Dee Ex mit Projekt X: Kinder dieser Zeit

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Spatz: Wenn zwei das Gleiche tun

On August 11, 2012, in Spatz, by admin

Wenn zwei das Gleiche tun

Die Chicago Tribune veröffentlichte am 23. 5. 1999 einen Brief von Walter J. Rockler, (gestorben 2002). Rockler war Anwalt in Washington und Ankläger beim Nürnberger Kriegsverbrechertribunal. In dem Brief betonte er: Das Kriegsverbrechergesetz gilt auch für die Vereinigten Staaten von Amerika. “Einen Angriffskrieg zu entfesseln ist nicht nur ein internationales Verbrechen, es ist das schwerste internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen dadurch unterscheidet, dass es die Gesamtheit des Übels umfasst.” Den Afghanistan- und Irak-Krieg, bei dem nach eine dubiosen Sprengung des „Asbest-verseuchten“ World Trade Centers „zurückgeschossen“ wurde, hat sein Schreiben nicht verhindert.

Die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben seit ihrem Entstehen unter allen Staaten der Neuzeit die meisten Kriege und militärischen Interventionen ausgelöst. (Vgl. Anhang I (vor 1945) und II (nach 1945) in: Mansur Khan, Die geheime Geschichte der amerikanischen Kriege, Tübingen 1998). Allerdings wurden diese von den Medien erfolgreich immer als großzügige Befreiungs- und Demokratisierungs-Kampagnen dargestellt (Vgl. Stefan Hug, Hollywood greift an! Kriegsfilme machen Politik, Graz 2009) oder neuerdings als Schutz-Maßnahme der Zivilbevölkerung gegen ihre Diktatoren. Dabei werden die ungeheuren Kollateral-Schäden der NATO-Bombardierung einfach unter den Tisch gekehrt. Dabei waren die Diktatoren ehemalige Dienstmänner der US und US-Dienste haben gedeckt durch Proxy-Terroristen ihre geheimdienstlichen Schattenarmeen in Bewegung setzten, um Zerstörung, Tod und Gesetzlosigkeit zu bringen und per Regime-Change in betroffenen Ländern neue Marionetten zu installieren. Am 2.8. gestand sogar CNN „Präsident Barack Obama hat eine geheime Direktive unterzeichnet, welche die Unterstützung der Syrischen Rebellen in ihrem Kampf gegen die Streitkräfte Präsident Bashar al-Assads erlaubt.“

Welcher Offizielle wagt es im Westen wie Rockler Kriegsverbrecher in der US-Führung anzuklagen. Wer es wagte, wäre nicht mehr offiziell und allerlei Beschimpfungen und Intrigen ausgesetzt. Aber nicht nur die US-Regierung auch ihre Marionetten in Berlin beteiligen sich brav und möglichst unauffällig und dabei gehen die „antifaschistischen“ Bekenntnisse dieser Kryptofaschisten fast täglich aalglatt durch die Medien. Bei der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) wurde spätestens seit Januar eine Gruppe von rund 50 syrischen Oppositionellen für den Umsturz in Syrien ausgebildet. Das geheime Projekt mit dem Namen »Day After« wird (laut Die Zeit 25.7.) von der SWP in Partnerschaft mit dem United States Institute of Peace! (USIP) organisiert. Das deutsche Außenministerium hilft indirekt mit Geld, Visa und Logistik. Eine direkte Regierungsbeteiligung gibt es nicht, damit die Rebellen nicht als das, was sie sind, als Marionetten des Westens denunziert werden.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat am 5. Juli in Moskau nach einem Treffen mit dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle den Westen aufgerufen, seine mörderische Syrien-Politik zu ändern. Die Aktivitäten westlicher Staaten in Syrien verschlimmerten die Situation, eskalierten die Gewalt und könnten „letzten Endes zu einem sehr großen Krieg“ führen. Am gleichen 5. Juli hatte der Generalsekretär der sunnitischen Arabischen Liga, Nabil el-Arabi, den UNO-Sicherheitsrat aufgefordert, eine Resolution zu verabschieden, die den Einsatz von Gewalt gegen Syrien erlaubt. Westliche Politiker und Medien beschimpfen die russische und chinesische Regierung, weil sie gegen diese und ähnliche Resolutionen der UNO stimmten. Lawrow ist gebildet genug, um zu verstehen, dass das westliche Vorgehen im Nahen Osten letztlich den Schlag gegen Russland und China vorzubereiten hat. In beiden Ländern operieren bereits gut versorgte „Rebellen-Führer“ für die Übernahme der heimischen Wirtschaft durch westliche Unternehmen. In beiden Ländern kann sich die Armut und Unterversorgung großer Bevölkerungsschichten in sozialen „Aufständen“ entladen, wenn sich die entsprechenden Führer einstellen. Das wäre dann der auch in Berlin herbeigesehnte Auftakt für die Weltherrschaft der absurden Wall Street.

In der zentralasiatischen Region zwischen Russland und China ist mit dem nötigen Kleingeld die Rekrutierung von „Rebellen“ noch einfacher. Hier genügt es, den einen oder anderen Clan-Führer zu bestechen und schon liefert er militante islamistische Kämpfer. Auf diese Weise kam es im Juni 2010 in den Provinzen Osh and Jalal-Abadzu im unruhigen Fergana Tal wie schon kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder zu bewaffneten Konflikten zwischen Kirgisen und Usbeken. Danach führte das kirgisische Militär Säuberungsaktionen in den mehrheitlich von Usbeken bewohnten Gebieten durch. Nach den neuen Unruhen verließ Usbekistan das postsowjetische GUS-Bündnis, um sich dem Westen anzunähern. Eine ähnliche Situation entstand zwischen Usbekistan und Tadschikistan, nachdem im August 2010 24 Kämpfer der Islamischen Bewegung Usbekistans aus dem tadschikischen Gefängnis in Duschanbe ausbrechen und sich ins Tal Rascht im Osten Tadschikistans absetzen konnten. Die Suche nach ihnen löste militärische Angriffe auf das tadschikische Militär aus. In Kasachstan gab es bis vor kurzem überhaupt keine militanten Islamisten oder entsprechende Aktivitäten, als es 2011 plötzlich in Almaty, Atyrau, Taraz und in anderen Ortschaften zu terroristischen Schießereien und Bombenanschläge kam.

Im Fall Syriens lieferten die US-hörigen Feudalherren in Quatar und Saudiarabien einen Großteil der Kämpfer und bezahlten die Waffen, darunter auch solche aus deutscher Produktion. Anders als noch im Irak-Krieg lieferte nun auch die Türkei Schützenhilfe für die US-Nahost-Politik. Seitdem sich der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan als Büttel der amerikanisch-israelischen Interessen im Nahen Osten betätigt, weil man ihm wohl (natürlich unverbindlich) die Errichtung eines neuen Osmanischen Reiches in Aussicht gestellt hat, wird von der Notwendigkeit der „Demokratisierung“ in der Türkei nicht mehr gesprochen. Christoph R. Hörstel (Zeitfocus.de vom 10.7.) berichtet aufgrund von syrischen Quellen, dass syrische Sicherheitskräfte bereits Ende Juni Deutsche festgenommen hätten, als sie mit zwei Schnellbooten von einem Frachtschiff in internationalen Gewässern aus Waffen für die „Rebellen“ an Land schmuggeln wollten. Alle deutschen Gefangenen seien nach Angaben der gleichen syrischen Sicherheitskreise bei einem in Stuttgart beheimateten „privaten“ Sicherheitsunternehmen beschäftigt, von dem sie in der Nähe Stuttgarts ausgebildet worden waren. Vor sechs Monaten waren diese Männer in Libyen stationiert und im Juni in der Nähe des syrischen Mittelmeerhafen Tartus gefangen genommen worden. Die Medien schweigen.

Lawrows Einschätzung der Gefahr eines heraufziehenden Weltbrandes entbehren nicht einer gewissen Plausibilität, wenn man Folgendes berücksichtigt: Am 10.8. veröffentlich das Senate Budget Committee in den USA, dass bereits “über 100 Millionen Menschen in den USA auf die eine oder anderer Form der Wohlfahrts-Unterstützung der Bundesregierung angewiesen sind… Nahrungsmittelmarken (SNAP für 45 Mio.) und kostenlose Gesundheitsdienste (für 54 Mio.) bilden einen großen – und wachsenden Brocken der über 100 Mio. Empfänger. … Man rechnet mit Zahlungen von bis zu 800 Mrd. $ allein für das Nahrungsprogramm in den nächsten 10 Jahren.” Die Zahlen für das Jahr 2011 stammen vom U.S. Census’s Survey of Income and Program Participation und enthalten nicht Empfänger sonstiger Unterstützungsprogramme, wie den Earned Income Tax Credit oder Krankenkassenbeiträge nach dem neuen Gesundheitsgesetz.

Interessant ist in Bezug auf Parallelen zu den 1930er Jahren, wenn Louis M. Bacon, Chef des Moore Capital Management, eines der einflussreichsten und größten Hedge Fonds der Welt, laut New York Times ein Viertel seines größten Fonds, etwa 2 Mrd. $, an seine Investoren zurückzahlen will, weil er keine sinnvollen Anlagemöglichkeiten entdecken kann – natürlich wegen der Euro-Krise (ist in den USA je etwas Negatives geschehen, an dem nicht „andere“ Schuld waren). Am 7.8. warnte Bill Gross, Chef des weltgrößten Anleihefonds, PimCo laut http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=23033 die Anleger vor weiteren Investitionen in Europa. Die Eurozone sei bereits derart kaputt, dass Investoren es vermeiden sollten, ins offene Messer zu laufen. Die politischen Führer Europas wollten nur noch an das Kapital der Investoren kommen, und das solle man ihnen verwehren. Die Krise in Europa sei noch lange nicht vorbei, Fortschritte seien weder politisch noch wirtschaftlich erzielt worden. Laut FAZ zieht auch die weltgrößte Werbeagentur, WPP, ihre Tageseinnahmen sofort aus der Euro-Zone ab und tauscht sie in US-Dollar um. Ähnlich verhielten sich der FAZ zufolge Vodafone, Glaxo Smith Kline, Reckitt Benckiser, Heineken und Diageo. Während andere, wie die börsennotierte Berliner Beteiligungsgesellschaft MBB Industries lieber Gold kaufen. Der Finanzvorstand Simon Henry des Ölkonzern Royal Dutch Shell verhält sich ebenfalls wie geplant und zieht laut der Londoner „The Times“ 15 Mrd. € aus dem Euro-Raum ab, um es statt dessen in US-Staatsanleihen oder bei US-Banken anzulegen. Es kracht im Gebälk und wer kann, sucht Zuflucht bei den stärksten Bataillonen – Auch unsere (Wall Street)-Politiker.

In eigener Sache:

  • 12 Jahre Spatz im Gebälk – so lange gibt es ihn schon zum Teil als PDF später nur noch als Word-File – können auf CD für 10 € portofrei unter boettigerdrh@web.de erworben werden.
  • Da der Schwachsinn der Energiewende und ihrer Folgen immer deutlicher hervortritt, könnte über die Kernenergie (ihre tatsächlichen) Gefahren und Nutzen neu nachgedacht werden. Dazu das Buch Helmut Böttiger, Kernenergie, Gefahren und Nutzen Imhof-Zeitgeschichte, Fulda 2011, für 9 € unter boettigerdrh@web.de erhältlich

Inhalt:

I.     Was macht die KE so umstritten?

II.    Quellen der Energie: Leben und Energie, molekulare Bindungsenergie, Kernbindungsenergie

III.   Was geschieht im Kernreaktor? Meiler oder Ofen, die Spaltvorgänge

IV. Was ist der GAU? Sicherheitsprinzipien, Schutzmaßnahmen, Risiken

V.   Was macht Radioaktivität gefährlich? Natürliche und künstliche Radioaktivität, die Dosis macht‘s

VI.  Das Abfallproblem, Wertstoffe, Mengen, Abtrennung, Endlager

VII.  Kernfusion, Magneteinschluss, Schwerionenfusion, Plasmafocus, Kalte Fusion

VIII.  Transmutation, Abtrennung, Neutronenquelle, Reaktorkonzept

IX.  Der inhärent sichere Kernreaktor, THTR, Leistungsdichte, besondere Vorteile

X.   Ausstieg und Moral, Friedenssicherung, Umweltschutz

XI.  Wie steht man weltweit zur KE, eine ausführliche Übersicht

XII. Zum Schluss: Techn. Fortschritt und menschliche Zivilisation

XII.            Nachtrag: Fukushima, Unfallgeschehen und die Folgen

  • Ebenso für 9 Euro KLIMAWANDEL Gewissheit oder politische Machenschaft? 128 Seiten 74 Farbabbildungen, unter boettigerdrh@web.de

Inhalt

–       Einleitung: Trotz Nobelpreis nichts für Schüler?

–       Die Mehrheit der Wissenschaftler ist der Meinung

–       Klimaschwankungen in der Geschichte

–       Klimawandel und Gletscherschmelze

–       Klimaschwankungen: Der Einfluss der Sonne

–       “Natürlicher” und “zivilisatorischer” Treibhauseffekt

–       Wie wirkt CO2 in der Atmosphäre?

–       Wie viel CO2 stammt vom Mensch, wie viel aus der Natur?

–       Die Klimamodelle

–       Motive hinter der Klimahysterie:

–       Wissenschaft oder Öl-Industrie –

–       Fossile Energierohstoffe sind nicht nur fossil

–       Kein Peak-Oil in nächster Zukunft – wie schade

–       Warum nicht CO2 recyceln?

–       Klima-Politik – Ausblick

Totale Entmenschlichung

On August 11, 2012, in Junge Freiheit, by admin

Die Medienhysterie um die Ruderin Nadja Drygalla wirft zwei Fragen auf: Ist dies eine neue Etappe der geistig-moralischen Erosion des Landes und insofern eine Negation seiner Ursprünge? Oder kommt die Bundesrepublik in ihr zu sich selbst? Der Vorwurf an Drygalla, sich nicht von ihrem Freund, einem ehemaligen Sportkameraden und NPD-Mitglied getrennt zu haben, läßt an Brechts „Ballade von der Judenhure Marie Sanders“ denken, deren Geliebter „zu schwarzes Haar“ hat:

„Besser, du bist heute nicht zu ihm /wie du gestern zu ihm warst.“ An gleichlautenden Ratschlägen hat es auch bei Frau Drygalla nicht gefehlt, deren Geliebter eine braune Seele haben soll. Den gängigen Einwand: „Aber das sei doch etwas völlig anderes!“, kann man getrost wegwischen. Die Vorzeichen haben sich geändert, doch die Instinkte und Verhaltensmuster sind die gleichen und abrufbar.

Die soziale und psychische Vernichtung Unschuldiger

Ganz klar hat die Kampagne eine sexuelle Konnotation, wie man sie auch in des verklemmten Julius Streichers Stürmer-Propaganda nachgewiesen hat: Da ist die blonde Schöne als Objekt der Begierde, die vom animalischen King-Kong-Nazi in Beschlag genommen wird. Was für eine Beleidigung des ehrbaren Demokraten. Ein seriöser Journalismus würde danach fragen, ob eine NPD-Mitgliedschaft zwingend die Bewunderung für Adolf Hitler nahelegt. Oder, ob man die Persönlichkeit eines Menschen auf seine Parteizugehörigkeit reduzieren darf, ob das nicht eine totalitäre Entmenschlichung ist. Doch das zu erörtern, wäre riskant für den, der zur Gemeinschaft der „Anständigen“ (so Ex-Kanzler Gerhard Schröder) dazugehören will.

Einfacher ist es, die soziale und psychische Vernichtung einer jungen Frau zu betreiben, die keinem etwas getan hat. Übrigens: Auch ihr Freund hat offenbar niemandem etwas getan, man kann ihm nur die falsche Gesinnung vorwerfen. Es war eine Spezialität des Stalinismus, private Loyalitäten zu zerstören, um das atomisierte Individuum politisch form- und verfügbar zu machen. Sippenhaft heißt nicht unbedingt, in Haft genommen zu werden, sondern jemanden für das Handeln eines Dritten haftbar zu machen. Allerdings kann die Haftung tödliche Formen annehmen. Das reicht vom Selbstmord bis zur stalinistischen Praxis, selbst Zwölfjährige, die ihre Eltern nicht denunzieren wollten, zu Verbrechern zu erklären.

Ein Lehrstück über den aktuellen Journalismus

Der Redakteur einer Lokalzeitung schreibt: „Es gehört zur Fürsorge-Pflicht eines Sportverbandes, daß er über die Gesinnung seiner Sportler Bescheid weiß.“ Die Verbindung der Gesinnungskontrolle mit dem Anspruch sozialer und pädagogischer Fürsorge war schon das Herzensanliegen des Chefs der DDR-Staatssicherheit, Erich Mielke.  Der Sportfunktionär Michael Vesper, nach der Intimbeziehung Drygallas befragt, antwortete: „Wenn wir da nur einen leisesten Hinweis in diese Richtung hätten, wäre diese Person nicht Mitglied unserer Mannschaft.“ Diese Person! Ihr Name sei ausgelöscht. Da fehlt nur noch, daß man Drygalla aus Gruppenfotos herausretuschiert.

Vor allem erleben wir ein Lehrstück über den aktuellen Journalismus. Gemeint sind nicht die defizitären, im Grunde bedauernswerten Antifa-Autoren, sondern die durchschnittlichen Handwerker. Bundesdeutsche Journalisten sind Staatsmenschen par excellence, das heißt, in ihnen manifestieren sich am klarsten die Mechanismen, die innere Logik und die Intentionen des Staates. Das ergibt sich aus ihrem Doppelcharakter. Einerseits betätigen sie sich als Sinn- und Ideologieproduzenten. Sie haben den Ehrgeiz, die Entwicklungen nicht nur zu kommentieren, sondern auch voranzutreiben, ihre Richtung zu bestimmen, die Stichworte zu liefern, Macht auszuüben.

Andererseits ist ihre Macht nur geliehen und ihre Stellung prekär. Sie sind weniger Ideengeber als Transmissionsriemen, und wenn sie die Machtverhältnisse falsch einschätzen, verschwinden sie sang- und klanglos in der Versenkung. Aus dieser Unsicherheit begeben sie sich in die Sicherheit des Rudels. Von dort agieren sie mit brutaler Verschlagenheit. Andererseits verfallen sie in sentimentale Wehleidigkeit, wenn es schlecht aussieht.

Mimetischer Reflex auf das Dritte Reich

Und es sieht heute alles andere als gut aus, selbst für sie nicht. Angesichts des fundamentalen Euro-Irrtums vermag niemand einzuschätzen, wie das Land sich in einem Jahr befinden wird. Die Journalisten, die mehrheitlich ihrem Rudelinstinkt gefolgt waren und die Euro-Ideologie propagierten, haben allen Grund, verunsichert zu sein. Was liegt da näher, als zur bewährten Nazi-Jagd zu blasen?

Aber die Sache liegt tiefer. Mit der Begründung des Gegenentwurfs fixiert die Bundesrepublik sich jeden Tag mehr auf das Dritte Reich, das längst ihren wichtigsten Sinnstifter darstellt. Ist es da nicht unausweichlich, daß ein dialektischer Umschlag erfolgt und sie Steuerungsmechanismen, Zustände und Verhaltensweisen von damals – unter konträren Vorzeichen – reproduziert und mimetisch nachvollzieht? Der Journalist als Staatsmensch legt diese These nahe.

Doch es gibt Ausnahmen, sogar in der Presse. Und Verteidigungsminister Thomas de Mazière hat seinen Widerwillen über die Kampagne mit der Deutlichkeit ausgedrückt, die ihm möglich ist. Der größte Lichtblick aber ist, daß Nadja Drygalla trotz allem zu ihrem Freund hält – daß es in Deutschland noch soviel Anstand gibt.

JF 33/12

 

Die französische Wirtschaftszeitung La Tribune berichtet, laut diplomatischen Quellen ist ein Plan ausgearbeitet worden, die 200’000 französischen Staatsbürger die in Israel leben zu evakuieren. Dies soll für den Fall sein, Israel greift den Iran an und es kommt zu einer Gegen- reaktion. Das Ziel ist, wie die Zeitung berichtet, nicht unvorbereitet zu sein, wenn möglicherweise Raketen vom Iran oder von der Hizbollah in Israel danach landen.

Einer der Szenerien die von französischen Diplomaten ausgearbeitet wurde, ist die Evakuierung der französischen Staatsbürger mit einer Flotte von kleinen Booten, die dann zu Kriegsschiffen stossen, die ab der Küste vor dem Hafen von Jaffa warten. Ein Team ist bereits zusammen- gestellt worden, um die französische Gemeinde rechtzeitig zu informieren und die Evakuation zu koordinieren.

Die Mitglieder dieses Krisenteam in der französischen Botschaft sind jeweils für eine Ortschaft zuständig. Zu den Orten gehören Jerusalem, Tel Aviv, der Hafen von Ashod im Süden von Netanya und ein Badeort nördlich von Tel Aviv, der beliebt bei den Franzosen ist. Es heisst, diese Massnahmen sind normale Vorkehrungen zur Rettung von Staats- angehörige im Ausland, die regelmässig aktualisiert werden.

Die Massnahmen gewinnen an Aktualität, da Premier Netanyahu und Kriegsminister Barak ihre Drohungen gegenüber dem Iran tagtäglich verschärfen, sie werden einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen demnächst befehlen. Sollten diese Drohungen wahr werden, dann meinen die Franzosen, wird der Iran ohne Zweifel mit Langstrecken- raketen antworten. Die Hizbollah-Miliz könnte auch als Vergeltung Tausende von Raketen auf den Norden Israels abfeuern.

Die französische Regierung will ihre Staatsbürger vor den Folgen eines Gegenschlags rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Netanyahu und Barak wollen den Iran noch vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen vom 4. November angreifen, aber es fehlt ihnen an Unterstützung im Kabinett und im Militär, wie eine israelische Zeitung berichtet. Der Artikel auf der Frontseite der grössten Tageszeitung Yedioth Ahronoth beruht auf Insider-Informationen, ein Krieg gegen den Iran stehe unmittelbar bevor, auch wenn es die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten beschädigt.

Wenn es nach Benjamin Netanyahu und Ehud Barak ginge, würde ein israelischer Militärangriff gegen die Atomanlagen des Iran in den kommenden Herbstmonaten stattfinden, vor den Wahlen im November,” schreiben die zwei ranghöchsten Kommentatoren der Zeitung, Nahum Barnea und Shimon Shiffer, in ihrem Artikel vom Freitag, die ihre Informationen aus dem inneren Regierungskreis haben.

Im Artikel steht weiter, Netanyahu und Barak hätten noch nicht das Sicherheitskabinett auf ihre Seite ziehen können, den Iran bald anzugreifen. Auch das Militär hätte Einspruch erhoben, weil es zu grosse taktische und strategische Hindernisse für so einen Kriegsakt gebe.

Der angebliche Widerstand gegen einen Angriff seitens des Militärs steht aber im krassen Gegensatz zu dem Bericht vom April, die israelische Luftwaffe wäre bereit für Angriff auf den Iran und die Meldung vom Mai, Israel droht dem Libanon mit der totalen Vernichtung, sollten sie bei einem israelischen Angriff auf den Iran an Vergeltung denken.

In Amerika, viele, einschliesslich Regierungsvertreter, sind überzeugt, dass die Militäraktion, welche Netanyahu und Barak unbedingt wollen, eins verursachen wird – Amerika in einen Krieg mit den Iran gegen seinen Willen zu ziehen. Israel benötigt die amerikanische Hilfe,” schreiben Barnea und Shiffer.

Laut dem Artikel hat Barak sogar zugegeben, es wäre abzusehen, der Iran wird auf den israelischen Angriff reagieren, auch in dem Hizbollah eingesetzt wird. Es wird Verletzte und Tote in der Bevölkerung und im Militär geben und jeder Kampftag wird 375 Millionen Dollar kosten.

Trotzdem meint Barak, Israel “wird nicht zerstört” und die ganze Welt wird Israel deshalb nicht hassen. Laut Barak haben die Gegner eines Angriff im israelischen Militär nur Angst vor einer Untersuchungs- kommission (wegen Kriegsverbrechen?) Er machte es deshalb klar, wer gegen einen Angriff ist kann zurücktreten.

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