Britische Aktivisten werden heute Samstag eine Demonstration in London abhalten, um gegen die “Dominanz der Wirtschaft” zu protestieren. Sie weisen daraufhin, in einer Zeit der verschärften Sparmassnahmen für die britische Bevölkerung, wird irrsinnig viel Geld ausgegeben, von dem nur die internationalen Konzerne und die Elite profitiert. Tatsächlich hat sich der britische Staat in immense Schulden gestürzt, denn die Olympischen Spiele kosten umgerechnet bis zu 30 Milliarden Euro.

Unter dem Slogan “Whose Games? Whose City?” oder “Wessen Spiele? Wessen Stadt?” haben die Organisatoren des “Counter Olympics Network” (CON), oder des “Anti-olympischen Netzwerk” sich mit Occupy London und 40 anderen Gruppen zusammengetan, einschliesslich Gegner der Konzernmacht, Menschenrechtsgruppen, Vertreter des lokalen Gewerbes, Umweltschützer, Kriegsgegner und andere Aktivisten, die sich gegen die Olympiade aussprechen.

Es soll ein Demonstrationszug von Mile End durch East London nach Victoria Park um 12 Uhr Mittag stattfinden, um damit zu zeigen, die britische Regierung hat die Olympiade von London in eine privilegierte Arena für die Konzern-, Finanz-, und Militärmacht verwandelt, die nur der Elite dient.

Tatsächlich gab es noch nie eine Olympiade, die so “militarisiert” ist. Das sah man symbolisch schon bei der Eröffnungsfeier gestern, wo britische Soldaten die Olympiafahne aufgezogen haben und nicht Sportler.

Die Olympiade sollte die Errungenschaften der Menschheit feiern. Aber die sogenannten ‘Spiele der Menschen’ in London stehen unter dem Willen der Konzerne und Finanzinstitutionen, die damit ‘legal’ Steuern vermeiden und den Sport mit ihren Marketing durchdringen wollen, um ihr Image aufzupolieren, neben den limitierten Eintrittskarten und den Fahrspuren nur für VIPs,” sagte die Aktivistin Kate Morris der Occupy London Bewegung.

Trotz der Dominanz der Spiele durch die Konzerne, belaufen sich die geschätzten Kosten für den Steuerzahler zwischen 11 und 24 Milliarden Pfund, während Grossbritannien tiefer in eine Rezession schlittert und die Briten gezwungen sind Sparmassnahmen zu tragen, für eine Krise, die sie nicht verursacht haben.

Die Olympiade 2012 ist in ein Fest der Weltsicherheit der Konzerne verwandelt worden, das Milliarden unseres Geldes verschlingt, um die privaten Profite zu steigern, während die Senioren, die Kranken, die Arbeitslosen, die Jungen und andere Gruppen für eine Krise bestraft werden, welche die Finanzindustrie verursacht hat,” sagte der CON Aktivist Julian Cheyne.

Tatsächlich wurden ausgerechnet den Reichen 2 Millionen Eintrittskarten geschenkt, die es sich aber am ehesten leisten können. Dafür gehen die “Normalbürger” leer aus oder müssen den vollen Preis bezahlen. Damit die Bonzen ohne Stau zu den Stadien mit ihren Limousinen fahren können, wurden spezielle Spuren nur für sie eingerichtet. Ganz London ist in eine Festung verwandelt worden, mit tausenden Soldaten, Polizisten, Geheimagenten auf den Strassen, Abwehrraketen auf den Dächern und Hubschrauber und Kampfflugzeuge am Himmel.

Öffentliche Plätze wurden übernommen, das Kleingewerbe ausgeschlossen und die lokalen Bewohner aus ihren Wohnungen vertrieben. Überall sind Sicherheitssperren und speziell die Jugend wird von der Polizei schikaniert. Wer mit einem T-Shirt bei den Spielen als Zuschauer erscheint, die nicht als Aufschrift einer der Marken der Sponsoren hat, wird weggewiesen.

CocaCola, McDonalds, Visa, Addidas und viele andere Konzerne haben sich die Exklusivrechte gesichert und die werden gnadenlos durchgesetzt. Es dürfen keine “fremden Marken” dem weltweiten TV-Publikum bei der Übertragung gezeigt werden, wenn die Zuschauer in den Rängen applaudieren, die nicht zu den Sponsoren gehören.

Wer noch glaubt, es geht bei solchen Grossveranstaltungen nur um Sport, der ist wirklich sehr naiv. Es geht um weltweites Konzernmarketing, um Werbung für Produkte und um die aggressive Markterweiterung. Dazu ist es ein Fest der Elite und Privilegierten, um sich selber zu feiern, auf Kosten der Steuerzahler. Das Volk spielt nur eine Nebenrolle und darf zahlen.

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Der Magnet Europas

On July 28, 2012, in Analysen zum Zeitgeschehen, by admin

Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Systemmedien nicht die vermeintlichen Erfolge der bundesrepublikanischen Schwachsinnspolitik feiern. Was mussten wir da zum Beispiel neulich in der Springer-Gazette “Welt” lesen: „Ohne Einwanderung geht es nicht!“ Es wird genau das als Erfolg dargestellt, was bei jedem der selbst denken kann, die Alarmglocken schrillen lässt. Die Einwohnerzahl der BRD ist 2011 um 0,1 Prozent gestiegen und das trotz niedriger Geburtenrate. Deutschland sei der „Magnet Europas“ geworden, der Menschen aus ganz Europa anziehe, vornehmlich aus Ost- und Südeuropa. Das soll angeblich an der „Strahlkraft der Wirtschaft“ und generell an der „Attraktivität des Landes“ liegen, so das Blatt weiter. Fragt sich nur, welche Strahlkraft damit gemeint ist?

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse? Zeitarbeit? Behördenirrsinn? Bürokratie? Attraktiv ist dieser Staat schon lange nicht mehr, höchstens für Drückeberger, die schon in ihren Heimatländern versagt haben und nun die neue Elite darstellen sollen.

Um es klar zu sagen: Deutschland braucht keine neuen Fachkräfte, da es hier genügend davon gibt! Die BRD hingegen braucht möglichst billige Fachkräfte, um zu Dumpinglöhnen Massengüter produzieren zu können, die dann zu Spottpreisen ans Ausland verhökert werden.

Die Wahrheit ist, dieser Staat ist unattraktiv, bürokratisch, elitenfeindlich und bevormundend. Das dürften auch die Gründe sein, weshalb die wirklichen gut ausgebildeten deutschen Fachkräfte, wie Ärzte, Ingenieure und Akademiker oftmals ins benachbarte Ausland abwandern.

Es ist und bleibt ein Merkmal dieses Systems, dass hier immer nur an Symptomen herumgedoktert wird, anstatt die Entwicklung von Beginn an in richtige Bahnen zu lenken. Ein von Bildungsideologen an die Wand gefahrenes Schulsystem, systematische Verflachung, Verdummung durch die Massenmedien und eine konsumgeile Ich-Gesellschaft, die einfach „keine Zeit und kein Geld“ für Familie und Kinder hat. Die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit und das fehlende Vertrauen in den Staat dürften ebenfalls mit ausschlaggebend sein.

Damit nicht genug: Die Schreiberin dieses unsäglichen Artikels ist sogar der Meinung, dass die Zuwanderung noch weiter erleichtert werden und eine stärkere Willkommenskultur geschaffen werden solle. Zitat: „Keiner soll sich vor Neuankömmlingen fürchten, im Gegenteil, man sucht sie und wirbt mit hochkarätigen Mitteln, um Fachkräfte aus dem Ausland zu bekommen.“ Angesichts von verwahrlosten und verausländerten Stadtvierteln, sollte man diesen Artikel der Autorin um die Ohren hauen, was hoffentlich in besseren Zeiten einmal geschehen wird.

Die tiefe Bindung zu dem Ort, an dem man aufgewachsen ist, wird in besonderem Maße spürbar, wenn man an ihn zurückkehrt. All die Erinnerungen an Erlebnisse und Erfahrungen zeigen, wie tief man in diesem Fleck Erde verwurzelt ist. In der Kindheit bedeutete er die Welt. Die Vertrautheit des Elternhauses und all die Geborgenheit, die es schenkte. Der von den Großeltern angelegte Garten, der früher wie das Paradies erschien. Der alte Kindergarten, der heute leer steht, auf dem der alte Spielplatz zugewachsen und verfallen ist und nur noch erahnen lässt, wie lebensfroh es hier einst zugegangen sein mag. All das ist ein Teil von uns, ist ein Teil unserer Geschichte.

Die Heimat ist der Ort, an dem jede Straße, jedes Haus und jeder Mensch eine Erinnerung an frühere Zeiten weckt. Die Heimat ist der Ort, der eine stille Sehnsucht wach ruft, sobald man ihn verlassen hat. Die Heimat ist ein Teil von uns – ihre Zukunft ist unzertrennlich mit unserer eigenen verbunden.

Für die heute Herrschenden gilt einzig und allein der dogmatische Grundsatz der Gleichheit, der manifestiert, dass man alles und jeden auf dieser Welt beliebig austauschen und ersetzen kann. Wir aber wissen um die Einzigartigkeit allen Daseins von Pflanzen, von Tieren und von Völkern. Es gilt, die Natürlichkeit des Lebens zu bewahren und zu schützen. Wenn wir weiter gegen die Gesetze der Natur wüten, erwartet uns der Untergang. Doch bleibt uns im System der Demokraten eine andere Wahl?

Mit der Garantie auf Perspektiven fernab der Heimat, mit einer ungleich höheren Entlohnung für das gleiche Maß an Arbeit und einem künstlich geschaffenen Unterschied an Lebensqualität sind viele junge Deutsche heute gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, ihre natürliche Verbundenheit zu ihr zu verdrängen und zu verleugnen. Jugendliche können ihr Glück und ihre Träume oft nur noch im Westen der Republik oder gar im Ausland verwirklichen. Die Hoffnung auf ein besseres Leben lässt viele in ferne Gebiete abwandern. Und doch stellt sich die Frage, ob ein Leben in mehr Wohlstand, der auf Kosten kommender Generationen erworben wird, die dauerhafte Lösung sein kann.

Sieht man sich im Osten der Republik um, wird schnell deutlich, dass die “blühenden Landschaften”, die einst versprochen wurden, nirgends zu finden sind. Sie waren erlogen, genau wie die Zukunft für unser Volk in diesem System. Ganze Landstriche sind inzwischen entvölkert, wir sind umgeben von leeren Betonschluchten. Immer mehr Schulen müssen aufgrund der demografischen Entwicklung schließen. Leer stehende Fabrikgebäude und immer mehr Spielplätze, die im Laufe der Zeit nutzlos geworden sind, prägen das Bild unserer Heimat. Tausende leben unter der Armutsgrenze. Die Geburtenrate sinkt kontinuierlich. Jugendliche, denen die Ferne Chancen bietet, verlassen ihre Heimat und zurück bleibt eine Masse resignierender Alter und Arbeitsloser.

Der Umbau von Schulen und Kindergärten zu Altersheimen ist der Weg der Demokraten, sich auf die demografische Entwicklung einzustellen. Wir aber wollen das Übel an der Wurzel packen und nicht nur Folgeerscheinungen der von den Demokraten erzeugten Probleme beseitigen. Nicht die Symptome wollen wir lindern, sondern die Krankheit bekämpfen.

Heuchlerisch klingen die Reden der Demokraten, wenn sie in ihre Kameras blicken und es wagen, von Zukunft sprechen, während das Volk ausblutet. Uns zwingt man, diesen Kunstfiguren zu vertrauen und unser Glück ihrem Geschick zu überlassen, bekräftigen sie doch ihre Allmacht und ihren guten Willen täglich im Radio, im Fernsehen und in der Presse.

Schlicht in der Heimat zu bleiben und den Verlockungen der Ferne zu widerstehen, ist jedoch nicht die einfache Lösung, dem drohenden Volkstod entgegen zu wirken. Das Bekenntnis zur Heimat und zu seinen Wurzeln muss gleichsam das Bekenntnis gegen diejenigen sein, die unser Volk in diese Lage gebracht haben. Der Widerstand gegen die Herrschenden ist zu einer existenziellen Notwendigkeit für den Erhalt der Einzigartigkeit unseres Volkes geworden und der einzige Weg, den Untergang abzuwenden.

Der erneute Umbau der Bundeswehr, mit dem die Folgen der Aussetzung der Wehrpflicht bewältigt werden sollen und der zu einer signifikanten Reduzierung der Truppenstärke führt, wird von einem inneren Wandel der Armee begleitet.

Die zwanzigjährige Erfahrung der Auslandseinsätze und mehr noch die des seit zehn Jahren andauernden Kampfeinsatzes in Afghanistan finden mehr und mehr ihren Niederschlag im Selbstverständnis der Armee und ihrer Soldaten. Haben Politik und nicht zuletzt auch die Öffentlichkeit mittlerweile gelernt, mit Begriffen wie Krieg und Gefallene umzugehen, ringt die Bundeswehr derzeit mit einem weiteren neuen Begriff: dem der Veteranen.

Im April veröffentlichte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ein Diskussionspapier, in dem er Vorschläge für die „gesellschaftliche Würdigung“ der aktiven und ehemaligen Soldaten mit Einsatzerfahrung macht. Darin werden unter anderem Überlegungen zur Gründung von Veteranenheimen und zur Einführung von Veteranenabzeichen angestellt. Auch die Einsetzung eines Sonderbeauftragten  wird angeregt. Ein wichtiger Punkt in dem Papier ist der Vorschlag, künftig als „Geste der Anerkennung“ am 22. Mai den Veteranentag zu begehen.

Bekenntnis zum Begriff des „Veteranen“

An der durch diese Denkschrift angestoßenen Debatte beteiligt sich auch eine Organisation, die ihre Kompetenz in dieser Frage bereits im Namen führt: der Bund Deutscher Veteranen. In dem Verband haben sich aktive und ehemalige Soldaten zusammengeschlossen, die ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Auslandseinsätzen gesammelt haben und sich selbst als Veteranen bezeichnen. Den Vorschlägen des Verbandes kommt daher in der Diskussion ein ganz besonderes Gewicht zu.

„Wir verstehen unter einem Veteranen einen Soldaten, der als Teil der Streitkräfte seines Landes in einem Auslandseinsatz oder Krieg eingesetzt war“, heißt es in den Thesen des Verbandes zur Veteranenpolitik. Dabei bekennen sich die Verfasser ausdrücklich zum Begriff „Veteranen“ und verteidigten diesen gegen Einwände, die auf die historische Belastung des Begriffs verweisen, und gegen Alternativvorschläge wie etwa „Einsatzsoldaten“.

Ausdrücklich setzt sich der Verband für einen „Ehrentag“ für Veteranen ein, der die Chance biete, „danke zu sagen und Respekt und Anerkennung gegenüber diesem besonderen Dienst am eignen Land zu fördern“. Da es sich bei der Bundeswehr um eine Parlamentsarmee handelt und die Soldaten von den Abgeordneten in die Einsätze geschickt werden, müsse sich der Bundestag an einem solchen Veteranentag beteiligen. Auf Skepsis stößt indes der Vorschlag, den Tag auf den 22. Mai zu legen, jenen Tag, an dem 1956 die Wehrverfassung als Grundlage für die Bundeswehr in Kraft trat. Dieses Datum würde nach Ansicht des Verbandes die Idee einer besonderen Ehrung der Veteranen verwässern.

Ideele und materielle Anerkennung von Leistungen

Zunächst macht der Verband einige Vorschläge, die seiner Einschätzung nach „nichts oder nur sehr wenig Haushaltsmittel kosten“, aber eine hohe Signalwirkung hätten. Dazu zählt unter anderem eine Sonderbriefmarke „Solidarität mit Soldaten“ sowie die Unterstützung der privaten Aktion „Gelbe Schleife“ durch die Bundeswehr und die Politik. Zudem werden regelmäßige Schulbesuche von Veteranen angeregt, um den Schülern von ihren Erfahrungen zu berichten. Das von de Maizière vorgeschlagene Abzeichen für Veteranen wird ausdrücklich befürwortet. Der Verband hat hierzu bereits erste eigene  Entwürfe erstellen lassen.

Den Schwerpunkt legt der Verband aber auf die Forderung nach materiellen Leistungen. Diese reichen von einer speziellen Veteranenkarte, die dem Inhaber Vergünstigungen, etwa im öffentlichen Nahverkehr, einbringen sollen, bis hin zu einer generellen Zusatzrente für Veteranen sowie eine umfassende Versorgung für beschädigte Soldaten beziehungsweise für die Familien von Gefallenen.

Während die eher symbolischen Vorschläge auf breite Zustimmung im Verteidigungsministerium und der Politik hoffen dürfen, werden sich die geforderten finanziellen Leistungen, wenn überhaupt, nur nach einem zähen politischen Kampf durchsetzen lassen.

JF 30-31/12

 

1942. Götterdämmerung - Set Svanholm, Marta Fuchs (Karl Elmendorff, Bayreuth)

Richard Wagner Götterdämmerung (1876) 1:56:55 – Act 2 2:58:48 – Act 3 Set Svanholm — Siegfried Egmont Koch — Gunther Friedrich Dalberg — Hagen Robert Burg — Alberich Marta Fuchs — Brünnhilde Else Fischer — Gutrune Camilla Kallab — Waltraute Camilla Kallab — 1. Norn Hildegard Jachnow — 2. Norn Charlotte Siewert — 3. Norn Hilde Scheppan — Woglinde Irmgard Langhammer — Wellgunde Margery Booth — Floßhilde Karl Elmendorff Chor & Orchester der Bayreuther Festspiele 21 Jul 1942 Scores and libretto: docs.google.com Synopsis: metoperafamily.org Translations: opera-guide.ch . .

BERLIN. Die Reederei „Peter Deilmann“ hat dem Kapitän der „MS Deutschland“, Andreas Jungblut, das Kommando entzogen, weil er sich weigert, statt unter deutscher künftig unter der Flagge Maltas zu fahren.

Der aus der ZDF-Serie „Das Traumschiff“ bekannte Luxusdampfer liegt derzeit in London und soll nach den Olympischen Spielen die deutschen Athleten nach hause bringen. Es ist weltweit das einzige Kreuzfahrtschiff, das noch unter deutscher Flagge fährt.

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung plant die Reederei, die nach ihrer Insolvenz 2010 vom deutschen Finanzinvestor Aurelius übernommen wurde, die „MS Deutschland“ künftig in Malta registrieren und unter der Flagge des Inselstaates fahren zu lassen. Dies sollte bereits im Juli geschehen.

„Man wechselt die Flagge nicht wie ein Unterhemd“

Kapitän Jungblut protestierte in einem Schreiben an Bundespräsident Joachim Gauck, der für dieses Wochenende auf der „Deutschland“ erwartet wird, gegen den Flaggenwechsel. Man wechsle eine Flagge nicht wie ein Unterhemd, schrieb Jungblut. Er und die Besatzung des Schiffs seien sicher, auch künftig wirtschaftlich unter deutscher Flagge fahren zu können.

Die Reederei schickte den 59jährigen daraufhin von Bord. Offiziell aus Urlaubsgründen. Derzeit habe der zweite Kapitän regulär Dienst, begründete eine Sprecherin des Unternehmens die Entscheidung.

Dies sieht Jungblut anderes. Dem Boulevardblatt sagte er: „Das ist ein einmalig würdeloser Fall in der Schiffahrt, daß ein Kapitän von Bord geworfen wird.“ Ihm sei Schiffsverbot erteilt worden.

CSU-Politiker Mayer: „Das Traumschiff müsse deutsch bleiben“

An ihren Plänen, das Schiffsregister zu wechseln, will die Rederei definitiv festhalten. Ein genauer Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest, erklärte die Sprecherin der Reederei. Laut Bild soll das Schiff allerdings unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Deutschland am 15. oder 16. August umgeflaggt werden.

Unterstützung erhält Kapitän Jungblut vom innenpolitischen Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stephan Mayer. Der Abgeordnete appellierte an „das Heimatgefühl und den Nationalstolz der Reederei“. Das Traumschiff müsse deutsch bleiben. (krk)

BONN. An deutschen Hochschulen waren im vergangenen Jahr so viele ausländische Studenten eingeschrieben wie noch nie. Nach Angaben des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) studierten in Deutschland 2011 mehr als 250.000 Ausländer. Dies seien 11,4 Prozent aller Studenten. Die meisten von ihnen kamen aus China. Mit Abstand folgten Rußland, Bulgarien, Polen und Österreich.

Chinesen seit Jahren größte Gruppe

Laut dem DAAD stellen Chinesen seit Jahren die größte Gruppe der ausländischen Studenten. 2011 seien 22.828 Chinesen an deutschen Hochschulen immatrikuliert gewesen – Tendenz steigend. Grund hierfür sei die gestiegene Zahl von Kooperationen zwischen deutschen und chinesischen Universitäten und Fachhochschulen. Derzeit gebe es 750 solcher Projekte.

Auch die Zahl der ausländischen Studienanfänger erreichte 2010 mit 66.400 ein Rekordniveau. Etwa ein Drittel davon komme aus Asien, die Hälfte aus Europa. Unter letzteren dominierten die osteuropäischen Staaten wie Rußland, Bulgarien und Polen. Allerdings steige auch die Zahl westeuropäischer Studenten. Hier seien die wichtigsten Herkunftsländer Österreich, Frankreich und Spanien. (krk)

Seit Jahren die gleichen Versprechungen, die gleichen Beteuerung, die gleiche geheuchelte Euphorie – doch am Ende ausschließlich blanker Populismus.

1998 – Koalitionsvertrag SPD, Grüne:

“Deutschland muss eine Ideenfabrik werden. Wir wollen ein Klima des geistigen Aufbruchs fördern, das Bildung, Wissenschaft und Forschung neue Entfaltungsmöglichkeiten bietet, bestehende strukturelle Verkrustungen aufbricht und der jungen Generation Zukunftschancen eröffnet. Bildung, Forschung und Wissenschaft sind unsere Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.”

2002 – Koalitionsvertrag SPD, Grüne:

“Wir setzen auf die bestmögliche Bildung für alle, auf ein Bildungssystem, das die Fähigkeiten des Einzelnen fördert. […] Deutschland muss im Bildungsbereich weltweit einen Spitzenplatz einnehmen.”

2005 – Koalitionsvertrag CDU, CSU, SPD:

“Bildung ist der Schlüssel für individuelle Lebenschancen und kulturelle Teilhabe, für Entwicklung und Innovation. […] Der Zusammenhalt und die soziale Entwicklung unserer Gesellschaft, unser Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft hängen immer stärker davon ab, welchen Stellenwert Bildung erhält. Bildung ist der entscheidende Zukunftsfaktor für unser Land, aber auch für die Chancen jedes einzelnen Menschen.”

2009 – Koalitionsvertrag CDU, CSU, FDP:

“Bildung und Forschung sind Grundlagen des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts. […] Deswegen sagen wird der Bildungsarmut den Kampf an. […] Wir wollen Deutschland zur Bildungsrepublik machen, mit den besten Kindertagesstätten, den besten Schulen und Berufsschulen sowie den besten Hochschulen und Forschungseinrichtungen.”

Audio-Datei herunterladen (13-Bildet-Banden.mp3)

Rotte Charlotte // Bildet Banden

Der Bildungssektor wird von den demokratischen Parteien gern als ein zentrales Wahlkampfthema verstanden, findet nach der Wahl nochmal Einzug in die utopischen Regierungsziele der frisch gekürten Machthaber, um sich dann schnell zu all den Bereichen zu gesellen, die von diesen Kunstfiguren mittlerweile völlig kaputt regiert und reformiert wurde.

Stand einst das Label “Made in Germany” für den deutschen Erfindergeist, Innovation und Qualität, zeichnete sich unser Volk über Jahre hinweg durch seine geistig-schöpferische Kraft aus, haben sich Millionen Deutsche einst den stolzen Ruf der Zuverlässigkeit und des Pflichtbewusstseins erarbeitet, um diesen dann über Generationen hinweg gerecht zu werden, so reichten den Demokraten gerade mal 60 Jahre, um aus dem Volk der Dichter und Denker ein Heer von Schulabbrechern und Unterqualifizierten werden zu lassen.

Man glaubt, dass jeder die gleichen Möglichkeiten hätte und hängt damit immer noch dem Marx-Gedanken an, dass der Mensch sozusagen wie ein leerer Sack auf die Welt käme und nur durch seine Umwelt etwas werde. Und je mehr leere Säcke man füllt, umso mehr Forscher und Erfinder hat man dann zur Verfügung! Dem gleichen Geist entspringt auch der dann logisch erscheinende Gedanke, die Geburtenarmut der Deutschen durch Zuwanderung auszugleichen – denn leerer Sack ist doch gleich leerer Sack – oder?

Welche Früchte jahrzehntelange demokratische Bildungspolitik schlussendlich trägt, lässt sich aus einem am Mittwoch erschienenen Bericht der Nachrichtenagentur dpa erahnen, welcher auf einen Entwurf des “Berufsbildungsberichts” der Bundesregierung verweist. Demnach gelten mittlerweile 47,3 Prozent der Schulabgänger als “nicht ausbildungsreif”. Die meisten der Betroffenen müssen vor der Vermittlung in eine Lehrstelle zusätzliche Fördermaßnahmen absolvieren.

Zwar wurde diese Zahl von der Bundesregierung mittlerweile dahingehend korrigiert, dass diese 47,3 Prozent nicht für den Anteil der Jugendlichen steht, welcher generell nicht in der Lage ist, nach dem Schulabschluss eine Ausbildung anzutreten, sondern für den Teil, welcher nach der Schule einen zusätzlichen Grundbildungs(!)kurs in Anspruch nimmt, so lässt sich doch trotz aller möglichen Korrekturen und Zahlenwischerei nicht über den Umstand hinweg täuschen, dass die Demokraten auch in puncto Bildung völlig versagt haben.

Die fatale demografische Entwicklung gepaart mit der Unfähigkeit der Herrschenden, das geistige Potential dieses Volkes zu erkennen und zu erwecken, sorgt somit dafür, dass von dem wenigen Nachwuchs, der dem Arbeitsmarkt in Zukunft überhaupt noch zur Verfügung steht, ein großer Teil nicht in der Lage sein wird, den Anforderungen der an sie gestellten Aufgaben gerecht zu werden.

Selbst große Firmen, die ja generell als Anlaufpunkt einer Vielzahl von Bewerbern auf die angebotenen Ausbildungsplätze gelten, verzeichnen neben einem Rückgang der Bewerber auch eine immer schlechter werdende Leistungsfähigkeit der Interessenten.

So äußerte sich auch Martin Stöckmann, Ausbildungsleiter von Siemens am größten Ausbildungsstandort des Konzerns in Berlin, zur derzeitigen Situation:

“Die Qualität der Schulabgänger nimmt ab. Manche können keine drei zusammenhängenden Sätze sprechen oder schreiben. Die Durchfallquote bei unserem Einstellungstest ist signifikant gestiegen.”

Welche Auswirkungen der Bildungsmangel der kommenden Generationen haben wird, ließ sich unlängst einer Prognose der Brüsseler Denkfabrik “Centre for European Policy Studies” (CEPS) entnehmen.

Demnach könnte die deutsche Wirtschaft aufgrund fehlender Investitionen in Bildung in den kommenden 30 Jahren europaweit stark absteigen und sogar hinter der polnischen Wirtschaft zurück fallen. Laut Daniel Groß, Leiter des CEPS, liegt das überwiegend an zu vielen Schulabbrechern und zu wenig Uni-Absolventen im deutschen Bildungssektor. Verknüpfe man die Akademikerquote mit den Resultaten der PISA-Studie, liege Warschau bereits vor Berlin.

Laut Groß werde diese Entwicklung Deutschland in der nächsten Generation zum Land der Hilfsarbeiter machen. Eine Entwicklung, die im Bereich der Politik schon vor Jahrzehnten eingetreten ist.

Spricht man sich gegen die Demokratie als Staatform aus, so wird auch von nationaler Seite allzu oft darauf verwiesen, dass das System der Demokratie heute zwar schlecht, in seinen Grundsätzen jedoch besser sei als alles, was als Alternative in Frage käme. Man müsse die Demokratie nur “richtig machen”, zum Beispiel die im Grundgesetz verankerten Grundrechte beachten. Demokratie heiße schließlich “Volksherrschaft”, und was könnte eine Volksbewegung gegen die Umsetzung dieser Volksherrschaft einzuwenden haben?

Die Gleichsetzung von Demokratie und Volksherrschaft ist jedem Deutschen seit dem Kindesalter unentwegt vermittelt worden – dies auch in der ehemaligen DDR, wo gerade das System des Westens unter der Hand als Inbegriff des “Besseren” gehandelt wurde. Gleichsam wurde die selbstverständliche Verbindung dieser Volksherrschaft mit größtmöglicher Freiheit und Gerechtigkeit derart penetrant propagiert, dass es einiger Überzeugungsarbeit bedarf, den politisch interessierten Deutschen überhaupt für Gedanken empfänglich zu machen, die den Tellerrand der Demokratie überschreiten. Zu dieser Überzeugungsarbeit sind Argumente unerlässlich, die inhaltlich fundierter sind als der oft bemühte Tenor “das System ist schlecht und hier sind tausend Beispiele” – schließlich wird der überzeugte Demokrat jedem dieser Beispiele sofort entgegenhalten, dass dies alles “undemokratisch”, in einer “echten” Demokratie jedoch ganz anders wäre.

Es bedarf daher der Prüfung, ob es eine solche “echte” Demokratie in Deutschland geben kann und ob diese im Interesse des deutschen Volkes wäre. Auf Argumente, die mit dem Hinweis auf eine “bessere, echte Demokratie” negiert werden könnten, wird dabei bewusst verzichtet.

Der Herrscher herrscht zum eigenen Nutzen

“Demokratie” bedeutet nach ihrem Wortsinn tatsächlich “Volksherrschaft” – abgeleitet aus den griechischen Worten dēmos (Volk) und kratía (Herrschaft). Dies allein stellt zunächst jedoch nur den Unterschied zu anderen Herrschaftsformen, zum Beispiel zur Herrschaft des Adels (Aristokratie) oder der Kirche (Theokratie), heraus.

Aristoteles untersuchte Herrschaftsformen danach, ob sie zum Nutzen aller oder zum Nutzen der Herrschenden angelegt seien. In diesem Zusammenhang stellte er zum Nutzen aller Monarchie, Aristokratie und Politie in eine Reihe, wohingegen Tyrannis, Oligarchie und Demokratie zum Nutzen der jeweils Regierenden angelegt waren. Geht man philosophisch nun davon aus, dass der Mächtige stets primär zum eigenen Nutzen handeln wird, so ist aus Sicht des Beherrschten der Monarch der Tyrann, der Fürst der Oligarch, der Mensch aus dem Gemeinwesen (gr. polis) der Demokrat. Folglich kommen faktisch nur Tyrannis, Oligarchie oder Demokratie als reale Herrschaftsformen in Frage. Da polis begrifflich alle den Staat und das Gemeinwesen umfassenden Angelegenheiten beinhaltet, erscheint folgerichtig, dass – wenn schon der Herrschende stets zu seinem eigenen Nutzen regieren wird – das Volk idealerweise selbst herrscht, um Ungerechtigkeit gerade gegenüber diesem Volk zu verhindern.

Diesem Gedanken lässt sich jedoch entgegenhalten, dass beispielsweise im antiken Athen alle männlichen Vollbürger ab 20 Jahren eine Versammlung bildeten, die bei wichtigen Beschlüssen mindestens aus 6.000 Mitgliedern bestehen musste. Insgesamt lebten in Athen nur 40.000 männliche Vollbürger, sodass – wollte man die BRD in selber Weise regieren – wichtige Beschlüsse durch die Mehrheit aus mindestens 12,3 Millionen Staatsbürgern ergehen müssten. Dies ist jedoch nicht der Fall – stattdessen werden diese Beschlüsse im Bundestag durch mindestens 598 (derzeit 622) Abgeordnete gefasst. Selbst also, wenn man idealisiert annimmt, der Bundestag wäre aus der “Mitte des Volkes” in freien, gleichen und geheimen Wahlen hervorgegangen, herrschen damit nicht die “Menschen des Gemeinwesens”, sondern nur ein Teil von ihnen.

Wenn zwingend ist, dass die Herrschenden zum eigenen Vorteil handeln, so müssten – soll es vorteilhaft für das Volk sein – alle Menschen aus dem Volk herrschen. Durch die Wahl von Repräsentanten fällt jedoch keinerlei Entscheidung über Herrschaftsinhalte, sondern nur über Personen, die dann oftmals sogar konträr zu ihren Versprechen im Wahlkampf handeln.

Als Alternative wird oft die “direkte Demokratie” gepriesen. Hierbei soll das Volk selbst in Abstimmungen über Einzelfragen konkrete Herrschaftsinhalte beeinflussen. Zweifellos würde das Volk “zum eigenen Nutzen”, also beispielsweise gegen jede Steuererhöhung, votieren. Fraglich ist aber, ob solche Entscheidungen 1. fachlich vertretbar wären und 2. nicht zu starken Einflüssen von Demagogen [Medien] ausgesetzt wären, sodass faktisch lediglich eine Herrschaft der Massenmedien die Herrschaft der demokratischen Machthaberclique ablösen würde.

Dies führt zu der Frage, ob jeder Einzelne innerhalb eines Volkes überhaupt intellektuell in der Lage ist, die Politik des Staates zu gestalten. Eine Analyse dieser Frage ist müßig, kann doch jeder politisch denkende Mensch aus dem Stehgreif bereits sagen, dass die übergroße Mehrheit der Menschen in seinem Bekanntenkreis hierzu nicht in der Lage ist. Dies ist kein Schwächezeichen für ein Volk, sondern eine naturgegebene Tatsache – ein Volk voller Juristen und Wirtschaftswissenschaftler könnte weder Brot backen noch Maschinen bauen, wäre mithin nicht lebensfähig und deshalb lange schon ausgestorben. Es ist deshalb fernliegend, das gesamte Volk für politische Einzelentscheidungen bemühen zu wollen; sollte tatsächlich jeder Angehörige des Volkes eine umfassende Meinung zu jeder sich stellenden politischen Frage bilden müssen, käme das reale Leben innerhalb des Staates zum Erliegen. Ohne umfassende Meinungsbildung wäre ein sinnvolles Abstimmungsverhalten ausgeschlossen und damit auch das Entstehen guter politischer Entscheidungen.

Die eben dargestellte Argumentationsweise wird selbst von den Herrschenden gegen die direkte Demokratie gebraucht. Eine Antwort bleiben sie aber stets schuldig, wenn danach gefragt wird, was “die Mehrheit” dann befähigen soll, sinnvoll über die Zusammensetzung der Parlamente zu befinden, wo es ihr doch nachweislich an politischem Sachverstand fehlt.

Gemeinschaftsidentität als Grunderfordernis

Doch auch unter den verhältnismäßig Wenigen innerhalb einer Gemeinschaft, die intellektuell politikfähig wären, stellt sich ein Problem: Neben der geistigen bedarf es der moralischen Eignung. Hier liegt das Schlüsselproblem der Demokratie. In einer moralischen Vorstellungswelt, in der die Freiheit des Individuums und dessen Selbstverwirklichung höchsten Stellenwert genießen, wird die philosophische Aussage Aristoteles‘ hinsichtlich des Herrschens zum eigenen Nutzen um ein wesentliches Moment verkürzt: Der Mensch aus dem Gemeinwesen, der zum Herrscher gewählt wird, ist in seiner Identität nur Mensch, nicht aber Bestandteil seines Volkes, ohne welches er niemals existiert hätte. Er identifiziert sich deshalb nicht mit “dem Volk”, sondern allenfalls mit der Machtclique selbst, wo es eben nötig ist. Nimmt man nun mit Aristoteles an, dass die Mächtigen zum Nutzen ihrer selbst herrschen, so herrschen diese Demokraten [die Bundestagsabgeordneten] zum Nutzen ebendieser Demokraten [der Bundestagsabgeordneten], ganz so, wie der Monarch als Tyrann oder der Aristokrat als Oligarch. In den Auswirkungen dieser Herrschaft macht es für das Volk keinen Unterschied, ob eine bestehende herrschende Klasse sich “Adel” oder “Demokraten” nennt.

Dadurch, dass die Demokraten nach Wahlen weit überwiegend nur die Plätze der Regierungsmehrheit und der Opposition tauschen, nicht aber durch gänzlich neue “Menschen des Gemeinwesens” ersetzt werden, wird dieser Effekt noch verstärkt: Wer über mehrere Legislaturperioden Mitglied des Bundestages war, wird schwerlich von sich behaupten können, sich nicht als Bestandteil einer “herrschenden Klasse” zu fühlen.

Wenn Monarchie, Aristokratie und Demokratie zu Auswahl stehen, sich aber niemand mit seinem Volk, sondern jeder nur mit sich selbst identifiziert, so ist es völlig egal, welche Herrschaftsform letztlich besteht – immer wird es eine identitätsstiftende herrschende Klasse geben, und die Regierung erfolgt zum Nutzen dieser herrschenden Klasse. Das Modell der Demokratie könnte so nur in verhältnismäßig kleinen Gemeinschaften funktionieren (Beispiel Athen) – denn wenn sich keine herrschende Klasse herausbilden kann, weil faktisch alle an den Abstimmungen teilnehmen, besteht letztlich eine Herrschaft zumindest durch die Gemeinschaft, nicht jedoch zwingend zu deren Wohl. Bereits im antiken Griechenland warnten Philosophen vor der Gefahr durch Demagogen.

Will man also eine Herrschaftsform realisieren, die den Interessen eines Millionenvolkes bestmöglich gerecht wird, muss man sich zuerst von überkommenen Vorstellungen über politische Modelle lösen.

Vorstellung eines alternativen Modells zur Herausbildung geeigneter Machthaber

Um Machthaber herauszubilden, die auch dann noch im Interesse der Gemeinschaft handeln, wenn die Macht besteht, sich dagegen zu entscheiden, ist es zunächst wichtig, die grundsätzlich Politikfähigen innerhalb eines Volkes ausfindig zu machen. Neben intellektueller Eignung sind dabei Durchsetzungsvermögen, Entschlusskraft, Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht vonnöten. All dies wird unmöglich in Wahlkampfveranstaltungen zu erkennen sein, in welchen sich bis dato völlig unbekannte Akteure oftmals an ein Manuskript von psychologisch geschulten Werbefachleuten halten.

Vielmehr bedarf es einer Beobachtung und ggf. Förderung solcher Eigenschaften schon im Jugendalter. Ein Volk also, welches sich durch seine politische Selbstbewusstwerdung zur Nation aufschwingt und einen Staat bildet, um sich ein nach innen und außen verbindliches rechtliches Fundament zu geben, muss bereits seine Jugend für die wichtigen Aufgaben der Staatsleitung sensibilisieren. In der Jugenderziehung im Elternhaus und bei Veranstaltungen einer staatlichen Jugendorganisation treten die Anlagen erkennbar zutage, die es sodann zu fördern gilt. Hieraus entwickeln sich Führungscharaktere.

Der natürliche Egoismus des Menschen, der auch diesen Charakteren innewohnt, muss dabei stets auf das Gemeinwesen, das ganze Volk, ausgedehnt werden – dies kann anhand historischer Beispiele überzeugend geschehen. Schlägt es fehl, deutet das auf Anlagen hin, die den Träger zum Politikunfähigen machen – als solcher hat er dann einen anderen geeigneten Platz innerhalb der Gemeinschaft auszufüllen, nicht aber den eines politischen Führers.

Aus denjenigen, die sich als politische Führer eignen, geht derjenige letztlich als mächtigster hervor, der die dafür nötigen Eigenschaften am deutlichsten in seiner Person vereint. Andere aber erfüllen ihre Aufgaben für die Gemeinschaft an ihren Plätzen und maßen sich nicht an, “aus dem Bauch heraus” in Wahlen oder Abstimmungen über Fragen zu entscheiden, für deren Beantwortung sie persönlich sich schon aufgrund ihrer Anlagen als ungeeignet erwiesen haben.

Historische Beispiele der Art, dass Einzelne sich für ihre Gemeinschaft aufopferten, stammen aus Zeiten, in denen eine altruistische Einstellung noch selbstverständlich war – deshalb nämlich, weil sie sich als überlebensnotwenig für vorangegangene Generationen erwiesen hatte.

Konsequenzen für den Widerstand

Im System der Demokraten hingegen hat sich eine egoistische Einstellung als vorzugswürdig durchgesetzt, da jene, die ihr am konsequentesten folgen, es zu den größten Reichtümern oder den mächtigsten Positionen im Staate bringen konnten. Gleichsam ist mit dieser Lebenshaltung unweigerlich das Aussterben des deutschen Volkes verbunden, wie es demografische Statistiken zweifelsfrei belegen. Abermals ist daher der Beweis für künftige Generationen anzutreten, dass eine Besinnung auf gemeinwohlfördernde Verhaltensweisen Grundlage ist für das Überleben unseres Volkes.

So, wie sich in der beschriebenen Weise einst politische Führer herauskristallisieren werden, so muss es heute in den Reihen des Widerstandes geschehen. Dabei ist ein Rückgriff auf die überkommenen Modelle Demokratie, Aristokratie und Monarchie überflüssig: Es darf nur darum gehen, Machtansprüche daran festzumachen, ob sich Einzelne zu politischen Führern eignen. Selbst, wenn eine Machtübernahme durch eine Wahl nach den Vorgaben des Grundgesetzes erfolgen soll, ist die Demokratie nicht zu propagieren, sondern innerhalb der Propaganda bestmöglich auszuklammern, da auf unser Modell einer Staatsleitung durch Deutsche, die dazu aufgrund ihrer Anlagen befähigt sind, verwiesen werden muss.

Es versteht sich von selbst, dass derartige Ansichten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO) nicht entsprechen. Eine Partei unter diesen Gesichtspunkten führen zu wollen, ist deshalb aussichtslos. Die Frage ist nun, ob der organisationstechnische Vorteil von Parteistrukturen die propagandistischen Nachteile aufwiegt, die ein Verzicht auf das Beziehen klarer Positionen zur Demokratie mit sich bringt. Doch selbst, wer der demokratischen Partei als nötiger Organisationsstruktur bedarf, ist gehalten, sein inneres Selbstverständnis bezüglich “der Demokratie” zu überprüfen.

In homogenen Gemeinschaften mit verhältnismäßig wenigen Angehörigen ist die Demokratie im Wortsinne praktikabel – so am Thingplatz unserer Ahnen, auch, wenn sie dort niemand als “Demokratie” bezeichnete. Doch durch starke politische Führer wurde aus den Stämmen an den Thingplätzen ein Millionenvolk, das die Welt über Jahrhunderte geprägt hat. Mit der Zahl unserer Volksangehörigen wuchs auch die Schwierigkeit, unser Volk gerecht und effektiv zu regieren. Die Losung, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgehe, mag einfach und gerecht klingen – sie ist aber nicht mehr als eine Floskel, hinter der sich auch nichts verbirgt als das leere Papier, auf das sie gedruckt wurde. Es mag verlockend erscheinen, die Herrschaftsform zu befürworten, die dank medialer Propaganda schon jetzt bei Millionen Menschen auf Zustimmung trifft – dadurch wird diese Herrschaftsform aber nicht besser. Vielmehr müssen wir uns fragen, warum die Machthaber und die Medien die Demokratie unablässig lobpreisen – schließlich sind sie es, die auch sonst stets im Widerspruch zu unseren Positionen stehen.

Wenn sie sich selbst und alles, was gegen uns gerichtet ist, als “demokratisch” bezeichnen, dann bietet dies nur einen sinnvollen Ansatzpunkt: Wir können sie beim Namen nennen. Wir können all das, was sie zum Unwohle unseres Volkes leisten, als Taten der Demokraten öffentlich machen – damit sich durch unsere Propaganda ein negatives Bild des “Demokraten” bei allen politikverdrossenen Deutschen abzeichnet. Wenn die Medien dann von Demokraten sprechen, wenn Vereine sich die “Demokratie” auf die Fahnen schreiben, wenn “demokratischer” Protest gegen uns stattfindet – dann soll künftig jedem klar sein, aus welcher Richtung der Wind weht, nämlich aus der volksfeindlichen!

Fazit

Eine – wie auch immer geartete – Demokratie zum Nutzen unseres Volkes kann es in Deutschland aufgrund der hohen Bevölkerungszahl und aufgrund der in der Demokratie angelegten politischen Kompetenzen für politisch Inkompetente niemals geben. Den Beweis treten die Demokraten tagtäglich an.

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