Wie ich schon mehrmals gesagt habe, meine selbst gestellte Aufgabe ist es nicht ausgewogen zu sein, sondern Ausgewogenheit herzustellen. Warum? Weil die Medien nur einseitig berichten und gar keine andere Sichtweise zulassen. Statt im Falle des angeblichen Einsatzes von chemischen Stoffen in Syrien neutral sich zu verhalten und beide Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, den Angriff können auch die “Rebellen” durchgeführt haben, gibt es für die Medien nur einen “Täter”, die syrische Regierung. Das steht von vorneherein fest. Auf welche Quellen basiert ihre voreingenommene Berichterstattung? Auf eine Gruppe die sie syrische “Opposition” oder noch verharmlosender “Aktivisten” nennen. Dabei handelt es sich mit richtigen Namen um aus dem Ausland angeheuerte Terroristen der Al-Kaida. Dieser Terrorbande soll man glauben was sie erzählen und nimmt ihre Behauptung als Wahrheit an? Speziell wo doch vom Motiv für den Einsatz von Chemiewaffen die syrische Regierung alles zu verlieren hat und die Terroristen nur Vorteile daraus ziehen.

Die von der NATO und den Nachbarstaaten unterstützten Terrorbanden sind am verlieren und werden von der syrischen Armee Schritt für Schritt zurückgedrängt. Der beabsichtigte gewaltsame Sturz von Präsident Assad klappt nicht wie geplant. Deshalb haben die Verbrecher als letzter verzweifelter Versuch entschieden ein Ereignis zu veranstalten, das als Grund für eine militärische Intervention des Westens der Welt verkauft werden kann.

Den Regierungen der USA, Frankreich und Grossbritannien läuft der Schaum aus dem Mund vor lauter gekünstelter Empörung und sie wollen unbedingt den Befehl geben, Bomben, Raketen und Marschflugkörper auf Syrien abzufeuern. Parallel dazu läuft die Propaganda, denn völlig kritiklos und ohne Bedenken manipulieren die Medien die Meinung der Bevölkerung in Richtung Krieg gegen Syrien.

Genau wie mit Lügen und gefälschten beweisen Slobodan Milosevic, Saddam Hussein oder Muammar Gaddafi als ganz üble Bösewichte hingestellt wurden, damit man einen Angriffskrieg gegen Serbien, Irak und Libyen rechtfertigen konnte, wird Bashar al-Assad jetzt als jemand beschrieben, der Giftgas gegen Zivilisten einsetzt, damit man Syrien plattmachen kann.

Dabei hat Assad UN-Inspektoren ins Land gelassen, damit sie prüfen können, wer wirklich Chemiewaffen einsetzt, denn die syrische Regierung sagt, es sind die Terroristen die es tun, um eine westliche Intervention auszulösen. Dann passiert ausgerechnet nach Ankunft der UN-Mission in Damaskus wie bestellt ein Angriff mit chemischen Waffen. Hallo!!! Alleine diese Tatsache zeigt, es wurde extra für die UN-Inspektoren von den Terroristen inszeniert.

Die westliche Propagandamaschinerie für einen Krieg gegen Syrien lief dann sofort an, wie schon oft in den letzten 20 Jahren praktiziert. Es werden die gleichen Schauermärchen erzählt und selben Schlagwörter benutzt, Assad hat “Massenvernichtungswaffen” gegen die Bevölkerung eingesetzt. Fehlt nur noch die “Brustkästen in Kuwait” Lüge, die über Saddam verbreitet wurde, und Assad frisst auch Babys zum Frühstück.

Für 25 Millionen Dollar hatte der Scheich von Kuwait US-Politiker und US-Medien damals gekauft, damit sie dieses Märchen verbreiten, die Soldaten von Saddam hätten Babys aus den Brutkästen genommen und auf den kalten Betonboden geworfen. Die Meinungsbeeinflussung der amerikanischen Bevölkerung klappte prima und so hat Vater-Bush den ersten Golfkrieg und den Bombenregen gegen den Irak befehlen können.

Später stellte sich heraus, es war alles von einer PR-Agentur inszeniert und die Baby-Story erstunken und erlogen. Nur es war zu spät, der Krieg schon angelaufen und Hunderttausende irakische Zivilisten durch amerikanische und britische Bomben ermordet. Genau das gleiche passiert jetzt mit Syrien, denn wie wir wissen und ich oft schon aufgezeigt habe, ALLE KRIEGE BASIEREN AUF LÜGEN!

Hier ein Beispiel wie die Medien fälschen und lügen. Im Mai 2012 hat die “ach so seriöse” BBC ein Bericht über ein angebliches Massaker im syrischen Houla gebracht und dabei ein Foto veröffentlicht, dass reihenweise Kinder als Opfer zeigt. Als Quelle des Fotos wurden die syrischen “Aktivisten” angegeben.

Der Fotograf Marco di Lauro sagte, er “fiel vom Stuhl” als er sein Bild auf der BBC-Seite sah, dass er am 27. März 2003 im Irak aufgenommen hatte. Er war “erstaunt“, dass die BBC und andere Profimedien nicht geprüft hätten, woher das Bild wirklich stammt, sondern es mit dem Begleittext versehen haben, “es zeigt die Leichen von Kindern in Houla die auf die Beerdigung warten“.

Lauro war weniger aufgebracht wegen der Nutzung seines Fotos ohne seiner Erlaubnis, sondern: “Was erstaunlich ist, dass eine Nachrichtenorganisation ein Bild nimmt, um ein Massaker zu beweisen, welches gestern in Syrien stattfand, dabei ist es ein Foto welches 2003 gemacht wurde und ein anderes Massaker zeigt.” Mit falschen Bildern wird bewusst die Meinung der Menschen negativ gesteuert.

Genau wie der “Golf von Tonkin” Angriff nie stattgefunden hat, mit dem der Vietnamkrieg begründet wurde, man im Irak keine Massenvernichtungswaffen fand, mit dem man den zweiten Golfkrieg startete, wird sich der Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Armee auch als Lüge herausstellen. Nur, dann ist es wieder zu spät und der Krieg gegen Syrien, die Zerstörung des Landes und die Massentötung von Zivilsten schon passiert.

Dann wird es wieder heissen, ja wir sind über die Kriegsgründe angelogen worden, aber es ist halt schon geschehen und wir können nichts mehr ändern. Wann lernen wir endlich dazu? Wann hören wir auf der Propaganda zu glauben und schreien laut den Politikern und Medienhuren ins Gesicht, HALTET ENDLICH EUER LÜGENMAUL! Wir wollen nicht noch einen Krieg der nur Unheil und Zerstörung bring!!!

Noch können wir das nächste Massentöten durch NATO-Bomben verhindern, wenn wir uns dagegen stellen. Denn eines muss uns klar sein, ein Angriff auf Syrien ist nicht wie die Kriege gegen Afghanistan, Irak oder Libyen, ein begrenzter weit weg. Nein, diesmal kommt Russland und China ins Spiel und kann damit einen Weltkrieg auslösen der uns alle trifft. Das ist aber genau das was die völlig durchgeknallten Psychopathen in Washington und Tel Aviv wollen.

Es sind die Diener Satans am Werk, die einen weltweiten Flächenbrand und ein Massentöten als Opfergabe durchführen wollen. Ja, findet diese Aussage nur lächerlich und absurd, ihr Naivlinge und Gutmenschen. Jeder der den Durchblick hat und hinter die Kulissen schaut weiss was wirklich die globale Elite antreibt. Sie sind die wirklichen Terroristen, die Kriegshetzer und Massenmörder immer schon gewesen.

Sie verstecken nur ihre wahren Absichten hinter einer Fassade bestehend aus Lügen und Täuschung. Alleine die Hilfe für die sogenannte syrische Opposition zeigt wie sie lügen, denn die besteht ganz klar aus Terroristen der Al-Kaida, die sie wo anders vorgeben zu bekämpfen. In Pakistan, Afghanistan und Jemen schiessen sie mit Killerdrohnen auf die Al-Kaida. In Syrien werden sie importiert und mit Waffen ausgestattet.

Eine direkte militärische Intervention in Syrien ist keine humanitäre Aktion, um die Zivilisten dort vor Assad zu schützen (lächerlich), sondern es geht darum eine Staatsführung zu entfernen, die nicht den Befehlen gehorcht und mit einer zu ersetzen die es tut. Dabei sollen so viele Menschen wie möglich getötet, verletzt und in die Flucht getrieben werden.

Guckt doch nur was die Amerikaner und Briten mit dem Irak gemacht haben? 10 Jahre Krieg, 1,4 Millionen Tote, 4 Millionen Menschen auf der Flucht und das ganze Land zerstört und mit Uranmunition radioaktiv verseucht. Wegen was? Wegen der Lüge, Saddam Hussein hätte Massenvernichtungswaffen und bedrohe Israel!

Haben alle schon vergessen was die Ex-Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshof, Carla del Ponte, erst vor kurzem am 6. Mai 2013 gesagt hat? “Die Terroristen haben in Syrien Giftgas eingesetzt“. Sie sollte man beauftragen den Fall zu übernehmen. Denn, jetzt wirft man Assad vor, er würde die UN-Inspektoren daran hindern vor Ort ihre Prüfung vorzunehmen.

Dabei ist es die UN selber die das Vorgehen ihrer eigenen Leute verhindert. Der für die Sicherheit der UN-Inspektoren mitgebrachte verantwortliche Offizier hat gesagt, da die Terroristen den Zugang zu dem Gebiet verhindern, wo der angebliche Giftgasangriff stattgefunden haben soll, kann er die Sicherheit nicht garantieren.

Statt gegen die syrische Regierung einen Krieg führen zu wollen, die das Land nur gegen die fremden Invasoren verteidigt, sollten die Anführer der “Rebellen” und alle die sie im Westen unterstützen, wie Obama, Cameron, Hollande, Netanyagu und Erdogan, sowie die Scheichs von Katar und Saudi-Arabien, verhaftet und in Den Haag vor den internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden.

Wir lassen uns diese Lügen nicht mehr länger gefallen. Ich forder deshalb alle ASR-Leser auf sich bei den Medien und Politikern zu Wort zu melden und auf schärfste gegen die Propaganda und Kriegshetze zu wehren. Was geschehen ist können wir nicht mehr ändern, aber jetzt wollen sie den nächsten Krieg starten. Das müssen wir mit allen Mitteln verhindern!

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Hitlers Kinder antworten Prof. Guido Knopp

Jutta Rüdiger

Zu Jutta Rüdiger:

Jutta Rüdiger (* 14. Juni 1910 in Berlin, † 13. März 2001 in Bad Reichenhall) war eine deutsche Psychologin und von 1937 bis 1945 Reichsreferentin des Bundes Deutscher Mädel (BDM).

Zitat:
LebenJutta Rüdiger litt mit ihrer Familie bereits 1923 während der Ruhrbesetzung durch die Franzosenherrschaft. Dadurch beschäftigte sie sich schon als junges Mädchen mit der deutschen Geschichte und setzte sich für die Wahrheit über Deutschland ein. Sie besuchte daher die ersten Kundgebungen Adolf Hitlers und in ihr wuchs die Einsicht, daß nur unter dessen Führung eine Befreiung ihres Vaterlandes ermöglicht werden könne.

Die gebürtige Berlinerin studierte in Würzburg Psychologie und promovierte mit Auszeichnungen (magnacum laude). Rüdiger war von 1933 bis 1935 Fachpsychologin und Assistentin am Institut fur Arbeits- und Berufsforschung der Rheinprovinz in Düsseldorf. 1933 wechselte sie vom ANSt zum BDM, erst als Schar-, dann als Ringführerin. 1934 übernahm sie die Leitung der Abteilung für weltanschauliche Schulung und Kultur des BDM-Gaus Düsseldorf, danach des Obergaues Ruhr-Niederrhein. Ab 1935 durchlief Jutta Rüdiger die westlichen Dienststellen von der unteren bis zur höchsten Stufe. Im Juni 1935 wurde sie Stabsleiterin im Obergau Ruhr-Niederrhein, im Oktober 1935 Obergauführerin und ab Oktober 1936 Inspektionsbeauftragte in der Reichsjugendführung. 1937 wurde sie Sonderbeauftragte der Reichsreferentin und trat in die NSDAP ein. 1937 übernahm sie im Alter von 27 Jahren die Führung der größten Mädelorganisation Deutschlands.

„Die schwerste und…schönste Verpflichtung, die unserer Mädelgemeinschaft gegeben wurde, ist Trägerin und Hüterin der Weltanschauung zu sein, die unser Volk frei und glücklich gemacht hat, deutsche Art und deutsches Blut weiterzugeben an kommende Generationen…“

Im Jahre 1938 hatte sie als Erweiterung der Jugenderziehung gemeinsam mit Reichsjugendführer Baldur von Schirach das „BDM-Werk Glaube und Schönheit“ ins Leben gerufen. Auf der Gründungsveranstaltung des Europäischen Jugendverbandes in Wien im September 1942 wurde Jutta Rüdiger zur Präsidentin gewählt.

Nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus und der Kapitulation im Jahre 1945 verbrachte sie zweieinhalb Jahre in amerikanischer und britischer Internierung. 1948 gründete sie eine psychologische Praxis in Düsseldorf und arbeitete als Kinder- und Jugendpsychologin. Nach Beendigung der Berufstätigkeit betrieb sie jahrelang eine publizistische Tätigkeit zur historischen Rehabilitierung des BDM. Am Morgen des 13. März 2001 verstarb sie im Bad Reichenhaller Krankenhaus. Eine Woche zuvor hatte sie bereits einen Herzinfakt erlitten. Die ehemalige Reichsreferentin des BDM hat unermüdlich für die historische Wahrheit gekämpft, so unter anderem mit ihrer letzten Streitschrift “Hitlers Kinder antworten Prof. Guido Knopp“, einer Erwiderung auf die ZDF-Serie „Hitlers Kinder“ als eine historisch zutreffende Abrechnung mit diesem selbsternannten “Historiker”.


Quelle: Metapedia


Hitlers Kinder antworten Prof. Guido Knopp

von Jutta Rüdiger

Herr Professor, Sie haben Erfolg und Glück gehabt bei „Hitlers Helfern“ und „Hitlers Kriegern“. Diese leben alle nicht mehr und konnten sich nicht wehren beziehungsweise Richtigstellungen vornehmen. Von „Hitlers Kindern“ leben noch viele, die nach der Darstellung ihres Lebens in der Hitler-Jugend durch Sie zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die negativen Kommentare, die darin gegeben werden, wahrscheinlich auf ungenügenden Recherchen Ihrerseits beruhen. Hier sollen nun einige Antworten darauf folgen.

Teil 1 „Verführung“

Nur einige Aussagen seien hier angeführt:

Entfremdung vom Eltern durch die Jugendgemeinschaft. Schon das Thema des 1. Teiles „Verführung“ beweist eine Voreingenommenheit. Die Hitler-Jugend sollte zur Ersatzfamilie werden. Die Jungen waren lieber mit den Kameraden zusammen als mit den Eltern. Gerade jetzt im Jahr 2000 erzählte eine Mutter, dass ihr Sohn ans Sonntag lieber mit seinen Freunden eine Radtour macht, als mit seinen Eltern zusammen etwas zu unternehmen. Wir fragen uns, ob der auch noch durch die Hitler-Jugend verführt worden ist? Herr Professor kennt wohl nicht die Gesetze Jugendlicher Entwicklung, dass Jungen in der Pubertät versuchen, sich von den Eltern abzunabeln, und sich als selbständige Erwachsene beweisen wollen.

Die Eltern sollten ihr Erziehungsrecht aufgeben, wie Ihr Kommentar da behauptet. Gerade der Reichsjugendführer Baldur von Schirach hat sich mehrfach an die Eltern gewandt und um ihr Vertrauen gebeten und zum Ausdruck gebracht, dass ohne das Vertrauen der Elternschaft diese Hitler-Jugend nicht aufgebaut werden konnte und hat ihnen dafür gedankt. Durch das Marschieren in einer Kolonne und das gemeinsame Singen von Liedern würden die Jugendlichen einer Magie unterliegen, die sie betäubte.

So würden zum Beispiel alle Soldaten betäubt zum Kampf ausrücken. Schlomo Perel: In welcher einzigartigen HJ-Einheit war er eigentlich, in der gesungen wurde „Wenn das Judenblut von Messer spritzt“ – dazu noch 1943? Die Hitler-Jugend-Schule, die er in seinem Buch „Der Hitler-Junge Salomon“ angibt, in Braunschweig, die gleichzeitig Schulunterricht vermittelte, gab es gar nicht. Außerdem wurde bestimmt an keiner Schule der HJ ein solches Lied gesungen, weil der Reichsjugendführer Baldur von Schirach schon 1934 der HJ das Lesen der Zeitschrift „Der Stürmer“ verboten hatte. Wie glaubwürdig sind Perels Aussagen?

Auch das Marschieren zu den Aushängekästen dieser Zeitschrift ist deshalb nicht vorgekommen, Herr Knopp. So ist die Teilnahme an der „Reichskristallnacht“ der Jugend untersagt worden. Als der zweite Deutsche – erst Gustloff, dann vom Rath – von einem Juden ermordet worden war, entstand eine Pogromstimmung. Als von Schirach das bemerkte, erfolgte durch einen sofortigen Rundruf an alle Gebiete der HJ die Anweisung, die HJ habe auf keinen Fall daran teilzunehmen. Nachdem in München aus Eigeninitiative fünf Jungen den Antiquitätenhändler Bernheimer um Geld erpresst hatten, ließ von Schirach durch seine Frau am nächsten Tag mit einer Entschuldigung der Reichsjugendführung das Geld zurückbringen, und die Jungen wurden sofort aus der HJ ausgeschlossen.

Auch hat es kein Schulungsmaterial der Reichsjugendführung in Schulen gegeben, in dem gegen die Juden gehetzt worden ist. Von Schirach hat dieses Pogrom als eine Kulturschande bezeichnet und dies Adolf Hitler gegenüber auch zum Ausdruck gebracht. Von Schirach berichtete später seinen Mitarbeitern, dass Hitler ihm gesagt habe: „Dieser Vorgang hat mich um Jahre in meiner Politik zurückgeworfen.“

In Ihrer Sendung heißt es weiter: Durch den schönen Schein mancher Veranstaltung oder durch das Taktgefühl des Marschierens gehe das Taktgefühl des Gewissens unter, so auch das Wissen und den Unterschied von Recht und Unrecht. Diese gewagte, künstlich konstruierte Behauptung könnte man auch auf Professor Guido Knopp übertragen: dass er durch den schönen Schein seiner zusammengestellten Bilder und Kommentare sein Gewissen verloren hat und das Wissen um den Unterschied von Recht und Unrecht. Bei der Jugend von damals entstand dadurch das Gefühl der Kameradschaft und des Einstehens füreinander. Totale Gleichheit, Enteignung des deutschen Jungen und bedingungslose Selbstaufgabe gab es nicht. Gleichheit – nicht totale – gab es nur durch die Überwindung des klassenkämpferischen Gedankens mit der Erkenntnis, dass jeder, ob Sohn des Arbeiters, Bauern, Unternehmers oder Gelehrten, gleich wertvoll war, wenn er seinem Können gemäß sich für die Gemeinschaft des Volkes einsetzte. Keiner sollte sich bedingungslos aufgeben oder seiner Persönlichkeit enteignet werden. Ins Gegenteil, die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit wurde dadurch gefördert, dass sich jeder seinen Interessen und seiner Begabung entsprechend für die verschiedensten Arbeitsgebiete entscheiden konnte, wie Flieger–, Marine-, Motor-, Nachrichten-HJ, Spielscharen (Musik, Chöre, Orchester), Laienspiel, das HJ-Ausbildungswerk Architektur und Technik. Jeder Jugendliche sollte sich zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln und zugleich mit seinen Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung stehen. Herr Knopp lässt nur Ausländer aussagen wie Howard Smith, vor 1939 US-Korrespondent in Berlin, der zum Beispiel sagt: „Die Erziehung der Hitler-Jugend war eine Erziehung, die die Welt erschrecken ließ.“


Zu bedenken ist dabei der Bericht von Januar 1939 durch Potocki, polnischer Botschafter in Washington (sinngemäß in gekürzter Fassung wiedergegeben): Roosevelt, der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, bereite mit Hilfe der Medien, die fast alle in jüdischer Hand waren, die amerikanischen Bürger auf einen Krieg gegen Deutschland vor. Es war eine regelrechte Hetzkampagne, in der der Nationalsozialismus als das Gefährlichste in dieser Welt dargestellt wurde. Damit wollte Roosevelt von den Schwierigkeiten im eigenen, Lande – große Arbeitslosigkeit, Streiks – ablenken. So war Smith verpflichtet, entsprechend negativ nach Amerika zu berichten, und sieht dies wohl dadurch heute noch so. Im Gegensatz dazu war der französische Botschafter in Berlin, Andre Francois Poncet so beeindruckt von der Erziehung der Hitler-Jugend, dass er den Reichsjugendführer Baldur von Schirach darum hat, seinen Sohn am Dienst in der Hitler-Jugend teilnehmen zu lassen. Der französische Premierminister empfing eine Abordnung der Hitler-Jugend mit den Worten: „Ihr seid die glücklichste Jugend der Welt.“ Um das Kapitel „Verführung“ abzuschließen: Letztere waren in den Augen von Herrn Knopp sicher.

Teil 2 „Hingabe“

Schon der erste Satz dieser Sendung zeigt wieder eine Voreingenommenheit: Der Aufbruch des BDM war ein Aufbruch in den Ungeist. Wieder, wie im 1. Teil „Verführung“, werden die gleichen Kommentare gebracht: Verführung durch gefühlsmäßige Ansprache, durch den schönen Schein, durch das Singen von Liedern oder durch Gehirnwäsche. Kaum wird eine positive Aussage eines ehemaligen BDM-Mädchens gemacht, wird direkt dahinter ein negativer Kommentar gegeben. So hört man auch nicht die Fragen, die zuvor gestellt worden sein könnten, zum Beispiel: „Was sagen Sie heute zu Ihrer Arbeit im BDM, nachdem Sie erfahren haben, wie es zu dem Krieg kam und was sonst noch alles in der Partei passiert ist?“ Dabei ist wieder zu bedenken, dass durch die Art der Fragestellung eine gewisse Antwort provoziert wird. Abgesehen davon, dass nicht alles stimmt, was heute erzählt wird, täuscht nach so vielen Jahren auch das Erinnerungsvermögen. Zum Beispiel: Das Thema Rasse ist in HJ wie ins BDM kaum behandelt worden, weil dieses Thema kompliziert war, durften nur besonders in diesen Fragen ausgebildete Führer bzw. Führerinnen darüber sprechen. Es ist auch nicht gesagt worden, dass es gute oder schlechte Rassen gibt. Zwei Aussagen waren als Ausgangspunkt maßgeblich: die von Benjamin Disraeli, dem Premierminister von Queen Victoria – selbst Jude – „Die Rassenfrage ist der Schlüssel zur Weltgeschichte“, und der alte Spruch: „Der Weiße ist von Gott und der Schwarze ist von Gott, der Mischling aber ist des Teufels“. Wenn einige damals „die nordische Rasse“ als die bessere darstellen wollten, wurde oft im BDM humorvoll reagiert „blau, blond und blöde“. In den Heimabendmappen ist das Thema der Juden gar nicht behandelt worden.

Über Muttertum wurde im BDM kaum gesprochen, denn die Mädels sollten ihrem Alter gemäß angesprochen werden. Die 14jährigen kletterten ja oft noch auf die Bäume. Wenn ältere Mädels schwanger wurden, was kaum vorkam, da sie weniger frühreif waren als die heutigen, flogen sie nicht raus aus dem BDM, sondern wurden entlassen, da sie ja keine Mädels mehr waren. Die BDM-Führung war der Ansicht, dass die Mädels, die gesund waren an Körper, Seele und Geist, von allein einmal eine gute Mutter würden, ohne dauernd darüber zu sprechen. So einfach konnte man sich nicht vom Schulbesuch zum Dienst in der HJ abmelden. Für kurze Zeit war geplant, den Samstag für den HJ-Dienst grundsätzlich freizuhalten. Als man erkannte, dass alle Lehrlinge nicht teilnehmen konnten, sondern nur die höheren Schüler, wurde dieser Plan wieder fallengelassen.

Die Lieder, die angeblich nur nachgeplappert worden sind, hätten angeblich verderblich auf Junge gewirkt. Wer die Lieder der Hitler-Jugend kennt, kann diese Aussage nicht nachvollziehen. Das einzige, immer wieder beanstandete Lied, „Es zittern die morschen Knochen“, war für den BDM verboten. Abgesehen davon war es von Hans Baumann noch in der Katholischen Jugend entstanden.

Der Reichsjugendführer hatte ausdrücklich gefordert, dass nur gesungen werden dürfte: „Heute, da hört uns Deutschland…“ „Auch Mädchen sollten hassen lernen.“ Wieder so ein frei erfundener Kommentar. Warum? Weil sie Gasmasken aufsetzen mussten bei einer Luftschutzübung? Von Hass ist selbst im Krieg nie die Rede gewesen. In einer Jugendkundgebung wurde Churchill verspottet, aber Hass gab es nicht. Unglaublich ist, was eine schon mit zwölf gewusst haben wollte. Vielleicht, dass es KZs gab, woher aber, dass die Menschen darin gequält wurden? Pastor Niemöller hat sich beschwert, dass die Bettwäsche nicht oft genug gewechselt wurde! Die in den KZs saßen, waren meistens kriminelle Wiederholungstäter. Daher brauchte man im Krieg hei absoluter Verdunkelung keine Angst vor Überfällen zu haben. Und, das Märchen von Lampenschirmen aus menschlicher Haut glaubt heute sowieso kein Mensch mehr. In einem Lager, wo Misshandlungen vorgekommen waren, ist der Lagerleiter Koch durch ein SS-Gericht zum Tode verurteilt. Die Aussagen der Flakhelferin, eine RAD-Maid im Kriegshilfsdienst und kein Kind mehr, entsprechen nicht den Tatsachen. Die Helferinnen hatten die Aufgabe, die Scheinwerfer zu richten. Den Schuss tätigte nur der für das Geschütz verantwortliche Offizier. Wollte sie sich als Humanistin darstellen, ohne zu bedenken, wie viele Menschen durch die Bomben des nicht abgeschossenen Feindflugzeuges den Tod finden würden? Sicher ist es bedrückend, im Krieg verwundete Soldaten zu pflegen, junge verstimmende Menschen, oft mit großen Schmerzen. Wer hat diesen Krieg denn über uns gebracht? Churchill, Roosevelt, Stalin. Hitler hatte diesen Krieg nicht gewollt, was durch Dokumente belegt ist. Es wird nur immer wieder den Deutschen eingehämmert, dass wir die Schuldigen wären, und die Deutschen glauben es.

Teil 3 „Zucht“ – Die „Eliteschulen“

Es ist schon erstaunlich zu sehen, mit wieviel Aufwand weitgehend das vermeintlich Negative der Elitenausbildung im Dritten Reich dargestellt wird und wie dort, wo in den Aussagen der Zeitzeugen Positives aufkommt, dieses sofort relativiert wird, mit dem Hinweis, dass dies nur der Verführung diente und zum Kriege führte. Dass Reichsjugendführer von Schirach zu Rommel gesagt hatte, „Ich erziehe die Jugend für den Frieden, nicht für den Krieg“, wird dabei verschwiegen. Die Darstellung geht davon aus, dass Erziehung zur Härte, besonders gegen sich selbst, dass Erziehung zu Ausdauer und Prinzipientreue an sich schon verwerflich ist. Und dann wird trotzdem festgestellt, dass „erstaunlich viele Absolventen dieser Zuchtstätten … in der Demokratie Karriere gemacht haben in Wirtschaft, Publizistik, Politik und Diplomatie“ (S. 9, die folgenden Seitenangaben beziehen sich auf das Begleitbuch zum Film: „Hitlers Kinder“ von Guido Knopp, Bertelsmann, München 2000). „Erstaunlich viele Eliteschüler haben es im Leben erstaunlich weit gebracht. Sie haben sich durchgesetzt, wie es ihnen beigebracht wurde – mit Disziplin, Härte, Ausdauer.“

Nur ein Beispiel: Der frühere Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, hat Ende November 1989 in einem Fernsehinterview mit Claus Hinrich Castorff sich offen dazu bekannt, Elite-Schüler gewesen zu sein. Er sagte auch noch – hören Sie gut zu, Herr Knopp –: „Wir müssen das, was wir denken, auch sagen, wir müssen das, was wir sagen auch tun, und wir müssen das, was wir tun, auch sein.“

Also, Herr Knopp, entweder war die Erziehung schlecht oder sie war gut genug, „erstaunlich“ viele Absolventen „erstaunlich“ weit zu bringen. Wenn das so ist, dann sollten Sie aber auch sagen, dass die Erziehung nicht schlecht gewesen sein kann. Männer, die in Eton erzogen wurden und Andere, die Westpoint absolvierten, sagten, dass sie nicht zuletzt im Hinblick darauf ausgebildet wurden, dem britischen Weltreich zu dienen, die anderen sollten in der Lage sein, für die USA jeden Krieg zu gewinnen. Wenn diese Männer von den Erziehungsmethoden unserer „Eliteschulen“ hörten, waren sie nicht erstaunt. Für sie war das nichts Neues. Wenn die Erziehung an den „Eliteschulen“ des Dritten Reiches, von Knopp verächtlich „Zuchtstätten“ genannt, zum Ziele hatte, der Förderung von Aktivität und Disziplin, von Härte und Tüchtigkeit und Effizienz, von Kampfbereitschaft und Opferbereitschaft, von Gehorsam, Ausdauer, von Liebe zum eigenen Volk und der Achtung anderer zu dienen, dann waren diese Ziele für die Absolventen englischer und amerikanischer Eliteschulen selbstverständliche Ideale und sind es ihnen heute noch. So ist es nur verständlich, dass auch die meisten ehemaligen Schüler der Eliteschulen des Dritten Reiches heute auf ihre Schulzeit positiv zurückblicken. Sie möchten die erhaltene Erziehung nicht missen, hat sie diese doch, wie Herr Knopp zugeben muss, „erstaunlich“ weit gebracht. Die Eliteausbildung, wie die Erziehung der Jugend im Dritten Reich überhaupt, einzig und allein als Verführung darzustellen, als ständige Indoktrination zu begreifen, entspricht dem heutigen Zeitgeist, der dies strikt ablehnt. Dann müssen sich aber Filmemacher und Buchautoren, wie Guido Knopp, auch sagen lassen, dass das, was sie tun, mit den gleichen Mitteln der Indoktrination arbeitet, hei dem Versuch, dem heutigen Zuschauer und Buchleser, die damalige Zeit im Sinne des heutigen Zeitgeistes darzustellen.

Wenn Indoktrination verwerflich ist, dann ist sie es immer. Natürlich erfolgte die Erziehung der Jugend im Nationalsozialismus des Dritten Reiches der Vorgaben der damaligen Ideologie. Keine Jugend kann sich die Zeit aussuchen, in der sie leben muss. Sie hat immer nur die Chance, aus ihrem Leben das Beste zu machen. Und das ist ihr offensichtlich nach 1945 auch gelungen. Die nachstehenden Ausführungen, die sich mit Einzelheiten über die Adolf-Hitler-Schule befassen, stammen von einem Schüler, der selbst von 1937 bis 1942 diese besuchte:

Wenn Klaus Geue, ehemaliger Adolf-Hitler-Schüler, sagt, dass „das Ziel … Gauleiter in Sibirien“ sei, dann sollte man das als Scherz von Zwölfjährigen sehen, denn Sibirien gehörte, als Geue zur AHS kam, schon lange nicht mehr zu den Gebieten, die zu erobern die Deutschen in der Lage gewesen wären. Was hier an der Aussage Geues kritisiert wird, wäre für englische Etonschüler ganz selbstverständlich gewesen, Funktionen in fernen Gebieten des britischen Weltreiches anzustreben. Wenn Klaus Geue, der „für wenige Monate Adolf-Hitler-Schüler“ war und danach wieder eine „normale“ Schule besucht hat, schon nach so kurzer Zeit „feststellen musste, dass er Wissenslücken hatte“ (S. 106), dann ist seine Aussage nicht ernst zu nehmen. Anders dagegen die von Harald Grundmann, der die AHS von Ostern 1940 bis zum September 1944 besuchte und die Abiturprüfung bestanden hat. Wenn er über die Erzieher sagt, sie „hatten das beste Wollen, aber nicht genug Wissen“ (S. 196) und sich beklagt, wie mangelhaft die Kenntnisse in Mathematik waren (S. 204), dann muss aber ergänzt werden, dass das Nachlassen der Ausbildungsqualität während der Kriegsjahre an allen Schulen und den „Eliteschulen“ festzustellen ist. Bombennächte, Luftschutzeinsätze, Dienst als Flakhelfer, Einsatz als Lagermannschaftsführer in der Erweiterten Kinderlandverschickung (KLV) sind nur einige Gründe dafür. Der Schreiber dieser Zeilen jedenfalls stellte 1946, als er ein Ingenieur-Studium begann, fest, dass er in Mathematik durchaus gut ausgebildet war, hatte er doch zum Beispiel in der Schule sogar schon Vektorrechnung geübt, von der viele seiner Mitstudenten, Abiturienten „normaler“ Schulen noch nichts gehört hatten. Zu der von Grundmann gemachten Aussage, die Erzieher hätten „nicht genug Wissen“ gehabt, ist festzuhalten, dass diese Lehrer, soweit sie aus dem Krieg zurückkamen, fast alle wieder in den Schuldienst aufgenommen und nach ihrer Lehrertätigkeit als Oberstudienräte oder Studiendirektoren pensioniert wurden Einige andere waren in der Schulverwaltung als Schulrat, als Leiter von Schulabteilungen, Leitende Regierungsschuldirektoren tätig. So schlecht kann also die Leistungsfähigkeit der Erzieher nicht gewesen sein.

Zu dem Bericht über die Impfung, den Klaus Greue von sich gibt, erübrigt sich jeder Kommentar. Dass Herr Knopp die Geschichte mit der bei der Impfung absichtlich abgebrochenen Spritzennadel (S. 101) als glaubhaft weitergibt, zeigt seine Geistesverfassung, seinen Drang, möglichst viel Negatives zusammenzutragen, egal ob wahr oder nicht. Wenn Theo Sommer, geboren 1930, Schüler der Al IS ab Herbst 1942, berichtet, dass er Schwimmbad „mit Tournister und Stahlhelm vom Zehnmeterbrett springen“ musste (S.190), 191)), so ist es nicht ernst zu nehmen, denn auf den AHS gab es keine Stahlhelme, schon gar nicht für zwölf bis vierzehn Jahre alle Jungen. Dass Sommer und seine Mitschüler mit den Motor des Autos von Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley der ihnen der Inbegriff eines Bonzen war „zertreten haben“ (S.214) ist einfach Schwachsinn. Wer kann schon einen Motor zertreten? Oder meinte Sommer die Motorhaube? Einen Zeugen für diese Tat habe ich nicht finden können. Ebenso fehlt auch ein Zeuge die von Hardy Krüger berichteten „zwei Löcher“, die er „zusammen mit anderen auf einen zugefrorenen See auf einem zugefrorenen See ins dicke Eis hacken musste“ um dann dann unter der Eisdecke hindurch von einem Loch zum anderen zu schwimmen (S.190).

Man mag diese Anmerkungen zu solchen Einzelheiten „für kleinlich“ halten. Aber wenn ein Autor in solchen Kleinigkeiten ungenau arbeitet, sinkt das Vertrauen in die Zuverlässigkeit seiner übrigen Angaben, die für den besser „nicht mit relativ einfachen Mitteln überprüfbar sind“, wie F. P. Trotier in der FAZ vom 31.1.1992 schreibt. Und was für den von Trotier genannten Autor gilt, trifft auch auf Filmemacher und ihre Zeitzeugen in besonderem Maße zu. So ist auch die Darstellung über zwei Adolf-Hitler-Schüler, die als „Werwölfe“ tätig geworden sein sollen (S 222 f.), schlecht recherchiert. Es waren drei Jungen, zwei davon Schüler der AHS. Von Letzteren konnte einer nach der Verhaftung durch die Amerikaner diesen entkommen. Die beiden anderen wurden verurteilt und am 1.6.1945 hingerichtet. Das waren der Adolf-Hitler-Schüler Heinz Petry und der Hitlerjunge Josef Schöner (nicht Schener). In der Urteilsbegründung des US-Militärgerichts diente der Spionagevorwurf nur als Vorwand, denn der Vorsitzende des Militärgerichtshofes betonte in der Urteilsbegründung „dass die Verantwortung für das Schicksal der beiden Jungen die nationalsozialistischen Führer tragen, die sie in den Tod geschickt haben. Die deutschen militärischen und politischen Führer zwingen uns“, erklärte der Vorsitzende „Feuer mit Feuer und Blut mit Blut zu bekämpfen. Wir werden nicht dulden, dass sich die Verantwortlichen hinter Frauen und Kindern verstecken.“ Soweit der Gerichtsvorsitzende zu diesem „Abschreckungsurteil“, einem Unrechtsurteil gegen sechzehn und siebzehn Jahre alte Jungen, deren Schuld die Todesstrafe nicht rechtfertigte. Nachzulesen ist der zitierte Text in den „Aachener Nachrichten“ von 6. Juni 1945. Die von Guido Knopp genannten Vornamen der Jungen. die er mit „Franz“ und „Herbert“ angibt, stimmen also nicht. Auch der Hitlerjunge, der entkommen konnte, führte keinen dieser Vornamen.

Dazu ist noch zu vermerken: Der Werwolf entstand am Kriegsende, angeführt von einem SS-Führer. Die Hitler-Jugend hatte mit ihm nichts gemeinsam, lehnte ihn sogar ab. Einzelne Jugendliche wurden von Werwolf-Leuten angesprochen und geworben, bei ihnen mitzumachen. Sie kamen dann aus eigenem Entschluss. Die wiederholte Behauptung, der Sport habe vor der geistigen Bildung Vorrang gehabt, kann so für die AHS nicht gelten. Die für die Schulen verantwortlichen Führer haben immer wieder darauf hingewiesen, dass im Vordergrund die geistige Ausbildung zu stehen habe, gefolgt von der körperlichen Ertüchtigung und der musischen Bildung, der ein gebührender Raum einzuräumen sei. Die Methode, alle Stunden, die unter der Rubrik Sport im Dienstplan eines Internatsbetriebes aufgeführt sind. mit denen „normalen“ Schulen zu vergleichen, ist unkorrekt, es sei denn, man addiert die freizeitlichen Sportaktivitäten solcher „normaler“ Schüler hinzu. Dann wird man sehen, dass auch im Internat der Sport nicht die erste Rolle spielt. Die weitere Vermutung, dass die „Weltanschauliche Schulung“ im Vordergrund standen habe, lässt sich, jedenfalls soweit es die AHS beruft nicht bestätigen. Gerade in diesem Bereich wurden erhebliche Mängel festgestellt, wie sich bei der ersten Abiturprüfung 1942 zeigte, als die Prüflinge das Parteiprogramm der NSDAP nicht kannten, wie Joachim Baumann berichtet (S. 206)

Welches Gebiet hat nun im Vordergrund der Erziehung gestanden? Der Sport oder die weltanschauliche Schulung? Sie sind sich selbst wohl nicht im Klaren, Herr Knopp. Beantworten kann dieses wohl am besten der Reichsjugendführer Baldur von Schirach, der Initiator der Adolf-Hitler-Schulen. „Die Entscheidung, die wir in diesem Wendelpunkt zu erfüllen haben, ist die Entscheidung zwischen der Seele und dem kalten Intellekt … Denn intellektueller Dünkel galt meist mehr als Volk, Fahne und Vaterland … wird jene Macht offenbar; die der Intellektuelle leugnet, weil er sie ebenso wenig zu denken vermag wie den Gott, der sie uns gab. Die Macht des Gemütes … Die Waffen des Intellektes werden dieser Generation gegeben, und zwar die schärfsten und härtesten, aber sie sollen nicht um ihrer selbst willen … gebraucht werden, sondern einer höheren Idee dienen.“ (Auszug aus seiner Rede, gehalten anlässlich der Grundsteinlegung zu neun Adolf Hitler-Schulen 1938) Und was die Aussagen von Albert Speer, der uns ja nicht nur ein Märchen überliefert hat, betrifft, der meint, dass die an den Adolf-Hitler Schulen erzogenen Jungen, sogar in Parteikreisen zuweilen als rücksichtslos und überheblich angesehen wurden (S. 158), so wurde er nach Erscheinen seines Buches darauf hingewiesen, dass die Jungen sofort nach dem Abitur zur Wehrmacht kamen und also den „Parteikreisen“ kaum unangenehm aufgefallen sein können.

Auf eine weitergehende Kritik am Filmwerk Guido Knopps soll hier verzichtet werden; wollte man sie ernsthaft betreiben, würde sie ein ganzes Buch füllen. Sie hätte auch deshalb wenig Sinn, weil man zuerst die Auswahl der Zeitzeugen und dann das Herausschneiden von Teilen ihrer Aussagen behandeln müsste. Denn mit dem Vorsatz, Dinge aus opportunistischen Gründen negativ darzustellen, auch dann, wenn man es besser weiß, kann sich der Kritiker kaum auseinandersetzen, ohne ins Uferlose zu geraten. „Es wird immer darauf ankommen, ob das, was als Wahrheit ausgegeben wird, auch Wahrheit ist“. („Der gerade Weg“ vom 3.1.1932, S. 1).

Teil 4 „Krieg“ und Teil 5 „Opferung“

Teil 4 „Krieg“ und Teil 5 „Opferung“ gehen ineinander über, wobei es sich meistens um Aussagen von Soldaten handelt und nicht von Kindern.

„Die Jungen wurden zum Singen, Marschieren und für den Krieg erzogen“ Welcher Unsinn! Wenn Herr Knopp sich mehr mit dem Thema Hitler-Jugend beschäftigt hätte, hätte er schon bei Diwald nachlesen können: Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach hat Oberst Rommel, als der ihn auffordert, die Jugend mehr militärisch auszubilden, geantwortet: „Ich erziehe die Jugend für den Frieden und nicht für den Krieg.“ Es ist auch längst bekannt, dass Hitler nicht zum Vergnügen die Sowjetunion „überfallen“ hat, sondern dass es ein Präventivschlag war, da der Deutschen Wehrmacht bekannt gewesen ist, dass Stalin mit seinen Truppen aufmarschiert war, um über Deutschland bis zum Atlantik ganz Europa einer bolschewistischen Herrschaft zu unterstellen.

Hitler brauchte die Jugend nicht als Werkzeug für die Kriegsführung einzusetzen. Das war gar nicht nötig, denn die HJ meldete sich freiwillig und erfand selbst Möglichkeiten für ihren Kriegseinsatz in der Heimat. Dieser wird überhaupt nicht gezeigt, weil es ein Einsatz ohne Waffen war. Es ist doch selbstverständlich, dass die Jugend, wo immer möglich, sich für ihr Vaterland, wenn es bedroht wird, einsetzt.

Die Swing-Gruppe in Hamburg, die sich englisch kleidete und tanzte und lange Haare trug während der Zeit, als englische Flieger Hamburg mehrfach angriffen, wurde nach einiger Zeit ihres Auftretens verboten. Die Jugendlichen, die oft unter Einsatz ihres Lebens Brände löschten und Verschüttete aus den Trümmern bargen, hatten absolut kein Verständnis für dieses Verhalten der Swing-Gruppe.

Die Jugendlichen, die im Geländesport sich zu tarnen lernten, taten nichts anders als die Pfadfinder und andere Jugendverbände des Auslandes. Zudem ist zu vermerken, dass das Reichskuratorium für Jugenderziehung im Herbst 1932 nach Genf gefahren und sich diese Art des Geländesports vorn Völkerbund hat genehmigen lassen. Das war zur Zeit der Weimarer Republik!

Der etwas makabre Aufruf zum Spenden für das Winterhilfswerk „Spendet unverdrossen, wer nicht spendet, wird erschossen“ war einer von sonst vernünftigen Aufrufen, die sich ein pubertierender Junge als Witz ausgedacht hatte und der von niemandem ernst genommen wurde. Was Herr Knopp so alles findet, um seine Negativdarstellungen zu bereichern!

HJ-Fallschirmjäger hat es nie gegeben. Jungen der Adolf-Hitler-Schulen beziehungsweise der National-politischen Anstalten haben Sprünge von einem höheren Niveau aus in ein Sprungtuch gemacht, um ihren Mut zu beweisen. Die SS-Division „Hitler-Jugend“ bestand aus ehemaligen HJ-Mitgliedern, die sich im einzugsfähigen Alter freiwillig zur Aufstellung dieser Division gemeldet haben. Es waren also keine Kinder mehr.

Die Behauptung, toten Fliegern sei die Uniform ausgezogen worden, ist nicht nachvollziehen. Was soll ein Junge mit dieser Pilotenuniform anfangen, zumal sie für ihn wahrscheinlich zu groß war. Wenn ein früherer HJ-Angehöriger im Film bestätigt, dass Jugendliche gezwungen worden sind, sich an der Erschießung von Gefangenen, aufgrund von Wehrmachtsbefehlen zu beteiligen, so kann man nur sagen, dass es solche Befehle der HJ-Führung nicht gab, und die Wehrmacht keine Befehlsgewalt über die Hitler-Jugend hatte. Wenn es wirklich passiert ist, dann wir es eine illegale Handlung. Die Bilder, die zeigen, dass Jugendliche in Bergwerken tätig waren, sind völlig unverständlich, denn die Reichsjugendführung hatte ausdrücklich durch ein Jugendschutzgesetz erreicht, dass die Beschäftigung von Jugendlichen in Bergwerken verboten war.

Interessant ist die Aussage von Herrn Bölling, der ja eng mit Bundeskanzler Wily Brandt zusammengearbeitet hat. Böllings Mutter war Jüdin: das erzählt er in diesem Film, und daß er leider aus der HJ ausscheiden musste. Aus der Schilderung von Herrn Bölling ist erkennbar, dass dies für ihn schmerzlich war, folglich muss er sich ja als Halbjude in der HJ wohl gefühlt haben. Er wusste wohl nicht, dass man einen Antrag stellen konnte, als Halbjude in der HJ bleiben zu können, der meist genehmigt wurde.

Bei den Aussagen von HJ-Führern in diesem Knoppschen Film ist zu bedenken, dass viele von der Planung der Reichsjugendführung über Ausbildung und Einsatz der 16 jährigen Jungen nicht informiert waren. Die 1942 beabsichtigte Einrichtung von Kasernenlehrgängen des Heeres für die älteren Hitlerjungen zur militärischen Ausbildung führte zur Schaffung der Hitler-Jugend. Adolf Hitler verfügte die Erfassung und Ausbildung von Jugendlichen des letzten zum Wehrdienst anstehenden Jahrgangs durch kurzfristige Lehrgänge in Lagern der Hitler-Jugend. Die Wehrmacht hatte zur Unterstützung der Hitler-Jugend HJ-Führer, bewährte Frontoffiziere, die im Ersatzheer standen und nicht mehr kriegsverwendungsfähig waren, für diesen Zweck abgestellt. Ziel dieser Lager war unter anderem die jugendgemäße waffenlose Ausbildung ins Gelände, ergänzt unter anderem durch Schießausbildung. Im Dezember 1944 nach Aufruf zum Volkssturm gelang es der Reichsjugendführung, die Wehrtüchtigungslager zum Volkssturm III. Aufgebot erklären zu lassen. Jetzt musste erstmalig die Ausbildung am Sturmgewehr, Maschinengewehr und Panzerfaust erfolgen. Zugleich gab es den Auftrag, diese Lager bei Vordringen des Feindes in feindfreies Gebiet zurückzuführen, was im Westen weitgehend gelang. Damit wurde viel junges Blut gespart. Die Panzernahkampfeinheiten standen in keinem Zusammenhang mit den WE-Lagern. Sie wurden gebildet aus Freiwilligen der HJ und der WE-Lager, die in der Panzernahbekämpfung und der Panzerfaust ausgebildet wurden. Ihre Aufgabe sollte sein, hinter der Front, wo sie aufgestellt wurden, durchgebrochene Panzer zu vernichten.

Durchgebrochene Feindpanzer in unserem Heimatland waren nicht nur eine Gefahr für die Wehrmacht, sondern auch für die deutsche Zivilbevölkerung schlechthin. Es ist doch selbstverständlich, dass man sich dieser Lebensgefahr erwehren will. Gerade die Jugend hatte den Willen zur Selbstverteidigung. Eine Ausbildung durch die Hitler-Jugend war Selbstschutz und Lebenserhaltung. Man muss den Krieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung erlebt haben, um den Abwehrwillen der Jugend richtig zu bewerten. Da bedurfte es keiner Befehle von oben, sondern diese Einsätze geschahen situationsbedingt.

Als die Fronten im Osten zusammenbrachen, gerieten Hitler-Jugend-Einheiten (Volkssturm III. Aufgebot und einige Panzervernichtungseinheiten) – was eigentlich untersagt war – in die Hauptkampflinie. Dafür ist der Reichsjugendführer nicht verantwortlich zu machen. Mit dem Einsatz von 500 Jungen an der Pichelsdorfer Brücke unter der Führung von Hauptamtschef der Reichsjugendführung Dr. Sehländer, einem erfahrenen Offizier des Ersten Weltkrieges, sollte eine Ausbruchstrasse aus Berlin freigehalten werden für wichtige Melder. Ein „Judenmörder Himmler“, wie Herr Appel anführt, hat diese Brücke nicht passiert. Bis auf, Gott sei Dank, im Verhältnis geringe Verluste hat Dr. Schlünder die Jungen aus Berlin herausgeführt. Der erbitterte Kampf an den Seelower Höhen wurde von einigen Soldaten, nach dem „Warum“ befragt, wie folgt beschrieben: „Solange sie den Fluchtweg für Frauen und Kinder aus dem Osten freihalten konnten, hätten sie gekämpft. Er hätte sich sonst schämen müssen. So einfach war das!“ Ein weiteres Motiv: Immer wieder wurde den Soldaten an der Ostfront versichert, dass der große militärische Umschwung durch den Einsatz ganz neuartiger, gewaltiger Waffen bevorstünde. Es gelte nur Zeit zu gewinnen. Noch in einem Befehl der neunten Armee und des 50 Korps wurde diese Frist mit genau drei Jahren beziffert.

Die Zwänge der Schlussphase des Krieges sind zu berücksichtigen. Fest steht, dass zum Beispiel der heroische Abwehrkampf von HJ-Mitgliedern in den U-Bahnschächten und Straßen des ausgebombten Berlin reine Selbstverteidigung waren. Er entsprang dein Nationalgefühl der Jugend und auch dem Wissen über die furchtbaren Greueltaten der russischen Armee an deutschen Zivilisten, wobei hierfür sogar der ausdrückliche Befehl des russischen Oberbefehlshabers, General Schukow, bekannt geworden war. Dazu noch die Hetze von Ilja Ehrenburg, gerichtet an die russischen Soldaten: „Tötet! Tötet! Es gibt nichts, was an den Deutschen unschuldig ist, die nicht und die Ungeborenen nicht! Folgt der Weisung des Genossen Stalin und zerstampft für immer das faschistische Tier in seiner Höhle. Brecht mit Gewalt den Rassenhochmut der germanischen Frauen! Nehmt sie als rechtmäßige Beute!“ Das war verzweifelte Selbstverteidigung des eigenen Lebens, aber auch des Lehens der Mütter und Geschwister. In dieser Endphase des grauenhaften Krieges in Berlin gab es keine Befehle der obersten HJ-Führung mehr. Nachrichtenmittel standen nicht mehr zur Verfügung, wohl aber war durch die Erziehung durch die HJ ein diszipliniertes, unsichtiges Verhalten gelehrt worden und so erwies sich offenbar Wehrtüchtigkeit als eine Schulung der Lebenserhaltung.

Man bedenke: Da hat Churchill am Ende des Krieges, als eindeutig militärisch klar war, dass wir den Krieg nicht mehr weiterführen konnten, den Befehl gegeben, Dresden, Würzburg und andere unverteidigte Städte mit Frauen und Kindern mussten sterben. Das wird nicht angeklagt. Daß aber Jungen in verzweifelter Lage, sowohl sich als auch andere verteidigten und zur Flucht verhalfen das ist wohl unter den Kriterien des Herrn Knopp ein Verbrechen.

Wer an der Front war und das Schicksal von schlecht ausgebildeten Soldaten erleben musste, der kann nur mit Respekt an die vorsorglich in der HJ eingeführte Wehrertüchtigung denken. Das war Lebensbewahrung! Wer an die Großtaten der HJ-Führung zurückdenkt weiß, dass abertausende von Jugendlichen in der vorbildlichen Kinderlandverschickung von dem Bombenterror gerettet wurden. Hochgerechnet wurde eine Million.

In den letzten beiden Kapiteln wird nur noch von Krieg gesprochen und am Ende treten Männer auf, die mit dem furchtbaren Leiden und Sterben von Soldaten berichten, was verständlicherweise noch heute ein Alptraum für sie ist. Krieg ist immer furchtbar, nur Hitler hatte diesen Krieg Nicht gewollt (siehe die Dokumentation im Anhang meines Buches „Ein Leben für die Jugend“, Deutsche Verlagsgesellschaft Schaft, Preußisch Oldendorf, 1999). Sein Ziel war ein Sozialstaat höchster Kultur.

Die Männer, die berichten, sind fast alle Soldaten und keine Kinder mehr. Wenn heute ein Offizier in der Bundeswehr ist, der noch ein Jahr im Jungvolk war, gehört er nach Auffassung von Herrn Knopp immer noch zu Hitlers Kindern. Wenn man in alten Filmen sieht, wie Hitler noch sehr junge Hitler-Jungen – auszeichnet mit dem Eisernen Kreuz – empfängt, dann waren das keine Jungen, die von Axmann im Krieg eingesetzt wurden sind, sondern Jungen, die auf der Flucht aus dem Osten die Mutter verloren hatten und sich in ihrer Not schutzsuchend einer Volkssturmeinheit, die auch aus dem Osten kam, angeschlossen hatten.
Alles in allem wird Herr Knopp in der ganzen Serie von „Hitlers Kindern“ in seiner Darstellung der historischen Wahrheit nicht gerecht, weil er das letzten Endes er das letzten Endes gar nicht will. Er ist ein fähiger Mann, das sieht man an dem „Deutschlandspiel“ zum 10. Jahrestag der Wiedervereinigung, weil er da sachlich vorgeht. Aber die heutige Zeit, der er sich ganz und gar anpasst, verlangt eben, dass die ganze NS Zeit in Deutschland negativ dargestellt wird im Gegensatz zum Ausland, wo man nicht so subjektiv befangen ist. Herr Professor Knopp erwartet aber Anerkennung in Deutschland. Wie kann er diese Negativ-Darstellung der damaligen Zeit als Historiker eigentlich mit seinem Gewissen vereinbaren?

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Wir wissen, wohin wir gehören. Was die Zukunft im einzelnen für uns birgt, vermögen wir nicht zu erkennen; welche Formen unser Sehnen einmal annehmen wird, können wir nicht genau sagen. Aber wir sehen ferne ein Ziel leuchten und haben uns auf die Wanderschaft zu ihm begeben. Es drängt uns dazu unwiderstehlich, und dieser Glaube wird uns einst recht geben. Wir sind die Vorläufer einer neuen Zeit, und selbst wenn viele oder alle von uns sie nicht erleben sollten, so werden wir doch an unserem Ende sagen können: Wir haben gelebt, und es war schön, zu leben und zu kämpfen…

Alfred Rosenberg

(1964)

Linksextremisten überfallen AfD-Chef Lucke

On August 25, 2013, in Pauke, by admin

BREMEN.(JF) Mehrere vermummte Linksextremisten haben am Sonnabend in Bremen den Sprecher der Lucke.jpgAlternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, angegriffen. Wie eine Sprecherin der Bremer Polizei gegenüber der JUNGEN FREIHEIT bestätigte, stürmten etwa 20 Minuten nach Beginn der Wahlkampfveranstaltung 20 bis 25 Vermummte die Bühne im Bremer Bürgerpark, auf der Lucke gerade seine Rede begonnen hatte.

Die Angreifer hatten sich zuvor in Gebüschen versteckt. Acht Linksextremisten erklommen das Podium und attackierten Lucke. Augenzeugen zufolge schubsten sie ihn von der Bühne, warfen ihn zu Boden und versprühten Reizgas. Die Angreifer sollen mit Messern und Knüppeln bewaffnet gewesen sein.

 

Ein Verletzter durch Messerschnitte

Als die Polizei eingriff, flüchteten die Täter. Ein Helfer der AfD, der sie verfolgte, wurde laut Polizei von den Linksextremisten mit einem Messer an der Hand verletzt. Zudem gab es 15 Personen, die durch das Reizgas verletzt wurden und mit Atembeschwerden behandelt werden mußten. Darunter auch zwei Kinder. Zwei weitere Personen wurden durch Faustschläge verletzt. Laut der Sprecherin konnte die Polizei drei mutmaßliche Angreifer festnehmen. Derzeit prüfe man, wem welche Tatbeteiligung zugeschrieben werden könne. Die Polizei rechnet alle Angreifer der linksextremen Szene zu.

Lucke konnte von Ordnern in Sicherheit gebracht werden und blieb nach Angaben der Partei unverletzt. Nach einer kurzen Pause setzte er seine Wahlkampfrede fort.

Die AfD war seit Beginn der heißen Wahlkampfphase immer wieder Opfer von linksextremistischen Attacken. Vor allem in Göttingen setzten gewaltbereite Linksextremisten der Partei dermaßen zu, daß sie überlegte, den Wahlkampf einzustellen.

(324)

politikDer Reporter Nikolaus Harbusch von der Bild-Zeitung klagte erfolgreich vor Gericht auf Informationsauskunft gegen den deutschen Bundestag. Harbusch stellte vor kurzem eine Anfrage bei der Verwaltung des deutschen Bundestags.

Der Journalist wollte wissen, welche Abgeordneten im laufenden Jahr mehr als fünf Tablet-Computer oder ein Smartphone im Rahmen der „Sachleistungspauschale“ angeschafft hatten. Dabei bezog er sich auf das Informationsfreiheitsgesetz (IFG), wonach jeder Bürger ohne Angabe von Gründen Anspruch auf amtliche Informationen hat.

Die sogenannte „Sachleistungspauschale“  sieht Ausgaben in Höhe von 12.000 Euro pro Abgeordneten und Kalenderjahr für mandatsbedingte Kosten wie Bürokosten, Fahrtkosten und Mehraufwendungen vor. Diese Kosten werden mit der Bundestagsverwaltung abgerechnet und erstattet.

Die Bundestagsverwaltung schmetterte die Anfrage mit der Begründung ab, dass das freie Mandat eines jeden Abgeordneten eine Kontrolle von Ausgaben ausschließe und versuchte sich so aus der Affäre zu ziehen.

Der Journalist wollte sich damit jedoch nicht abfinden und zog vor Gericht. Das Verwaltungsgericht Berlin entschied nun am Donnerstag im Eilverfahren, dass die Begründung der Bundestagsverwaltung hinfällig ist.

Das freie Mandat besagt, dass ein Abgeordneter sein Mandat frei ausübt und außer seinem Gewissen niemandem verantwortlich ist. Demnach ist eine Kontrolle der Ausgaben auch nicht vorgesehen. Dadurch aber entsteht bisweilen ein Spannungsfeld zwischen dem freien Mandat eines Abgeordneten und seiner Anfälligkeit für Korruption und Veruntreuung.

Das Verwaltungsgericht argumentierte nun, dass gerade aus diesem Grund eine Freigabe der Informationen erfolgen müsse. Da die Ausgaben des Abgeordneten nicht durch die Verwaltung kontrolliert werden dürfen, könnte eine wirksame Kontrolle nur durch die Öffentlichkeit und die Presse geschehen. Zudem sei eine öffentliche Kontrolle im Hinblick auf Veruntreuung für das Ansehen des Parlaments unerlässlich.

Auch dem möglichen Argument des Bundestages, eine solche Informationsbeschaffung sei mit unzumutbarem Aufwand verbunden, schob das Gericht vorsorglich einen Riegel vor. Es sei Aufgabe der Verwaltung im Voraus organisatorische Abläufe zu schaffen, die eine schnelle und einfache Auskunft ermöglichen.

Aufgrund der bevorstehenden Bundestagswahlen und der vergleichbaren Skandale im Bayerischen Landtag, entschied das Gericht, dass ein Eilverfahren notwendig sei. Der Bundestag kann noch gegen den Beschluss am Oberverwaltungsgericht Berlin Brandenburg Beschwerde einlegen.

Was kein Gericht jedoch entscheiden kann, ist, dass die Abgeordneten sich nicht, wie etwa bei der ESM-Entscheidung, in Sachfragen viel zu oft einfach hinter dem Fraktionszwang verstecken und Denken und Moral an der Garderobe abgeben. Bei der ESM-Abstimmung hatten die DMN ermittelt, dass 431 Abgeordnete keine eigene Meinung zu dieser epochalen Entscheidung hatten.

Bei vielen anderen Abstimmung ist es nicht anders, obwohl es ganz anders sein sollte.

Das Gewissen sollte sie leiten, der Anstand sollte sie verpflichten, sich sachkundig zu machen und nicht von Parteien-Propaganda in die Irre leiten zu lassen.

Auch das muss die Öffentlichkeit aufdecken.

Beharrlich, unnachgiebig, schonungslos.

Dazu braucht es kein Gericht.

Da ist das Gewissen gefragt.

Bei allen Deutschen.

 

(277)

In der vergangenen Woche hat es bei deutschen Rüstungsfirmen in Bremen und Wedel Razzien gegeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit U-Boot-Geschäften mit Griechenland.

Demnach hat die Staatsanwaltschaft Bremen die Ermittlungen gegen die Rüstungsunternehmen Rheinmetall-Defence-Electronics und Atlas Elektonik aufgenommen, so die SZ. Diese sollen bei U-Boot-Dealen mit Griechenland griechische Regierungsmitglieder bestochen haben – von Schmiergeldern in Höhe von jeweils etwa neun Millionen Euro ist die Rede. Steuerhinterziehung steht ebenfalls im Raum.

Atlas Elekronik ist eine Tochterfirma von EADS und Thyssen-Krupp. Beide Unternehmen bestätigten, die Hausdurchsuchungen bei Atlas Elekotronik in der vergangenen Woche. Bereits  2007 hatten EADS und Thyssen-Krupp nach der Übernahme von Atlas Elektronik angeblich Zahlungen an eine britische Briefkastenfirma eines griechischen Unternehmens entdeckt und eingestellt. 2010 wurde die Staatsanwaltschaft informiert – ein Anfangsverdacht konnte jedoch nicht gefunden werden.

Rheinmetall-Defense-Electronics sagte, die Anschuldigungen würden jeder Grundlage entbehren. Der Staatsanwaltschaft zufolge hat jedoch eine steuerliche Betriebsprüfung bei Rheinmetall-Defence-Electronics 2012 auch weitere Hinweise im Fall Atlas Elektronik gebracht.

Griechenland ist noch immer ein sehr wichtiger Handelspartner für Deutschland. Schließlich hat Griechenland die teuerste Armee Europas (hier) – und deutsche Waffen und U-Boote sind beliebt. Auch 2011 gab es beispielsweise Kriegswaffenausfuhren im Wert von über 7 Millionen Euro, wie der entsprechende Bericht der Bundesregierung zeigt.

Die Ermittlungen gegen Atlas Elekronik und Rheinmetall-Defence-Electronics sind keine Einzelfälle. 2011 verurteilte das Münchner Landgericht zwei frühere Manager der Handelsgesellschaft Ferrostaal wegen Bestechung griechischer Amtsträger zu Bewährungsstrafen.

(260)

Währungs-Krise erfasst Norwegen

On August 25, 2013, in Endzeit, by admin
Kurz vor den Parlamentswahlen im September kann Norwegens Premier Jens Stoltenberg nu schlechte Wirtschaftszahlen vorlegen (Foto: Consilium).Kurz vor den Parlamentswahlen im September kann Norwegens Premier Jens Stoltenberg nur schlechte Wirtschaftszahlen vorlegen (Foto: Consilium).

Skandinavien konnte sich in den vergangenen Jahren gut von den Auswirkungen der Eurokrise abkoppeln. Doch seit Anfang 2013 wird es auch für die skandinavischen Länder schwierig. Und ausgerechnet das als sicherer Hafen geltende Norwegen ist nun in eine Abkühlung gerutscht – die Wirtschaft des Landes hat nicht genug Fahrt aufgenommen.

Im zweiten Quartal dieses Jahres wuchs die norwegische Wirtschaft nur 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und blieb damit deutlich hinter den Erwartungen von +0,7 Prozent. Insgesamt rechnet die größte Bank des Landes, die DNB ASA in diesem Jahr  ohne das Offshore-Einkommen sogar nur mit einem Wachstum von zwei Prozent. 2012 konnte noch ein Plus von 3,4 Prozent erreicht.

Bis 2016 werde sich die Wachstumsrate mit 2,1 Prozent nicht erholen, zitiert Bloomberg die Bank. Für Schweden, Deutschland und die USA rechnet die DNB mit einem größeren Wachstum. Der norwegische Finanzminister Sigbjoern Johnsen sieht das Wachstum für 2013 insgesamt auch hinter den Erwartungen.

Die Währung des Landes macht ebenfalls Probleme. Die norwegische Krone sank gegenüber der schwedischen Krone beispielsweise auf den niedrigsten Stand seit März 2004. In diesem Jahr hat Norwegens Währung bereits acht Prozent gegenüber der schwedischen verloren und 9,5 Prozent gegenüber dem Euro. Die Verbraucherpreise stiegen im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent, so das Statistische Bundesamt Norwegens.

Ein Hauptgrund für die schlechte Entwicklung in Norwegen ist vor allem auch der sinkende Inlandskonsum. Gestiegene Hauspreise und die hohe Privatverschuldung werden von der DNB als Ursache angegeben. Der Immobilienmarkt stagniert, die Schulden der privaten Haushalte liegt mittlerweile bei 200 Prozent des verfügbaren Einkommens, so die DNB. Darüber hinaus haben die nationalen Banken die Hypothekenzinsen angehoben, um den strengeren Eigenkapitalquoten gerecht zu werden.

Keine guten Voraussetzungen für die derzeitige Regierung, wenn es um die Parlamentswahlen am 9. September geht. Neuesten Umfragen zufolge käme die konservative Opposition auf 97 Sitze – die Regierungspartei würde lediglich 70 Sitze erreichen.

(320)

Je nachdem, wie sich die Partei der italienischen Premiers Letta am 9. September entscheidet, könnte es in Italien zu einer handfesten Regierungskrise kommen (Foto: Consilium).Je nachdem, wie sich die Partei der italienischen Premiers Letta am 9. September entscheidet, könnte es in Italien zu einer handfesten Regierungskrise kommen (Foto: Consilium).

Nach der ersten rechtskräftigen Verurteilung von Silvio Berlusconi hat in Rom der innenpolitische Kampf um die Zukunft der Koalitionsregierung begonnen. Für die Frage ist entscheidend, ob der ehemalige Premier Italiens seinen Platz im Senat und damit in der Politik behalten darf. Am 9. September beginnt die Sitzung, in der darüber entschieden werden soll. Doch Berlusconis PDL will auch in dieser Frage nichts dem Zufall überlassen.

PDL-Quellen zufolge soll sich der Generalsekretär und stellvertretende Premier Angelino Alfano vergangene Woche mit Premier Letta getroffen haben. Dabei habe Alfano deutlich gemacht, dass Berlusconis Partei die Regierungskoalition platzen lassen werde, wenn Lettas PD gegen Berlusconi Verbleib im Senat stimmen, so die CNBC. Sollten die Abgeordneten der PD der Senatskommission zustimmen und Berlusconi seine Ämter verlieren, würden die Abgeordneten der PDL massenhaft zurücktreten, so Alfano.

Die PDF beruft sich derzeit auf Juristen, die angeben, das für den Senatsausschuss Berlusconis angeführte Anti-Korruptions-Gesetz könne in diesem Fall nicht angewendet warden. “Ein Ausschuss Berlusconis aus dem Senat ist undenkbar und verfassungsrechtlich nicht akzeptabel”, zitiert die Corriere della Serra Alfano.

Die PD Lettas lässt sich bis dato jedoch nicht von der PDL einschüchtern. „Für uns sind die Interessen des Landes wichtiger als die unsrigen oder die einer einzelnen Person”, sagte der PD-Vorsitzende Guglielmo Epifani. Italiens Premier Letta äußerte sich ähnlich: „Ich werde eine solche Erpressung nicht akzeptieren.”

Unterdessen werden die Rufe nach einer Amnestie für Berlusconi wieder lauter Verteidigungsminister Mario Mauro, Mitglied von Montis Zentrums-Partei, hat dies als Geste der nationalen Versöhnung vorgeschlagen. Damit soll der Regierungsbruch verhindert werden. Aber auch dieser Vorschlag stößt noch auf Widerstand. Mitte August hatte Staatspräsident Napolitano eine Begnadigung für Berlusconi abgelehnt. Engste Partner Berlusconis hatten Napolitano darin ersucht (hier). Eine Gesuch von Berlusconi selbst gab es hingegen nicht.

 

 

(337)

Zu diesem Zeitpunkt war die Wahlkampfveranstaltung der AfD in Bremen noch ein bürgerliches Sommerfest. Weniger später sprangen Vermummte aus den Büschen, schrien Scheiß-Nazis und verletzten eine Wahlkampfhelfer mit einem Messer. (Foto: AfD Bremen via Facebook)Zu diesem Zeitpunkt war die Wahlkampfveranstaltung der AfD in Bremen noch ein bürgerliches Sommerfest. Weniger später sprangen Vermummte aus den Büschen, schrien „Scheiß-Nazis!“ und verletzten eine Wahlkampfhelfer mit einem Messer. (Foto: AfD Bremen via Facebook)

Die Funktionäre der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) sind nach dem Überfall von Autonomen auf eine Wahlkampfveranstaltung (hier) in Bremen sichtlich schockiert: „Es kann ja nicht sein, dass Bürger friedlich am Samstag auf eine politische Veranstaltung gehen und sich danach als Verletzte wiederfinden“, sagte AfD-Sprecherin Dagmar Metzger den Deutsche Wirtschafts Nachrichten.

Die AfD will nun „Überlegungen anstellen, wie wir unsere Veranstaltungen stärker sichern können“ sagte Metzger. Ob dies in Form von Polizeischutz für alle Veranstaltungen oder durch einen privaten Sicherheitsdienst geschehen soll, konnte Metzger am Samstagabend noch nicht sagen. Tatsache ist jedoch, „dass wir etwas machen müssen, denn es geht ja nicht nur um unsere Politiker, sondern auch den Schutz unbeteiligter Bürger, für die wir eine Verantwortung haben“, sagte Metzger.

Die Mitglieder sind offenkundig verunsichert – der Angriff in Bremen war nicht die erste Attacke gegen die AfD. Zuvor war es in Berlin und Göttingen zu körperlicher Gewalt gegen AfD-Sympathisanten gekommen. Metzger: „Die Angreifer hatten Messer bei sich – mit Messern kann man Leute umbringen. Das ist alles andere als beruhigend.“

Metzger wollte nicht darüber spekulieren, ob hinter den Angriffen eine Organisation, „wenngleich es schon auffallend ist, dass diese Attacken in verschiedenen Regionen Deutschlands“ stattgefunden haben. Die AfD wurde von der Polizei darüber informiert, dass die Täter aus der linksautonomen Szene kommen sollen. Drei Angreifer wurden verhaftet, über den Verbleib von fünf weiteren angeblich Involvierten hatte Metzger am Samstagabend keine Informationen vorliegen.

Bisher liegen der AfD keine Solidaritätsadressen anderer Parteien vor. Keine Partei hat den Überfall von Bremen als undemokratisch verurteilt. Metzger: „Es wäre eine anständige Geste, und wir würden uns schon freuen, wenn wir den einen oder anderen Zuspruch bekämen.“

(336)

Beim Gründungsparteitag der AfD in Berlin sah für Lucke und die AfD alles noch sehr gut aus. Mit regelrechten Angriffen während des Wahlkampfs hatte damals noch keiner gerechnet (Foto: DWN).

Beim Gründungsparteitag der AfD in Berlin sah für Lucke und die AfD alles noch sehr gut aus. Mit regelrechten Angriffen während des Wahlkampfs hatte damals noch keiner gerechnet (Foto: DWN).

Aktuell:
AfD will nach Bremen Sicherheit verstärken

Die Alternative für Deutschland meldet:

Am Samstag Nachmittag kam es zu einem massiven Angriff auf eine Wahlkampfveranstaltung der Alternative für Deutschland in Bremen. Die auf der Waldbühne im Bremer Bürgerpark stattfindende Veranstaltung wurde von sechs bis sieben Vermummten gestört, von denen wenigstens einer mit einem Messer bewaffnet war.

Die vermutlich dem linksautonomen Lager zuzurechnenden Angreifer stürmten die Bühne, auf der gerade Bernd Lucke, Sprecher der Alternative für Deutschland, seine Rede hielt. Der AfD-Sprecher wurde dabei zu Boden gestoßen. Ein herbeieilender Helfer wurde durch einen Messerstich in die Hand verletzt. Die Autonomen versprühten außerdem Pfefferspray und Reizgas, wodurch rund ein dutzend Personen Atemwegsverletzungen davontrugen. Nach dem Angriff flüchteten die Personen, von denen die Polizei bisher drei in Gewahrsam nehmen konnte. Erst nach einer längeren Pause wurde die Veranstaltung unter massivem Polizeischutz schließlich fortgesetzt.

Bernd Lucke zeigte sich ob des Angriffs schockiert und empört: „Es ist eine unerträgliche Störung des demokratischen Wettbewerbs, dass Schlägertruppen wie seinerzeit in der Weimarer Republik friedliche Wahlkampfveranstaltungen der Alternative für Deutschland stören und dabei billigend in Kauf nehmen, Menschen zu verletzen.“

Die Polizei Bremen spricht sogar von insgesamt 25 Vermummten bei der Veranstatung, von denen acht die Bühne  stürmen konnten:

 Ort:        Bremen, Bürgerpark, Waldbühne

Zeit:       24.08.13, 15.30 Uhr

 Heute Nachmittag fand eine Wahlkampfveranstaltung der Wählervereinigung “Alternative für Deutschland” im Bremer Bürgerpark statt. Diese Veranstaltung wurde durch mehrere Angreifer überfallartig gestürmt. Insgesamt wurden mehrere Personen leicht verletzt.

Um 15 Uhr hatte die Wahlkampfveranstaltung auf einer Freiluftbühne begonnen. Während der Rede des Vorsitzenden der “Alternative für Deutschland” wurde die Veranstaltung durch ca. 20 – 25 teilweise vermummte Personen plötzlich gestürmt. Acht Personen gelang es, auf die Bühne zu kommen.

Durch die Angreifer wurde im Bereich der Bühne Pfefferspray eingesetzt. Hierbei wurden insgesamt 16 Personen verletzt. Beim Eintreffen der Polizeikräfte flüchteten die Angreifer in den Park. Während der Verfolgung wurde ein Helfer der “Alternative für Deutschland” mit einem Messer angegriffen. Bei dessen Abwehr verletzte er sich leicht an der Hand.

Alle durch das Pfefferspray verletzten Personen erlitten Augen- und Atemwegsreizungen. Darunter befanden sich auch zwei 7 und 11 Jahre alte Kinder sowie ein Polizeibeamter.  Die Verletzten konnten alle vor Ort durch einen Rettungswagen ambulant behandelt werden. Der verletzte Polizeibeamte setzte seinen Dienst weiter fort.

Drei Personen (22, 25 und 27 Jahre alt) wurden festgenommen. Sie können mutmaßlich dem links orientierten Spektrum zugerechnet werden. Die polizeilichen Maßnahmen dazu dauern noch an. Gegen sie wird wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Die Veranstaltung wurde durch die “Alternative für Deutschland” weiter fortgesetzt und um 18.30 h wie geplant beendet.

Nach Angaben der Facebook-Seite der AfD-Bremen waren etwa 350 Personen bei der Veranstaltung.

Erst Anfang August war es in Berlin beim AfD-Wahlkampf zu einem Zwischenfall gekommen. Wahlhelfer wurden als Nazis beschimpft und angegriffen (hier).

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Eine Tomahawk Rakete, wie sie die USS Sterett hier gerade abfeuert, am auch beim Libyen-Eingriff zum Einsatz (Foto: Flickr/Official U.S. Navy Imagery).Eine Tomahawk Rakete, wie sie die USS Sterett hier gerade abfeuert, kam auch beim Libyen-Eingriff zum Einsatz (Foto: Flickr/Official U.S. Navy Imagery).

Die UN-Experten, die sich seit einigen Tagen wieder in Syrien befinden, haben noch keine Erlaubnis erhalten, den Ort des mutmaßlichen Giftgas-Anschlags zu untersuchen. Daher ist weiterhin unklar, ob die Bilder der Toten und Verletzten tatsächlich Opfer eines Giftgas-Anschlags zeigen. Und falls ja, ob wirklich Assad und /oder seine Regierung dafür verantwortlich sind. Es könnte sich auch um eine Aktion der Opposition gehandelt haben, die Assad im Nachhinein dafür verantwortlich macht. Dennoch haben die ersten Vorbereitungen für einen US-Eingriff bereits begonnen.

Ein Raketenangriff vom Meer wird derzeit vorbereitet, berichtet die CBS mit Verweis auf das Pentagon. Obama, der selbst die rote Linie hinsichtlich des Einsatzes von chemischen Waffen ins Spiel brachte, ist unter Druck. Doch völkerrechtlich wäre ein Eingriff zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerechtfertigt, wenn es keine wirklichen Informationen über den vermeintlichen Giftgas-Anschlag gibt (hier). Einige Kritiker werfen Obama allerdings schon seit Monaten vor, seine Glaubwürdigkeit in Syrien zu verspielen, wenn die USA nicht eingreifen.

Und so bereitet sich das US-Militär auf einen Erstschlag vor, um sofort eingreifen zu können, sobald Obama eine Entscheidung getroffen hat. CBS zufolge hat der Kommandeur der US-Streitkräfte im Mittelmeer die Navy-Kriegsschiffe aufgefordert, sich Richtung Syrien zu bewegen. Ganz detaillierte Pläne, wie die USA eingreifen können, hat es ja bereits Ende Juli gegeben (mehr hier). Ein weiteres Kriegsschiff, das mit Raketen bestückt ist, ist CBS zufolge schon im östlichen Mittelmeerraum angekommen.

Am Samstag soll der Generalstabschef der US-Streitkräfte, Martin Dempsey im Weißen Haus eintreffen, um die Optionen für einen derartigen Angriff zu erläutern. Die Kriegsschiffe der USA können verschiedene Angriffe durchführen. So wurden etwa Tomahawk Raketen während des militärischen Eingreifens in Libyen 2011 eingesetzt.

Das Verteidigungsministerium habe die Verantwortung, dem Präsidenten Möglichkeiten zum Handeln aufzuzeigen, wenn Unvorhergesehenes passiert, sagte der US-Verteidigungsminister Chuck Hagel Journalisten auf seiner Asienreise. Die Truppen seien in Stellung gebracht worden, so Hagel weiter.

Obama gilt als unentschlossen. Einerseits möchte er einen Einsatz vermeiden, weil die Weiterungsfolgen unabsehbar sind.

Allerdings bietet jeder Kriegseinsatz Vorteile für die US-Administration: Ein externer Feind vereint die Amerikaner hinter dem angeschlagenen Präsidenten, die Rüstungsindustrie erfährt einen Konjunktur-Schub und die Amerikaner können sich gegen die Russen im Nahen Osten weiter positionieren.

 

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