Wir wissen jetzt, wer die führenden Nullen des nächsten Billiardenkabinetts sein werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Hat als Familien- und Umweltministerin versagt, von ihr stammt die erste, völlig idiotische Fassung des Dosenpfands. Qualifikation: Tut am liebsten nichts und sitzt das gerne aus. Was sie zur Chefsache erklärt, verschwindet in einem schwarzen Loch und wird nie wieder gesehen. Sehr zuverlässig, wenn es um die Preisgabe deutscher Interessen geht. Stimmte für die EU-Verfassung, den Vertrag von Lissabon, den EFSF, den ESM und die Bankenunion. Eurobonds sind nur noch eine Frage der Zeit. Kündigt die baldige Aufgabe unverrückbarer Prinzipien wie folgt an: “Mit mir ist das nicht zu machen!” Besitzt einen sechsten Sinn, der dafür sorgt, daß sie immer außer Landes ist, wenn überraschend wichtige Entscheidungen zu treffen sind.

Vizekanzler Sigmar Gabriel, Wirtschafts- und Energieminister: Wurde als Ministerpräsident in Niedersachsen durch Christian Wulff aus dem Amt gekegelt, konnte als Bundesumweltminister an Muttis Händchen Eisbären bestaunen. Qualifikation: Fachlich keine, hat aber als SPD-Vorsitzender seine ganze Partei über den Tisch gezogen, um einen neuen, größeren Dienstwagen zu bekommen. Darf in Zukunft sogar ab und zu den Kanzlerairbus benutzen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble: Durfte bereits unter Helmut Kohl als Minister Schaden anrichten. Trinkt bereitwillig jeden Kakao, durch den ihn Merkel zuvor gezogen hat. Parteisoldat mit einer Präferenz für verlorene Posten. Qualifikation: Ist eindeutig der beste Finanzminister seit Peer Steinbrück. Hat auf Grund seines hohen Alters nichts mehr zu verlieren, sollte das deutsche Volk ihm nach Zwangsenteignung, Währungsreform und Hyperinflationen einen Dankesorden verleihen.

Verkehrs- und Digitalisierungsminister Alexander Dobrindt: War als CSU-Generalsekretär die rechte Hand Horst Seehofers und hat vor, das zu bleiben. Qualifikation: Relativ jung, stramm CSU und kann gar nicht schlechter sein als sein Vorgänger, Peter Ramsauer. Dient als Engel Aloisius, der die gottgleichen Ratschlüsse aus der Münchner Staatskanzlei in die Berliner Niederungen überbringt. Beherrscht das verbale Repertoire vom Holzhammer bis zum Baseballschläger.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: Der lebende Beweis, daß Volldemokraten in jedem beliebigen Ministeramt eingesetzt werden können, ohne etwas von der Sache zu verstehen. Qualifikation: als Familienministerin sieben eigene Kinder und die Tochter von Ernst Albrecht. Als Arbeitsministerin: Sie ist die Tochter von Ernst Albrecht. Als Verteidigungsministerin: Sie ist nicht Thomas de Maizière, aber die Tochter von Ernst Albrecht.

Arbeitsministerin Andrea Nahles: Muß ins Bundeskabinett, da sie sonst am Stuhl Sigmar Gabriels sägt. Ganz davon abgesehen hat jeder Generalsekretär ein Ministeramt bekommen, das wird besser bezahlt. Qualifikation: Hat schon mal gehört, daß es tatsächlich Leute gibt, die ihren Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen. Freut sich bereits darauf, einen Arbeiter in freier Wildbahn heimlich zu beobachten.

Bildungsministerin Johanna Wanka: Hat die unglückliche Frau Nicht-mehr-Doktorin Schavan abgelöst, war zuvor als Wanderpokal in CDU-Landesregierungen unterwegs. Qualifikation: Da die Bildung in Merkeldeutschland sowohl im Argen liegt als auch Chefsache ist, kann sie keinen weiteren Schaden anrichten. Schlechte PISA-Ergebnisse sind außerdem Ländersache, bei der Bildung darf sie also nicht wirklich mitreden.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier: Einer der wenigen Politiker, der trotz einer Plagiats-Untersuchung seinen Doktortitel behalten durfte. War unter Schröder Kanzleramtsminister und hat im Außenministerium die Hinterlassenschaften eines “Joschka” Fischer aufgeräumt. Qualifikation: Ist nicht schwul, beabischtigt nicht, mit Bettgenossen durch die Welt zu fliegen. Hat im Gegensatz zu seinen Vorgängern Erfahrung und dürfte zweifellos der beste Außenminister seit Klaus Kinkel werden.

Familienministerin Manuela Schwesig: Der lebende Beweis, daß SPD-Führungsfrauen nicht zwangsweise häßlich aussehen müssen. Hat in diesem Ressort schon Erfahrung in Mecklenburg-Vorpommern gesammelt. Qualifikation: Nicht weiter nötig, solange unseren ausländischen Mitbürgern das Kindergeld bezahlt wird, bleibt alles ruhig im Lande.

Innenminister Thomas de Maizière: Wieder so ein Volldemokrat, der in jedem Ministerium wenig leistet. War schon Kanzleramts-, Innen- und Verteidigungsminister. Auf ihn geht die neue Verteidigungsdoktrin der Abrüstung durch sinnlose Geldausgaben zurück. Bezahlte viel Geld für unbrauchbare Drohnen und fehlgeplante Hubschrauber. Qualifikation: Mußte dringend umbesetzt werden, da zu viele Fehlleistungen als Verteidigungsminister durchgesickert sind.

Umweltministerin Barbara Hendricks: Benötigt als SPD-Schatzmeisterin einen Versorgungsposten. Qualifikation: Nicht erforderlich, wenn man die Vorgänger betrachtet: Angela Merkel, Jürgen Trittin, Sigmar Gabriel, Norbert Röttgen und Peter Altmaier. Aus dieser Reihe negativ herauszustechen, ist eigentlich nicht möglich. Da müßte sie schon den Hitlergruß zeigen oder den Holocaust leugnen. Hat das Bauressort dazubekommen, kann also – zumindest theoretisch – beim Berliner Pannenflughafen und dem Protzbahnhof Stuttgart 21 mithelfen.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier: Hat derart für die merkelhafte Energiewende gekämpft, daß er sich einen ruhigen Posten verdient hat. Qualifikation: Benötigt unbedingt noch einige Jahre als Minister, bevor er die Pension ersessen hat. Das Mauscheln und Fäden ziehen hinter den Kulissen dürfte ihm sogar liegen.

Justiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas: Wurde schon mal als Juniorpartner einer Lafontaine-Linksregierung im Saarland gehandelt. Hat dort die erste Jamaica-Koalition herbeigeführt. Inzwischen Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident im Saarland. Qualifikation: Gammelfleischminister kann jeder. Man muß nur konsequent hilflose Küken vergasen und strengere Kontrollen ankündigen, das war schon zu Seehofers Zeiten so. Justizminister treten nicht einmal bei großen Schauprozessen, wie derzeit gegen Beate Zschäpe oder Christian Wulff, in Erscheinung, also ist das ein eher ruhiges Amt.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe: Wieder ein Generalsekretär, der für treue Dienste mit einem staatlichen Versorgungsposten belohnt wird. Das haben damit alle drei Regierungsparteien der Krokodil-Koalition getan. Qualifikation: Ich gehe davon aus, daß er nach einem Nießen und dem üblichen “Gesundheit” artig mit “Danke!” antwortet.

Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich: Auch der Bundesunfähigkeitsminister benötigt noch ein wenig Dienstzeit, um eine Pension zu erhalten. Deshalb darf er künftig die Bauernschaft ärgern. Immerhin, dank Monsanto und vergleichbarer Firmen kann er sich unendliche Verdienste erwerben, für die Zeit nach dem Landwirtschaftsministerium. Qualifikation: Hat keine eigenen Ideen und wäre auch unfähig, diese auszuführen. Macht auf Kommando Männchen und gibt Pfötchen.

Entwicklungshilfeminister Gerd Müller: Das ist nicht der einstige Bomber der Nation, sondern ein Staatssekretär aus dem Landwirtschaftsministerium. Genau deshalb durfte er ja nicht Agrarminister werden. Qualifikation: Guter Freund von Horst Seehofer.

Die neue Regierung verzichtet damit auf alle Ramsauereien. Ich möchte darauf hinweisen, daß dieses geisterbahngeeignete Gruselkabinett kein Aprilscherz ist. Die hier aufgeführten Damen und Herren beabsichtigen, ihre Kraft dem Niedergang des deutschen Volkes zu widmen, sein Vermögen zu mindern, Schaden auf es zu lenken, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes zu verwässern und zu umgehen, allen Pflichten gewissenhaft auszuweichen und Ungerechtigkeit gegen alle zu üben, die sich nicht wehren können. So wahr ihnen die Lobbyisten der Banken, der Großindustrie und die Befehle der Besatzungsmächte helfen. Da freuen wir uns doch auf die nächsten Jahre!

Quelle: Micheal Winkler

(232)

10 Gründe warum die Ukraine nicht der EU beitreten darf

Es ist für uns alle ersichtlich, dass wir nun an einem Scheideweg der Geschichte unseres geliebten Vaterlandes Ukraine stehen. Wir alle sind nicht nur Zeugen dieser großen Umwälzungen, sondern dürfen auch Teil daran haben. Die meisten von uns haben zudem die Pflicht tatsächlich auch aktiv daran Teil zu nehmen. Aus diesem Pflichtgefühl heraus wende ich mich an Euch, meine ukrainischen Brüder und Schwestern. In Liebe zu Gott und der ukrainischen Heimat wurde ich von meinen Großeltern in der Diaspora erzogen. Mit der Aufnahme bei den Kosaken habe ich den Eid geleistet den heiligen orthodoxen Glauben und das ukrainische Volk, sowie die Freiheit und die Unabhängigkeit der ukrainischen Nation zu verteidigen.

Und genau diese Freiheit und Unabhängigkeit unseres Vaterlandes ist derzeit wieder einmal bedroht.

Wie schon oft in unserer Geschichte versuchen fremde Mächte sich der Ukraine zu bemächtigen und das ukrainische Volk in Unfreiheit zu versetzen.

Eine diesbezügliche Macht ist Russland. Wir wissen alle aus der Geschichte, dass ein Teil der Ukraine lange Zeit von Moskau regiert wurde. Spätestens mit der Zerstörung der Zaporožer Sič 1775 wurde die Russifizierung immer erdrückender. Und so wurde 1793 die Ukraine vollständig zu einer Kolonie Russlands. Doch der ukrainische Geist konnte nie vollständig vernichtet werden. Der erste freie ukrainische Staat der Neuzeit mit der Unabhängigkeitserklärung vom 12. Januar 1918 und der Vereinigung beider ukrainischen Staaten am 22. Januar 1919 fand sein jähes Ende in seiner Aufteilung zwischen Polen und Russland am 18. März 1921. In beiden Teilen wurden die Ukrainer unterdrückt. Wir alle wissen von den Säuberungen im sowjetischen Teil und seinem Höhepunkt, dem Genozid am ukrainischen Volk. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass die Bolschewiken nicht gleichzusetzen sind mit den Russen. Und wir wissen, wie schwer sich das heutige Russland mit einer vollständig freien und souveränen Ukraine tut. Es ist daher richtig, sich allen Bestrebungen Russlands zu widersetzen, sich in innerukrainische Angelegenheiten einzumischen. Nur das ukrainische Volk und seine Regierung haben das Recht für sich Entscheidungen zu treffen.

Es ist eine philosophische Frage inwieweit die Welt dual geprägt ist. Derzeit wird die Ukraine vor die Wahl gestellt, entweder Russland oder die EU. Die Argumentation der Gegner der dualen These führt uns dahin, dass es mindestens drei Wege gibt, nicht nur zwei. In diesem Fall gibt es auch hier einen weiteren Weg, nämlich den ukrainischen. Und auf diesem Weg ist es völlig legitim, sowohl mit Russland, als auch mit der EU Verträge zu schließen, wenn sie im ukrainischen Interesse, zum Wohle der ukrainischen Nation und des ukrainischen Volkes sind, ohne sich einer Macht unterzuordnen. Folgen wir allerdings den Anhängern der dualen Welttheorie, so müssen wir die Dualität auch richtig erkennen. Sie ist nicht, wie uns glauben gemacht wird, die Entscheidung zwischen Russland und der EU, sondern die Entscheidung zwischen Fremdherrschaft und Freiheit. Denn um nichts anderes geht es in den derzeitigen Fragen. Es geht um die Freiheit der Ukraine!

Wollen wir denn tatsächlich glauben, dass die EU die Freiheit der Ukraine fördert? Glauben wir tatsächlich, dass die EU nur Gutes für die Ukraine im Sinn hat und völlig aus Nächstenliebe handelt? Nun ja, es steht zwar Weihnachten vor der Tür, doch in der großen Weltpolitik gibt es keine Geschenke zu verteilen. Schauen wir doch einfach nur einmal kurz in die Geschichte der „westlichen“ Nationen. Wann und in welcher Form spielte die Ukraine dort eine Rolle? Beschränken wir uns nur auf das 20. Jh.

Noch während des russischen Bürgerkrieges entsandten Frankreich und England Truppen nach Russland und die Ukraine um ihre Interessen in Russland zu wahren und eine weitere Annäherung der Sowjets mit den Mittelmächten zu verhindern. Die Ukraine und ihr Kampf um Unabhängigkeit spielten dabei keine Rolle, ganz im Gegenteil. Das alte Russland sollte unterstützt werden, um den Kampf mit den Mittelmächten weiterzuführen. Eine freie Ukraine war dabei nur störend und für das Unterfangen gefährlich.

Der Holodomor (stalinistischer Völkermord am ukrainischen Volk) war allen westlichen Demokratien seinerzeit bekannt. Und die Reaktion? Keine! Das Leid der Ukrainer war ihnen völlig egal. Sie sahen zu und es war ihnen auch nicht Wert darüber zu berichten. Auch heute ist dieses Thema nicht allzu beliebt bei den westlichen Staaten. Der Genozid wird verharmlost, wenn er denn genannt wird. Auch sind öffentliche Veranstaltungen ukrainischerseits nicht unbedingt gewünscht. Wir, das DUZ e.V., haben als einer der wenigen Vereine in Deutschland eine Ausstellung vor 5 Jahren dazu organisiert und erfolgreich durchgeführt. Dies gegen alle Widerstände. Die größte lokale Zeitung schreckte noch nicht einmal vor der Lüge zurück, die Ausstellung würde nicht statt finden. Dies am Tag der Ausstellungseröffnung!

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges lieferten englische und amerikanische Truppen eiskalt ukrainische Freiheitskämpfer und Kosaken den Sowjets aus. Genau wissend, dass ihnen der sichere Tod bevorsteht. Selbst junge Mädchen und junge Männer, welche in den DP – Lagern als ehemalige Zwangsarbeiter untergebracht waren, wurden den kommunistischen Mörderbanden ausgeliefert. Es waren unsere ukrainischen Ahnen, welche aus Fenstern und unter fahrende westalliierte LKWs sprangen, um den Sowjets nicht in die Hände zu fallen.

Und diese Staaten sollen sich heute ernsthaft für die Ukraine interessieren?

Mit Sicherheit ja, allerdings nur in ihrem Interesse. Es geht um Macht und um die ukrainische Erde. Diese darf per Gesetz nicht an Ausländer verkauft werden. Als EU-Mitglied, müsste die Ukraine dieses Gesetz fallen lassen. Es geht um neue Märkte. Die Wirtschaft der EU braucht freien Handel um zu überleben. Es geht um billige Arbeitskräfte. Genauso wie Osteuropäer nach Westeuropa kommen um zu arbeiten, werden die Ukrainer ziehen müssen. Denn das einzige, was europäischer Standard wird, sind die Preise. Die Löhne bleiben so niedrig, wie jetzt. Sicher sind die Lohn- und Preisverhältnisse auch jetzt sehr schlecht. Doch überleben viele Ukrainer mit weiterem Privathandel, Beispielsweise mit dem Verkauf von Selbstangebautem oder Privatarbeiten. Dies wird in der EU verboten sein. Und vergessen wir doch nicht die Geopolitik. Wie würden sich die USA freuen in einem ehemaligen Sowjetstaat Armeebasen aufbauen zu können. Direkt vor der Haustür Russlands. Denn eines müssen wir wissen: die EU und die USA gehören zusammen. Die BRD als Motor der EU ist noch immer besetztes Feindesland der USA.

Weiter ist es sehr interessant, wie die EU bereits jetzt mit der Ukraine umgeht. Nur wenn die Ukraine Vorgaben bedingungslos umsetzt, kann sie näher mit der EU zusammenarbeiten. Hierzu gehört die Freilassung einer rechtmäßig verurteilten Person. Man kann zu Julia Timoschenko stehen wie man will, doch Fakt ist, dass sie sich auf Kosten des ukrainischen Volkes um Millionen bereichert hat. Das ist schlichtweg Betrug am eigenen Volk. Sicher laufen heute noch genug andere Verbrecher frei rum. Böse Zungen behaupten, dass man diese sogar im Parlament vorfindet. Doch was ist das für eine Logik, nur deswegen eine Freilassung zu fordern, weil andere noch frei herumlaufen? Nach dieser Logik darf niemand mehr verurteilt werden, da immer irgendjemand frei herumläuft. Das ist absolut abstrus. Der richtige Weg ist der Versuch der Verurteilung aller, die sich etwas zu Schulden haben kommen lassen. Hier ist nichts anderes als der Versuch zu sehen, in ein rechtsstaatliches Justizsystem einzugreifen. Diesen Eingriff gilt es zurückzuschlagen. Ehren wir denn nicht einmal mehr unsere eigenen Gesetze? Das Vorgehen der EU ist in diesem Fall schlichtweg Erpressung. Das ist keine Basis einer zukünftigen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Und dieser Verteidigungsakt des ukrainischen Parlaments wird verdreht als Ablehnung zum Assoziierungsabkommen. Das erniedrigende Verhalten der IWF in den letzten Jahren ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Ukraine derzeit nicht auf Augenhöhe gesehen wird. Aber nur so können Verträge erst geschlossen werden.

Wieso glauben nun doch viele an die guten Absichten der EU? Weil man das glauben will und weil es glauben gemacht wird. Es sind einfachste Prinzipien der Massenpsychologie. Ein wichtiges Element sind Emotionen. Mit antirussischen Parolen werden patriotische Gefühle entfacht. Ein Gegner wird so hervorgehoben, dass der andere verschwindet. Diese Gefühle werden so angeheizt, dass eine Reflexion gar nicht erst statt finden kann. Und dies funktioniert in patriotischen Kreisen sehr gut. Doch hier kann ich nur warnen. Gute Patrioten wurden von den Amerikanern in der Nachkriegszeit immer nur missbraucht. Schauen wir uns doch nur mal die NATO „Stand – Behind – Armeen“ an. Diese wurden in ganz Westeuropa aufgebaut, um bei einem sowjetischen Einfall hinter den Linien Sabotageakte durchzuführen. Geführt wurden sie vom MI6 und der CIA. Vielleicht sind sie dem Einen oder Anderen besser unter „Gladio“ bekannt, dem italienischen Arm dieser NATO Geheimarmee. (weiterführende Literatur z.B. Daniele Ganser:NATO-Geheimarmeen in Europa. Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung. orell füssli Verlag, Zürich 2008).

Rekrutiert wurden hierfür hauptsächlich „rechtsradikale“ und „neofaschistische“ Gruppierungen. Diese galten als 100%ig antikommunistisch. In der BRD war dies z.B. der Bund Deutscher Jugend (BDJ). Diese Gruppierungen wurden aber genauso schnell wieder fallen gelassen, wenn sie keinen weiteren Nutzen im Sinne der NATO mehr hatten. Und was passiert derzeit in der Ukraine? Geht es da nicht auch darum, dass die Ukraine an die NATO gebunden werden soll?

Wieso werden bereits jetzt ukrainische Patrioten in die rechtsextreme Ecke gestellt? Damit sie später leichter abgeschaltet werden können. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan. Und wie weit der Westen bereits jetzt mit Größen der ukrainischen Kultur geht, zeigt das Beispiel der Wiener Universität. Von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) und dem Mauthausen-Komitee wurde die Ehrentafel von Iwan Franko kritisiert. Er sei ein Wegbereiter des Holocaust gewesen

Ein weiteres wichtiges Element der Massenpsychologie ist das Entfachen des Gedankens in der Bevölkerung, dass sie durchschnittlich sei. Damit sollen Normalitäten geschaffen werden. Der Glaube an höhere Möglichkeiten des eigenen Volkes soll dadurch zerstört werden. Und man hört doch schon jetzt, dass die Ukraine Führung von außen bräuchte, da sie mit ihren Problemen alleine nicht klar kommen könne. Gewiss, es gibt Schwächen in der Ukraine. Und ich möchte auch nicht leugnen, dass es auch in den politischen Strukturen Schwächen geben mag. Seien es Personen, welche sich durch die Politik nur selbst bereichern wollen, oder gar ganze Seilschaften, welche von bösen Zungen auch als Art Mafia beschrieben werden.

Doch, meine lieben Freunde, Ich lasse mir kein Minderwertigkeitsgefühl einimpfen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Volk, welches Geister wie Hl. Wolodymyr I. Den Großen, Jaroslav den Weisen, Bohdan Chmelnyckyj Taras Ševčenko,Nikolai Hohol oder den Metropoliten Šeptyc’kyj hervorgebracht hat, nicht in der Lage sein sollte, seinen eigenen Staat, den es in jahrhundertelangen Kämpfen endlich errichtet hat, selber zu führen.

Nein! Ich glaube an das ukrainische Volk! Ich glaube an die ukrainische Nation und ihre Zukunft! Wir brauchen keine Fremdherrschaft von außen! Komme sie von Moskau, Brüssel oder Washington. Was wäre das Blut unserer Väter und Großväter wert, würden wir die Souveränität unserer Ukraine an Brüssel abtreten? Sie kämpften für die Freiheit, für die Unabhängigkeit unserer Ukraine. Wer will es denn da zulassen, dass sie wieder verlorengeht?! Wir haben unser Heil nicht in leeren Versprechungen von außen zu suchen. Dieses finden wir nur in unserer Arbeit, unserem Dienst für die Ukraine. Ein jeder von uns kann seinen Beitrag dazu leisten, die Ukraine in eine freie und bessere Zukunft zu führen. Lasst uns also gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und die Freiheit der Ukraine bewahren!

Großer und einziger Gott, schütze unsere Ukraine!

Quelle: deutsch-ukrainisches-zentrum.de

(229)

Paradigmenwechsel: Der Mensch als Beute

Gerhard Wisnewski

 

Ihre Bank hat Sie mit einem Fonds übers Ohr gehauen? Ihr Arzt macht Sie mit Medikamenten erst so richtig krank? Ihr Krankenhaus operiert Sie zu Tode? Und Ihre Regierung schröpft Sie bis zum Geht-nicht-mehr? Herzlich willkommen in der Welt von heute! Viele haben es noch gar nicht bemerkt, aber in Wirtschaft und Politik hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Der Mensch wird nicht mehr als Bürger, Patient oder Kunde betrachtet – sondern als Beute.

 

Früher war das so: Eines Tages kam ein netter Herr von der Sparkasse oder Bank in die Grundschule und schenkte jedem Kind ein großes Sparschwein. Da warfen die Kleinen ihre Pfennige hinein, und wenn ein größerer Betrag zusammen gekommen war, machten die Eltern für das Kind ein Sparbuch auf. Und wenn der »kleine Racker« volljährig wurde, konnte er sich von dem Geld sein erstes Auto kaufen, und alle waren zufrieden: Die Bank, weil sie so immer neue zufriedene Kunden heranzog, die Eltern, weil für das Kind etwas angespart wurde, und der Nachwuchs natürlich auch, weil er irgendwann über ein kleineres oder größeres Startkapital verfügte. Kurz und gut: Im wesentlichen zogen alle zum Nutzen aller an einem Strang.

 

Oder nehmen wir einen Arzt: Wenn man zum Arzt ging, konnte man darauf vertrauen, dass auch dieser nette Onkel für die Gesundheit des Patienten handeln würde. Erstens war er ziemlich gut ausgebildet, und zweitens zog auch er in der Regel mit seinen Patienten an einem Strang. Zwar konnte auch er Fehler machen, aber wenn, dann tat er es normalerweise nach bestem Wissen und Gewissen.

 

Oder nehmen wir den Staat. Als in den 70er Jahren unter Bundeskanzler Helmut Schmidt noch das »Modell Deutschland« ausgerufen wurde, hatten auch Politiker und Bürger in der Regel eine gemeinsame Sache – jedenfalls innenpolitisch. Gute Ausbildung und gute Arbeitsplätze standen ganz oben auf der Agenda. Und selbstverständlich waren sich auch Eltern, Kinder, Schulen, Lehrstätten und Universitäten zum Wohle Deutschlands einig. Es war die Zeit, als Bundeskanzler Schmidt dem US-Präsidenten wirtschaftliche Ratschläge erteilte und Deutschland zum globalen Musterländle aufstieg – woraus die SPD eben ihren damaligen Wahlslogan »Modell Deutschland« kreierte. Ebenso selbstverständlich war das nationale Ziel, dass es allen immer besser gehen
Deutschland vor dem Kollaps Michael Grandt So schützen Sie sich vor dem Deutschland-Kollaps Wie Sie Ihr Erspartes rechtzeitig in Sicherheit bringen könnenDer Finanzexperte und Bestsellerautor Michael Grandt stellt in seinem neuen Buch zwei provokante Behauptungen auf:Deutschland droht der Staatsbankrott.Und: Wir brauchen diesen Crash!Der Autor untermauert seine Thesen mit Hunderten von seriösen Belegen, die nicht wegzudiskutieren sind.Die bittere Wahrheit: Ein Staat, der vor der Pleite steht, wird alles tun, um an das Privatvermögen seiner Bürger zu kommen. Nutzen Sie deshalb den Informationsvorsprung aus diesem Buch, um Ihre Ersparnisse zu retten.Sie erhalten viele Praxistipps und Hintergrundinformationen, wie Sie sich schon im Vorfeld gegen den drohenden Staatsbankrott schützen können:    Warum Sachwerte wichtiger sind als Geldwerte    Was eine Aktie krisenresistent macht    Wieso Gold als Altersvorsorge geeignet ist    Warum Anleihen ein wichtiger Krisenschutz sein können    Wie Sie sich mit Fremdwährungen gegen den Crash wappnen    Warum Immobilien und Rohstoffe wichtige Bausteine sind    Warum der Euro schlecht für Sie ist    Wie der Staat Ihr Geld abgreifen wird    Was Sie von den vergangenen Währungsreformen lernen können    Warum Sie in diesen schwierigen Zeiten keine Schulden machen sollten    Was Sie tun können, wenn Ihre Bank pleitegeht Michael Grandts Analysen sind fundiert und akribisch recherchiert. Mit seinen Informationen werden auch Sie nicht zu den Krisenverlierern, sondern zu den Krisengewinnern gehören.  Gebunden mit Schutzumschlag, 336 Seiten
sollte: Der Wohlstand sollte steigen und die Arbeitszeiten sinken, weshalb die Gewerkschaften konsequenterweise auch die 35-Stunden-Woche aus der Taufe hoben.

 

Ein Finanzminister als Pusher

 

Tja, so war das damals. Und heute? Schwarze Schafe gab es zwar schon immer, aber heute bilden sie die Herde. Nehmen wir als erstes wieder den netten Onkel von der Bank. Viele Jahre lang haben die Menschen noch im guten Glauben ihr Geld zur Bank getragen. Bis sie plötzlich merkten: Der gute Onkel hat plötzlich Haifischzähne bekommen und frisst gnadenlos die Ersparnisse von Kindern, Müttern, Vätern und Großeltern ohne Rücksicht auf (deren) Verluste. Er zerstört Zukunftspläne und Familien und rafft alles an sich, was er kriegen kann. Um an das Geld der kleinen Leute zu kommen, legt er gerne auch betrügerische Fonds auf oder dreht den Menschen Schrottimmobilien an, die sie in den Ruin treiben.

 

Oder nehmen wir den netten Onkel vom Staat. Erinnert sich zum Beispiel jemand an Finanzminister Theo Waigel von der CSU? Neben Telekom-Chef Aaron Lebowitsch (alias Ron Sommer) warb Waigel als Finanzminister mit zu einem »T« geformten Händen für die Telekom-Aktie, was dem Papier einen ganz besonderen Vertrauensvorschuss bescherte. In Wirklichkeit betätigte sich Waigel nur als staatlicher Pusher, der den Leuten eine sichere Altersversorgung suggerierte und sie in die Telekom-Aktie trieb. Woraufhin Hunderttausende von Menschen ihr Geld verloren. Denn die Telekom-Aktie fiel und fiel, und zwar um etwa 90 Prozent (vom Telekom Vermoegensvernichtung Höchststand aus gemessen). Das Geld war zwar nicht weg, aber es hatte jemand anders. Zum Beispiel die amerikanische Firma VoiceStream, die Ron Sommer für 40 Milliarden Euro kaufte.

 

Nach Meinung von Kritikern war sie nicht einmal ein Viertel davon wert. Die Wahrheit ist: Die Telekom war lediglich eine Umverteilungsstation für das deutsche Volksvermögen. Zuerst wurden die deutschen Sparer hineingetrieben, dann wurden sie rasiert. Ihr Geld floss auch an die Großaktionäre, die entweder eingeweiht waren oder den Braten rechtzeitig rochen und auf dem Höhepunkt des künstlich inszenierten Booms konzertiert verkauften. Waigel wurde dafür weder belangt noch politisch oder gesellschaftlich geächtet. Und seine Partei wird noch heute gewählt. Doch die Frage bleibt: War der Mann nur dumm? Oder auch kriminell?

 

Mithilfe von Medien und Politikern wurden die Menschen auch in andere Aktien getrieben, und während die Großaktionäre auf dem Höhepunkt des jeweiligen Booms verkauften, wurden die Kleinen geschröpft.

 

Ist der Doktor mein Freund oder mein Feind?

 

Aber das Thema Banken und Aktien ist nur ein – wenn auch spektakuläres – Beispiel. Auch in der Medizin wandelte sich der Patient zur Beute. So werden Millionen von Patienten mit gefährlichen Lipid-, Blutdrucksenkern oder neuen Gerinnungshemmern verarztet. Und während ihnen das Blut aus der Nase oder die Muskeln buchstäblich aus der Harnröhre laufen (siehe Muskelschwund/Rhabdomyolyse), sahnen die guten Onkels in Weiß vermehrt Provisionen von der Pharmaindustrie ab. Gerne werden auch unnötige Operationen durchgeführt oder Krebskranke zu
ungeklärt unheimlich unfassbar 2014 Gerhard Winsewksi Verbrechen, die die Welt schockieren Serienmord, Terroranschlag, Amoklauf: Auch im vergangenen Jahr gab es wieder spektakuläre Verbrechen, die uns erschaudern ließen. Wie schon in seinem erfolgreichen Jahrbuch verheimlicht - vertuscht - vergessen wirft Bestsellerautor Gerhard Wisnewski auch in diesem Jahrbuch einen kritischen Blick auf die Ereignisse. Seine Chronik bietet nicht nur eine einzigartige Zusammenschau des kriminellen Geschehens, sondern auch packende Hintergründe und Perspektiven, die nicht in der Zeitung standen.Taschenbuch, 336 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Tode bestrahlt und mit ähnlichen Medikamenten vergiftet, wie die angeblichen Aids-Kranken. Wer heute zum Arzt geht, muss sich die ganz klare Frage stellen: Ist der Doktor mein Freund oder mein Feind? Wahrscheinlich Letzteres. Denn den Patienten kennt er ja nicht so gut wie seinen Pharmavertreter. Oder hat der Arzt etwa überhaupt keine Ahnung? Ebenfalls ein verbreitetes Phänomen.

 

Die »geistig-moralische Wende«

 

Die Ursache für dieses Phänomen ist ein geistig-kultureller Wandel gegen Ende des letzten Jahrhunderts, nämlich der Ersatz von vielen lebendigen Beziehungen durch eine einzige »tote« Beziehung. Statt Beziehungen zu Patienten, Kunden und Bürgern zu unterhalten, unterhalten Dienstleister und Produzenten heute nur eine einzige Beziehung: die zum Geld. Statt eine Beziehung zu ihrem Beruf, ihren Kunden, ihrem Land und ihrer Familie zu pflegen, pflegen immer mehr Menschen hauptsächlich eine Beziehung zu ihrem Konto. Der Mensch und der Beruf zählen nicht mehr an sich, sondern nur als Quelle für immer mehr Geld. Statt Können zählt nur noch Erfolg, statt Kompetenz zählt das Bankkonto und statt Qualifikation das dicke Auto in der Garage.

 

Ein begnadeter Chirurg, der sich nicht dumm und dämlich verdient, wird heute belächelt – falls es ihn noch gibt. Wenn man nach den Ursachen dieses Wandels sucht, dann stellt man überrascht fest, dass er tatsächlich ausgerufen wurde – und zwar von Helmut Kohl. Man stößt als erstes auf seine »geistig-moralische Wende«, die er mit seiner Kanzlerschaft (die er 1982 antrat) einleiten wollte. Und während viele diese Wende angesichts Kohls beklagenswerter Amtszeit für gescheitert hielten (die DDR hätte schließlich jeder andere deutsche Kanzler auch »bekommen«), war sie in Wirklichkeit gelungen. Denn Tatsache ist, dass der erwähnte Wandel sowohl geistig als auch moralisch war – wenn auch in der falschen Richtung. Oder war es etwa genau die richtige Richtung? Denn wohin Helmut Kohl eigentlich wenden wollte, weiß heute kein Mensch mehr. Die geistig-moralische Wende aber ist Fakt – und zwar geradewegs ins geistig-moralische Desaster.

 

Ein satanisches Programm

 

Wenn eine Gesellschaft statt Menschen und lebendigen Inhalten nur noch einem toten Ersatzfetisch dient, hat das weitreichende Konsequenzen. Denn wo der Mensch nicht mehr als Mensch, sondern als Mittel zur Gewinnmaximierung betrachtet wird, wird der Mensch zum Nutzvieh. Genau wie heute ein Mastbetrieb seine Rinder und Schweine bewirtschaftet, bewirtschaften der Arzt, der Banker und die Autowerkstatt heute ihre Patienten beziehungsweise Kunden. Und holen so viel raus wie es geht, bis es zum Schlachthof geht. Sprich zur Lohnpfändung, Räumungsklage und Zwangsversteigerung.

 

Der allgemeine Trend zur Selbsthilfe ist da zwar logisch und berechtigt, aber auch nur eine Notlösung und ein Reparaturbetrieb. Während ihr Arzt, ihre Autowerkstatt und ihr Banker nur noch um das Goldene Kalb tanzen, kümmern sich immer mehr Menschen selbst um ihre Angelegenheiten und gehen auch politisch eigene Wege. Oder sie befragen Quellen aus der vormodernen Zeit, als Herrschende und Heilkundige ihre Schutzbefohlenen noch nicht per se als Beute betrachteten. Der eigene gesunde Menschenverstand ist dem von Bankern, Ärzten und anderen »Experten« immer häufiger überlegen. Denn entscheidend ist ja nicht nur das Wissen, sondern auch die Motivation. Mögen Banker, Ärzte, Politiker oder andere »Experten« auch manchmal über ein größeres Know How verfügen – die stärkere Motivation im Sinne des eigenen Wohls hat mit Sicherheit der Betroffene selber. Und damit ist er den so genannten »Fachleuten« zumindest ebenbürtig. Blindes Vertrauen schadet nur. Denn eins steht fest: Das System hat den Menschen längst verraten.

(228)

Der katalanische Präsident Artur Mas und mehrere Parteien der Region wollen 2014 ein Unabhängigkeits-Referendum durchführen. (Foto: dpa)

Der katalanische Präsident Artur Mas und mehrere Parteien der Region wollen 2014 ein Unabhängigkeits-Referendum durchführen. (Foto: dpa)

Am Donnerstag untersagte die spanische Regierung Katalonien, ein Referendum über die Abspaltung der Region von Spanien abzuhalten. EU-Rats-Chef Herman von Rompuy warnte, ein unabhängiges Katalonien würde nicht mehr Teil der EU sein.

„Die Abstimmung wird nicht durchgeführt werden“, zitiert BBC den spanischen Justizminister Alberto Ruiz-Gallardon. Der Minister reagierte auf die Ankündigung des katalonischen Präsidenten Artur Mas, dass die Region am 9. November 2014 ein Referendum über die Abspaltung von Spanien durchführen wird.

In dem Referendum sollen die Katalonier die Frage beantworten: „Wollen Sie, dass Katalonien ein Staat wird?“ Wird diese Frage bejaht, lautet die zweite Frage: „Wollen Sie, dass dieser Staat unabhängig wird?“

Der katalonische Präsident Mas forderte, dass Spanien „den Willen eines Volkes respektiert, das in Freiheit und absolut friedlich und demokratisch wählen will“. Wenn die spanische Regierung eine rechtlich bindende Abstimmung untersagt, könnte dennoch ein nicht bindendes Referendum abgehalten werden.

Katalonien hat eine starke Wirtschaft und verfügt schon jetzt über ein großes Maß an Autonomie. Laut aktuellen Umfragen sind etwa gleich viele der 7,5 Millionen Katalanen für beziehungsweise gegen eine Abspaltung von Spanien.

EU-Ratspräsident van Rompuy warnte am Donnerstag in Madrid, dass ein unabhängiges Katalonien nicht mehr Teil der EU wäre. „Wenn ein Teil des Territoriums eines Mitgliedsstaates nicht mehr Teil dieses Staates ist, wird dieses Territorium ein neuer unabhängiger Staat. Die Verträge sind auf dieses Territorium nicht länger anwendbar“, zitiert ihn EUobserver.

Er sei aber zuversichtlich, dass Spanien ein vereintes und verlässliches Mitgliedsland der EU bleiben werde, so van Rompuy.

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Die Masche ist alt, aber besonders dreist. Der Verbraucherschutz warnt davor, die Betrüger zurückzurufen. Das könnte sehr teuer werden. (Foto: dpa)

Die Masche ist alt, aber besonders dreist. Der Verbraucherschutz warnt davor, die Betrüger zurückzurufen. Das könnte sehr teuer werden. (Foto: dpa)

Besonders dreist sei die Masche der Betrüger, so die (echte) Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Mit einer Stuttgarter Ortsvorwahl und dem Namensklau wird den Konsumenten Seriosität vorgespielt. So soll das Vertrauen der Menschen gewonnen werden, um ihnen dann „das Geld aus der Tasche zu ziehen“, so Dunja Richter, Juristin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Die Betrüger bieten bei Rückruf an, die angeblich offenen Forderungen gegen Jahresgebühr zu löschen. Richter warnt davor, irgendwelche Daten per Telefon herauszugeben. Am besten sei es, sofort aufzulegen und die Verbraucherschutz-Zentrale zu informieren.

Ob es bisher Geschädigte gebe, kann Richter auf Nachfrage der Deutschen Wirtschafts Nachrichten noch nicht sagen, da die Abzocke gerade erst bekannt wurde.

Aus der Vergangenheit sind aber zahlreiche ähnliche Fälle bekannt, so Richter. So verwendeten Betrüger bereits zuvor ebenfalls eine regionale Ortsvorwahl aus dem Raum Stuttgart. Doch das garantiere nicht, dass die Betrüger überhaupt in Deutschland sitzen. In dem genannten Fall konnten die Kriminellen nicht gefasst werden, da ihr Aufenthaltsort unbekannt blieb.

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Das AKW Grohnde in den Niederlanden: Niemand weiß, ob die europäischen AKW einem Erdbeben standhalten würden. (Foto: dpa)

Das AKW Grohnde in den Niederlanden: Niemand weiß, ob die europäischen AKW einem Erdbeben standhalten würden. (Foto: dpa)

Fukushima, 21. März 2011. Der Atom-Unfall war der schwerste Unfall der Industrie-Geschichte. Bis zum heutigen Tag gibt es keine Lösung für das Problem - und schauen weg. Die Folgen für die Welt sind unabsehbar. (Foto: dpa)

Fukushima, 21. März 2011. Der Atom-Unfall war der schwerste Unfall der Industrie-Geschichte. Bis zum heutigen Tag gibt es keine Lösung für das Problem – und schauen weg. Die Folgen für die Welt sind unabsehbar. (Foto: dpa)

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Zurzeit finden im Reaktor-Gebäude 4 von Fukushima die Bergungsarbeiten der Brenn-Elemente statt. Wie schätzen Sie die derzeitige Lage ein?

Arnie Gundersen: Insgesamt wurden 40 Brenn-Elemente geborgen. Ich denke. dass sie die einfachen Brenn-Elemente zuerst bergen. Sie picken sich sozusagen die Rosinen heraus. Sie fangen mit den einfachen an. Und sie hoffen, dass die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, wenn sie zum schwierigen Teil gelangen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die wahre Herausforderung liegt nicht in der Bergung der unbenutzten Brenn-Elemente im Reaktor- Gebäude 4. Da dieser Reaktor bei der Katastrophe vom 11. März nicht in Betrieb war, gab es keine Kernschmelze. Anders sieht es in Gebäude 1 und 3 aus. Dort lag eine Kernschmelze vor, was die Bergung sehr viel schwieriger macht. Würden Sie zustimmen?

Arnie Gundersen: Absolut. Die Bergung der Brenn-Elemente aus Gebäude 4 ist am dringlichsten, denn die Brenn-Elemente sind unverbraucht und das Gebäude ist sehr instabil. Das ist eine gefährliche Kombination. Dennoch sind die Bergungsarbeiten an Gebäude 1 und 3 noch schwieriger. Das Erdbeben hat dort schwere Schäden verursacht. Die Dächer beider Gebäude sind eingefallen – und bei Gebäude 3 besonders schwerwiegend. Dabei wurden die Metallfassungen, in denen sich Brenn-Elemente befinden, vermutlich sehr stark beschädigt. Stellen Sie sich die Metallfassungen als eine Zigarettenschachtel und die Brenn-Elemente als Zigaretten vor. Wenn die Packung beschädigt ist und Sie versuchen eine Zigarette herauszuziehen, wird Sie dabei vielleicht zerbrechen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Über den Zustand der Brenn-Elemente in Gebäude 3 wird bisher nur spekuliert. Warum gibt es keine genauen Erkenntnisse?

Arnie Gundersen: Die Strahlung dort ist so hoch, dass die Arbeiter bis heute nicht in der Lage sind, das Gebäude zu betreten, um den genauen Zustand der Brenn-Elemente festzustellen. In „Three Mile Island“ (Anm.: Kernschmelze im amerikanischen Reaktor „Three Mile Island“ im Jahr 1979) wussten wir durch Messungen nach einem Jahr genau, wo und in welchem Zustand sich das Kernmaterial befand. Drei Jahre nach dem Unfall von Fukushima sind wir noch nicht einmal ins Reaktorgebäude vorgedrungen. Und wir haben keine Ahnung wo das Kernmaterial ist. Sogar in Tschernobyl wussten wir früher, wo sich das Kernmaterial befand als in Fukushima. Was wahrscheinlich passiert ist: Das Kernmaterial ist durch den Reaktor geschmolzen und liegt auf dem Boden des Reaktorsicherheitsbehälters. Diese Behälter haben Lecks. Wasser dringt in die Behälter ein, berührt das Kernmaterial und fließt wieder heraus. Die Sicherheitsbehälter schirmen die Radioaktivität also nicht mehr ab.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die Probleme mit dem kontaminierten Wasser sind nach wie vor außer Kontrolle. Täglich fließen 400 Tonnen verseuchtes Wasser in den Pazifik. Wie schätzen Sie diese Situation ein?

Arnie Gundersen: Dieses Problem ist seit April 2011 bekannt. Ich habe es bereits damals gesagt und stehe nach wie vor zu dieser Aussage: Wir sind Zeuge der größten industriellen Katastrophe in der Geschichte der Menschheit. Meiner Meinung nach übertreffen die Folgen von Fukushima sogar Tschernobyl.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie könnte man das Problem mit dem kontaminierten Wasser unter Kontrolle bringen?

Es gibt zwei Wege das Problem zu lösen. Die Japaner versuchen zu verhindern, dass das Wasser in den Pazifik fließt. Ich habe vor zwei Jahren einen anderen Weg vorgeschlagen. Man müsste das Grundwasser daran hindern, überhaupt erst in den Reaktor einzudringen. Dazu müsste man eine Reihe von Brunnen in den Bergen errichten, die an das Gebiet des AKW-Geländes angrenzen. Dort könnte man Grundwasser abpumpen, wodurch sich der Grundwasserspiegel senken würde und das Wasser am Eindringen gehindert werden könnte. Denken Sie an eine Badewanne: Tepco versucht die Ränder der Badewanne zu erhöhen, um zu verhindern, dass das Wasser eindringt. Ich habe vorgeschlagen, den Wasserhahn auszumachen.

Als ich den Vorschlag 2011 machte, wäre es eine einfachere Schlacht gewesen. Nun ist das Grundwasser großflächig kontaminiert. Tepcos Verspätung hat das Problem viel schlimmer gemacht. Und Tepco hat die Sache aus zwei Gründen verzögert: Erstens, sind sie nicht kompetent genug. Und zweitens, hatten sie nicht genug Geld. Die japanische Regierung sagte zu Tepco, sie müssten das Problem mit ihren eigenen finanziellen Ressourcen lösen. Sie hatten aber nie genug Geld, um die Probleme richtig anzugehen. Anstatt zu agieren, war Tepco also immer gezwungen zu reagieren.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Tepco ist eine Betreiberfirma. Sie scheint jedoch komplett überfordert mit der Handhabung der Folgen eines GAUs zu sein. Sie verfügen nicht über das nötige Wissen, die Erfahrung und die Technologie, um die Probleme zu lösen. Hinzu kommt, dass sie internationale Hilfe ablehnen. Was könnten die Gründe dafür sein?

Arnie Gundersen: Ich möchte das am Beispiel von „Three Mile Island“ verdeutlichen: Die Betreiberfirma damals war GPU (General Public Utilities). Aber nach dem GAU haben sie die Bergungsarbeiten an Bechtel übergeben, weil sie sich eingestanden haben, dass sie nicht in der Lage waren, es richtig zu machen. Sie haben das verstanden und professionelle Hilfe ersucht. Was Fukushima betrifft: Wir wurden von drei amerikanischen Firmen kontaktiert und alle sagen dasselbe: Sie sind mit der nötigen Technologie und Erfahrung nach Japan gegangen und die Japaner hören einfach nicht auf sie.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was denken Sie könnte der Grund dafür sein?

Arnie Gundersen: Es gibt viele Gründe dafür. Zwei davon sind Nationalismus und Korruption. Die japanischen Firmen wollen den Auftrag für die Aufräumarbeiten selbst an Land ziehen. Es geht ums Geld.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Der ehemalige Tepco-Ingenieur Toshio Kimura machte eine erstaunliche Aussage (mehr hier). Er sagte, es gab schon vor vielen Jahren Zweifel an der Konstruktion der Anlage und ob sie einem Erdbeben standhalten würde. Seiner Meinung nach fiel das Kühlsystem bereits nach dem Erdbeben aus und die Kernschmelze trat vor dem Eintreffen des Tsunami ein. Was halten Sie von der Aussage von Kimura?

Arnie Gundersen: Ich habe davon gehört. Ich denke Gebäude 1 hatte eine Kernschmelze direkt nach dem Erdbeben und es gibt viel Datenmaterial, dass diese Hypothese bestätigt. Und Tepco ist auf diese Reaktortypen spezialisiert. Sie betreiben ein weiteres Atomkraftwerk mit derselben Konstruktionsweise wie Fukushima Daiichi. Und sie haben natürlich ein finanzielles Interesse daran, dass dieses Kraftwerk wieder ans Netz geht.

Aber es ist auch eine weltweite Sorge, denn dieser Reaktortyp ist weit verbreitet. Es gibt hier eine Lektion, die die Atom-Industrie nicht lernen will: Die seismischen Analysen, auf denen der Bau all dieser AKWs basiert, könnten falsch sein. Wenn die Kernschmelze in Gebäude 1 durch das Erdbeben und nicht durch den Tsunami  verursacht wurde, dann müssten all diese seismischen Analysen neu bewertet werden. Und ich denke nicht, dass das zurzeit geschieht. Denn niemand will zugeben, dass all diese AKWs potenziell gefährdet sind.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Tepco verschleiert diese Informationen aus finanziellen Gründen. Sie sind stark daran interessiert die anderen Kraftwerke wieder ans Netz zu bringen, um den eigenen Bankrott abzuwenden. Wie schätzen Sie die finanzielle Situation von Tepco ein?

Arnie Gundersen: Die japanischen Banken haben Tepco gerade erst Milliarden von Dollar geliehen, um den Bankrott abzuwenden. Was aber nun geschehen muss, ist dass die japanische Regierung Tepco von der Verantwortung von Fukushima entbindet. Die Regierung sollte die Anlage in Fukushima übernehmen und zusammen mit den Verpflichtungen, die damit verbunden sind, also die Aufräumarbeiten rund um das AKW und in der gesamten Präfektur Fukushima. Aber die japanische Regierung will genau das nicht tun. Sie braucht Tepco als Sündenbock. Das ist das fundamentale Problem. Die Regierung will verhindern, dass die Bürger realisieren, dass sie für 500 Milliarden US-Dollar an Folgekosten geradestehen müssen. Die Anlage kostet etwa 100 Milliarden und die Präfektur nochmals 400 Milliarden US-Dollar an Aufräumkosten. Und die Regierung versucht krampfhaft die anderen AKWs wieder ans Netz zu bringen. Wenn die Japaner also realisieren für welche Beträge sie alle als Steuerzahler haften, nicht nur die Aktienhalter von Tepco, dann wäre die Debatte wahrscheinlich eine andere.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die japanische Regierung hat gerade ein Gesetz zu Staatsgeheimnissen verabschiedet, das für viel Furore gesorgt hat. Es ist so vage formuliert, dass japanische Journalisten, die über Fukushima berichten, befürchten, dafür inhaftiert zu werden. Wie schätzen Sie dieses Gesetz ein?

bod_arnie-150x150Arnie Gundersen: Das Staatsgeheimnis-Gesetz wurde mit der Ermutigung der Amerikaner verabschiedet. Die Amerikaner sagten, es würde die nukleare Sicherheit gewährleisten. Offiziell geht es um Fragen der Landesverteidigung. Dieser Begriff ist sehr dehnbar und ich denke es geht nicht nur um Verteidigungsfragen. Die nuklearen Probleme um Fukushima werden wohl auch als Staatsgeheimnis klassifiziert werden. Es ist ein beängstigendes Gesetz. Ich fürchte, dass ich auf Grundlage dieses Gesetzes inhaftiert werden könnte, wenn ich wieder nach Japan zurückkehre.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie oft waren Sie selbst in Japan?

Arnie Gundersen: Ich war im letzten Jahr zweimal in Japan, in diesem Jahr leider noch nicht. Ich habe im Februar 2012 selbst fünf verschiedene Proben an verschiedenen Orten rund um Tokio genommen. All diese Proben wären in den USA als Atommüll klassifiziert worden. Nach amerikanischen Standards wäre Tokio damals eine radioaktiv-kontaminierte Region gewesen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was denken Sie, wie lange die Menschen in der Präfektur Fukushima mit den Umweltfolgen der Katastrophe zu kämpfen haben?

Arnie Gundersen: Die Regierung ermutigt und zwingt die Menschen in jede Region, mit Ausnahme der hochradioaktiven, zurückzukehren. Ich fürchte, dass die Leute zu schnell zurückgehen. Diese Entscheidung basiert auf Messungen der IAEA (Internationale Atomenergie-Behörde), die fehlerhaft sind. Sie messen nur die Radioaktivität in der Luft und ignorieren die Verstrahlung der Böden und des Grundwassers. Zudem benutzt die IAEA Zahlen für die Gesamtpopulation und ignoriert, dass Frauen und Kinder viel empfindlicher auf Radioaktivität reagieren. Dadurch werden bewusst Opfer in Kauf genommen, um die Ordnung schnellst möglich wiederherzustellen und die Olympischen Spiele in Tokio nicht zu gefährden. Ich denke in die Region in einem Radius von 30-40 Kilometern um das AKW, sollte niemand zurückkehren. Diese Region sollte für einige Jahrhunderte zu einer „nationalen Opferzone“ erklärt werden. Sie müssen zugeben, dass dieses Land geopfert und aufgegeben wurde und dass die Leute aus der Region nicht nach Hause zurückkehren können. Aber das ist ein sehr heißes politisches Eisen, denn die Japaner haben einen starken Heimatbezug. Sie bleiben oft für Generationen an einem Ort.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Unterstützer der Atom-Industrie spielen den Ernst der Lage herunter und behaupten, dass bisher noch niemand durch die Verstrahlung zu Tode gekommen sei. Was sagen Sie dazu?

Arnie Gundersen: Es gibt mindestens zwei Arbeiter in Fukushima, die an den Folgen der Strahlung verstorben sind, darunter der Betriebsleiter des AKW. Tepco behauptet ihre Krebserkrankungen hätten keinen Bezug zum GAU und sie wären sowieso an Krebs verstorben. Ich glaube das nicht. Ich denke sie waren einer so starken Dosis ausgesetzt, dass sich der Krebs 1-2 Jahren rasant entwickelt hat. Es ist zudem anzunehmen, dass viele der Arbeiter auf dem Gelände durch die starke Strahlung an Krebs erkranken werden.

Zudem gibt es eine enorme Menge an Daten zur Kindersterblichkeit, die zurückgehalten werden. Die Ärzte-Gemeinschaft wird von der Abe-Regierung unter Druck gesetzt und veröffentlicht keine medizinischen Daten zu diesen Themen. Wir wurden von 6 japanischen Ärzten kontaktiert, die aufgefordert wurden ihre Patienten über die Ursachen ihrer Erkrankungen anzulügen. Sie sollten ihnen sagen, dass die Krankheiten nichts mit Radioaktivität zu tun hätten.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Es gibt Statistiken, die darauf hinweisen, dass es vermehrte Fälle von Schilddrüsen-Krebs in der Region gibt. Das tatsächliche Ausmaß zeigt sich jedoch vermutlich erst in 2-5 Jahren. Was halten Sie von diesen Hinweisen?

Arnie Gundersen: Die japanische Regierung belügt ihre Bürger. Es gab einen achtfachen Anstieg von Schilddrüsenkrebs über der statistischen Norm. Die Regierung sagt, dass könne nicht mit dem Unfall zusammenhängen, denn Schilddrüsenkrebs brauche eine lange Zeit, um aufzutreten. Aber das stimmt nicht. Man bezieht sich dabei auf Erkenntnisse aus Tschernobyl, wo es fünf Jahre dauerte, bis die Raten der Krebserkrankungen anstiegen. Aber das lag daran, dass dort fünf Jahre lang niemand Daten erhoben hat. Die Sowjet-Regierung hat diese Daten gezielt unterdrückt, um das Ausmaß der Katastrophe zu verschleiern. Und das passiert erneut: Wissenschaftler und Mediziner werden unter Druck gesetzt und bedroht, oder man entzieht ihnen die finanzielle Grundlage.

Arnold “Arnie” Gundersen wurde 1949 in New Jersey geboren. Er hat mehr als 40 Jahre Erfahrung im Bereich der Kern-Energie. Er erwarb seinen Master-Abschluss in Reaktortechnik am Rensselaer Polytechnic Institute (RPI). Von 1972 bis 1976 war er als Reaktortechniker in der Northeast Utilities Service Corporation tätig. Von 1979 bis 1990 arbeitete er für die Firma Nuclear Energy Services. Gundersen war als Sachverständiger für die Auswertung des Reaktorunglücks von “Three Mile Island” tätig. Er ist Mitbegründer von Fairewinds Energy Education.

Aktuelle Berichte zu Fukushima hier.

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Vom Kalk geschützt, kauert sich der Fötus zusammen: Vierzig Jahre lang hatte niemand das Mumien-Kind im Bauch seiner Mutter entdeckt. (Foto: Tunjuelito Hospital Bogota)

Vom Kalk geschützt, kauert sich der Fötus zusammen: Vierzig Jahre lang hatte niemand das Mumien-Kind im Bauch seiner Mutter entdeckt. (Foto: Tunjuelito Hospital Bogota)

Als sich eine 82-jährige Kolumbianerin in Bogota wegen einer Durchfallerkrankung untersuchen ließ, entdeckten die Ärzte nicht, wie vermutet, Gallensteine: Sie fanden einen in Kalk zur Mumie erstarrten Fötus. Das sogenannte „Stein-Kind“ befand sich etwa 40 Jahre lang unbemerkt im Körper der Frau.

Der Fötus hatte sich irrtümlich nicht im Uterus der Mutter eingenistet, sondern in der Bauchhöhle, wie Dr. Kemer Ramirez vom Tunjuelito Krankenhaus in Bogota erklärte. Dort wurde er nicht ernährt und ist abgestorben. Weil er jedoch an einer besonders geschützten Stelle lag, wurde er von einer Kalkschicht umgeben und mumifiziert.

Das Phänomen einer Bacuhhöhlenschwangerschaft ist äußert selten. Auf 11.000 Schwangerschaften kommt ein Fall. Nur 1,5 Prozent des verirrten Lebens entwickelt sich zu einem Fötus.

Die Frau wurde in ein anderes Krankenhaus verlegt, in der der Fötus in einer Operation entfernt wird.

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Der Jadehase ist gelandet: Chinas erste Schritte auf dem Mond, im Bucht der Regenbogen: Eine Illustration des chinesischen Mondfahrzeugs «Jadehase» (Yutu). Als dritte Nation der Erde will China eine Mondlandung unternehmen. (Foto: CNSA/dpa)

Der Jadehase ist gelandet: Chinas erste Schritte auf dem Mond, im Bucht der Regenbogen: Eine Illustration des chinesischen Mondfahrzeugs «Jadehase» (Yutu). Als dritte Nation der Erde will China eine Mondlandung unternehmen. (Foto: CNSA/dpa)

Mit einer Landung auf dem Mond hat China seinen Anspruch auf einen Platz unter den führenden Raumfahrtnationen unterstrichen. Am Samstag setzte der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge eine unbemannte Sonde auf dem Erdtrabanten auf, den bisher nur die USA und die damalige Sowjetunion in ihrem jahrzehntelangen Wettlauf ins All vor Ort erkundet haben. Die nach einer chinesischen Mondgöttin benannte Sonde “Chang’e-3″ hat das Erkundungsfahrzeug “Jadehase” an Bord. Dieser Rover soll Proben nehmen und die Mondoberfläche geologisch untersuchen. Im Gleichschritt mit ihrer Entwicklung als Wirtschaftmacht hatte die Volksrepublik ihr Raumfahrtprogramm zuletzt immer weiter vorangetrieben.

Die geglückte Mondlandung bringt das Land seinem Ziel näher, Raumfahrt auf Augenhöhe vor allem mit den USA zu betreiben. In Zeiten der für viele Chinesen harten Wirtschaftsreformen dürfte der Erfolg zudem dem Nationalstolz neue Nahrung geben. Die Monderkundung lasse den chinesischen Traum hell erstrahlen, kommentierte Xinhua. Die Sonde setzte der Nachrichtenagentur zufolge in der Regenbogenbucht auf – einer noch kaum erforschten Gegend, die eine gute Kommunikation mit den Kontrollzentren auf der Erde ermöglicht. Der Rover wird aus China ferngesteuert.

Die Volksrepublik wird dabei unterstützt von einem Netz aus Kontrollstationen, das die Europäische Weltraumbehörde (ESA) leitet. Daran beteiligt ist der ESA zufolge auch das Europäische Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt.

Präsident Xi Jinping hat die Förderung der Raumfahrt zu einem der wichtigen Ziele seiner Politik erklärt. Zuletzt verbrachten drei chinesische Astronauten 15 Tage im All – Teil der Bemühungen, bis 2020 eine Raumstation zu bauen. Die Pekinger Regierung verfolgt damit nicht nur wissenschaftliche, sondern auch militärische und kommerzielle Ziele.

Die Ankunft der Sonde war die erste sogenannte weiche Landung auf dem Mond seit 1976, als eine Sonde der damaligen Sowjetunion den Erdtrabanten erreichte. Bei einer weichen Landung bleiben die Sonde und ihre Ausrüstung intakt. Im Jahr 2007 hatten die Chinesen bereits eine andere Sonde zum Mond geschickt, die dann dort kontrolliert auf den Boden stürzte. Die US-Mission Apollo brachte 1969 die ersten Menschen auf den Mond.

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Die voraussichtliche Regierung:

CDU:
Bundeskanzlerin: Angela Merkel
Finanzen: Wolfgang Schäuble
Inneres: Thomas de Maizière
Gesundheit: Hermann Gröhe
Verteidigung: Ursula von der Leyen
Bildung und Forschung: Johanna Wanka

SPD:
Wirtschaft und Energie: Sigmar Gabriel (Vizekanzler)
Auswärtiges Amt: Frank Walter Steinmeier
Arbeit und Soziales: Andrea Nahles
Justiz und Verbraucherschutz: Heiko Maas
Familie, Frauen, Senioren, Jugend: Manuela Schwesig
Umwelt, Naturschutz, Bauwesen, Reaktorsicherheit: Barabara Hendricks

CSU:
Verkehr: Alexander Dobrindt
Landwirtschaft: Peter Ramsauer
Entwicklungshilfe: noch unklar (im Gespräch Dagmar Wöhrl)

Staatsminister sollen Peter Altmaier bei der Bundeskanzlerin und Aydan Özoguz für Migration werden.
Auch der Staatssekretär Kultur ist noch unklar.

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Daumen hoch für die Partei-Räson: Die stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden Hannelore Kraft (l), Manuela Schwesig und Olaf Scholz sowie Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann (r) kommen am Samstag in Berlin zur Verkündung des Ergebnisses des SPD-Mitgliedervotums. (Foto: dpa)

Daumen hoch für die Partei-Räson: Die stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden Hannelore Kraft (l), Manuela Schwesig und Olaf Scholz sowie Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann (r) kommen am Samstag in Berlin zur Verkündung des Ergebnisses des SPD-Mitgliedervotums. (Foto: dpa)

Die neue Bundesregierung ist eine Minderheits-Regierung – zumindest wenn man den Wählerwillen betrachtet. Bei der Bundestagswahl waren 61,8 Millionen Deutsche wahlberechtigt. Davon haben 16,2 Millionen für die CDU und 3,5 Millionen für die CSU gestimmt. Wir unterstellen einmal, dass alle CDU und CSU-Wähler zu 100 Prozent für das Dream-Team Merkel und Gabriel gestimmt haben – was eigentlich nicht zulässig ist, weil es vor allem in der CDU sicher auch viele Wähler gibt, die lieber Schwarz-Grün gesehen hätten.

Doch wir wollen eine einfach Rechnung anstellen.

Bei der SPD-Mitgliederbefragung haben 256.643 Parteimitglieder für die Koalition aus SPD und CDU gestimmt.

Damit haben von 61,8 Millionen Wahlberechtigten nur 20 Millionen Deutsche für diese Bundesregierung gestimmt.

Somit wird die neue Bundesregierung von nicht einmal einem Drittel der Wahlberechtigten getragen.

Bei dieser erstaunlich geringen Zahl kann man eigentlich nicht von einer „Großen Koalition“ sprechen. Vielmehr ist klar, dass Deutschland in den kommenden Jahren von einer Minderheit regiert werden wird.

Das Ergebnis spiegelt eine krasse Fehlentwicklung der Parteien-Demokratie wider: Ursprünglich gedacht um eine Weimarer Zersplitterung zu verhindern, ist das System zu einem Staat im Staat geworden: Zwei Drittel der Deutschen haben dieser Regierung keinen Auftrag erteilt.

Noch dazu hat diese Regierung im neuen Bundestag die Zwei Drittel-Mehrheit. Weil die SPD im Bundesrat die Mehrheit hat, kann die Regierung Merkel/Gabriel im Grunde alles beschließen, was sie will.

Der „Koalitionsvertrag“ sieht keinerlei Mitwirkung des Volkes über bundesweite Volksabstimmungen oder Volksbefragungen vor. Die Bürger können sich also in den kommenden vier Jahren in keiner Weise mehr zu politischen Entscheidungen äußern.

Der SPD-Mitgliederentscheid war natürlich eine demokratisch attraktive Übung. Doch er macht anhand der geringen Zahl der absoluten Stimmen klar, dass sich in Deutschland zwei verfassungsrechtlich garantierte Institute unlösbar in die Quere kommen: Die Parteien und das freie Mandat.

Der Verfassungsrechtler Christoph Degenhardt hält eine Mitgliederbefragung genau wegen dieser Diskrepanz für problematisch.

Tatsächlich sprechen die Zahlen die klarste Sprache: Man braucht kein Jurist zu sein, um zu merken: Wenn ein politischer Zusammenschluss, der von zwei Dritteln der Wahlberechtigten abgelehnt wird, eine zwei Drittel-Mehrheit bei der Gesetzgebung hat, dann stimmt etwas nicht im System.

Das freie Mandat ist schon lange ausgehebelt: Zuletzt zu sehen beim ESM, wo die meisten Abgeordneten keine Ahnung hatten, worüber sie bestimmten.

Das System, so scheint es, hat nur noch einen Zweck: Eine kleine politische Clique hat das System gekapert. Das Geschäftsmodell besteht darin, dass eine Minderheit über die Steuergelder aller Steuerpflichtigen verfügt. Die Steuerpflichtigen sind noch einmal viel mehr als die Wahlberechtigten, weil auch alle Ausländer in Deutschland Steuern zahlen müssen – auch wenn sie nicht wählen dürfen.

Die 20 Prozent-Koalition braucht vier Jahre lang niemandem Rechenschaft abzulegen. Sie kann, noch dazu mit der Verfassungsmehrheit, soviel Geld aus den Bürgern pressen, wie sie will.

Die Tatsache, dass es eine Minderheit ist, die Deutschland regiert, könnte jedoch noch zum Fanal für diese Regierung werden: Wenn Merkel und Gabriel nämlich im Zuge der im Hintergrund immer weiter anschwellenden Euro-Krisenwelle den Deutschen erklären werden müssen, dass ihr Steuergeld und ihre Sparguthaben zur Abwendung des finalen Crashs eingesetzt werden müssen. In diesem Moment wird es sich rächen, dass die Mehrheit nicht hinter dieser Regierung steht.

Besonders kritisch wird dies, wenn die Regierung die sozialen Wohltaten nicht mehr wird aufrechterhalten können: Eine Bertelsmann-Studie hat ergeben, dass bei der Bundestagswahl die von Sozialleistungen abhängigen Deutschen kaum zu den Urnen gegangen sind. Die Wahl war eine Angelegenheit der urbanen Bürgerlichen.

Diese Nicht-Wähler werden so reagieren wie die Forconi in Italien (hier): Im Falle von Kürzungen in Krisen-Zeiten kann die Lage auch in Deutschland ganz leicht explodieren.

In dieser Hinsicht ist der demokratische Abgesang nicht endgültig: Zwei Drittel der Bürger werden den Partei-Funktionären am Ende sagen können: Wir machen nicht mehr mit, wir haben euch nicht gewählt.

Es liegt eine gespenstische Kälte über der neuen Bundesregierung.

Das liegt daran, dass alle wissen: Diese Art von „Demokratie“ hat keine Zukunft.

Denn ab jetzt regiert nicht die propagierte „Große Koalition“.

Es regiert eine Minderheit gegen die Mehrheit.

Die Geschichte lehrt: Das ist noch nie gutgegangen.

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