From Der Ring des Nibelungen RAI Rome Orchestra, Wilhelm Furtwangler Recorded November 3, 1953 Libretto can be found at www.rwagner.net Cast List: Siegmund: Wolfgang Windgassen Hunding: Gottlob Frick Wotan: Ferdinand Frantz Sieglinde: Hilde Konetzni Brunnhilde: Martha Modl Fricka: Elsa Cavelti Helmwige: Judith Hellwig Ortlinde: Magda Gabory Gerhilde: Gerda Scheyrer Waltraute: Dagmar Schmedes Siegrune: Olga Bennings Rossweisse: Ira Malaniuk Grimgerde: Elsa Cavelti Schwertleite: Hilde Rossl-Majdan
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Jetzt seid mal ehrlich. Hab ihr gewusst, es gibt neben den zwei bekannten Präsidentschaftskadidaten Obama und Romney noch VIER andere Kandidaten, die sich für das Präsidentenamt bewerben und gewählt werden können? War euch nicht bekannt? Es gibt den allgemeinen Eindruck, die USA hat nur ein Zweiparteiensystem und man kann nur zwischen Republikaner und Demokraten wählen. Dabei ist die Palette viel grösser, wird aber totgeschwiegen, auch von unseren Medien. So manipulieren und steuern die Medien die Wahlen, in dem sie den Anschein geben, die Auswahl beschränkt sich auf zwei Bewerber, oder man hat nur die Wahl zwischen Cola und Pepsi.

Tatsächlich gibt es dritte Parteien und deren Kandidaten, die keinerlei Medienaufmerksamkeit bekommen. Oder könnt ihr sie beim Namen nennen? Nein? Hier liste ich sie auf:

Der Kandidat der Libertären Partei Gary Johnson:

Die Kandidatin der Grünen Partei Jill Stein:

Der Kandidat der Konstitutionspartei Virgil Goode:

Der Kandidat der Gerechtigkeitspartei Rocky Anderson:

Nur noch zwei Woche bis zur Präsidentschaftswahl am Dienstag den 6. November und die Wähler in Amerika wissen praktisch nichts über die Alternativen zu Obama und Romney. Wir ja auch nicht.

Wenn man die Medienvertreter fragt, warum sie die Kandidaten der dritten Parteien nicht erwähnen und ihr Programm dem Publikum nicht vorstellen, kommt die Antwort, die Stimmen für diese Kandidaten sind vergeudet, gehen verloren und bringen nichts. Deshalb ist es auch vergeudete Zeit sich mit ihnen zu beschäftigen.

Eine typische Unlogik wie die Frage; was kam zuerst, die Henne oder das Ei? Wenn die Medien die alternativen Kandidaten zu den beiden Monopolisten nicht vorstellen und mit keinem Wort erwähnen, dann sind sie unbekannt und werden nicht gewählt. Sie werden zu keinen TV-Debatten eingeladen und man berichtet nicht über ihre Wahlkampfveranstaltungen.

Apropos TV-Debatte, die Präsidentschaftskandidatin der Grünen Jill Stein und ihre Mitstreiterin für die Vizepräsidentschaft Cheri Honkala wurden von der Polizei verhaftet, als sie versuchten sich Zutritt zur vorletzten Präsidentendebatte an der Hofstra Universität zu verschaffen. Sie protestierten gegen den Ausschluss aller Parteien durch die Medien ausser den zwei Grossen von den TV-Debatten.

Die Kandidatinnen behaupten, die Kommission für die Präsidentschaftsdebatten ist eine unfaire Institution, die von den Demokraten und Republikaner beherrscht wird, um die ganzen politischen Alternativen und jegliche Opposition auszuschliessen. Klar, die Finanzelite will nur ihre beiden Pferde im Rennen, alle anderen werden bewusst ignoriert und wenn nötig zwangsweise entfernt.

Der Schwerpunkt des Parteiprogramms von Jill Stein ist der “Green New Deal,” ein Plan um die USA zu erneuern, in dem “jedem Amerikaner der willig ist zu arbeiten” eine Stelle in Projekten der erneuerbaren Energie gegeben wird. Sie wird in dieser Sache von der linken Ikone Noam Chomsky unterstützt und von Chris Hedges, einem scharfen Kritiker des unregulierten Kapitalismus.

Jill Stein meint auch, das von Geld völlig beherrschte politische System der USA verfolgt nur die Agenda der Wall Street und ist so aufgestellt, um jede Opposition zu eliminieren, so wie in einer Diktatur. Für sie unterscheiden sich Mitt Romney und Barack Obama überhaupt nicht von einander, in dem beide nur die Interessen der reichsten 1 Prozent vertreten, während die Stimmen des grossen Rest von Amerika, welche die ganze Last tragen, nicht gehört wird.

Für Stein ist Romney ein Wolf im Wolfspelz und Obama ein Wolf im Schafspelz, aber beide haben das gleiche Ziel, die Reichen noch reicher zu machen und die Armen noch ärmer. Stein bestätigt, die imperialistischen Kriege und das Aufspielen Washingtons als “Weltpolizist” seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat die Vereinigten Staaten in den Bankrott geführt und die amerikanische Bevölkerung völlig verarmt.

Dabei ist sogar die Vorspiegelung, es gibt zwei Parteien in den USA zur Auswahl, auch eine Lüge. Tatsächlich handelt es sich um ein Einparteiensystem mit zwei Kandidaten, wie im Kommunismus. Der US-Kapitalismus ist eine inszenierte TV-Show wie beim Wrestling und reine Unterhaltung. Der eine im Ring gewinnt und der andere ist der designierte Verlierer. Deshalb, es ist immer die selbe giftige braune Brühe die man saufen muss.

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Sehnsucht nach Justin

On October 21, 2012, in Junge Freiheit, by admin

Zielstrebig geht Sabrina Mirbeth auf die Wand ihres ordentlich aufgeräumten Zimmers zu. Dort, wo eines jener zahlreichen Fotos ihres drei Jahre alten Sohnes Justin hängt. Die Bilder sind für die 22 Jahre alte Auszubildende eine Brücke zu ihrem Kind. Nur zweimal in der Woche darf sie Justin sehen. Samstags und sonntags. Maximal zwei Stunden pro Tag. So hat es das Kinderheim, in dem ihr Sohn leben muß, angeordnet. „Er hat Angst“, sagt Sabrina mit brüchiger Stimme. Manchmal, so erzählt sie, klopfe er an Wände, vermutet, daß dahinter seine Familie sei. Jene Familie, die von Justin getrennt ist, weil Behörden so entschieden haben.

Eigentlich hatten sie alle unter einem Dach leben wollen. Justin, seine Mutter und die Großmutter. In einer gut 60 Quadratmeter großen Wohnung im Münchner Stadtteil Sendling. Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer sind aufgeräumt. Justins Großmutter reicht belegte Brote, Sabrinas Schwester schenkt Getränke ein. Für ihre Zwergkaninchen und Zwergpapageien hat die Familie Gehege gebastelt. Die Käfige sind sauber, die Tiere gepflegt. Auffällig sind nur die zahlreichen Familienfotos, die überall in der Wohnung hängen. An den Wänden, an den Türen und an den Schränken. Die meisten davon zeigen Justin mit seiner Mutter.

„Ich möchte nicht ins Mutter-Kind-Heim“

Sabrina Mirbeth war 18 Jahre alt, als sie von ihrem zwei Jahre jüngeren Freund schwanger wurde. Sie hatte den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) aufgesucht, um Hilfe bei der Suche nach einem Krippenplatz gebeten. „Ich brauchte den Platz, weil ich eine vom Arbeitsamt finanzierte Ausbildung zur Dienstleistungshelferin absolvieren wollte“, sagt sie. Sabrina hat Pläne, will einen qualifizierten Hauptschulabschluß erwerben, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Sie solle sich selbst um einen Krippenplatz kümmern, habe man ihr beim ASD zunächst zu verstehen gegeben. Sie tat es. „Sie brauchen mehr Unterstützung“, habe ihr der ASD dann nahegelegt. Sabrina Mirbeth solle mit ihrem Sohn in ein Mutter-Kind-Heim ziehen. „Wir hatten da von Anfang an ganz andere Vorstellungen, aber die sind überhaupt nicht auf uns eingegangen“, erinnert sich Sabrinas Mutter. „Ich möchte nicht ins Mutter-Kind-Heim“, habe Sabrina dem ASD ausdrücklich zu verstehen gegeben.

Psychischer Druck auf die werdende Mutter

Doch die ASD-Vertreter hätten darauf bestanden, regten gegenüber dem Amtsgericht München schon vor der Geburt des Kindes eine „einstweilige Übertragung des Sorgerechts auf einen Vormund“ an. Sabrina Mirbeth sei mit einem Kind überfordert, war der ASD, der für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, überzeugt. Unter anderem aufgrund von „Minderbegabung, Entwicklungsrückständen, Defiziten in Sprache und Sprachverständnis, Verwahrlosungstendenzen, Mitläufertum und mangelndem Realitätsbezug“, wie es in einem Schreiben des ASD an das Amtsgericht vom Februar 2009 heißt.

Man habe ihr zu verstehen gegeben, daß man ihr das Kind ganz wegnehmen könne, würde sie den Vorschlag ablehnen, in eine Mutter-Kind-Einrichtung zu ziehen. Sabrina unterschrieb schließlich Vollmachten, gab ihr Sorgerecht noch vor der Geburt ihres Sohnes ab. „Ich hatte Angst“, nennt sie den Grund für ihre Unterschrift. Damals habe sie sich vom ASD unter Druck gesetzt gefühlt.

„Da wird mit den Kindern eine Menge Geld verdient“

„Die Bürger werden in solchen Situationen leider nicht über ihre Rechte aufgeklärt“, sagt Joachim Hinz, Sprecher einer Elternbewegung, die sich ehrenamtlich für Väter und Mütter einsetzt, die ihre Kinder an den Staat verloren haben. Sabrina hätte ein Beschwerderecht gehabt, darauf hätte man sie hinweisen müssen, kritisiert er und betont, daß dies leider kein Einzelfall sei.

Opfer solcher Vorgänge seien vor allem Eltern mit geringer Bildung und geringem Einkommen. „Da wird mit den Kindern eine Menge Geld verdient“, meint Hinz, der davon ausgeht, daß im Zusammenspiel von Gutachtern, Gerichten, Jugendämter und Sozialdiensten auch eine Menge Korruption im Spiel ist.

Der Sohn durfte nicht mitkommen

Bei Sabrina Mirbeth habe man es auch unterlassen, ihr einen Verfahrensbeistand zur Seite zu stellen. „Die Gerichte folgen meist den Stellungnahmen der Jugendämter. Als Gutachter werden zumeist immer die gleichen Leute beauftragt“, moniert Hinz, der zudem die fehlende Fachaufsicht für Jugendämter für problematisch hält. Nur wenn eine akute Kindeswohlgefährdung vorliege, dürfe das Sorgerecht entzogen werden. „Das war hier aber nicht der Fall“, so Hinz.

Sabrina zog hochschwanger in ein Mutter-Kind-Heim. Sie schildert ihre stetige Angst, das Kind zu verlieren, spricht von Drohungen, daß man ihr ihren Sohn wegnehme, sollte sie die Heimregeln mißachten. Ihre Sprache ist klar und verständlich. Ihr Sohn wurde zu zahlreichen Untersuchungen geschickt, sie selbst gar für drei Tage in eine Psychiatrie eingewiesen. Ergebnis: alles in Ordnung.

„Aber Justin wirkt total verunsichert, ihm fehlt seine Familie“, sagt Sabrina, die wieder bei ihrer Mutter lebt. Sie hatte resigniert, hatte es im Heim einfach nicht mehr ausgehalten. Ihren Sohn durfte sie nicht mitnehmen. Sabrina Mirbeth will weiter um Justin kämpfen. Sie hat sich jetzt einen Anwalt genommen, um das Sorgerecht für ihren Sohn zurückzubekommen.

JF 43/12

 

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