Horrorszenarien in Europa: Die letzten Tage des Euro?

Wer in den letzten Tagen aufmerksam die Welt beobachtete, der weiß, was die Stunde geschlagen hat. Die Euro-Krise ist mit voller Macht zurück. Bankenrun in Griechenland, dort gehen schon die Scheine aus. Auch in Spanien laufen die Menschen nun an die Schalter und heben ihr Erspartes ab. Alle Versuche der EU-Kommission, die Krise mit Milliardenzahlungen hinauszuzögern, finden jetzt offenbar ihr Ende, der Augenblick der Wahrheit ist da. Hier ein Überblick der letzten 48 Stunden:

 

 

Gerald Celente: »Panik an den Finanzmärkten, Ausschreitungen im Euro-Land«.  Nachdem die spanische Regierung versprach, sie würde keine Banken mehr retten, muss Bankia, der viertgrößte Kreditgeber des Landes, doch noch gerettet werden. Tag für Tag, Woche für Woche brechen massive Bürgerproteste in den von Depression und Rezession verwüsteten Städten Europas aus.

 

Norbert Walter, früher Chefvolkswirt der Deutschen Bank: »Wir sind jetzt im Endspiel«. Griechenlands Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch. Griechenland droht der Kollaps – und zwar nicht erst nach dem nächsten Wahltermin: Denn die Griechen plündern ihre Konten.

 

 

Hans-Werner Sinn: Euro-Krise: Deutschland droht Billionen-Verlust. Die Euro-Krise könnte Deutschland nach Einschätzung des Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn bis zu eine Billion Euro kosten. »Der in Griechenland verlorene Betrag von etwa 80 Milliarden Euro ist klein im Vergleich zu der Summe, für die wir insgesamt haften: Um den Euro zu retten, sind wir bereits gewaltig ins Risiko gegangen«.

 

 

Griechischer Bankrun: Athens finanzieller Kollaps, eine Spirale des Horrors. Aus den gescheiterten Regierungsverhandlungen in Athen dringen pikante Details: Griechenland könnte noch vor der Neuwahl pleite sein. Bürger geraten in Panik und ziehen an einem Tag 800 Millionen ab.

 

Griechische Banken müssen Kundenansturm verkraften. Griechen haben seit Montag bereits 700 Millionen Euro abgehoben. Die zerfahrene politische Lage in Griechenland stürzt die Griechen nach den Worten von Präsident Karolos Papoulias in tiefe Unruhe. Der Staatsbankchef habe ihm erklärt, dass die Lage der Banken »sehr schwierig« und das Bankensystem »derzeit sehr schwach« sei.

 

Wie schlimm ist der Bankrun in Griechenland wirklich? Antwort: Sehr schlimm! So heißt es von einer Beobachterin in Griechenland wörtlich: »Ich war grad bei der Bank und will Euch das Erlebte nicht vorenthalten. Hatte gestern einen nennenswerten Betrag vorbestellt, Gott sei Dank.
Vor mir vier Leute am Schalter. Alle das Sparbuch (ist hier DAS Gelddepot) in der Hand. Frage: ›Wieviel?‹ Antwort aller vier: ›Alles!‹ Ich habe gewartet, bis niemand mehr mithörte. Auf die Frage, wie schlimm es sei, die erwartete Antwort: sehr schlimm. Schlimmer als jemals zuvor. Dann der Knaller: ›Wenn das nicht bald aufhört, haben wir keine Scheine mehr. Auch die Zentrale hat bald nichts mehr.‹ Weiter: ›Ich verstehe nicht, warum die das jetzt losgetreten haben. Man will uns fertig machen. Man will. Anders kann ich es mir nicht erklären. Aber warum?‹ (…) Nebenbei noch bemerkt: Mein wie gesagt nennenswerter Betrag wurde mir in 50-ern ausgezahlt. Alle mit X. Wie schon seit Monaten hier überall in Griechenland, wo ich zwischenzeitlich war, immer nur X-Scheine aus den Automaten kamen, frisch und jungfräulich. Mag man sich was draus machen oder auch nicht. Gefühlt würde ich sagen: nur noch wenige Stunden. Wenn ich die Banker richtig verstanden habe.«

Spanien: Zinsen explodieren, Regierung schickt Hilferuf nach Brüssel. In Spanien sind die Zinssätze für langfristige Bonds am Mittwoch auf 6,5 Prozent gestiegen. In einer dramatischen Rede vor dem Parlament rief Premier Mariano Rajoy die EU zu Hilfe, weil er fürchtet, dass das Land in Kürze von den Kapitalmärkten abgeschnitten werden könnte. Rajoy sagte: »Es besteht das ernsthafte Risiko, dass uns die Kapitalmärkte kein Geld mehr leihen, und wenn, dann nur zu astronomischen Preisen.«

 

Italien: Nach Downgrade droht nun Bankenkrise. Die Lage in Italien spitzt sich mehr und mehr zu. Die Ratingagentur Moody’s hatte am Montag 26 italienische Banken herabgestuft. Damit gehören die italienischen Banken nun zu den Geldinstituten mit den »niedrigsten Ratings in den entwickelten Ländern Europas«. Hintergrund ist unter anderem die schlechte wirtschaftliche Situation des Landes und der schwierige Zugang zu frischen Krediten.

Krise im Euro-Land: Euro-Krise lässt in Italien Anarchie aufflammen. Die Gewalt in krisengeschüttelten Euro-Ländern droht zu eskalieren – in Griechenland, aber besonders in Italien. In dem Schweizer Nachbarland steht offenbar eine Ausweitung des anarchistischen Terrorismus bevor, der wiederum eine Verbindung zu Griechenland haben könnte. Brandsätze gegen staatliche Inkassoämter in Italien, brennende Geschäfte und fliegende Eier und Joghurt auf Politiker in Griechenland. »Die Italiener und die Griechen vereint zurzeit besonders eines: die Wut. Frustration und Wut über die Sparmaßnahmen«, so der Schweizer SF-Korrespondent Philippe Zahn. Es würden immer die »kleinen Leute« zur Kasse gebeten und nicht die großen Steuerhinterzieher oder Wohlhabenden, so die weitläufige Meinung in Italien. Und, was noch mehr Italiener verärgert: die miserable Zahlungsmoral der öffentlichen Hand. Der Staat schuldet privaten Unternehmen über 300 Milliarden Euro, weiß Zahn zu berichten. Zahlreiche italienische kleine und mittelständische Unternehmen sitzen auf offenen Rechnungen für noch nicht bezahlte öffentliche Aufträge. Dies provoziert gewalttätige Reaktionen: mit Sprengstoffanschlägen auf Büros der Steuerbehörde Equitalia.

 

Offiziell: Bank of England bereitet mit Regierung Notfallplan für Euro-Crash vor. Der britische Notenbankchef Sir Mervyn King hat in einem Fernsehinterview bestätigt, dass die Bank of England und die britische Regierung gerade einen Notfallplan für den Zerfall der Euro-Zone entwickeln. Die Gründe für den möglichen Crash sieht King bei der Politik: Sie müsse endlich anerkennen, dass Schulden nicht zurückgezahlt werden können und die entsprechenden Verluste realisieren. Dies sei zwar schmerzhaft, aber besser, als das Problem weiter vor sich herzuschieben. Auch für Großbritannien selbst hatte King wenig Erfreuliches zu verkünden: Die Wirtschaft werde weiter schrumpfen, die Prognosen müssten nach unten korrigiert werden. Die Inflation werde dagegen steigen, die angepeilten Werte könnten nicht erreicht werden.

 

Angst ums Geld: Euro-Krise treibt deutsche Rentner in die Türkei. Wohnungen ab 40.000 Euro, Häuser mit Pool für 130.000: Niedrige Immobilienpreise und geringe Lebenshaltungskosten machen die Türkei für Rentner attraktiv, die um die Kaufkraft ihrer Pension fürchten. Zudem sind Lebensmittel und Gebrauchsgüter des täglichen Bedarfs billig. »Drei Kilo Tomaten kosten umgerechnet nur 80 Cent«, sagt Hans-Rainer Lindner, Partner beim Maklerhaus Türkei-Objekte. »Mit nur 700 Euro im Monat kann ein deutsches Ehepaar bequem in der Türkei leben.« Das macht das Land für all jene attraktiv, die wegen der Euro-Krise eine starke Teuerung in Deutschland erwarten und darum bangen, ob ihre Rente in einigen Jahren noch ausreichen wird, um den Lebensunterhalt zu decken. Die Türkei lockt auch immer mehr Unternehmen an. Automobilhersteller, Maschinenbauer, IT-Unternehmen und diverse Zulieferer aus Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden haben Fabriken im Land errichtet oder lassen bei türkischen Firmen produzieren. Das treibt die Nachfrage nach der Lira und drückt tendenziell den Euro-Kurs.

 

Alarmierende Zahlen: Innenminister sorgt sich um Grenz-Kriminalität. Die Kriminalität in den Grenzregionen der ostdeutschen Bundesländer ist erheblich gestiegen. Auf die alarmierenden Zahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich reagiert. Der Anstieg bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen sei besorgniserregend, sagte Friedrich in Berlin. Nach der neuesten polizeilichen Kriminalstatistik haben die Wohnungseinbruchsdiebstähle im vergangenen Jahr bundesweit um 9,3 Prozent auf 132.595 Fälle zugenommen. Das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Die Aufklärungsquote beträgt nur 16,2 Prozent. Alle vier Minuten wird in Deutschland eine Wohnung oder ein Haus aufgebrochen.

 

Zentralregierung? Schäuble fordert stärkere EU-Kommission und EU-Präsidenten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will die europäische Integration vorantreiben. Alle Europäer sollen einen Präsidenten wählen, die EU-Kommission soll als europäische Zentralregierung fungieren. Er forderte eine noch stärkere Integration innerhalb Europas mit einer gemeinsamen Finanzpolitik und einer zentralen Regierung. In Bezug auf Griechenland sagte Schäuble in Aachen, es gehöre unumstritten zu Europa. Doch ob es auch in der Euro-Zone sein müsse, sei fraglich. Schäuble will Nachfolger von Jean Claude Juncker als Chef der Euro-Gruppe werden, um seine Vorstellungen auch auf europäischer Ebene einbringen zu können.

 

Schuldenkrise schickt Dax auf Talfahrt. Moody’s hat 16 spanische Banken herabgestuft. Deshalb geraten deutsche Finanzwerte ebenfalls unter Druck. Der Dax steuert auf einen Wochenverlust von mehr als fünf Prozent zu. Die Sorgen um Griechenland steigen; das Rating sinkt. »Es bedarf keiner

großen prophetischen Talente, um einen schwierigen Handelstag an der Frankfurter Börse zu prognostizieren«, so Investmentanalyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

 

Arbeitskräfte wandern aus dem EU-Ausland zu: Schuldenkrise zieht Südeuropäer nach Deutschland. Durch die Schuldenkrise wird Deutschland als Zuwanderungsland vor allem für Südeuropäer immer attraktiver. Die Schuldenkrise und die EU-Erweiterung haben die Zahl der Zuwanderer nach Deutschland auf den höchsten Wert seit 15 Jahren steigen lassen. Rund 958.000 Menschen sind 2011 nach Deutschland gezogen, das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus allen EU-Ländern kamen mehr Menschen nach Deutschland als im Vorjahr. Besonders stark war der Anstieg aus Griechenland und Spanien, deutlich zugenommen haben die Zuzüge auch aus den Ländern, die 2004 der EU beigetreten sind und seit Mai freien Zugang zum Arbeitsmarkt haben, wie beispielsweise Polen und Ungarn. Auch aus Bulgarien und Rumänien zog es viel mehr Menschen nach Deutschland als im Vorjahr.

 

Schuldenkrise: EU-Anteil an deutschen Exporten auf 20-Jahres-Tief. Die EU-Länder als traditionell wichtigster Handelspartner verlieren für die deutsche Exportwirtschaft zunehmend an Bedeutung. 2011 landeten nur noch 59,2 Prozent der Ausfuhren in der Europäischen Union. »Das war der niedrigste Stand seit 20 Jahren«, teilte das Statistische Bundesamt mit. 2007 lag der Anteil noch bei 64,6 Prozent und ist seither kontinuierlich gesunken.

 

Ausnahme-Föderation: So will Ex-EZB-Chef Trichet den Euro retten: Die EU-Staaten sollen im Extremfall die Staatspleite eines Landes ausrufen können, schlägt Ex-EZB-Chef Trichet vor. Der Schuldensünder verlöre damit auch die Hoheit über seine Haushaltspolitik. Trichets Vorstellungen zufolge soll es möglich sein, dass die EU-Staaten im Extremfall ein Land für bankrott erklären und seine Haushaltspolitik übernehmen. Dazu sollte es dann kommen, wenn die Fiskalpolitik des Landes die Währungsunion als ganze gefährde, sagte Trichet in einer Rede vor einem Wirtschaftsinstitut in Washington.

Diese Meldungen ließen sich beliebig fortsetzen…..die Tage der sogenannten Gemeinschaftswährung dürften gezählt sein!

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Tannhäuser by Richard Wagner – Piano version. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg.

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Zitat:

Kritik an der Unternehmensführung: Poker mit den Opel-Werken

Von Stefanie Hallberg

Rüsselsheim verliert die Astra-Produktion – was heißt das für Opel in Bochum? Konkrete Aussagen dazu gibt es bislang nicht. Gewerkschafter und Politiker werfen der Opel-Führung vor, dass sie die Werke gegeneinander ausspielen will.
"Momentan gibt es viele Planspiele zur Auslastung der Werke, viele Versprechungen und Seifenblasen – aber nichts wirklich Verbindliches", sagt Rainer Einenkel, Betriebsratschef bei Opel in Bochum, im Gespräch mit WDR.de. Er selbst ist erstaunt über die Art und Weise, wie die Opel-Spitze am Donnerstag (17.05.2012) bekannt gab, das Modell Astra ab 2015 nur noch im britischen Ellesmere Port und im polnischen Gliwice fertigen zu wollen und nicht mehr, wie bisher, in Rüsselsheim. "Der zuständige Betriebsrat wurde vorab nicht informiert. Ich selbst habe die Nachricht nur über ein Rundschreiben und die Pressemitteilung erfahren."


Quelle: WDR

Opels Massenmodell wird nur noch in Polen und Großbritannien gebaut? Das war’s dann wohl mit Opel als "deutsche" Firma…

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Nach dem ganzen Medien-Hype und weil heute der IPO-Tag ist, haben mich einige ASR-Leser gefragt, ob es sinnvoll ist in Farcebook-Aktien zu investieren. Lustig diese Frage, wo ich doch seit Jahren vor Papierwerten abrate. Für mich ist das wieder eine Tech-Blase, mit nichts reelles dahinter, die sehr schnell platzen kann und auch wird. Farcebook ist doch niemals über 100 Milliarden Dollar wert. Was kauft man denn wirklich? Eine Firma die einige Computer hat, auf die 900 Millionen Leute zugreifen, die sich gegenseitig den Freundschafts-Button klicken. Nebenbei wird etwas Werbung verkauft, das ist alles.

Man muss sich nur die Fakten anschauen. Erstens ist der Markt fast gesättigt. Mit 70 Prozent der potenziellen Benutzer bereits auf Farcebook drauf, wie soll es da noch eine grosse Steigerung geben? Die ist aber notwendig, um für die Aktienbesitzer die jetzt einsteigen einen Kursgewinn rauszuholen. Zweitens haben Werbeexperten festgestellt, auf Farcebook zu werben bringt nicht viel. Deshalb hat General Motors (GM) gerade verkündet, sie ziehen sich aus Farcebook zurück und schalten keine Inserate mehr.

GM ist ja nur der drittgrösste Werbekunde der USA und wenn der wegfällt, dann zeigt das wie fragil die Firmenstrategie von Farcebook ist. Das Problem liegt daran, die Farcebook-Benutzer schauen nicht auf die Werbung und sie klicken nicht drauf. Warum? Weil man auf diese Plattform geht, um mit “Freunden” zu kommunizieren. Das ist eine völlig andere Nutzung als zum Beispiel mit Google. Die Suchmaschine wird benutzt weil man etwas sucht, möglicherweise bereit ist zu kaufen und deshalb auf die Werbung geht. Farcebook-Werbung ist aber lästig und wird ignoriert. Sie bringt keinen echten Wert für einen Werber.

Was hier abläuft ist wie ein Pyramidenspiel, den letzten beissen die Hunde, also die Aktionäre die am Schluss das Papier in Händen halten. Warum? Weil zuerst viele Firmen durch den Hype meinen Werbung schalten zu müssen. Ok, damit hat Farcebook anfänglich viele Einnahmen. Aber dann, wenn die Realität einsetzt und sie rechnen was die Werbung an Mehrumsatz gebracht hat, werden sie enttäuscht sein. Kein genügender Return on Investment. Also werden sie mit Werbung aufhören. Wenn die Masse der Firmen das schmerzhaft realisiert hat, brechen die Einnahmen von Farcebook zusammen und das war’s dann.

Für mich ist dieser IPO eine Abzockaktion der Gründer und Erst-Investoren, wie schon so oft im Tech-Bereich praktiziert. Wieso haben die aktuellen Besitzer in letzter Minute entschieden, viel mehr ihrer Aktien der Öffentlichkeit zu verkaufen als zunächst vorgesehen? Ich meine, wenn sie an den Erfolg von Farcebook glauben. Oder tun sie das etwa nicht? Sind sie der Meinung, der Höhepunkt ist erreicht und jetzt sollen die dummen und leichtgläubigen Neu-Aktionäre übernehmen?

Warum hat Paypal-Gründer Peter Thiel, der übrigens auch ein Bilderberger ist und in St. Moriz 2011 dabei war, seinen Anteil den er verkaufen will von 20 auf 50 Prozent erhöht? 2004 hat er lächerliche 500’000 Dollar in Zuckerbergs Idee investiert und jetzt steigt er quasi aus und kassiert Milliarden.

Oder der russische Investor Yuri Milner will jetzt 40 Prozent loswerden und nicht die 23 Prozent wie anfänglich verkündet. Aber die Alarmglocken müssen läuten wenn die grossen Spieler wie Goldman Sachs und Tiger Global Management mehr als die Hälfte ihrer Aktien jetzt abstossen, obwohl sie vorher nur 23 und 7 Prozent jeweils vor hatten. Da stimmt doch was nicht.

Farcebook hat mittel- und langfristig keine Zukunft. Es muss nur einer mit einer neuen Idee kommen und dann rennen alle Internet-Junkies dort hin und finden es mega-geil. Ausserdem hat Farcebook selber kürzlich erst gewarnt, die Anzahl Benutzer die auf das soziale Netzwerk über ihre Mobilgeräte zugreifen, bringen wenig Werbeeinnahmen. Der Trend geht aber in diese Richtung, weg vom den stationären PCs und hin zu den tragbaren Handys und Tabletts. Keine guten Aussichten für Farcebook.

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Die Vierte

On May 18, 2012, in Junge Freiheit, by admin

Es häuft sich. Nach Niedersachsen, Baden-Württemberg und Berlin soll nun auch Schleswig-Holstein eine türkischstämmige Integrationsministerin bekommen. Der designierte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) will die Genossin Aydan Özoguz, 1967 als Tochter türkischer Gemüsehändler in Hamburg geboren, ins Kabinett holen.

Die Politikerin hat ein interessantes familiäres Umfeld. Zum einen ist sie mit dem Hamburger Innensenator Michael Neumann (SPD) verheiratet, der Multikulti zum Leidwesen seiner Frau bereits vor acht Jahren für „gescheitert“ erklärt hat. Andererseits werden ihre Brüder Gürhan und Yavuz Özoguz vom Verfassungsschutz beobachtet.

Bruder wegen Volksverhetzung verurteilt

Sie sind Betreiber des Online-Portals „Muslim-Markt“ und betitelten ihr Buch provokant mit „Wir sind fundamentalistische Islamisten in Deutschland“, später fügten sie bei der Neuauflage das Wörtchen „keine“ ein. Selbstmordattentäter nennen sie allerdings „besonders mutige Kämpfer“ und „Widerstandskämpfer, die bereit sind, ihr eigenes Leben aufzuopfern, damit andere leben können“.

Das Amtsgericht Delmenhorst verurteilte Yavuz Özoguz im Zusammenhang mit der Internetseite wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten auf Bewährung. Später stellte das Landgericht Oldenburg das Verfahren gegen Geldbuße ein.

Multikulturelle Gesellschaft nicht gescheitert

Öffentlich hat sich die angehende Ministerin von ihren Brüdern distanziert. Ihrem Mann mag sie mit der Behauptung von der gescheiterten multikulturellen Gesellschaft allerdings nicht folgen: Das sei „platt“.

In einem Doppelinterview mit der taz äußerte Neumann unverblümt über seine Frau: „Zwischen Aydan und mir gäbe es sicher Streit, wenn sie versuchte, unserer Tochter Hanna das Kopftuch aufzuzwingen.“ Auf Nachfrage, wie sie es fände, wenn die Tochter später von selbst Kopftuch trage, entgegnete Özoguz: „Ich kann mir Schlimmeres vorstellen, womit ein Kind seine Eltern konfrontiert.“

Keine Bringschuld der Moslems in Deutschland

Und so ergreift die wohl künftige Integrationsministerin denn auch eher die Position der Moslems als die der deutschen Sicherheitsbehörden. Vor einem Jahr forderte sie ihre Glaubensbrüder auf, die von Innenminister Hans-Peter Friedrich einberufene Deutsche Islamkonferenz zu boykottieren, weil der CSU-Politiker diese für eine „Sicherheits-Partnerschaft“ gegen militante Islamisten gewinnen wollte.

Eine Bringschuld der Moslems in Deutschland sieht sie nicht. Forderungen nach Integration tut sie als unverschämt ab: „Schon diese Forderung ‘Integriert euch endlich!’ hat etwas Diskriminierendes und Beleidigendes“, stellte sie unzweideutig fest. Mit dieser These unterscheidet sie sich nicht sonderlich von den türkischstämmigen Politikerinnen, die bereits in anderen Bundesländern diesen Posten übernommen haben. Sie alle machen diese Politik nicht wirklich aus Sicht der Interessen der Mehrheitsgesellschaft.

JF 21/12

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