fahrzeugen. Für Gesamtjahr erwartet Tesla 35.000 Auslieferungen vom Model S, das in der günstigsten Variante 70.000 Dollar kostet. 2015 will der Elektroautobauer mehr als 60.000 Stück bauen. 2013 verkaufte Tesla knapp 22.500 Fahrzeuge.

In Deutschland befindet sich Tesla auf Expansionskurs. Derzeit baut das Unternehmen sein Netz an Ladestationen aus und arbeitet dafür mit der Deutschen Bahn zusammen. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2020 eine Million E-Autos auf die Straße zu bekommen.

Tesla Motors will zusammen mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic eine riesige Fabrik für Hochleistungsakkus bauen. Die sogenannte Gigafactory solle in den USA entstehen, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Sie verständigten sich nach eigenen Angaben darauf, dass sich Tesla um das Grundstück kümmern solle. Panasonic werde die zylindrischen Lithiumionen-Zellen herstellen und in die Ausrüstung investieren. Die Gigafactory wird schätzungsweise zwischen vier und fünf Milliarden Dollar kosten. Reuters hatte diese Woche von einem Insider erfahren, dass Panasonic zunächst 200 bis 300 Millionen Dollar investieren wolle.

Eine Anklage wegen Markenverletzung durchkreuzt die Wachstumspläne des US-Elektroauto-Pioniers Tesla in China. Der Geschäftsmann Zhan Baosheng fordere von Tesla, alle Verkaufsaktivitäten zu beenden und ihm umgerechnet 2,8 Millionen Euro Entschädigung zu zahlen, teilte sein Anwalt am Dienstag mit. Tesla wollte sich dazu nicht äußern.

Tesla hatte im Juni zuletzt Aufsehen erregt, als der Konzern entschied, seine Patente für Elektro-Autos für die Konkurrenz freizugeben (mehr hier).

(130)

Der Derivateverband ISDA hat einen Zahlungsfall Argentiniens festgestellt und damit den Weg für die Auszahlung von Kreditausfallversicherungen im Volumen von einer Milliarde Dollar geebnet. Ein 15-köpfiges Gremium der International Swaps and Derivatives Association entschied am Freitag, dass bereits am Mittwoch ein Zahlungsausfall eingetreten sei. An diesem Tag wären eigentlich Zinszahlungen für bestimmte Staatsanleihen fällig gewesen. Die Isda entschied auf einen Antrag der Schweizer UBS hin.

Argentinien konnte in dieser Woche wegen eines Rechtsstreits mit mehreren Hedgefonds die Besitzer bestimmter Anleihen nicht fristgerecht auszahlen. Die Aktienmärkte und die Landeswährung der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas nach Brasilien und Mexiko gingen daraufhin auf Talfahrt.

Der New Yorker Richter Thomas Griesa ordnete am Freitag an, dass die argentinische Regierung und die Hedgefonds weiter an einer Lösung arbeiten sollen. Ein Vergleich sei die einzige Möglichkeit, sagte der Jurist bei einer Anhörung. Die Schulden Argentiniens seien nicht verschwunden. Der Fall wird in den USA verhandelt, weil die Anleihen in Dollar begeben worden waren.

Das Stimmverhalten der ISDA zeigt: ES herrscht 100prozentige Einmütigkeit in der Finanzwelt, dass Argentinien am Ende ist.

Determinations Committee Decision
Date: August 01, 2014
Determinations Committee: Americas
Meeting Date: August 01, 2014
DC Issue 2014073101: Has a Failure to Pay Credit Event occurred with
respect to the Argentine Republic?
1st Question for vote: Has a Failure to Pay Credit Event occurred with
respect to the Argentine Republic?
Vote result: Yes
Votes: 15 ‘Yes’ votes and 0 ‘No’ votes
Bank of America N.A. Yes
Barclays Bank plc Yes
BlueMountain Capital Management, LLC Yes
BNP Paribas Yes
Citibank, N.A. Yes
Credit Suisse International Yes
D.E. Shaw & Co., L.P. Yes
Deutsche Bank AG Yes
Eaton Vance Management Yes
Elliott Management Corporation Yes
Goldman Sachs International Yes
JPMorgan Chase Bank, N.A. Yes
Morgan Stanley & Co. International plc Yes
Nomura International plc Yes
Pacific Investment Management Co., LLC Yes
2nd Question for vote: If a Credit Event did occur, is the date of the Credit
Event July 30, 2014?
Vote result: Yes
Votes: 15 ‘Yes’ votes and 0 ‘No’ votes
Bank of America N.A. Yes
Barclays Bank plc Yes
BlueMountain Capital Management, LLC Yes
BNP Paribas Yes
Citibank, N.A. Yes
Credit Suisse International Yes
D.E. Shaw & Co., L.P. Yes
Deutsche Bank AG Yes
Eaton Vance Management YesElliott Management Corporation Yes
Goldman Sachs International Yes
JPMorgan Chase Bank, N.A. Yes
Morgan Stanley & Co. International plc Yes
Nomura International plc Yes
Pacific Investment Management Co., LLC Yes
3rd Question for vote: Is the date on which the DC Secretary first
effectively received both a request to convene the
Committee and Publicly Available Information that
satisfies the requirements of Section 2.1(b) for the
Credit Event with respect to Argentine Republic July
31, 2014? (This question is asked to determine the
Event Determination Date.)
Vote result: Yes
Votes: 15 ‘Yes’ votes and 0 ‘No’ votes
Bank of America N.A. Yes
Barclays Bank plc Yes
BlueMountain Capital Management, LLC Yes
BNP Paribas Yes
Citibank, N.A. Yes
Credit Suisse International Yes
D.E. Shaw & Co., L.P. Yes
Deutsche Bank AG Yes
Eaton Vance Management Yes
Elliott Management Corporation Yes
Goldman Sachs International Yes
JPMorgan Chase Bank, N.A. Yes
Morgan Stanley & Co. International plc Yes
Nomura International plc Yes
Pacific Investment Management Co., LLC Yes
4th Question for vote: Should ISDA hold one or more auctions to settle
Relevant Transactions with respect to which a Credit
Event Resolution has occurred in accordance with the
terms set out in the form of Credit Derivatives
Auction Settlement Terms with respect to Argentine
Republic?
Vote result: Yes
Votes: 15 ‘Yes’ votes and 0 ‘No’ votes
Bank of America N.A. YesBarclays Bank plc Yes
BlueMountain Capital Management, LLC Yes
BNP Paribas Yes
Citibank, N.A. Yes
Credit Suisse International Yes
D.E. Shaw & Co., L.P. Yes
Deutsche Bank AG Yes
Eaton Vance Management Yes
Elliott Management Corporation Yes
Goldman Sachs International Yes
JPMorgan Chase Bank, N.A. Yes
Morgan Stanley & Co. International plc Yes
Nomura International plc Yes
Pacific Investment Management Co., LLC Yes

(189)

WordPress Themes