Halali! Die Sau ist tot! Oder besser gesagt, der Bär gefangen. Nach monatelanger Jagd mit Wärmebildkameras, verdeckten Ermittlern und einer Armee von Minirobotern ist Hannovers Polente jetzt endlich der große Coup gelungen. Der Abschiebär wurde gefangen! Allerdings nur ohne Innenleben in einem Kofferraum. Unsereiner lässt sich ja nicht lebend fangen, wie schon unsere historischen Vorbilder uns lehrten.

Wenn man schon den Hells Angels nicht beikommt und dem Krieg im Pfandflaschensammlermilieu kein Ende machen kann, ist das ja wenigstens mal ein kleiner Erfolg für Hannovers „Boys in blue“.

Als wir daraufhin die Wochenendausgabe der HAZ genauer unter die Lupe nahmen, fiel uns so einiges Merkwürdiges auf. So thematisiert unser örtliches Qualitätsmedium neben dem gewohnten Text (Gibt es eigentlich einen Bausatz für Texte dieser Art? Die klingen irgendwie immer gleich-hochtrabende aber oft substanzlose Anschuldigungen, lahme Formulierungen über Betroffenheit und so…Könnt ihr nicht mal flott über uns herziehen?) findet sich eine Botschaft über den drohenden Volkstod, geschickt eingebaut in ein Bild von einem Supermarkt. Respekt! Haben sich unsere eingeschleusten Doppelagenten an die Arbeit gemacht, oder haben sich bei einem Redakteur deutsche Gedankengänge eingestellt, die dazu geführt haben, dass er sich jetzt morgens beim Rasieren auch mal wieder in die Augen sehen kann?

Und was hat es mit der Nachricht einige Seiten weiter auf sich, dass die BRD den Kauf von solchen bewaffneten Drohnen bei unserem großen Bruder erwägt, der mit den Dingern in Afghanistan so bombig erfolgreich den großen Bruder spielt? Ist dieses Geschäft nach der Verhaftung des Abschiebären überhaupt noch notwendig? Was sagen unsere indogermanischen Brüder in Afghanistan dazu? Müssen die nicht mit einem Verlust an Demokratie und Sicherheit rechnen, wenn die Drohnen zu uns verschoben werden? Und was für Auswirkungen hat der Drohnenflugverkehr auf das Leben in der Südstadt? Machen die Dinger Lärm? Was ist mit Kollateralschäden unter Südstädtern? Will die BRD durch die Hintertür das Problem der Alterspyramide lösen? (Kollateralschäden an Rentner)

Man weiß es nicht. Aber uns erinnert das Ganze an das Ende des Films “V wie Vendetta”, als plötzlich nach der Ergreifung des Freiheitskämpfers die Straßen voll waren mit Guy Fawkes- Masken

Herbert von Karajan Te Deum by Anton Bruckner

Herbert von Karajan conducts the Te Deum for Soloists, Chorus and Orchestra by Anton Bruckner (1824_1896) 3. Aeterna fac Leontyne Price, Soprano Hildegard Rössl_Majdan, Mezzo-Soprano Fritz Wunderlich, Tenor Walter Berry, Bass Singverein de Gesellschaft für Musikfreunde Wien Wiener Philharmoniker Salzburg Festival 24.VIII.1960
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HAMBURG. Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, einen Mitarbeiter schwarz zu einem Niedriglohn beschäftigt zu haben. André Fahnemann, ein ehemaliger Mitarbeiter Wallraffs, hat sich selbst wegen Schwarzarbeit angezeigt. Der damalige Hartz-IV-Empfänger will jahrelang Wallraffs rechte Hand gewesen sein und ein Honorar von bis zu 1.000 Euro monatlich bar entgegengenommen haben.

Fahnemann und Wallraff sollen sich 2007 kennengelernt haben, als der Enthüllungsautor Wallraff in der Callcenterbranche über miserable Arbeitsbedinungen recherchiert hat. Fahnemann habe in einem solchen Callcenter gearbeitet, berichtet der Spiegel. Ein Jahr später habe Fahnemann als „Privatsekretär“ Wallraffs angefangen. Die Bezeichnung „Mädchen für alles“ trifft es wohl besser, denn neben Wallraffs Korrespondenz habe sich Fahnemann auch um das Bügeln von Hemden und den Einkauf gekümmert.

Offiziell bezog Fahnemann in dieser Zeit Arbeitslosengeld I, später Arbeitslosengeld II. Fahnemann behauptet, bar entlohnt worden zu sein, weil Wallraff ihn nicht fest habe anstellen wollen. Der Stundenlohn habe acht Euro betragen. Jedoch: Einen Teil seines Lohns habe Wallraff einbehalten – als Miete für seine Zweizimmer-Wohnung in Köln.

Wallraff bestreitet die Existenz eines Arbeitsverhältnisses. Der Vorwurf kommt überraschend, weil der linke Enthüllungsjournalist seit Jahrzehnten soziale Mißstände anprangert, darunter auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse und schlechte Bezahlung. Er habe Fahnemann auf dessen Wunsch hin für kleinere Aufträge in bar entlohnt. Ein festes Arbeitsverhältnis habe es nicht gegeben und dementsprechend auch kein Festgehalt, so die Version Wallraffs. Er habe nur helfen wollen, ließ Wallraff mitteilen.

Fahnemann könnte seine Selbstanzeige teuer zu stehen kommen: Er muß damit rechnen, mehrere zehntausend Euro an die Arbeitsagentur zurückzahlen zu müssen. Für Wallraff hingegen wäre der finanzielle Mehraufwand für ein rückwirkend festgestelltes Arbeitsverhältnis der geringste Schaden. Der Verlust an Glaubwürdigkeit hingegen wäre für den Verkleidungskünstler verheerend.  (rg)

Während die Bevölkerung die “Spiele der Konzerne” in London aus der Ferne verfolgen darf oder in den Sommer- ferien verweilt, muss hinter den Kulissen wegen der Eurokrise die nackte Panik herrschen. Nur so ist zu erklären, dass US-Finanzminister Timothy Geithner über den Atlantik fliegt und seinen deutschen Kollegen Wolfgang Schäuble zu einem Gespräch an seinem Urlaubsdomizil auf Sylt besucht. Auch Luxemburgs Ministerpräsident und Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat vor einem Zerfall der Eurozone gewarnt. Um den Euro zu retten, sei keine Zeit mehr zu verlieren.

Ausgerechnet der Oberlügner und Kriegsverbrecher Tony Blair hat sich auch übers Wochenende zur Eurokrise geäussert. Was geht ihn das überhaupt an? Er rief Deutschland zur Rettung des Euro auf. In der Blöd-Zeitung schrieb Blair in einem Gastbeitrag: Die Krise «… ist für uns eine neue Erfahrung, am ehesten noch vergleichbar mit der Situation in den 1930er-Jahren. Sämtliche Alternativen sind unschön. Aber die beste dieser Alternativen für Europa, und insbesondere für Deutschland, besteht darin, den Euro zu retten.

Die oben genannten Personen fordern von Deutschland mehr oder weniger unverblümt, endlich die gesamten Schulden der Pleiteländer zu übernehmen, sonst wird es die Eurozone in einigen Monaten nicht mehr geben. Berlin soll aufhören aus innenpolitischen Gründen sich vor der Verantwortung für den Erhalt des Euro herumzudrücken. Der EZB soll erlaubt werden, alle Staatsanleihen der überschuldenten Länder zu kaufen.

Junkers warf Deutschland vor, es mache “andauernd Innenpolitik in Sachen Eurofragen“. “Warum behandelt Deutschland die Eurozone wie eine Filiale?“, fragte er. Juncker verlangt ausserdem die Einführung eines hauptamtlichen “europäischen Finanzministers“. Dieser müsse “eine prominente Persönlichkeit sein, die durchaus nationale Haushaltspläne stoppen kann“.

Tolles Demokratieverständnis von diesem Dummschwätzer, der die politische Diskussion, das Urteil des Verfassungsgericht über die Verfassungsmässigkeit des ESM und das Mitspracherecht der deutschen Bevölkerung, als lästiges Hindernis sieht. Ausserdem will er eine zentrale Finanzdiktatur, welche das Hoheitsrecht über den Staatshaushalt der einzelnen Länder ausschaltet. Klingt alles nach Notstandsrecht, mit der Ausrede, für einen demokratischen Prozess gibt es keine Zeit mehr.

Geithner will nicht nur Schäuble, sondern auch Mario Draghi in Frankfurt treffen. Draghi hat bereits verkündet, die EZB wird alles tun, um den Euro zu retten. “Innerhalb unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten“, sagte Draghi. Das Wort “alles” ist ziemlich umfassend und kann sehr viel bedeuten, wie noch mehr Geld drucken, um bis zum letzten Schrott und rostigen Nagel alles in die Bücher zu nehmen.

Derweilen wird die finanzielle Katastrophe in Italien und Spanien immer schlimmer. In Italien müssen in 40 Städte die Beamten um ihr Gehalt bangen. Italienische Gemeinden befürchten, im August die Gehälter ihrer Beamten nicht bezahlen zu können. Zu ihnen zählen Rom sowie Neapel, wie die römische Tageszeitung La Repubblica berichtete. Bis Ende August müssen die 8’000 italienischen Gemeinden 1,2 Milliarden Euro für die Gehälter auftreiben.

Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist mittlerweile höher als in Griechenland, was zeigt, wie schlimm die Lage dort ist. Im zweiten Quartal stieg die Arbeitslosenquote auf 24,6 Prozent. So hoch war sie in Spanien noch nie. In gewissen hart betroffenen Regionen liegt die Zahl bei über 30 Prozent und die Jugendarbeitslosigkeit ist auf über 50 Prozent gestiegen. Dazu kommt noch, spanischen Regionen geht das Geld aus, wie Katalonien, und sie müssen bei der Regierung in Madrid Finanzhilfe beantragen.

Wie eine Schuldenübernahme durch die EZB, was ja im Endeffekt durch die Deutsche Bundesbank und damit durch den deutschen Steuerzahler bedeutet, in Spanien und den anderen Krisenländern dringend benötigte Arbeitsplätze schafft und Steuereinnahmen beschären soll, ist ein Rätsel. Die Schulden zu verallgemeinern und noch mehr Sparmassnahmen den Pleiteländern aufzudrücken, ist doch keine Lösung, sondern nur wieder ein Hinausschieben des endgültigen Zerfalls.

Die wirkliche Lösung ist die, die niemand durchführen will. Die Südländer müssen raus aus dem Euro, ihre eigene Finanzhoheit zurückbekommen, das neue Geld entwerten, damit ihre Wirtschaft wieder konkurrenzfähig wird. Der Euro wurde für sie zum Teuro und hat den Export verunmöglicht. Gleichzeitig muss es einen massiven Schuldenschnitt geben, damit die Länder sich von der Zinssklaverei befreien können. Eigentlich muss das geschehen, was Island erfolgreich praktiziert hat, einschliesslich Inhaftierung und Verurteilung der Bankster.

Den Banken noch mehr Billionen nachzuschmeissen, die Komapatienten am Tropf zu halten und künstlich auf Kosten Deutschlands zu ernähren, wie es die Euro-Turbos wollen, zögert das unvermeidliche Sterben nur hinaus und schafft eine zentrale europäische Diktatur, die Deutschland auch in den Strudel reisst und die Demokratie zerstört … aber das ist offensichtlich ihr wirkliches Ziel und schon immer die Absicht gewesen.

Nach der Ablenkung durch die Olympiade und wenn die Sommerferien vorbei sind, wird die Stunde der Wahrheit im Herbst kommen. Es spitzt sich dann alles zu und die Probleme können nicht mehr schöngeredet und übertüncht werden. Dann können wir uns auf Aufstände in den Südländern die sich wehren und einen gewaltigen finanziellen und politischen Umbruch in ganz Europa gefasst machen.

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BERLIN. Der ehemalige Chef-Ermittler im Barschel-Fall, Heinrich Wille, hält nach dem Fund neuer DNA-Spuren die These von einer Ermordung des früheren Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein für erhärtet. „Für mich ist die Entdeckung der DNA-Spur eines Fremden eine Bestätigung unserer damaligen Ermittlungen, wonach Barschel in der Todesnacht nicht allein in seinem Hotelzimmer war“, sagte Wille Welt-Online.

Am Wochenende war bekannt geworden, daß sich neben dem CDU-Politiker Uwe Barschel vor dessen Tod offenbar noch eine zweite Person in seinem Genfer Hotelzimmer aufgehalten hat. Ermittler des Kieler Landeskriminalamts entdeckten nach nun fast 25 Jahren den genetischen Fingerabdruck eines Unbekannten an der Kleidung, die Barschel an dem Tag getragen hatte. Laut dem Bericht sollen sich die DNA-Spuren des Unbekannten auf Barschels Strickjacke, Socken, Krawatte und auf einem Handtuch befunden haben.

Fund soll mit BKA-Datenbank abgeglichen werden

Barschel war am 27. Oktober 1987 in der Badewanne seines Schweizer Hotelzimmers tot aufgefunden worden. Laut Obduktion starb er an einer Überdosis Medikamenten. Es gab jedoch stets Vermutungen, Barschel könne die Medikamente nicht selbst oder nicht freiwillig eingenommen haben, sondern sei ermordet worden. Als mögliche Täter kamen verschiedene Geheimdienste in Betracht, weil Barschel möglicherweise um illegale Waffengeschäfte wußte und damit an die Öffentlichkeit gehen wollt.

Wille forderte nun von der Staatsanwaltschaft Kiel, das Ermittlungsverfahren in dem Fall wiederaufzunehmen. So sollten die neuen Funde beispielsweise mit den Datenbanken des Bundeskriminalamtes abgeglichen werden. „Das ist einen Versuch wert, zumal sich für mich der Anfangsverdacht auf Mord im Laufe der Ermittlungen erhärtet hat. Das bedeutet, daß das Verfahren wieder aufgenommen werden muß, wenn es neue Erkenntnisse gibt“, sagte der frühere Leitende Oberstaatsanwalt.

Staatsanwaltschaft will Fall nicht neu aufrollen

Die Entdeckung der DNA-Spur geht auf eine Initiative des schleswig-holsteinischen CDU-Politiker Werner Kalinka zurück. Dieser hatte 2010 die Lübecker Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Beweisstücke im Fall Barschel nach genetischen Fingerabdrücken zu untersuchen und entsprechende Anträge gestellt. „Die Staatsanwaltschaft Lübeck ist nun nachdrücklich aufgefordert, die Ermittlungen wieder aufzunehmen“, verlangte der CDU-Politiker.

Doch dort herrscht offenbar wenig Interesse, den Fall nochmals neu aufzurollen. Der Leitende Oberstaatsanwalt, Thomas-Michael Hoffmann, kündigte in der Welt am Sonntag an, die DNA-Spur nicht weiter verfolgen zu wollen. „Die Untersuchungsergebnisse bieten keine zureichenden Anhaltspunkte, die es erlaubten, eine Linie zu eventuell tatverdächtigen Personen zu ziehen“, begründete Hoffmann die Entscheidung. (krk)

LUXEMBURG. Der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker hat der deutschen Politik vorgeworfen, in der Euro-Krise nationale Ressentiments zu schüren. Die Art und Weise, wie Medien und Politiker in der Bundesrepublik über Griechenland hergefallen seien, habe er sich nicht vorstellen können, sagte der Chef der Eurogruppe gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lägen solche Vorurteile nur „zentimetertief unter der Oberfläche“.

Die Diskussion um einen Euro-Austritt Griechenlands bezeichnete Juncker als nicht hilfreiches „Geschwätz“. Gerade im deutschsprachigen Raum gebe es viele Menschen, die „einfache Lösungen“ anstrebten. „Wer denkt, daß die Probleme der Eurozone dadurch behoben würden, daß man Griechenland ausschließt oder fallen läßt, hat die eigentlichen Ursachen der Krise nicht erkannt.“ Er kritisierte damit FDP-Chef Philipp Rösler, der gesagt hatte, ein Austritt Griechenlands aus dem Euro habe für ihn seine Schrecken mittlerweile verloren.

Spanien fordert mehr Solidarität von Deutschland

Der Eurogruppenchef bekräftigte dabei, er sei fest entschlossen, den Euro in seinem Bestand mit allen derzeitigen Mitgliedsstaaten zu halten. Dies sei mit der 100 Milliarden Euro teuren Rettung spanischer Banken bewiesen worden. In den kommenden Tagen sollen weitere Maßnahmen beraten werden. „Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.“ Insgesamt sei die Währungsunion nun an einem „entscheidenden Punkt angekommen“, unterstrich Juncker.

Ähnliche Töne hatte am vergangenen Wochenende bereits der spanische Europaminister Inigo Méndez de Vigo angeschlagen. Deutschland solle nicht vergessen, wie ihm nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten geholfen worden sei. Viele Länder hätten zugunsten der Bundesrepublik auf Geld verzichtet, sagte er der Bild-Zeitung. (ho)

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