»La generazione perduta«, grüner und weißer Rauch, zweitausend Menschen. Sie demonstrieren durch die Hauptstadt eines Landes, das finanziell am Abgrund steht. »Eine menschliche Tragödie« nennen sie es. Sie, das ist die generazione perduta – die verlorene Generation Italiens. Immer wieder taucht sie auf, die achteckige Schildkröte mit den vier nach innen gerichteten Pfeilen. Sie ist das Symbol dieser jungen Leute, sie stand damals, in den Anfangstagen für den sicheren Rückzugsort, gemeint war Wohnraum. Heute steht sie für Italiens größte Jugendbewegung: die faschistische Casapound. Ihr gelang es von einem aus Not besetzten Haus aus in ganz Italien Fuß zu fassen, die Lücke zwischen Kommunismus und Kapitalismus zu füllen. Sie schafften das, was in Deutschland nicht gelang: In die Herzen der Menschen zu kommen, gebraucht zu werden.

Doch Deutschland ist kein Brachland, ganz im Gegenteil möchte man sogar meinen. Nationalistische Kräfte gab es immer, das Bekenntnis zu Heimat, Volk und Freiheit blieb nicht wie erhofft in den Bombentrichtern liegen – aber es erholte sich auch nie wieder. Denn genau das war das Problem: Es blieb in der Zeit, an deren Ende diese Bombentrichter lagen. Es wurde manifestiert, konserviert, nicht weitergedacht. Dieses Bekenntnis wurde im eigenen Herzen zur ganzheitlichen Weltanschauung erhoben und doch jeder Dynamik beraubt. Und so wünschen sich junge nationalistische Deutsche heute lieber hundert Jahre eher geboren zu sein, blasen in schwarz-weiß zum Sturm auf die Republik ohne den Kampf je wirklich aufgenommen zu haben.

Aber genau darin liegen die Fehler – unser Fehler -, denn auch wir sind Teil dieser europäischen generazione perduta. Nur haben Jahrzehnte der Demonstrationen, der verteilten Flugblätter, geklebten Aufkleber und Urnengänge den deutschen Nationalismus nicht zu etwas greifbaren gemacht. Im Gegenteil: Die eigenen Kräfte haben ihn eher überflüssig werden lassen. Und wieso? Weil man den zweiten Schritt machen wollte, bevor man überhaupt losgegangen war. Man dachte immer nur an Aktionen, an kurzweilige Erfolge und nur selten an die Struktur, die dahinter stehen sollte – an die eigene Identität.

Aber wie soll eine verlorene Generation nach sechzig Jahren der Bedeutungslosigkeit sich eine eigene Identität definieren? Die politische Idee reicht vom Ein-Mann-ein-Staat-Prinzip bis zur Basisdemokratie. Ist es vielleicht genau das, was die Machthaber wollten? Das sich die Letzten, die noch das Bekenntnis ablegen, in Wirren verlieren, in Grabenkämpfen? Das die einen schreien »Nur wir!« und die anderen zur Einheit aller aufrufen? Wo soll sich dort der Einzelne, der Mutige, der Rebell positionieren?

Funktioniert die Gemeinschaft nicht erst gerade dadurch, dass Einzelne sich in ihr hervortun? Heute verwechseln wir gerne allzu oft den herrschenden Liberalismus mit der normalen persönlichen Freiheit und Selbstentfaltung. Dieses Übermaß an Freiheit widert uns an, denn es lässt vieles vergessen, wenn man die Kreise nur um sich selbst zieht. Im Gegenzug fordern viele die totale Unterordnung des Einzelnen zur Gemeinschaft. Andere haben sich im Großen und Ganzen mit diesem Freiheitsbegriff arrangiert, projizieren das, was in ihrem Freundeskreis klappt, auf ein Volk mit fast siebzig Millionen; jeder soll überall mitbestimmen. Aber so funktioniert keine Gemeinschaft. Unser Volk konnte nur so groß an Zahl und Ansehen werden, weil es stets den Einzelnen achtete, ihn nach vorne trieb und der Einzelne wusste, es wird irgendwann dieser eine Moment kommen, da er sich selbst unter sein Volk stellen wird. Und frei kann nur der sein, der in einem freien und unabhängigen Kollektiv beheimatet und behütet ist. Der Kreis schließt sich.

Wir versuchen uns die Welt aus der Distanz zu erklären, reden von ihr in widerwärtiger Ablehnung, haben den Hass akzeptiert. Aber wollen wir wirklich so leben, unsere Nation neu errichten, unsere Kinder erziehen? Uns umgeben Millionen Fremde und wir müssen jedem Einzelnen dankbar sein, der sich nicht bereitwillig integrieren lässt. Sie zeigen uns, dass Völker und Nationen eben doch keine Konstrukte sind und sie zeigen uns, dass ein multikulturelles Zusammenleben verschiedener Menschen – oder nennen wir es beim Namen: verschiedener Rassen – nicht funktionieren kann. Wir projizieren unsere Hoffnungslosigkeit zu oft auf die Fremden, fürchten uns vor dem Islam anstatt vor denjenigen, die überhaupt erst die Welt ermöglichten, in der die Völker wieder wandern und am Ende verschwinden. Es war die liebe zur Heimat, die Menschen überall auf der Welt sesshaft werden lies. Zwischen vertrauter Umgebung unter Menschen, die dieselbe Sprache sprechen, dieselben Werte vertreten, uns in Aussehen und Charakter ähneln. Dafür lohnt es sich zu kämpfen, nicht aber die anderen zu hassen.

Werbefilm der “Generation Identitaire” aus Frankreich

Betrachtet man die Historie, kann man uns Deutsche als verschlafen und politikmüde beschreiben. Blickt man heute in die deutschen Generationen, kann man genau das vielfach erkennen und doch auch oft das ganze Gegenteil. Dass der Kapitalismus nicht funktionieren kann, merken immer mehr, aber auch die gängigen alternativen, der historische Nationalsozialismus und der in tausend Gedanken zerfallene Kommunismus, versprechen keine Lösung der Probleme. Der rote Internationalismus macht sich zum Gehilfen der herrschenden Macht, wirkt attraktiv, gesellschaftsfähig, kanalisiert die Wut und lässt sie doch verpuffen. Der nationale Widerstand samt seiner Ideenbibliothek wirkt verstaubt und verkatert, blass und unlebendig. Immer wieder machen sich Menschen die Mühe das zu ändern und müssen sich am Ende doch wieder eingestehen: es ist chancenlos. Dasselbe sah man in Italien. Dort verlies man die alten und verfallenen Strukturen, nahm das verschütt gegangene Bekenntnis zu Heimat, Volk und Freiheit mit und baute sich etwas neues auf – und sieht heute den Erfolg.

Dazu fehlt uns hier der Mut. Wir füttern uns selbst mit Durchhalteparolen: »Einmal versuchen wir es noch« oder »Sonst passiert doch auch nichts« sagt man sich hängenden Kopfes. Dabei ist es doch eigentlich so einfach.

Der parlamentarische Kampf ist aussichtslos. Dort haben die Demokraten die Macht und dort werden sie sie auch nie hergeben. Der Kampf um die Straße mit freien Kameradschaften oder autonomen Gruppen ist es auch. Die Strukturen sind für den Staat am Ende doch zu einfach zu durchschauen und zu durchleuchten, obwohl sie beim aktuellen Aktionskonsens durchaus Gründe haben, nicht greifbar zu sein. Aber wie soll das funktionieren, einen existenziellen Kampf führen und doch unter sich bleiben?

Genau hier kommt ein neuer Gedanke ins Spiel: Weg vom Kleingruppengedanken hin zur Organisation. »Aber die wird doch sofort verboten!« sagt ihr jetzt. Richtig, wenn wir so handeln wie bisher, dann wird sie das. Wenn wir unseren politischen Habitus an der eigenen Radikalität messen und dementsprechend handeln, wird dieser Idee keine lange Zukunft beschieden sein. Richten wir aber unser handeln nicht nach dem Schein, sondern nach der Wirkung aus, könnte sich etwas ändern.

Konkret: Machen wir uns greifbar, offen und gebraucht. Machen wir uns zur Notwendigkeit und damit die Idee des deutschen Nationalismus, des deutschen Sozialismus – des Bewusstseins unserer eigenen Identität. Konzentrieren wir uns nicht auf das dagegen, sondern auf das dafür. Anstatt einer antikapitalistischen Demo helfen wir lieber denen, die schon heute materiell unter dem Kapitalismus leiden, was fiele von uns noch nicht tun. Wieso nicht statt verschlossener Kameradschaften offene Zusammenschlüsse bilden? Wieso fassen wir nicht den Mut uns selber konkrete und komplexe Gedanken zu machen, anstatt uns im wahrsten Sinne des Wortes wiederzubetätigen? Es ist möglich sich zwischen die Schwärmer, die Konservativen und die angeblich »echten Demokraten« zu stellen und zu sagen, dass Deutschland so nie geholfen werden kann. Der nationale Widerstand hat sich mit seinem Verharren unattraktiv und uneffektiv gemacht, der Kommunismus ist unrealistisch und gefährlich geblieben. Genau so der Kapitalismus, auch er ist noch da. Und nun lassen wir es die Menschen hören, aus ihrer Mitte soll es klingen: »Auch wir sind noch da!« Wir sind diejenigen, die ihre Identität vielleicht vergessen hatten, ja, das mag sein, aber wir haben sie nie verloren und nun hört uns zu!

Das gelang in Italien, dort nennen sie sich mit stolzgeschwollener Brust wieder Faschisten, ein Wort, bei dem selbst hierzulande Nationalisten zusammenzucken. Doch sie konnten ihre moderne Idee erklären, sie praktisch vermitteln. Sicher, ihr Staat ist weniger repressiv als der Deutsche, aber anstatt uns zu wünschen hundert Jahre eher geboren zu sein, sollten wir uns lieber freuen, in dieser Zeit zu stehen: vor uns liegt das scheinbar Unmögliche, packen wir es an!

Die verlorene Generation, die doch nie die Hoffnung verlieren wird – die identitäre Generation – die Generation Identität.

mauerbluemchen // http://identitaet.tumblr.com/

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Spatz: Schuld(en), überall Schulden.

On October 20, 2012, in Spatz, by admin

Schuld(en), überall Schulden.

„Banken müssen gerettet werden, damit sie Kredit geben können und die Wirtschaft wieder boomt.“ Glaubt das jemand? Die über Staatsschulden erzeugte Liquidität dient nicht der Produktion von Versorgungsgütern, sondern dem Ausbau der Spekulationswirtschaft auf Kosten der Versorgung der „Viel zu vielen“ (Nietzsche), und um die Regierungen fester in den Griff der Hochfinanz zu nehmen. Das könnte jeder einsehen, wenn er hinsehen wollte. „Nach den US-Geschäftsbanken hat auch die Investmentbank Goldman Sachs ein dickes Plus bekanntgegeben. Am Dienstag hat Goldman Sachs die Anleger mit einem Gewinn von 1,5 Mrd. Dollar erfreut. Vor einem Jahr hatte die Investmentbank noch einen Verlust von mehr als 400 Millionen Dollar eingefahren. Die US-Universalbanken verbuchen sogar Rekordgewinne. Am vergangenen Freitag legten JP Morgan und Wells Fargo ihre Zahlen vor. US-Branchenprimus JP Morgan steigerte die Nettoerlöse auf 5,7 Mrd. Dollar. Wells Fargo verkündete einen Gewinnsprung auf knapp fünf Mrd. Dollar. Das waren satte 22 % mehr als im Vorjahr.“ Das kam in den Medien. Das billige Geld der US-Notenbank (FED) befeuert diese Entwicklung. CDOs oder CLOs, – (auf Schulden basierende „Wertpapiere“ galten als „Vernichtungswaffen“ und „Teufelszeug“, die das Finanzsystem beinahe in den Abgrund getrieben hatten) – feiern als Geldumverteilungspumpe nur vier Jahre nach der Lehman-Pleite ihr „Come Back“. Mitte September hatte die FED angekündigt, monatlich Immobilienpapiere in Höhe von 40 Mrd. Dollar anzukaufen, um damit die Konjunktur (d.i. die Umverteilungs-Spekulation) wieder in Gang zu bringen. Dafür wurde Ihr sauer Erspartes durch Ihre Regierung per Bankenrettung an die Hochfinanz in New York verpfändet und wird dabei kontinuierlich (in Maßen, die Sie wie bisher in Kaufnehmen) entwertet.

Der Vorsitzende und €uropa-Abgeordnete der UK Independence Party, Nigel Farage, erhob in einem Fernsehinterview schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Merkel. Für die €-Rettung sei Merkel bereit, schwere gesellschaftliche und wirtschaftliche Krisen in Kauf zu nehmen. „Wenn Griechenland den € verlässt“ – soll sie ihm bei einem Gespräch gesagt haben – „werden andere Staaten folgen. Das wäre das Ende unseres €uropäischen Traumes“ und „Sie sagte: Es ist uns (ihr) völlig egal, ob die Jugendarbeitslosigkeit die 60-%-Marke erreicht. Es ist uns völlig egal, ob 25 % der Privatunternehmen zusammenbrechen. Es ist uns offen gesagt sogar egal, ob ganz Griechenland zusammenbricht, solange wir das €uropäische Projekt erhalten.“ Starker Tobak das! – wenn Farage richtig zitiert, was ihm – damit rechnet Merkel offensichtlich – kaum jemand abnehmen wird.

Viele befürworten, um „ihr Geld“ zu retten, den Austritt Griechenlands und anderer (Italien, Spanien, Portugal) aus dem €. Ein Alptraum für Schäuble, Merkel & Co, den sie um „jeden“ Preis verhindern wollen. Dazu musste etwas unternommen werden. Die mittlere Führungsebene über der deutschen Regierung, die Bertelsmann-Stiftung, sah das auch so und beauftragte die Prognos AG, die volkswirtschaftlichen Kosten des Austritts Griechenlands aus dem Euro bis zum Jahr 2020 zu „berechnen“. So fand Prognos pflichtgemäß und gegen gute Bezahlung heraus, der isolierte Austritt Griechenlands aus der €-Zone würde Deutschlands „Wirtschaft“, unter Beibehaltung des derzeitigen, absurden Finanzsystems) – bis zum Jahr 2020 Einbußen in Höhe von 73 Mrd. € bescheren. Hinzu kämen 64 Mrd. € an Abschreibungen auf Forderungen privater und öffentlicher Gläubiger. Für Griechenland selbst würden sich volkswirtschaftliche Einbußen in Höhe von 164 Mrd. € ergeben. Auch auf die 42 wichtigsten Volkswirtschaften der Erde kämen in dem Fall laut Prognos Einbußen in Höhe von 674 Mrd. € zu. So richtig dramatisch würde es, wenn es als Domino-Effekt zu weiteren Austritten aus der €-Zone käme. Würde neben Griechenland auch Portugal ausscheiden, beliefen sich – laut Prognos – die Kosten für Deutschland auf volkswirtschaftlicher Ebene bis 2020 auf 220 Mrd. €. zuzüglich 99 Mrd. € aus dem Verzicht auf Forderungen. Für die 42 wichtigsten Volkswirtschaften würden sich die Einbußen bis 2020 auf 2,4 Billionen € summieren.

Richtig teuer würde es, wenn unter Beibehaltung des bisherigen Finanzsystems Spanien und Italien austräten. Bei Spanien würden sich die Wachstumseinbußen für Deutschland auf 850 Mrd. € belaufen. Hinzu käme ein Forderungsverzicht in Höhe von 266 Mrd. €. Für die 42 wichtigsten Volkswirtschaften betrügen die errechneten Kosten insgesamt 17,2 Billionen €. Bräche auch Italien weg, beliefen sich für Deutschland die Kosten auf 1,7 Billionen € plus 455 Mrd. € an Abschreibungen auf Forderungen. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland würde bis zum Jahr 2015 um mehr als eine Million Menschen ansteigen. Das ganze gilt natürlich nur, wenn man das bisherige, absurde Finanz-System im Interesse der regierenden Hochfinanz beibehielte.

Die Berechnungen der Prognos AG wirken sehr fiktiv und überzeugen bei etwas Nachdenken kaum. Es handelt sich wohl, wie inzwischen bei solchen „Studien“ üblich, um „wissenschaftlich“ aufgepeppte Propagandaschriften für gut zahlende Auftraggeber. Tatsächlich will die EU Griechenland nicht „ausbrechen“ lassen. Der Grund liegt aber nicht in dem verzückenden „Traum“ von Europa, sondern in dem, weshalb die verbündete USA Griechenland so gerne aus der EU auskoppeln würden. Im Inselbereich um Griechenland – wie übrigens auch vor der Küsten Syriens – wurden riesige Erdgas- und Erdöl-Felder entdeckt, ein Machtfaktor, den die Hochfinanz unmittelbar in die Hand bekommen möchte.

Auch der Iran entdeckte riesige Erdgasvorkommen. Das so genannte Pars-Feld soll angeblich das größte Erdgasvorkommen der Welt sein. Es liegt mitten im Persischen Golf zwischen dem Iran und Qatar. Der Iran wollte dieses Erdgas in einer großen Pipeline über den Irak nach Syrien liefern. Von dort könnte es weiter nach Europa gelangen. Entsprechende Verträge zwischen Iran, Irak und Syrien sind unterzeichnet. Die Versorgung von dort würde nicht nur die ebenfalls neu entdeckten Felder in den USA und in Qatar entwerten, sondern Europa eine gewisse Unabhängigkeit nicht nur von Russland, sondern auch von den USA bescheren. Das feudalistische Qatar, ein enger „Alliierter“ der USA, setzt zusammen mit den Türken und den USA alles daran, die Iran-Irak-Syrien-Pipeline zu verhindern.

Dazu schleusten Qatar und die USA ihre fanatisierten Afghansi („Rebellen“) nach Syrien ein und aktivierten dort „at gun point“ Unzufriedene. Sie machten den Türken mit dem Hinweis auf Anteile am syrischen Gas, das zwischen Zypern und Syrien (vor Tarsus) entdeckt wurde, die Zunge lang. Durch die Türkei sollte ursprünglich die Nabucco-Gaspipeline führen und Erdgas über Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Österreich leiten. Das Projekt, das Europa von russischem Erdgas abkoppeln sollte, liegt seit Mai brach, weil die Gaseinspeiser am Kaspischen Meer – vielleicht auf russischen Druck hin – wegbrachen. Die Türkei kämpft um die Nabucco-Gasleitung, weil sie ihr Einnahmen versprach. Die USA und Israel sehen nicht gern, dass der Iran sich mit den Einnahmen aus dem Erdgas weiter stabilisieren könnte und die Russen in Tarsus (Syrien) wieder eine der wichtigsten Versorgungsleitungen für Europa kontrollieren würden.

Ideale („Träume“) taugen für Mediengucker und Meinungszombies, haben aber mit den Interessen der „Realos“ wenig gemein. Selbst hochgesteckte, weltpolitische Ziele wie die Eine-Welt-Regierung der Hochfinanz und das endgültige Ausschalten Russlands und Chinas als mögliche Machtrivalen (wozu bei gegebener Entwicklung sich das Zeitfenster bald schließen könnte – aber auch dort werden schon „Rebellen“ aufgebaut) stehen zurück, wenn sich damit nicht unmittelbare, energiepolitische und finanzielle Gewinne für die Hochfinanz verbinden lassen. Ist das der Fall, lässt man hemmungslos zuschlagen. Indoktrinierte „Islamisten“ tun das unter dem Hurra der Mediengucker im Nahen Osten und am 48. Breitengrad südlich Russlands für die Zahlmeister besonders wirtschaftlich.

Im Grundgesetz steht in Artikel 26 als „Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges“ unter (1) „Handlungen, die geeignet und in der Absicht vorgenommen werden, um das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere um die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig.” Vielleicht haben Sie es nicht bemerkt, aber in letzter Zeit gehen alle Kriege von deutschem Boden aus. Nicht dass sie von der Bundesregierung geführt würden, das besorgt die US-Regierung, die hier uneingeschränkt das Sagen hat. Sie alle sind Angriffskriege und stören das friedliche Zusammenleben der Völker nachhaltig. Wurde irgendjemand vom Irak, von Afghanistan, von Libyen angegriffen. Lebten die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in diesen Ländern wie auch in Libyen und Syrien nicht relativ friedlich neben einander – bis, ja bis seltsame Rebellen mit NATO-Waffen in der Hand dieses Zusammenleben störten, um den Vorwand zum Eingreifen der USA „zum Schutz der Bevölkerung“, die dann massenhaft bombardiert wurde, zu liefern. Diese Interventionen wiegeln nach bewährtem Grundsatz die verschiedenen Bevölkerungsgruppen gegen einander auf und lösen Terrorismus, Mord und Totschlag aus. Das war auch berechenbare „Bevölkerungspolitik“ aber in erster Linie Geschäft und Machtzugewinn.

„Das ist Sache der USA – wir haben damit nichts zu schaffen.“ Ist die Bundeswehr nicht am Angriff auf Afghanistan beteiligt, um „unsere Freiheit am Hindukusch zu verteidigen“. Welche Freiheit denn? Für wie blöd hielt uns jener Herr, der die offene Beteiligung Deutschlands an den Kriegen der USA mit diesen Worten rechtfertigen wollte? Aber wurde seine Partei nicht wieder gewählt? Sie hatte sich mit diesem Zugeständnis den Regierungseintritt erkauft. Wurde Deutschland von Serbien angegriffen? Wir haben dort Truppen stehen, um eine Gangsterbande und den Organ-Nachschub für unsere Superreichen zu sichern, nachdem ein grüner „hochgeschätzter“ Außenminister trickreich mitgeholfen hatte, dort Unruhen vorzutäuschen und schließlich in Rambouillet einen Krieg auszulösen. Auch der Angriff auf Libyen wurde von Deutschland aus geführt. In Stuttgart ist das Hauptquartier von AFRICOM, dem Oberkommando der US-Militäroperationen, um den afrikanischen Kontinent wie seit über 50 Jahren als Rohstofflager unterentwickelt und china-frei zu halten.

In Deutschland gibt es nach dem angeblichen Ende des Kalten Kriegs noch immer 50 US-Militärbasen und Truppenübungsplätze, auf denen Amerikaner, Briten, Franzosen mit ihren deutschen Hilfstruppen für die Angriffskriege im Nahen Osten trainieren. Dazu wurden dort sogar Siedlungen wie im Nahen Osten nachgebaut. (vgl. http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/05/alle-kriege-gehen-von-deutschen-boden.html#ixzz29XW7044j). Die Bundeswehr beteiligt sich zur Zeit an dem dreiwöchentlichen US-israelischen Kriegspiel “Austere Challenge”. Das erfahren wir von der Pentagon Sprecherin Commander Wendy Snyder nicht von unserer Regierung und unseren Medien. “Die Übung umfasst auch Elemente der Raketenabwehr wie auch combat-service support units (eingeschleuste „Rebellen“-Einheiten?) und Teilnehmer aller vier US-Truppengattungen“ sagte sie. Das dient der „Verteidigung“ (dem Angriff) gegen den Iran, mit dessen angeblicher Atombombe (die so wenig auffindbar sein dürfte, wie die Massenvernichtungswaffen des Irak) wir auf den Raub der iranischen Erdgaslager eingestimmt werden – wenn dort der „Regime-Change“ nicht gelingen sollte.

Die deutsche Bevölkerung schaut weg, will nicht wissen, oder beruhigt sich mit der Glorifizierung ihrer Impotenz: „Man kann doch nichts machen“. Bestätigt aber seine Gefolgschafts-Regierung durch Wahlen so, dass die Angriffskriege des Westens „von deutschem Boden ausgehen“ können. Die Deutschen hatten einmal einen „guten Namen“. Doch die bekriegten Völker sehen das inzwischen anders und werden früher oder später die Deutschen (nicht ihre Vasallenregierung) zur Rechenschaft ziehen, weil sie seit über 60 Jahren zusehen und die Mitverantwortung und willfährig Kosten für diese Kriege übernehmen. Wie war das doch mit der „deutsche Souveränität“? Man kann nicht so tun, als hätte man sie, und sich gleichzeitig damit entschuldigen, man hätte sie nicht, weil man eben „nichts machen könne“. Für wie blöd hält man sich und die übrige Welt, wenn man nicht einmal die Verweigerung der Wahlbestätigung in Betracht zieht, weil man, wie üblich, „nichts gewusst haben“ will.

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Heute bin ich wieder ab 21:45 Uhr auf okitalk.com mit einer Radiosendung zum Thema “Nobel-Farce und was die EU-Führung wirklich macht”, plus aktuelle News. Schaltet euch dazu und diskutiert mit.

Wenn ihr nur zuhören wollt, dann geht ihr auf den Player bei okitalk. Wenn ihr mitmachen und Fragen stellen wollte, dann müsst ihr Mumble von der okitalk Seite herunterladen, ist links anzuklicken wo “free Mumble Download” steht. Man kann sich auch mit Skype zuschalten auf “okitalk_livecall”. Der Link steht über dem Player auf okitalk.com

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Die Herkunft entscheidet

On October 20, 2012, in Junge Freiheit, by admin

Einwanderer sind nicht bloß Ziffern in der Bevölkerungs-, Sozial- und Arbeitsmarktstatistik. Im Gepäck bringen sie Wertebesteck, Sitten, Gebräuche und Prägungen ihrer jeweiligen Völker und Kulturen mit und geben sie, wo immer man sie läßt, auch an ihre Kinder und Enkel weiter. Einfache Wahrheiten, möchte man meinen – für Multikulti-Politiker, Integrationsfunktionäre und linksgewirkte Sozialingenieure indes kommt das Aussprechen dieser Selbstverständlichkeiten einem Tabubruch gleich, der ihre ideologische Existenzgrundlage zum Einsturz bringt.

Die staatliche französische Statistikbehörde Insee hat sich dieser Tage zaghaft auf die Terra incognita des Ethnischen vorgewagt und aus ihrem Zahlenmaterial bemerkenswerte Schlüsse gezogen. Warum leben, trotz langer Immigrationsgeschichte, französische Staatsbürger, die eingewandert sind oder von Einwanderern abstammen, noch immer anders als autochthone Franzosen?

Französische Zahlen lassen sich mit Deutschland vergleichen

Weil die Eingliederung von Einwanderern und damit auch die Lebensverhältnisse ihrer Nachkommen in Frankreich wesentlich von ihrem Herkunftsland und Kulturraum abhängen; und weil, folglich, zumindest ein Gutteil der Integrationsschwierigkeiten auf die Einwanderer selbst zurückzuführen ist – und nicht auf „gesellschaftliches Versagen“. Der Befund ist um so bemerkenswerter, als die Zahlen der französischen Statistiker durchaus mit denen ihrer deutschen Kollegen vergleichbar sind, die soeben das aktuelle Jahrbuch des Statistischen Bundesamts vorgelegt haben.

Rund jedem fünften Einwohner wird, diesseits wie jenseits des Rheins, ein „Migrationshintergrund“ bescheinigt. Hüben wie drüben weichen bei Schulerfolg und Arbeitssuche Einwanderer aus benachbarten europäischen Ländern kaum vom einheimischen Durchschnitt ab, legen Kinder asiatischer Abstammung sogar überdurchschnittlich erfolgreiche Schulkarrieren hin, während umgekehrt Einwanderer aus dem türkisch-orientalischen Kulturkreis in Frankreich wie in Deutschland Schlußlichter beim Bildungserfolg sind und regelmäßig die Schulabbrecher-, Arbeitslosen- und Sozialhilfestatistiken anführen.

„Patentrezepte“ funktionieren in Frankreich nicht

Und das, obwohl bei unseren Nachbarn vieles längst praktiziert wird, was hierzulande noch immer als dringend einzuführendes Patentrezept angepriesen wird. Das französische Staatsbürgerschaftsrecht folgt schon seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert dem Territorialprinzip („Wer in Frankreich geboren ist, ist Franzose“), das Rot-Grün erst vor gut einem Jahrzehnt in Konkurrenz zum deutschen Abstammungsprinzip in das Staatsbürgerschaftsrecht durchdrückte. Trotzdem ist in beiden Ländern die Integration gescheitert, wachsen auf beiden Seiten die Ghettos und Parallelgesellschaften in den Großstädten.

Ein Türke oder Maghrebiner wird eben nicht allein dadurch schon zum Franzosen oder Deutschen, daß man ihm den Paß des jeweiligen Landes in die Hand drückt und offiziell bekundet, Herkunft, Religion und Abstammung spielten keine Rolle und dürften nicht einmal bemerkt und erwähnt werden. Integration ist noch lange nicht geglückt, wenn der Neubürger einigermaßen fehlerfrei Bekenntnisse zum Grundgesetz aufzusagen oder Wahlzettel und Sozialhilfeanträge auszufüllen vermag.

Integration heißt, sich mit der Nation zu identifizieren

Blut ist dicker als Wasser, Sozialstaat oder Grundgesetz: Vollständig integriert ist ein Einwanderer erst dann, wenn er nicht nur an den Segnungen und Serviceangeboten des Aufnahmelandes partizipiert, sondern sich assimiliert, sich mit diesem Land identifiziert und Teil der Nation und des Volkes werden will, in deren Mitte er lebt.

Das dauert freilich länger als eine Paßverleihungszeremonie; oft braucht es Generationen, bis die Einschmelzung krisenfest geworden ist. Der Weg ist um so steiniger, je weiter voneinander entfernt die Kulturkreise von Einwanderern und Einheimischen sind. Kommen Einwanderer aus inkompatiblen Kulturkreisen in großer Zahl in ein Land, bilden sie eher ethnische Kolonien, als sich zu assimilieren; erst recht, wenn sie in die Arme eines allesverzeihenden Wohlfahrtsstaats fallen, der ihnen die Last abnimmt, durch Anstrengung und Leistung den Einheimischen ähnlich zu werden, um ihr Auskommen zu finden.

Ausufernder Sozialstaat ist Hauptfeind der Integration

Daß der ausufernde Sozialstaat weniger die Lösung als vielmehr ein Hauptfeind der Integration ist, wissen Frontleute wie der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky besser als jeder Statistiker. Vor der Zerstörung des Sozialstaats selbst durch permanente Überforderung warnt der US-Sozialpsychologe Jonathan Haidt: Wo nationale Leitkulturen permanent heruntergespielt werden, stirbt am Ende auch die Solidarität, die sich stets zuerst auf die Angehörigen der eigenen Gruppe konzentriert.

Der Multikulturalismus ist somit der größte Feind der Integration durch Assimilation. Wer will schon zu einem Volk gehören, dessen Repräsentanten die eigene Identität verleugnen und verächtlich machen? Das noch dazu drauf und dran ist, sich auch demographisch allmählich aus der Geschichte zu verabschieden?

Selbstmord auf Raten, wer nicht ethnisch denkt

Die Parameter lassen sich im Statistischen Jahrbuch nachlesen: Die Deutschen haben die weltweit niedrigste Geburtenrate von nur acht Kindern auf tausend Einwohner, sie haben die zweitälteste Bevölkerung der Welt und den europaweit niedrigsten Anteil von Einwohnern unter fünfzehn Jahren, von denen heute schon ein Drittel einen „Migrationshintergrund“ hat.

Kein Wunder also, daß Einwandererfunktionäre von Integration nichts mehr wissen wollen, sondern nur noch von Partizipation reden und damit vorzeitige Machtübergabe meinen. Sie verzichten darauf, sich in eine resignierte Nation zu assimilieren, und betonen statt dessen ihre eigene Identität, weil sie sich ausrechnen, daß ihnen allein aufgrund der Zahl über kurz oder lang eine dominante Position zufallen wird. Wer sich weigert, in ethnischen Kategorien zu denken, begeht Selbstmord auf Raten.

JF 43/12

 

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Trotz massiven Druck aus Israel die Reise abzusagen, wird eine Gruppe von EU-Parlamentariern einen offizielle Besuch des Iran Ende Oktober unternehmen. Angeführt wird die Gruppe von Tarja Cronberg der finnischen Grünen, Präsidentin der Irangruppe des EU-Parlaments. Im Vorfeld gab es harte Diskussionen, ob die Reise unternommen werden soll, aber die Fraktionsvorsitzenden im Parlament stimmten schlussendlich dafür. Dies obwohl erst am Montag die EU-Aussenminister noch schärfere Sanktionen gegen den Iran beschlossen haben.

Tarja Cronber führt die Reisegruppe an:

Vertreter aller Fraktionen, bis auf die der rechtsgerichteten Europäischen Konservativen, werden an der Reise die am 27. Oktober beginnt teilnehmen. Israel hat alles versucht, um die Reise zu verhindern und sagte, diese würde das “Regime in Teheran legitimieren“. Ausserdem würde dadurch die Botschaft Europas durcheinander gebracht, da man auf der einen Seite einen Dialog mit dem Iran führt und gleichzeitig schärfere Sanktionen verhängt.

Auch der Vizepräsident des EU-Parlaments, Alejo Vidal-Quadras, rief dazu auf, die Reise der Parlamentarier abzusagen. Bei einer Konferenz in Brüssel am Dienstag sagt er: “Wir in Europa sollten keine gemischten Botschaften an das iranische Regime senden” und “jede förmliche Delegation des EU-Parlaments, die in den Iran reist, oder eines nationalen Parlaments in Europa, wird extrem konterproduktiv sein.

Vidal-Quadras sagte weiter, “so ein Besuch wird den Mullahs Kredibilität geben und ist völlig zum Vorteil des iranischen Regimes, um die Repression, Verletzung der Menschenrechte und Export von Fundamentalismus und Terrorismus zu rechtfertigen.

Am Dienstag traf Netanyahu die Botschafter der EU und lobte die neuesten Sanktionen gegen den Iran, die ein Verbot des Imports von Erdgas vorsehen sowie weitere Einschränkungen. Der Botschafter der EU in Israel, Andrew Standley, sagte gegenüber Reportern nach dem Treffen, “Irans Atomprogramm ist eine Sorge nicht nur für Israel, sondern auch für die Region und der internationalen Gemeinschaft.

So, jetzt werde ich diese ganzen Aussagen auseinandernehmen und kommentieren. Es fängt schon damit an, wie kann man gewählten Volksvertretern überhaupt vorschreiben, wen sie besuchen dürfen und wen nicht? Eine Frechheit die ich mir verbitten würde. Ganz schlimm ist es wenn sogar ein nicht europäisches Regime auch noch die Unverschämtheit hat dies zu tun. Israel geht es einen feuchten Dreck an, welches Land EU-Abgeordnete besuchen, dazu muss man sich bei ihnen nicht die Genehmigung holen.

Das Wort “Regime”, welches mehrmals benutzt wurde, gilt ja wohl für die EU-Kommission, denn im Gegensatz zur Regierung des Iran, die vom Volk gewählt ist, trifft das auf die EU-Führung nicht zu. Niemand konnte José Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, oder Herman Van Rompuy, Präsidenten des Europäischen Rates, oder sonst die Mitglieder des EU-Politbüros in der EU-Kommission wählen. NIEMAND! Die sind alle nicht demokratisch legitimiert, sondern von Bilderberg bestimmt worden. Dabei handelt es sich wirklich um ein diktatorisches “Regime”.

Noch eine völlige Verdrehung der Tatsachen ist die Aussage von diesem Vidal-Quadras. Nicht der Iran, sondern Saudi-Arabien begeht Repression, Verletzung der Menschenrechte und exportiert Fundamentalismus und Terrorismus. Das Regime in Riad ist das übelste der Welt und steckt mit seinen Salafisten hinter allen islamistischen Terroranschlägen. Hier handelt es sich wirklich um einen Schurkenstaat, aber die EU kriecht den Saudis in den Hintern, erwähnt nicht mit einem Wort die fürchterliche Behandlung des eigenen Volkes und liefert ihnen so viele Waffen wie sie wollen.

Dann, die Aussage von Standley beweist wieder wie heuchlerisch und mit welcher Doppelmoral die EU vorgeht. Wie kann man sich Sorgen um den Iran machen und ständig noch schärfere Sanktionen gegen das Land verhängen, das gar keine Atomwaffen will und hat, aber gleichzeitig Israels vorhandene Atomwaffenarsenal und die Bedrohung daraus völlig ignorieren? Was ist das für einen bescheuerte Politik, so zu tun wie wenn die Atombomben Israels nicht existieren, dafür die nichtvorhandenen Atomwaffen des Iran als Bedrohung anzusehen?

Ich hab es auch satt, dass die EU-Politiker zu tun wie wenn sie für ganz Europa und die ganze Welt sprechen. Europa besteht aus 50 Staaten, davon sind 27 in der EU und nur 17 haben den Euro. Brüssel ist deshalb überhaupt nicht berechtigt für ganz Europa zu sprechen. Das gleiche gilt für die Weltgemeinschaft, die aus 195 Staaten besteht. Die NATO und Israel vertreten NICHT die Welt und sie sollten endlich mit diesem arroganten und überhebliche Getue aufhören, wie wenn die 28 + 1 es tun würden.

Vor vier Wochen fand in Teheran das Treffen der Blockfreien Staaten statt (Non Alignment Movement NAM) und die Delegierten aus 136 Ländern, einschliesslich 50 Staatsoberhäuptern, nahmen daran teil. Der Iran hat den Vorsitz dieser Vereinigung der Unabhängigen. Das heisst, der Iran hat die Mehrheit der Welt als Freunde und die westliche Arroganz ist ganz klar in der Minderheit. Es ist nur ihr Medienmonopol und die Propaganda der Kriegshetzer die damit verbreitet wird, welche die Realität völlig falsch darstellt, wie wenn der Iran isoliert wäre.

Deshalb duldet dieses Verbrecherpack keine Medien, die das wahre Bild zeigen und nicht den politisch korrekten Mainstream folgen. Darum hat die Zionistenlobby über ihre hörige EU-Kommission dafür gesorgt, dass 19 iranischen TV- und Radiosender vom Hotbird-Satelliten angeschaltet werden. Man soll weder den Iran besuchen und sich ein eigens Bild machen, noch über das Land durch unabhängige Medien informiert werden. Das sind genau die repressiven Methoden die man früher den kommunistischen Staaten des Ostblocks vorgeworfen hat.

Dabei ist es gut und richtig, dass jetzt eine Gruppe von EU-Abgeordneten in den Iran reist, das Land anschaut und Gespräche führt. Es muss nämlich alles getan werden, damit es zu KEINEM Krieg kommt. Wie kann reden, sich verständigen und sich kennen lernen falsch sein? Wie kann man so eine Reise überhaupt verhindern wollen? Diese ständige falsche Darstellung mit Lügen, die Sanktionen und ganz besonders die Kriegsdrohungen des Westen und Israel gegenüber den Iran müssen endlich aufhören.

Aber das zionistische Regime versucht nicht nur die westlichen Politiker davon abzuhalten den Iran zu besuchen, es verhindert auch rigoros jeden Besuch der besetzten Gebiete, speziell des grössten Open-Air-Gefängnisses der Welt, nämlich Gaza. Keiner darf rein und schon gar nicht raus. Auch Hilfslieferungen per Schiff wurden mit militärischer Gewalt verhindert und Zivilisten die sich an Bord befanden von israelischen Soldaten ermordet.

Jetzt ist es aber den weltweit bekanntesten linken Intellektuellen und jüdisch-amerikanischen Sprachwissenschaftler Noam Chomsky am Donnerstag gelungen nach Gaza reinzukommen, um an einer Konferenz der Islamischen Universität von Gaza teilzunehmen. Da die israelischen Behörden ihm schon mehrmals die Einreise in die besetzten Gebiete über Israel verboten haben, musste Chomsky über Ägypten und dem Rafah-Übergang einreisen. Bei seiner Ankunft verlangte er zum wiederholten Male von Israel, die totale Blockade von Gaza aufzuheben.

Es ist unerträglich, wie die Propagandisten Israels mit unverschämten Lügen das gutgläubige Weltpublikum über die eigenen Verbrechen im Dunklen hält. Die ethnische Säuberung, die Abschlachtung der ursprünglichen heimischen Bevölkerung der Palästinenser, der Diebstahl ihres Landes, die Brutalität und Grausamkeit der Vorgehensweise, die Verachtung der internationalen Gesetze und der UN-Resolutionen, werden mit Zuckerguss abdeckt und parfümiert, dabei reicht der Gestank zum Himmel. Gleichzeitig wird mit den Fingern auf den Iran gezeigt, der nichts von dem macht was ständig unterstellt wird.

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