Wie komme ich auf diese sehr provokative Behauptung in der Überschrift? Ganz einfach. Wir sollen doch alles was uns die Medien erzählen glauben. Nur sie sind die Besitzer und Verbreiter der Wahrheit. Alles was von der Linie der offiziellen Medien abweicht kommt von Verschwörungsspinnern, ist völliger Blödsinn und soll man vergessen. Also, nehmen wir mal an, was uns die Medien über den Ablauf von 9/11 erzählen ist tatsächlich so passiert, die offizielle Story der US-Regierung eben, dann haben 19 Araber mit Teppichmessern vier Flugzeuge entführt und die gesamte Luftabwehr ausgetrickst und erfolgreich Amerika angegriffen. Ja sogar die Militärzentrale der US-Streitkräfte voll getroffen. Wenn das stimmt und die USA völlig wehrlos war, was kann dann erst das russische Militär?

Die NORAD-Zentral soll Nordamerika verteidigen

Es wird uns schon seit 12 Jahren erzählt, der Grund für das völlige Versagen der amerikanischen Luftabwehr war deshalb, weil die Entführer die Transponder in den vier Maschinen abgeschaltet haben. Dadurch waren die Flugzeuge auf dem Radar nicht sichtbar und die Abfangjäger konnten nicht zu den Zielen geführt werden. Im 9/11 Commission Report steht, die Entführer schalteten die Transponder ab als sie die Kontrolle übernahmen, was es schwierig machte sie auf dem Radar zu verfolgen. Personal des Northeast Air Defense Sector/NORAD sagten, sie hatten Schwierigkeiten die Flugzeuge zu identifizieren und zu verfolgen.

NORAD, oder North American Aerospace Defense Command (deutsch Nordamerikanisches Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando), ist die zentrale Führungsstelle für die Luftverteidigung und Frühwarnung der amerikanischen und kanadischen Luftstreitkräfte. Gleichzeitig ist es auch für die Weltraumüberwachung und Verfolgung von gestarteten Interkontinentalraketen zuständig. Die Verantwortlichen für die Luftverteidigung von ganz Nordamerika waren völlig ahnungslos und wussten nicht wo die entführten Flugzeuge sich befanden. Die Abfangjäger warteten in der Luft auf Anweisungen bis es zu spät war. So konnten die Terroristen ungehindert angreifen.

Ja so einfach ist das. Man muss nur den Transponder im Flugzeug abschalten und schon kann man über Amerika unsichtbar rumfliegen. Das wird uns erzählt und das sollen wir glauben. Das müssen wir glauben, weil es so offiziell im 9/11 Report steht und die Medien das auch so berichten. Das heisst, wenn die Russen ihre Langstrecken- bomber in Richtung USA schicken, dann müssen sie es nur genau so machen wie die 9/11 Entführer, um unsichtbar für die amerikanische Luftverteidigung zu sein. Sie dringen ungehindert in den amerikanischen Luftraum ein, kein Abfangjäger kommt in ihre Nähe und sie können ihre Atombomben nach Belieben abwerfen.

Deshalb, Russland kann die USA ungehindert vernichten.

Wenn Amerika am 11. September 2001 so leicht durch 19 Amateure zu besiegen war, es keine Luftabwehr gab, kein einziger Kampfjet nur in die Nähe der entführten Maschinen kam, die Ziele genau getroffen wurden, Wolkenkratzer völlig zusammenbrachen und sich pulverisierten und sogar es ganz einfach war in den Luftraum von Washington ohne Widerstand einzudringen, um das Pentagon zu treffen, dann hätte ich eine heiden Angst vor den Russen, die ganz andere Fähigkeiten besitzen. Ja, wenn ich Amerikaner wäre würde ich mir in die Hosen scheissen, weil Obama sich mit Putin anlegt und ihn droht. Ich würde vehement vom Präsidenten verlangen, gefälligst seine Drohgebärden einzustellen und den Weg der Vernunft einzuschlagen.

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Wilders siegt und sorgt für Eklat

On March 20, 2014, in Pauke, by admin

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Geert Wilders hat Front gegen die Masseneinwanderung von Marokkanern gemacht und mit der Wahl seiner Worte landesweit große Empörung ausgelöst. Aus den Kommunalwahlen, bei denen die Parteien der Regierungskoalition empfindliche Niederlagen kassierten, ging seine “Freiheitspartei” trotzdem gestärkt hervor.

Nach den Kommunalwahlen in den Niederlanden hat der 50-jährige Wilders mit Anfeindungen gegen Marokkaner Entsetzen im Land ausgelöst. Führende Politiker und Bürger warfen ihm Hetze und Rassismus vor. Marokkanische Organisationen und auch zahlreiche Bürger kündigten Strafanzeigen gegen den rechten Politiker an.

Wilders hatte bei einer Wahlparty in Den Haag seinen Anhängern zugerufen: “Wollt ihr in dieser Stadt und in den Niederlanden mehr oder weniger Marokkaner?” Daraufhin riefen diese mehrfach laut: “Weniger, weniger”. “Das werden wir dann regeln”, antwortete darauf der Vorsitzende der “Partij voor de Vrijheid” (PVV) unter lautem Applaus.

Wilders’ Aussagen haben aus Sicht von Kritikern eine neue Qualität. In der Vergangenheit hatte er lediglich die Ausweisung krimineller Ausländer verlangt. Ein Gericht in Amsterdam hatte den Politiker 2011 vom Vorwurf der Anstachelung zum Hass freigesprochen, da sich seine Kritik gegen den Islam und nicht eine spezifische Bevölkerungsgruppe gerichtet hatte.

Empörung in den sozialen Netzwerken – Wilders mit Hitler verglichen

In den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook äußerten tausende Multikultianhänger Abscheu über die Äußerungen. Vielfach wurde eine Parallele mit Adolf Hitler gezogen.

Der bekannte Journalist und Autor Jelle Brandt Corstius kommentierte auf Twitter: “Die ganze Situation erinnert mich an den Zweiten Weltkrieg.”

Das  “NRC Handelsblad” schrieb: “Mit dem Mobilisieren eines Saales für ‘weniger Marokkaner’ schafft Wilders eine Atmosphäre von Deportation.”

Trotz der anhaltenden Kritik an Wilders und seiner Partei ging diese bei der Kommunalwahl, bei der sie allerdings nur in Den Haag und Almere angetreten war, als Sieger hervor: In Den Haag blieb die “Freiheitspartei” zweite Kraft hinter der linksliberalen D66. In Almere verbuchte sie wie schon 2010 einen Sieg. Im nationalen Parlament ist Wilders Vorsitzender der viertstärksten Fraktion.

Die große Koalition erlitt bei den Wahlen eine schwere Niederlage.

Es wird deutlich, daß das Volk etwas anderes denkt, als die Schreibtischdemagogen der Medien….

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Die Bank of England (BOE) hat in einem Dokument erklärt, wie die Geldschöpfung funktioniert. Sie findet genau so statt wie ich und einige andere es schon lange erklärt haben. Neues Geld wird durch Schulden erschaffen. Wenn ein Kunde einen Kredit von einer Bank bekommt, dann wird durch diesen Prozess neues Geld geschöpft. Schulden auf der einen Seite bewirken ein Guthaben auf der anderen. So funktioniert die Geldschöpfung. Es ist nicht die Zentralbank die Geld alleine erschafft, sondern es sind die Privatbanken durch Kreditvergabe. Die BOE bestätigt damit, es ist ein Irrglauben, die Banken verleihen Geld das sie als Guthaben von den Kunden bekommen, sondern das Geld für einen Kredit erschaffen sie selber. Wir haben demnach ein Schuldgeldsystem, was ja eh klar ist aber viele nicht wissen.

Im Dokument auf der Webseite der Bank of England, das am 12. März veröffentlicht wurde, steht (von mir übersetzt):

In der modernen Wirtschaft nimmt das meiste Geld die Form von Bankguthaben an. Aber wie diese Bankguthaben erschaffen werden wird oft missverstanden: Der grundsätzliche Weg ist durch kommerzielle Banken die Kredite vergeben. Immer wenn eine Bank einen Kredit erteilt, erschafft es gleichzeitig ein passendes Guthaben auf dem Konto des Kreditnehmers, erschafft damit neues Geld.

Weiter steht in der Erklärung der BOE:

Die Realität wie Geld geschöpft wird unterscheidet sich von der Erklärung die in einigen Textbüchern über die Ökonomie steht. Statt das Banken die Guthaben die sie von ihrern Kunden bekommen wenn sie Geld sparen ausleihen, erschafft die Kreditvergabe der Banken die Guthaben.

Die Bank of England sagt damit, was in den Schulen und Universitäten den Studenten beigebracht wird ist falsch. Es handelt sich um Märchen auf Kindergartenniveau, also um Volksverdummung. Geld entsteht nicht nur durch die Zentralbank und geht von dort in den Wirtschaftskreislauf, sondern Banken erschaffen das meiste Geld in dem sie Kredite der Wirtschaft vergeben, oder an den Staat oder an Privatpersonen.

In normalen Zeiten legt die Zentralbank nicht die Menge an Geld in Umlauf fest, noch wird Zentralbankgeld ‘hochmultipliziert’ zu mehr Kredite und Guthaben.

Obwohl kommerzielle Banken Geld durch Kredite erschaffen, können sie es nicht frei ohne Limit machen. Banken sind limitiert wie viel sie ausleihen können, wenn sie profitabel in einem Bankensystem mit Wettbewerb bleiben wollen.

Was die BEO hier sagt ist Augenwischerei, denn tatsächlich vergeben Banken endlos Kredite und wenn sie einen Verlust machen durch einen Ausfall, dann spingt der Steuerzahler ein mit einem Bail-Out. Haben wir doch seit 2008 erlebt mit den “too big to fail” Banken. Sie werden von uns gerettet, statt wie in einem echten kapitalistischen Wettbewerb untergehen zu lassen.

Was bedeutet das konkret? Da die Geldmenge ständig steigen muss, zum Beispiel wegen dem sogenannten Wirtschaftswachstum und wegen der Notwenigkeit Zinsen für die Kredite zurückzahlen zu können, müssen auch insgesamt die Schulden ständig steigen. Das Geld für die Zinsen existiert ja nicht, sondern muss zusätzlich zur Kreditsumme irgendwoher kommen, also als neues Geld geschöpft werden. Dies passiert wie oben beschrieben durch neue Schulden.

Das heisst, es ist völliger Blödsinn wenn die Politiker und Finanzexperten die Behauptung aufstellen, die Staaten müssen ihre Schulden reduzieren. Das geht gar nicht und darf gar nicht passieren, nicht solange wir ein Schuldgeldsystem haben. Im Gegenteil, die Schulden müssen immer mehr werden, damit die Geldmenge steigen kann. Wenn jemand es schafft seine Schulden zurückzuzahlen, muss man dafür einen anderen als Ersatz finden dem man neue Schulden aufbrummen kann. Man muss sogar noch mehr neue Kredite vergeben, also Dumme finden die Schulden machen.

Die BOE bestätigt meine Worte in dem sie erklärt: “Haushalte und Firmen die Geld durch neue Kredite bekommen haben, können Handlungen machen welche die Geldmenge beeinflusst – sie können schnell Geld ‘zerstören’ in dem sie es benutzen, um ihre bestehenden Schulden zurückzahlen, zum Beispiel.

Das Geldsystem das wir benutzen ist demnach ein Pyramidenspiel, das ständig neue Idioten benötigt die sich verschulden. Um neues Geld zu haben müssen mehr Schulden gemacht werden, die Summe der Schulden muss ständig steigen. Das passiert ja auch, so wie die USA und die meisten anderen westlichen Staaten mit ihren Finanzen wirtschaften. Der Begriff dafür heisst “Neuverschuldung”. Um die Kredite und Zinsen zurückzahlen zu können müssen neue Schulden gemacht werden. Der Schuldenberg muss wachsen, geht gar nicht anders.

Umgekehrt, wenn man alle Schulden zurückzahlen würde, dann würde die Geldmenge verschwinden, kein Geld mehr im Umlauf sein, es gebe kein Geld mehr. Ist wie in einer Buchhaltung mit Soll und Haben. Minus auf einer Seite bewirkt ein Plus auf der anderen. Wenn man das Minus auf Null reduziert, ist auch das Guthaben Null. Oder, wenn man mehr Guthaben haben will, muss sich das Minus erhöhen. Beide Seiten balanzieren sich aus und müssen gleich hoch oder tief sein.

Ich hoffe ich habe damit die “Geldschöpfung für Dummys” verständlich erklärt und mit den Aussagen der Bank of England bewiesen. Jetzt könnt ihr es euren Mitmenschen weitersagen, die in einer völligen Traumwelt leben, wie Geld eigentlich entsteht. Geld ist gleich Schulden, auf das reduziert sich alles. Ein Geldschein ist ein Schuldschein.

Wir wissen jetzt, die Schulden müssen insgesamt im System ständig steigen, dürfen nicht weniger werden. Das Finanzsystem muss laufend neue Schuldner finden. Deswegen der Werbespruch, kauf heute und zahle später. “Willst Du ein neues Auto, eine neue Küche oder ein eigenes Haus? Kein Problem, wir finanzieren es.” Wenn das alles aber nicht ausreicht, wie kann man am meisten die Schulden insgesamt vergrössern? Drei Mal dürft ihr raten. Na durch einen Krieg!!!

Das Schuldgeldsystem ist der Hauptmotor warum es überhaupt Kriege gibt. Staaten müssen sich massiv verschulden, um Kriege führen zu können. Deshalb werden sie von den Bankstern angezettelt. Die Schulden werden nicht nur verwendet, um die Rüstung zu finanzieren, um die Bomben und Granaten zu zahlen, sondern nach einem Krieg benötigt der Wiederaufbau auch wieder Kredite.

Zuerst provoziert man einen Krieg, hetzt die Parteien aufeinander, finanziert beide Seiten und alle Staaten die teilnehmen sind massiv verschuldet. Wenn die gesamte Infrastruktur zestört ist, werden Kredite für die Instandstellung vergeben. Nach dem Wiederaufbau kommt die nächste Kriegsrunde. Das ist der Kreislauf: Krieg, Zerstörung, Aufbau.

Das heisst, Kriege werden geführt, nicht weil es eine Bedrohung gibt, nicht weil es einen Feind gibt der besiegt werden muss, sondern sie müssen regelmässig geführt werden, damit das Schuldgeldsystem überlebt. Feinde werden künstlich geschaffen mit Propaganda. Sehen wir doch aktuell mit Russland. Frieden ist das letzte was die Bankster wollen.

Wer das weiss versteht warum Konflikte auf der Welt entstehen und warum sie militärisch gelöst werden müssen. Deshalb, wer Frieden wirklich will, muss sich gegen das Schuldgeldsystem aussprechen, muss sich für eine Alternative einsetzen, muss für die Abschaffung von Banken sein und des Zins und Zinseszins. Dieses Tabuthema muss endlich angepackt werden.

————————————–

Die Bank of England war so nett und hat ein eigenes Interview-Video gemacht, wo ein Vertreter bestägtigt, die Geldschöpfung erfolgt durch Schulden. Wer immer schreit, ihr seid ja Verschwörungsspinner und wo ist ein Insider der was ihr behauptet bestätigt? Hier ist einer:

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Steuerschlupfloch: Die Bundesregierung will den Banken die Ausgabe von CoCo-Bonds erleichtern. Darauf haben Institute wie die Deutsche Bank und die Aareal Bank seit langem gewartet. Nun können sie sich zusätzliches Kapital beschaffen. (Foto: dpa)

Die Bundesregierung will den Banken die Ausgabe von CoCo-Bonds erleichtern. Darauf haben Institute wie die Deutsche Bank und die Aareal Bank seit langem gewartet. Nun können sie sich zusätzliches Kapital beschaffen. (Foto: dpa)

Die Bundesregierung will nach Angaben des Bankenverbandes den Geldhäusern die Ausgabe von neuartigen Kernkapitalinstrumenten erleichtern. Die Banken sollten die Zinszahlungen etwa auf Pflichtwandelanleihen (CoCo-Bonds) als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen können. „Dem Vernehmen nach“ wolle sich die Finanzverwaltung hier an der Praxis in anderen europäischen Ländern orientieren, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Privatbankenverbandes, Michael Kemmer, am Mittwoch. Auf diese Klarstellung hatten Institute wie die Deutsche Bank und die Aareal Bank seit langem gewartet, um sich zusätzliches Kapital beschaffen zu können.

CoCo-Bonds sind eine spezielle Form von sogenannten Hybridanleihen. Dabei kann man zwei Arten definieren: die einen können sich automatisch in Aktien umwandeln, wenn die herausgebende Bank in eine Schieflage kommt, die anderen können unter bestimmten Bedingungen verfallen.

Demnach droht im „schlimmsten Fall“ ein Totalverlust des investierten Kapitals. Andererseits werden Anleger mit einer Verzinsung belohnt, die über vielen anderen ähnlichen Zins-Wertpapieren liegt.

Die deutschen Banken können bislang wegen unklaren steuerlichen Rahmenbedingungen noch nicht CoCo-Bonds auflegen. Das ändert sich nun mit der Entscheidung der Bundesregierung.

Stefan Winter, UBS-Deutschland-Vorstand und Chef des Verbands der Auslandsbanken, mahnt zur Eile. Er fürchtet, dass viele Banken sich nicht mehr trauen werden, CoCos zu begeben, wenn der Gesundheitscheck der europäischen Aufsichtsbehörden weiter fortgeschritten ist. Investoren könnten dies sonst als Zeichen werten, dass die Bank Probleme bei dem Test habe, sagte Winter.

CoCos werden als Wertpapiere platziert, um Eigenkapital aufzubauen, um den höheren Anforderungen gemäß den Richtlinien nach Basel III gerecht zu werden. Es hat aber auch noch einen anderen Aspekt, nämlich den im Mai dieses Jahres anstehenden Banken-Stresstest der EZB heil zu überstehen, da CoCo-Bonds in den Bankbilanzen als Kapitalpuffer angerechnet werden.

Parallel dazu sind Emissionen von CoCo-Bonds für Banken deutlich günstiger, als auf den Märkten Eigenkapital einzusammeln, für die die Banken Kosten bis zu 12 Prozent einrechnen.

Die anderen europäischen Banken können offenbar bereits CoCo-Bonds auflegen. Der diesjährige Emissionsrahmen lag nach Beobachtern in 2013 bei fast 10 Milliarden US-Dollar. Die Werte bzw. das Volumen von derartigen Emissionen wird in 2014 deutlich erhöht werden. Kenner der Branche halten Volumen bis zu 100 Milliarden US-Dollar für möglich.

Andere Experten können sich mittelfristig sogar ein weiteres Wachstum bis auf 500 Milliarden Euro vorstellen, berichtete die schweizerische Handelszeitung.

„Im Markt rechne man noch im ersten Quartal 2014 mit steuerlicher Klarheit, und dann können auch deutsche Emittenten schnell auf den Markt kommen, zumal sie im internationalen Vergleich oft unterkapitalisiert sind und Kapitalbedarf haben, erklärt Michael Hünseler, Leiter Credit Portfolio Management bei Assenagon Asset Management“ laut der Handelszeitung.

Schweizer Banken sind bereits mit einem Anteil von 15 Prozent am Markt aktiv. Sie sind die zweitgrößten Emittenten nach britischen Instituten, die mit 21 Prozent diesen Markt am stärksten nutzen.

Indessen sitzen viele deutsche Geldhäuser bereits in den Startlöchern, um CoCo-Bonds auszugeben, darunter die Deutsche Bank und die Aareal Bank.

Gemäß dem Finanzstabilitätsrat gehört die Deutsche Bank zu einer von vier gefährlichsten Banken für die globale Wirtschaft. Bereits im Jahr 2012 ist sie – gerechnet nach ihrer Bilanzsumme – die größte Bank nach der britischen Bank Barclays. Darüber gilt ist sie im europäischen Rahmen als der größte Halter von Staatsanleihen.

Ab dem Jahr 2016 muss die Deutsche Bank laut den europäischen Bankenaufsehern einen weiteren Eigenkapitalpuffer gemäß Basel III von 2,5 Prozent erreichen. Ab 2019 soll das Institut eine Mindest-Ausgestaltung von 9,5 Prozent hinsichtlich Gewinn-Rücklagen und Grundkapital aufweisen können. Derzeit beläuft sich diese „Rückversicherung“ auf knapp 7 Prozent.

Die Ausgaben von CoCo-Bonds wären demnach für die Deutsche Bank hilfreich, um diese Zielvorgaben zu erreichen.

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Chinas Präsident Xi Jinping soll die Abwertung des Renminbi bewusst steuern. (Foto: dpa)

Chinas Präsident Xi Jinping soll die Abwertung des Renminbi bewusst steuern. (Foto: dpa)

Die chinesische Währung Renminbi brach am Mittwoch um 0,1 Prozent ein und erreichte den Stand von 6,20 zum US-Dollar. Das ist der schwächste Wert seit dem 9. April 2013, als eine monatelange Talfahrt für den Renminbi begann.

Der Wert markiert zudem eine rote Linie. Analysten warnen, dass ab einem Wert unter 6,20 chinesischen Unternehmen Verluste in Milliardenhöhe drohen. Die Konzerne, oft Exporteure, haben nämlich mit den Produkten auf eine Renminbi-Aufwertung gewettet. Zudem sanken die Exporte zuletzt um 18 Prozent (mehr hier).

Der CNH, also der im Ausland gehandelte Renminbi, an den die komplexen Absicherungsprodukte gebunden sind, steht zwar noch ein bisschen besser da. Der Kurs fiel um 0,34 Prozent und steht bei 6,1992 zum US-Dollar. Dennoch stellt der Wechselkurs laut Morgan Stanley eine „Gefahrenzone“ da, berichtet die FT.

Geoff Kendrick, Devisenstratege bei Morgan Stanley, schätzt, dass rund 150 Milliarden Dollar an Positionen noch offen sind, seitdem der Renminbi Mitte Februar rasch abnahm. Die Zahl hat sich seit dem Zeitpunkt nicht dramatisch verändert. Doch einige Unternehmen haben die Schwäche des Renminbi dazu genutzt, erneut Absicherungsprodukte aufzunehmen.

Doch Chinas Industrie erlebte 2014 bereits herbe Rückschläge: Im Januar und Februar wuchsen sowohl Industrieproduktion als auch Einzelhandelsumsatz und Investitionen so langsam wie seit Jahren nicht mehr. Das macht ein Eingreifen der Zentralbank wahrscheinlicher (hier).

Zum ersten Mal musste im März in China ein Unternehmen eine Anleihe platzen lassen. In der Vergangenheit kam der Staat den von der Pleite bedrohten Unternehmen stets zur Hilfe. Ökonomen befürchten, dass weitere chinesische Unternehmenspleiten folgen werden (hier). Der Immobilienmarkt in China zeigt ebenfalls deutliche Anzeichen einer Abkühlung (hier).

Der Rückgang des Renminbi im zweiten Monat in Folge wird als bewusste Kampagne der Regierung gesehen.

(128)

US-Finanzminister Jack Lew macht sich zunehmend Sorgen, um die geringe Nachfrage nach US-Anleihen. (Foto: dpa)

US-Finanzminister Jack Lew macht sich zunehmend Sorgen, um die geringe Nachfrage nach US-Anleihen. (Foto: dpa)

Russland und China verkaufen weiterhin im großen Stil US-Anleihen. Dies geht aus kürzlich veröffentlichten Daten des US-Finanzministeriums hervor. Demnach verkaufte Russland im Januar US-Schuldpapiere im Wert von sieben Milliarden Dollar. Größter Käufer der US-Anleihen war einmal mehr das kleine Belgien.

Bei der Veröffentlichung der Daten unterlief der Behörde ein grober Fehler, denn sie veröffentlichte zunächst völlig falsche Zahlen. Wenige Stunden später musste das US-Finanzministerium zugeben, dass die Daten nicht der Wahrheit entsprachen, Zerohedge berichtet. Tatsächlich hatte das Ministerium komplett falsche Daten gemeldet und musste diese nachträglich korrigieren.

Für Japan hatte die Behörde anfänglich einen Stillstand beim Kauf von US-Staatsanleihen bekannt gegeben. In der korrigierten Version kaufte Japan im Januar 2014 überraschend über 19 Milliarden der Schuldscheine auf.

Statt der zunächst angegebenen 14 Milliarden Dollar, kaufte China im Januar tatsächlich nur 3,5 Milliarden Dollar an US-Anleihen. Und Russland hat keine US-Anleihen im Wert von einer Milliarde Dollar gekauft, wie erst veröffentlicht, sondern Staatsanleihen im Wert von sieben Milliarden Dollar verkauft.

Sowohl China als auch Japan stießen bereits im Dezember massiv US-Anleihen ab. Allein China verkaufte demnach Anleihen im Wert von 48 Milliarden Dollar und damit soviel wie nie zuvor (mehr hier).

Belgien ist mittlerweile mit 310 Milliarden Dollar drittgrößter Halter von US-Anleihen. (Quelle: TIC, Zero Hedge)

Belgien ist mittlerweile mit 310 Milliarden Dollar drittgrößter Halter von US-Anleihen. (Quelle: TIC, Zero Hedge)

Belgien musste als Retter einspringen und kaufte allein im Dezember US-Schuldschein in Höhe von 57 Milliarden Dollar auf. Auch im Januar kaufte das kleine Land US-Anleihen für 53 Milliarden Dollar auf und ist mittlerweile mit 310 Milliarden Dollar der drittgrößte Halter von US-Staatsanleihen. Nur China und Japan halten noch mehr Anleihen (die Fed ausgenommen). Zum Vergleich: Belgien erwirtschaftet im letzten Jahr ein BIP von etwas über 100 Milliarden Dollar.

Gerüchten zufolge nahm der Verkauf von US-Staatsanleihen im März erst richtig an Fahrt auf. Unbekannte ausländische Investoren stießen Anleihen für etwa 100 Milliarden Dollar ab, wie Zerohedge berichtet. Das ist der größte Verkauf von US-Anleihen in der Geschichte. Ob Russland oder China hinter der Aktion stehen, darüber kann nur spekuliert werden. Das US-Finanzministerium veröffentlicht die Daten immer erst mit dreimonatiger Verzögerung. Doch es würde nicht wundern, wenn sich die Bilanz Belgiens auch im folgenden Monat weiter ausdehnt.

(104)

Das Heddesheimblog gilt als Paradebeispiel für engagierten Lokal-Journalismus. Chef-Redakteur Hardy Prothmann gründete das Projekt im Jahr 2009, um über ein geplantes Bauvorhaben in der Gemeinde zu berichten. Daraus entstand ein einzigartiges Projekt für investigativen und kritischen Lokal-Journalismus, das vor allem ein junges Publikum ansprechen soll. Mittlerweile betreibt Prothmann elf weitere Lokalblogs in der Region.

Auf Nachfrage der Deutschen Wirtschafts Nachrichten nannte Prothmann den hohen Arbeitsaufwand in Verbindung mit der geringen Wertschätzung in Heddesheim als den ausschlaggebenden Punkt für die Pause. Zwar haben sein Team und er in mehr als 3.000 Blogeinträge einige politische und wirtschaftliche Skandale ans Licht befördert, die auch gern von Regionalzeitungen übernommen wurden. Jedoch habe der Aufwand in keiner Relation mehr zum finanziellen Nutzen gestanden.

Die Leserschaft des Heddesheimblog ist mit 1.000 täglichen Besuchern respektabel, doch die finanzielle Wertschätzung sei dafür einfach zu gering. Aus Heddesheim selbst würden sich nur sieben Personen an dem Projekt beteiligen. Nun sei es an den Bürgern der Region, das Projekt durch einen Beitrag am Leben zu erhalten.

Hardy Prothmann betreibt das Heddesheimblogs. (Foto: sap)

Hardy Prothmann betreibt das Heddesheimblogs. (Foto: sap)

Darüber hinaus sei Prothmann selbst Ziel von Anfeindungen und Drohungen geworden. Auch Werbekunden seien ihm abgesprungen, weil sie unter Druck gesetzt wurden, wie er den Deutschen Wirtschafts Nachrichten mitteilte. Keine Werbung sei ihnen dann doch lieber gewesen, als Aufträge und Kunden in der Gemeinde zu verlieren.

„Die Dorfmafia, wie ich sie nenne, hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um uns jede erdenkliche Schwierigkeit zu bereiten“, so Prothmann in einer Stellungnahme.

Es handelt sich dabei um ein politisches Netzwerk um Bürgermeister Michael Kessler. Dieser habe seinen Einfluss in der Gemeinde genutzt, um Prothmann unter Druck zu setzen. Der Bürgermeister habe einflussreiche Kommunalpolitiker, Unternehmer und Vereinsvorstände um sich versammelt. Kessler wurde jüngst als Bürgermeister von Heddesheim im Amt bestätigt, wie der Mannheimer Morgen berichtet.

Prothmann gibt das Heddesheimblog aber keineswegs auf. Die Länge der Pause hängt von den Bürgern der Gemeinde ab. Er wird sich währenddessen um seine elf verbleibenden Regionalblogs kümmern, um seine Vision von modernem, kritischen und investigativem Lokaljournalismus voranzutreiben.

(123)

Die Vernetzung von Haushaltsgeräten eröffnet für Unternehmen neue Märkte. (Foto: dpa)

Die Vernetzung von Haushaltsgeräten eröffnet für Unternehmen neue Märkte. (Foto: dpa)

Sensoren und biometrische Erkennungsverfahren verändern das Internet und die Nutzung von mobilen, internetbasierten Endgeräten. Sensoren in Smartphones können individuelle Körpermerkmale erkennen. Gemessen werden können Temperaturen, Distanzen, Längen, Licht, Zeit, Tiefen, Geschwindigkeiten, Körpermerkmale oder Gewichte.

Näherungssensoren gehören schon seit einigen Jahren in Smartphones zum Standard. Sie schalten zum Beispiel das Display aus, wenn der Nutzer das Smartphone bei einem eingehenden Anruf an das Ohr hält. Durch bestimmte Algorithmen lassen sich durch die von den Sensoren aufgenommenen Daten auch Gang-, Sprach- oder Fahrprofile erstellen und im Smartphone oder anderen mobilen Endgeräten speichern (siehe Video über die App Runtastic am Ende des Artikels). Diese Geräte erkennen ihre Besitzer am Gehen, Sprechen oder Fahren.

Einen radikalen Wandel des Alltags bringt die Vernetzung der Haushaltsgeräte und Alltagsgegenstände mit sich. Auch Google hat diesen Trend frühzeitig erkannt und eine entsprechende Firma aufgekauft (mehr hier).

Das sogenannte „Internet der Dinge“ schlägt eine Brücke zwischen der realen und der virtuellen Welt. Das äußert sich in Begriffen wie Smart Home, Smart City, Smart Glass, oder Smart Grid.

So „können im Bereich der häuslichen Umgebung webbasierte Jalousien oder vernetzte Heizkörper sowie Klimaanlagen via Smartphone ferngesteuert werden. Waschmaschinen aktivieren künftig ihren Waschvorgang automatisch erst dann, wenn der Strom gerade günstig ist. Thermometer in der Waschmaschine sind in der Lage, die Wassertemperatur so zu steuern, dass die Enzyme im Waschmittel optimal wirken können. Intelligente Kleidung kann der Waschmaschine übermitteln, dass sie nur mit 40 Grad“ und im Schonwaschgang gewaschen werden darf und die Farbe Blau hat“, heißt es in einer Studie von DB Research zu dem Thema.

Bevor es allerdings so weit kommt, müssen die neuen Herausforderungen an die bestehende IT-Infrastruktur bewältigt werden. Die Alltagsgegenstände bekommen künftig eine eigene IP-Adresse, um mit anderen smarten Gegenständen kommunizieren zu können. Die neuere IPv6-Version mit 128-Bit-Adressen löst die bisherige IPv4-Version aufgrund der rasant steigenden Anzahl der Geräte allmählich ab.

Die Zukunft wird für jene Entscheidungsträger lukrativ, die diese Daten nicht nur erheben und speichern, sondern in maschinenlesbare Strukturen umwandeln, Muster erkennen und die richtigen Schlüsse ziehen.

Um es Menschen zu ermöglichen, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden zu wohnen, können Sensoren Unterstützung in der Mobilitätserhaltung, Kommunikation, in der Beobachtung und sogar in der medizinischen Behandlung liefern:

„So lassen sich Bewegungssensoren in den Fußboden einarbeiten, die automatisch einen Notalarm auslösen, sobald ein Mensch stürzt. Monitoring-Systeme können permanent medizinisch relevante Daten, wie Blutdruck, Herzschlag, Sauerstoffsättigung des Blutes oder den Stresslevel eines älteren Patienten erfassen. An einem Badezimmerspiegel angebrachte Miniatursensoren werden demenzkranke Menschen daran erinnern, dass sie ihre Medikamente noch einnehmen oder sich noch die Zähne putzen müssen. Mit Hilfe von Sensoren kann z.B. auch gemessen werden, wenn Menschen beim Führen eines Pkw einen Schweißausbruch bekommen oder sonstige Symptome zeigen, die auf eine plötzliche körperliche Störung bis hin zum Herzinfarkt oder eine Krankheit hinweisen. Damit lassen sich dann Technologien entwickeln, die auf diese erfassten Muster reagieren und z.B. die Geschwindigkeit drosseln, das Fahrzeug via Autopilot sicher am Straßenrand zum Halten bringen und automatisch den Notdienst alarmieren”, heißt es in der Studie.

Doch mit der Vernetzung von Gegenständen steigt auch das Potenzial für Überwachung und Missbrauch. So plant die Polizei in Europa bereits den vollen Zugriff auf die Bord-Elektronik von Fahrzeugen. Autos, die „nicht kooperativ” sind, können so per Knopfdruck zum Stillstand gebracht werden (hier).

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Es gibt Stimmen in Italien, die Barbara Berlusconi lieber in einer wichtigen Rolle in der EU sehen wollen als Lady Ashton. (Foto: dpa)

Es gibt Stimmen in Italien, die Barbara Berlusconi lieber in einer wichtigen Rolle in der EU sehen wollen als Lady Ashton. (Foto: dpa)

Silvio Berlusconi prüft, ob er eine seiner Töchter als Kandaidatin für das Europaparlament aufstellen soll. Marina (47) und Barbara Berlusconi (29) sollen beide prinzipiell bereit sein, sich der Wahl zur Miss Europe Abgeordneten zu stellen.

Mariastella Gelmini aus der Berlusconi-Partei Forza Italia kündigte an, dass eine Entscheidung in den kommenden Tagen fallen werde.

Italiens Kassationsgericht hat das zweijährige Ämterverbot gegen Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi bestätigt.

Das Urteil vom Dienstag ist ein weiterer Rückschlag für den 77-Jährigen, der wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt ist und im November aus dem Senat ausgeschlossen wurde. Auch für seine Hoffnungen, im Mai als Kandidat bei den Wahlen zum Europäischen Parlament anzutreten, ist der Richterspruch ein Dämpfer.

Wie dem auch sei – die Bürger in Rom scheinen das Thema etwas satt zu haben.

Reuters hat einige Stimmen eingesammelt:

“Von mir aus kann sich Berlusconi bei den Wahlen aufstellen lassen. Oder eben nicht, das ist mir egal. Aber wir Italiener sind müde. Wir wollen Taten, nicht nur Worte.”

“Ich weiß nicht, ob das Urteil gerecht ist oder nicht. Ich weiß nur, dass Gesetze respektiert werden müssen. Wenn ich sie respektiere, sollte Berlusconi sie auch respektieren müssen. Das ist eine Frage der Redlichkeit.”

“Für mich ist die ursprüngliche Sünde, der Interessenskonflikt, immer noch nicht gelöst. Für mich ist Berlusconi also nicht wählbar, aber aus anderen Gründen.”

Der Milliardär selbst weist sämtliche Vorwürfe gegen ihn zurück. Er habe sich nichts zu schulden kommen lassen. Vielmehr sei er das Opfer politisch motivierter Ankläger und Richter.

Kleiner Hinweis für alle BB-Fans: Ihr Freund Lorenzo Guerrieri ist ausgesprochen gutaussehend. (Foto: dpa)

Kleiner Hinweis für alle BB-Fans: Ihr Freund Lorenzo Guerrieri ist ausgesprochen gutaussehend. (Foto: dpa)

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Janet Yellen will eine andere Politik verfolgen als ihr Vorgänger Ben Bernanke. (Foto: dpa)

Janet Yellen will eine andere Politik verfolgen als ihr Vorgänger Ben Bernanke. (Foto: dpa)

Die US-Notenbank wird voraussichtlich nächstes Jahr ihre Politik des extrem billigen Geldes beenden. Die Federal Reserve (Fed) kündigte am Mittwoch an, ihre monatlichen Geldspritzen zur Stärkung der Wirtschaft um weitere zehn auf 55 Milliarden Dollar zu verringern. Die große Mehrheit der Notenbanker rechnet zudem 2015 mit ersten Zinserhöhungen. Diese dürften auch kräftiger ausfallen als zuletzt noch gedacht. An den Aktienmärkten sorgte dies für Kursverluste. Der Dollar stieg dagegen deutlich zum Euro.

Um die Wirtschaft in der Finanzkrise zu stützen, hält die Fed die Zinsen seit Jahren auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. Zudem wurden mehrere Billionen Dollar in den Geldkreislauf gepumpt – unter anderem über den Ankauf von Staatsanleihen und Hypotheken-Papieren. Damit ist es der Fed gelungen, dass sich die US-Wirtschaft und auch der Arbeitsmarkt erholt hat. Kritiker monieren allerdings, dass mit dem vielen billigen Geld die Grundlage für Preisblasen gelegt wird. Die Finanzkrise begann Mitte 2007, als die Preisblase am US-Immobilienmarkt platzte und zahlreiche Banken in Schwierigkeiten kamen.

Bei ihrer ersten Pressekonferenz als neue Fed-Chefin schlug Janet Yellen gleich einen neuen Ton an: Sie gab den Märkten eine andere Orientierungshilfe, wie lange die Zinsen noch bei nahe null Prozent bleiben dürften. Bislang gab es eine konkrete Marke, nämlich eine Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent, bis zu der die Fed die Füße mindestens stillhalten wollte. Jetzt orientiere sich die Notenbank an dem Inflationsziel von zwei Prozent sowie Fortschritten Richtung Vollbeschäftigung. Dies werde den jetzigen Verhältnissen besser gerecht, so Yellen. Denn die Arbeitslosenquote war zuletzt bereits auf 6,7 Prozent gefallen. Manche Börsianer kritisierten, dass die neuen Orientierungsmarken unkonkreter seien. Dadurch werde es schwieriger, die Geldpolitik der Fed vorauszusagen und sich entsprechend zu positionieren.

Die Kapitalmärkte schauen sehr genau auf die geldpolitische Wende in den USA. Misslingt sie, könnte es zu einem Crash an den Börsen kommen. “Ich fühle die Last der Verantwortung in meiner neuen Rolle”, sagte Yellen, die Nachfolgerin von Ben Bernanke. Am Mittwoch büßte der Dow-Jones-Index für die wichtigsten US-Aktien knapp ein Prozent ein. Der Euro fiel um fast einen Cent auf Kurse um 1,3820 Dollar. Zinserhöhungen dürften nun eher früher als später kommen, sagte der Devisen-Experte Shaun Osborne vom Wertpapierhandelshaus TD Securities.

Yellen rechnet damit, dass die Wertpapier-Käufe noch dieses Jahr auslaufen. Auf die Frage, wie lange dann die zeitliche Lücke bis zum Beginn der Zinserhöhungen ausfallen dürfte, sprach sie von “geraumer Zeit”. Das sei schwer zu definieren: “Aber es bedeutet wahrscheinlich so in etwa sechs Monate.” Die große Mehrheit der Fed-Führungsmitglieder rechnet 2015 mit einem ersten Zinsschritt. Sobald es losgeht, dürfte es schneller nach oben gehen als zuletzt noch erwartet. Der Leitzins dürften dann Ende 2015 bei einem Prozent liegen. Noch im Dezember hatten die Fed-Banker für diesen Zeitpunkt einen Zinssatz von 0,75 Prozent erwartet. Ende 2016 dürfte er dann nach der aktuellen Projektion auf 2,25 Prozent steigen.

Grundlage für eine Normalisierung der Zinsen ist die deutlich gefestigte Konjunktur. Trotz der Kältewelle in den USA waren im Februar überraschend viele Jobs geschaffen worden. Auch die Industrie erholte sich von dem Wintereinbruch. In ihrer neuen Prognose rechnet die Fed nun mit einem Wachstum von 2,8 bis 3,0 Prozent. 2015 sollen es mindestens drei Prozent sein. Yellen rechnet vorerst nicht damit, dass die amerikanische oder gar die Weltwirtschaft durch die Krim-Krise beeinträchtigt wird. Doch ganz offensichtlich gebe es geopolitische Gefahren: “Für den Fall einer Eskalation haben wir das auf dem Radarschirm.”

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