Ruderin Drygalla wird Sportsoldatin

On October 19, 2012, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Die Olympia-Ruderin Nadja Dyrgalla wird zum 1. November als Sportsoldatin in die Sportförderung der Bundeswehr aufgenommen. „Die Prüfung des Sachverhalts unter Berücksichtigung der sportlichen Bewertung des Deutschen Olympischen Sportbund und des Deutschen Ruder-Verbandes ist abgeschlossen. Frau Drygalla wird am 1. November in die Spitzensport-Förderung aufgenommen“, sagte Bundeswehr-Pressesprecher Hermann-Josef Dresbach.

Die Ruderin war während der olympischen Sommerspiele in London in die Kritik geraten, als bekannt wurde, daß sie mit einem ehemaligen NPD-Mitglied liiert ist. Politiker von SPD, Linkspartei und Grünen kritisierten daraufhin die Nominierung der Athletin, die vorzeitig aus London abgereist war.

Die Linken-Politikerin und stellvertretende Bundestagspräsidentin Petra Pau hatte betont, die Ruderin hätte nicht für das deutsche Team aufgestellt werden dürfen. Bereits in der Vergangenheit hatten Sportfunktionäre die Athletin unter Druck gesetzt, sich einen neuen Freund zu suchen. (ho)

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BERLIN. Die Bundesregierung plant eine Anhebung der Mehrwertsteuer für Silbermünzen von sieben auf 19 Prozent. Banken und Edelmetallhändler sind empört und befürchten einen drastischen Rückgang ihres Geschäfts.

Die Besteuerung von Geschäften mit Edelmetallen erfolgt in Deutschland – wie in der ganzen Welt ­– nach schwer nachvollziehbaren Regeln. Während auf Platin beispielweise immer der erhöhte Mehrwertsteuersatz erhoben wird, ist Gold grundsätzlich von der Mehrwertsteuer befreit, egal ob Münzen oder Barren verkauft werden.

Bei Silber erhebt der Staat eine Steuer in Höhe von 19 Prozent für Barren, aber sieben Prozent für Münzen. Dieser verringerte Mehrwertsteuersatz soll ab dem 1. Januar 2013 auf den regulären Satz von 19 Prozent angehoben werden. Die Regierung nennt als Begründung die Pflicht, die Gesetze in Europa zu vereinheitlichen. Ein Sprecher des Finanzministeriums bestätigte gegenüber der JF die geplante Neuregelung.

Die Schweiz wird zur Alternative für Silberkäufer

Am 20. September hatte es ein Treffen zwischen Bankenvertretern und dem Bundesfinanzministerium gegeben, in dem die Banker die Argumente gegen die Steuererhöhung vorbrachten: Sie befürchten „starke Umsatzeinbußen“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben mehrerer Bankinstitute, das der JF vorliegt und das vom Ministerium nicht beantwortet worden ist.

Mit den Umsatzeinbußen einhergehend sei natürlich mit sinkenden Steuereinnahmen („hohe zweistellige Millionenbeträge“) zu rechnen, so die Bankenverbände. Ferner warnen sie vor einem Abfluß der Steuereinnahmen in andere Staaten. In der Schweiz beispielsweise beträgt die Umsatzsteuer auf Silbermünzen nur sechs Prozent. Außerdem sei die Umstellung nicht so schnell zu bewerkstelligen. Die Kreditinstitute baten daher um ein Jahr Aufschub.

Kritiker vermuten, daß die Bundesregierung von der Flucht von Sparern aus dem Euro profitieren möchte. So sagt der Edel-Metallexperte Bruno Bandulet gegenüber der JF: „Das ist ein Warnsignal für alle Goldkäufer. Schäuble greift nach jeder Möglichkeit die Leute abzukassieren.“ (rg)

 

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