Microsoft sperrt ASR-Mailkonto

On August 2, 2013, in Schall und Rauch, by admin

Man glaubt erst die Bösartigkeit des Systems wenn es gegen einen selber zuschlägt und man persönlich betroffen wird. Die menschliche Natur ist so. Offensichtlich ist meine Kritik an NSA-Chef Alexander und auch an US-Aussenminister Kerry, in dem ich aufgezeigt habe, der eine ist ein Lügner und der andere ein Kriegsverbrecher, irgendwo registriert worden. Das Imperium hat jetzt zurückgeschlagen und ohne Grund und Vorwarnung über Microsoft das ASR-Mailkonto gesperrt … nach ACHT Jahren!!!

Ich ahnte, eines Tages wird es eine Racheaktion seitens der USA geben, denn mein jahreslanges Aufzeigen der Heuchelei, Doppelmoral und der Verbrechen Washingtons, angefangen mit 9/11, ist wohl nur wie ein winziger Mückenstich, aber auch der grösste Elefant ignoriert diesen nur eine Zeit lang. So ist es jetzt geschehen und eure Mails erreichen mich nicht mehr.

Das Microsoft sehr eng mit der NSA zusammenarbeitet hat der britische Guardian am 12. Juli veröffentlicht, in dem der Softwaregigant dem US-Geheimdienst den Zugriff auf die gesamte Kommunikation der Benutzer ermöglicht. Die Unterlagen die Edward Snowden der Zeitung aushändigte zeigen den Umfang der Kooperation und wie das geheime Prism-Programm genau funktioniert. Microsoft hat der NSA sogar geholfen das eigene Verschlüsselungssystem zu umgehen. So können alle Mails über Outlook.com und Hotmail durch die NSA-Computer gelesen und analysiert werden.

Aber die Firma hat dem FBI und der NSA via Prism noch mehr erlaubt, wie zum Beispiel den Zugang zu ihrem Cloud-Storage-Dienst SkyDrive, den jetzt mehr als 250 Millionen User benutzen. Oder seit Juli 2012, neuen Monate nach dem Microsoft Skype kaufte, hat die NSA die neue Möglichkeit bekommen, drei Mal so viele Videogespräche die über Skype geführt werden mit Prims zu speichern. Das gesamte Material welches Prims sammelt wird routinemässig mit dem FBI und der CIA gemeinsam geteilt und ein NSA-Dokument beschreibt dieses Programm als “Team Sport”.

Warum bricht Microsoft und andere IT-Konzerne die Vertraulichkeitsvereinbarung mit ihren Kunden und liefern der NSA bereitwillig alle Benutzerdaten? Warum brechen diese IT-Dienstleister sogar die Verfassung der Vereinigten Staaten und die Datenschutzgesetze in Europa? Behaupten tun sie, die US-Behörden nötigen sie dazu. Das stimmt nur zur Hälfte. Tatsächlich geht es um Geldgier, denn die Geheimdienste und Polizeibehörden zahlen grosse Summen für den Zugang und für das Absaugen der Daten. Gratis erfolgt das nicht.

Im Juni hat der Guardian aufgezeigt, die NSA behauptet, sie hat “direkten Zugang” durch Prism auf die Systeme der wichtigsten Internetfirmen, einschliesslich Microsoft, Apple, Google, Facebook und Yahoo. Aber nicht nur Zugang, sondern die NSA oder sonstige Dienste können den Firmen befehlen, die Nutzung für bestimmte Personen zu sperren. Jetzt sind wir Opfer dieser Blockade wohl geworden und Microsoft hat das ASR-Mailkonto auf Hotmail blockiert.

Die Konsequenzen aus dieser Zusammenarbeit zwischen IT-Firmen und dem Polizeiapparat geht aber über das Sperren von Konten und Diensten hinaus, wie folgendes Beispiel zeigt. Michele Catalano berichtet was einer Familie in den USA passiert ist, nach dem sie im Internet sich über Dampfkochtöpfe informierte und ihr Mann unabhängig davon nach einem Rucksack suchte. Hier in ihren Worten was danach passierte:

Es war ein Zusammenfluss von gigantischen Proportionen die sechs Agenten der “Joint Terrorism Task Force” dazu brachte an meiner Tür am Mittwoch zu klopfen. Wir hatten keine Ahnung, dass unsere völlig harmloses “googeln” bestimmter Sachen einen perfekten Sturm für eine Terrorrazzia auslösen würde. Nur weil irgendwer irgendwo es beobachtet hat. Jemand dessen Job es ist 1 und 1 was Leute auf dem Internet tun zusammenzuzählen und in diesem Fall war es unsere “Suchverlauf” der den Alarm auslöste.

Ich hatte nach Dampfkochtöpfe gesucht und mein Mann nach Rucksäcke. Vielleicht zu anderen Zeiten wären diese beiden Sachen völlig harmlos, aber wir sind in ‘diesen Zeiten’ jetzt. In Zeiten wo ein Anschlag in Boston passierte.

Ich war gerade bei der Arbeit als folgendes stattfand: Ungefähr um 9:00 Uhr als mein Mann zufällig zu Hause war und im Wohnzimmer mit unseren beiden Hunden sass, hörte er wie einige Autos vor dem Haus anhielten. Er schaute aus dem Fenster und sah drei schwarze SUVs. Zwei auf der Strasse und einer der sich hinter unserm Auto in der Einfahrt gestellt hatte, wie um die Wegfahrt zu blockieren.

Sechs Männer in Zivil stiegen aus den Fahrzeugen und verteilten sich um unser Haus. Zwei gingen links und zwei rechts herum zum Hinterhof und zwei kamen zur Tür. Mein Mann war völlig Perplex. Er ging raus und die Männer begrüssten ihn in dem sie ihre Marken vorzeigten. Er sah sie trugen Pistolen im Halfter am Gürtel.

Sind sie Herr … ? fragte einer während er auf Unterlagen schaute. Er bestätigte und sie fragten ob sie reinkommen dürfen. Er sagte ja. Sie fragten ob sie das Haus durchsuchen dürfen. Sie liefen herum, schauten sich das Bücherregal an, betrachteten alle Fotos und warfen einen Blick ins Schlafzimmer. Als sie ins Zimmer meines Sohnes eintreten wollten sagte mein Mann, er schliefe noch, also liessen sie es sein.

Während der Inspizierung stellten sie meine Mann laufend Fragen. Wo er herkommt? Wo seine Eltern stammen? Sie fragten ihn über mich aus, wo ich wäre, wo ich arbeite, wo meine Eltern wohnen? Haben sie Bomben im Haus, fragten sie. Besitzen sie einen Dampfkochtopf? Mein Mann sagte Nein, aber wir hätten einen Reiskocher. Kann man daraus eine Bombe bauen? Mein Mann sagte Nein.

Sie durchsuchten den Hinterhof und unsere Garage. Sie gingen zurück ins Haus und stellten weiter Fragen. Haben sie jemals danach gesucht wie man eine Bombe aus einem Dampfkochtopf baut, fragten sie ihn. Er stellte die Gegenfrage, ob sie nicht selber nach Boston wissen wollten wie so eine Bombe funktioniert und es im Internet nachgeschaut hätten? Zwei bestätigten sie hätten es getan.

Zu diesem Zeitpunkt merkten sie, wir waren keine Terroristen. Sie stellten weiter Fragen über seine Arbeit, seine Reisen nach Südkorea und China. Der Ton war normale Konversation. Sie verlangten keinen Zugriff auf unseren Computer mit dem die Suche im Internet stattgefunden hatte. Ich nehme an, wir passten nicht ins Profil und es lief für sie Routine ab. Sie erwähnten, sie machen so etwas 100 Mal die Woche und bei 99 Fällen ergäbe sich nichts.

Sie verabschiedeten sich und verliessen unser Haus. Mein Mann rief mich an und erzählte was passiert war. Ich war völlig erschrocken und dachte darüber nach, was hab ich noch alles im Internet gesucht? Was hab ich an Suchbegriffen eingegeben, die einzeln für sich völlig harmlos sind, aber zusammengenommen einen unter Verdacht bringen könnte? So weit sind wir schon. Es gibt keine Privatsphäre mehr. Wo der Versuch etwas herauszufinden einen auf der Beobachtungsliste landen lässt. Wo man genau beobachten muss was man tut weil jemand anders beobachtet was man tut.

Ich weiss jetzt, sollte ich einen Dampfkochtopf kaufen wollen, dann mach ich das sicher nicht online. Ich habe Angst, denn später fanden wir bei einer Nachfrage bei der lokalen Polizei heraus, es ist auch darum gegangen, was mein Mann bei seiner alten Arbeitsstelle im Internet gesucht hatte. Wir dachten, es ginge nur um was wir zu Hause gesucht hätten.

Ja, so weit ist es schon in Amerika gekommen. Durch die Speicherung und Überwachung des gesamten Internetverkehrs können die Sicherheitsbehörden das Suchverhalten eines jeden analysieren und wenn gewisse Schlüsselwörter vorkommen dann ist man des Terror verdächtig. Dann bekommt man Besuch von den “Men in Black” und wird verhört.

Wie sagte einst der berühmt berüchtigte Kardinal Richelieu (1585-1642), Berater von König Ludwig den XIII: „Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen, und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhängen zu lassen.

Ich habe mehr als nur sechs Zeilen geschrieben, sondern über 3250 kritische Artikel, viele über die Verbrechen der US-Regierung. 2011 hat Facebook wegen meiner Vorberichte zu Bilderberg St. Moriz keine Links auf die ASR-Seite mehr erlaubt und zensiert. Nach meiner Berichterstattung wurde die ASR-Facebook-Seite komplett gelöscht. Jetzt hat Microsoft das ASR-Hotmail-Konto blockiert. Danke Bill Gates, selber einer der grössten Verbrecher an der Menschheit.

Das Böse hat sein Gesicht gezeigt und seine Macht demonstriert. Vor vielen Jahren hab ich mal geschrieben: “Der Sinn der totalen Überwachung ist nicht Terroristen zu fangen, sondern der Sinn ist Zeugen zu identifizieren und zu eliminieren, welche die Verbrechen der Regierungen und ihrer Hintermänner aufdecken und verraten.

Wird mich diese Blockade daran hindern weiter die US-Regierung zu kritisieren oder jede andere Regierung? Sicher nicht. Jetzt werde ich erst Recht diese kriminellen Regime blossstellen. Die meisten Leute wollen ja nicht wahrhaben, wir im Westen leben in einer faschistischen Konzerndiktatur. Erst wenn die “Gestapo” ihnen die Tür eintritt und abführt werden sie aufwachen und fragen, wie konnte das passieren? Na weil ihr nichts dagegen getan habt, deswegen!

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Bauer-Verlag soll Taschen-Heft “Der Landser” wegen Nazi-Propaganda einstellen

 

Bauer-Verlag soll Taschen-Heft "Der Landser" wegen Nazi-Propaganda einstellen
Sie würden den Holocaust verharmlosen und den Nationalsozialismus verherrlichen: Das Simon Wiesenthal Center fordert ein Verbot der Weltkriegs-Hefte “Der Landser”. Im Bild: Adolf Hitler beim Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1938 in Österreich.Foto: dpa (Archiv)

Essen.  Das Taschen-Heft “Der Landser” erzählt Kriegsgeschichten aus der Sicht von Wehrmachtssoldaten. Zwischen 20.000 und 40.000 Exemplare hoch soll die Auflage pro Heft sein. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum fordert jetzt, dass die Hefte wegen rechten Gedankenguts verboten werden.

In fast jeder Bahnhofsbuchhandlung steckt „Landser“ in den Auslagen. Das Taschen-Heft, das in den 50er-Jahren erstmals erschien, damals weit mehr eine halbe Million Leser hatte und seither vom „Alltag“ der deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg, vom „Schicksal“ seiner Luftwaffe oder der Schiffe der Reichsmarine erzählt, verkauft sich fast 70 Jahre nach Kriegsende immer noch recht gut.

Zwischen 20.000 und 40.000 Exemplare hoch soll die Auflage pro Heft sein, und der Bauer-Verlag lässt Doppel- oder Sonderausgaben gerne zusätzlich erscheinen.


Vergiss die Zeit der Dornen nicht Günter K. Koschorrek Dieses Buch gehört ohne Zweifel zum Besten was Sie zu diesem Thema lesen können. Der Autor läßt Sie den eigenen Wandel vom jungen Rekruten, bis zum abgehärteten, hochdekorierten Landser ohne Illusionen, hautnah miterleben. Koschorrek schildert die Kämpfe an der Ostfront so realistisch, daß der Leser das Gefühl hat, unmittelbar dabei zu sein. Die beschriebenen Kampf-Szenen, aber auch Szenen der Menschlichkeit, unter Kameraden, wie auch unter Feinden lassen eine Gänsehaut entstehen. Sie zeigen, wie der Krieg wirklich war und gipfeln in einem einzigen Punkt: »Nie wieder Krieg!«  Gebunden, 476 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Wie lange noch? Das Simon Wiesenthal-Center hat den Historiker und Dortmunder Journalisten Stefan Klemp mit einem Gutachten betraut. Der Prüfauftrag: Verherrlicht der „Landser“ auch die SS? Das Ergebnis der Expertise ist so, dass das  Wiesenthal-Center jetzt das Bundesinnenministerium auffordert, den „Landser“ zu verbieten. Das Ministerium will die Aufforderung  „ernsthaft prüfen“. Die New York Times hat darüber ausführlich berichtet.

Nazi-Propaganda wird juristisch überprüft

Der Innenminister kann hier keine politische Entscheidung fällen. Es ist eine juristische. Die Behörde muss zum Beispiel prüfen, ob der Paragraph 86 des Strafgesetzbuches zieht.

Dort heißt es im Absatz 4: „Wer Propagandamittel, die nach ihrem Inhalt dazu bestimmt sind, Bestrebungen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation fortzusetzen, im Inland verbreitet oder zur Verbreitung im Inland oder Ausland herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt oder in Datenspeichern öffentlich zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft“.

Bauer-Verlag sieht in Landser keinen verfassungsfeindlichen Stoff

Tatsächlich sind die Titelgeschichten nicht selten der SS oder ihren Unterorganisationen gewidmet wie den „Pionieren der 4. SS Polizei Division.“ Untertitel: „Drauf, dran, durch“, wie ein Nutzer des Internetportals User www. netz -gegen -nazis.de“ aus einer eigenen Erfahrung berichtet.

Die New York Times schreibt, die Erlebnisberichte von der Front des Weltkriegs seien so angelegt, dass die Mitglieder von Hitlers Elite-Divisonen wie normale Soldaten dastehen würden. Das seien sie eben nicht gewesen. Gutachter Klemp kommt zum Ergebnis, der „Landser“ reduziere Geschichten über SS-Einheiten aus dem Krieg auf „deutsche Helden, dabei ignoriert er die Verbrechen, in die ihre Einheiten verwickelt waren, als seien sie nicht wichtig“.

Der Bauer-Verlag weist weit von sich, dass er verfassungsfeindlichen Stoff verkauft. Alle Publikationen des Hauses stünden im „Einklang mit den deutschen Gesetzen, das gilt auch für den Landser“, zitieren Mediendienste den Großverlag, der darauf hinweist, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften noch nie eine Nummer gesperrt habe. Man nehme die Vorwürfe jedoch ernst.

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Das ohrenbetäubende Schweigen

 

Krankenschwester mit Kinderwagen in Jena in den fünfziger Jahren Foto: picture alliance/Universtität Jena/dpa

Wer die Praxis vorgeburtlicher Tötung von Kindern anspricht, rührt an ein Tabu. Wer sich für Lebensschutz einsetzt, erlebt, daß er hier oft wie gegen eine unsichtbare Wand läuft. So sehr alles inzwischen öffentlich ausgetragen, in sozialen Netzwerken das Innerste nach außen gekehrt wird, so herrscht bis auf eine kleine Szene engagierter Lebensschützer kollektives Schweigen zur Tragödie der jährlich allein in Deutschland legal über hunderttausend von Ärzten vorgeburtlich getöteten Kinder.

Das Schweigen rührt auch daher, daß zu viele Menschen persönlich verstrickt sind in diesen hinter Klinikmauern lautlos organisierten Tod. Ohne Not gehen die Frauen nicht den Weg zu den Beratungen. Oft verbergen sich bittere Konfliktsituationen hinter diesen Schicksalen. Doch die Medien blenden dieses täglich Hunderte Kinderseelen verschlingende Drama aus und tragen zur kollektiven Verdrängung bei. Ohrenbetäubendes Schweigen. Ich bewundere Aktivisten, die trotzdem nicht müde werden, sich für das Lebensrecht der Schwächsten einzusetzen und Mütter vor dem Weg zur Abtreibung zu bewahren.

Geschönte Statistik

Die CDU-Politikerin Saskia Ludwig hat in Brandenburg jetzt einen Sturm der Empörung ausgelöst mit einer Anfrage an die dortige Landesregierung, welche Erkenntnisse diese über die Tötung von Kindern nach Frühgeburten in der DDR hatte. Sie berief sich dabei auf Bekenntnisse der Hebamme Christine Philipp.


Abtreibung - der Wert des menschlichen Lebens Frenzel, Hannah Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, einseitig bedruckt, Note: 1,5, Technische Universität Dresden (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Moral an den Grenzen menschlichen Lebens. Schauplätze der Medizinethik, Sprache: Deutsch, Abstract: Obwohl erst ab dem 19. Jahrhundert die katholische Kirche und viele Rechtssysteme der Auffassung sind, dass Abtreibung von der Empfängnis an eine Form der Tötung sei , zeigt die Vergangenheit, dass dem nicht immer so war. So hat die jüdische Religion z.B. nie gelehrt, dass Abtreibung gleichbedeutend mit Mord sei. Auch Jesus sprach nie von Abtreibung. Und Liberale verwiesen lange Zeit auf Thomas v. Aquin, der die Ansicht vertrat, dass ein Fötus bzw. Embryo formlos und träge sei; erst wenn die Mutter es im Leib spürt, hat die Seele im Embryo Einzug gehalten. Der Schwangerschaftsabbruch vor dem Seeleneinzug galt damals als Geburtenkontrolle und nicht als Tötung. Die heutige Auffassung der Konservativen wird vor allem durch die Heiligkeit des menschlichen Lebens begründet. Auch wird der Schwangerschaftsabbruch mit dem Tötungsverbot des christlichen 5. Gebotes Du sollst nicht töten gleichgesetzt. Mit dem Hippokratischen Eid schwören Ärzte keine Abtreibungen durchzuführen. Die Richtlinien der Ärztegesellschaften sprechen sich unter anderem auch für das prinzipielle Tötungsverbot aus, welches eine deontologische Ethik begründet . Bis in die 60er Jahre stimmten die christlichen Lehren, das angloamerikanische Recht, die öffentliche Meinung und die medizinische Ethik darin überein, dass Abtreibung gleichbedeutend mit Tötung ist. Bis 1967 war die Abtreibung außer in Dänemark und Schweden verboten. Danach erlaubte Großbritannien den Abbruch bis zum sechsten Monat. Nach und nach wurde der Schwangerschaftsabbruch in den restlichen europäischen Ländern (mit der Ausnahme Irland) legalisiert. [...]
Diese hatte schon Anfang der neunziger Jahre aus persönlichem Erleben die Praxis öffentlich gemacht, daß Hebammen im SED-Staat angewiesen wurden, Kinder unter einem Geburtsgewicht von 1.000 Gramm zu töten. Frau Philipp wurde damals von DDR-Ärzten auf Unterlassung verklagt – und gewann diese Prozesse. Ihre Darstellung wurde von Zeugen bestätigt.

In der aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT schildert die mutige Lebensschützerin im Interview, wie sie schon zu DDR-Zeiten gegen den Kindermord Widerstand leistete. Es sei den SED-Verantwortlichen um eine niedrige Säuglingssterberate gegangen, weil man die getöteten Frühchen als Totgeburten deklarieren konnte. Tatsächlich wies die DDR eine international auffällig niedrige Säuglingssterberate auf. Später machte Frau Philipp die Beobachtung, daß nach den westdeutschen Statistiken offensichtlich auch an Kliniken in der Bundesrepublik regional unterschiedlich „nachgeholfen“ worden sein muß.

Huxleys Alptraum darf sich nicht erfüllen

Die Debatte um aktive Sterbehilfe stößt indes die Tore weit auf zu jener „schönen neuen Welt“, die Aldous Huxley schon vor 80 Jahren in seinem berühmten Roman vorausahnte. Eine Welt ohne leibliche Schwangerschaften, Eltern und Familie, industrielle Zucht „idealer“ Kinder und sozial verträgliches Frühableben durch staatlich kontrollierte Sterbekliniken. Dieser Alptraum darf sich nicht erfüllen.

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Weboy